Das eigene Insektenhotel – Anleitung bei der Grünen Hauptstadt

Immer häufiger lassen sich die beliebten Insektenhotels an Gärten, Parkanlagen, Schulgeländen, Landschaftsgärtnereien und Balkonen finden. Die künstlich geschaffenen Nist- und Überwinterungshilfen für Insekten sind wichtige Rückzugsorte für die kleinen Krabbeltiere – sowohl als Heimatort, als auch als Nistplatz. Wer ein Insektenhotel für seinen eigenen Garten oder Balkon bauen möchte, den lädt die Grüne Hauptstadt am 13. August zum Arbeitskreis „Insektenhotels bauen“ am Welterbe Zollverein ein.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie wichtig Insekten für das ökologische Gleichgewicht sind. Eine Vielfalt an Pflanzen, wie sie in den Städten zu finden ist, kann auf Dauer nur bestehen, wenn es auch ausreichend Rückzugsorte für die vielen lebensnotwendigen Insekten gibt.

Die Grüne Hauptstadt lädt Interessierte dazu ein unter der Anleitung des Gemeinschaftsgärtners und Designers Frank Münter, eigene Insektenhotels zu bauen. Vorkenntnisse oder eine Anmeldung sind für die Teilnahme nicht notwendig. Interessierte aller Altersklassen können während des gesamten Zeitraums in den Arbeitskreis einsteigen.

Das Treffen findet am Sonntag, den 13. August in der Zeit von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr am Welterbe Zollverein – Areal A [Schacht XII], Halle 6 statt.

(ü. Pm.)

„Recylefähiger Beton“ im Essener Wald soll Blicke schärfen

350.000 Euro, die zu 80 Prozent vom Land finanziert werden, sollen im Rahmen des Grüne Hauptstadtprojektes den Essenern und ihren Gästen helfen, den Blick auf ihre Stadt zu „verschönern“.  Die Korte Klippe ist die erste von insgesamt 31 Essener Aussichten, die heute vorgestellt wurde. Wir sprachen mit Simone Raskob, der Essener Umweltdezernentin über das Projekt und die weniger schöne Aussicht auf das Dieselproblem auf dem Baldeneysee.

Unsere heutige Presseanfrage zu dem Dieselproblem an den Ruhrverband beantwortete dessen Pressesprecherin Britta Balt wie folgt:
„Die zwischen der Stadt Essen, der IG Baldeney und dem Ruhrverband abgestimmte Mähsaison zur Bekämpfung der Wasserpflanzen auf dem Baldeneysee hat in diesem Jahr am 26. Juni begonnen.

Die für den 30. Juni zugesagte Anlieferung eines zweiten Mähboots hat aus Gründen, auf die der Ruhrverband keinen Einfluss hatte, leider nicht stattgefunden.

Am 17. Juli hat für das Mähboot auf dem Baldeneysee der Doppelschichtbetrieb begonnen. Dazu war ein Austausch zwischen dem bis dahin auf dem Baldeneysee eingesetzten Mähboot „Manati“ des Ruhrverbands und dem bis dahin auf dem Kemnader See eingesetzten Mähboot des  niederländischen Verleihers van der Flier notwendig.

In der diesjährigen Mähsaison zur Bekämpfung der Wasserpflanzen auf dem Baldeneysee, in der wie beschrieben zunächst das ruhrverbandseigene Mähboot und anschließend ein angemietetes Boot zum Einsatz gekommen ist, wurden bisher rund 2.400 Liter Dieseltreibstoff verbraucht. Wie lange die Mähsaison andauern wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Auf Ihre Frage, ob die Mähboote Dieselpartikelfilter haben, konnte ich heute leider keine Antwort erhalten. Es handelt sich sowohl bei dem ruhrverbandseigenen als auch bei dem angemieteten Boot um Produkte des niederländischen Herstellers Conver, deren Schadstoffklasse laut Produktspezifikation den nationalen Anforderungen entspricht. “

Eine auf Voranfrage beruhende Berechnung könnte für die diesjährige Saison eine Gesamtdieselmenge von fast 50000 Litern ergeben (wir berichteten). Nach unseren Informationen sollen die Motoren der Mähschiffe nicht mit besonderen Filtern ausgerüstet sein. Sogenannte „nationale Anforderungen“ sind eine weiche Umschreibung für nicht existente Mindeststandards. Ältere LKWs entsprechen derzeitig auch noch dieser Umschreibung und rollen durch Innenstädte. Gegen die Stadt Essen wird derzeitig noch geklagt, um Einschränkungen rechtlich umzusetzen. Das Umfeld des Baldeneysees wird von Erholungssuchenden z. T. sportlich genutzt und ist von Hügeln umschlossen.

