¿Donde son estas serranas? – Mysterious Songs of Love and Beauty

Konzert im Schloss Borbeck am Freitag, 15. September, um 19 Uhr im Schloß Borbeck. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 17 Euro.

Der Weltklasse Lautenist Lee Santana trifft auf den preisgekrönten Jazzgitarristen Andreas Wahl, Alte Musik trifft Jazz, Viola da Gamba trifft E-Gitarre. Die Musik Spaniens im 16. Jahrhundert ist Anknüpfungspunkt für neue Werke der Komponisten Lee Santana und Andreas Wahl. Sie werden dabei kongenial begleitet von Marthe Perl auf der Viola da Gamba, während die Sopranistin Antje Rux mit ihrer virtuosen Stimme noch einen weiteren Klangraum eröffnet. Zwei Meister der Improvisation aus dem 16. Jahrhundert, der Vihuela-Spieler Enriquez de Valderrábano (um 1500 bis 1557) sowie der Gambist Diego Ortiz (um 1510 bis 1570), stehen dabei im Mittelpunkt der musikalischen Grenzüberschreitung.

Das Ensemble

Marthe Perl kommt aus einer Musikerfamilie und ist sozusagen auf Konzertourneen groß geworden. Sie ist Gambistin wie ihre Mutter Hille Perl, ihr Vater ist der Lautenist Lee Santana. Obwohl sie anfänglich nicht Musikerin werden wollte, hat sie das Instrument Viola da Gamba dann doch gefangen genommen. Marthe Perl studierte an der Hochschule für Musik in Bremen und veröffentlichte mehrere Tonträger. Neben den Auftritten mit ihren Eltern spielt sie auch mit dem Ensemble La Ninfea. Sie lebt in Hamburg.

Antje Rux studierte Gesang an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar und war 2013 Stipendiatin der „Alfred-Toepfer Stiftung“. Ihre Karriere startete sie in Opernproduktionen in Paris, Weimar, Taranto, Gotha und Brüssel. Mit Monteverdis Orfeo gastierte sie 2014 bis 2016 mit dem Freiburger Barockconsort, Sasha Waltz & guests und Vocalconsort Berlin in Amsterdam, Luxemburg, Lille und der Staatsoper Berlin. Ihr umfangreiches Konzertrepertoire umfasst Werke vom Frühbarock bis ins 20. Jahrhundert, darunter Händels Messias, die großen Oratorien Bachs, Mozarts Requiem, Mendelssohns Paulus und Saint-Saëns Oratorio de Noël. Antje Rux gastierte bei mehreren Festivals, dabei arbeitete sie unter dem Dirigat von Georg Christoph Biller, Titus Engel, Antonello Manacorda, Achim Zimmermann, Siegfried Pank, Robert Göstl u.a.

Lee Santana lebt seit 1984 in Deutschland. Der amerikanische Musiker studierte am Emerson College in Boston historische Aufführungspraxis und Alte Musik. In Deutschland traf er auf die Gambenistin Hille Perl. Das Ehepaar gründete die Formation Los Otros, welche bald die Bühnen zahlreicher Festivals eroberte. Lee Santana konzertiert mit vielen namhaften Ensembles, unter anderen mit dem Freiburger Barockorchester sowie mit dem Harp Consort – aber auch mit dem Blockflötisten Maurice Steger ist er immer wieder zu hören. Mit seiner Tochter Marthe Perl steht er im Schloss Borbeck das erste Mal auf der Bühne.

Andreas Wahl lebt seit 1989 im Ruhrgebiet. Er erhielt zahlreiche Förderpreise, darunter Westfalenjazz, Jazzwerkruhr, International Songwriting Competition und viele mehr. CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie Auftritte und Tourneen im In- und Ausland mit Bands und Projekten der improvisierten Musik und des zeitgenössischen Jazz zählen ebenfalls zu Wahls Vita. So war er Teil des Zodiak Trio, der WDR Bigband und vielen mehr.
Andreas Wahl ist Dozent für Jazz-Gitarre an der Hochschule für Künste Bremen und am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.

