Bürgerinitiative Bärendelle fürchtet Untätigkeit der Verwaltung

In einem offenen Brief an die Stadtverwaltung äußert die Bürgerinitiative Bärendelle ihren Unmut über die Hinnahme eines weiteren Verfalls der Immobilie Bärendelle, die für die Frohnhauser Bürger ein hohes emotionales Gut darstellt. Sie schreibt:

Offener Brief an das Amt für Stadtplanung und Bauordnung
Betreff: Baugenehmigung für die ehemalige Hauptschule an der Bärendelle
Sehr geehrter Herr Graf!
Wie ihnen bekannt ist, wurde die Bürgerinitiative Bärendelle im Sommer 2013 gegründet, um den weiteren Verfall der ehemaligen Hauptschule an der Bärendelle zu verhindern und eine weitere Nutzung durch die Bürger der Stadt zu erreichen. Das Schulgebäude wurde 2015 an die in Geldern ansässige Stiftung „Mein Wohnen“ veräußert. Mit dem Verkauf war die Maßgabe verbunden, im Erdgeschoss durch den ASB-Ruhr als Mieter ein soziokulturelles Zentrum errichten zu lassen. Die Bürgerinitiative Bärendelle soll laut Ratsbeschluss in den Betrieb des Zentrums eingebunden werden.
Ein möglicher Bezugstermin wurde zu diesem Zeitpunkt für das Frühjahr 2017
angenommen. Im Sommer 2016 begannen die ersten Arbeiten am Gebäude.
Schutzverkleidungen von den Fenstern, z. B. an der ehemaligen Turnhalle, wurden entfernt. Wochenlang war aus dem Gebäude Baulärm zu vernehmen und augenscheinlich wurden verschiedene Innenausbauten entfernt. Im Spätherbst 2016 kamen die Aktivitäten im und am Schulhaus zum Erliegen. Die letzte Information, die wir von der Stiftung im März 2017 erhielten, war, dass sie täglich den Bescheid zur Baugenehmigung erwarten.
Seit gut einem Jahr passiert an dem Gebäude nichts. Durch die entfernten Außensicherungen sind Fenster wieder verstärkt Ziel von Vandalismus. Das Innere des Gebäudes ist durch offenstehende und zerschlagene Fenster erneut Wind und Wetter in erschreckender Weise ausgesetzt. Das Gebäude hat
nach wie vor den Status, den es bereits 2013 schon hatte, es ist dem Verfall
preisgegeben.
Seit fast zwei Jahren ist dies die mehr als dürftige Informationslage für die Mitglieder der Bürgerinitiative und die Frohnhauser Bürger*innen, das ist unerträglich. Hat die Stiftung „Mein Wohnen“ von der Stadt Essen eine Baugenehmigung für das ehemalige Schulhaus an der Bärendelle erhalten?
Sollte dies nicht der Fall sein, stellt sich uns die Frage, warum das bisher nicht geschehen ist? Nach den Entkernungsarbeiten im vergangenen Jahr ist zu vermuten, dass das Gebäude nun unbeheizt in den zweiten Winter geht. Durch diese langfristigen Verzögerungen der Baumaßnahmen befürchten wir eine nachhaltige Schädigung der Bausubstanz des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Weitergehend stellt sich uns die Frage, ob das Projekt überhaupt noch realisiert wird. Wir erwarten mit Spannung Ihre zeitnahe Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerinitiative Bärendelle
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„… mehr als nur Pflaster …“ – Der Frohnhauser Platz gehört allen! – LINKE diskutiert Ideen aus der Bürgerbefragung

Vier Jahre ist es her, seit Studenten der Uni Duisburg-Essen ihre Ideen zur Aufwertung des Frohnhauser Platzes vorgestellt haben. Der Platz sollte nicht nur äußerlich gewinnen, sondern von Jung und Alt für unterschiedlichste Aktivitäten besser genutzt werden. Der Anfang zur Neugestaltung des Platzes wurde im Sommer durch die Bezirksvertretung gemacht. Anlass für DIE LINKE Essen-West bei den Frohnhausern nachzufragen, wie wichtig ihnen eine Aufwertung des Platzes, aber auch eine stärkere Nutzung des Wochenmarktes sind.