 

„Landmarkenhinweise“ auf die Aussicht  bieten diese Betonstifte nicht, neben dem hoch angebrachten Markenzeichen sind aber eine Karte und ein elektronisch zu erfassender Netzhinweis vorhanden, der aber eine entsprechende App im Mobiltelefon voraussetzt.

Der bereits jahrzehntelang benutzte natürliche Waldweg wurde mit einer Steinschrotung verbreitert. Das Betonfundament soll ausreichende Kippsicherheit gewährleisten. 

Der bereits sich dort befindende Gedenkstein an den Namensgeber dieser Örtlichkeit, Rudolf Korte, wurde ohne Pflegemaßnahme in die neue Schüttung übernommen. Die Schriftzeichen sind nur mit Mühe lesbar. Dieses Schicksal teilt er mit vielen anderen Essener Denkmälern…, Schillerbrunnen etc.

Eine Panoramakarte, wie sie bei ähnlichen Aussichtspunkten gern verwendet wird, hatte wohl bei den Gestaltern keinen Gefallen gefunden.

Die bezeichnete Aussichtsstelle liegt inmitten einer Waldschneise die durch die Sturmkatastrophe „Ela“ starke Schäden erlitt und nun durch Anpflanzungen aufgeforstet wird.

Der Zugang von der Straße bildet nun eine freigeschnittene parkgemäße Schneise mit Steinschrot.

Noch fehlen die bereits geplanten Bänke. Ob diese Örtlichkeit von den Essenern, die die alte Waldsituation kannten, allerdings so angenommen wird, bleibt abzuwarten. „…zu künstlich, zu kalt und steinerner Kahlschlag…“ waren die ersten von uns gehörten Kommentare von Spaziergängern. Auf die Frage an die Ideengeber und Gestalter dieser Anlage, warum keine natürlichen Werkstoffe zur Anwendung kamen, klang deren Antwort geschichtsbeflissen, „… bereits die alten Römer und Griechen bevorzugten den Stein…“. In der Tat hatten die aber nur ein pragmatisches Verhältnis zum Wald, das große Lücken hinterließ. 

 

Das sind die weiteren Essener Aussichten:

1.    Krupp-Park Nord (Westviertel)
2.    Fünfkirchenblick (Bergerhausen)
3.    Niederfeldsee / Alter Brückenkopf Grieperstraße (Altendorf)
4.    Beekmannstraße / Scheidtstraße (Fulerum)
5.    Niederfeldsee / Alter Brückenkopf Niederfeldstraße (Altendorf)
6.    Volkspark Phoenixhalde (Bochold)
7.    Heißener Straße / Brausewindhang (Schönebeck)
8.    Grünanlage Münstermannstraße (Gerschede)
9.    Schurenabachhalde (Altenessen-Nord)
10.    Gewerbepark M1 (Altenessen-Süd)
11.    Halde Matthias Stinnes (Karnap)
12.    Friedhof am Hallo (Schonnebeck)
13.    Hangetal (Stoppenberg)
14.    Aussichtspunkt am Hallo (Stoppenberg)
15.    Mechtenberg Bismarckturm West (Kray)
16.    Mechtenberg Bismarckturm Ost (Kray)
17.    Steeler Stadtgarten (Steele)
18.    Charlottenstraße (Burgaltendorf)
19.    Byfanger Wasserturm (Byfang)
20.    Korte Klippe (Heisingen)
21.    Ruhrblick (Überruhr-Hinsel)
22.    Rehmanns Hof (Kupferdreh)
23.    Kirchstraße (Burgaltendorf)
24.    Heissiwald (Bredeney)
25.    Friedhof Werden II (Werden)
26.    Am Bilstein (Kettwig)
27.    Kettwiger Stadtwald (Kettwig)
28.    Bucholz-Hof (Schuir)
29.    Am Schmalscheid (Fischlaken)
30.    Baldeneysee oberhalb Schloss (Bredeney)
31.    Aussichtspunkt auf dem Pasberg (Kettwig)

