BUND: Proteste gegen Massentierhaltung

Zahlreiche BUND-Aktive zogen am Freitag vor Parteizentralen, Hühnerfabriken und in die Stadtzentren, sprachen mit Politikern und gaben Interviews.

In ganz Deutschland waren Aktive mit Bannern, Schildern, Kükenmützen und Hühnerkostümen unterwegs, um „Raus aus der Massentierhaltung“ zu fordern.

Denn es müsse endlich Schluss sein mit zu engen Ställen und dem übertriebenen Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Auch, dass jedes Jahr rund 50 Millionen Eintagsküken getötet werden, sei nicht hinnehmbar. Ein genauer Zeitplan, eine gesicherte Finanzierung und konkrete Vorgaben für einen Umbau der Tierhaltung gehöre jetzt in den Koalitionsvertrag der neuen Regierung.

Welttierschutztag am 4. Oktober

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober und mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen für die nächste Bundesregierung fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte CDU/CSU, FDP und Grüne auf, den Tierschutz zukunftsfähig zu machen. Die Zivilgesellschaft erwarte Handlungskonzepte für den Abbau der Tierversuche, einschneidende Verbesserungen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung sowie Maßnahmen für den Rückgang der Tiere als Lebensmittelieferanten.

„Tierschutz zukunftsfähig zu machen heißt: Der nächste Koalitionsvertrag muss fünf Gesamtstrategien vereinbaren und zwar für den Ausstieg aus dem Tierversuch, die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren, für eine tiergerechte landwirtschaftliche Tierhaltung, für den Rückgang der Tiere als Lebensmittelieferanten sowie für die Förderung pflanzlicher Eiweißproduktion. Nur wenn sich die Koalitionspartner zu diesen Trendwenden in den Kerngebieten der Tiernutzung bekennen, kann es wirkliche Fortschritte für die Tiere, aber auch für Umwelt und Verbraucher geben“, sagt Dr. Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes.

Nach Aussagen des Tierrechtsverbandes sind diese Tierschutzanforderungen an den Koalitionsvertrag realistisch. So haben die Niederlande bereits Ende 2016 einen Abbauplan für Tierversuche vorgestellt. Im Frühjahr 2015 habe zudem der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik (WBA) gutachterlich festgestellt, dass die derzeit praktizierte Nutztierhaltung aus Gründen des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes nicht zukunftsfähig ist. Die Gutachter haben zudem eine Gesamtstrategie für eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung und ein Sofortprogramm für Bund, Bundesländer, EU und Privatwirtschaft vorgelegt. Bisher habe sich jedoch lediglich NRWs Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking im Landtag dazu bekannt, dass sie die Umsetzung des WBA-Gutachtens verfolge.

Die Wahlaussagen der Parteien zeigten, dass die Vorstellungen von CDU/CSU, FDP und Grünen zur Tierschutzpolitik weit auseinanderliegen. Während die Grünen die Trendwenden für einen zukunftsfähigen Tierschutz in Wissenschaft und Landwirtschaft verfolgen, lehnt die FDP diese ab. CDU/CSU geben sich zwar offen für die Förderung tierversuchsfreier Verfahren sowie für eine Zukunftsstrategie ökologischer Landbau und haben zur Förderung des Eiweißpflanzenanbaus einen Plan aufgelegt, ein Rückblick auf die bisherige Tierschutzpolitik der CDU zeigt jedoch, dass der Tierschutz für die Partei bisher keine große Bedeutung hat.

Für die Tierrechtsorganisation liegt die Zukunft in neuen Ernährungs- und Landbaukonzepten ohne Ausbeutung von Tier und Umwelt sowie in einer humanspezifischen tierversuchsfreien Forschung. „Ergiebige Koalitionsverhandlungen für den Tierschutz werden schwer, sind aber nicht aussichtslos. Auf jeden Fall gibt es keinen Spielraum für politische Eitelkeiten. Die Wahlaussagen von SPD und Linken zeigen, dass die Opposition eine starke Tierschutzpolitik verfolgen will. Die Politik muss nun endlich erkennen, dass die Zeit reif ist für diese wichtigen Trendwenden. Umfragen zeigen, dass die Zivilgesellschaft diesen Wandel will“, schließt Baumgartl-Simons.