An den letzten vier Samstagen sammelte DIE LINKE Anregungen und Ideen von Marktbesuchern dazu. Diese werden nun am Donnerstag, den 30.11.2017, 19.00 Uhr im Treffpunkt des Vereins Essener Kontakte e.V, Frohnhauser Platz 1 vorgestellt. Dazu lädt die Partei Frohnhauserinnen und Frohnhauser recht herzlich ein. Sie haben an dem Abend die Möglichkeit, zusammen mit dem Bezirksbürgermeister Klaus Persch, dem Marktbeschicker Wolfgang Dotten, den Architekten Peter Brdenk, Dirk Heimeshoff von Grün und Gruga Essen und anderen zu diskutieren, wie der Frohnhauser Platz weiter aufgewertet werden kann.

„Nutzen Sie die Chance, ihre Anregungen und Ideen einzubringen, denn eine Studie allein und die ersten, gemachten Schritte reichen nicht aus, um den Platz seine einstige Schönheit und seinen Nutzwert wiederzugeben“, so die Fraktionsvorsitzende in der BV III, Heike Kretschmer. „Es ist an der Zeit darüber nachzudenken, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll und welche Rolle der Platz im Leben des Stadtteils spielen kann. Denn unser Platz ist für alle da!“

(ü. Pm.)

 

Spiel und Spaß beim großen Riehlparkfest

Am Mittwoch, 7. Juni, 14 bis 17 Uhr wird sich der Riehlpark für alle kleinen und großen Bürgerinnen und Bürger aus Essen-West in einen großen Spielplatz verwandeln. Dann heißt es für alle: Feiern und Spaßhaben. Eröffnet wird das Stadtteilfest um 14 Uhr von Oberbürgermeister Thomas Kufen und Bezirksbürgermeister Klaus Persch.

Die Organisatoren – die sozialen Institutionen im Umfeld – haben auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Festprogramm auf die Beine gestellt, darunter Outdoor-Spiele, Tattoo-Stand, Zöpfe flechten und einen Schminkstand, an dem sich die kleinen Möchtegern-Tiger und –Schmetterlinge ihr Traumoutfit verpassen lassen können. Neben zahlreichen Spiel- und Bewegungsangeboten gibt es viele Infos rund um die sozialen Einrichtungen in Essen-West. Weitere Angebote: Schatzsuche, die Hüpfburg des Ferienspatzes und auch der Waffelstand des Familienzentrums Sankt Augustinus, vor dem sich im vergangenen Jahr lange Schlangen gebildet hatten, ist auch wieder mit von der Partie. Dazu gibt es wieder ein buntes Bühnenprogramm mit Gesangs- und Tanzvorführungen.

Schlau machen können sich Eltern an zahlreichen Info-Ständen beispielsweise zu den Ferienspatz-Angeboten in den Sommerferien, bei dennen Ferienpässe können erworben werden und den Unterstützungs- und Serviceleistungen des Jugendamtes.

(ü. Pm.)

Die Bürgerinitiative Bärendelle lädt ihre Mitglieder und Interessierte zur nächsten Versammlung ein

Ein Thema ist die bevorstehende Osteraktion am Ostermontag, 17.04. Da wir leider immer noch keine Rückmeldung vom ASB haben, wollen wir ggf. unsere Aktion vom letzten Jahr wiederholen und öffentlich darauf aufmerksam machen, dass es immer noch keine Gespräche über eine gemeinsame Arbeitsgrundlage gegeben hat.

  • Das Haus ist entkernt, warum passiert weiter nichts?
  • Wie sollen die Räume des Zentrums aussehen?

Wir werden nach wie vor nicht einbezogen.

Auch 2017 soll es wieder ein BIB Sommerfest für die Kleinen und Großen geben. Das geht aber nur, wenn sich ein paar mehr Menschen verlässlich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligen.

  • Wie können wir Helferinnen und Helfer gewinnen?
  • Wie soll das Fest aussehen, was für ein Programm stellen sich die BIB Mitglieder vor?

Montag, 03. April 2017, 19.00 Uhr in den Räumen der „Essener Kontakte“, Frohnhauser Platz 1.

(ü. Pm.)