Noa Noa – oder das gemalte Paradies. Eine musikalisch-literarische Reise

Bei seiner ersten Reise nach Tahiti (1891–1893) schreibt der französische Maler Paul Gauguin (1848–1903) ein schwärmerisches Tagebuch. Er gibt seinen romantischen Schriften den Titel „Noa Noa“ – „duftende Erde“. Der Maler versucht die Flucht aus der europäischen Zivilisation, wo ihm alles artifiziell und konventionell vorkommt, in eine erhoffte paradiesische Ursprünglichkeit der Südsee. Seine Gemälde aus dieser Zeit eröffnen der Kunst neue Wege. Sein Tagebuch gibt besondere Einblicke in Gauguins Illusionen vom „göttlich Primitiven“ und die feinen „Risse“ im paradiesischen Leben.

„Als Gauguin in Tahiti eintraf, war er bewaffnet mit einer Flinte, einem Waldhorn, zwei Mandolinen und einer Gitarre, voller Illusionen über die Möglichkeiten des glücklich-einfachen Lebens und voller Zuversicht…“ (Danielsson)

Kompositionen für zwei Gitarren zu Gauguins Bildern aus Tahiti umrahmen die literarische Reise, auf die sich Jörg Mascherrek, Rezitate, und Judith und Volker Niehusmann, Gitarre, am Freitagabend im Residenzsaal des Schloß Borbeck begeben.

Rezitator Jörg Mascharrek arbeitet derzeit im Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg. Er hat zahlreiche Programme, unter anderem zu Dario Fo, Erich Kästner, Patrick Süßkind und Rainer Maria Rilke, erarbeitet und präsentiert. Die Qualität des Niehusmann Gitarren-Duos belegen unter anderem CD-Aufnahmen bei Naxos.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schöne Aussichten – Paradiese und Utopien“ der Essener Kultureinrichtungen.

Freitag, 23. Juni, 19 Uhr, im Schloß Borbeck. Residenzsaal. Der Eintritt kostet 10 Euro.

(ü. Pm.)

„Noa Noa – oder das gemalte Paradies“

Einladung zur musikalischen Lesung am Freitag, 23. Juni, um 19 Uhr ins Schloß Borbeck. Zu Gast sind der Rezitator Jörg Mascherrek und das Niehusmann Gitarren-Duo mit Judith und Volker Niehusmann.

Unter dem Titel „Noa Noa – oder das gemalte Paradies“ entführen sie auf den Spuren des französischen Malers Paul Gaugin auf eine Reise nach Tahiti – in Anlehnung an das schwärmerische Tagebuch des Malers.

Gaugin versuchte eine Flucht aus Europa, wo ihm alles artifiziell und konventionell vorkam in eine paradiesische Ursprünglichkeit der Südsee. Seine Gemälde aus dieser Zeit eröffnen der Kunst neue Wege. Sein Tagebuch gibt Einblicke in Gaugins Illusionen vom „göttlich Primitiven“ und die feinen „Risse“ im paradiesischen Leben.

Karten zu dieser musikalisch-literarischen Reise gibt es ab sofort im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, Tel. (0201) 88 44 219.

Drei Konzerte aus den Bereichen Alte Musik und Jazz im Schloß Borbeck

Den Auftakt macht das Folkwang Kammerorchester am Freitag, 28. April, um 19 Uhr. Unter Leitung des international renommierten Barockgeigers Gottfried von der Goltz ist das Essener Kammerorchester zu Gast im Schloss. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach und seinem ältesten Sohn Wilhelm Friedemann. Am Cembalo begleitet wird das Konzert von Christian Rieger, Professor für Cembalo sowie Ensembleleitung Alte Musik an der Folkwang Universität der Künste Essen.

