Kettwiger Straße in Essen auf Platz 36 der meistfrequentierten Einkaufsstraßen in Deutschland

Der Dortmunder Westenhellweg zählt zu den Top Ten der meistbesuchten Einkaufsstraßen in Deutschland.

Das geht aus einer Zählung des Immobilienunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) hervor. Am Samstag, 6. Mai, wurden bundesweit und zeitgleich in 170 Einkaufsstraßen die Passantenzahlen erhoben. Mit einem Durchschnittswert von 8.750 Passanten pro Stunde liegt Dortmund bundesweit auf Platz neun und auf Rang drei im NRW-Vergleich.
Die zweithöchste Passantenfrequenz in der Metropole Ruhr wurde auf der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen gemessen – mit 6.995 Menschen pro Stunde. Damit liegt die Stadt im NRW-Ranking auf Platz sechs, im Bundesvergleich auf Platz 22. Es folgen im Ruhrgebiet die Kettwiger Straße in Essen mit 5.825 Passanten (NRW: Rang neun, Deutschland: Rang 36) und die Bochumer Kortumstraße mit 3.910 Passanten (Platz 15 bzw. 82).
Auf Platz eins der frequenzstärksten Einkaufsstraßen liegt die Frankfurter Zeil mit 14.875 gezählten Besuchern pro Stunde.

(ü. Pm., idr)

Gelsenkirchen punktet mit Erdmännchen

Dicht umlagert war am vergangenen Wochenende der Gelsenkirchener Stand auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin. Nach dem Start der Messe fürs Fachpublikum Mitte der Woche konnten sich nun am Samstag und Sonntag die normalen Besucherinnen und Besucher über Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet informieren.

„Die Besucher der Messe wollten sehr viel über Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet wissen. Wie das Ruhrgebiet auf dem Wasser oder per Fahrrad zu erkunden ist, wo lang die Route der Industriekultur verläuft, welche Fußball-Stadien im Ruhrgebiet zu besichtigen sind, welche Schlösser es gibt, welche die Freizeitparks und wo die besten Shopping-Möglichkeiten existieren?“, so Michael Rüther, von der städtischen Öffentlichkeitsarbeit, der die Stadt und Region gemeinsam mit seiner Kollegin Iris Jokschat und Vertretern aus Essen, Oberhausen, Duisburg, Dortmund sowie Bochum am Gemeinschaftsstand der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) repräsentierte.

Rüther: „Das Highlight war am Gemeinschaftsstand der RTG zweifelsfrei das Erdmännchen der ZOOM Erlebniswelt. Viele Messe-Besucher konnten über das Erdmännchen davon überzeugt werden, vielleicht doch einmal nach Gelsenkirchen zu kommen“. Die meisten Interessenten kamen naturgemäß aus Berlin, aber auch potenzielle Urlauber aus Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern seien sehr an einem Besuch in Gelsenkirchen interessiert gewesen. So sehr, dass bereits Sonntagmittag Erdmännchen samt Freikarte vergriffen waren. „Berlin war eine Reise wert“, so der Michael Rüther abschließend über den Erfolg des Gelsenkirchener Auftritts.

Titelfoto: Heiß begehrt und dicht umlagert: Michael Rüther auf der ITB mit der Gelsenkirchener Tourismusbroschüre. Foto: Stadt Gelsenkirchen

(ü. Pm.)

Gelsenkirchen legt nach – Rechnungen für Kosten der Unterkunft von Flüchtlingen gehen auch an Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen

Mit der Bitte, aus ersparten Hilfsmitteln des Bundes für die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt in Gelsenkirchen entstandene Kosten von rund 575.000 Euro auszugleichen, hatte sich Oberbürgermeister Frank Baranowski in den vergangenen Tagen an die Ministerpräsidenten der beiden Länder gewandt. Jetzt gehen weitere Rechnungen an die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Auch aus diesen Bundesländern sind zahlreiche anerkannte Asylbewerber und Schutzberechtigte nach Gelsenkirchen gekommen und haben hier ihren Wohnsitz genommen.