Steigendem Bedarf an Kita-Plätzen besser gerecht werden-Fraktion DIE LINKE in der BV III lädt zum Austausch am Donnerstag in das Bürgeramt ein

Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksvertretung Essen- West lädt zur Bürgersprechstunde am Donnerstag, den 9.März 2017 von 16 – 18 Uhr in das Bürgeramt, Freytagstraße 29 ein. Das Büro der Fraktion befindet sich in der 3. Etage des Bürgeramtes.

„In der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung am 16. März 2017 steht die Planung der Kinderbetreuungsangebote für das kommende Kindergartenjahr 2017/2018 auf der Tagesordnung. Aus unserer Sicht bedarf es endlich einer langfristigen Strategie zur Sicherung der Ausbauplanung entsprechend der stetig wachsenden Zahl an Kindern und den bisher erreichten Versorgungsquoten in den einzelnen Stadtteilen,“ so Heike Kretschmer, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der BV III. „Wenn man bspw. in Altendorf trotz der Aufrechterhaltung des Notgruppenprogrammes eine Versorgungsquote von 21,3 % bei der Betreuung von unter Dreijährigen erreicht, der Umbau der Kita Markscheide sich weiter verzögert, bedarf es eines stärkeren Engagements der Stadt hier städtische Betreuungsplätze zu schaffen.“

Udo Seibert, Mitglied der Fraktion DIE LINKE in der BV III: „Wir brauchen endlich auch ein Investitionsprogramm Kinderbetreuung, analog dem jetzt aufgelegten Programm für die Schulen, gemessen an den konkreten Bedarfen in den Stadtteilen unseres Bezirkes. Darüber hinaus wollen wir mit den Bürgerinnen und Bürgern auch in einen Austausch zu anderen bezirklichen Themen treten. So liegt nun der Entwurf der Umgestaltung des Frohnhauser Platzes, der Aufwertung des Zugangsbereiches zum Westpark vor. Die Bezirksvertretung wird dazu 25.000 Euro im Rahmen der Aktion Green Capital Day zur Verfügung stellen. Wir freuen uns auf einen Austausch mit Ihnen dazu.“
(ü. Pm.)

Zwei Lesungen mit Fabian Lenk für Kinder der 4. bis 6. Klasse

Fabian Lenk liest und erzählt am Donnerstag, 9. März, gleich zwei Mal für Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse in Essener Stadtteilbibliotheken:

Um 10 Uhr erfahren alle Interessierte im Gustav-Heinemann-Jugendbibliothekszentrum Schonnebeck, Schonnebeckhöfe 58 – 64, welche aufregenden Abenteuer die Protagonisten in „Krypteria – Jules Vernes geheimnisvolle Insel“ erleben.

Ganz im Sinne von Jules Verne brechen vier Kinder mit ungewöhnlichen Fähigkeiten zu packenden Expeditionen auf. Dabei dringen sie in die Tiefen des Meeres ebenso vor wie in bis dato unbekannte Höhlenwelten.

Heute werden auf der Insel Krypteria neue Forscher an einer Akademie in seinem Geiste ausgebildet. Die Schüler Jason, Meg, Tom und Sera erleben viele spannende Abenteuer, die sie zu den geheimnisvollsten Orten der Welt führen.
In der tiefsten Höhle der Welt ist ein Forscher spurlos verschwunden. Die Freunde Jason, Meg, Tom, Sera und ihr kleines sprechendes Skwieselbiesel brechen heimlich von Krypteria auf, um den Mann zu retten…

Um 16 Uhr liest und erzählt Fabian Lenk in der Stadtteilbibliothek Frohnhausen, Sybelstraße 50, aus „Die Zeitdetektive“.

Historische Romane aus der beliebten Reihe „Die Zeitdetektive“ (www.zeitdetektive.de) stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Es sind packende Krimis mit authentischem Hintergrund: „Kleopatra und der Biss der Kobra“, „Der Spion am Hof des Sonnenkönigs“, „Barbarossa und der geheimnisvolle Schrein“ mit dem Schauplatz Köln sowie neu ab März 2017 „Der Fluch des Pharao“, in dem es um die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun geht.

(ü. Pm.)

