Mit neuen „Lichtsteueranlagen“, läßt sich schlechte Luft besser verteilen! – Essens neuer „Masterplan Verkehr“

Essen ist eine der deutschen Städte, die durch EU-Normen und Gerichtsurteile zur Verbesserung der Lebensumstände seiner Bürger gezwungen wird. Die Bundesregierung hat nun den Städten Gelder in Aussicht gestellt, die zur Verbesserung der Infrastruktur bezüglich der gesundheitsgefährdenden Emmissionen eingesetzt werden können. Zu kurzfristig und nicht nach unserem Geschmack urteilen die Vertreter der Essener Stadtverwaltung, und zudem nur für die Bereiche der Hochbesiedelung und allein auf den Stickstoffwert bezogen. Trotzdem liegt seit dem 31. 7. dieses Jahres ein seit dem 13. 2. 2018 gefertigtes Gutachten auf dem Tisch, das heute am 27. 8. der Presse und damit der Öffentlichkeit und den politischen Parteien vorgelegt wird. Ging nicht anders, betont Essens OB Thomas Kufen, wir hatten Ferienzeit und da erreich ich die Politik nicht. Im übrigen handeln wir aus dem Zeitdruck, da wir die zur Verfügung stehenden Mittel bis kommenden Freitag beantragen müssen und hierzu das Gutachten notwendig ist. Essens Kommunalpolitiker Kai Hemsteeg vom Essener Bürgerbündnis sieht das anders. „So vermeidet man politische Beteiligung und verhindert durch kurze Fristsetzung die politische Beteiligung.“ Für OB Kufen nicht problematisch, denn nun beginne ja erst die öffentliche Behandlung der Planung und man könne natürlich auch beantragte Mittel wieder ablehnen.

Wir sprachen mit OB Kufen und Kai Hemsteeg. Ebenso veröffentlichen wir den gesamten Gutachtentext, sowie die Presseverlautbarung der Stadt, s. u.

Eine erste Sichtung der bereitgestellten Unterlagen weist wenig effiziente Vorschläge zur Schadstoffvermeidung auf, denn Umleitemaßnahmen und der günstige Austausch ohnehin überalterter Ampelanlagen führen bekanntlich nur zur Verteilung der Emmissionen in andere Bereiche, womit man zwar aus den horrenden Spitzenwerten kommen könnte, aber keine allgemein gesundheitliche Besserung für Essens Bevölkerung bewirken würde. Es dürfte noch reichlich Diskussionbedarf bestehen.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen

Kai Hemsteeg, Ratsmitglied des Essener Bürgerbündnisses

Pressemitteilungen der Stadt Essen vom 27. 8. 2018:

Nachhaltige Mobilität nach Plan
Essen stellt Masterplan Verkehr auf
27.08.2018

Heute (27.8.) hat die Stadt Essen ihren neuen Masterplan Verkehr vorgestellt. Hintergrund ist die Umsetzung der Ergebnisse des Nationalen Forums Diesel der Bundesregierung aus dem Jahr 2017. Die Kommunen sollen mit sogenannten Masterplänen passgenau ihre Planungen für eine bessere Luftqualität ausarbeiten.

„Die Stadt Essen investiert bereits seit Jahren in Maßnahmen zur Luftverbesserung und Verringerung der Schadstoffbelastung“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide in Essen sinkt zwar seit Jahren kontinuierlich. Allerdings gibt es noch genug ‚Luft nach oben‘. Ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge ist jedoch nicht der richtige Weg. Stattdessen muss beim Thema Mobilität insgesamt umgedacht und auf mehr Nachhaltigkeit gesetzt werden.“

Als weiteren Schritt in Richtung „Nachhaltige Mobilität“ hat die Verwaltung nun zusammen mit dem BÜRO STADTVERKEHR Planungsgesellschaft mbH & Co. KG einen Masterplan Verkehr erstellt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die Kosten in Höhe von ca. 135.000 Euro vollständig übernommen.

Mit dem Masterplan wurde die planerische Grundlage für die Gestaltung einer nachhaltigen, emissionsärmeren Mobilität in Essen geschaffen. Insgesamt 36 Maßnahmen wurden auf ihre Wirksamkeit, Finanzierung und zeitliche Umsetzung bewertet.

Für Planungsdezernent Hans-Jürgen Best wird der neue Masterplan Verkehr ein wichtiges Instrument in der zukünftigen Verkehrsplanung sein: „Durch den Masterplan wurde festgestellt, dass Diesel-Fahrverbote auf Teilstrecken zu deutlichen Mehrbelastungen im umliegenden Straßennetz führen würden und daher nicht sinnvoll sind. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit dem Masterplan nun Bewertungen zu alternativen Maßnahmen vorliegen haben. Wir können nun sehen, wie groß die Wirkungen im Einzelnen und gebündelt als Maßnahmenpakete sind.“

Als Leitprojekt, das im Ranking die beste Bewertung erhalten hat, wurde im Masterplan Verkehr die Einführung einer umweltsensitiven Verkehrssteuerung herausgearbeitet. Die umweltsensitive Verkehrssteuerung versteht sich nicht nur als Maßnahme zur Verbesserung des Verkehrsflusses („Grüne Welle“), sondern soll auch durch entsprechende Lenkung eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens bewirken, ohne dass dabei grundsätzlich die Erreichbarkeit der Innenstadt beeinträchtigt wird.

Auf Grundlage des Masterplans Verkehr können nun Fördergelder aus dem Bundesprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“, einem Baustein des Sofortprogramms Saubere Luft, beantragt werden. Das Amt für Straßen und Verkehr erarbeitet derzeit Förderanträge zur Umsetzung der umweltsensitiven Verkehrsteuerung an der Alfredstraße (B 224).

Den zuständigen politischen Gremien wird der Masterplan im Laufe des Septembers vorgestellt.

Masterplan Verkehr Essen 2018 – nachhaltige und emissionsarme Mobilität

Der Masterplan Verkehr Essen 2018 wurde Ende Juli fertiggestellt. Anlass für seine Erarbeitung sind die Stickoxid Grenzwertüberschreitungen an fünf Messstellen im Stadtgebiet. Die Stickoxid Immissionen werden vor allem durch den Autoverkehr und hier insbesondere durch Dieselfahrzeuge verursacht.

