Säuglingssterblichkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen

(idr). Die Säuglingssterblichkeit im Ruhrgebiet ist in den vergangenen 40 Jahren stark gesunken: Im Jahr 2016 starben in der Region 201 Kinder vor Vollendung des ersten Lebensjahres, 1996 waren es 267, im Jahr 1976 noch 1.106. Das geht aus Daten des Landesamtes IT.NRW hervor. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Geburten in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets von 26.125 (1976) über 27.268 (1996) auf 24.712 (2016). Im Vergleich zum Vorjahr stieg sowohl die Zahl der Geburten als auch die der Sterbefälle leicht an: 2015 wurden 22.682 Kinder geboren, 186 starben im Säuglingsalter. Infos unter www.it.nrw.de

Neuer Forschungsverbund des Universitätsklinikums Essen

Die Tumorforschung und Tumortherapie sind bereits seit Jahren eine Säule des Essener Universitätsklinikums. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum als einzigem Onkologischen Spitzenzentrum in der Metropolregion Ruhr arbeiten Ärztinnen und Ärzte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 40 Kliniken und Instituten in fachübergreifenden Behandlungsprogrammen am Standort Essen zusammen.

Der neue Krebsforschungsverbund mit dem Universitätsklinikum Köln bildet einen weiteren Meilenstein, die medizinische Versorgung sowie die Forschung und Lehre im Bereich der Krebsmedizin auszubauen.

„Für die Essenerinnen und Essener bedeutet der neue Verbund, dass in unserer Stadt neueste Therapien angewendet werden. Darüber hinaus wird die medizinische Forschung weiter vorangetrieben und deren Ergebnisse in die medizinische Versorgung vor Ort getragen“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Für den Medizinstandort Essen bedeutet der Zusammenschluss, einen wichtigen Austausch für die bereits bestehenden Onkologischen Arbeitskreise in Essen mit zwei so renommierten Instituten.“

Die Tumortherapie ist heute eine ganz individuelle Therapie, die aus unterschiedlichen medizinischen Bausteinen besteht. Der neue Krebsforschungsverbund wird sich zukünftig dafür einsetzen, Forschungen voranzutreiben und die Ergebnisse den Patientinnen und Patienten zukommen zu lassen.

(ü. Pm.)

Notfallpflege in den Koalitionsverhandlungen: Fachgesellschaften fordern ausreichend Pflegepersonal in Notaufnahmen

Konkrete Vorgaben für eine adäquate Pflegekraft-Besetzung von Notaufnahmen, mehr Personal für eine bessere Patientenbetreuung, sowie die Anerkennung von Notaufnahmen als pflegeintensive Bereiche: Das fordern die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) von CDU, CSU und SPD. „Die Parteien sind jetzt in den Koalitionsverhandlungen aufgefordert, die Sondierungsergebnisse umzusetzen und den medizinischen sowie pflegerischen Bereich zu stärken“, sagt DGINA-Präsident Martin Pin, Chefarzt der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme am Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf. „Wir begrüßen die Überzeugung der Parteien, mit der Sondierungsvereinbarung nachhaltige Schritte zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Notfallversorgung einleiten zu wollen“, ergänzt DIVI-Präsident Professor Stefan Schwab, Direktor der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen.

Die Notaufnahmen der Krankenhäuser übernehmen einen wesentlichen Teil der Daseinsfürsorge bei ambulant und stationär zu behandelnden Notfällen. Sie können Patienten mit den Mitteln des Krankenhauses zeitnah abklären und somit stationäre Behandlungen vermeiden, außerdem kann bei schwer kranken Patienten unmittelbar die richtige Behandlung eingeleitet werden.

Prof. Stefan Schwab, Universitätsklinikum Erlangen

Politik gefordert: Notaufnahme muss als pflegeintensiver Bereich definiert werden

Die Pflegenden in den Notaufnahmen erfüllen vielfältige, verantwortungsvolle Aufgaben, die von der Ersteinschätzung der Dringlichkeit einer Notfallbehandlung über pflegerische Maßnahmen bei Schwerstkranken und -verletzten sowie alten Patienten bis hin zu der psychosozialen Betreuung von Notfallpatienten reicht. Für dieses besondere Tätigkeitsprofil wird inzwischen eine spezifische Weiterbildung zur „Notfallpflege“ angeboten. Auch wenn die Bedeutung gut qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der klinischen Notfall- und Akutmedizin nicht infrage steht, gibt es bisher keine Vorgaben für eine adäquate pflegerische Besetzung von Notaufnahmen. Auch sind die diese bisher nicht als pflegesensitive Bereiche definiert worden.

