Essen 2017 eröffnet Rundwanderweg um den Baldeneysee

Am heutigen Samstag wurde der neue Rundwanderweg um den Baldeneysee eröffnet. BaldeneySteig heißt er und bietet auf 27 Kilometern topografisch anspruchsvolle Wege, reizvolle Landschaften und Ausblicke und eine gute Beschilderung. Der Steig wurde vom Projektbüro der Grünen Hauptstadt in Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung für den Stadtbezirk IX entwickelt und finanziert.

„Der Baldeneysee ist eines der beliebtesten Freizeitziele unserer Stadt und ein bedeutender Ort unseres Titeljahres als Grüne Hauptstadt. Im Mai wurde hier die europaweit erste Badestelle an einem ehemaligen Industriefluss eröffnet und im August das deutschlandweit einzige Schiff getauft, das emissionsfrei mit einer Methanol-Brennstoffzelle über See und Ruhr schippern kann. Und seit heute ist das Wandern auf einem 27 Kilometer langen, naturnahen Steig rund um den See möglich. Darauf bin ich sehr stolz,“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen, der den neuen Wanderweg am Wochenende gemeinsam mit Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017, und Dr. Michael Bonmann, Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung IX, am Stauwehr in Essen-Werden offiziell einweihte. Anschließend nahmen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei bestem Wanderwetter an zwei vom Sauerländischen Gebirgsverein geführten Touren teil bis schließlich am Nachmittag ein Bürgerfest an der See.Park.Mole für einen gemütlichen Ausklang des Tages sorgte.
Jede Menge zu entdecken
Die Landschaft am Steig selbst bietet erfreulich viel Abwechslung. Während nördlich des Sees steile Wälder, schmale Wege und grandiose Aussichten dominieren, wird die Südseite von weiten Feldern und Spuren der Bergbaugeschichte geprägt. Hin und wieder führt der Steig an Häusern und Siedlungen vorbei, insgesamt aber ist die Strecke für einen Ballungsraum erstaunlich naturnah. Entlang der Strecke gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken, wie das Gelände der ehemaligen Zeche Kaiserin Augusta, das Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen oder das Wildgatter Heissiwald.„Dass wir nun unseren Wanderweg rund um den Baldeneysee eröffnen können, verdanken wir dem unermüdlichen Engagement der Bezirksvertretung IX, des Amtes für Geoinformation, Vermessung und Kataster, der EABG und von Grün und Gruga. Der Sauerländische Gebirgsverein hat uns bei der Entwicklung des Steigs in hohem Maße unterstützt. Letztlich wäre die Realisierung ohne die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und dem Projektbüro der Grünen Hauptstadt nicht möglich gewesen. Ich wünsche mir, dass der BaldeneySteig als nachhaltiges Projekt viele Wanderer von nah und fern auch über unser Titeljahr hinaus anzieht und von unserer Grünen Hauptstadt überzeugt“, sagt Simone Raskob. Zusätzlich zur Hauptroute lassen sich vier Seitenblicke erlaufen. Diese lohnenswerten Abstecher führen zu besonderen Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten, die entlang des Weges liegen – beispielsweise zur Ruine Neu-Isenburg oder zur ehemaligen Krupp-Siedlung Brandenbusch.

Niemand muss übrigens die gesamte Strecke am Stück gehen, da die Schiffe der Weißen Flotte Baldeney GmbH, die Hespertalbahn und öffentliche Verkehrsmittel eine Teilbegehung des Steigs möglich machen. Dadurch lässt sich auch der Startpunkt beliebig variieren.

Die Wanderkarte zum BaldeneySteig kann an folgenden Orten kostenfrei abgeholt werden: 

