Stadt warnt vor unseriösem Hausentwässerungsangebot

Die Stadt Essen warnt vor einer Firma, die derzeit im Essener Stadtgebiet mit Nachdruck versucht, vor allem älteren Anwohnerinnen und Anwohnern eine Dichtheitsprüfung ihrer Entwässerungssysteme zu verkaufen. Scheinbar zielt die Firma darauf ab, im Anschluss an die Prüfung, die 79 Euro kosten soll, eine überteuerte, nicht notwendige Sanierung durchzuführen, wobei sie diese gegenüber den Eigentümern als unbedingt dringlich darstellen. Die Mitarbeiter der Firma gehen dazu von Haus zu Haus, die Eigentümer der Immobilien scheinen ihnen somit nicht bekannt zu sein. Die Firma stellt sich als im Auftrag der Stadt Essen handelndes Unternehmen dar.

Die Stadt Essen hat dieser Firma keinen Auftrag erteilt. Stünde eine vergleichbare notwendige Überprüfung oder Sanierung des Entwässerungssystems an, so würde die Stadt Essen alle Eigentümerinnen und Eigentümer schriftlich und vorab darüber informieren.

Bürgerinnen und Bürger sowie Eigentümerinnen und Eigentümer, die bereits angesprochen wurden oder Fragen zum Vorgehen haben, können sich bei der Stadt Essen, Wasserwirtschaft, Hausentwässerung, Telefon: 88 69230, 88 69231 oder 88 69232, melden.

RWI: Pflegende Angehörige haben es auf dem Arbeitsmarkt schwerer

Pflegen über 50-Jährige ihre Eltern, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie gleichzeitig berufstätig sind – bei Frauen um durchschnittlich bis zu 7,2 Prozentpunkte, bei Männern sogar um bis zu 11,8 Prozentpunkte. Frauen reduzieren zudem ihre Arbeitszeit um durchschnittlich 12,4 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle RWI-Studie zu den längerfristigen Folgen für die Arbeitsmarktsituation von Pflegenden. Sie basiert auf dem SHARE-Datensatz, der die Lebensverhältnisse von über 50-Jährigen in Europa und Israel erfasst.

Kümmern sich ältere Erwerbstätige um ihre pflegebedürftigen Eltern, geht das häufig zu Lasten ihrer Berufstätigkeit. So sinkt für Frauen, die ihre Eltern im vergangenen Jahr erstmals pflegten, die Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 7,2 Prozentpunkte. Pflegen Frauen über einen längeren Zeitraum ihre Eltern, reduziert sich ihre Beschäftigungswahrscheinlichkeit nur noch um 4,5 Prozent. Bleiben diese Frauen in der Zeit jedoch weiterhin berufstätig, reduzieren sie ihre Arbeitszeit um durchschnittlich 12,4 Prozent. Für Männer sind die Auswirkungen auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit sogar noch größer. Wenn sie über einen längeren Zeitraum pflegen, dann sinkt ihre Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 11,8 Prozentpunkte. Diejenigen, die weiterhin berufstätig sind, reduzieren allerdings ihre Arbeitszeit in der Regel nicht. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung auf europäischer Ebene. Bisher haben sich nur wenige Untersuchungen mit den längerfristigen Folgen für die Arbeitsmarktsituation der Pflegenden befasst.

Für die stärkeren längerfristigen Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation pflegender Männer gibt es aus wissenschaftlicher Sicht zwei mögliche Erklärungen. „Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit und schaffen nach einer Pflegephase dort leichter wieder den Einstieg“ erläutert Dr. Dörte Heger, Wissenschaftlerin im RWI-Kompetenzbereich „Gesundheit“ und Mitautorin der Studie. Eine zweite mögliche Erklärung ist, dass das pflegerische Engagement von Frauen von Arbeitgebern als „normal“ wahrgenommen wird. Bei Männern gilt es hingegen unter Umständen als Beweis für schwächer ausgeprägtes berufliches Engagement.