Im „Sofortprogramm Saubere Luft“ hat die Bundesregierung seit 2017 zahlreiche bestehende Förderprogramme zusammengefasst und teilweise wesentlich aufgestockt. Insbesondere das Programm „Digitalisierung des Verkehrs“ wurde für Kommunen geöffnet. Hier können Fördermittel zur Verflüssigung des Verkehrs und den besseren Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln abgerufen werden. Um diesen Fördertopf in Anspruch zu nehmen, ist eine Prüfung der Maßnahme im Masterplan Verkehr erforderlich. Gefördert wurde die Erarbeitung des Masterplan Verkehr durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur des Bundes (BMVI). Der Fördermittelgeber gab sowohl den engen Zeitplan als auch den Themenschwerpunkt vor.

Die Erarbeitung des Masterplans erfolgte in vier Monaten von April bis Ende Juli 2018 durch das Büro für Stadtverkehr in Hilden (BSV).

Der Masterplan für Essen legt folgende Schwerpunkte:

Erstellung eines Leitbildes zur Mobilität aus bisherigen Planwerken der Stadt Essen.
Beschreibung der Folgen streckenbezogener Sperrungen für Dieselfahrzeuge an den besonders belasteten Straßenabschnitten.
Bewertung von 36 Einzelmaßnahmen zur Reduzierung des Stickoxidausstoßes des Verkehrssystems.
Vertiefte Ausarbeitung eines Maßnahmenbündels als Leitprojekt.

In Steckbriefen wurden 36 Projekte erarbeitet und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Maßnahmen aus den Bereichen Nahverkehr, Radverkehr, Verkehrslenkung und Datendienste, Förderung der Elektromobilität, Vernetzung der Verkehrsträger und Verflüssigung des Verkehrs durch Straßenbaumaßnahmen des Bundes standen dabei im Fokus.

Im Leitprojekt wurde ein Maßnahmenbündel aus umweltsensitiver Verkehrssteuerung mit einer dynamischen Fahrstreckenempfehlung für den Autoverkehr beschrieben und ein Ausbau des P+R Angebots in Essen untersucht.

Der jetzt durchgeführte Masterplan Verkehr ist nicht zu verwechseln mit den komplexen Betrachtungsweisen in Verkehrsentwicklungsplänen (VEP) oder den in der Vergangenheit unter den Begriff Masterplan verstandenen Gesamtschauen des Verkehrsgeschehens. Letztere setzen neben der ausführlichen fachlichen Erarbeitung auf einen breiten Diskurs mit politischen Gremien und der Öffentlichkeit. Der vorgelegte Masterplan prüft sehr fokussiert Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zur Reduzierung der Stickstoff Immissionen des Verkehrs.

hier geht es zum vollständigen „Masterplan“:

Masterplan_Verkehr_Essen_2018

Beitragsfotos: Redaktion Die Erle

Grußwort des Oberbürgermeisters Thomas Kufen zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich möchte mit Ihnen gemeinsam auf das Jahr 2017 zurückschauen. Als Oberbürgermeister halte ich mich natürlich an die Regel „Positives zuerst!“ Das fällt mir auch leicht, denn unser Jahr als „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ war ein voller Erfolg. Dank Ihnen! Fast dreihundert Projektideen sind von Ihnen – liebe Essenerinnen und Essener – eingereicht worden. Sage und schreibe 210 Bürger-Projekte konnten im Lauf des Jahres realisiert werden:
Von Insektenhotels und Hummelprojekten bis zu Solar-Ladegeräten für Laptops in der Stadtbibliothek, über E-Bike-Ladestation bis hin zu Kochworkshops für Kinder sowie Umweltaktionen in Kitas mit Hochbeeten und Gewächshäuser. Am Ende des Sommers hieß es für Groß und Klein: „säen, ernten, Essen“. Und nun, zum Ende des Jahres heißt es: Wir haben 2017 wirklich unser grünes Wunder erlebt. Die große Bürgerbeteiligung hat mich und das Team der Grünen Hauptstadt restlos begeistert:
Zum Thema „Mein Grün“ gehört unter anderem die Wanderroute Baldeneysteig. Sicher ist hier etwas Ausdauer gefragt, aber aus so vielen Perspektiven konnte man den Baldeneysee und seine Umgebung noch nie erkunden – ein echtes Highlight. Viele Projekte der Kleingärten und Gemeinschaftsgärten oder die „Grünen Inseln“ in der Innenstadt seien an dieser Stelle ebenfalls erwähnt. Im Themenbereich „Meine Wege“ haben wir zum Beispiel das Radfahren und die E-Mobilität gefördert. Die Höhepunkte von „Meine Flüsse“ waren beispielsweise das Baden im Baldeneysee oder die Inbetriebnahme des klimafreundlichen Methanol-Schiffes MS Innogy. „Mein Einkauf“ hat gute Impulse für den Kauf regionaler Produkte gesetzt und geholfen, die Plastiktüte soweit es geht aus dem Verkehr zu ziehen. Die Aktionen dieses Jahres können auch unter der Rubrik „Meine Zukunft“ subsummiert werden, denn wir haben Nachhaltigkeit geübt und Zusammengehörigkeit gelebt. Davon profitieren wir alle. Wir haben uns bei Aktionen besser kennen gelernt und manches Projekt läuft gemeinschaftlich einfach weiter. Allen, die sich dieses Jahr für die Zukunft unserer Heimatstadt engagiert haben, danke ich ganz persönlich sowie im Namen der Stadt Essen sehr herzlich! Die Erfolge der Essener Sportlerinnen und Sportler waren 2017 wieder beachtlich. „Auf dem Wasser“ waren wir dieses Jahr mal wieder spitze: Der Kanute Max Rendschmidt ist nach dem Doppelolympiasieg von Rio 2016 dieses Jahr Weltmeister, 2-facher Weltcupsieger und Deutscher Meister geworden. Der Kanurennsportler Max Hoff wurde doppelter Europameister, Jacob Schneider gewann bei den Ruder-Weltmeisterschaften 2017 in Florida die Goldmedaille im Deutschland-Achter und unser Essener „Olympia-Exportschlager“ im Beachvolleyball, Kira Walkenhorst, wurde dieses Jahr in Wien Weltmeisterin.
Herzlichen Glückwunsch!