Damit erübrigt sich auch die Reaktion des Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke, der sich in einer Pressemitteilung verwundert zeigte, dass bis heute kein Schreiben des Oberbürgermeisters mit einer Rechnung für die Unterbringung von Flüchtlingen, die ursprünglich Mecklenburg-Vorpommern zugewiesen wurden, dann aber nach Gelsenkirchen gekommen sind, an dieses Bundesland geschickt wurde.

Frank Baranowski: „Ich kann Herrn Wittke beruhigen. Die Kostenermittlung in diesen drei  Fällen war etwas schwieriger als im Falle Sachsen und Sachsen-Anhalt, sie ist aber auf den Weg gebracht und inzwischen abgeschlossen.“

Die Stadt Gelsenkirchen hat die Zahlen für diese Länder ermittelt und stellt dem Land Brandenburg für 166 Personen 276.530 Euro, dem Land Mecklenburg-Vorpommern für 477 Personen 768.745 Euro und dem Land Thüringen für 169 Personen 272.364 Euro in Rechnung. Diese Beträge hat die Stadt Gelsenkirchen 2016 allein an Kosten der Unterkunft für zusammen 812 Personen ausgegeben, die eigentlich den genannten Ländern zugeteilt worden waren.

Mit den Schreiben an weitere Bundesländer stellt die Stadt nun ihre Kosten für die Menschen in Rechnung, bei denen nachvollziehbar war, dass sie anderen Ländern zugewiesen waren. Diese Bundesländer haben für die Unterbringung von Flüchtlingen Geld vom Bund erhalten. Die Menschen haben aber gar nicht dort gelebt und somit auch nicht den Haushalt belastet haben. Die Stadt Gelsenkirchen zählt hier auf die Solidarität der Landesregierungen. Es kann und darf nicht sein, dass zweckgebundene Kostenerstattungen vereinnahmt werden, für die es keine Basis gibt!

Und auch bei der Frage der Weiterleitung der Integrationspauschale vom Bund über das Land an die Kommunen muss sich Oliver Wittke nicht um die Positionierung des Oberbürgermeisters sorgen. In Pressemitteilungen der Stadt im Juli und im September 2016 hat der Oberbürgermeister seine Haltung klar und deutlich öffentlich gemacht und seitdem mehrfach gegenüber den Vertretern der Landesregierung unmissverständlich vertreten. Zuletzt erst am vergangenen Freitag in einem Gespräch in Düsseldorf.

Hier ist die Haltung von Oberbürgermeister Frank Baranowski eindeutig: „Integration findet im Wesentlichen in den Kommunen statt. Ich erwarte nach wie vor eine gerechte Beteiligung an den Bundesmitteln, wie es etwa Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vormachen, wo die Bundesmittel zwischen Land und Kommunen aufgeteilt werden.“

Frank Baranowski unterstützt daher auch in vollem Umfang die Forderung des NRW-Städtetages, einen angemessenen Anteil der sogenannten Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen weiterzugeben und zusätzlich eigene Mittel für die Integration beizusteuern.

Viele wichtige Integrationsmaßnahmen, wie der Ausbau der Kinderbetreuung und der Schulen, lassen sich in Gelsenkirchen nur verwirklichen, wenn ihre Finanzierung auskömmlich geregelt wird.
(ü. Pm.)

Annäherung an Pablo Neruda – Rezitationsabend stellt chilenischen Literatur-Nobelpreisträger vor

Am Freitag, 24. Februar 2017, führt ein Rezitationsabend im Kulturraum „die flora“ (Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen) in Leben und Werk des chilenischen Dichters Pablo Neruda ein.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro (Ermäßigung für Schüler, Studierende, Auszubildende, GE-Passinhaber, Ehrenamtskarten-Inhaber). Begleitpersonen von Schwerbehinderten haben freien Eintritt. Veranstalter ist der Gelsenkirchener Schauspieler Markus Kiefer. Der Vorverkauf erfolgt in der Tourist-Info im Hans-Sachs-Haus, Reservierungen sind über die Telefonnummer 169-9105 möglich.