POL-E: Essen: Mehrere Personen schlagen sich auf der Straße – Verletzte, Blutproben und Strafverfahren

Verletzte, mehrere Blutproben und Strafverfahren sind das Ergebnis einer Schlägerei mit etwa 12 Beteiligten am gestrigen Abend (5. Februar) in der Bunsenstraße in E- Holsterhausen.
Ein Anwohner hatte gegen 23:45 Uhr die Polizei alarmiert. Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung wären zwei Gruppen aufeinander losgegangen.Wenige Minuten später trafen die ersten Streifenwagen ein. Teilweise mit Knüppeln schlugen sich etwa 12 Männer. Ein dunkler, möglicherweise blauer Kleinwagen, besetzt mit mehreren Beteiligten, flüchtete in unbekannte Richtung.Auch den Beamten gegenüber war die Stimmung extrem aggressiv. Einen gezielten Faustschlag gegen den Kopf eines Beamten konnte dieser abwehren. Die Polizisten mussten den Einsatzmehrzweckstock einsetzen, um die Parteien letztendlich zu trennen. Für drei Verletzte forderten die Beamten Rettungswagen an.Ein 22-jähriger mutmaßlicher Widerständler verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam, nachdem eine Stichwunde an seiner Schulter genäht worden war. Zudem wurden ihm aufgrund des Verdachts vorherigen Alkohol- und/oder Drogenkonsums zwei Blutproben entnommen.Drei weitere Männer (20, 24, 37) mussten ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden. Auch ihnen entnahmen dortige Ärzte jeweils zwei Blutproben.Waffen konnten die Polizisten vor Ort nicht feststellen. Gegen bislang neun Männer (18-51) leitete die Polizei Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten ein, gegen einen wird zudem wegen Widerstandes ermittelt.
Nach weiteren Informationen soll es sich bei den Gruppen um Personen aus Afghanistan handeln.
Hinweise an die Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr:
Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230)
(ü. Pm.)

Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative Bärendelle

Die Bürgerinitiative Bärendelle lädt ihre Mitglieder und alle Interessierten herzlich ein zur Jahreshauptversammlung am Montag, 09. Januar 2017, 19.00 Uhr in den Räumen der „Essener Kontakte“, Frohnhauser Platz 1.

Der Vorstand der Bürgerinitiative Bärendelle gibt einen Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten seit der letzten Jahreshauptversammlung und stellt ihn zur Diskussion.
Zur Verabschiedung durch die Versammlung vorgeschlagene Satzungsänderungen machen deutlich, dass sich die Bürgerinitiative stärker auf die Arbeit im Stadtteil orientiert, wobei natürlich nach wie vor der Fokus auf einem soziokulturellen Zentrum im Gebäude Bärendelle liegt. Weiterhin gibt es einen Ausblick auf die Aktivitäten und Pläne für das Jahr 2017, traditionell die Osteraktion und ein Nikolausfest sowie eine zweite Frohnhauser Sommerkult[o]ur im September. Darüber hinaus gibt es noch viele Ideen und Vorschläge, die diskutiert werden wollen.

Auf der Jahreshauptversammlung findet auch die Wahl des Vorstands der Bürgerinitiative statt.

(ü. Pm.)

Bürgerservice und Pflegestützpunkte vor Ort – Termine in der ersten Januar-Hälfte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Essen, sowie der Kranken- und Pflegekassen beraten auch im Januar wieder gemeinsam wohnortnah und trägerneutral rund um die Themen Pflege und Älterwerden in Essen.

Interessierte erhalten Informationen und Beratung zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten vor Eintritt des Pflegefalls, aber auch zu allen Leistungen bei Pflegebedürftigkeit.

Die Seniorenberatung in den Pflegestützpunkten vor Ort findet in der ersten Januar-Hälfte an folgenden Terminen von 9 bis 12 Uhr statt:

  • Montag, 2. Januar,
    Sozialer Bürgerservice Borbeck, Marktstraße 22,
  • Dienstag, 3. Januar,
    Seniorenbegegnungszentrum Kettwig, Bürgermeister–Fiedler–Platz 1,
  • Donnerstag, 5. Januar,
    Verwaltungsgebäude Steele, Dreiringplatz 10,
  • Freitag, 6. Januar,
    Verwaltungsgebäude Frohnhausen, Freytagstraße 29,
  • Montag, 9. Januar,
    Seniorenbegegnungszentrum Karnap, Timpestraße 33,
  • Dienstag, 10. Januar,
    Comenius-Schule, Burgaltendorf (Zugang über Alte Hauptstraße),
  • Mittwoch, 11. Januar,
    Bürgeramt Rüttenscheid, Alfredstraße 148,
  • Freitag, 13. Januar,
    Bürgerzentrum Kon-Takt, Katernberg, Katernberger Markt 4.