Pflege wird mit demographischem Wandel an Bedeutung gewinnen

Grundlage der Studie sind Daten aus dem „Survey for Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE)“ aus dem Zeitraum der Jahre 2004 bis 2015. Der Datensatz umfasst die Bevölkerung ab einem Lebensalter von 50 Jahren in Europa und Israel. Er ist der erste mit umfassenden gesundheitlichen und sozio-demografischen Informationen von über 50-Jährigen auf europäischer Ebene. Für die Studie umfasste die Stichprobe knapp 8.000 Frauen und gut 6.500 Männer im Alter zwischen 50 und 70 Jahren.

Durch die häufig als „demographischer Wandel“ umschriebene Alterung der Gesellschaft wird das Thema Pflege in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Um die bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege zu ermöglichen und die negativen Folgen für Pflegende abzumildern, sind in zahlreichen Ländern bereits Möglichkeiten für „Pflege-Auszeiten“ geschaffen worden. So können in Deutschland seit dem Jahr 2008 Pflegende eine zehntägige bezahlte Auszeit nehmen. Für die längerfristige Pflege ist eine Freistellung für bis zu sechs Monaten möglich, während der ein Arbeitnehmer ganz oder teilweise aus dem Beruf aussteigen kann. Seit 2015 besteht während der kurzzeitigen Auszeit sogar ein Anrecht auf Pflegeunterstützungsgeld. Welche Folgen diese Maßnahmen auf die Beschäftigungssituation von Pflegenden haben, wurde bisher mangels verfügbarer Daten noch nicht eingehend wissenschaftlich untersucht.

(RWI)

Linke: Begleitservice der EVAG nicht weiter einschränken

Die Ratsfraktion DIE LINKE lehnt die Kürzungen beim Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Menschen bei der EVAG ab, da diese ältere und in ihrer Bewegung eingeschränkte Bürger von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließt. Statt der bisher 120 Fahrten im Monat sollen nur noch 20 pro Woche zur Verfügung gestellt werden, was einer Reduzierung von über 30% entspricht.

„Als Kommunales Nahverkehrsunternehmen muss die EVAG für alle Bürgerinnen und Bürger da sein und insbesondere für die, denen keine anderen Fortbewegungsmittel zur Verfügung stehen“, so Udo Seibert, für DIE LINKE im Seniorenbeirat. „Mobilität ist für uns ein Grundrecht und in einer immer älter werdenden Gesellschaft ist ein solcher Service ein Muss, um allen Menschen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Auch die neue Anmeldefrist von mindestens einer Woche kommt einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit gleich, da dadurch Fahrten weit im Voraus geplant werden müssen.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht es auch als ein falsches Signal an, dass keiner der 20 im Rahmen des Förderprojektes für den Begleitservice geschulten Arbeitssuchenden von der EVAG übernommen wurde, obwohl hier klarer Bedarf besteht.

„Arbeitsmarktförderprojekte sind kein Selbstzweck. Sie sollen dabei helfen, Arbeitssuchende wieder langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das dies hier nicht funktioniert hat ist für uns angesichts der Größe des Unternehmens sowie der Wichtigkeit und guten Annahme des Angebotes unverständlich. Wir werden im Rahmen der Diskussion um den neuen Nahverkehrsplan fordern, dass das Angebot mindestens wie bisher bestehen bleibt und dafür auch die nötigen Gelder bereitgestellt werden “, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke abschließend.

(ü. Pm.)

 

Bürgerservice und Pflegestützpunkte vor Ort – Termine in der ersten Juli-Hälfte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Essen sowie der Kranken- und Pflegekassen beraten auch im Juli wieder gemeinsam wohnortnah und trägerneutral rund um die Themen Pflege und Älterwerden in Essen. Interessierte erhalten Informationen und Beratung zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten vor Eintritt des Pflegefalls, aber auch zu allen Leistungen bei Pflegebedürftigkeit.

