Ausstellungen: Josef Albers in Essen – Anni Albers in Düsseldorf

Essen/Bottrop. Wie kaum ein anderer erforschte der einflussreiche Künstler Josef Albers die Farbe. Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 7.10.2018, ist sein facettenreiches und prägendes Schaffen erstmals seit 30 Jahren in einer großen Retrospektive zu sehen. Gemeinsam führen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop 130 Werke – der Hauptteil aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen – in der Villa Hügel, Essen, zusammen.

Ab sofort sind alle Informationen, auch zur Buchung von Führungen, unter josefalbers.villahuegel.de online.

Diese außergewöhnliche Ausstellung ermöglicht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens. Josef Albers. Interaction ist eine Kooperation mit dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Fast zeitgleich zur Essener Ausstellung zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf im K20 die Retrospektive Anni Albers, 9.06. bis 9.09.2018. Die Ausstellung – eine Kooperation mit Tate Modern – wird alle Facetten des vielseitigen Werks der wohl bedeutendsten Bauhaus-Künstlerin beleuchten. www.kunstsammlung.de

Der Sommer 2018 bietet damit die einmalige Gelegenheit, konzentriert die Lebenswerke zweier herausragender Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in unmittelbarer Nachbarschaft zu erleben. Informationen zu gemeinsamen und korrespondierenden Veranstaltungen folgen in Kürze.

Anni und Josef Albers

Das Paar lernte sich am Bauhaus in Dessau kennen und heiratete 1925. Mehr als 50 Jahre prägte die Beziehung des Künstlerpaares gegenseitige Bewunderung und das Interesse an der Arbeit des Anderen. Für beide wurde Mexiko nach ihrer Emigration 1933 in die USA zu einer wichtigen Inspirationsquelle. Heute wird der Nachlass von Anni und Josef Albers von der 1971 gegründeten Josef & Anni Albers Foundation bewahrt und gepflegt. Sie unterstützt die Essener und die Düsseldorfer Ausstellung mit großzügigen Leihgaben.

Josef Albers – Sehen lernen

Josef Albers wollte Farbe denken, suchte nach ihrem spezifischen Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Die Ausstellung beginnt mit Albers‘ Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwerpunkten seiner amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Erstmals werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen aus der Sammlung des Ehepaares Albers in ihrer Wechselwirkung gezeigt. Eine Gegenüberstellung religiöser Bildwerke mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er-Jahre, die sogenannte Minimal Art.

Josef Albers. Interaction | Öffnungszeiten Ausstellung: Di – So 10 – 18 Uhr

Kontakt: +49 (0) 201 – 61 629 17, info@villahuegel.de
Eintritt inkl. Villa Hügel, Park und Historische Ausstellung Krupp: Erwachsene: 5 €, Kinder bis zum 14. Lebensjahr: frei, Schulklassen in Lehrerbegleitung: frei

Titelfoto: Josef Albers, „Kaiserlich“, um 1923, Glassassemblage, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn

 

 

Nofretete, Ramses und Osiris

Vom 30. September 2017 bis 2. April 2018 zeigt das Museum Folkwang erstmalig seine ägyptische Sammlung. Mit 150 Objekten bietet die Präsentation  „Nofretete, Ramses und Osiris“ einen großen Überblick über die künstlerische und kunsthandwerkliche Produktion des Alten Ägypten.  

Am Sonntag, 26. November 2017, 13 Uhr, findet die erste von drei öffentlichen Themenführungen in der Präsentation „Nofretete, Ramses und Osiris. Die Ägyptische Sammlung“ im Museum Folkwang statt. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten – wie „Die ägyptische Götterwelt“ (26.11.2017), „Gefäße aus Stein, Ton und Alabaster“ (7.1.2018) oder „Wider den bösen Blick: Das Udjat-Auge und andere magische Amulette“ (25.2.2018) – führt die Ägyptologin Dr. Carola Nafroth aus Münster durch die ägyptische Sammlung. Die Führungen beginnen jeweils mit einem Überblick zu den ausgestellten Exponaten und vertiefen die Betrachtung anhand eines speziellen Themas aus Kunst und Alltag im Alten Ägypten.