Zusätzlich zur Beratung vor Ort können Ratsuchende das Beratungsangebot in den Pflegestützpunkten bei der AOK Rheinland Hamburg, Friedrich-Ebert-Straße 49, Knappschaft, Vereinsstraße 2, und Novitas BKK, Kurfürstenstraße 56, sowie im Amt für Soziales und Wohnen, Steubenstraße 53, während der jeweiligen Öffnungszeiten wahrnehmen.

(ü. Pm.)

Strafrechtler kandidiert für SPD Essen im Süd-Westen nach der Lügenpleite der Vorgängerin

Essens SPD leidet nach vielen Fehlschlägen und strukturellen Pannen und gleicht, einem Ausspruch eines alten Esseners nach, einem Schützen, der seine Munition verschossen hat. Petra Hinz, letzte traurige Berühmtheit des Wahlkreises Essen-Süd, erheiterte die Medien europaweit mit einer nicht vorstellbaren Lügengeschichte eines komplett erfundenen Lebenslaufs. Thomas Kutschaty, Justizminister des Landes NRW und Vorsitzender des SPD-Unterbezirks will wohl auf „Nummer Sicher“ gehen, wenn er einen ihm wohl auch nicht unbekannten Strafrechtsprofessor in den Essener Süd-Westen einführt. So recht bekannt ist dieser den Genossen vor Ort wohl noch nicht, aber auch dessen Konkurrentin, die offenherzig im heutigen Fernsehprogramm von ihrer Überlegung einer sinnvollen Altersplanung plauderte und mit der Herkunft aus einer einfachen und geldgeplagten Familie Sympathien wecken wollte, kann man keinen „Stallgeruch“, der in der SPD eigentlich sonst üblich ist, zuordnen. Das Rennen hat jedenfalls der Strafrechtler gemacht und unterstreicht damit das Bemühen der Parteiführung, rechtlich saubere Kandidaten mit ausgewiesener Biografie ins Rennen zu schicken. Die Auswahl dürfte auch nicht besonders groß gewesen sein und einen Kandidaten mit Wohnsitz im Wahlkreis zu finden war wohl auch nicht mit Erfolg gekrönt. Nun heißt es den neuen Kandidaten an den Wähler zu bringen, ein im Hinblick auf die Sozialstruktur des Wahlkreises nicht leicht einzuschätzendes Wagnis. „Wenn man im Laufe der Zeit verschiedene Ämter inne hat, kommt man für andere Aufgaben in Frage.“, der Ausspruch von Gereon Wolters war eine Reaktion auf seine Wahl als Vorsitzender des Senats der Bochumer Uni, die nun gewählte Aufgabe könnte aber auch als „downgrade“ enden, die soziale Distanz in den Ortsvereinen könnte größer nicht sein. Es dürfte mit Spannung beobachtet werden, ob dieses Experiment, das hinter vorgehaltener Hand als Kutschatys Handschrift bewertet wird, beim Wähler gefallen findet. Gereon Wolters sind da viele Spaziergänge im Wahlbezirk zu empfehlen, denn Ruhrgebiet oder grauselige Metropolenbezeichnung hin und her, zwischen Bochum und Essen liegen immer noch Welten.

 Wahlkreis 120 Essen III:

Gereon Wolters gewählt. Wolters hatte sich zuvor auf dem Nominierungsparteitag gegen seine Mitbewerberin, Margret Schulte, durchgesetzt. Gereon Wolters ist 50 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Söhnen. Mitglied der SPD ist er seit 1988. Wolters ist Universitätsprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht.

Das Ergebnis der Nominierung:
Margret Schulte 52 Stimmen (35,62%), Gereon Wolters 83 Stimmen (56,85%), 11 Enthaltungen, 2 ungültig.vDamit wurde Gereon Wolters der VertreterInnenversammlung vorgeschlagen.
Maria Trepperis wurde mit 70 % als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Hans-Ulrich Krause hat als Beisitzer 82 % erhalten.