Die Gedichte des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda (1904-1973) sind weltbekannt. „Die Elementaren Oden“, entstanden zwischen 1954 und 1957, bilden einen wesentlichen Kernpunkt im Gesamtwerk des chilenischen Dichters. In seinen drei umfangreichen und zusammenhängenden Gedichtzyklen spricht er ausdrücklich von seiner chilenischen Heimat, von der Natur, der Geschichte und Kultur des südamerikanischen Kontinents, für den sich Pablo Neruda auch im politischen Kampf sein Leben lang einsetzte.

Markus Kiefer und Giampiero Piria stellen mit ei-ner Auswahl dieser suggestiven und identitätsstiftenden Texte einen Bezug zur eigenen Identität und Herkunft her und gestalten daraus einen eindringlich-poetischen Theaterabend. Sie rezitieren sowohl aus den „Elementaren Oden“ aus den 1950er Jahren als auch frühe Liebesgedichte von Pablo Neruda aus den 1920er Jahren – gefühlvoll begleitet von dem Gitarristen Wolfgang Bachmann.

(ü. Pm.)

 

Eine besondere Nikolaus-Vorstellung im MiR!

Am Nachmittag des 6. Dezember spielt das Musiktheater im Revier eine Vorstellung seiner Erfolgsproduktion „Schaf“ extra für Menschen aus Gelsenkirchen, die besonderer Aufmerksamkeit und Unterstützung bedürfen.
Ab 16 Uhr werden im Kleinen Haus sowohl die Familien der Gelsenkirchener Wellpappe-Belegschaft zu Gast sein, als auch die Manuel-Neuer-Kids-Foundation sowie Flüchtlingskinder aus verschiedenen Gelsenkirchener KiTas und Kinderheimen. Im Anschluss an die Vorstellung bietet das MiR im Foyer Kaffee, Punsch und Kuchen und wie man hört, wird für die kleinen Besucher auch der Nikolaus dazukommen.
Das Gelsenkirchener Wellpappe-Werk hatte überraschend im Oktober Insolvenz angemeldet und seine 96 Mitarbeiter per Brief über deren Freistellung informiert. Das letzte Gehalt wurde nicht
mehr ausgezahlt, obwohl noch bis zum Monatsende produziert worden war. Insolvenzgeld für drei Monate werden die Beschäftigten frühestens im neuen Jahr nach Eröffnung des Verfahrens bekommen können. De facto sind die 96 Mitarbeiter nach ihrer Freistellung noch beschäftigt, so dass auch kein Arbeitslosengeld beantragt werden kann.
Die Manuel-Neuer-Kids-Foundation hatte der bekannte deutsche Nationalspieler und Welt-Torhüter aus Gelsenkirchen im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Sie hat sich die Förderung von Kindern und
Jugendlichen zur Aufgabe gemacht, die vornehmlich aus sozial benachteiligten Familien kommen, vielfach auch aus Familien mit Migrationshintergrund.
Das Musiktheater im Revier freut sich am Nikolaustag auf 120 Gäste. „Schaf“, eine wunderschöne Geschichte für Alle ab 4 Jahre, ist erst kürzlich mit dem Gelsenkirchener Theaterpreis 2016
ausgezeichnet worden.

(ü. Pm.)

Im Dezember viel Neues im MiR!