Das Museum Folkwang zeigt erstmalig mit „Nofretete, Ramses und Osiris“ vom 30. September 2017 bis 2. April 2018 seine ägyptische Sammlung vollständig. Die Sammlung umfasst 150 Objekte von den Anfängen der ägyptischen Zeit (3100 – 3000 v. Chr.) bis in die römische Zeit (300 v. Chr. bis 300 n. Chr.) und bietet einen großen Überblick über die künstlerische und kunsthandwerkliche Produktion des Alten Ägypten – darunter Spitzenwerke wie der Kopf der ägyptischen Königin Nofretete aus dem 13. Jh. v. Chr. Präsentiert wird die Sammlung aktuell im „Helm/Helmet/Yelmo“ des kubanischen Künstlerduos Los Carpinteros.

Information:
Öffentliche Themenführungen Im Land der Pharaonen
Mit Dr. Carola Nafroth, Ägyptologin und Koptologin (Münster)

So, 26.11.2017, 13 Uhr
„O Isis und Osiris!“: Die ägyptische Götterwelt

So, 7.1.2018, 13 Uhr
Leben und Tod am Nil: Gefäße aus Stein, Ton und Alabaster

So, 25.2.2018, 13 Uhr
Wider den bösen Blick: Das Udjat-Auge und andere magische Amulette

Teilnahmebeitrag: 3 € / 1,50 € / Mitglieder des Kunstring Folkwang frei. Teilnahmesticker ab einer Stunde vor Führungsbeginn an der Kasse erhältlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.
FREIER EINTRITT

AKTUELL

Balthasar Burkhard | bis 14. Januar 2018

 Alexander Kluge. Pluriversum | bis 7. Januar 2018

Niklaus Troxler. Jazz’n’more – Plakate | bis 14. Januar 2018

 Catharina van Eetvelde. Ilk  | bis 14. Januar 2018

6 1/2 Wochen. Jianping He  – Raster | bis 10. Dezember 2017

 

 

Ausstellung der Aquarelle von Andreas Koerner

Der Maler Andreas Koerner ist vielen Essenern durch seine zahlreichen Ortsmotive der Stadt Essen bekannt. Wahrscheinlich ist Koerner der Urheber der größten Anzahl von Aquarellen, die von der Stadt Essen existieren. Seine Motivsammlung dürfte mittlerweilen weit über 500 Werke umfassen. Derzeit stellt der Künstler einen Teil seiner Werke in der Geschäftsstelle Dellwig der Sparkasse Essen aus.

Die Ausstellung der Aquarelle von Andreas Koerner ist vom 20. Juni bis 6. Juli 2017 während der Geschäftszeiten in der Geschäftsstelle Dellwig der Sparkasse Essen, Donnerstraße 135 zu sehen

Eine kurze biografische Einlassung des Künstlers ist der Eröffnungsbroschüre zu entnehmen: Eröffnungsbroschüre

 

Essener Kakteen- und Sukkulentenmarkt 2017

In Kooperation mit der Ortsgruppe Essen der Deutschen Kakteengesellschaft findet am Samstag, 1., und Sonntag, 2. Juli, der Essener Pflanzenmarkt für Kakteen und andere Sukkulente in und vor der Orangerie des Grugaparks statt.

Beim Kakteen- und Sukkulentenmarkt präsentieren rund 20 Aussteller nicht nur eine breite Vielfalt an Pflanzen, sondern auch Zubehör, wie beispielsweise Kakteenerde, speziellen Dünger, Töpfe und Literatur. Auch die Fachfrau oder der Fachmann werden hier Raritäten entdecken, die sonst nur mit großem Aufwand zu erhalten sind. Gleichzeitig erhalten die Besucherinnen und Besucher interessante Pflegetipps direkt vom Experten. Wer einfach nur schauen möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen.

Neben Kakteen sind auch Leuchterblumen, Elefantenfüße und die bunten Mittagsblumen, deren Blüten sich nur bei direkter Sonneneinstrahlung öffnen, mit dabei. Natürlich dürfen auch die sogenannten lebenden Steine nicht fehlen, aber auch Yuccas und Palmen-Arten, die zum Teil sogar winterhart sind, gehören zum Angebot. Damit eignen sich viele der angebotenen Pflanzen auch für sonnige Stellen im Garten.