Notfallzentren: Personaluntergrenzen sind dringend erforderlich

Die wichtige Aufgabe der Notaufnahmen beziehungsweise zukünftiger Notfallzentren im Gesundheitswesen kann nur erfüllt werden, wenn eine qualitativ und quantitativ ausreichende personelle Ausstattung, insbesondere auch mit Pflegekräften, gegeben ist. Deswegen fordern die DGINA und die DIVI, Notaufnahmen genauso wie Intensivstationen oder andere bettenführende Krankenhausbereiche als pflegesensitive Bereiche zu definieren, für die Personaluntergrenzen dringend erforderlich sind. Dies müsse die Politik jetzt ändern.

(ü. Pm.)

Bundesweiter Anstieg von Tuberkulosefällen (TBC)

Seit zwei Jahren wird bundesweit ein Anstieg bei Tuberkulosefällen festgestellt. Die schwere Erkrankung ist im öffentlichen Bewusstsein schon fast in Vergessenheit geraten. Der jetzige Anstieg der meldepflichtigen Erkrankung wird auf die Migrationsbewegungen zurückgeführt. Bundesweit erkranken statistisch 7,3 Personen pro 100000 Einwohner. Vor 2014 nahm die Erkrankungsrate stetig ab. Problematisch war die TBC in der Nachkriegszeit, als die durch Entbehrung gezeichneten Menschen besonders anfällig waren. Ähnliches kann von der heutigen Krankheitsgruppe ausgesagt werden, denn oft sind Menschen durch ihr Fluchterleben geschwächt.

Der ärztliche Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Essen, Dr. Rainer Kundt:

„Es wurden folgende Fälle von Tuberkulose gemeldet:

2013/2014 jeweils 44 Fälle
2015 – 56 Fälle
2016 – 52 Fälle
2017 bisher 37 Fälle
Es wurde hier ein Anstieg der Krankheitsfälle seit dem Jahr 2015 registriert, zurückzuführen ist dies auf die Flüchtlinge, die in der Stadt leben. Auch die Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes / der Bezirksregierung untergebracht sind, werden beim Gesundheitsamt der jeweiligen Stadt gezählt. In Deutschland gab es jahrelang eine durchschnittliche Anzahl von Neuerkrankungen von etwa 4300 Fällen pro Jahr, in 2017 wird mit einer Fallzahl von über 6000 gerechnet.“

Die Tuberkulose, früher auch Schwindsucht genannt, wurde von Prof. Robert Koch entdeckt. In Berlin findet sich noch ein Hinweisschild auf die erste Veröffentlichung.

 

Auch in Gegenden mit geringerer Besiedelung ist dieses Phänomen zu beobachten. So bereitet sich beispielsweise der Landkreis Aurich in Norddeutschland intensiv auf eine Information der Öffentlichkeit vor und versucht mit einem Informationsblatt die Bevölkerung zu senisbilisieren. Dort hatte man 2014 fünf Fälle, 2015 bereits 10 und 2016 neun Fälle. In diesem Jahr sind es schon fünf Akuterkrankte und vier Verdachtsfälle.

Ältere Essener erinnern sich noch an den Begriff „Licht- und Luftbad“, Koch hielt nämlich die Bewegung in Luft und Sonne für eine Behandlungsbasis, worauf diese alte Briefmarke der Freien Stadt Danzig hinwies.

Weitere Informationen zur Tuberkulose: 

Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose

DAHW

alles zur Tuberkulose

zur Geschichte der Krankheit

(stk.)

 

Masernerkrankungen in Essen – Impfstatus überprüfen – Todesfall einer 37-Jährigen Essenerin

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, auch in Essen werden derzeit vermehrt Masernerkrankungen gemeldet. Dem Gesundheitsamt der Stadt Essen sind derzeit 31 Krankheitsfälle bekannt, die Dunkelziffer ist allerdings unbekannt. Nachdem es am vergangenen Wochenende einen Todesfall einer 37-Jährigen Essenerin in Folge des Masern-Virus gegeben hat, rät das Gesundheitsamt der Stadt Essen dringend, den eigenen Impfstatus zu überprüfen. „Masern sind keine harmlose Kindererkrankung, sondern können bei Kindern zu Hirnhautentzündungen und bei Erwachsenen zu beispielsweise Lungenentzündun führen“, so Gesundheitsdezernent Peter Renzel. „Vor allem im Erwachsenenalter kann es zu Komplikationen kommen. Deshalb ist ein Impfschutz besonders wichtig.“