Hauptausgabeort: Touristikzentrale EMG, Am Hauptbahnhof 2, 45127 Essen

Bürgeramt Gildehof, Hollestraße 3, 45127 Essen
Radstation Hauptbahnhof    , Am Hauptbahnhof 5, 45127 Essen
Volkshochschule Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen
Folkwang Musikschule, Thea-Leymann-Straße 23, 45127 Essen
Welcome- und ServiceCenter Essen, Hollestraße 3, 45127 Essen
Rathaus / Rathausinformation, Porscheplatz 1, 45127 Essen
Kulturbüro Gildehof, Hollestraße 3, 45127 Essen
Unperfekthaus, Friedrich-Ebert-Straße 18, 45127 Essen
EVAG KundenCenter, Am Hauptbahnhof 5, 45127 Essen
EVAG Kundencenter, Berliner Platz, 45127 Essen
RUHR.VISITORCENTER Essen, Fritz-Schupp-Allee 14, 45141 Essen
Stadtbibliothek Essen, Hollestraße 3, 45127 Essen
Stiftung Ruhr Museum, Fritz-Schupp-Allee 15, 45141 Essen
Grugapark, Virchowstraße 167a, 45147 Essen
Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen
Stiftung Zollverein, Bullmannaue 11, 45327 Essen
Flottes Büdchen, Freiherr-vom-Stein-Straße 206a, 45133 Essen
Freiraum Weberplatz, Weberplatz 1, 45127 Essen
RTG, Centroallee 261, 46047 Oberhausen
Bücherei Leselust, Frankenstraße 280,45134 Essen
Restaurant Lukas, Prinz-Friedrich-Platz 1, 45257 Essen
Kluse, An der Kluse 27B, 45133 Essen
Villa Vue, Weg zur Platte 73, 45239 Essen
Fährmann am See, Lanfermannfähre 118, 45259 Essen
Hespertalbahn, Prinz-Friedrich-Straße 3, 45257 Essen
Flora-Apotheke, Rüttenscheider Str. 83, 45130 Essen
und an ausgewählten Orten in Werden.

Titelfoto: Eröffnung des Baldeney Steigs (Jochen Tack)
Paulina Betthaus (Projektmanagerin der Grünen Hauptstadt), Dr. Michael Bonmann (Bezirksbürgermeister der BV IX), Matthias Hauer (Bundestagsabgeordneter), Thomas Kufen (Oberbürgermeister), Simone Raskob (Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt), Fabian Schrumpf (Landtagsabgeordneter) und Ralph Kindel (Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt).

Das Insektenhotel geht in die zweite Runde – Arbeitskreis der Grünen Hauptstadt

Nach dem großen Ansturm beim letzten Workshop zum Bau eines Insektenhotels, lädt die Grüne Hauptstadt am 27. August erneut zum Arbeitskreis ein. In Zusammenarbeit mit Gemeinschaftsgärtner und Designer Frank Münter kann jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sein eigenes Insektenhotel für die kleinen Krabbeltiere bauen.

Die kleinen Hotels sind schon lange keine Seltenheit mehr. Ob im heimischen Garten oder auf dem eigenen Balkon, zu finden sind sie überall. Auch in öffentlichen Parkanlagen, auf Schulgeländen und Landschaftsgärtnereien dürfen sie nicht fehlen. Sie bieten für viele Insekten eine Nist- und Überwinterungshilfe.

Insekten spielen eine zentrale Rolle für das Ökosystem. Meistens wird nur die Honigbiene in Verbindung mit der Pflanzenbestäubung gebracht, aber auch viele andere Krabbeltiere tragen zu unserer Pflanzenvielfalt bei – ob essbar oder ausschließlich zur Zierde. Diese Vielfalt kann aber nur bestehen, wenn es für die Tiere auch einen entsprechenden Rückzugsort gibt, den jeder ganz einfach auf seinem Balkon oder im Garten herrichten kann.

Die Grüne Hauptstadt lädt daher auch zur zweiten Runde der Aktion Interessierte dazu ein unter Anleitung ein eigenes Insektenhotel zu bauen. Eine Anmeldung ist für den Arbeitskries ist auch diesmal nicht notwendig, er findet am Sonntag, den 27. August in der Zeit von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr am Welterbe Zollverein – Areal A [Schacht XII], Halle 6 statt.

Das eigene Insektenhotel – Anleitung bei der Grünen Hauptstadt

Immer häufiger lassen sich die beliebten Insektenhotels an Gärten, Parkanlagen, Schulgeländen, Landschaftsgärtnereien und Balkonen finden. Die künstlich geschaffenen Nist- und Überwinterungshilfen für Insekten sind wichtige Rückzugsorte für die kleinen Krabbeltiere – sowohl als Heimatort, als auch als Nistplatz. Wer ein Insektenhotel für seinen eigenen Garten oder Balkon bauen möchte, den lädt die Grüne Hauptstadt am 13. August zum Arbeitskreis „Insektenhotels bauen“ am Welterbe Zollverein ein.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie wichtig Insekten für das ökologische Gleichgewicht sind. Eine Vielfalt an Pflanzen, wie sie in den Städten zu finden ist, kann auf Dauer nur bestehen, wenn es auch ausreichend Rückzugsorte für die vielen lebensnotwendigen Insekten gibt.