Titelfoto: Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter nutzt das Objekt, um sich mit der Beigeordneten Simone Raskob fotografieren zu lassen. (Foto: erle)

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017: Bürgerengagement und nachhaltige Projekte im Fokus

Genau sechs Monate ist es her, dass die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 ihr Titeljahr mit rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern im Grugapark einläutete. Heute zogen Thomas Kufen (Oberbürgermeister der Stadt Essen), Simone Raskob (Umwelt- und Baudezernentin sowie Projektleiterin der Grünen Hauptstadt), Matthias Sinn (Leiter des Umweltamtes sowie Projektteamleiter) und Ralph Kindel (ebenfalls Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt) im Rahmen einer Pressekonferenz eine positive Bilanz.

Die Grüne Hauptstadt mit einem Programm gestartet, das sich an den fünf Themenschwerpunkten „Mein Grün“, „Meine Flüsse“, „Meine Wege“, „Mein Einkauf“ und „Meine Zukunft“ orientiert. Bisher wurden dabei für das gesamte Jahr 459 Projekte ins Leben gerufen, davon 210 Bürgerprojekte und 62 Tagungen und Konferenzen. Insgesamt wurden die Veranstaltungen im ersten Halbjahr bereits von rund 115.000 Bürgerinnen und Bürgern besucht. Dazu kooperierte die Grüne Hauptstadt Europas mit mehr als 50 Förderern, Partnern und Sponsoren.

„Als wir Anfang des Jahres den Titel ´Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017´ angetreten sind, wollten wir Vorbild sein für andere europäische Städte im Strukturwandel und das Grüne Wunder unserer Stadt erlebbar machen. Das ist uns aus meiner Sicht gut gelungen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Gleichzeitig – und das ist mir sehr wichtig – haben die Essenerinnen und Essener gezeigt, dass sie stolz auf ihre Heimat sind und auf das, was sie geschafft haben. Das beweisen vor allem die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an 210 Bürgerprojekten und das ehrenamtliche Engagement der 152 Volunteers, ohne deren Einsatz viele Veranstaltungen nicht möglich gewesen wären.“

Nachhaltige Projekte prägen das Programm
Das Prinzip der Nachhaltigkeit steht im Fokus der Grünen Hauptstadt. So wirkt ein Highlight wie die Eröffnung der Badestelle am Baldeneysee im Mai 2017 weit über das Jahr hinaus. Mit bisher mehr als 5.000 Besuchern wird das Baden in der Ruhr nach 46 Jahren sehr gut angenommen und steigert die Lebensqualität der Essenerinnen und Essener. Verbessern soll sich dauerhaft auch die Anzahl der Radfahrer, ÖPNV-Nutzer und Fußgänger in der Stadt. Das unterstützen Projekte wie „Radeln ohne Alter“, die Danke-Aktionen für Radfahrer oder das Stadtradeln – dieses Jahr mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 140.000 Radfahrerinnen und Radfahrer und über 410.000 gefahrenen Kilometern. Mit Essens erster Mobilstation, die Anfang Juli eröffnet wurde, stehen den Bürgerinnen und Bürgern dauerhaft neben dem ÖPNV auch weitere öffentliche Verkehrsangebote wie Leihfahrrad, CarSharing und Taxi an einem Verkehrsknotenpunkt zur Verfügung. Darüber hinaus wird noch in diesem Jahr die 300. Einbahnstraße für Radfahrer geöffnet, 50 Fahrradparkboxen werden sukzessive im Stadtgebiet eingerichtet und mit Ablauf des Jahres werden in Essen 53 Fahrradstraßen entstanden sein.

Umweltbildung ist eines der zentralen Themen, wenn es um den Themenschwerpunkt „Meine Zukunft“ geht – und zwar für alle Altersklassen. Als Umweltbotschafterin begeisterte die Ameise Anni bereits die Kinder in mehr als 40 städtischen Kitas, für Energiebildung an Schulen sorgt das Projekt „ista macht Schule“ und auch die Volkshochschule Essen richtet ihr Jahresprogramm am Thema Nachhaltigkeit mit fast 50 Veranstaltungen aus.

