Pfadfinder Ramelow als Aspirant für die „St. Georgs-Plakette“

Ein Verein von Erwachsenen, die ihren Jugendidealen als Pfadfinder treu bleiben wollen (VdAPG e. V.) bietet dem Politiker der Linkspartei und thüringischen Ministerpräsidenten die von ihnen herausgegebene „St. Georgs-Plakette“ an. Ramelow war wohl einmal in früher Jugend Mitglied bei den evangelischen Pfadfindern (CPD), wurde aber in der Öffentlichkeit eher durch die Rehabilitationsbemühungen für die kommunistische FDJ wahrgenommen.
Die wohl auch zu Zwecken der öffentlichen Wahrnehmung herausgegebene Medaille wurde zuvor bereits Personen des öffentlichen Lebens angedient, die einen Bezug zur Pfadfinderei in ihrer Biografie aufzuweisen hatten. Der Verein der Altpfadfinder agiert jenseits der allgemeinen Pfadfinderverbände, die ihrerseits allerdings die Erwachsenen aus ihren Reihen gerne in ihren Verbänden halten wollen. Der Großteil des relativ kleinen Altpfadfinderverbandes befindet sich dagegen schon im Seniorenalter und pflegt durch die Verbandsarbeit den geselligen Kontakt, bei stetig altersbedingt abnehmender Mitgliederzahl.
Der für den 3. November geplanten Übergabeaktion in Neudietendorf dürften daher auch einige Vertreter der allgemeinen Pfadfinderverbände fernbleiben, da man bei Ramelow kein falsches Zeichen setzen will. Ramelow dürfte in allgemeinen Wahlkampfzeiten dieser sicherlich unerwartete Zuspruch von dieser Seite nicht unangenehm sein, galten Pfadfinder in linken Kreisen doch eher als Auswuchs bürgerlicher bis imperialer Ideologie. In der Ex-DDR waren sie verboten und durch die Blauhemden der FDJ ersetzt, bei denen das „Treu Gott, Treu Volk und Vaterland“ allenfalls auf Volk und Sozialismus reduziert war.
Die Begründung kann sich jedenfalls Ramelow auf der Zunge zergehen lassen:
„Wir zählen Herrn Bodo Ramelow zu den ehemaligen und heutigen Pfadfinderinnen und Pfadfindern, die sich nach den Regeln und Prinzipien des Pfadfindertums, aktiv auf die Lebenssituationen in dieser Welt eingelassen haben und durch ihr politisches Engagement und die Weiterentwicklung ihrer persönlichen Fähigkeiten die Gesellschaft prägend mitgestaltet haben. Ihr Lebensweg und ihr Einsatz für die Gemeinschaft – war und ist unseres Erachtens gelebtes Pfadfindertum und macht sie zu Vorbildern, nicht
nur für unsere jungen Menschen in den aktiven Pfadfinderverbänden.“
2014 wurde Ramelow noch in BILD durch den damaligen Chef der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wegen seines Einsatzes für totalitäre DDR-Altlasten des „Geschichtsrevisionismus“ bezichtigt. Unter anderem ging es um Ramelows Forderung eines sofortigen Stopps der sogenannten „Blauhemd-Prozesse.

IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel tritt zweite Amtszeit an

Die neu gewählte Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) hat in ihrer konstituierenden Sitzung am 6. März 2018 Jutta Kruft-Lohrengel, Geschäftsführende Gesellschafterin der Autohaus Kruft GmbH, Oberhausen, erneut zur Präsidentin gewählt.

Kruft-Lohrengel gehörte bereits seit März 2008 dem IHK-Präsidium an und steht seit 2013 an die Spitze der Essener IHK. Sie engagiert sich ehrenamtlich u. a. seit 2003 als Handelsrichterin am Landgericht Duisburg, ist Gründungspräsidentin des Zonta-Clubs Oberhausen im Jahr 2005, Mitglied im Vorstand der ENO – Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH, Vorsitzende des Freundevereins der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen und Mitglied im Vorstand von IHK NRW und DIHK. Die IHK-Vollversammlung ist das höchste Organ der IHK zu Essen. 25 der 85 neu gewählten Mitglieder des Parlaments sind Unternehmerinnen. Damit stieg der Frauenanteil auf 29,4 Prozent. Die IHK-Wahl findet alle fünf Jahre statt.