Obwohl wir in Essen keine fußballerische Konkurrenz zu den Nachbarstädten sind, hatten wir ein großes Fußballfest zu feiern: 110 Jahre Rot Weiß Essen. Ein Grund mehr die Dauerkarte zu verlängern. Weitere Jubiläen waren 2017 ein Anlass zu großen Festen:
Unser Grillo-Theater wurde 125 Jahre alt. Es versorgt uns zuverlässig mit Kunst und Kultur. Der Caritasverband für die Stadt Essen e.V. versorgt uns mittlerweile eindrucksvolle 120 Jahre mit seinem Dienst an den Menschen dieser Stadt. Die Stadtwerke Essen bestehen jetzt seit 150 Jahren. Sie versorgen uns zuverlässig mit Strom Erdgas und Wasser. Die Privatbrauerei Jacob Stauder wurde ebenso 150 Jahre alt. Sie versorgt uns gelegentlich auch…
Große Jubiläen sind Beispiele für werterhaltende Traditionen. Entsprechend gab es auch aus dem Bereich der Wirtschaft in diesem Jahr viele gute Neuigkeiten. Der Umzug der Brenntag AG nach Essen ins Grugacarree ist vollzogen, in direkter Nachbarschaft hat der Energiedienstleister ista Deutschland GmbH sein neues Hauptquartier errichtet. Ein weiteres gutes Signal für den Wirtschaftsstandort Essen sind der Ausbau der Essener Zentrale von Deichmann und die Fertigstellung der Funke Unternehmenszentrale, mit dem sich die Funke Mediengruppe fest zum Standort Essen bekennt.
Für gute Nachrichten hat auch die innogy SE gesorgt: Nachdem im letzten Jahr bereits Aldi Nord die Pläne für seinen neuen Campus in Kray vorgestellt hat, errichtet nun auch innogy in der Huyssenallee einen hochmodernen und attraktiven Campus.

Der Messeumbau hat ebenso große Fortschritte gemacht, seine erste Bauphase wurde beendet und alles ist im Rahmen der geplanten Kosten fertig gestellt worden. Befürworter und Kritiker der allerersten Messeumbaupläne müssten nun gleichermaßen zufrieden sein. Die „50. Essen Motor Show“ zum Jahresende 2017 hat schon großartig vom Messeumbau profitiert, die Aussteller und Zuschauer sind begeistert.

Wenig begeisternd waren dagegen in 2017 manche Vorfälle zum Thema Sicherheit.
Besonders erschüttert hat mich die Halloween-Nacht. Nach den Halloween-Ereignissen am Hauptbahnhof habe ich mich direkt mit der Bundespolizei zusammengesetzt und eine engere Kooperation vereinbart. Wir müssen Zeichen setzen, dass „Jugend nicht vor Strafe schützt“. Um jugendliche Straftäter und junge Intensivtäter schneller mit Sanktionen konfrontieren zu können, wurde deshalb in diesem Jahr das „Haus des Jugendrechts“ in Kooperation mit der Polizei Essen beschlossen.

In Punkto Sauberkeit war auch im grünen Hauptstadtjahr nicht alles im grünen Bereich. Jeder Einzelne kann hier etwas tun. Ich selbst habe im Herbst den Aktionsplan zur Verbesserung der Sauberkeit im Essener Stadtgebiet initiiert. Unter dem Motto „Essen bleib(t) sauber“ stehen die optimierte Organisation der Müllbeseitigung, härtere Sanktionen für Müllsünder und eine Erweiterung der Melderkette unter verstärkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Fokus.

2017 habe ich so viel gemeinsames Engagement in Essen erlebt!
Das macht mich umso stolzer auf meine Heimatstadt. Wir werden von Seiten der Stadtverwaltung noch viele gute Projekte vorantreiben und Essen in die modern-urbane Zukunft führen, die es verdient hat. Lassen Sie uns in 2018 diesen Weg mit Herz und Verstand weitergehen, liebe Essenerinnen und Essener.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Start ins neue Jahr und freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen in 2018.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Thomas Kufen

Oberbürgermeister der Stadt Essen

Dein Wunsch für Europa – Pulse of Europe im Essener Ratssaal

‚Was wünscht Du Dir für Europa?‘ war die Frage, die beim Videowettbewerb von Pulse of Europe Essen mit einem kurzen Handyvideo beantwortet werden konnte.

Am Sonntag prämierte die Bürgerinitiative die Sieger im gut gefüllten Ratssaal der Stadt Essen, musikalisch unterstützt von der Essen/Mülheimer Band „Gipsy Machine“.

Gewinner des Videowettbewerbs wurde das Video von Philipp Nover mit dem Titel „EU-Reform“, in dem verschiedene Felder für mögliche Verbesserungen des EU-Funktionierens aufgezeigt und die besonderen Herausforderungen der Wettbewerbsfähgkeit und der Jugendarbeitslosigkeit herausgestrichen wurden.

Den zweiten Preis erhielt das Video „Tanz für Europa“ von Tobias Roos, in dem die EU-Mitgliedsstaaten, jeweils vertreten durch ein Tanzpaar, zur Europahymne miteinander tanzen und deutlich machen, dass sowohl interne als auch externe Abstimmung zum Gelingen des Gemeinschaftstanzes notwendig sind. Eine echte europäische Staatsbürgerschaft wird als Vorschlag zum besseren Miteinander vorgebracht. Besonders freuten sich die Essener Europa-Aktivisten darüber, dass sie für die Preisverleihung den Ratssaal der Stadt Essen nutzen konnten, und dankten Oberbürgermeister Kufen herzlich für seine Unterstützung.

Eine Unterstützung, die sich auch prompt für die Stadt auszahlte:

Petra Thetard vom Europabüro der Stadt Essen und Karina Kleinowski vom Regionalverband Ruhr konnten aus der anschließenden Diskussion noch jede Menge Anregungen dazu mitnehmen, wie wir Europa und auch die Diskussionen um seine Zukunft in Essen sichtbarer machen können.