Weitere Informationen sowie eine Ausstellerliste und den Aussteller-Lageplan erhalten Interessenten unter www.grugapark.de in der Rubrik „Aktuell“. Für tagesaktuelle Besucheranfragen steht wie gewohnt das Info-Center Orangerie, Telefon: 88 83106, zur Verfügung.

Am Samstag, 1., und Sonntag, 2. Juli, jeweils von 10 bis 18 Uhr in und vor der Orangerie des Grugaparks. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

„San Francisco 1967. Plakate im Summer of Love“

Zum 50. Jubiläum widmet das Museum Folkwang der Hippie-Kultur im Sommer 2017 eine umfangreiche Ausstellung. Rund 250 psychedelische Plakate – ergänzt durch Fotografien, Schallplattencover und Konzertkarten – ermöglichen einen umfassenden Einblick in diese wichtige Umbruchphase.

„San Francisco 1967“ (9. Juni – 3. September 2017) ist die bisher größte Plakatausstellung zum Summer of Love in Europa überhaupt.

Titelfoto: Victor Moscoso, The Chamber Brothers „Glasses“
San Francisco, 1967
Sammlungen Lutz Hieber und Gisela Theising
© Victor Moscoso 2017

 

Folkwang: Artist talk mit Peggy Buth und Arwed Messmer

Am Freitag 8. Juni eröffnet das Museum die Ausstellungen „Arwed Messmer. RAF – No Evidence / Kein Beweis“ sowie „Peggy Buth. Vom Nutzen der Angst“. Mit Buth und Messmer präsentiert das Museum Folkwang eine Künstlerin und einen Künstler, deren Arbeit auf umfangreichen Recherchen beruht und Material aus Archiven einbezieht. Im Künstlergespräch am Samstag, 10. Juni, 15 Uhr, mit Stefanie Diekmann (Professorin für Medienkulturwissenschaft an der Universität Hildesheim) und Susanne Holschbach (Kunstwissenschaftlerin, Berlin) wird es um ihre jeweiligen Herangehensweisen und Arbeitsprozesse gehen und um die Frage, welchen Beitrag künstlerische Forschung zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen leisten kann.

In Kooperation mit der Sektion „Geschichte und Archive“ der DGPh (Deutsche Gesellschaft für Photographie)

Information

Praktiken künstlerischer Forschung: Gespräch mit Peggy Buth und Arwed Messmer
Sa,10. 6. 2017, 15 Uhr

FREIER EINTRITT | ADMISSION FREE

Der Eintritt in die ständige Sammlung ist frei.


AKTUELL | WHAT’S ON

 Gerhard Richter. Die Editionen. | bis 30. Juli 2017

6 1/2 Wochen. Ecker Riemer Ruff – Retouched | bis 5. Juni 2017

UG im Folkwang
The Great Infinity Pool. Klasse Prof. Ricarda Roggan, ABK Stuttgart | bis 2. Juli 2017

 

Titelfoto: MFolkwang_Peggy Buth_Leute wie wir_Tor Rheinhausen

„Triumph ohne Sieg“: LWL-Museum präsentiert Ausstellung über Roms Ende in Germanien Haltern

Dem Ende der römischen Herrschaft in Germanien widmet das Halterner Römermuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Sonderausstellung. Unter dem Titel „Triumph ohne Sieg. Roms Ende in Germanien“ präsentiert die Schau vom 2. Juni bis zum 5. November mehr als 250 Kunstwerke und Artefakte aus Italien, Kroatien, der Schweiz, Slowenien, Ungarn und der Vatikanstadt. Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Triumphzug, den Kaiser Tiberius vor 2.000 Jahren für den Feldherrn Germanicus ausrichtete. Damit beendete er den teuren und verlustreichen Krieg und wandelte ihn in einen Sieg um. Diese Wende bestimmte für die nächsten Jahrhunderte maßgeblich die Entwicklung der Gebiete westlich und östlich des Rheins. Im Westen hielt die römische Kultur weiter ihren Einzug, östlich des Flusses blieb die germanische Bevölkerung in ihren Stammesstrukturen gefangen. Die Schau lenkt den Blick auf die militärischen und politischen Entwicklungen in Germanien und die Zeit vor dem vermeintlichen Sieg des Germanicus. Außerdem widmet sich die Ausstellung der Frage, wer, wann und aus welchem Anlass im antiken Rom einen Triumphzug abhalten durfte. Und sie befasst sich damit, was mit Aliso, dem heutigen Haltern am See, geschehen wäre, wenn die Römer sich nicht zurückgezogen hätten.