Das Musiktheater im Revier präsentiert sich ab sofort mit einer NEUEN WEBSITE. Seit dem 1. Dezember ist die komplett überarbeitete Internet-Präsenz des Gelsenkirchener Opernhauses online.
Unter www.musiktheater-im-revier.de ist alles Wissenswerte rund um das MiR nun noch einfacher zu finden.
Vor etwa einem Jahr hatte die Kölner Agentur für Kommunikation „Büro 61“ ihre Arbeit aufgenommen und das neue Layout gestaltet. Das bekannte Erscheinungsbild in den Farben blau, weiß und orange sowie der MiR-Ball als Logo blieben erhalten, die Seite zeigt sich jetzt aber in moderner Optik. In den letzten Wochen wurde dann schließlich im MiR fieberhaft programmiert und die Seite mit Leben gefüllt: Ticketkauf, Pressebereich und Abendbesetzungen sind nun sehr viel leichter zu erreichen und auch die mobile Ansicht für Tablet oder Smartphone ist überaus benutzerfreundlich. Und die Seite ist natürlich um ein Vielfaches schneller als bisher.
Online bietet das MiR seit heute auch wieder seinen beliebten virtuellen ADVENTSKALENDER! Noch bis zum 24. Dezember können die Besucher von www.musiktheater-im-revier.de täglich ein Türchen öffnen und „tänzerische Spitzen-Präsente“, „Überraschungs-Telegramme am Bühneneingang“ oder „vergebliche Zündversuche einer feurigen Italienerin“ entdecken. Auch die MiR-Jugendtheater-Gruppe der Kulissenkatzen geht hinter einem der Türchen ungehemmt ihrer „weihnachtlichen Deko-Leidenschaft“ nach. Also unbedingt reinklicken!
Und wer noch ein passendes Geschenk für das Weihnachtsfest sucht, sollte sich den neuen MiR-WANDKALENDER mit wunderschönen Produktionsfotos aus den Kinder- und Jugendvorstellungen der letzten Spielzeiten nicht entgehen lassen. Ab sofort ist er für 14,95 € an der Theaterkasse im MiR erhältlich.

(ü. Pm.)

RVR stellt geplante Infrastrukturprojekte für Ausbau von Radwegen und Halden online

Der Regionalverband Ruhr (RVR) stellt auf einer neuen Seite im Internet zwölf touristische Infrastrukturprojekte vor, die im Rahmen des „Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW“ realisiert werden.

Einige Maßnahmen wie die Asphaltierung des Grünen Pfads in Duisburg/Oberhausen und der Erzbahntrasse in Gelsenkirchen/Herne werden bereits umgesetzt. Andere befinden sich in der Planungs- bzw. Qualifizierungsphase wie der Bau der Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen. Anhand der Internetseite und einer interaktiven Karte können Interessierte sich über die Maßnahme selbst, den Stand der Umsetzung, die Förderung und die Lage informieren. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Ausbau der Tourismusinfrastruktur unter anderem aus Mitteln der Bund-Länder Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Der RVR arbeitet in Abstimmung mit dem NRW-Wirtschaftsministerium und den Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster an der weiteren Verbesserung der regionalen Radwegeinfrastruktur im Ruhrgebiet. Ziel ist es, die Metropole Ruhr unter der neuen Dachmarke „Rad.Revier.Ruhr“ als Radreiseregion vom ADFC zertifizieren zu lassen. Neben dem weiteren Ausbau der Radwegeinfrastruktur und dem Aufbau eines Knotenpunktsystems nach niederländischem Vorbild sollen auch sechs ausgewählte Haldenstandortorten attraktiver durch Rast- oder Spielplätze gestaltet werden. Infos: www.rwp.rvr.ruhr

(ü. Pm., idr)

EU gibt Förderung für Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr frei

Die EU-Kommission hat die Förderung für die sogenannte Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr freigegeben.

Die Projektgesellschaft kann nun die Arbeiten am Projekt vorantreiben. Ziel ist es, die Fernwärmenetze im Ruhrgebiet zu verbinden und so die Wärmeversorgung langfristig klimafreundlicher, effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Die Freigabe umfasst eine Förderung von bis zu 100 Millionen Euro vom Land und bis zu 52 Millionen Euro von Bund.