– Link zur Forsa-Umfrage „Mehrheit gegen Tierversuche!“

– Link zur Forsa-Umfrage „Bevölkerung will raus aus der Massentierhaltung!“

– Link zum Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (März 2015) „Wege zu  einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung!“

– Link zu den Wahlaussagen der Partien zum Tierschutz

– Link zum Interview mit Dr. Herman Koëter, Vorsitzender des niederländischen nationalen Komitees für den Schutz von Tieren, über den ambitionierten niederländischen Abbauplan für Tierversuch
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Ende der Freibadsaison 2017 und Dritter Hundeschwimmtag am Sonntag, 1. Oktober, im Grugabad

Mit Ausklang des Sommers beenden die Sport- und Bäderbetriebe Essen die Freibadsaison am Sonntag, 10. September.

An diesem Tag können letztmalig in diesem Jahr das Grugabad und die Freibadbereiche der Kombibäder Kettwig und Bad und Sport Oststadt genutzt werden.

Die verpachteten Bäder bleiben über den 10. September hinaus geöffnet. Das Freibad Dellwig öffnet noch bis Freitag, 15. September, allerdings nur noch von jeweils 6 bis 10 und 16 bis 19 Uhr. Das Freibad Steele 11 bleibt bis einschließlich Sonntag, 17. September, geöffnet.

Für Rückfragen stehen Michael Ruhl, Sport- und Bäderbetriebe Essen, Telefon: 88 52205, oder Simone Kruk-Braun, Telefon: 88 52234, zur Verfügung.

Hundebesitzerinnen und -besitzer haben das Ende der Freibadsaison vielleicht schon herbeigesehnt, ist es für sie doch von besonderem Belang: Am Sonntag, 1. Oktober, lädt das Grugabad von 13 bis 17 Uhr wieder zum großen Hundeschwimmen, bevor das Bad winterfest gemacht wird. Das Wellenbad gehört an diesem Sonntag allein den Hunden; Hundehalterinnen und -halter und natürlich auch Interessierte ohne Hund können vom Beckenrand zuschauen. Mehrere Aussteller für Hundezubehör bieten an Ständen Waren und Informationen rund um den Hund an.

Der Eintritt beträgt 0,50 Euro pro Pfote oder Fuß.

Wichtige Hinweise für interessierte Hundehalter:

Am Hundeschwimmtag sind Heimtierausweise mitzuführen, ohne Ausweis ist kein Einlass ins Bad möglich. Alle Hunde müssen eine Tollwutimpfung nachweisen. Je nach Wirkstoff darf die Impfung nicht länger als ein bis drei Jahre zurück liegen.

Vor Besuch der Veranstaltung sollte daher ein Tierarzt konsultiert oder befragt werden. Eine gültige Hundehalterhaftpflicht wird vorausgesetzt, um etwaige Schäden an der Anlage oder anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern abzusichern.

Für Rückfragen zum Hundeschwimmen steht Thomas Schulte, Telefon: 86 08130, zur Verfügung.

Allgemeinverfügung zur Bienenseuche aufgehoben

Das Ordnungsamt der Stadt Essen weist daraufhin, dass die Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Amerikanische Faulbrut der Bienen in Huttrop und Bergerhausen vom 11. April 2017 mit sofortiger Wirkung aufgehoben wird, da die Bienenseuche nunmehr erloschen ist.

Die Allgemeinverfügung vom 11. April 2017 richtete sich an alle Bienenhalter, die in den Stadtteilen Huttrop und Bergerhausen Bienen halten. In dem genannten Bereich wurde die Amerikanische Faulbrut der Bienen nach einer amtstierärztlichen Untersuchung festgestellt und mit Allgemeinverfügung reglementiert. Da die Bienenseuche nunmehr erloschen ist, wird der Sperrbezirk aufgehoben.

Allgemeinverfügung zur Einrichtung eines Sperrbezirks zum Schutz von Bienen vor der Amerikanischen Faulbrut

Die Stadt Essen hat eine Allgemeinverfügung zum Schutz von Bienen erlassen, nachdem in Essen-Bergerhausen ein Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut festgestellt wurde. Darin wird ein Sperrbezirk festgelegt, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab. Das hat wiederum zur Folge, dass die Zahl der Bienen in dem Volk immer geringer wird und dieses schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern.

Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich, der Honig kann ohne jede Einschränkung auch weiterhin verzehrt werden.

Die Allgemeinverfügung wurde gestern bekanntgegeben und tritt heute (13.4.) in Kraft.