Infos: www.lwl-roemermuseum-haltern.de

(ü. Pm., idr, Foto: LWL)

Eröffnung der Fotoausstellung „Perspektivwechsel – Dein Stadtteil in meinen Augen“

Jugendliche sehen ihre Umwelt mit eigenen Augen. Ihrer Perspektive auf Essen widmet sich die Fotoausstellung „Perspektivwechsel – Dein Stadtteil in meinen Augen“, welche ab sofort im Foyer des Essener Rathauses zu den bekannten Öffnungszeiten besucht werden kann. Die Ausstellung wirft einen Blick auf Alltägliches, und dadurch doch auf Neues, Aufregendes oder Unentdecktes im Umfeld der Jugendlichen. Begleitet wurden die jungen Fotografen bei ihrer Arbeit von der Künstlerin Anne Wirtz unter Federführung des VKJ.

Oberbürgermeister Thomas Kufen und Thomas Kutschaty, Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, eröffneten gestern (22.5.) die Fotoausstellung. „‚Perspektivwechsel – Dein Stadtteil in meinen Augen‘ ist der passende Titel für diese Ausstellung. Sie bringt uns näher, was junge Menschen wahrnehmen, wenn sie sich außerhalb ihres gewohnten Umfelds aufhalten. Die Bilder geben uns einen kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt: Wo ist ihr Blick haften geblieben? Was fanden sie gut, welcher Anblick hat sie gestört? Ohne Feedback wie dieses könnte ich meine Arbeit gar nicht machen“, stellte das Stadtoberhaupt in seiner Eröffnungsrede fest. „In Bezug auf die Fotoausstellung lautet meine Botschaft an die jungen Fotografinnen und Fotografen: Ihr habt das richtig gut gemacht und ihr könnt zu Recht stolz auf euch sein!“

Titelfoto: Oberbürgermeister Thomas Kufen (2. Reihe 3.v.r.) eröffnet die Ausstellung „Fotoprojekt Essener Jugendlicher“ im Rathausfoyer. Foto: Peter Prengel

„Fertig zum Druck. Zur Vorgeschichte von Pressefotos“

am Freitag, den 26. Mai, 18 Uhr, spricht HBK-Professor Günter Karl Bose im Museum Folkwang über die Geschichte von und den Umgang mit Pressefotos. Die Pressebildlandschaft hat sich mit der fortschreitenden Digitalisierung nachhaltig verändert. Analoge Retusche findet in der heutigen Praxis kaum noch statt. Die retuschierten Bilder von früher haben heute ihre Verwendung in der zeitgenössischen Fotografie gefunden. Bose vollzieht diese Entwicklung in seinem Vortrag „Fertig zum Druck. Zur Vorgeschichte von Pressefotos“ nach.

Der Gestalter, Dozent und Sammler Günter Karl Bose spricht am Freitag, 26. Mai 2017, 18 Uhr, aus medienhistorischer Perspektive über die Geschichte und Bildkultur der Pressefotografie. Im Mittelpunkt von Boses Vortrag „Fertig zum Druck“ steht das Retuschieren von Pressefotos. Diese analoge Technik ist mit der fortschreitenden Digitalisierung aus der Praxis der Zeitungsverlage verschwunden. Aktuell erfährt die Retusche in der Arbeit zeitgenössischer Künstler eine neue Relevanz. Der Vortrag findet im Rahmen der Präsentation Ecker, Riemer, Ruff – Retouched statt.