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Fernwärmestrasse bei Gelsenkirchen

An der 2015 gegründeten Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH beteiligt sind die STEAG Fernwärme GmbH, Energieversorgung Oberhausen AG und Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH.

weitere Infos: www.fwsrr.de

(ü. Pm., idr, Fotos: fwsrr)

Ausbildungsprogramm für das Ruhrgebiet wird aufgestockt

Die RAG‐Stiftung und das NRW‐Arbeitsministerium weiten ihr gemeinsames Ausbildungsprogramm für das Ruhrgebiet aus. 80 neue Plätze an vier neuen Standorten – Marl, Bochum, Herne und Gelsenkirchen – werden eingerichtet. Dafür stellen die Partner je weitere 500.00 Euro pro Ausbildungsjahr für das Programm „Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten“ bereit. So werden Jugendliche, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, zunächst außerbetrieblich ausgebildet. Im Rahmen des Projekts sollen sie dann möglichst schnell in eine betriebliche Lehrstelle vermittelt werden. Die Jugendlichen durchlaufen bis dahin Praxisphasen in Kooperationsbetrieben und werden ansonsten in Bildungseinrichtungen auf die betriebliche Ausbildung vorbereitet. Im Unterricht erhalten sie u.a. Bewerbungstraining, Bildungslücken werden aufgearbeitet und kommunikative und soziale Kompetenzen gefördert. Die Teilnehmer können sich in unterschiedlichen Berufen ausbilden lassen, darunter KFZ-Mechatroniker, Tierpfleger, Tischler, Chemikant, Anlagenmechaniker, Friseur, Lagerist sowie zu Kaufleuten für Büromanagement. Das Programm „Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten“ wird seit 2008 vom Land NRW im Ruhrgebiet durchgeführt. Infos unter www.rag-stiftung.de

Gelsenkirchen begrünt Straßenbahngleise

Das neu ausgewiesene Grünflächen dem Klimaschutz gut tun, steht außer Frage. Bemerkenswert aber der Schritt der Stadt Gelsenkirchen und dem Schienenbetreiber Bogestra. Straßenbahngleisbetten werden begrünt.

Auf der Kurt-Schumacher-Straße gesellt sich zum Königsblau der Schalker Meile ein sattes Grün im Gleisbereich der Straßenbahnlinie 302. Insgesamt 2500 Quadratmeter Rasen werden zurzeit zwischen der Berliner Brücke sowie dem Ernst-Kuzorra-Platz verlegt.

Mit der gemeinsamen Maßnahme leisten die Stadt Gelsenkirchen und die BOGESTRA einen Beitrag zum Klimaschutz auf der Kurt-Schumacher-Straße. Nach einer Analyse der Situation hatte die Maßnahme Gleiskörperbegrünung zwischen Berliner Brücke und A 42 im öffentlichen Raum aufgrund ihres hohen Begrünungspotentials erste Priorität erhalten. Eine Umsetzung sollte bis Ende 2016 erfolgen.

Dazu stimmten sich die Partner entsprechend ab, so dass die BOGESTRA in den Sommerferien (9. Juli bis 5. August 2016) auf der Kurt-Schumacher-Straße ca. 1400 Meter Gleis erneuerte sowie mehr als 1500 Tonnen Gleisschotter ersetzte. Außerdem wurden fast 150 Schweißstellen bearbeitet. So konnte in den Herbstferien mit den Arbeiten zur Begrünung des Gleises begonnen werden. Abgeschlossen werden die Arbeiten in dieser Woche.

Rund 600 Quadratmeter Rasen waren am Montag, 24.10.2016, bereits verlegt.

Die 2500 Quadratmetern Rasen werden dabei auf eine Rasentragschicht mit einem Volumen von ca. 500 Kubikmetern gepflanzt. Zuvor waren ca. 1750 Meter Schienen-Kammerfüllelemente eingebaut worden. Neben der Stadt Gelsenkirchen und der BOGESTRA werden die Arbeiten bereits jetzt schon von den Gelsendiensten mitbegleitet.