Der Virus ist leicht übertragbar und kann nicht mit beispielsweise Antibiotika bekämpft werden. Kinder, so das Gesundheitsamt, sollten immer zwei Impfungen erhalten, Erwachsene eine. Vor allem nach 1970 Geborene sollten ihren Impfschutz überprüfen und ggf auffrischen. Einen guten Überblick über den aktuellen Impfstatus gibt der eigene Impfpass. Sollte dieser nicht zur Hand sein, ist der Besuch eines Hausarztes sinnvoll.

Kinder, die nicht geimpft sind, sollten schon bei den ersten Anzeichen nicht mehr in Kita, Kindergarten oder Schule geschickt werden. Bei durchschnittlich 5.000 Kindern pro Jahrgang sind etwa fünf Prozent nicht geimpft.

Für besondere Fälle bietet das Gesundheitsamt der Stadt Essen noch bis 1. Juni immer dienstags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 12:30 bis 14:30 Uhr eine Impfaktion an.

Zum Hintergrund:

Masern werden durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen (Sprechen, Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen.

Sie beginnen mit Fieber, Entzündung der Bindehaut, Schnupfen, Husten und einem Ausschlag an der Mundschleimhaut. Diese sogenannten Koplik-Flecken (kalkspritzerartige weiße bis blau-weiße Flecken) sind häufig eindeutige Anzeichen für die Masern.

Erkrankte Personen sollten in der akuten Krankheitsphase Bettruhe einhalten. Eine spezifische antivirale Therapie gibt es nicht. Neben fiebersenkenden Medikamenten und Hustenmitteln ist bei zusätzlichen bakteriellen Infekten eine antibiotische Therapie indiziert.

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollte die Erstimpfung im Alter von 11 – 14 Monaten erfolgen.

Die empfohlene Zweitimpfung (die keineAuffrischimpfung ist!) soll den Kindern, die – aus unterschiedlichen Gründen – nach der Erstimpfung keine Immunität entwickelt haben, eine zweite Gelegenheit zur Entwicklung eines ausreichenden Schutzes geben.

Eine einmalige MMR-Standardimpfung für Erwachsene sollte weiterhin bei allen nach 1970 geborenen ungeimpften bzw. in der Kindheit nur einmal geimpften Personen
≥ 18 Jahre oder nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstaus nachgeholt werden.

Essener Mediziner forschen an Impfstoff gegen Tumore

Mediziner der Universität Duisburg-Essen und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung haben richtungsweisende Erkenntnisse bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Tumore gewonnen.

Mithilfe eines in Argentinien verwendeten Mittels konnten sie in Krebsmodellen zeigen, dass stimulierte Immunzellen Krebszellen abtöten können. Der Impfstoff wurde ursprünglich für die Bekämpfung einer Infektionserkrankung entwickelt. Er vermehrt sich in den Tumorzellen und lockt die Immunzellen zum Tumor. So wurde dessen Wachstum behindert; teilweise bildet er sich sogar ganz zurück. In einer klinischen Studie soll nun die Wirksamkeit des Medikaments überprüft werden.

16. Darmkrebsmonat März in Deutschland. Robert Koch Institut vermeldet wieder sinkende Todesfälle durch Darmkrebs.

Magen-Darm-Arzt Dr. Berndt Birkner, Kuratoriumsmitglied der Felix Burda Stiftung, führt die Vorsorge-Darmspiegelung durch.

Ende letzten Jahres veröffentlichte das RKI (Robert Koch Institut) den „Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016“. Hierin zeigt sich eine erfreuliche Fortsetzung des Trends der letzten Jahre: Erneut sind die Anzahl der Todesfälle an Darmkrebs in Deutschland gesunken! In absoluten Zahlen von zuletzt 25.972 auf nun 25.693 Tote. Die Neuerkrankung stiegen im selben Zeitraum von 62.230 auf nun 62.410. Dadurch sank in Deutschland die Neuerkrankungsrate für Darmkrebs seit 2003 um etwa 16 Prozent.