„Our junk has become history“, bemerkt Susan Sontag in einem ihrer 1977 erschienenen Essays On Photography. „Our junk has become art.“ Seit Zeitungen weltweit ihre Archive auflösen und Millionen von Fotos auf dem Markt oder im Abfall landen, hat sich der Umgang mit Pressebildern stark verändert. Mit der Digitalisierung verschwand das Retuschieren in der Praxis der Zeitungsverlage. Zuvor bereiteten Foto-Spezialisten die Bilder aufwendig für den Druck vor. Noch heute erkennt man Spuren ihrer Arbeit neben den Retuschen auf vielen der Pressefotos: Passkreuze, Stempel, Bearbeitungsvermerke, Signaturen, Aufkleber, Stichworte oder ganze Geschichten. Günter Karl Bose geht dieser Geschichte nach und stellt sie in den Kontext der Gegenwartskunst.

 

Günter Karl Bose, geb. 1951, studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Freiburg. Von 1980 bis 1995 war er Verleger in Berlin (Brinkmann & Bose). Seit 1993 ist er Professor für Typografie und Leiter des Instituts für Buchkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Als Gestalter arbeitet er für kulturelle Institutionen und Verlage. Er hat zahlreiche Publikationen zur Kultur- und Mediengeschichte veröffentlicht.

„6 ½ Wochen. Ecker Riemer Ruff – Retouched“ (20. April bis zum 5. Juni 2017)

Mit den retuschierten Motiven von Kriegen und Katastrophen, längst vergessenen Stars und Kuriositäten machen Ecker, Riemer und Ruff deutlich, dass das Pressefoto nicht nur der Berichterstattung diente, sondern auch ein Medium der Sensationslust, der Propaganda und des Spektakels war.

Information

Günter Karl Bose: „Fertig zum Druck. Zur Vorgeschichte von Pressefotos.“
Fr, 26.5.2017, 18 Uhr

Teilnahmebeitrag: 5 € / 2,50 € / Mitglieder des Kunstring frei. Begrenzte Teilnehmerzahl

Titelfoto: Thomas Ruff, press++ 22.82, 2016 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Festival im Dortmunder U macht Mathe zum Ausstellungsobjekt

 Ein Festival für Mathe? Damit müssen Besucher des Dortmunder U ab dem Wochenende rechnen. Vom 20. Mai bis zum 3. September läuft hier das Ausstellungsfestival „Womit rechnest Du?“. Drei unabhängige Mitmach-Ausstellungen sind zu sehen: „Matheliebe“ nähert sich dem trockenen Thema spielerisch.

Die Besucher entdecken in acht Bereichen die spannende Welt der Mathematik interaktiv mit Animationen, Stationen zum Ausprobieren sowie mit Modellen und geometrischen Objekten zum Anfassen. Die Schau „Match Maker“ zeigt Werke des niederländischen Medienkünstlers Geert Mul. Seine Videos, Fotografien, Installationen und audiovisuelle Performances verändern sich und reagieren auf den Betrachter. Der „Fulldome“ schließlich präsentiert sich als begehbare Kuppel mit einer audiovisuellen 360-Grad-Projektion. Entwickelt wurde sie vom Medienlabor kiU der Fachhochschule Dortmund. Mathematische Funktionen wie Kreisberechnungen, Kreisteilungen, Wellenfunktionen, Sinusfunktionen und unendliche, irrationale und transzendente Zahlen wie Pi werden hier sichtbar gemacht. Abstrakte Darstellungen wie Graphen und Kurven vermischen sich mit Naturelementen. Der Eintritt in die Ausstellungen ist frei. Kooperationspartner des Ausstellungsfestivals sind das Stedelijk Museum Schiedam, die Fachhochschule Dortmund, das Liechtensteinsche Landesmuseum und die Stiftung Matheliebe. Infos unter www.dortmunder-u.de

Orchideenausstellung im Grugapark am Wochenende

Gemeinsam mit dem Grugapark präsentiert eine Fachzeitschrift am Samstag, 20., und Sonntag, 21. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr die Ausstellung „Orchideenzauber im Grugapark“ im Infocenter der Orangerie.