Besonders auffällig im Stadtbild – und das für die nächsten Jahre – sind die Blumen aus rund 100.000 Blumenzwiebeln sowie 50.000 Staudenpflanzen, die in den vergangenen Monaten gepflanzt wurden. Auch bei den Baumpflanzungen tut sich bis Ende des Jahres einiges: Rund 1.100 Bäume werden noch in 2017 in Essen ihre Wurzeln schlagen.

Ausblick auf das zweite Halbjahr
„Schon jetzt zeigt sich, dass die Grüne Hauptstadt Europas die Stadt Essen nachhaltig verändert. Zu verdanken haben wir das auch der Zusammenarbeit mit unseren über fünfzig Partnern, Förderern und Sponsoren“, erklärt Projektleiterin Simone Raskob. „Mit ihrer Unterstützung konnten wir gemeinsame Projekte realisieren und Weichen für die Zukunft stellen. Das letzte halbe Jahr war in vielerlei Hinsicht ein Erfolg, auf dem wir im zweiten Halbjahr aufbauen wollen.“ Ein weiteres Leuchtturmprojekt steht bereits im August an. Gemeinsam mit innogy und der Weißen Flotte Baldeney bringt die Grüne Hauptstadt Europas das erste Methanol-betriebene Fahrgastschiff auf den Baldeneysee. Erzeugt wird das Methanol im Wasserkraftwerk direkt am See. Diese europaweit einzigartige Technologie soll den grünen Gedanken auch über das Jahr 2017 hinaus tragen.

Einen weiteren wichtigen Wegweiser bildet die Europäische Mobilitätswoche unter dem Titel „Meine Wege“ im September. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erwartet dabei eine Woche mit fast 50 Veranstaltungen im Zeichen der Mobilität, darunter Workshops, Mitmach-Aktionen und Konferenzen. Zusammen mit Nissan wird die Grüne Hauptstadt auch das Thema E-Mobilität in der Essener Innenstadt erlebbar machen. Den Abschluss des Jahres bilden die TWINS-Konferenz zum Thema Klimawandel im November, an der Partnerstädte aus ganz Europa teilnehmen werden, und der Kongress „Europäische Zukunftsformate“ im Dezember.

Zahlen und Daten:

  • Mehr als 115.000 Besucherinnen und Besucher der Veranstaltungen im ersten Halbjahr
  • 459 Projekte insgesamt in 2017; davon 210 Bürgerprojekte
  • Bisher 33 Konferenzen/Kongresse mit 9.000 Teilnehmenden (insgesamt 62 Tagungen/Konferenzen in 2017)
  • 152 geschulte Volunteers in 693 Einsätzen
  • Baden in der Ruhr mit rund 5.000 Besuchern an 20 Badetagen
  • Pflanzung von 50.000 Stauden, 100.000 Blumenzwiebeln, mehr als 1.100 Bäume in 2017
  • Mehr als 50 Partner, Förderer und Sponsoren der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

Titelfoto: Ralph Kindel, Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017, Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt, Oberbürgermeister Thomas Kufen und Matthias Sinn, Leiter des Umweltamtes und Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt, blickten auf das erste halbe Jahr des Projektes zurück.

12.500 Besucher beim Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt

12.500 Besucher trotzten dem schlechten Wetter und feierten heute ausgelassen den Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt. Für die größte Veranstaltung der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 nach der Eröffnungsfeier im Januar wurde der Innenstadtring zwischen der Hindenburgstraße und dem Viehofer Platz auf einer Strecke von 3 Kilometern für den Autoverkehr gesperrt. Ziel war es, für Bewegung zu begeistern und gleichzeitig das Umweltbewusstsein zu steigern. Über 130 Aussteller beteiligten sich an diesem Großevent.

„Mit dem Tag der Bewegung wollten wir vor allem eines: einen Anstoß für ein Umdenken im Kopf geben und Menschen dazu bewegen, sich zu bewegen.“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen.
Über 1.500 Mitwirkende waren auf der Strecke unterwegs und setzten mit einem unterhaltsamen wie abwechslungsreichen Programm die Themen der Grünen Hauptstadt auf spielerische Art und Weise in Szene. Geboten wurden zahlreiche Programmpunkte für die ganze Familie: eine Modenschau mit Kleidung aus Plastiktüten, überraschende Flashmobs, diverse Walking Acts, ein Kreativmarkt, ein Blutdruckmess-Rekordversuch, ein Seifenkistenrennen, eine Wissenschaftsstadt und vieles mehr.