Die Seniorenberatung in den Pflegestützpunkten vor Ort findet in der ersten Juli-Hälfte an folgenden Terminen von 9 bis 12 Uhr statt:

  • Montag, 3. Juli,
    Sozialer Bürgerservice Borbeck, Marktstraße 22,
  • Dienstag, 4. Juli,
    Seniorenbegegnungszentrum Kettwig, Bürgermeister-Fiedler-Platz 1,
  • Donnerstag, 6. Juli,
    Verwaltungsgebäude Steele, Dreiringplatz 10,
  • Freitag, 7. Juli,
    Verwaltungsgebäude Frohnhausen, Freytagstraße 29,
  • Montag, 10. Juli,
    Seniorenbegegnungszentrum Karnap, Timpestraße 33,
  • Dienstag, 11. Juli,
    Comenius-Schule, Burgaltendorf (Zugang über Alte Hauptstraße),
  • Mittwoch, 12. Juli,
    Bürgeramt Rüttenscheid, Alfredstraße 148,
  • Freitag, 14. Juli,
    Bürgerzentrum Kon-Takt, Katernberg, Katernberger Markt 4.

Zusätzlich zur Beratung vor Ort können Ratsuchende das Beratungsangebot in den Pflegestützpunkten bei der AOK Rheinland Hamburg, Friedrich-Ebert-Straße 49, Knappschaft, Vereinstraße 2, und Novitas BKK, Kurfürstenstraße 56, sowie im Amt für Soziales und Wohnen, Steubenstraße 53, während der jeweiligen Öffnungszeiten wahrnehmen.

Neue Broschüre zum Projekt „Willst du mit mir geh’n“ – Die schönsten Spaziergänge in 34 Essener Stadtteilen

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt fünf mal 30 Minuten Bewegung wöchentlich, um gesund und fit zu bleiben. Unterstützt wird diese Empfehlung von Medizinern, Apothekerinnen und Apothekern, Krankenhäusern und Krankenkassen auch in Essen.

Insofern ist es gut und wichtig, die tägliche Bewegung zu fördern und zu unterstützen. Die Idee, Senioren und Seniorinnen zu mehr Bewegung im Alltag einzuladen, soziale Kontakte zu fördern und die Verbundenheit mit dem Stadtteil zu stärken, wurde vom Seniorenbeirat, der Gesundheitskonferenz und dem Seniorenreferat der Stadt Essen aufgegriffen und als Projekt „Stadtteilspaziergänge“ umgesetzt.

Als anfängliches Ziel wurde vereinbart, nicht nur möglichst viele Stadtteile mit dem Projekt zu erreichen, sondern mehr als 3.000 Seniorinnen und Senioren. Heute – etwas mehr als fünf Jahre später – heißt es in 34 von 50 Essener Stadtteilen jede Woche „Willst du mit mir geh’n?“. Rund 120 Spaziergangspaten und -patinnen erwarten in 34 Patenteams Seniorinnen und Senioren zu einem etwa einstündigen Spaziergang in ihrem eigenen Stadtteil.

Mit der neuen Ausgabe der Broschüre „Willst du mit mir geh’n“ bieten einige der Spaziergangsteams zusätzlich zu ihren wöchentlichen Gängen auch besondere Touren unter dem Themenschwerpunkt „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ an. Auf diesen Wegen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise Gemeinschaftsgärten, Hofläden, grüne Aussichtspunkte und vieles mehr kennen.

Entstehung und Inhalt des Buches:

Zum fünf-jährigen Jubiläum der Initiative und anlässlich des Jahres der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 stellen Spaziergangspaten und -patinnen aus allen beteiligten Stadtteilen mit viel Herzblut ihren Lieblingsspaziergang vor.

Alle Teams – ob in Ost oder West, Nord oder Süd – haben grüne Wege und interessante Orte in ihren Stadtteilen erkundet. Die Beschreibungen sollen Ideen für schöne Spaziergänge bieten, um vor allem Neues im Stadtteil zu entdecken. Das Buch enthält außerdem zahlreiche Hintergrundinformationen über besondere Ereignisse und Sehenswürdigkeiten in Essen.

Die neue Broschüre mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren ist hier kostenlos erhältlich: Rathaus-Information, Amt für Soziales und Wohnen, Bürgeramt Gildehof, Touristikzentrale, Kur vor Ort, Ehrenamt Agentur Essen e.V., Projektbüro Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017.