Die Investitionen für den Bau des Rasengleises (Gleisbau auf der Kurt-Schumacher-Straße und Begrünungsbauarbeiten) betragen mehr als 800.000 Euro. Die Aufwendungen für den Gleiskörper hat die BOGESTRA übernommen. Die Begrünung wird von der Stadt Gelsenkirchen bezahlt. Ein Großteil davon wird durch Fördermittel erstattet.

(ü. Pm. Bogestra)

Gelsenkirchen: Feuer in Lagerraum einer Kita war vermutlich Brandstiftung

GE. Am Sonntagnachmittag kam es gegen 17 Uhr zu einem Brand in einem Lagerraum, der zur städtischen Kindertageseinrichtung an der Freiligrathstraße in Schalke-Nord gehört. Deutliche Einbruchspuren legen den Schluss nahe, dass es sich um Brandstiftung handelt. Da der Lagerraum verschlossen war, konnten der oder die Einbrecher aber nicht in den Kindergarten gelangen.
Als die Einsatzkräfte an der Freiligrathstraße eintrafen, drang bereits Rauch aus dem Dachbereich des eingeschossigen Gebäudes. Durch ein Fenster sahen die Einsatzkräfte direkt Feuerschein in dem Lagerraum. Sofort leiteten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung über das Fenster ein. Parallel musste der Hauptzugang der Kita mit Werkzeugen geöffnet werden, um die anderen Räume zu begehen. Das Feuer konnte sich nicht weiter ausbreiten. Es kam lediglich noch zu einer Verrauchung der angrenzenden Bereiche, diese konnten mit einem Lüfter beseitigt werden. Zur Sicherheit stellten die Fachleute der ELE Strom und Gas für das Gebäude ab. Nach gut 90 Minuten war der Einsatz für die Einsatzkräfte der Feuerwachen Altstadt und Buer mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug Erle-Nord beendet.
Bereits am gleichen Tage wurden die meisten Eltern und Mitarbeiterinnen der Einrichtung über den Vorfall informiert. Wie lange die Reinigungsarbeiten andauern, ist nicht absehbar. GeKita will die Kita aber so schnell wie möglich wieder öffnen. Sie bleibt auf jeden Fall morgen noch geschlossen. Solange sind die Kinder berufstätiger Eltern in der Kita Hubertusstraße (Über 2 Jahre) und der Kita Johannes-Rau-Allee (Unter 2) untergebracht. Die Kinder werden in den Einrichtungen durch das Personal der Freiligrathstraße betreut.
Auf der Internetseite von GeKita wird ebenfalls über die Schließung informiert. Sobald sich Änderungen ergeben, erfolgt eine neue Information.

(ü. Pm.)

Gelsenkirchen will medizinischen Versorgung von Zuwanderern aus Südosteuropa verbessern

Mittlerweile leben in Gelsenkirchen rund 6.000 Zuwanderer aus Südosteuropa, bei denen sich immer wieder Probleme bei der medizinischen Versorgung im Regelsystem ergeben, weil sie oft nicht krankenversichert sind. Niedrigschwellige Angebote wie beispielsweise die Sprechstunden im Gesundheitsamt reichen nicht aus, um die Versorgung der Menschen sicherzustellen.

Ziel ist es daher, die nichtversicherten Menschen aus Südosteuropa frühzeitig in das reguläre Krankenversicherungssystem zu integrieren. Hierzu soll die vom Land NRW geförderte Clearingstelle beitragen. Aufgabe der Clearingstelle ist es, zügig den Versicherungsstatus der Menschen zu klären und somit den Zugang zum regulären Gesundheitsversorgungssystem zu regeln. Die Clearingstelle steht grundsätzlich auch Nicht-EU-BürgerInnen offen.

Heute gab Ministerin Barbara Steffen den Startschuss zur Einrichtung der vom Land finanzierten Clearingstelle in Gelsenkirchen, die bei der Diakonie und der AWO angesiedelt ist.