Jutta Kruft-Lohrengel wurde 1956 geboren und ist seit 1983 – nach Abschluss ihres Studiums der Betriebswirtschaftslehre in Göttingen – im Unternehmen aktiv. 1958 als Tankstellenbetrieb von ihren Eltern gegründet, entwickelte sich das Unternehmen Kruft kontinuierlich weiter. Heute beschäftigt es in Oberhausen 68 MitarbeiterInnen – darunter 14 Azubis in kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufen.

Das neue Präsidium der IHK wird von drei stellvertretenden Präsidenten und fünf Vizepräsidentinnen und -präsidenten komplettiert.

Stellvertretende Präsidenten:

Dr. Thomas Stauder, Geschäftsführer der Jacob Stauder GmbH & Co. KG, Essen (1. Stellvertreter)

Florian G. Schauenburg, Geschäftsführender Gesellschafter der Schauenburg International GmbH, Mülheim an der Ruhr (2. Stellvertreter)

Christian Schmitz, Geschäftsführender Gesellschafter der Schmitz GmbH & Co. KG Tapeten-Import Gesellschaft, Essen (3. Stellvertreter)

Vizepräsidentinnen und –präsidenten:

Hartmut Buhren, Geschäftsführer der hagebaumarkt Mülheim an der Ruhr GmbH

Helmut Schiffer, Vorsitzender des Vorstandes der der Sparkasse Essen

Corinna Spiess, Geschäftsführende Gesellschafterin der Industrie-Immobilien Rasch GmbH, Essen

Peter M. Urselmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Weiterbildungsinstitut Wbl GmbH, Oberhausen

Axel Witte, Geschäftsführender Gesellschafter der RST Steuerberatungsgesellschaft mbH, Essen

Ehrenpräsident ist weiterhin Dirk Grünewald, Geschäftsführender Gesellschafter der Heinrich Grünewald GmbH & Co. KG Bauunternehmung, Oberhausen.

Abschied nach 22 Jahren: Landgerichtspräsidentin Dr. Monika Anders geht in den Ruhestand