„Seit etwa 2003/2004 sinken in Deutschland bei beiden Geschlechtern die Inzidenzraten in allen Altersgruppen ab 55 Jahren“, so das RKI in seiner Veröffentlichung. „Vor allem bösartige Tumoren des absteigenden Dickdarms und des Enddarms werden inzwischen seltener diagnostiziert, während die Inzidenzraten fortgeschrittener Vorstufen (in-situ Karzinome) des Darms ansteigen.“

Das Robert Koch Institut bewertet diesen Rückgang als Effekt der Vorsorge-Darmspiegelung: „Der in Deutschland erkennbare Rückgang der Inzidenz in den letzten Jahren, vor allem für die unteren Darmabschnitte, spricht insgesamt für einen positiven Einfluss der Früherkennungs-Koloskopie, die Versicherten seit Oktober 2002 ab dem 55. Lebensjahr angeboten wird. Dabei können Ärztinnen und Ärzte gutartige Veränderungen (Adenome) entfernen, die sich sonst zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln könnten.“

Wenn die Vorsorge allerdings so lange hinausgezögert wurde, bis der Darmkrebs zu weit fortgeschritten ist, sinken die Heilungschancen dramatisch. Daher will die Felix Burda Stiftung auch in diesem Jahr wieder hunderttausende von gesunden Menschen in Deutschland für die Prävention begeistern und dazu motivieren, die gesetzlichen Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Der Darmkrebsmonat März ist eine gemeinsame Initiative der Felix Burda Stiftung, der Stiftung LebensBlicke und des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. – ist der bundesweite Aktionsmonat für die Darmkrebsvorsorge.
Obwohl umfangreiche Präventions-Angebote bestehen, sterben jährlich rund 25.600 Menschen an diesem Krebs, der als einziger verhindert bzw. geheilt werden kann, wenn er frühzeitig erkannt wird.

Quelle:

http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Krebsgeschehen_node.html
http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Zahl_des_Monats/Zahl_des_Monats_node.html

Schneller Richtung Innenstadt: Linksabbieger von der Wittekind- in die Wittenbergstraße wird realisiert

Einem lang gehegten Wunsch der Anwohner in Rüttenscheid und Stadtwald sowie der Bezirksvertretung II hat der Ausschuss für Bau und Verkehr am Donnerstag (9.2.) entsprochen: Die Wittekindstraße erhält zeitnah eine Linksabbiegerspur auf die Wittenbergstraße in Fahrtrichtung stadteinwärts.

Vor allem für Einsatzfahrten des Rüttenscheider Alfried Krupp Krankenhauses in Richtung Innenstadt bedeutet dies eine große Erleichterung, können die Helfer im Notfall dadurch unter Umständen schneller vor Ort sein.

Ermöglicht wird die Umsetzung durch die Aufgabe und den Rückbau der Spurbusstrecke auf der Wittenbergstraße. Seit die EVAG den Spurbusbetrieb dort im August 2016 eingestellt hat, wird der Bereich der Spurbusanlage in Höhe der Einmündung „Am Uhlenkrug“ nicht mehr benötigt. Dort kann nun mit geringem finanziellem Aufwand die gewünschte Linksabbiegerspur eingerichtet werden.

In der Vergangenheit war der Bau des Linksabbiegers an fehlenden Geldmitteln gescheitert, weil durch den Spurbusbetrieb der Umbau der kompletten Straßeneinmündung Wittekindstraße/ Wittenbergstraße notwendig gewesen wäre.

(ü. Pm.)

MRE-Hygiene – ein problematisches Thema für Krankenhäuser – Essen verleiht Siegel für Zertifizierung

In Deutschland kommt es Schätzungen zufolge jährlich zu mindestens 400.000 bis 600.000 Infektionen im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen. 94 Prozent dieser Infektionen werden durch Antibiotika-empfindliche Bakterien, die meist aus der Patienten-eigenen Flora stammen, verursacht. Bei etwa 6 Prozent jedoch handelt es sich um Bakterien mit besonderen Antibiotika-Resistenzen, sogenannte multiresistente Erreger (MRE). Dies erschwert die Behandlung, führt häufig zu einem verlängerten Aufenthalt im Krankenhaus mit stärkeren Belastungen für die Patientinnen und Patienten und je nach Erreger zu besonderen Hygiene-Schutzmaßnahmen. Krankenhäuser gelten als besonderer Risikobereich, da hier besonders kranke, zunehmend ältere und oftmals mehrfacherkrankte Patientinnen und Patienten behandelt werden.