Die Grüne Hauptstadt lädt Interessierte dazu ein unter der Anleitung des Gemeinschaftsgärtners und Designers Frank Münter, eigene Insektenhotels zu bauen. Vorkenntnisse oder eine Anmeldung sind für die Teilnahme nicht notwendig. Interessierte aller Altersklassen können während des gesamten Zeitraums in den Arbeitskreis einsteigen.

Das Treffen findet am Sonntag, den 13. August in der Zeit von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr am Welterbe Zollverein – Areal A [Schacht XII], Halle 6 statt.

(ü. Pm.)

„Recylefähiger Beton“ im Essener Wald soll Blicke schärfen

350.000 Euro, die zu 80 Prozent vom Land finanziert werden, sollen im Rahmen des Grüne Hauptstadtprojektes den Essenern und ihren Gästen helfen, den Blick auf ihre Stadt zu „verschönern“.  Die Korte Klippe ist die erste von insgesamt 31 Essener Aussichten, die heute vorgestellt wurde. Wir sprachen mit Simone Raskob, der Essener Umweltdezernentin über das Projekt und die weniger schöne Aussicht auf das Dieselproblem auf dem Baldeneysee.

Unsere heutige Presseanfrage zu dem Dieselproblem an den Ruhrverband beantwortete dessen Pressesprecherin Britta Balt wie folgt:
„Die zwischen der Stadt Essen, der IG Baldeney und dem Ruhrverband abgestimmte Mähsaison zur Bekämpfung der Wasserpflanzen auf dem Baldeneysee hat in diesem Jahr am 26. Juni begonnen.

Die für den 30. Juni zugesagte Anlieferung eines zweiten Mähboots hat aus Gründen, auf die der Ruhrverband keinen Einfluss hatte, leider nicht stattgefunden.

Am 17. Juli hat für das Mähboot auf dem Baldeneysee der Doppelschichtbetrieb begonnen. Dazu war ein Austausch zwischen dem bis dahin auf dem Baldeneysee eingesetzten Mähboot „Manati“ des Ruhrverbands und dem bis dahin auf dem Kemnader See eingesetzten Mähboot des  niederländischen Verleihers van der Flier notwendig.

In der diesjährigen Mähsaison zur Bekämpfung der Wasserpflanzen auf dem Baldeneysee, in der wie beschrieben zunächst das ruhrverbandseigene Mähboot und anschließend ein angemietetes Boot zum Einsatz gekommen ist, wurden bisher rund 2.400 Liter Dieseltreibstoff verbraucht. Wie lange die Mähsaison andauern wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Auf Ihre Frage, ob die Mähboote Dieselpartikelfilter haben, konnte ich heute leider keine Antwort erhalten. Es handelt sich sowohl bei dem ruhrverbandseigenen als auch bei dem angemieteten Boot um Produkte des niederländischen Herstellers Conver, deren Schadstoffklasse laut Produktspezifikation den nationalen Anforderungen entspricht. “

Eine auf Voranfrage beruhende Berechnung könnte für die diesjährige Saison eine Gesamtdieselmenge von fast 50000 Litern ergeben (wir berichteten). Nach unseren Informationen sollen die Motoren der Mähschiffe nicht mit besonderen Filtern ausgerüstet sein. Sogenannte „nationale Anforderungen“ sind eine weiche Umschreibung für nicht existente Mindeststandards. Ältere LKWs entsprechen derzeitig auch noch dieser Umschreibung und rollen durch Innenstädte. Gegen die Stadt Essen wird derzeitig noch geklagt, um Einschränkungen rechtlich umzusetzen. Das Umfeld des Baldeneysees wird von Erholungssuchenden z. T. sportlich genutzt und ist von Hügeln umschlossen.

 

„Landmarkenhinweise“ auf die Aussicht  bieten diese Betonstifte nicht, neben dem hoch angebrachten Markenzeichen sind aber eine Karte und ein elektronisch zu erfassender Netzhinweis vorhanden, der aber eine entsprechende App im Mobiltelefon voraussetzt.

Der bereits jahrzehntelang benutzte natürliche Waldweg wurde mit einer Steinschrotung verbreitert. Das Betonfundament soll ausreichende Kippsicherheit gewährleisten. 

Der bereits sich dort befindende Gedenkstein an den Namensgeber dieser Örtlichkeit, Rudolf Korte, wurde ohne Pflegemaßnahme in die neue Schüttung übernommen. Die Schriftzeichen sind nur mit Mühe lesbar. Dieses Schicksal teilt er mit vielen anderen Essener Denkmälern…, Schillerbrunnen etc.