Im Juni 1996 trat sie ihr Amt an: Jetzt geht Dr. Monika Anders nach fast
22 Jahren als Präsidentin des Landgerichts Essen in den Ruhestand.
Ihre Laufbahn als Richterin begann Dr. Monika Anders 1979 am Landgericht Köln in einer Kammer für Bausachen. Noch während ihrer Probezeit  Verwaltungserfahrung u. a. als Mitarbeiterin des Justizprüfungsamtes. Anschließend war sie am Amtsgericht und am Landgericht Köln in der Rechtsprechung und in der Verwaltung eingesetzt. Am Landgericht, wo sie verschiedenen Zivil- und Strafkammern angehörte, darunter dem Schwurgericht und einer Kammer für Betäubungsmittelstrafsachen, wurde sie 1982 zur Richterin auf Lebenszeit ernannt. Ihr weiterer Weg führte sie ins Justizministerium in Düsseldorf. Hier war sie drei Jahre lang in der Personal- und Haushaltsabteilung tätig. Anschließend wechselte sie als Richterin an das Oberlandesgericht Köln. Sie war dort ebenfalls in der Rechtsprechung und in der Verwaltung tätig.
Anfang 1992 wurde Dr. Monika Anders zur Leitenden Ministerialrätin im Justizministerium und zur stellvertretenden Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes ernannt. Dies war ihre letzte Station vor dem Wechsel nach Essen. Als Präsidentin des Landgerichts Essen trug Dr. Monika Anders nicht nur Verantwortung für die rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landgerichts, sondern auch für die Amtsgerichte in Essen-Borbeck, Essen-Steele, Gelsenkirchen, Gelsenkirchen-Buer (bis zur Zusammenlegung mit Gelsenkirchen), Bottrop, Dorsten, Gladbeck, Hattingen und Marl, außerdem für die Ambulanten Sozialen Dienste der Justiz mit ihren
Fachbereichen der Bewährungshilfe, der Gerichtshilfe und der Führungsaufsicht.
In ihrer Amtszeit hat Dr. Monika Anders viele Veränderungen in der Justiz begleitet und mitgeprägt: Der Umstieg von Schreibmaschine und Durchschlagspapier auf die heutige EDV-Vollausstattung gehört ebenso dazu
wie die Reorganisation der gerichtlichen Geschäftsstellen und wichtige  Baumaßnahmen: Zuletzt wurde im Frühjahr 2016 der neue Saaltrakt an der Kortumstraße eingeweiht, dessen Planung und Bau sie vorangetrieben hat. Die zukünftige elektronische Aktenführung vorzubereiten und damit den Anschluss der Justiz an das digitale Zeitalter zu gewährleisten, gehörte ebenfalls zu ihren Aufgaben.
Ein wichtiges Anliegen war Dr. Monika Anders vor allem die Personalführung und -entwicklung sowie das Fördern des juristischen Nachwuchses: Schon als Proberichterin leitete sie Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare und wurde 1984 zur damals jüngsten Prüferin im Zweiten Juristischen Staatexamen ernannt. Gemeinsam mit Burkhard Gehle hat sie ein Standardwerk der Ausbildungsliteratur verfasst: Den „Anders/Gehle“,
der aktuell in der 13. Auflage erscheint und bundesweit von Referendaren geschätzt wird. Die Prüfungstätigkeit wird sie über ihre Pensionierung hinaus fortsetzen. Ein besonderes Kennzeichen der Amtszeit von Dr. Monika Anders ist auch das Einbinden des Landgerichts in das Gesellschaftsleben der Stadt Essen und ihrer Umgebung. In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung kultureller Zwecke im Landgerichtsbezirk Essen e. V., zu dessen Mitgründern sie 1999 zählte, hat sie das Justizgebäude für regelmäßige Kunstausstellungen, Vorträge und Konzerte geöffnet. Zu nennen ist dabei auch die kritische Auseinandersetzung mit der Justiz im Nationalsozialismus: Eine Dauerausstellung zu diesem Thema im Foyer des Justizgebäudes zeugt ebenso davon wie die Errichtung von zwölf Stelen am gleichen Ort, die an die Lebensläufe verfolgter Juristen aus dem Essener Bezirk erinnern.
Der Zusammenarbeit mit dem Förderverein ist es auch zu verdanken, dass inzwischen zahlreiche Kunstwerke – ermöglicht durch engagierte Mäzene und Leihgeber – dauerhaft ihren Platz im Justizgebäude gefunden haben: Beispielsweise das Triptychon „Justitia. Wandel der Zeit. Cosmas und Damian“ von Johanna R. Wiens, das die Eingangshalle prägt oder die Skulptur „Kopf, Kopf, Geist“ von Guido und Johannes Häfner in einem der Innenhöfe, die im Dezember 2017 enthüllt wurde.
Als Vorsitzende der Juristischen Gesellschaft Ruhr e. V. hat Dr. Monika Anders zahlreiche Fachtagungen mitveranstaltet. Wichtig war ihr dabei stets der Austausch über die Grenzen juristischer Fächer und Berufsgruppen hinweg, wie vor allem ihr Engagement für den Deutschen Juristentagzeigt , den alle zwei Jahre stattfindenden größten europäischen Rechtskongress. Als der 71. Deutsche Juristentag auch auf ihre Initiative hin im September 2016 mit über 2.500 Teilnehmern in der Messe Essen stattfand, zeichnete sie als Vorsitzende des Essener Ortsauschusses mitverantwortlich für Fundraising und Organisation des umfangreichen Rahmenprogramms.
An diesem Dienstag (27.02.2018) verabschiedet sich Dr. Monika Anders
im Landgericht von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die offizielle Verabschiedung durch Minister der Justiz Peter Biesenbach findet am 23.03.2018 ebenfalls im Landgericht statt. Er wird an diesem Tag auch ihre Nachfolgerin in ihr Amt einführen.

(ü. Pm. – Landgericht)

Beschweren beim Konzern Stadt Essen? Dann aber immer schriftlich!