Zahlreiche Mitmachaktionen waren ebenso Teil der Veranstaltung. Besucherinnen und Besucher konnten unter anderem selbst Solarwasserboote bauen oder im mobilen Garten gärtnern. Und auch die Kleinsten brachten sich an diesem Tag mit ein – insgesamt 43 Kitas beteiligten sich und zeigten unter anderem, wie aus Getränkepaketen neue Geldbörsen gebastelt oder Saatpads hergestellt werden können. Der Höhepunkt des Tages fand dann um 15 Uhr auf dem Berliner Platz statt: 600 Fahrradfahrer folgten der Fahrradsternfahrt Ruhrgebiet, organisiert von ADFC Essen, VeloCity Ruhr und Critical Mass Essen. Gemeinsam mit Walking Acts, Tänzern, Akrobaten sowie Künstlerinnen und Künstlern waren sie in einer extra für den Tag entstandenen Inszenierung von dem international renommierten Lichtkünstler und Regisseur Wolfram Lenssen zu sehen.

(ü. Pm.)

Grüne Hauptstadt Essen sperrt Innenstadtring für den „Tag der Bewegung“

Essen will für einen Tag die Autos vom Innenstadtring verbannen – zugunsten einer Art grünen Meile.

Im Rahmen des Programms zur Grünen Hauptstadt Europas plant die Stadt für den 2. Juli einen „Tag der Bewegung“, bei dem es entlang der drei Kilometer langen Strecke in der Innenstadt Aktionen zu den Themenfeldern „Mein Grün“, „Meine Wege“, „Meine Flüsse“, „Mein Einkauf“ und „Meine Zukunft“ geben wird. Mehr als 130 Aussteller gestalten das Programm. Performances, Akrobatik-Shows und eine Lichtinszenierung sind ebenso geplant wie ein Seifenkistenrennen, Flashmobs, ein Kreativmarkt, Kita-Aktionen und ein Blutdruckmess-Rekordversuch. Der Tag der Bewegung ist die größte Veranstaltung im Programm der Grünen Hauptstadt. Infos unter www.essengreen.capital

(ü. Pm., idr)

Stadt bittet um weitere Anmeldungen zum Rekord-STADTRADELN

Am Freitag, 9. Juni, lädt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Essen auch in diesem Jahr zu einer Fahrradtour der besonderen Art ein: Um 21 Uhr startet auf dem Willy-Brandt-Platz das sechste Essener „NachtRADELN“. Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre rechnen die Veranstalter mit mehreren hundert radbegeisterten Teilnehmerinnen und -teilnehmern.

Zum offiziellen Abschluss des Essener STADTRADELNs erwartet alle Fahrradbegeisterten auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Ereignis: Die etwa zweistündige Tour durch das nächtliche Essen führt auf rund 25 Kilometern vom Essener Willy-Brandt-Platz über Bottrop und Gladbeck nach Gelsenkirchen in den „Revierpark Nienhausen“.

Absoluter Rekord
Ute Zeise, Mobilitätsmanagerin der Essener Klimaagentur und Organisatorin des Essener STADTRADELNS, rechnet auch in diesem Jahr mit einem eindrucksvollen Zug von beleuchteten Radlern. „Bisher haben die über 1.300 Teilnehmenden bereits über 320.000 km zurückgelegt. Das ist neuer Rekord! Zum Abschluss am Freitag wollen alle Fahrrad-Aktiven ein deutliches Zeichen für die Radverkehrsförderung in der Metropole Ruhr setzen und nochmal ordentlich Kilometer für das Essener STADTRADELN sammeln. Es ist toll, dass der ADFC Essen auch in diesem Jahr eine solche Veranstaltung möglich macht!“
Die Veranstalter hoffen, dass – wie in den Jahren zuvor – die Begleitung durch die Polizei ein relativ ungestörtes und zügiges Radeln über Hauptverkehrsstraßen ermöglicht. Am Zielort „Revierpark Nienhausen“ erwartet alle NachtRADLERINNEN und – RADLER warme und kalte Getränke sowie ein spätabendlicher Imbiss, die Rückfahrt kann entweder individuell oder als geführte Tour angetreten werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme am NachtRADELN ist selbstverständlich kostenlos. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine funktionierende Lichtanlage.