Eine Panoramakarte, wie sie bei ähnlichen Aussichtspunkten gern verwendet wird, hatte wohl bei den Gestaltern keinen Gefallen gefunden.

Die bezeichnete Aussichtsstelle liegt inmitten einer Waldschneise die durch die Sturmkatastrophe „Ela“ starke Schäden erlitt und nun durch Anpflanzungen aufgeforstet wird.

Der Zugang von der Straße bildet nun eine freigeschnittene parkgemäße Schneise mit Steinschrot.

Noch fehlen die bereits geplanten Bänke. Ob diese Örtlichkeit von den Essenern, die die alte Waldsituation kannten, allerdings so angenommen wird, bleibt abzuwarten. „…zu künstlich, zu kalt und steinerner Kahlschlag…“ waren die ersten von uns gehörten Kommentare von Spaziergängern. Auf die Frage an die Ideengeber und Gestalter dieser Anlage, warum keine natürlichen Werkstoffe zur Anwendung kamen, klang deren Antwort geschichtsbeflissen, „… bereits die alten Römer und Griechen bevorzugten den Stein…“. In der Tat hatten die aber nur ein pragmatisches Verhältnis zum Wald, das große Lücken hinterließ. 

 

Das sind die weiteren Essener Aussichten:

1.    Krupp-Park Nord (Westviertel)
2.    Fünfkirchenblick (Bergerhausen)
3.    Niederfeldsee / Alter Brückenkopf Grieperstraße (Altendorf)
4.    Beekmannstraße / Scheidtstraße (Fulerum)
5.    Niederfeldsee / Alter Brückenkopf Niederfeldstraße (Altendorf)
6.    Volkspark Phoenixhalde (Bochold)
7.    Heißener Straße / Brausewindhang (Schönebeck)
8.    Grünanlage Münstermannstraße (Gerschede)
9.    Schurenabachhalde (Altenessen-Nord)
10.    Gewerbepark M1 (Altenessen-Süd)
11.    Halde Matthias Stinnes (Karnap)
12.    Friedhof am Hallo (Schonnebeck)
13.    Hangetal (Stoppenberg)
14.    Aussichtspunkt am Hallo (Stoppenberg)
15.    Mechtenberg Bismarckturm West (Kray)
16.    Mechtenberg Bismarckturm Ost (Kray)
17.    Steeler Stadtgarten (Steele)
18.    Charlottenstraße (Burgaltendorf)
19.    Byfanger Wasserturm (Byfang)
20.    Korte Klippe (Heisingen)
21.    Ruhrblick (Überruhr-Hinsel)
22.    Rehmanns Hof (Kupferdreh)
23.    Kirchstraße (Burgaltendorf)
24.    Heissiwald (Bredeney)
25.    Friedhof Werden II (Werden)
26.    Am Bilstein (Kettwig)
27.    Kettwiger Stadtwald (Kettwig)
28.    Bucholz-Hof (Schuir)
29.    Am Schmalscheid (Fischlaken)
30.    Baldeneysee oberhalb Schloss (Bredeney)
31.    Aussichtspunkt auf dem Pasberg (Kettwig)

Titelfoto: Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter nutzt das Objekt, um sich mit der Beigeordneten Simone Raskob fotografieren zu lassen. (Foto: erle)

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017: Bürgerengagement und nachhaltige Projekte im Fokus

Genau sechs Monate ist es her, dass die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 ihr Titeljahr mit rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern im Grugapark einläutete. Heute zogen Thomas Kufen (Oberbürgermeister der Stadt Essen), Simone Raskob (Umwelt- und Baudezernentin sowie Projektleiterin der Grünen Hauptstadt), Matthias Sinn (Leiter des Umweltamtes sowie Projektteamleiter) und Ralph Kindel (ebenfalls Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt) im Rahmen einer Pressekonferenz eine positive Bilanz.

Die Grüne Hauptstadt mit einem Programm gestartet, das sich an den fünf Themenschwerpunkten „Mein Grün“, „Meine Flüsse“, „Meine Wege“, „Mein Einkauf“ und „Meine Zukunft“ orientiert. Bisher wurden dabei für das gesamte Jahr 459 Projekte ins Leben gerufen, davon 210 Bürgerprojekte und 62 Tagungen und Konferenzen. Insgesamt wurden die Veranstaltungen im ersten Halbjahr bereits von rund 115.000 Bürgerinnen und Bürgern besucht. Dazu kooperierte die Grüne Hauptstadt Europas mit mehr als 50 Förderern, Partnern und Sponsoren.