Ärgern Sie sich auch manchmal über Maßnahmen, die von der Stadtverwaltung beeinflußbar wären? Vielleicht über solch achtlos „dahingeknallten“ Verkehrsschilder, die, von der Stadt genehmigt, von Möbelunternehmen aufgestellt werden? Unbeleuchtet, mitten auf dem Fußweg als Stolperfalle für ältere Menschen? So wie auf unserem Bild, einer nicht nur gestellten Aufnahme, bei der der Vorfall zunächst zur Verstimmung mit der angesprochenen Stadtverwaltung führte? Eine Genehmigung zur Aufstellung solcher Schilder belegt die Stadt mit Gebühren, eine Kontrollfunktion übt sie dann allerdings nicht aus. „Wir können ja nicht jedes einzelne Schild kontrollieren, der Bürger soll doch seine Beine heben!..“ darf man als Beschwerdeführer dann schon mal hinnehmen.

Wir wollten nun generell erfahren, wie geht die Stadt Essen mit Beschwerden um und stellten fest, dass es für den „Großkonzern“ Stadt Essen bisher noch kein zentrales Beschwerdemanagement gibt. Wir sprachen darüber mit Essens Beigeordneten des Geschäftsbereichs 3, Christian Kromberg:

Das Interview am 13. 11. 2017 führte H.-J. Steinsiek, Fotos: Redaktion Die Erle, Essen.

Heimat Altenessen – Der Schauspieler Dirk Sonnenschein

Er fühlt sich auch heute noch seinem Kindheitsstadtteil verbunden. Dirk Sonnenschein ist ein Essener Schauspieler, dessen Laufbahn eng mit dieser Stadt verbunden ist. Ausdrucksstarke Charaktere sind seine Stärke und haben ihn zum gefragten Darsteller werden lassen. Wir sprachen mit dem auch heute noch in seiner Geburtsstadt lebenden Film- und Fernsehprofi:

Fotos der Galerie: alle Rechte Dirk Sonnenschein und Matt Buc,Birgit Buchholz und Thomas Meanz.

Folkwang Kustos Mario-Andreas von Lüttichau geht in den Ruhestand

Nach 26 Jahren als Kustos für die Sammlung 18. bis 21. JahrTitelfoto: hundert am Museum Folkwang geht Mario-Andreas von Lüttichau in den Ruhestand.

Oberbürgermeister Thomas Kufen verabschiedete den langjährigen Mitarbeiter des Museum Folkwang am Freitag (29.9.) im Rathaus und dankte ihm für sein langjähriges Engagement: „Sie haben sich hervorragend um all die Meisterwerke, für die der Name Folkwang in aller Welt berühmt ist, gekümmert. Ihre Ausstellungen zogen die Kunstliebhaber von nah und fern in Scharen an und werden nachhaltig in Erinnerung bleiben.“

Mario-Andreas von Lüttichau, Jahrgang 1952, studierte Kunstgeschichte an der Universität München, wo er 1983 promovierte. Es folgten Stationen als wissenschaftlicher Assistent und Fellow in München, Berlin, Santa Monica, Kalifornien und Bonn. 1987 rekonstruierte Mario von Lüttichau die Münchner Ausstellung Entartete Kunst von 1937. Seitdem publizierte er unter anderem zu den Themen Entartete Kunst, Provenienzforschung und Sammlungsgeschichte im In- und Ausland. 1998 wurde er Berater für die Kunst- Sammlung der Sparkasse Essen und hat seit 2007 einen Lehrauftrag am kunsthistorischen Institut der Universität Bonn für Museologische FührungskonTitelfoto: zepte und Nach 26 Jahren als Kustos für die Sammlung 18. bis 21. Jahrhundert am Museum Folkwang geht Mario-Andreas von Lüttichau in den Ruhestand.kuratorische Modelle. Seit 2010 ist er Mitglied, seit 2014 Vorsitzender des Kuratoriums für die Kunstsammlung der Franz Haniel & Cie., Duisburg.

Nach 26 Jahren als Kustos für die Sammlung 18. bis 21. Jahrhundert am Museum Folkwang geht Mario-Andreas von Lüttichau in den Ruhestand.Seit 1991 war Herr von Lüttichau am Museum Folkwang als Kustos für die Sammlung 18. bis 21. Jahrhundert zuständig. Er initiierte, entwickelte und organisierte Ausstellungen und Publikationen zur Kunst des 19. Jahrhunderts, zur klassischen Moderne, insbesondere zu den Künstlern der Künstlergemeinschaft Die Brücke, dem Blauen Reiter, zur Gruppe ZERO und Künstlern des Informel sowie zu Ferdinand Hodler, Max Pfeiffer Watenphul, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer und Max Beckmann.