Für alle Bienenhaltungen im Sperrbezirk wird Folgendes angeordnet:

1. Alle Bienenvölker und Bienenstände sind unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich – vertreten durch den Bienensachverständigen Herrn Herborn – untersuchen zu lassen, soweit sie seit Februar 2017 nicht bereits auf Faulbrut untersucht wurden. Die Besitzer von Bienenvölkern und Bienenständen sind verpflichtet, zur Durchführung von Untersuchungen entsprechende Unterstützung zu leisten.

2. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.

3. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus dem Bienenstand entfernt werden.

3. a) Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle dürfen entfernt werden, wenn sie an einen Wachs verarbeitenden Betrieb, der über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügt, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden.

3. b) Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist, darf abgegeben werden.

4. Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Der Sperrbezirk in Essen-Huttrop und Bergerhausen wird in seiner äußeren Ausdehnung wie folgt begrenzt:

Norden:
A40 – DB-Bahnstrecke Richtung Bahnhof Essen-Steele – Holbecks Hof

Osten:
Langmannskamp – Tamperestraße – Am Stadtgarten – Laurentiusweg – Am Deimelsberg – Westfalenstraße – Ruhrallee (B227)

Süden:
Frankenstraße – St. Annental – Im Walpurgistal

Westen:
DB-Bahnstrecke Richtung Bahnhof Essen-Hauptbahnhof

Jeder Verdacht auf Amerikanische Faulbrut ist dem Veterinäramt unverzüglich unter der Telefonnummer 88 59600 anzuzeigen.

Titelfoto: Elke Brochhagen

(ü. Pm.)

 

Rehbock von Hund gerissen – Verdacht der Jagdwilderei nahe des Emil-Frick-Hauses

Am Gelände des Emil-Frick-Hauses wurde am Donnerstag, 2. März, ein Rehbock tot aufgefunden, der nachweislich durch Bisse getötet wurde. Die Bissverletzungen lassen auf einen Hund als Verursacher schließen. Offensichtlich wurde der Rehbock in den Maschendrahtzaun einer Grundstückseinfriedung getrieben und konnte dem verfolgenden Tier nicht mehr entkommen. Da es sich hierbei im einen Straftatbestand nach § 292 StGB (Jagdwilderei) handelt, wurde die Polizei informiert. Aussagen der Besucherinnen und Besucher des Emil-Frick-Hauses legen die Vermutung nahe, dass der mehrjährige Rehbock am Donnerstagvormittag (9.3.) angegriffen wurde.

Personen, die den nord-westlich des Geländes gelegenen gut frequentierten Wanderweg nahe des Fundortes am Donnerstagvormittag genutzt haben und eventuell Beobachtungen gemacht haben, die zur Aufklärung des Falles führen könnten, werden gebeten, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Das Führen von Hunden ohne Leine im Wald außerhalb von Wegen stellt nach dem Landesforstgesetz NRW eine Ordnungswidrigkeit dar. Ab heute (10.3.) gilt die Leinenpflicht für Hunde ebenfalls auf allen öffentlichen Flächen im Stadtgebiet Essen durch die Neufassung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Wer unter Verletzung fremden Jagdrechts oder Jagdausübungsrechts Wild nachstellt, es fängt, erlegt oder sich oder einem Dritten zueignet oder eine Sache,

Gelsenkirchen legt nach
Rechnungen für Kosten der Unterkunft gehen auch an Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen
GE. Mit der Bitte, aus ersparten Hilfsmitteln des Bundes für die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt in Gelsenkirchen entstandene Kosten von rund 575.000 Euro auszugleichen, hatte sich Oberbürgermeister Frank Baranowski in den vergangenen Tagen an die Ministerpräsidenten der beiden Länder gewandt. Jetzt gehen weitere Rechnungen an die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Auch aus diesen Bundesländern sind zahlreiche anerkannte Asylbewerber und Schutzberechtigte nach Gelsenkirchen gekommen und haben hier ihren Wohnsitz genommen.

Damit erübrigt sich auch die Reaktion des Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke, der sich in einer Pressemitteilung verwundert zeigte, dass bis heute kein Schreiben des Oberbürgermeisters mit einer Rechnung für die Unterbringung von Flüchtlingen, die ursprünglich Mecklenburg-Vorpommern zugewiesen wurden, dann aber nach Gelsenkirchen gekommen sind, an dieses Bundesland geschickt wurde.