Am Freitag, 5. Mai, um 19 Uhr gibt es einen Jazzabend im Schloß Borbeck ganz um Thelonious-Sphere Monk (1917-1982), der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Trompeter Flavio Zanuttini, Altist Felix Carlos Fritsche sowie Florian Walter an Bassklarinette und Baritonsaxofon erzeugen Bläsersätze, die wie ein hochenergetischer Block Intensität und Spannung zeugen. Simon Camatta setzt am Schlagzeug Akzente und treibt einen lässigen Swing in bestem Monkschen Sinne auf den Siedepunkt. Gewürzt wird der Abend mit Erzählungen aus dem Leben dieses Musikers.

Am Freitag, 12. Mai, um 19 Uhr gastiert einer der weltweit besten Lautenisten im Schloß Borbeck: Hopkinson Smith. Er nähert sich dem Universum Laute mit einer Musikalität, die weit über die scheinbar begrenze Stimme seines Instrumentes hinausgeht. Unter dem Titel „Mad Dog: Die elisabethanische Laute“ widmet er den Abend drei Komponisten: John Dowland, John Johnson und Anthony Holborne.

Karten zu allen drei Konzerten gibt es ab sofort im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, Tel. (0201) 88 44 219.

 

 

 

 

 

 

 

 

„60 Jahre Römische Verträge“ und WDR Big Band im Schloß Borbeck

Am Freitag, 24. März, um 19 Uhr gibt es im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, 45355 Essen, ein Symposium zum Thema: „60 Jahre Römische Verträge: und nun?“

Lange wurde die Vorstellung „einer immer engeren Union“ von der großen Begeisterung ihrer Anhänger getragen. An ihrem 60. Jahrestag sieht sich Europa  in einer bis dahin nicht gekannten Lage. Nach langer positiver Entwicklung scheint die traditionsreiche Kompromissfindung kein Erfolgsmodell mehr zu sein. Was wird nun geschehen? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Ansgar Belke, Professor für Makroökonomik an der Universität Duisburg-Essen sowie Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft (IBES), Jean Monnet Professor, der französische Generalkonsul in Düsseldorf, Vincent Muller, sowie Prof. Dr. Wolfgang Schmale, Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien in ihren jeweiligen Impulsbeiträgen nach, moderiert von Dr. Frank Hoffmann vom Institut für Deutschlandforschung an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Referenten.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung der Lions Clubs Lyon Doyen, Essen-Assindia, Milano Host und Erfurt-Thuringia, in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum Essen und in Kooperation mit Schloß Borbeck ist frei. Eine Anmeldung ist dringend erforderlich unter: Tel. 0201/77 63 89 im Deutsch-Französisches Kulturzentrum Essen e.V.

Nur eine Woche später, am Freitag, 31. März, ebenfalls um 19 Uhr gastiert die WDR Big Band im Schloß Borbeck. In ihrem neuen Programm „Monk @ 100“ huldigen die WDR Big Band Köln und der Amerikaner Chris Byars (Saxofon, Arrangement und Leitung) mit Thelonious Monk einem der Protagonisten des Bebop, einem innovativen Pianisten und nicht zuletzt einem wagemutigen Komponisten, der 2017 seinen 100. Geburtstag feiern würde.

Byars hat dazu einige wegweisende Kompositionen Monks „entkernt“ und in ihre Einzelteile zerlegt. In einem zweiten Schritt hat Chris Byars die Teile zu einem Big-Band–kompatiblen und andersartigen Mosaik neu zusammengesetzt – ohne dabei den Kern der Originalkomposition aus den Augen zu verlieren.

Karten zu diesem Konzert gibt es ab sofort im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, 45355 Essen, zum Preis von 25 €, erm. 20 €, unter Tel. (0201) 88 44 219.

(ü. Pm.)