Titelfoto: Oberbürgermeister Thomas Kufen und Kustos Dr. Mario-Andreas von Lüttichau. Foto: Peter Prengel

Verdienstkreuz am Bande für Professor Dr. Wilfried Breyvogel

Stellvertretend für den Bundespräsidenten überreichte Oberbürgermeister Thomas Kufen heute (22.8.) Professor Dr. Wilfried Breyvogel das Bundesverdienstkreuz am Bande. Geehrt wurde Professor Breyvogel für sein jahrelanges Engagement und seine auszeichnungswürdigen Verdienste vor allem im kulturellen Bereich.

Wilfired Breyvogels Engagement für die Essener Kulturszene geht weit über das übliche Maß hinaus. Seine Aktivitäten waren davon geprägt, wichtige Orte der Architektur und Baukultur, der Erinnerung und der Begegnung zu erhalten und mit neuem Leben zu füllen.
Ein besonders nachhaltiger Erfolg ist dabei die Initiative für den Erhalt der Essener Philharmonie und der Lichtburg, des landesweit größten historischen Kinopalastes.

In den Jahren 2006 bis 2008 hat sich Wilfried Breyvogel gemeinsam mit Gleichgesinnten durch die Gründung des Vereins „Rettet das Filmstudio“ erfolgreich dafür eingesetzt, das älteste Filmtheater des Ruhrgebiets, das „Filmstudio Glückauf“ zu erhalten. Mithilfe des Vereins gelang es Breyvogel durch zahlreiche Aktionen unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Firmen und Politik, die notwendigen Spenden und Zuschüsse zu generieren, um die Finanzierungslücken für dei Sanierung des Filmstudios zu schließen. So konnte das 1924 eröffnete Filmstudio Glückauf, ein besonderes Juwel der heimischen Kulturlandschaft restauriert, bewahrt und als äußerst lebendiges Kinomuseum wiedereröffnet werden.

2012 wurde der Verein „Rettet das Filmstudio“ nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts zum Verein „Filmkunst und Kinokultur Essen“, für den Professor Breyvogel bis heute als beratendes Mitglied tätig ist und in dem er sein großes Engagement weiterführt. So initiierte er im Jahr 2015 mit dessen Unterstützung die Aufführung des Films „Shoah“ in der Lichtburg. An diesem außergewöhnlichen Projekt nahmen 1.200 Menschen teil, darunter über 400 Schülerinnen und Schüler. Mit der Veranstaltung bezweckte Professor Breyvogel vor allem die Sensibilisierung der nachwachsenden Generation für das Thema der Judenverfolgung. Als Schirmherrn der in dieser Form einmaligen Darbietung konnte er Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert gewinnen.

Oberbürgermeister Thomas Kufen (rechts) mit Familie Breyvogel. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen, 22.08.2017

Breyvogel ist außerdem seit langem im Vorstand des „Forum Kreuzeskirche e.V.“ aktiv, dessen Ziel es ist, Begegnung von Glaube, Wissenschaft und Kunst zu fördern und zu befruchten. Hier hat er über viele Jahre immer wieder dazu beigetragen, dass die Umnutzung und Renovierung der Kreuzeskirche für kulturelle Aktivitäten beharrlich weiterverfolgt worden ist.

Bevor Wilfried Breyvogel 2007 in den Ruhestand trat, war er Professor an der Universität Duisburg-Essen und leitete als Akademischer Direktor dort das Institut für Erziehungswissenschaft.

Seit 1984 gehört Professor Breyvogel dem Kulturbeirat der Stadt Essen an, dessen Vorsitz er von 1988 bis 1997 innehatte.

(ü. Pm.)

Ausstellung der Aquarelle von Andreas Koerner

Der Maler Andreas Koerner ist vielen Essenern durch seine zahlreichen Ortsmotive der Stadt Essen bekannt. Wahrscheinlich ist Koerner der Urheber der größten Anzahl von Aquarellen, die von der Stadt Essen existieren. Seine Motivsammlung dürfte mittlerweilen weit über 500 Werke umfassen. Derzeit stellt der Künstler einen Teil seiner Werke in der Geschäftsstelle Dellwig der Sparkasse Essen aus.