Die Spaziergangstermine werden täglich in den lokalen Medien angekündigt. Auskünfte gibt es beim Seniorenreferat der Stadt Essen unter Telefon: 88 50088 oder www.essen.de/senioren.

Sommerausflüge des Seniorenreferats zur Henrichshütte Hattingen und zum Geysir Andernach

Das Seniorenreferat des Amts für Soziales und Wohnen bietet für Essener Seniorinnen und Senioren wieder zwei interessante Ausflüge mit attraktivem Programm an.

Am Mittwoch, 28. Juni, findet eine Fahrt zur Henrichshütte in Hattingen mit einem Besuch des Museums und einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen statt. Karten für diese Fahrt sind zum Preis von 20 Euro erhältlich.

Am Mittwoch, 5. Juli, ist der Geysir in Andernach Ziel einer Tagesfahrt. Ein Mittagessen und natürlich eine Schifffahrt runden das Programm ab. Karten für diese Veranstaltung sind zum Preis von 36 Euro erhältlich.

Eine telefonische Anmeldung für beide Fahrten ist ab sofort beim Seniorenreferat im Amt für Soziales und Wohnen, Telefon: 88 50150, möglich. Außerhalb der Geschäftszeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

(ü. Pm.)

20 Jahre Seniorenbeirat

Die heutige Sitzung (3.5.) des Essener Seniorenberates war eine ganz besondere: Das Gremium feierte sein 20jähriges Jubiläum.

Aus diesem Anlass ließ es sich Bürgermeister Rudolf Jelinek nicht nehmen, die Sitzung zu besuchen und seinen Lob und Dank im Namen der Stadt Essen auszusprechen: „Der Seniorenbeirat hat in den letzten zwei Jahrzehnten entschieden dazu beigetragen, Essen ein gutes Stück weit seniorenfreundlicher zu machen. Dieses Engagement ist nicht nur heute wichtig, sondern auch für die nachkommenden Generationen, die von ihrer Arbeit profitieren können. Ich danke allen im Namen der Stadt Essen, die sich im Seniorenbeirat engagieren und engagiert haben.“

20jähriges Jubiläum des Seniorenbeirates. Auf dem Foto v.l.n.r.: Gaby Schnell, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung, Gerhard Barnscheidt, stellv. Vorsitzender des Seniorenbeirates, Karl-Heinz Völkel, Ingeborg Schrader, Bürgermeister Rudolf Jelinek, Alfred Steinhoff, Vors. des Seniorenbeirates, Altoberbürgermeisterin Annette Jäger, Wulf Mämpel und Beigeordneter Peter Renzel. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen. 03.05.2017

Der Seniorenbeirat ist die politische Interessenvertretung der fast 160.000 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ab 60 Jahren und wird für die Dauer der 5-jährigen Ratsperiode der Stadt Essen gewählt. Seit seiner Gründung 1997 vertreten seine Mitglieder die Belange der älteren Generation ehrenamtlich gegenüber Rat und Verwaltung.

(ü. Pm.)

CDU Essen würdigt Ingeborg Schrader und Seniorenbeirat

Zum 20-jährigen Bestehens des Seniorenbeirates in Essen erklärt der Seniorenbeauftragte der CDU-Fraktion, Friedhelm Krause: „Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Essen gratuliert dem Seniorenbeirat sehr herzlich zu seinem 20-jährigen Jubiläum und wünscht ihm für die Zukunft weiterhin ein glückliches Händchen bei seinem Engagement für die Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt. Zur Geschichte des Seniorenbeirates gehört zweifelsfrei auch das langjährige Engagement von Ingeborg Schrader. Sie war zwischen 2005 und 2014 Vorsitzende des Seniorenbeirates. Dank Ihres Einsatzes sowie vieler weiterer Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind heute Projekte wie das ‚Seniorenmagazin‘, das ‚Seniorenkino‘ oder die ‚Spaziergangspaten‘ ein fester Bestandteil im vielfältigen Angebot für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger geworden. Die Arbeit von Ingeborg Schrader an der Spitze des Seniorenbeirates war seinerzeit davon geprägt, die bevorstehenden Herausforderungen des demographischen Wandels und die Interessen der älteren Generation stärker in den Fokus unserer Stadtgesellschaft zu rücken. Für ihre sach- und fachkundige Arbeit sowie ihr großes Engagement für die Belange der Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt war Ingeborg Schrader parteiübergreifend geschätzt und anerkannt gewesen.“