So könnte zB der neue Essener Europaplatz mit einem Bürgerfest eröffnet werden.

Pulse of Europe geht in Essen in die Winterpause, ist aber auch in der kalten Jahreszeit überregional aktiv. So findet am 17.11. in Gelsenkirchen eine Podiumsdiskussion mit Europaabgeordneten statt, und am 25.11. wird es in vielen europäischen Hauptstädten zeitgleich eine große europaweite Kundgebung geben.

Mehr Infos dazu gibt es auf www.pulseofeurope.eu

Fotos: 1: Preisverleihung 1. Platz, vlnr: Annette Loske, Patrick Nover, 2: Preisverleihung 2. Platz, vlnr: Preisträger Tobias Roos und Partnerin, 3: Die Band „Gipsy Machine“

Empfang durch den Bürgermeister der Essener Partnerstadt Changzhou

Gemeinsam mit Vertretern des Essener Rates sowie der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) ist Oberbürgermeister Thomas Kufen zu Beginn der Woche nach China gereist. Auf dem Programm seines Antritssbesuchs standen der offizielle Empfang durch den Bürgermeister der Essener Partnerstadt Changzhou, Ding Chun, der Besuch des Sino-German Innovation Parks in der sogenannten Science and Education Town, des Sino-German Design Research Centers und des Sino-German Industry Innovation and Cooperation Centers. Während der Besichtigungen wurden auch das Colani Design Institute sowie Unternehmen mit zukunftsweisenden Umwelt- und Robotic-Technologien besucht.
Der Austausch zwischen der Stadt Essen und der chinesischen Partnerstadt Changzhou findet bereits seit 2008 regelmäßig auf unterschiedlichen Ebenen statt. Dazu gehört der wissenschaftliche Austausch der FOM Hochschule für Ökonomie und Management, des Universitätsklinikums Essen oder auch des Essener Burggymnasiums.
Das Essener Unternehmen thyssenkrupp hat in Changzhou einen wichtigen Sitz seines Asia-Geschäfts. Deshalb stand auf dem Programm der Essener Delegation auch eine Werksbesichtigung der thyssenkrupp AG im chinesischen Changzhou. Hier ist einer der weltweit größten Standorte für Lenkungstechnologien des Essener Unternehmens entstanden. Thyssenkrupp ist weltweit einer der führenden Werkstoff- und Komponentenzulieferer für die Automobilindustrie. In neun von zehn Pkw der Premiumklasse sind Komponenten des Unternehmens verbaut. In jedem dritten Lkw befinden sich Antriebskomponenten. Zu den Kunden von thyssenkrupp zählen nahezu alle großen Automobilhersteller.

Stadt stellt Aktionsplan für eine saubere Stadt vor

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat heute seinen Aktionsplan zur Verbesserung der Sauberkeit im Essener Stadtgebiet vorgestellt. Zentrale Punkte sind die optimierte Organisation der Müllbeseitigung, eine Erweiterung der Melderkette unter verstärkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie härtere Sanktionen für Müllsünder.

Sauberkeit ist ein zentraler Faktor für eine attraktive Stadt. Dieses Bedürfnis will die Stadt Essen mit einer neuen Qualitätsoffensive zukünftig verstärkt in den Fokus nehmen.

„Essen bleib(t) sauber!“ fußt auf drei Säulen:

  • 1. Wahrnehmen, Erkennen und Aufklären,
  • 2. Abholung und Pflege,
  • 3. Erfassen, Kontrollieren und Bestrafen.

Unter diesen Überschriften werden sowohl Organisationsabläufe in der Verwaltung auf den Prüfstand gestellt, Kooperationen mit Partnern im Konzern Stadt sowie externen Partnern erneuert und verbessert sowie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Müll und Sauberkeit in den Blick genommen.

„Das Thema Sauberkeit treibt viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt um, das zeigt auch die gestiegene Anzahl an Beschwerden, die uns erreicht. Das wollen wir jetzt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger lösen“, erläutert Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Mir ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen und Beschwerden zum Thema Müll und Sauberkeit einfach und unkompliziert an die Stadt herantragen können und wissen, dass sich ein kompetenter Ansprechpartner darum kümmert. Genauso wichtig sind mir aber auch die Themen Prävention und Sanktion. Bei den unterschiedlichen Angeboten geht es auch darum, wie die Bürgerinnen und Bürger selbst dazu beitragen können, dass unsere Stadt auch sauber bleibt.“

Säule 1: Wahrnehmen, Erkennen, Aufklären

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

„Wer reinigt meine Straße?, Wo kann ich meinen Sperrmüll abgeben?, Bei wem zeige ich eine wilde Müllkippe an?“: Wichtige Informationen rund um das Thema Müllentsorgung und Sauberkeit werden verständlich aufbereitet und gebündelt, so dass Kontaktadressen, Termine und Öffnungszeiten schnell und einfach zu finden sind. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Internetseite www.essen.de/essenbleibtsauber auf der das Thema zentral verankert wird.

Das Thema Sauberkeit ist eine nachhaltige und gesamtstädtische Aufgabe, die nur gemeinsam zu bewältigen ist. Aufklärende Marketing-Maßnahmen sollen den Bürgerinnen und Bürgern die unterschiedlichen Facetten, Verpflichtungen, Zuständigkeiten und Möglichkeiten des Engagements leichter zugänglich machen. Gerade Kitas und Schulen sind dabei wichtige Kooperationspartner, denn insbesondere in frühen Jahren werden die Haltung und das Bewusstsein von Kindern zum Thema Abfallvermeidung und Sauberkeit gelegt. Zusammen mit jungen Studierenden sowie Auszubildenden des „InOffice Essen“ werden kreative und innovative Projekte entwickelt wie Sauberkeit bei Stadtteil- und Bürgerfesten, Kita-, Schul-, Sport und Vereinsveranstaltungen oder auch Aktionen mit anderen Essener Unternehmen thematisiert werden kann.