Ministerin Barbara Steffens, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, erläuterte gemeinsam mit dem Gesundheitsdezernenten der Stadt Gelsenkirchen Herrn Luidger Wolterhoff sowie Gudrun Wischnewski, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt  – Unterbezirk Gelsenkirchen/ Bottrop und Heike Lorenz Einrichtungsleitung des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V., das Konzept des Modellprojektes.

Das Land fördert die Einrichtung der Gelsenkirchener Clearingstelle mit rund 480.000 € in den nächsten drei Jahren. Die Stadt Gelsenkirchen beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 120.000 €.

Die AWO und das Diakoniewerk führen das Projekt auch in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Gelsenkirchen durch, es besteht aus drei Mitarbeiterstellen.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Stadtsüden, wo besonders viele Menschen aus Südosteuropa leben.

Hier stellt sich die Situation für die Zugewanderten, die sich nicht im SGB II-Leistungs-bezug befinden, besonders schwierig dar. Das sind in Gelsenkirchen derzeit ca. 3.400 Personen. Deren gesundheitliche Grundversorgung ist in der Regel nicht gesichert. Erforderliche Behandlungen können nicht durchgeführt werden, bei Schuleingangsuntersuchungen, den Impfsprechstunden und den Sprechstunden der Familienhebammen festgestellte notwendige Gesundheitsmaßnahmen können nicht erfolgen. Gleiches gilt für Personen, die sich ohne definierten Aufenthaltsstatus in Gelsenkirchen aufhalten.

Ministerin Steffens: „Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für eine gelingende Integration“, betont Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Ich freue mich, dass die Stadt Gelsenkirchen zusammen mit dem Diakoniewerk und der Arbeiterwohlfahrt dem Aufruf zur Einrichtung einer Clearingstelle gefolgt ist. Sie ergänzt das vorhandene Beratungs- und Hilfesystem der Stadt und leistet einen Beitrag zur Vermeidung von sozialer Ausgrenzung“, so Steffens weiter.

Die Clearingstelle wird u.a. die Aufgabe übernehmen, die Kontakte zu den Gesundheitsdiensten der Heimatländer zu koordinieren. Luidger Wolterhoff, Vorstand für Arbeit und Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Gelsenkirchen, dankte der Ministerin für die Förderung der Clearingstelle. „Die Gesundheitsversorgung der Menschen lässt sich langfristig nur sicherstellen, wenn sie durch die Integration in die sozialen Sicherungssysteme ausreichend geschützt sind.“

Er wies noch einmal auf die erheblichen humanitären Probleme hin, da eine medizinische Versorgung dieses Personenkreises praktisch nicht möglich ist. Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen der Kinder und einfache medizinische Untersuchungen könnten bislang nur in geringem Umfang angeboten werden.

Patienten können nur in akuten Notfällen in Krankenhäusern behandelt werden, wobei die Kostenübernahme dabei oft nicht geklärt ist.

Umso wichtiger sei es, diese Menschen aktiv in das reguläre soziale Krankenversicherungssystem zu integrieren oder zumindest eine Notfallbehandlung über die heimatliche Gesundheitssysteme herzustellen.

Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sowie der Zugang zur hiesigen Krankenversicherung bzw. zu Sozialleistungssystemen sind meist sehr komplex.

Sie verursachen nicht nur vielen Migrantinnen und Migranten, sondern auch den Leistungserbringern und Fachkräften in den Hilfestrukturen häufig Probleme. „Für einen Teil der Zuwanderer besteht die Möglichkeit, einen Versicherungsschutz aus heimatlichen Regelungen abzuleiten oder doch noch in das deutsche Versicherungssystem integriert zu werden. Wir als Clearingstelle wollen helfen, diese Fragen individuell im Sinne der betroffenen Ratsuchenden zu beantworten“, erläutert Heike Lorenz, Einrichtungsleitung des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V..