Bereits zum zweiten Mal ist heute (5.10.) im Essener Rathaus das MRE-Hygiene-Siegel für Qualität und Transparenz vergeben worden. Das Siegel wird seit 2013 vom Gesundheitsamt der Stadt Essen und dem Netzwerk Essener Standard – Schutz vor Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) verliehen. Zum zweiten Mal in Folge haben alle 14 Essener Akut-Kliniken die Standards zur Bekämpfung und Prävention von Multi-Resistenten Erregern erfüllt und können sich damit über eine erneute Zertifizierung freuen.

Mit den jeweiligen Standorten wurden folgende Kliniken ausgezeichnet:

  • Alfried Krupp Krankenhaus,
  • Elisabeth-Krankenhaus Essen,
  • Evangelisches Krankenhaus Essen-Werden,
  • Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel,
  • Kliniken Essen-Mitte,
  • Ruhrlandklinik Essen,
  • St. Josef Krankenhaus Essen-Werden,
  • Universitätsklinikum Essen,
  • LVR-Klinikum Essen,
  • Fachklinik Kamillushaus.

Bei der feierlichen Übergabe des Zertifikats der Stufe Zwei an die Vertreterinnen und Vertreter der Krankenhäuser durch Oberbürgermeister Thomas Kufen, Gesundheitsdezernent Peter Renzel und Dr. Rainer Kundt, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Essen, wies das Stadtoberhaupt auf die Bedeutung des Siegels angesichts eines gestiegenen Bewusstseins für Hygienestandards in Mitteleuropa hin: „Die Essener Gesundheitskonferenz hat schon im Jahr 2007 beschlossen, im Kampf gegen multiresistente Keime sektorenübergreifend und interdisziplinär einen Standard zu entwickeln und umzusetzen. Dies führte zur Gründung des Essener Netzwerkes MRE. Darin arbeiten verschiedene Dienstleister der Gesundheitswirtschaft eng zusammen, um dem zunehmenden Problem mit multiresistenten Erregern entgegenzutreten. Diesen Kampf müssen wir auch zukünftig auf hohem Niveau weiterführen. Dabei ist das Siegel, das die Arbeit des Netzwerkes und die hohe Qualität der Siegelträger transparent macht, eine große, sichtbare Unterstützung, um Vertrauen bei den Patientinnen und Patienten zu schaffen“, hob der Oberbürgermeister Thomas Kufen den Mehrwert der Auszeichnung für die zertifizierten Häuser hervor.

Ziel des Siegels ist vor allem, die Essener Krankenhäuser zur Erreichung eines überdurchschnittlichen Hygiene-Standards zu motivieren, immer wieder aktuelle Standards zu definieren und diese über die Qualitätsziele des Siegels umzusetzen, die Kommunikation zwischen Gesundheitsamt und den Kliniken zu intensivieren und den Gesundheitsstandort Essen zu stärken.

Die vom Netzwerk Essener Standard entwickelten Maßnahmen sind 2012 auch in die Projektliste der Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ aufgenommen worden. Derzeit erarbeitet das Netzwerk unter Leitung von Dr. Rainer Kundt und Anne Eva Lauprecht bereits die erweiterten Kriterien für das Siegel der Stufe 3. Das nun vergebene Siegel Zwei behält Gültigkeit bis zum 31. März 2018.

Titelfoto: Vergabe des Essener Hygiene-Siegels MRE für Qualität und Transparenz an die Essener Akutkrankenhäuser Foto: Elke Brochhagen

(ü. Pm.)

 

Gelsenkirchen will medizinischen Versorgung von Zuwanderern aus Südosteuropa verbessern

Mittlerweile leben in Gelsenkirchen rund 6.000 Zuwanderer aus Südosteuropa, bei denen sich immer wieder Probleme bei der medizinischen Versorgung im Regelsystem ergeben, weil sie oft nicht krankenversichert sind. Niedrigschwellige Angebote wie beispielsweise die Sprechstunden im Gesundheitsamt reichen nicht aus, um die Versorgung der Menschen sicherzustellen.

Ziel ist es daher, die nichtversicherten Menschen aus Südosteuropa frühzeitig in das reguläre Krankenversicherungssystem zu integrieren. Hierzu soll die vom Land NRW geförderte Clearingstelle beitragen. Aufgabe der Clearingstelle ist es, zügig den Versicherungsstatus der Menschen zu klären und somit den Zugang zum regulären Gesundheitsversorgungssystem zu regeln. Die Clearingstelle steht grundsätzlich auch Nicht-EU-BürgerInnen offen.