„Aufbruch: Vom Impressionismus zur Neuen Musik“ – Best of NRW – Konzert im Schloß Borbeck

Im Rahmen der Konzertreihe „Best of NRW“ werden Sergey Dogadin, Violine, und Gleb Koroleff, Klavier, am Freitag, 3. März, im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, um 19 Uhr ein Konzert mit dem Titel „Aufbruch: Vom Impressionismus zur Neuen Musik“ geben. Der Eintritt kostet 17 Euro und ermäßigt 14 Euro.

Auf dem Programm stehen in der ersten Hälfte des Konzerts Werke zweier außer-ordentlichen Vertreter französischer Musik, welche zwei Generationen spiegeln.

Die 1. Sonate für Violine und Klavier von Maurice Ravel (1875 bis 1937), auch „Posthume“ genannt, die 1897 entstand, und die Sonate A-Dur, ebenfalls für Violine und Klavier, von César Franck (1822 bis 1890), die 11 Jahre früher, 1886, veröffentlicht wurde, zeigt Schüler und Lehrer, sozusagen im direkten „Sonatenvergleich“. Sie sind sich näher als es Maurice Ravel, dem Neuerer der französischen Musik, lieb gewesen wäre. Doch dieser „Sonatenvergleich“ spiegelt mehr als nur einen Generationenkonflikt: Es geht um das Erfinden einer eigenständigen französischen Musik. Doch welcher Weg führt dahin?

In der zweiten Hälfte übernimmt mit Igor Strawinsky (1882 bis 1971) ein Wegbereiter der Neuen Musik das musikalische Zepter, bis er von dem zeitgenössischen russischen Komponisten Alexander Rosenblatt, geb.1956, abgelöst wird. Ein virtuoser Abend vom „Impressionismus zur Neuen Musik“, an dem französische, russische und spanische Einflüsse auf die Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts hörbar werden.

Die Musiker

Sergey Dogadin, geboren 1988 in Sankt Petersburg, gewann internationale Wettbewerbe, so etwa den „Internationalen Andrea Postaccini Violinwettbewerb“ (1. Preis, Sonderpreis und Grand Prix in Italien, 2002), den ersten Preis beim „Niccolò Paganini International Violin Competition“ 2005, den zweiten Preis und die Silbermedaille sowie den Publikumspreis beim XIV. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und Sankt Petersburg 2011″ und den 1. Preis beim Internationalen Violin Wettbewerb „Joseph Joachim“ Hannover 2015. Dogadin spielte dabei mit so namhaften Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester der Russischen Föderation und den Sankt Petersburger Philharmonikern. Gleb Koroleff, geboren 1988 in Riga, konzertiert im In- und Ausland. Er trat unter anderem bei Festivals in den USA, in Israel, Russland, Polen, in der Türkei sowie in Lettland auf und spielte Konzerte in Japan, Kanada, Argentinien, Belgien, Frankreich, Italien, Litauen und der Ukraine. Er machte Rundfunkaufnahmen für Latvijas Radio Klassik und den Bayerischen Rundfunk und ist erster Preisträger bei Wettbewerben in Verona/ Italien und München. Er wird von der „Internationalen Vladimir Spivakov Stiftung“, der „Russischen Nationalkunst Stiftung“ und der „Yehudi Menuhin Stiftung“ gefördert.

Beide Musiker gastieren das erste Mal im Rahmen der Best of NRW Reihe im Schloß Borbeck.

Eine Kooperation mit „Best of NRW“, der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung, dem WDR, der Eibach Stiftung, den Walzwerken Einsal GmbH, der Stiftung Mercator und der Artur und Lieselotte Dumcke Stiftung.

Sesam Bratschen Quartett – „Bratsche 4“

Am Freitag, 27. Januar, findet um 19 Uhr ein Bratschen-Konzert im Residenzsaal im Schloss Borbeck statt. Der Eintritt kostet 17 Euro, ermäßigte Karten kosten 14 Euro.