Mit gezielten präventiven Aufklärungsmaßnahmen und Gesprächen soll auch die Gruppe der Vermieter und Mieter sogenannter „Problem-Immobilien“ erreicht werden. Hier gilt es für Verständnis und Mithilfe zu werben. Verstärkt sollen auch Familien mit Zuwanderungsgeschichte, die neu in Essen sind, unter anderem über die Wichtigkeit der Mülltrennung informieren.

Meldung von Dreckecken und wilden Müllkippen

Die Außendienst-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt werden – im Rahmen ihrer Tätigkeit – mit einer zusätzlichen Aufgabe betraut. Beim Begehen, Prüfen und Abfahren der Straßen im Essener Stadtgebiet sollen künftig Auffälligkeiten oder unsaubere Straßenabschnitte aufgenommen und gemeldet werden. Ein einfaches Meldesystem soll dabei unterstützen.

Beschwerden, Hinweise und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern sind ausdrücklich erwünscht! Mit einem einfachen Meldesystem können die Essenerinnen und Essener zukünftig Hinweise und Anregungen komfortabel und mit aussagekräftigen Informationen, wie Fotos und genauer Standortpositionen, an die zuständigen Stellen weiterleiten.

Selbstverständlich bleibt die bereits bekannte Bürger-Hotline (Telefon: 88 88888) bestehen und wird um weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Aufnahme der eingehenden Beschwerden aufgestockt.

Säule 2: Abholung und Pflege

Mehr Müllbehälter im Stadtgebiet

Gerade in stark frequentierten Bereichen im Stadtgebiet soll es in Zukunft mehr Müllbehälter geben. Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) arbeiten bereits an einem entsprechenden Konzept zur Erhöhung der Anzahl der Abfallbehälter. Auch die Zuständigkeiten zur Leerung von Müllbehältern, unter anderem in Grünanlagen, werden in diesem Zusammenhang überprüft und optimiert.

Mobile Einsatzgruppe gegen wilde Müllkippen

Ab Oktober 2017 soll eine sogenannte „mobile Einsatzgruppe“ ein schnelleres und flexibleres Handeln vor allem in Bezug auf „wilde Müllkippen“ ermöglichen. Diese wird direkt bei der EBE angesiedelt. Darüber hinaus wird bei der Verwaltung ebenfalls ein Mitarbeiterpool eingerichtet, der – ergänzt durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen – schnell und effektiv Abhilfe und Pflege in Grünanlagen schaffen kann. Grün und Gruga wird gemeinsam mit dem Kooperationspartner EABG ab September für zunächst sechs Monate eine Arbeitsgruppe aus fünf Mitarbeitern einrichten, die vornehmlich für Sondereinsätze und ad-hoc-Maßnahmen in den Bezirken I, VII und VIII eingesetzt werden soll.

Ehrenamtliche Quartiershausmeister

Sogenannte „Quartiershausmeister“ sollen perspektivisch ehrenamtlich im Rahmen ihrer Tätigkeit als zentrale Ansprechpartner in „ihrem“ Stadtteil eingesetzt werden. Sie sollen aufklären, Missstände ansprechen und ebenfalls Mängel melden. Hier sind Kooperationen mit beispielsweise der Jugendgerichtshilfe, Vereinen, Verbänden oder ehrenamtliche Ansprechpartner im Stadtteil angedacht.

Erhöhung der Reinigungsintervalle der Depot-Containerstandorte

Die Frequenz der Reinigungsintervalle an den Containerstandorten soll erhöht werden. Hierbei erfahren die im Stadtgebiet häufig vermüllten Standorte eine besondere Aufmerksamkeit.

Einrichtung eines runden Tisches

Auf verunreinigte nicht-städtische Grundstücke, Wege oder Plätze hat die Stadt Essen bisher keinen Zugriff. Trotzdem erhält sie Beschwerden über wilde Müllkippen auf beispielsweise Gewerbeflächen. Mögliche Maßnahmen auf nicht-städtischen Grundstücken mit unterschiedlichen Eigentümern oder mit Gewerbebetrieben sollen zukünftig besser koordiniert werden. Zu diesem Zweck wird ein Runder Tisch mit verschiedenen Kooperationspartnern eingesetzt.

Säule 3: Erfassen, Kontrollieren und Bestrafen

Ausdehnung von Kontrollen

Bekannte illegale Müll-Ablagerungsstandorte werden stärker kontrolliert, insbesondere auch in den Abendzeiten.

Einsatz von Mülldetektiven

Die mobile Einsatzgruppe wird dahingehend geschult, dass auch sie bei der Ermittlung von Verursachern und Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten unterstützen kann.

Erhöhung von Bußgeldern

„Müllverstöße“ werden härter bestraft. Zu diesem Zweck wird Essen zukünftig den nordrhein-westfälischen Bußgeldkatalog vollumfänglich ausschöpfen.

Neuer Facebook-Standort in Essen

Die Stadt Essen bekommt einen neuen großen Arbeitgeber – das amerikanische Internet-Unternehmen Facebook hat heute angekündigt, gemeinsam mit seinem Partner, der Competence Callcenter Holding GmbH (CCC) aus Österreich, ab Herbst 2017 rund 500 neue Arbeitsplätze am Standort in Essen schaffen zu wollen. Die Aufgabe des neu geschaffenen Teams besteht darin, illegale Inhalte auf den Seiten des Netzwerks zu entfernen und die Standards der Community-Plattform konsequenter umzusetzen.

Sowohl die Essener Wirtschaftsförderung (EWG) als auch der JobService des JobCenter Essen unterstützen Facebook und CCC bereits seit mehreren Wochen tatkräftig beim Aufbau der neuen Zentrale in der Essener Innenstadt.

„Dass die Wahl des neuen Facebook-Standorts auf Essen gefallen ist, zeigt die Leistungsfähigkeit unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die städtischen Institutionen haben CCC von Anfang an unterstützt und so maßgeblich zu der Expansion des 2013 durch die EWG angesiedelten Unternehmens beigetragen. Deshalb gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mein besonderer Dank. 500 neu geschaffene Arbeitsplätze bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die ausgeprägten mehrsprachigen und interkulturellen Kompetenzen in unserer Stadt Essen einzubringen. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil unserer Stadt.“

In den kommenden Wochen wird der JobService Essen Auswahlgespräche mit zukünftigen Kommunikationsmanagerinnen und –managern führen. Dabei legen alle Partner besonderen Wert darauf, dass die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch regelmäßige Schulungen, intensive Kurse und eine psychologische Betreuung gut auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitet werden.