Heute gab Ministerin Barbara Steffen den Startschuss zur Einrichtung der vom Land finanzierten Clearingstelle in Gelsenkirchen, die bei der Diakonie und der AWO angesiedelt ist.

Ministerin Barbara Steffens, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, erläuterte gemeinsam mit dem Gesundheitsdezernenten der Stadt Gelsenkirchen Herrn Luidger Wolterhoff sowie Gudrun Wischnewski, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt  – Unterbezirk Gelsenkirchen/ Bottrop und Heike Lorenz Einrichtungsleitung des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V., das Konzept des Modellprojektes.

Das Land fördert die Einrichtung der Gelsenkirchener Clearingstelle mit rund 480.000 € in den nächsten drei Jahren. Die Stadt Gelsenkirchen beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 120.000 €.

Die AWO und das Diakoniewerk führen das Projekt auch in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Gelsenkirchen durch, es besteht aus drei Mitarbeiterstellen.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Stadtsüden, wo besonders viele Menschen aus Südosteuropa leben.

Hier stellt sich die Situation für die Zugewanderten, die sich nicht im SGB II-Leistungs-bezug befinden, besonders schwierig dar. Das sind in Gelsenkirchen derzeit ca. 3.400 Personen. Deren gesundheitliche Grundversorgung ist in der Regel nicht gesichert. Erforderliche Behandlungen können nicht durchgeführt werden, bei Schuleingangsuntersuchungen, den Impfsprechstunden und den Sprechstunden der Familienhebammen festgestellte notwendige Gesundheitsmaßnahmen können nicht erfolgen. Gleiches gilt für Personen, die sich ohne definierten Aufenthaltsstatus in Gelsenkirchen aufhalten.

Ministerin Steffens: „Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für eine gelingende Integration“, betont Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Ich freue mich, dass die Stadt Gelsenkirchen zusammen mit dem Diakoniewerk und der Arbeiterwohlfahrt dem Aufruf zur Einrichtung einer Clearingstelle gefolgt ist. Sie ergänzt das vorhandene Beratungs- und Hilfesystem der Stadt und leistet einen Beitrag zur Vermeidung von sozialer Ausgrenzung“, so Steffens weiter.

Die Clearingstelle wird u.a. die Aufgabe übernehmen, die Kontakte zu den Gesundheitsdiensten der Heimatländer zu koordinieren. Luidger Wolterhoff, Vorstand für Arbeit und Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Gelsenkirchen, dankte der Ministerin für die Förderung der Clearingstelle. „Die Gesundheitsversorgung der Menschen lässt sich langfristig nur sicherstellen, wenn sie durch die Integration in die sozialen Sicherungssysteme ausreichend geschützt sind.“

Er wies noch einmal auf die erheblichen humanitären Probleme hin, da eine medizinische Versorgung dieses Personenkreises praktisch nicht möglich ist. Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen der Kinder und einfache medizinische Untersuchungen könnten bislang nur in geringem Umfang angeboten werden.

Patienten können nur in akuten Notfällen in Krankenhäusern behandelt werden, wobei die Kostenübernahme dabei oft nicht geklärt ist.

Umso wichtiger sei es, diese Menschen aktiv in das reguläre soziale Krankenversicherungssystem zu integrieren oder zumindest eine Notfallbehandlung über die heimatliche Gesundheitssysteme herzustellen.

Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sowie der Zugang zur hiesigen Krankenversicherung bzw. zu Sozialleistungssystemen sind meist sehr komplex.

Sie verursachen nicht nur vielen Migrantinnen und Migranten, sondern auch den Leistungserbringern und Fachkräften in den Hilfestrukturen häufig Probleme. „Für einen Teil der Zuwanderer besteht die Möglichkeit, einen Versicherungsschutz aus heimatlichen Regelungen abzuleiten oder doch noch in das deutsche Versicherungssystem integriert zu werden. Wir als Clearingstelle wollen helfen, diese Fragen individuell im Sinne der betroffenen Ratsuchenden zu beantworten“, erläutert Heike Lorenz, Einrichtungsleitung des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V..