Biographie Ingeborg Schrader
geb. 1939 in Essen (78 Jahre)
Von 1989 bis 1999 Mitglied der Bezirksvertretung IX
Von 1999 bis 2009 Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
Von 2005 bis 2011 sowie erneut ab 2014 Vorsitzende der Senioren Union Essen
Von 2005 bis 2014 Vorsitzende des Seniorenbeirates
2010: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

(ü. Pm.)

Grippealarm! DAK bietet eine Hotline für Versicherte aller Kassen

Die Grippewelle startete in diesem Jahr besonders früh und heftig: Rund 39.000 Erkrankungen hat das Robert Koch-Institut seit Jahresbeginn erfasst – und es werden längst nicht alle Fälle gemeldet. 126 Menschen sind an der so genannten Influenza gestorben. Besonders betroffen sind der Süden und Osten Deutschlands, sowie Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Als Reaktion auf die Analyse bietet die DAK-Gesundheit eine Telefon-Hotline rund um die Grippe. Wie kann man vorbeugen? Ist die Impfung noch sinnvoll? Wie unterscheidet sich die echte Grippe von einer Erkältung? Medizinische Experten beraten am 15. Februar zwischen 8 und 20 Uhr. Das Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 können Versicherte aller Krankenkassen nutzen.

Experten vermuten, dass sich die Grippe in den nächsten Wochen weiter ausbreiten wird. „Die Influenza oder echte Grippe sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Dr. Mark Dankhoff, Arzt bei der DAK-Gesundheit. „Besonders für ältere Menschen und Schwangere kann die Infektion gefährlich werden.“ Die Symptome einer echten Grippe reichen bei einem schweren Verlauf von Schüttelfrost über Husten bis hin zu starkem Fieber. „Die Betroffenen fühlen sich von jetzt auf gleich sehr krank. Das unterscheidet die echte Grippe von einer Erkältung“, so Dankhoff.

Neben der Grippeimpfung können eine Reihe weiterer vorbeugender Maßnahmen die Gefahr einer Ansteckung reduzieren. „Um Viren so schnell wie möglich wieder loszuwerden, sollte man sich häufiger als sonst die Hände waschen“, rät DAK-Arzt Dankhoff. Doch es kann noch mehr getan werden, um der Grippewelle zu entgehen – oder andere nicht anzustecken, wenn man sich selbst schon infiziert hat. Antworten auf diese und weitere Fragen geben die DAK-Experten am Mittwoch, 15. Februar, von 8 bis 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841.

Informationen zu Impfungen gibt es im Internet unter www.dak.de/impfen.

(ü. Pm.)

Verkehrsaufklärung der Polizei Essen für Essener Seniorinnen und Senioren

„Sehen und gesehen werden“ – was auf dem Roten Teppich gilt, ist im Straßenverkehr elementar! Deshalb informiert und berät die Polizei Essen unter diesem Motto in eigens für die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren konzipierten Verkehrsaufklärungsreihe. Heute (9.2.) machte diese im Pfarrsaal der Johanneskirche in Bergerhausen Station.

„Die heutigen Seniorinnen und Senioren sind aktiv, sie nutzen ihrer Freizeit, um am Leben in unserer Stadt teilzunehmen und sind mobil“, so Bürgermeister Rudolf Jelinek, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßte und die Agilität der älteren Generation sehr schätzt. „Doch oftmals haben gerade die vermeintlich bekannten Strecken ihre Tücken – etwa, wenn sich die Verkehrsführung oder eine Ampelschaltung geändert hat“, ergänzte Jelinek. Über die Aspekte, die gerade Seniorinnen und Senioren – auch und vor allem in der dunklen Jahreszeit beachten sollen, informiert die Polizei Essen in den Essener Stadtteilen in Kooperation mit der Verkehrswacht Essen.