(ü. Pm.)

Ruhrbahn-Verträge unterzeichnet

Der seit 2004 eingeschlagene Weg der interkommunalen Zusammenarbeit in Essen und Mülheim an der Ruhr wird auf eine neue Ebene gebracht und weiter intensiviert: aus EVAG, MVG und Via wird ein gemeinsames Verkehrsunternehmen – die Ruhrbahn GmbH (Ruhrbahn). Dies haben die Oberbürgermeister heute gemeinsam mit den Vorständen/ Geschäftsführern von EVAG, MVG und Via sowie den Gesellschaftern beider Städte mit ihrer Unterschrift unter den Verträgen der Ruhrbahn besiegelt.

Damit entsteht das größte, städteübergreifende Nahverkehrsunternehmen im Ruhrgebiet und die zweitgrößte Verkehrsgesellschaft im Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR). „Mit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Versorgungsgebiet von 760.000 Menschen kommt die Ruhrbahn unserem Ziel eines einheitlichen ÖPNV im Ruhrgebiet endlich ein entscheidendes Stück näher“, erklärt Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, die Bedeutung der Fusion: „Die neue Gesellschaft muss jetzt zeigen, dass sie nicht nur zukunftsfähig ist, sondern für die Bürgerinnen und Bürger auch eine serviceorientierte Mobilität sicherstellt.“ „Mit 237 Bussen, 184 Bahnen, drei U-Bahnlinien, elf Tramlinien und 84 Buslinien wird die Ruhrbahn auch über die Stadtgrenzen hinaus ein wichtiger Partner im Verbund der großen Verkehrsunternehmen sein. Mir ist wichtig, dass es gelingen wird, damit die Arbeitsplätze aller Beschäftigten langfristig zu sichern. Von der Geschäftsführung erwarte ich, dass sie einen leistungs- und nachfrageorientierten Betrieb auf die Beine stellen wird und dabei gleichzeitig die Kosten im Blick behält“, so Ulrich Scholten, Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Mit 2.500 Mitarbeitern ist die Ruhrbahn ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor für die Region. „„Auch das neue Unternehmen wird – wie die EVAG und die MVG – dafür stehen, sozialversicherungspflichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze langfristig zu sichern. Die neue Betriebsgröße bietet zusätzlich die Chance im Bereich der Personalentwicklung dem Fachkräftemangel wirkungsvoll zu begegnen, einerseits um für künftige Aufgaben gut gerüstet zu sein, anderseits um auch künftigen Generationen Berufsperspektiven zu bieten“, so Michael Feller, Vorstand und Arbeitsdirektor EVAG.

Mobilitätsdienstleister für die Region

Die Ruhrbahn ist dabei nicht einfach das Ergebnis der Zusammenführung zweier kommunaler Verkehrsgesellschaften. „Unser Anspruch ist es, die Ruhrbahn zum Mobilitätsanbieter für die Region weiter zu entwickeln. Wir möchten unseren Fahrgästen zukünftig stärker individualisierte Mobilitätsangebote bieten, die sie über möglichst nur eine Plattform buchen können. Gleichzeitig sind wir für die Kommunen Partner bei der Entwicklung, Planung und Umsetzung neuer Mobilitätsangebote““, erklären Uwe Bonan und Michael Feller, beide Vorstand EVAG und Geschäftsführer MVG, die Ziele der Ruhrbahn. „Darüber hinaus übernimmt die Ruhrbahn Verantwortung beim Thema Emissionsschutz indem wir uns bereits heute intensiv mit einem möglichen Umstieg vom Dieselbussystem zu zukunftsorientierten, umwelt- und klimafreundlichen, innovativen Bus-Antriebstechnologien beschäftigen. Damit zahlt die neue Gesellschaft unmittelbar auf die Klimaschutzziele der Kommunen ein“, so Bonan und Feller weiter.

Ruhrbahn wird Endverbrauchermarke

Die Ruhrbahn ist ein vollintegriertes und zukunftsfähiges Unternehmen mit einer Geschäftsführung, einem Aufsichtsrat und einem Betriebsrat. Sitz der Gesellschaft wird Essen sein. Koordiniert wird die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger weiter wie bisher von den fünf Betriebsstandorten in Essen und Mülheim. Mit dem operativen Start der Gesellschaft am 1. September 2017 wird die neue Marke „Ruhrbahn“ im gesamten Stadtgebiet von Essen und Mülheim Schritt für Schritt sichtbar und die altbekannten Marken „EVAG“ und „MVG“ werden abgelöst.

(ü. Pm.)

12.500 Besucher beim Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt

12.500 Besucher trotzten dem schlechten Wetter und feierten heute ausgelassen den Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt. Für die größte Veranstaltung der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 nach der Eröffnungsfeier im Januar wurde der Innenstadtring zwischen der Hindenburgstraße und dem Viehofer Platz auf einer Strecke von 3 Kilometern für den Autoverkehr gesperrt. Ziel war es, für Bewegung zu begeistern und gleichzeitig das Umweltbewusstsein zu steigern. Über 130 Aussteller beteiligten sich an diesem Großevent.

„Mit dem Tag der Bewegung wollten wir vor allem eines: einen Anstoß für ein Umdenken im Kopf geben und Menschen dazu bewegen, sich zu bewegen.“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen.
Über 1.500 Mitwirkende waren auf der Strecke unterwegs und setzten mit einem unterhaltsamen wie abwechslungsreichen Programm die Themen der Grünen Hauptstadt auf spielerische Art und Weise in Szene. Geboten wurden zahlreiche Programmpunkte für die ganze Familie: eine Modenschau mit Kleidung aus Plastiktüten, überraschende Flashmobs, diverse Walking Acts, ein Kreativmarkt, ein Blutdruckmess-Rekordversuch, ein Seifenkistenrennen, eine Wissenschaftsstadt und vieles mehr.