„Als wir Anfang des Jahres den Titel ´Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017´ angetreten sind, wollten wir Vorbild sein für andere europäische Städte im Strukturwandel und das Grüne Wunder unserer Stadt erlebbar machen. Das ist uns aus meiner Sicht gut gelungen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Gleichzeitig – und das ist mir sehr wichtig – haben die Essenerinnen und Essener gezeigt, dass sie stolz auf ihre Heimat sind und auf das, was sie geschafft haben. Das beweisen vor allem die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an 210 Bürgerprojekten und das ehrenamtliche Engagement der 152 Volunteers, ohne deren Einsatz viele Veranstaltungen nicht möglich gewesen wären.“

Nachhaltige Projekte prägen das Programm
Das Prinzip der Nachhaltigkeit steht im Fokus der Grünen Hauptstadt. So wirkt ein Highlight wie die Eröffnung der Badestelle am Baldeneysee im Mai 2017 weit über das Jahr hinaus. Mit bisher mehr als 5.000 Besuchern wird das Baden in der Ruhr nach 46 Jahren sehr gut angenommen und steigert die Lebensqualität der Essenerinnen und Essener. Verbessern soll sich dauerhaft auch die Anzahl der Radfahrer, ÖPNV-Nutzer und Fußgänger in der Stadt. Das unterstützen Projekte wie „Radeln ohne Alter“, die Danke-Aktionen für Radfahrer oder das Stadtradeln – dieses Jahr mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 140.000 Radfahrerinnen und Radfahrer und über 410.000 gefahrenen Kilometern. Mit Essens erster Mobilstation, die Anfang Juli eröffnet wurde, stehen den Bürgerinnen und Bürgern dauerhaft neben dem ÖPNV auch weitere öffentliche Verkehrsangebote wie Leihfahrrad, CarSharing und Taxi an einem Verkehrsknotenpunkt zur Verfügung. Darüber hinaus wird noch in diesem Jahr die 300. Einbahnstraße für Radfahrer geöffnet, 50 Fahrradparkboxen werden sukzessive im Stadtgebiet eingerichtet und mit Ablauf des Jahres werden in Essen 53 Fahrradstraßen entstanden sein.

Umweltbildung ist eines der zentralen Themen, wenn es um den Themenschwerpunkt „Meine Zukunft“ geht – und zwar für alle Altersklassen. Als Umweltbotschafterin begeisterte die Ameise Anni bereits die Kinder in mehr als 40 städtischen Kitas, für Energiebildung an Schulen sorgt das Projekt „ista macht Schule“ und auch die Volkshochschule Essen richtet ihr Jahresprogramm am Thema Nachhaltigkeit mit fast 50 Veranstaltungen aus.

Besonders auffällig im Stadtbild – und das für die nächsten Jahre – sind die Blumen aus rund 100.000 Blumenzwiebeln sowie 50.000 Staudenpflanzen, die in den vergangenen Monaten gepflanzt wurden. Auch bei den Baumpflanzungen tut sich bis Ende des Jahres einiges: Rund 1.100 Bäume werden noch in 2017 in Essen ihre Wurzeln schlagen.

Ausblick auf das zweite Halbjahr
„Schon jetzt zeigt sich, dass die Grüne Hauptstadt Europas die Stadt Essen nachhaltig verändert. Zu verdanken haben wir das auch der Zusammenarbeit mit unseren über fünfzig Partnern, Förderern und Sponsoren“, erklärt Projektleiterin Simone Raskob. „Mit ihrer Unterstützung konnten wir gemeinsame Projekte realisieren und Weichen für die Zukunft stellen. Das letzte halbe Jahr war in vielerlei Hinsicht ein Erfolg, auf dem wir im zweiten Halbjahr aufbauen wollen.“ Ein weiteres Leuchtturmprojekt steht bereits im August an. Gemeinsam mit innogy und der Weißen Flotte Baldeney bringt die Grüne Hauptstadt Europas das erste Methanol-betriebene Fahrgastschiff auf den Baldeneysee. Erzeugt wird das Methanol im Wasserkraftwerk direkt am See. Diese europaweit einzigartige Technologie soll den grünen Gedanken auch über das Jahr 2017 hinaus tragen.