NachtRADELN & CRITICAL MASS
Das Besondere ist auch in diesem Jahr die Möglichkeit der Kombination des Essener NachtRATDELNs mit der Aktion „CRITICAL MASS“: Dabei treffen sich am 2. Freitag im Monat Radlerinnen und Radler für eine Fahrt kreuz und quer durch Essen – ohne Veranstalter und ohne vorgegebene Route
Am Freitag, 9. Juni, finden beide Veranstaltungen am selben Tag statt: Die „CRITICAL MASS“ startet um 19 Uhr, also zwei Stunden vor dem „NACHTRADELN“, ebenfalls am Willy-Brandt-Platz. Beide Radfahrten ergänzen sich trotz ihrer unterschiedlichen Charakteristik hervorragend, was den Reiz für eine Teilnahme an beiden Veranstaltungen zusätzlich erhöht.

Zum Hintergrund:
Kurz vor dem Abschluss der Aktion fällt die Zwischenbilanz des Essener STADTRADELNs 2017 erfreulich gut aus: Über 1.300 Essenerinnen und Essener nehmen in 116 Teams wieder an der bundesweiten Aktion teil, davon sind neun Mitglieder des Essener Stadtrates. Insgesamt legten die engagierten Radlerinnen und Radler bis jetzt (Stand: 7. Juni, 10 Uhr) 323.398 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei etwa 46 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (Berechnung basiert auf 142 g CO2 pro Kilometer). Diese Ergebnisse werden sich erfahrungsgemäß bis zum Abschluss der Aktion am 9. Juni noch verbessern.
Die Anmeldung zum Stadtradeln ist auch jetzt noch möglich und sinnvoll: Zum einen können die in der Zeit vom 20. Mai bis 9. Juni gefahrenen Kilometer bis zum 16. Juni nachgetragen werden, zum anderen setzt jede Anmeldung und jeder gefahrene Kilometer ein Zeichen für das Fahrrad als flexibles Verkehrsmittel.
Von den insgesamt 17 teilnehmenden Revierstädten belegt Essen auch bei dieser Zwischenbilanz den Spitzenplatz innerhalb der „Metropole Ruhr“.

Alle Informationen zum Wettbewerb, den Preisen und zur Anmeldung unter www.klimawerkstadtessen.de/stadtradeln oder www.stadtradeln.de/essen.

Titelfoto: Peter Prengel

Mit Geschenken für die Umwelt

Eine Überraschung erlebten am Dienstagmorgen Bürgerinnen und Bürger, die mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit waren. Die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 sagte „Danke“ und verteilte kleine Präsente an drei stark frequentierten Stellen im Stadtgebiet – am Zugang auf die Trasse an der Zornigen Ameise, an der Kreuzung Kahrstraße/ Rüttenscheider Straße und am Radschnellweg Ruhr (RS1) an der Universität Duisburg-Essen.

„Plastikbuttons“ und Verpackung… aber wie heißt es so schön… einem geschenkten Gaul… schaut man nicht ins Maul..“

„Wir möchten uns bei all denen bedanken, die einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in unserer Stadt leisten, indem sie im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs sind“, sagt Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt. Unter anderem wurden Fahrradklingeln, Reparatursets, Speichenreflektoren, Rucksackbeutel und Flaschen verschenkt. Die Aktion wird in diesem Jahr noch mehrmals wiederholt – wann und wo wird noch nicht verraten. Aber auch beim nächsten Mal werden Fahrrad-Pendler wieder mit einem kleinen Dankeschön überrascht.

Fotos: Jochen Tack

(ü. Pm.)

Aufruf zur Straßenbaumbewässerung

Auch wenn die Wässerung der gepflanzten Jungbäume im Stadtgebiet durch die von Grün und Gruga beauftragten Firmen gut funktioniert, freut sich der städtische Eigenbetrieb, wenn die Bürgerinnen und Bürger ihren grünen Daumen unter Beweis stellen und ergänzend den einen oder anderen Eimer Wasser für die Jungbäume an den Straßen (und anderswo) erübrigen könnten. Im Idealfall könnten die hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger mindestens fünf mal zehn Liter je Baum hintereinander in den Gießring – der kleine Erdwall am Stammfuß – schütten.