Titelfoto: Prof. Gereon Wolters

(stk.)

Linke: Planungssicherheit für den Hundeverein schaffen – Räumungsklage gegen DVG Essen-West zurückziehen

Für die Ratsfraktion DIE LINKE ist es unverständlich, dass es zwischen der Stadt Essen und dem Hundeverein DVG MV Essen-West e.V. immer noch keine einvernehmliche Lösung zur Weiternutzung des Vereinsgeländes geben soll. Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte bereits vor Wochen angekündigt, dass die Stadt die Räumungsklage zwar nicht zurückziehen, aber den Verein auch nicht vom Gelände vertreiben will.

„Aber passiert ist offensichtlich nicht viel“, kritisiert die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Wir fordern Oberbürgermeister Thomas Kufen auf, das Damoklesschwert der Klage endlich zurückzuziehen und damit dem Hundeverein Planungssicherheit zu geben. Ansonsten bleibt der Verein in ständiger existentieller Unsicherheit. Auch sollte die Stadt die Rechtsanwaltskosten tragen, da diese für den Verein nicht tragbar sind.“

Heike Kretschmer, Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der BV III ergänzt: „Wir können das Verwaltungshandeln an dieser Stelle nicht nachvollziehen, das nur unnötige Unruhe in den Stadtteil bringt. Die Stadtverwaltung soll endlich mit dem Hundeverein einen neuen Pachtvertrag abschließen, der einen Verbleib auf dem Gelände garantiert. Der Hundeverein ist schließlich mit verschiedenen Aktivitäten auch gut im Stadtteil eingebunden.“

(ü. Pm.)

Grundschulentwicklung in Frohnhausen – Grüne: Bildung einer neuen Schule statt eines Grundschulverbundes

In Sitzung des Schulausschusses am 14.9.2016 und der Ratssitzung am 28.9.2016 beantragt die Ratsfraktion der Grünen, die Gemeinschaftsgrundschule Berliner Schule und die städtisch-katholische Cosmas- und Damian-Grundschule an der Berliner Straße in Frohnhausen aufzulösen, um eine neue Grundschule am gleichen Ort zu gründen. Walter Wandtke, schulpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen, erklärt hierzu:

„Im Gegensatz zur Schulverwaltung, die dort nur einen Grundschulverbund unter dem Dach der städtisch-katholischen Schule vorschlägt, sehen Grüne in einem Neustart die bessere Lösung.

Ein Stadtteil wie Frohnhausen ist durch das Zusammenleben vieler Menschen geprägt, die in unterschiedlichen religiösen Bekenntnissen, nicht selten aber auch religionsfrei aufgewachsen sind. Viele Eltern wünschen sich deshalb eine religiös neutrale Schulerziehung.

Die Schulkonferenz der Berliner Schule hat mit 6 zu 0 Stimmen eindeutig den Verwaltungsvorschlag abgelehnt, künftig in einem Grundschulverbund unter einer katholischen Schulleitung aufzugehen. Bei einer Neugründung hätten nach § 27 des NRW-Schulgesetzes die Eltern der in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler in einem sogenannten Bestimmungsverfahren zu entscheiden, ob hier künftig eine Gemeinschaftsschule, Bekenntnisschule oder Weltanschauungsschule pädagogisch arbeiten soll. Eine Gemeinschaftsgrundschule, die ich nach einem solchen Schulbestimmungsverfahren für sehr wahrscheinlich halte, könnte mit neuem Konzept bei Bedarf sowohl katholischen, evangelischen wie auch muslimischen Religionsunterricht anbieten. Der Aufbau eines komplizierten Schulverbundes mit diversen Teilgremien und Sonderregelungen wäre dann überflüssig.“

Bei einem Entscheid für die Gemeinschaftsschule hätten diejenigen Eltern, die ihre Kinder auf jeden Fall nur in einer katholischen Schule anmelden wollen, außerdem weiterhin im gleichen Stadtteil noch das Angebot der städtisch-katholischen Elisabethschule in der Hamburger Straße.

ergänzende Informationen:

frohnanlage_1_berliner_schule_schulkonferenzbeschluss

frohnnlage_2_cosmas_u-_damian-schule_schulkonferenzprotokoll

(ü. Pm.)