Einen weiteren wichtigen Wegweiser bildet die Europäische Mobilitätswoche unter dem Titel „Meine Wege“ im September. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erwartet dabei eine Woche mit fast 50 Veranstaltungen im Zeichen der Mobilität, darunter Workshops, Mitmach-Aktionen und Konferenzen. Zusammen mit Nissan wird die Grüne Hauptstadt auch das Thema E-Mobilität in der Essener Innenstadt erlebbar machen. Den Abschluss des Jahres bilden die TWINS-Konferenz zum Thema Klimawandel im November, an der Partnerstädte aus ganz Europa teilnehmen werden, und der Kongress „Europäische Zukunftsformate“ im Dezember.

Zahlen und Daten:

  • Mehr als 115.000 Besucherinnen und Besucher der Veranstaltungen im ersten Halbjahr
  • 459 Projekte insgesamt in 2017; davon 210 Bürgerprojekte
  • Bisher 33 Konferenzen/Kongresse mit 9.000 Teilnehmenden (insgesamt 62 Tagungen/Konferenzen in 2017)
  • 152 geschulte Volunteers in 693 Einsätzen
  • Baden in der Ruhr mit rund 5.000 Besuchern an 20 Badetagen
  • Pflanzung von 50.000 Stauden, 100.000 Blumenzwiebeln, mehr als 1.100 Bäume in 2017
  • Mehr als 50 Partner, Förderer und Sponsoren der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

Titelfoto: Ralph Kindel, Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017, Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt, Oberbürgermeister Thomas Kufen und Matthias Sinn, Leiter des Umweltamtes und Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt, blickten auf das erste halbe Jahr des Projektes zurück.

12.500 Besucher beim Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt

12.500 Besucher trotzten dem schlechten Wetter und feierten heute ausgelassen den Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt. Für die größte Veranstaltung der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 nach der Eröffnungsfeier im Januar wurde der Innenstadtring zwischen der Hindenburgstraße und dem Viehofer Platz auf einer Strecke von 3 Kilometern für den Autoverkehr gesperrt. Ziel war es, für Bewegung zu begeistern und gleichzeitig das Umweltbewusstsein zu steigern. Über 130 Aussteller beteiligten sich an diesem Großevent.

„Mit dem Tag der Bewegung wollten wir vor allem eines: einen Anstoß für ein Umdenken im Kopf geben und Menschen dazu bewegen, sich zu bewegen.“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen.
Über 1.500 Mitwirkende waren auf der Strecke unterwegs und setzten mit einem unterhaltsamen wie abwechslungsreichen Programm die Themen der Grünen Hauptstadt auf spielerische Art und Weise in Szene. Geboten wurden zahlreiche Programmpunkte für die ganze Familie: eine Modenschau mit Kleidung aus Plastiktüten, überraschende Flashmobs, diverse Walking Acts, ein Kreativmarkt, ein Blutdruckmess-Rekordversuch, ein Seifenkistenrennen, eine Wissenschaftsstadt und vieles mehr.

Zahlreiche Mitmachaktionen waren ebenso Teil der Veranstaltung. Besucherinnen und Besucher konnten unter anderem selbst Solarwasserboote bauen oder im mobilen Garten gärtnern. Und auch die Kleinsten brachten sich an diesem Tag mit ein – insgesamt 43 Kitas beteiligten sich und zeigten unter anderem, wie aus Getränkepaketen neue Geldbörsen gebastelt oder Saatpads hergestellt werden können. Der Höhepunkt des Tages fand dann um 15 Uhr auf dem Berliner Platz statt: 600 Fahrradfahrer folgten der Fahrradsternfahrt Ruhrgebiet, organisiert von ADFC Essen, VeloCity Ruhr und Critical Mass Essen. Gemeinsam mit Walking Acts, Tänzern, Akrobaten sowie Künstlerinnen und Künstlern waren sie in einer extra für den Tag entstandenen Inszenierung von dem international renommierten Lichtkünstler und Regisseur Wolfram Lenssen zu sehen.

(ü. Pm.)

Grüne Hauptstadt Essen sperrt Innenstadtring für den „Tag der Bewegung“

Essen will für einen Tag die Autos vom Innenstadtring verbannen – zugunsten einer Art grünen Meile.