Kinderklinik entlässt 9 jähriges Mädchen mit nicht erkannten Scharlachsymptomen

Die 9 jährige K. (geänderter Name der Redaktion bekannt) hatte sich vor dem Wochenende mit ihrer Mutter an die Kinderstation des Essener Elisabethkrankenhauses gewandt. Bauchschmerzen, Kopf- und Halsschmerzen, alles was niedergeschlagen macht und typisch zu vielen Infektionserkrankungen bei Kindern einhergeht, plagten die Kleine. Nach einer Vorstellung in der Kinderambulanz des Krankenhauses entschied man sich dort das Kind stationär aufzunehmen. Wie in dieser Altersstufe üblich konnte die Mutter bei dem Mädchen auch während der kommenden Nachtzeiten verweilen. Im Krankenhaus fokussierte man sich gleich auf die Bauchsymptome der jungen Patientin und behielt sie in der Kinderchirurgie. Eine klare Diagnose fand man nicht und setzte auf Antibiotika mit Schmerzmitteln, die infundiert wurden. Das Kind war während der Behandlungszeit im Krankenhaus mit anderen Patientinnen untergebracht. Nach einer ärztlichen Abschlussuntersuchung am Dienstag wurde das Kind entlassen. Wegen der Kopfsymptome solle sie sich noch mal an einen niedergelassenen Kinderarzt wenden, was die Mutter mit der Patientin auch am gleichen Tage vornahmen. Die Kinderärztin stellte mit einem Blick in den Rachen des Kindes spontan eine Verdachtsdiagnose Scharlach und setzte einen Schnelltest zur Bestätigung ein. Dieser ergab mit großer Klarheit die Diagnose Scharlach. Sowohl die Kinderärztin, als auch die Mutter des Kindes reagierten verärgert, denn die lege artis bei Scharlach einzusetzenden Antibiotika müssen wegen des verpassten richtigen Einsatzbeginnes mit Hochdosierungen verabreicht werden.

Eine Presseanfrage an das Krankenhaus zu diesem Fall ist erfolgt, bis zum Redaktionsschluss lag noch keine Stellungnahme vor.

(stk.)

LVR-Klinken aus dem Rheinland protestieren – Auch Essen betroffen

In Kürze werden wir von einem Pressebesuch in einer Essener Beratungsstelle berichten, die mit Mitteln der EU gefördert wird. Hierbei wurde uns von den Mitarbeitern berichtet, dass die durchschnittliche Wartezeit für einen dringend benötigten Therapieplatz für Jugendliche bei mindestens 9 Monaten liegt. Wenig schmeichelhaft für eine Stadt, die sich gerne das Image eines Medizinischen Zentrums in der Region anheften möchte. Heute geht nun der LVR mit einer Pressemeldung in die Öffentlichkeit, der die Hintergründe der bekannten Versorgungsengpässe aufzeigt. Hier im Wortlaut: 

„Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) wurde die Finanzierung der laufenden Kosten der Krankenhäuser auf eine deutlich verbesserte Grundlage gestellt und ein wichtiger Beitrag zur weiteren Steigerung der Versorgungsqualität geleistet. Doch die unzureichende Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser durch die Länder bleibt weiterhin ungelöst.

„Die neun psychiatrischen LVR-Kliniken in Bedburg-Hau, Bonn, Düren, Düsseldorf, Essen, Köln, Langenfeld, Mönchengladbach, Viersen sowie die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen brauchen vom Land die notwendigen Fördermittel zur Schließung der Förderlücke“, forderte Martina Wenzel-Jankowski an der Spitze des LVR-Klinikverbundes als zuständige LVR- Fachdezernentin. „Ohne Frage haben Staat und unsere Krankenhäuser im Rheinland in der Vergangenheit gemeinsam viel erreicht. Die Investitionen der Vergangenheit in Infrastrukturen haben die psychiatrische und an zwei unserer FachkIiniken auch die neurologische Versorgung modernisiert, menschlicher gemacht und fachlich verbessert. Auch unsere Klinik für Orthopädie profitierte von den Investitionen. Wer Krankenhäuser schon vor 30 Jahren kannte, weiß: personenzentrierte Spezialangebote auf Augenhöhe – etwa zur Behandlung von ADHS, Früher Demenz oder Abhängigkeitserkrankungen – all das gab es damals noch nicht. Unsere Krankenhäuser zählen heute damit zu den leistungsstärksten in Deutschland und Europa – doch das wird ohne die notwendigen Investitionen nicht so bleiben, erklärte die Dezernentin Klinikverbund und Verbund Heilpädgogischer Hilfen des Landschaftsverbandes Rheinland.