Das Sesam Bratschen Quartett zeigt, wie charaktervoll das Instrument in Wirklichkeit ist. Von Adaptionen wie Telemanns „Konzert in C- Dur“, das ursprünglich für vier Violinen geschrieben wurde, über raffinierte Bachinterpretationen nach modernem Arrangement eines Ichiro Nodaira bis hin zu den romantischen und dramatischen Werken eines Franz Schubert und eines York Bowen spannen sie ihr Programm im Schloss Borbeck. Zu den Höhepunkten des Abends gehören vor allem die zeitgenössischen Originalkompositionen für vier Bratschen, wie die des irischen Komponisten Garth Knox und des englischen Musikers Geoff Walker.

Das Sesam Bratschen Quartett hat sich aus den Mitgliedern der Essener Philharmoniker gebildet und sind zum ersten Mal Gäste im Schloss Borbeck:

  • Niklas Schwarz,
  • Sebastian Bürger,
  • Magdalena Härtl,
  • Seul-Ki Ha

Eine Kooperation mit der Theater und Philharmonie Essen.

Zum Instrument

Lange stand die Bratsche im Schatten von Violine und Violoncello bis sie schließlich im 19. Jahrhundert als Soloinstrument entdeckt wurde. Carl Maria von Weber war einer der ersten, der sie eindrucksvoll als Soloinstrument 1821 in seiner romantischen Oper Freischütz einsetzte. Innerhalb des Orchesters sowie im Rahmen der Kammermusik ist sie inzwischen nicht mehr weg zu denken, zugleich präsentiert das Instrument seine Vielseitigkeit in der Popmusik und der Folklore. „Die Bratsche kann alles. Sie hat jenen warmen, dunklen Ton, der die brillante Farbe der Violinen mit der Tiefe der Bässe versöhnt. Sie ist meine innere Stimme.“ So der bekannte Bratschist und Professor für Bratsche Nils Mönkemeyer. „Eine Bratsche kann alles“ – aber vier Bratschen, was können sie?

Jazz-Konzert mit dem „Omer Klein Trio“

Omer Klein am Klavier, Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler am Schlagzeug – das ist das „Omer Klein Trio“, das am Freitag, 18. November, im Schloß Borbeck gastiert.

Der israelische Pianist und Komponist Omer Klein wurde als Instrumentalist des Jahres für den ECHO-Jazzpreis 2016 nominiert. 2015 gewann er den renommierten German Award NRW Förderpreis.

Er studierte an der New England Conservatory in Boston mit Danilo Perez und setzte seine Studien in New York unter Fred Hersch fort. In New York wurde Omer Klein schnell zu einem gefragten Mitglied der NYC-Jazz Szene. Er hat sechs Alben herausgegeben. Seit seinem letzten Album „Fearless Friday“ tourt er mit seinem Trio durch die Welt. Ihre Musik ist vom Modern Jazz und orientalischen Klängen beeinflusst.

Der international bekannte Bassist Haggai-Cohen-Milo stammt ebenfalls aus Israel, und studierte wie Omer Klein am New England Conservatory in Boston. Heggai-Cohen-Milo arbeitet interdisziplinär. Neben Jazzkompositionen entwickelt er auch Musik für Tanz-und Theaterstücke, so zuletzt an der Oper in München.

Die Neuentdeckung am Schlagzeug, Amir Bresler, machte schon als 20-jähriger auf sich aufmerksam, als er das jüngste Bandmitglied des Star-Bassisten Avishai Cohen wurde. Das Trio ist regelmäßig Gast namhafter Jazzfestivals, wie Jazz àL‘ Etage in Frankreich oder bei den Leverkusener Jazztagen. Ihre Konzerte wurden vom NDR aufgezeichnet.

Am Freitag, 18. November, um 19 Uhr im Schloß Borbeck, Residenzsaal. Der Eintritt kostet 20, ermäßigt 17 Euro.