Im Rahmen des Programms zur Grünen Hauptstadt Europas plant die Stadt für den 2. Juli einen „Tag der Bewegung“, bei dem es entlang der drei Kilometer langen Strecke in der Innenstadt Aktionen zu den Themenfeldern „Mein Grün“, „Meine Wege“, „Meine Flüsse“, „Mein Einkauf“ und „Meine Zukunft“ geben wird. Mehr als 130 Aussteller gestalten das Programm. Performances, Akrobatik-Shows und eine Lichtinszenierung sind ebenso geplant wie ein Seifenkistenrennen, Flashmobs, ein Kreativmarkt, Kita-Aktionen und ein Blutdruckmess-Rekordversuch. Der Tag der Bewegung ist die größte Veranstaltung im Programm der Grünen Hauptstadt. Infos unter www.essengreen.capital

(ü. Pm., idr)

Stadt bittet um weitere Anmeldungen zum Rekord-STADTRADELN

Am Freitag, 9. Juni, lädt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Essen auch in diesem Jahr zu einer Fahrradtour der besonderen Art ein: Um 21 Uhr startet auf dem Willy-Brandt-Platz das sechste Essener „NachtRADELN“. Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre rechnen die Veranstalter mit mehreren hundert radbegeisterten Teilnehmerinnen und -teilnehmern.

Zum offiziellen Abschluss des Essener STADTRADELNs erwartet alle Fahrradbegeisterten auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Ereignis: Die etwa zweistündige Tour durch das nächtliche Essen führt auf rund 25 Kilometern vom Essener Willy-Brandt-Platz über Bottrop und Gladbeck nach Gelsenkirchen in den „Revierpark Nienhausen“.

Absoluter Rekord
Ute Zeise, Mobilitätsmanagerin der Essener Klimaagentur und Organisatorin des Essener STADTRADELNS, rechnet auch in diesem Jahr mit einem eindrucksvollen Zug von beleuchteten Radlern. „Bisher haben die über 1.300 Teilnehmenden bereits über 320.000 km zurückgelegt. Das ist neuer Rekord! Zum Abschluss am Freitag wollen alle Fahrrad-Aktiven ein deutliches Zeichen für die Radverkehrsförderung in der Metropole Ruhr setzen und nochmal ordentlich Kilometer für das Essener STADTRADELN sammeln. Es ist toll, dass der ADFC Essen auch in diesem Jahr eine solche Veranstaltung möglich macht!“
Die Veranstalter hoffen, dass – wie in den Jahren zuvor – die Begleitung durch die Polizei ein relativ ungestörtes und zügiges Radeln über Hauptverkehrsstraßen ermöglicht. Am Zielort „Revierpark Nienhausen“ erwartet alle NachtRADLERINNEN und – RADLER warme und kalte Getränke sowie ein spätabendlicher Imbiss, die Rückfahrt kann entweder individuell oder als geführte Tour angetreten werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme am NachtRADELN ist selbstverständlich kostenlos. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine funktionierende Lichtanlage.

NachtRADELN & CRITICAL MASS
Das Besondere ist auch in diesem Jahr die Möglichkeit der Kombination des Essener NachtRATDELNs mit der Aktion „CRITICAL MASS“: Dabei treffen sich am 2. Freitag im Monat Radlerinnen und Radler für eine Fahrt kreuz und quer durch Essen – ohne Veranstalter und ohne vorgegebene Route
Am Freitag, 9. Juni, finden beide Veranstaltungen am selben Tag statt: Die „CRITICAL MASS“ startet um 19 Uhr, also zwei Stunden vor dem „NACHTRADELN“, ebenfalls am Willy-Brandt-Platz. Beide Radfahrten ergänzen sich trotz ihrer unterschiedlichen Charakteristik hervorragend, was den Reiz für eine Teilnahme an beiden Veranstaltungen zusätzlich erhöht.

Zum Hintergrund:
Kurz vor dem Abschluss der Aktion fällt die Zwischenbilanz des Essener STADTRADELNs 2017 erfreulich gut aus: Über 1.300 Essenerinnen und Essener nehmen in 116 Teams wieder an der bundesweiten Aktion teil, davon sind neun Mitglieder des Essener Stadtrates. Insgesamt legten die engagierten Radlerinnen und Radler bis jetzt (Stand: 7. Juni, 10 Uhr) 323.398 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei etwa 46 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (Berechnung basiert auf 142 g CO2 pro Kilometer). Diese Ergebnisse werden sich erfahrungsgemäß bis zum Abschluss der Aktion am 9. Juni noch verbessern.
Die Anmeldung zum Stadtradeln ist auch jetzt noch möglich und sinnvoll: Zum einen können die in der Zeit vom 20. Mai bis 9. Juni gefahrenen Kilometer bis zum 16. Juni nachgetragen werden, zum anderen setzt jede Anmeldung und jeder gefahrene Kilometer ein Zeichen für das Fahrrad als flexibles Verkehrsmittel.
Von den insgesamt 17 teilnehmenden Revierstädten belegt Essen auch bei dieser Zwischenbilanz den Spitzenplatz innerhalb der „Metropole Ruhr“.