Zum Hintergrund: Nach dem Orkan „Ela“ wurden bereits zahlreiche Bäume nachgepflanzt, viel mehr als in „normalen“ Jahren. Bei so einer Trockenheitswelle sind den „Grünfirmen“ und Grün und Gruga logistisch (trotz aller Bemühungen) leider Grenzen gesetzt.

(ü. Pm.)

Linke: Grüne Hauptstadt Europa auch über 2017 hinaus

Die Ratsfraktion DIE LINKE. begrüßt es, dass der Runde Umwelttische RUTE mit seinen „Innovations-Impulsen“, Anregungen für die Grüne Hauptstadt Europas auch über das Jahr 2017 hinaus geben will. Der RUTE hat die Innovations-Impulse, die aus längerfristigen Maßnahmen und kurzfristigen Initiativen bestehen, Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht.

„Wir halten viele Vorschläge des Runden Umwelttisches für geeignet, die Verkehrsbelastungen in Essen zu senken“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dazu gehören insbesondere die vielen Vorschläge zur Stärkung des Radverkehrs in Essen, z.B. durch einen schnelleren Ausbau des Radwegenetzes, der Einführung von Jobrädern bei der Stadtverwaltung sowie die Ausweitung der Tempo-30-Zonen. Daran arbeitet die Verwaltung ja bereits auf Grundlage eines Vorschlages des Deutschen Städtetages.“

Zu anderen Vorschlägen, wie den partiellen Fahrverboten, hat DIE LINKE noch Diskussionsbedarf und wird sich deshalb noch ausführlich mit den Vorschlägen des RUTE befassen. „Es ist positiv, dass sich auch ,in Ehren ergraute Herrschaften‘ noch Gedanken über eine lebenswerte Zukunft machen. Schließlich geht es nicht um Ideologie, sondern um die Gesundheit der Menschen und die Einhaltung von EU-Richtlinien“, so Wolfgang Freye abschließend.

(ü. Pm.)

Amtlicher Stadtplan im Gewand der Grünen Hauptstadt Europas – Essen

Das Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster der Stadt Essen präsentiert den neuen amtlichen Stadtplan. Die neue Ausgabe wurde in Kooperation mit dem Projektbüro der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 erarbeitet und zeigt die Stadt Essen von ihrer grünen Seite.

Neben dem eigentlichen Stadtplan im Maßstab 1:17.500, der im Grüne Hauptstadt-Jahr entsprechend ein besonderes Design erhalten hat, erhalten Interessierte darüber hinaus auf der Rückseite eine Themenkarte, in der besondere „grüne Orte“ erläutert werden und verortet sind.

„Im Jahr der Grünen Hauptstadt versteht sich unsere Stadt als grüne Metropole mit Herz“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Der Wandel von „grün zu grau zu grün“ – also von einem vorindustriellen Stift mit Äbtissinnengärten und Kaiserparks über die Kohle- und Stahlstadt bis hin zur drittgrünsten Stadt Deutschlands – ist gelungen. Eine Entwicklung, die sich auch in dem veränderten Stadtbild zeigt. Die neue Ausgabe des Stadtplans bietet einen guten Überblick über unsere lebendigen Stadtteile, Architektur, Kunst und Kultur, Freizeit und Hobby sowie natürlich das Grün in der Stadt.“

Unter dem Motto „Erlebe Dein Grünes Wunder“ zeigt der Plan über Fotos und kurze Erläuterungstexte Anregungen zur Erkundung der besonders grünen Ecken Essens. Diese Highlights verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet und sind in verschiedene Kategorien gegliedert: von den Essener Gewässern, über Projekte der Stadtentwicklung bis hin zu Waldgebieten und Parkanlagen. Zudem sind auch ausgewählte Radrouten enthalten.