Zahlreiche Mitmachaktionen waren ebenso Teil der Veranstaltung. Besucherinnen und Besucher konnten unter anderem selbst Solarwasserboote bauen oder im mobilen Garten gärtnern. Und auch die Kleinsten brachten sich an diesem Tag mit ein – insgesamt 43 Kitas beteiligten sich und zeigten unter anderem, wie aus Getränkepaketen neue Geldbörsen gebastelt oder Saatpads hergestellt werden können. Der Höhepunkt des Tages fand dann um 15 Uhr auf dem Berliner Platz statt: 600 Fahrradfahrer folgten der Fahrradsternfahrt Ruhrgebiet, organisiert von ADFC Essen, VeloCity Ruhr und Critical Mass Essen. Gemeinsam mit Walking Acts, Tänzern, Akrobaten sowie Künstlerinnen und Künstlern waren sie in einer extra für den Tag entstandenen Inszenierung von dem international renommierten Lichtkünstler und Regisseur Wolfram Lenssen zu sehen.

(ü. Pm.)

„Messe der Behörden“ im 2. Jahr zu Gast im Essener Rathaus

Wenn von Arbeitsplätzen bei Behörden die Rede ist, weckt dies bei vielen noch immer die Assoziation der „verstaubten Amtsstuben“. Bei der 2. Messe der Behörden am Dienstag (27.6.) im Foyer des Essener Rathauses konnten Interessierte feststellen, wie attraktiv und modern Ausbildung, Studium und Beruf im öffentlichen Dienst tatsächlich sind. Insgesamt stellten 18 Behörden ihre Angebote vor.

Die Messe war mit über 600 Besucherinnen und Besuchern sogar noch erfolgreicher als im letzten Jahr, als knapp 550 Interessierte kamen.

Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete die Messe, auf der sich auch die Stadt Essen als zukünftiger Arbeitgeber präsentierte: „Was Ausbildung und Beruf angeht, sind wir bei der Stadt auf dem neuesten Stand“. Die Stadtverwaltung Essen biete ihren Beschäftigten vielseitige, interessante und anspruchsvolle Aufgaben. „Bei allen unseren Ausbildungs- und Studienplätzen legen wir viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung“, so das Stadtoberhaupt.

Die Stadt Essen stellte ihre zahlreichen Angebote für Ausbildung und Studium an mehreren Ständen vor. Insgesamt bildet die Stadt Essen in 20 Berufen aus und bietet zehn verschiedene Bachelor-Studiengänge an. Seit 2015 haben zusätzlich auch Quereinsteigern mit Berufserfahrung und/oder Studienerfahrung die Möglichkeit, auf drei Wegen mit einem verkürzten Einstieg in den Verwaltungsdienst zu kommen.

Auch das JobCenter Essen war mit einem Stand vertreten und lud 160 Kunden ein, sich über die verschiedenen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Um die Jugendlichen auf der Messe zu beraten und zu betreuen waren zwei Arbeitsvermittler und eine Teamleiterin des JobCenters auf der Messe vor Ort.

Folgende Behörden haben ihre Angebote vorgestellt:

  • Bezirksregierung Düsseldorf,
  • Bundesagentur für Arbeit,
  • Bundeswehr,
  • Finanzamt NRW,
  • Information und Technik NRW,
  • Justizbehörden Essen,
  • Justizvollzugsanstalt Essen,
  • Knappschaft Bahn See,
  • Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW,
  • Landessozialgericht NRW,
  • Polizei NRW,
  • Regionalverband Ruhr,
  • Stadt Essen,
  • Zoll.

Foto: Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnet die 2. Messe der Behörden für Ausbildung, Studium und Beruf im Rathausfoyer. Foto: Peter Prengel

Oberbürgermeister Kufen prämiert Kunstwerke zum Europäischen Gedanken

Brexit und aufkeimende Europafeindlichkeit: Im Rahmen des Bundesprojektes „Demokratie leben!“ hat der Jugendausschuss, „Youth Movement“, einen Schulwettbewerb ins Leben gerufen.

Der Wettbewerb mit dem Titel „Ey yoU – Schülerinnen und Schüler denken Europa“ richtete sich an Essener Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse. Das Ziel: Die jungen Menschen sollten mit Hilfe verschiedener Medien aufzeigen, was ihnen der europäische Gedanke bedeutet.
Gestartet ist der Wettbewerb am 27. März 2017 und soll künftig jährlich ausgeschrieben werden. Am kommenden Sonntag, 2. Juli, ab 13:30 Uhr sollen die 18 Einsendungen, darunter selbstgedrehte Filme, Powerpoint-Präsentationen, Fotobeiträge, selbstgestaltete Plakate und Skulpturen, ausgestellt und die eindringlichsten Werke prämiert werden.

Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie die beiden Sängern Seb Campos und Dan Brown der Musikgruppe Banda Senderos werden die Werke prämieren – passend zur Kundgebung von „Pulse of Europe“ vor der Philharmonie Essen.

Den Gewinnerinnen und Gewinnern winkt eine Studienfahrt nach Brüssel.

Zukunft Grugabad: Ideensammlung startet gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern

Das im Sommer 1964 eröffnete Grugabad gehört mit zu den besonderen Sportstätten in Essen und der gesamten Metropolregion. In den Anfängen konnten rund 350.000 Besucher pro Jahr gezählt werden, über die Jahre hat sich das Bad zu einer nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung rund um die Schwimmkultur im „Revier“ entwickelt. Heute hat sich das Sport- und Freizeitverhalten geändert. Das Grugabad erreicht längst nicht mehr die Besucherzahlen aus den Hochzeiten des Schwimmbetriebes. „Mit einem festgestellten Sanierungsbedarf von rund 15 Millionen Euro und rückläufigen Besucherzahlen bleibt deshalb die Frage, wie wir uns die Zukunft des Grugabades vorstellen können“, so Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Ganz bewusst wollen wir deshalb jetzt ein breites Beteiligungsverfahren initiiert, welches bis zum Herbst 2017 durchgeführt und eine Ideensammlung von Experten und der Bürgerschaft hervorbringen wird.“

Los geht es nun mit ergebnisorientierten Workshops und öffentlichen Foren, bei denen gemeinsam mit Experten die Chancen, Perspektiven und Leitideen für die größte, zusammenhängende Freibadfläche in Essen herausgearbeitet werden. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen per E-Mail einreichen. Die Beteiligung beginnt mit dem ersten Workshop und dem Forum „Impulse“ am 29. Juni 2017.