(ü. Pm.)

Charles Bukowski und die Liebe zur klassischen Kunst

„Auf Messers Schneide“: Das Niehusmann Gitarrenduo und Jörg Mascherrek präsentieren Charles Bukowski und die Liebe zur klassischen Kunst

Stories und Gedichte eines Unangepassten: Der in den Buchläden der USA meistgeklaute Autor Charles Bukowski wurde 1920 im deutschen Andernach geboren. Bukowski gilt vielen als Underdog und Gegenentwurf zum etablierten Kulturleben. „I am a classical music freak“ verkündet Bukowski in „Wie man die Oberlehrer los wird“ (Bone Palace Ballet, Seite 195). Doch Bukowski war kein Musiker und sein Schreiben ist vom Musikalischen weit entfernt. Aber es gibt in Bukowskis Werk unbestreitbar eine Musikalität: Man findet annähernd 500 Hinweise auf die Werke von mehr als 60 klassischen Komponisten, darüber hinaus Hinweise und Anmerkungen zu Dichterkollegen von Dante bis Miller. Es ist dieser riesige Zwischentext, der den Rahmen dieses Programms aufstellt.

Rezitator Jörg Mascherrek, langjähriger Leiter der Abteilung Geistes- und Sozialwissenschaften an der Volkshochschule Duisburg, arbeitet derzeit am Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg. Er hat zahlreiche Programme, unter anderem zu Dario Fo, Erich Kästner, Patrick Süßkind, Rainer Maria Rilke, Nikolai Gogol, Madame de Stael und Eric-Emanuel Schmitt erarbeitet und präsentiert.

Das Niehusmann Gitarren Duo mit Judith und Volker Niehusmann bietet dazu Musik von Bach, Vivaldi, Mozart, Händel, Borodin und Weiteren. Das Musikerpaar hat ein musikalisches Repertoire von frühen Lautenstücken der Renaissance über zentrale Werke der Gitarren-Klassik und der spanischen Romantik bis zu den Gitarrenwerken des 20. Jahrhunderts. Konzertreisen führten sie in den Libanon, nach Frankreich, Österreich, in die Schweiz und die USA. CD-Aufnahmen (NAXOS) belegen die Qualität dieses Duos. Unter den mehrfachen Auszeichnungen ist neben anderen auch der Kulturpreis der Stadt Essen. Volker Niehusmann leitet die Gitarrenklasse der Folkwang Universität Essen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Keine Atempause. Bewegungen und Subkulturen“ der Essener Kultureinrichtungen.

Sonntag, 6. November, um 17 Uhr im Schloß Borbeck. Der Eintritt kostet 10 Euro.

(ü. Pm.)

„WDR Big Band – Diary of a Band“ Fotografien von Ines Kaiser

Nicht nur die WDR Big Band, sondern auch zahlreiche andere Jazz-Stars traf Ines Kaiser vor und hinter der Bühne während der WDR Big Band Auftritte, die sie seit 20 Jahren dokumentiert. Entstanden ist ein Stück Zeitgeschichte des Jazz, das Tagebuch einer begeisterten Jazzliebhaberin und Fotografin.

Die Fotografien sind nach der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 27. Oktober, um 17 Uhr, bis zum 1. Oktober 2017 dienstags bis sonntags von 14 bis 18 im Foyer des Residenzsaales zu sehen. Der Eintritt ist frei. Kurator der Ausstellung ist Peter Stohrer.

Zur Künstlerin:
Ines Kaiser besuchte die Bikla Fotoschule Köln und war Schülerin des berühmten Nachkriegsfotografen Chargesheimer. Sie fühlte sich von Anfang an zur Jazzmusik hingezogen und kam auf Empfehlung des Tonmeisters und Produzenten Wolfgang Hirschmann 1996 als Fotografin zur WDR Big Band, deren Fotoarchiv sie bis heute betreut. Neben ihrer 20-jährigen Dokumentation der Band-Auftritte vor und hinter den Kulissen arbeitete sie für zahlreiche Printmedien und Fernsehproduktionen.