Titelfoto: Bürgermeister Rudolf Jelinek spricht bei der Veranstaltung „Verkehrsaufklärung für Essener Seniorinnen und Senioren.“ Foto: Ulrich Schnippenkötter; Polizei Essen

(ü. Pm.)

„Brücken bauen und Wege finden“ – „Wertschätzende Kommunikation mit Menschen mit Demenz“

Die Volkshochschule Essen, das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet und das Kompetenzzentrum für gehörlose Menschen im Alter (GIA) laden gemeinsam mit dem Alfried Krupp Krankenhaus und dem Netzwerk Demenz Essen am Dienstag, 7. Februar, von 17 bis 20 Uhr zu einer Veranstaltung zum Thema „Wertschätzende Kommunikation mit Menschen mit Demenz“ in der Volkshochschule Essen, Burgplatz 1, ein.

Die Veranstaltung ist kostenlos und für gehörlose Gäste barrierefrei.

Wie erreiche ich einen Menschen mit Demenz? Über welche Wege finde ich einen Zugang zu „seiner“ Welt? Und wie kann ich Konflikte vermeiden?
Die Kommunikation im alltäglichen Miteinander stellt Angehörige, hauptamtlich Tätige und Ehrenamtliche, aber auch Menschen mit Demenz selbst vor Herausforderungen.
In der Veranstaltung gehen Susanne Johannes (Alfried Krupp Krankenhaus) und Prof. Dr. Nehen (Memory Clinic Essen/ Contilia) gemeinsam diesen Fragen nach und geben Impulse, wie eine wertschätzende Begleitung gelingen kann.

Neben Vorträgen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Markt der Möglichkeiten mit Info-Ständen, Erfahrungsstationen und persönlichen Gesprächen. Eingerahmt wird der Abend von der Ausstellung „Selbstbestimmt leben“: Die Bilder und Texte zeigen auf beeindruckende Weise, wie eine von Demenz betroffene Frau mit der Diagnose umgeht und sich ihr Leben neu erobert.

Kontakt und Information: Demenz-Servicezentrum Region Westliches Ruhrgebiet, Telefon: 0203/298-2016, Fax: 0203/298-2051, Email: info@demenz-service-westliches-ruhrgebiet.de
(ü. Pm.)

Digitale Landkarte zeigt Beratungseinrichtungen für Menschen mit Schwerbehinderung

Deutsche Rentenversicherung? Integrationsfachdienst? Versorgungsamt? Ansprechpartnerinnen und -partner für Menschen mit Schwerbehinderung gibt es viele. Aber wer ist eigentlich zuständig für die Feststellung einer Schwerbehinderung? Wer hilft bei der beruflichen Rehabilitation von Menschen, die nach einem Unfall oder einer Erkrankung schwerbehindert sind? Wer berät Arbeitgeber zu dem Thema?

Eine Übersicht gibt jetzt eine digitale Landkarte, die unter www.essen.de/jobcenter veröffentlicht ist. Die Karte zeigt Standorte im Stadtgebiet, nennt Namen und Anschrift der Hilfepartnerinnen und -partner. Mit einem Klick erhalten Interessierte weitere Informationen zu den Aufgaben und Schwerpunkten der jeweiligen Einrichtung.

Entstanden ist die digitale Landkarte im Projekt „Essen. Inklusive. Arbeit“. Das JobCenter Essen, die Arbeitsagentur und das Franz Sales Haus haben sich in dem Projekt zusammengeschlossen, um die Vermittlung von Menschen mit Schwerbehinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Kernpunkte des Projekts sind die intensive Beratung der Arbeitssuchenden durch spezielle Jobcoaches, die Vernetzung der in der Vermittlung von schwerbehinderten Menschen tätigen Akteure und die Sensibilisierung von Unternehmen und Öffentlichkeit für Schwerbehinderte als Arbeitskräfte. Die Gesamtkoordination des Projektes, das im Rahmen des „Programms der Bundesregierung zur intensiven Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen“ für drei Jahre mit fast 700.000 Euro gefördert wird, liegt beim JobCenter Essen.