Interessante Orchideenausstellungen sind für Pflanzenfreunde immer ein besonderes Erlebnis. Hier kann der Liebhaberinnen und Liebhaber dieser weltweit verbreiteten und sehr großen Pflanzenfamilie vieles bewundern, sich beraten lassen oder Pflanzen erwerben.

Schon mit dem Namen „Orchidee“ verbindet der Besucher die Assoziation des ungewöhnlich Schönen, was die Natur zu bieten hat. Aufbauend auf den wunderbaren, allerdings inzwischen vielfach gefährdeten Naturvorkommen haben Gärtner innerhalb eines Jahrhunderts durch intensive Kultur- und Vermehrungsarbeit unzählige prachtvolle Züchtungen geschaffen. Orchideen zieren heute viele Zimmerfenster und sind als Zierpflanzen fast nicht mehr wegzudenken.

Die teilnehmenden Orchideengärtnerinnen und -gärtner werden zentral im Infocenter der Orangerie einen prächtigen gemeinsamen Schaustand errichten. Zu sehen sein werden unter anderem Schmetterlingsorchideen, Frauenschuhe und Cattleyen sowie viele Pflanzen aus der engen und weiteren Oncidium-Verwandtschaft. Viele dieser Pflanzen sind auch ausgezeichnet für die Pflege am Wohnzimmerfenster geeignet. Selbstverständlich werden auch alle notwendigen Kulturhinweise und wichtige Pflegetipps vermittelt. Mitglieder des Essener Orchideenvereins stehen den Ausstellern dabei hilfreich zur Seite.

So können zu den soeben frisch erworbenen Raritäten auch gleich die nötigen Informationen gesammelt und wertvolle Ratschläge mitgegeben werden. Auch an Zubehör fehlt es nicht. Dazu gibt es Literatur zum Thema vom „OrchideenZauber“-Verlag. Nicht zuletzt gibt es auch Orchideenhybriden und gärtnerische Züchtungen gemäßigter Breiten ebenso wie fleischfressende Pflanzen, die zum Teil sogar in unseren Breiten im Garten überwintern können.

Informationen für Besucherinnen und Besucher erteilt das Grugapark-Informationszentrum Orangerie unter Telefon: 88 83106.

Am Samstag, 20., und Sonntag, 21. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Orangerie des Grugaparks. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

Ausstellung „130 Jahre Essener Stadtwappen – Essener Stadtwappen und Siegel im Wandel der Zeit“

Die Ausstellung „130 Jahre Essener Stadtwappen – Essener Stadtwappen und Siegel im Wandel der Zeit“ im Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv, Ernst-Schmidt-Platz 1, präsentiert vom 9. Mai bis 22. Juni die Geschichte des Essener Stadtwappens. Die Ausstellung kann dienstags und mittwochs von 9 bis 15:30 Uhr und donnerstags von 9 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Am 24. November 1886 beschloss die Stadtverordnetenversammlung das Wappen der Stadt Essen zu ändern. Den Entscheid setzte der Berliner Maler Emil Doepler um, der das noch heute gültige Stadtwappen entwarf.

Aus Anlass des 130. Jahrestages des Ratsbeschlusses haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Mitglieder des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen die sehenswerte Ausstellung „130 Jahre Essener Stadtwappen – Essener Stadtwappen und Siegel im Wandel der Zeit“ realisiert, die Ende letzten Jahres im Foyer des Rathauses gezeigt wurde.

Die Präsentation ist nun in leicht veränderter Form im Haus der Essener Geschichte/ Stadarchiv zu sehen. Neu hinzugekommen sind Originalurkunden aus dem 16. Jahrhundert mit den Essener Siegeln sowie die Urkunde Kaiser Ferdinand II. vom 12. Oktober 1623, in der er Bürgermeister und Rat der Stadt Essen unter seinen und des Reiches besonderen Schutz nimmt und ihnen das Recht gibt, zum Zeichen des kaiserlichen Schutzes den kaiserlichen Adler und das Wappen des Heiligen Reiches zu gebrauchen.

Im Lesesaal kann das Begleitheft zur Ausstellung für eine Schutzgebühr von 2 Euro erworben werden.

(ü. Pm.)