Die Ausstellung der Aquarelle von Andreas Koerner ist vom 20. Juni bis 6. Juli 2017 während der Geschäftszeiten in der Geschäftsstelle Dellwig der Sparkasse Essen, Donnerstraße 135 zu sehen

Eine kurze biografische Einlassung des Künstlers ist der Eröffnungsbroschüre zu entnehmen: Eröffnungsbroschüre

 

Integrationsarbeit in der Stadt Essen wird neu aufgestellt

Mit der Umhängung des Fachbereichs „Interkulturelle Orientierung/ Kommunales Integrationszentrum“ in den Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters zum 1. Juni 2017 hat die Stadtverwaltung den ersten Schritt zur Neuausrichtung der städtischen Integrationsarbeit vollzogen. Der neue Fachbereich, der den Namen „Kommunales Integrationszentrum“ (01-09) trägt, wird der wachsenden Bedeutung der Integrationsarbeit für die Stadt Essen gerecht. Der Geschäftsbereich „Kultur, Integration und Sport“, dem der Fachbereich bisher angeschlossen war, wird in den Geschäftsbereich „Kultur und Sport“ umbenannt.

Der neue Bereich wird als Einheit alle städtischen Fachbereiche bei Fragen und Maßnahmen der Integrationsarbeit beraten und unterstützen. Damit wird das Kommunale Integrationszentrum zukünftig zahlreiche Querschnittsaufgaben in der Verwaltung übernehmen und flexibel und bedarfsgerecht auf aktuelle Themen und Ereignisse reagieren können. Zugleich werden damit alle städtischen Fachbereiche in die Thematik „Integrationsarbeit“ eingebunden.

Darüber hinaus dient der neue Fachbereich als Ansprechpartner der Stadt Essen für externe Verbände, Organisationen, Institutionen und Vereine. Die Leitung des Kommunalen Integrationszentrums fungiert zukünftig auch als Integrationsbeauftragter der Stadt Essen – diese vakante Position soll zum 1. August 2017 besetzt werden. Dann soll auch die konkrete konzeptionelle und strategische Neuausrichtung des Fachbereichs vollzogen werden. Derzeit werden dafür die bisherigen Integrationskonzepte evaluiert. Ziel der inhaltlichen Neuausrichtung ist ein ganzheitliches Integrationskonzept für die Stadt Essen, das den Ergebnissen der bisherigen Arbeit Rechnung trägt und das bestehende Strategiekonzept „Integration von Flüchtlingen“ miteinbezieht.

Für den Ausbau der Kommunalen Integrationszentren, den die Landesregierung Nordrhein-Westfalens für das Jahr 2017 beschlossen hat, erhalten kreisfreie Städte eine abgeordnete Lehrkraft und Zuwendungen für zwei weitere Personalstellen, die bis zu 50.000 Euro pro Stelle vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales gefördert werden, sowie Sachkostenerstattungen von bis zu 50.000 Euro im Jahr. Die Stadt Essen bereitet derzeit die Antragstellung vor.

Zum Hintergrund:

Der Rat der Stadt Essen hat die Verwaltung am 22. Juni 2016 beauftragt, das 2016 auslaufende „Strategiekonzept Interkulturelle Orientierung“ in inhaltlicher, strategischer und organisatorischer Ausrichtung zu überprüfen und auf die sich verändernden Bedürfnisse anzupassen und weiterzuentwickeln.