Ziel ist es, eine ergebnisoffene und breite Diskussion auf Augenhöhe zu schaffen, wichtige Anregungen und Ideen aufzunehmen und mit den erarbeiteten und diskutierten Erkenntnissen die weiteren Schritte zu planen.

Zu den drei Workshops ist eine Anmeldung erforderlich. Hier wird jeweils in drei moderierten Teams konkret an den Ideen zum Grugabad gearbeitet. Anmeldungen zu der gesamten Workshopkette am 29. Juni 2017 und am 14. und 15. September 2017 (Anmeldeschluss 22.06.2017) können ab sofort unter der angegebenen Internetadresse www.essen.de/stadtplanung erfolgen. Die Kapazitäten sind begrenzt. Unter der Internetadresse sind auch alle Termine und Informationen zum Beteiligungsprozess abrufbar.

Die Teilnahme an den Foren 1 bis 3 ist öffentlich und ohne Anmeldung möglich. Diese dienen zur Vorstellung von Vorbildprojekten und Diskussion der konkreten Ideen für das Essener Grugabad mit einem ständigen Informationsaustausch zwischen den Experten und Moderatoren und der Öffentlichkeit.

Ideen können auch per E-Mail eingereicht werden: grugabad_essen@fsw-info.de

Termine im Überblick:

  • FORUM 1 – IMPULSE
    (ÖFFENTLICH)
    29.06.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 1 (nur mit Anmeldung)
    29.06.2017 | 14 bis 18 Uhr
  • FORUM 2 – IDEEN
    (ÖFFENTLICH)
    14.09.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 2 (nur mit Anmeldung)
    14.09.2017 | 10 bis 18 Uhr
  • FORUM 3 – PERSPEKTIVE
    (ÖFFENTLICH)
    19.10.2017 | 18 Uhr
    Forum 3: Foyer Erdgeschoss Congress Center West;
  • WORKSHOP 3 (nur mit Anmeldung)
    15.09.2017 | 10 bis 15 Uhr

Essens Oberbürgermeister lädt ein paar Kollegen für über 2600 Euro zum Essen ein

Oberbürgermeister Thomas Kufen gilt als volksnah und ums Wohl seiner Bürger bemüht. Wie durch den Essener Journalisten Pascal Hesse in einem Beitrag der Bild-Zeitung public wurde, galt des Oberbürgermeisters Wohlwollen auch allen Parteivertretern der Stadt, die bei einer Zusammenkunft des Deutschen Städtetages in Nürnberg weilten. Kufen, zwar nicht anwesend, lud diese in ein Luxusrestaurant und die 10 Essener ließen es sich mal so richtig gut gehen… 2665 Euro kamen als Rechnung zusammen. Letztlich vom OB aus privater Schatulle bezahlt, doch verweist der recherchierende Journalist darauf, dass dies auch eine Reaktion auf das Bekanntwerden der Sause sein konnte. Wie auch immer, solch tolle Geschenke kann dauerhaft auch kein OB-Gehalt vertragen und ans private Vermögen muss es auch nicht gehen, denn wir haben einmal vor Ort hier in Essen recherchiert und können dem OB für weitere Einladungen preiswertere Empfehlungen aussprechen. Die Essener Wirtschaft kann Umsatz gebrauchen, nicht nur auf Kulinarischen Meilen mit ihren Häppchen-Angeboten. Und wenn die Gäste dann ohnehin alle Essener sind, sozusagen aus der gleichen Firma, dann böte sich doch etwas Lokalpatriotismus an.

Wir suchten das GOP für den Oberbürgermeister aus, eine der feinsten Adressen in Essen, jetzt auch mit einem frisch pickfein künstlerisch gestaltetem Parkhaus der Allbau. Da dürfte die Anfahrt nicht schwer fallen.

GOP-Geschäftsführer Mike Bomheuer machte uns ein Angebot:

Also Oberbürgermeister Kufen könnte hier in Essen gut 20 Politiker und 10 Journalisten, letztere wegen der Transparenz, fürs gleiche Geld auf höchstem Niveau beköstigen. Essens Gastronomen würden sich sicherlich freuen.

Das GOP bietet sauberste Lösungen, ob Vegan, Fisch oder Fleisch und eine Bühne mit Seelenmassage auf Weltniveau.

Ständig wechselnden Programmen, wobei die derzeit laufende Show Kawumm von einer ergreifenden Respektlosigkeit gegenüber aller Spießerei ist, dass man sie unbedingt gesehen haben sollte. Es gibt Berichte, nach denen sich Essens OB in der Erstvorstellung herzlich amüsiert haben soll.

Natürlich lässt es sich im Hause auch feiern bis zum Abwinken.

Seit September letzten Jahres ist das Parken in der Tiefgarage Kastanienhöfe im 2016 fertig gestellten Allbau-Komplex Kastanienhöfe an der Rottstraße möglich.
Die „Optischen Illusionen in der Tiefgarage Kastanienhöfe“ wurden von Matthias Oel – Grafiker der GOP Entertainment Group GmbH & Co. KG, Timo Wilhelmi – Malermeister und Stefan Bonacker – Druck- und Medientechnik Bonacker gestaltet. In Zusammenarbeit mit der Allbau AG als Eignerin gelang so die optische Einstimmung auf das Ambiente des GOP.

Einweihung am 9. 6. 2017

Matthias Oel – Grafiker der GOP Entertainment Group

Und zu guter Letzt, das GOP ist im Grünen Hauptstadtjahr auch vom Rathaus her umweltfreundlich fußläufig erreichbar. Thomas Kufen könnte bei seinem gedrängten Terminplan so auf kurzem Weg als Sponsor sein Gesicht zeigen.

(stk.)