(ü. Pm.)

 

Jazz mit Michel Portal und Trio „Classique“ im Schloss Borbeck

„Jazz ist vor allem das Land der unbekannten, extremen Gefühle“, so der berühmte Jazz-Saxophonist Michel Portal. Bereits im vergangenen Jahr war Portal zu Gast im Schloss Borbeck, nun kommt die Koryphäe des Jazz erneut ins Schloss.

Dieses Mal mit einem schon als legendär zu bezeichnenden Trio: dem Schlagzeuger Daniel Humair und dem Bassisten Bruno Chevillon, einem der renommiertesten französischen Bassisten der Gegenwart und wahren Lyriker am Kontrabass.

Michel Portal, geboren 1935 in Bayonne, Frankreich, absolvierte eine klassische Ausbildung als Klarinettist am Pariser Konservatorium, das er mit dem Ersten Preis 1956 abschloss. Seitdem widmete er sich der klassischen und zeitgenössischen Musik gleichermaßen. Er war Mitglied im avantgardistischen Musique Vivantes, widmete sich aber auch der populären Musik als musikalischer Begleiter von beispielsweise Edith Piaf. Später fokussierte er sich auf den Free Jazz und spielte mit so vielseitigen und international renommierten Jazzmusikern, wie Jef Gilson, Jean-Luc Ponty, Dieter Kühn, Anthony Brexton, Dave Liebman oder Vernon Reid, um nur einige wenige zu nennen.

Mit seinen langjährigen Mitstreitern des Trio „Classique“ kultiviert Portal ein auf Virtuosität und beschwingten Spielwitz basierendes Interplay, das sich über die Jahre zu einer „telepathisch funktionierenden Triosprache“ verdichtet hat. Das Trio pflegt eine Musik ganz im Zeichen der Suche nach der Essenz der Improvisation und des offenen musikalischen Gesprächs – und sprüht dabei vor Einfallsreichtum. Das Trio „Classique“ bietet einen dieser besonderen Momente, die jeder Musikbegeisterte erleben sollte – nicht nur Jazzliebhaber.

Freitag, 9. September, um 19 Uhr, Residenzsaal. Der Eintritt kostet 25 Euro, ermäßigt 20 Euro.

(ü. Pm.)

Kammerkonzert in Gedenken an die Opfer vom 11. September 2001

Am 11. September 2016 ist es fünfzehn Jahre her, dass die Terroranschläge in den USA die Welt erschütterten. In ihrem 1. Kammerkonzert, das genau an jenem Sonntag um 11 Uhr auf Schloß Borbeck stattfindet und unter der Schirmherrschaft von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen steht, gedenken die Essener Philharmoniker dieses Datums. Der jüdisch-österreichische Komponist Hans Gál musste 1938 nach England fliehen. Sein Trio für Oboe, Violine und Viola, op. 94  ist der subtile künstlerische Umgang mit dem persönlichen Leid. David Ludwig schrieb „The Catherine Wheel“ unter dem Einfluss von „9/11“ und verarbeitet diese kollektive Tragödie auf berührende Art. Als nicht einmal 20-Jähriger schrieb Benjamin Britten sein „Phantasy Quartet“ und nahm damit Bezug auf die elisabethanische Musikform der „Phantasy“. In genau dieses Zeitalter führen auch Gordon Jacobs sechs Streichtrios mit dem Titel „Shakespearian Sketches“. Hoffnungsvoller Schlusspunkt ist das lichte Oboenquartett, op. 61 von Jacobs Schüler Malcolm Arnold. Es musiziert das Ensemble Più.

Karten (Einheitspreis: € 16,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

Titelfoto: Das Ensemble Più (Foto: Mario Perricone).

(ü. Pm.)