Alle Informationen zum Wettbewerb, den Preisen und zur Anmeldung unter www.klimawerkstadtessen.de/stadtradeln oder www.stadtradeln.de/essen.

Titelfoto: Peter Prengel

Mit Geschenken für die Umwelt

Eine Überraschung erlebten am Dienstagmorgen Bürgerinnen und Bürger, die mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit waren. Die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 sagte „Danke“ und verteilte kleine Präsente an drei stark frequentierten Stellen im Stadtgebiet – am Zugang auf die Trasse an der Zornigen Ameise, an der Kreuzung Kahrstraße/ Rüttenscheider Straße und am Radschnellweg Ruhr (RS1) an der Universität Duisburg-Essen.

„Plastikbuttons“ und Verpackung… aber wie heißt es so schön… einem geschenkten Gaul… schaut man nicht ins Maul..“

„Wir möchten uns bei all denen bedanken, die einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in unserer Stadt leisten, indem sie im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs sind“, sagt Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt. Unter anderem wurden Fahrradklingeln, Reparatursets, Speichenreflektoren, Rucksackbeutel und Flaschen verschenkt. Die Aktion wird in diesem Jahr noch mehrmals wiederholt – wann und wo wird noch nicht verraten. Aber auch beim nächsten Mal werden Fahrrad-Pendler wieder mit einem kleinen Dankeschön überrascht.

Fotos: Jochen Tack

(ü. Pm.)

Aufruf zur Straßenbaumbewässerung

Auch wenn die Wässerung der gepflanzten Jungbäume im Stadtgebiet durch die von Grün und Gruga beauftragten Firmen gut funktioniert, freut sich der städtische Eigenbetrieb, wenn die Bürgerinnen und Bürger ihren grünen Daumen unter Beweis stellen und ergänzend den einen oder anderen Eimer Wasser für die Jungbäume an den Straßen (und anderswo) erübrigen könnten. Im Idealfall könnten die hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger mindestens fünf mal zehn Liter je Baum hintereinander in den Gießring – der kleine Erdwall am Stammfuß – schütten.

Zum Hintergrund: Nach dem Orkan „Ela“ wurden bereits zahlreiche Bäume nachgepflanzt, viel mehr als in „normalen“ Jahren. Bei so einer Trockenheitswelle sind den „Grünfirmen“ und Grün und Gruga logistisch (trotz aller Bemühungen) leider Grenzen gesetzt.

(ü. Pm.)

Linke: Grüne Hauptstadt Europa auch über 2017 hinaus

Die Ratsfraktion DIE LINKE. begrüßt es, dass der Runde Umwelttische RUTE mit seinen „Innovations-Impulsen“, Anregungen für die Grüne Hauptstadt Europas auch über das Jahr 2017 hinaus geben will. Der RUTE hat die Innovations-Impulse, die aus längerfristigen Maßnahmen und kurzfristigen Initiativen bestehen, Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht.

„Wir halten viele Vorschläge des Runden Umwelttisches für geeignet, die Verkehrsbelastungen in Essen zu senken“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dazu gehören insbesondere die vielen Vorschläge zur Stärkung des Radverkehrs in Essen, z.B. durch einen schnelleren Ausbau des Radwegenetzes, der Einführung von Jobrädern bei der Stadtverwaltung sowie die Ausweitung der Tempo-30-Zonen. Daran arbeitet die Verwaltung ja bereits auf Grundlage eines Vorschlages des Deutschen Städtetages.“

Zu anderen Vorschlägen, wie den partiellen Fahrverboten, hat DIE LINKE noch Diskussionsbedarf und wird sich deshalb noch ausführlich mit den Vorschlägen des RUTE befassen. „Es ist positiv, dass sich auch ,in Ehren ergraute Herrschaften‘ noch Gedanken über eine lebenswerte Zukunft machen. Schließlich geht es nicht um Ideologie, sondern um die Gesundheit der Menschen und die Einhaltung von EU-Richtlinien“, so Wolfgang Freye abschließend.

(ü. Pm.)