Martina Wenzel-Jankowski hob hervor, dass sich vor diesem Hintergrund die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser unter Beteiligung der zehn LVR-Fachkliniken zu einem „Bündnis für gesunde Krankenhäuser – Investieren aus Verantwortung“ zusammengeschlossen haben. Das Ziel des Bündnisses sei, das gesetzlich zur Investitionsförderung der Krankenhäuser verpflichtete Land und die Öffentlichkeit über die Situation in den Krankenhäusern in NRW im Hinblick auf die Investitionsfinanzierung aufmerksam zu machen, um die nachweislich notwendigen Fördermittel zu erhalten.

Im Rahmen dieses Bündnisses hat die Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW) das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) damit beauftragt, erstmals flächendeckend — bis auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte — das „Investitionsbarometer NRW“ zur konkreten Investitionssituation der nordrhein-westfälischen Krankenhäuser zu erstellen. Die Ergebnisse geben erstmals Auskunft über die Förderlücken, den Bedarf und die volkswirtschaftliche Bedeutung der Krankenhäuser – auch im Rheinland – und ihre Zukunft mit Blick auf die medizinische Versorgung.

Die Studie belegt eindrücklich, dass die nordrheinwestfälischen Krankenhäuser strukturell unterfinanziert sind. 500 Millionen Euro investierte das Land 2014 in die Infrastruktur und Technik seiner Kliniken. Der tatsächliche Investitionsbedarf aber liegt jährlich bei 1,5 Milliarden Euro. Im Ergebnis beträgt die Förderlücke damit 1 Milliarde Euro. Auch aus dem Rheinland haben viele Krankenhäusern an der Studie bei einer Gesamtbeteiligung von 93 Prozent der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen teilgenommen. Ihr jährlicher Investitionsbedarf beläuft sich auf 710 Millionen Euro. Doch nur 253 Millionen Euro Fördermittel des Landes standen 2014 bereit.

Die LVR-Dezernentin betont, dass die LVR-Kliniken schon dringende Investitionen in Gebäude und die Modernisierung der bestehenden Einrichtungen aufschieben oder aus anderen Töpfen bezahlen müssen. Ein Bau- und Modernisierungsprogramm in Höhe von 492 Millionen Euro hatte die politische Vertretung des Landschaftverbandes Rheinland, die Landschaftversammlung Rheinland, im Jahr 2010 beschlossen, um den Investitionsstau überwiegend aus eigener Kraft zu stemmen. „Die Ressourcen fehlen dann an anderer Stelle, wo sie einen unmittelbaren Nutzen für Mitarbeitende und Patientinnen sowie Patienten hätten“, so Martina Wenzel-Jankowski, verantwortlich für die LVR-Verbundzentrale, zuständig für rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zehn LVR-Kliniken.
Krankenhäuser sind ein Standortfaktor

Das Investitionsbarometer NRW zeigt zudem, dass Krankenhäuser nicht nur die flächendeckende medizinische Versorgung sicherstellen. Sie leisten auch einen erheblichen Beitrag zum kommunalen Steueraufkommen. 191 Millionen Euro flossen durch die laufenden Klinikbetriebe im Rheinland 2014 in kommunale Haushalte. 2,1 Prozent der kommunalen Bruttowertschöpfung fanden in den Krankenhäusern statt. Als Arbeitgeber übernehmen sie zugleich Verantwortung für rund 11.000 Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter – in den zehn LVR-Kliniken. Insgesamt werden 616 Auszubildende in den psychiatrischen Krankenhäusern und der Klinik für Orthopädie ausgebildet.
Bündnis nimmt NRW in die Pflicht

Die LVR-Klinken als Mitglieder des „Bündnisses für gesunde Krankenhäuser“ richten ihren dringenden Appell an das Land NRW, die Finanzierungsmittel zur Deckung der notwendigen Investitionskosten zur Verfügung zu stellen. Dabei verweisen sie auf das 1972 eingeführte Krankenhausfinanzierungsgesetz, das den Ländern gesetzlich die Verantwortung für die Investitionsförderung zuschreibt: „Wir wollen, dass die Menschen auch in 20 Jahren noch vom medizinischen Fortschritt profitieren – unabhängig von ihrem Einkommen, Alter oder Wohnort“, erklärt Martina Wenzel-Jankowski. „Deshalb muss Gesundheit auch in Zukunft eine Gemeinschaftsaufgabe bleiben. Das Land sollte seinem gesetzlichen Auftrag gerecht werden.“

zum LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 18.000 Beschäftigten für die 9,4 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten Politikerinnen und Politiker aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

Titelfoto: LVR Klinik in Essen (Foto: LVR)

(ü. Pm.)