(ü. Pm)

Essens Oberbürgermeister lädt ein paar Kollegen für über 2600 Euro zum Essen ein

Oberbürgermeister Thomas Kufen gilt als volksnah und ums Wohl seiner Bürger bemüht. Wie durch den Essener Journalisten Pascal Hesse in einem Beitrag der Bild-Zeitung public wurde, galt des Oberbürgermeisters Wohlwollen auch allen Parteivertretern der Stadt, die bei einer Zusammenkunft des Deutschen Städtetages in Nürnberg weilten. Kufen, zwar nicht anwesend, lud diese in ein Luxusrestaurant und die 10 Essener ließen es sich mal so richtig gut gehen… 2665 Euro kamen als Rechnung zusammen. Letztlich vom OB aus privater Schatulle bezahlt, doch verweist der recherchierende Journalist darauf, dass dies auch eine Reaktion auf das Bekanntwerden der Sause sein konnte. Wie auch immer, solch tolle Geschenke kann dauerhaft auch kein OB-Gehalt vertragen und ans private Vermögen muss es auch nicht gehen, denn wir haben einmal vor Ort hier in Essen recherchiert und können dem OB für weitere Einladungen preiswertere Empfehlungen aussprechen. Die Essener Wirtschaft kann Umsatz gebrauchen, nicht nur auf Kulinarischen Meilen mit ihren Häppchen-Angeboten. Und wenn die Gäste dann ohnehin alle Essener sind, sozusagen aus der gleichen Firma, dann böte sich doch etwas Lokalpatriotismus an.

Wir suchten das GOP für den Oberbürgermeister aus, eine der feinsten Adressen in Essen, jetzt auch mit einem frisch pickfein künstlerisch gestaltetem Parkhaus der Allbau. Da dürfte die Anfahrt nicht schwer fallen.

GOP-Geschäftsführer Mike Bomheuer machte uns ein Angebot:

Also Oberbürgermeister Kufen könnte hier in Essen gut 20 Politiker und 10 Journalisten, letztere wegen der Transparenz, fürs gleiche Geld auf höchstem Niveau beköstigen. Essens Gastronomen würden sich sicherlich freuen.

Das GOP bietet sauberste Lösungen, ob Vegan, Fisch oder Fleisch und eine Bühne mit Seelenmassage auf Weltniveau.

Ständig wechselnden Programmen, wobei die derzeit laufende Show Kawumm von einer ergreifenden Respektlosigkeit gegenüber aller Spießerei ist, dass man sie unbedingt gesehen haben sollte. Es gibt Berichte, nach denen sich Essens OB in der Erstvorstellung herzlich amüsiert haben soll.

Natürlich lässt es sich im Hause auch feiern bis zum Abwinken.

Seit September letzten Jahres ist das Parken in der Tiefgarage Kastanienhöfe im 2016 fertig gestellten Allbau-Komplex Kastanienhöfe an der Rottstraße möglich.
Die „Optischen Illusionen in der Tiefgarage Kastanienhöfe“ wurden von Matthias Oel – Grafiker der GOP Entertainment Group GmbH & Co. KG, Timo Wilhelmi – Malermeister und Stefan Bonacker – Druck- und Medientechnik Bonacker gestaltet. In Zusammenarbeit mit der Allbau AG als Eignerin gelang so die optische Einstimmung auf das Ambiente des GOP.

Einweihung am 9. 6. 2017

Matthias Oel – Grafiker der GOP Entertainment Group

Und zu guter Letzt, das GOP ist im Grünen Hauptstadtjahr auch vom Rathaus her umweltfreundlich fußläufig erreichbar. Thomas Kufen könnte bei seinem gedrängten Terminplan so auf kurzem Weg als Sponsor sein Gesicht zeigen.

(stk.)

Grabenkamp wird neuer Kämmerer der Stadt Essen

Der Rat der Stadt Essen hat sich heute (24.5.) mehrheitlich für Gerhard Grabenkamp als neuen Stadtkämmerer ausgesprochen.Damit hat sich Grabenkamp in einem mehrstufigen Verfahren gegen insgesamt 13 weitere Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt. Drei Kandidaten hatten sich in einer Aussprache den Ratsmitgliedern vorgestellt und Rede und Antwort gestanden.

Grabenkamp wird seinen Dienst ab Oktober 2017 im Essener Rathaus antreten. Zuvor war er Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Essen. In den Jahren 2007 bis 2012 war er Büroleiter des ehemaligen Stadtkämmerers Marius Nieland, davor absolvierte Grabenkamp unterschiedliche Stationen in der Stadt Essen – immer in den Bereichen Finanzen und Controlling. Der Diplom-Verwaltungs- und Betriebswirt Grabenkamp hat seine Kariere 1979 bei der Stadt Essen gestartet.

(ü. Pm.)