„Als grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen hat Essen nicht nur Naturliebhabern viel zu bieten. Die vielen Grünanlagen, der städtische Wald, Emscher und Ruhr wirken sich positiv auf das Stadtklima aus und bieten Raum für Freizeit und Erholung. Im Grüne Hauptstadt-Jahr 2017 und darüber hinaus laden wir alle Essenerinnen und Essener sowie Besucherinnen und Besucher dazu ein, diese grünen Orte zu entdecken.“

Die Stadtplan-Edition „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ ist ab sofort zum Preis von 5,90 Euro im Buchhandel sowie bei der Touristikzentrale Essen und im Rathaus erhältlich. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem beidseitig bedruckten Stadtplan noch ein Straßenverzeichnis mit einem Innenstadtplan. Verpackt ist das Ganze in einer Schutzhülle aus Papier, die Produktion erfolgte klimaneutral.

Als Vorgeschmack wird in Kürze eine Version des Faltplans an unterschiedlichen Stellen in der Stadt ausliegen, beispielsweise in der Touristikzentrale, im Freiraum Weberplatz oder im Projektbüro Grüne Hauptstadt.

Auflage: 2000 Stück, der Erscheinungstermin ist der 19.05.2017.

Bestellungen können auch unter www.essen.de/amtlicherstadtplan getätigt werden.

STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

 Wenn Oberbürgermeister Thomas Kufen am 20. Mai das STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ auf Zeche Zollverein offiziell eröffnet, sind erfahrungsgemäß bereits viele Radbegeisterte mit dem Rad angereist und sammeln so in der großen Gruppe die ersten Kilometer im bundesweiten Wettstreit für eine Mobilität ohne Treibhausgase im Alltag.

Jetzt hat der Betreiber von metropolradruhr, nextbike GmbH, eine besonderes Angebot für alle, die gerne mitfahren wollen, aber ihr Rad nicht rechtzeitig zum Saison-Start fit gemacht haben: Am Tag der Eröffnung kann jeder sechs Stunden ein Leihrad kostenlos nutzen, um die Alltagstauglichkeit und den Spaßfaktor des Autoverzichts im gesamten Betriebsgebiet des metropolradruhr zu testen.

Die Treffpunkte der „Eröffnung-Sternfahrt“ des ADFC Essen und der Klimaagentur Essen:
Samstag, 20. Mai, 13:30 Uhr, Willy-Brandt-Platz, sowie um 14 Uhr an der Eisdiele am Universitätspark.

Und so funktioniert es:
Einfach den Gutscheincode 624462 in die App oder in das Kundenkonto („Gutschein einlösen“) eingeben und am 20. Mai sechs Stunden kostenlos im Betriebsgebiet des metropolradruhr radeln.
Wichtig: Kunden, die schon bei metropolradruhr oder nextbike registriert sind, können den Code sofort einlösen und das Rad nutzen.
Wer noch nicht registriert ist, muss dies erst tun: Bei Angabe einer Kreditkartennummer ist das Rad sofort nutzbar, bei der Bezahlmethode „Bankeinzug“ muss zur Freischaltung zunächst 1 Euro überwiesen werden (dies kann bis zu zwei Tagen dauern).
Abo-Kunden der EVAG können sich kostenlos entweder über die Webseite mrr-registrierung.evag.de oder in den Kundencentern der EVAG registrieren.

Zum Hintergrund:
Bereits bei der Premiere 2012 landeten die Essenerinnen und Essener auf Anhieb auf dem achten Platz von insgesamt rund 170 teilnehmenden Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland. Dieses erfreuliche Ergebnis wurde im darauf folgenden Jahr wiederholt. Seit 2014 tritt Essen unter dem Dach des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gemeinsam mit aktuell 16 weiteren Ruhrgebietsstädten sehr erfolgreich als „Metropole Ruhr“ in die Pedale.
Ob Familie, Nachbarschaft, Verein oder Firma – mitmachen kann jeder, der in Essen wohnt, arbeitet, studiert oder zur Schule geht. Alle Radkilometer werden online gesammelt und in den verschiedenen Kategorien mit den mitradelnden Kommunen in ganz Deutschland verglichen. Den eifrigsten Städten, ihren radelnden Kommunalparlamenten und den STADTRADLER-Stars winken neben Auszeichnungen auch Preise rund um das Thema Fahrrad. Die Organisatoren der Klimaagentur Essen und der Transportation Research and Consulting GmbH (TRC) können dank engagierter Sponsoren in unserer Stadt wieder zusätzliche Preise für die Essener Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausloben.

(ü. Pm.)