Frank Baranowski: „Ich kann Herrn Wittke beruhigen. Die Kostenermittlung in diesen drei  Fällen war etwas schwieriger als im Falle Sachsen und Sachsen-Anhalt, sie ist aber auf den Weg gebracht und inzwischen abgeschlossen.“

Die Stadt Gelsenkirchen hat die Zahlen für diese Länder ermittelt und stellt dem Land Brandenburg für 166 Personen 276.530 Euro, dem Land Mecklenburg-Vorpommern für 477 Personen 768.745 Euro und dem Land Thüringen für 169 Personen 272.364 Euro in Rechnung. Diese Beträge hat die Stadt Gelsenkirchen 2016 allein an Kosten der Unterkunft für zusammen 812 Personen ausgegeben, die eigentlich den genannten Ländern zugeteilt worden waren.

Mit den Schreiben an weitere Bundesländer stellt die Stadt nun ihre Kosten für die Menschen in Rechnung, bei denen nachvollziehbar war, dass sie anderen Ländern zugewiesen waren. Diese Bundesländer haben für die Unterbringung von Flüchtlingen Geld vom Bund erhalten. Die Menschen haben aber gar nicht dort gelebt und somit auch nicht den Haushalt belastet haben. Die Stadt Gelsenkirchen zählt hier auf die Solidarität der Landesregierungen. Es kann und darf nicht sein, dass zweckgebundene Kostenerstattungen vereinnahmt werden, für die es keine Basis gibt!

Und auch bei der Frage der Weiterleitung der Integrationspauschale vom Bund über das Land an die Kommunen muss sich Oliver Wittke nicht um die Positionierung des Oberbürgermeisters sorgen. In Pressemitteilungen der Stadt im Juli und im September 2016 hat der Oberbürgermeister seine Haltung klar und deutlich öffentlich gemacht und seitdem mehrfach gegenüber den Vertretern der Landesregierung unmissverständlich vertreten. Zuletzt erst am vergangenen Freitag in einem Gespräch in Düsseldorf.

Hier ist die Haltung von Oberbürgermeister Frank Baranowski eindeutig: „Integration findet im Wesentlichen in den Kommunen statt. Ich erwarte nach wie vor eine gerechte Beteiligung an den Bundesmitteln, wie es etwa Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vormachen, wo die Bundesmittel zwischen Land und Kommunen aufgeteilt werden.“

Frank Baranowski unterstützt daher auch in vollem Umfang die Forderung des NRW-Städtetages, einen angemessenen Anteil der sogenannten Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen weiterzugeben und zusätzlich eigene Mittel für die Integration beizusteuern.

Viele wichtige Integrationsmaßnahmen, wie der Ausbau der Kinderbetreuung und der Schulen, lassen sich in Gelsenkirchen nur verwirklichen, wenn ihre Finanzierung auskömmlich geregelt wird.

die dem Jagdrecht unterliegt, sich oder einem Dritten zueignet, beschädigt oder zerstört, begeht Jagdwilderei. Diese wird nach § 292 des StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Kröten und Co. wandern zu ihren Laichgewässern-Amphibienwanderung 2017 beginnt

Das Frühjahr des Grünen Hauptstadtjahres 2017 naht. Bereits in diesen Tagen brechen wieder zahlreiche Amphibien auf, um aus den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern (Tümpeln, Teiche, Weiher, Pfützen, Wagenspuren) zu wandern. Dabei müssen sie an einigen Stellen im Stadtgebiet Straßen überqueren, was für die Tiere große Gefahr bedeutet.

Kreuzkröte auf Industriebrache. Foto: Christoph Korek

Besondere Orte sind solche, wo unter zu Hilfenahme mobiler Fangzäune Mitglieder des Naturschutzbundes Ruhr und engagierte Bürgerinnen und Bürger die Tiere einsammeln und sie über die Straße tragen, damit die Amphibien sicher an ihren Laichgewässern ankommen. Teilweise werden die Amphibien aber auch durch fest installierte Leitsysteme selbstständig sicher auf die andere Straßenseite geleitet, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen.

Amphibienwanderungen finden in unserem Stadtgebiet beispielsweise im Hespertal, in Heisingen, in Bergerhausen, in Schuir, in Werden und in Burgaltendorf statt. An der Wanderung nehmen vorwiegend Arten wie Erdkröten, Grasfrösche, Teich-, Bergmolche und Feuersalamander teil.

Der Feuersalamander ist ein typischer Bewohner von Mittelgebirgsbächen. In Essen kommt der Feuersalamander noch in einigen Bachtälern vor, die vorwiegend von Laubwald umgeben sind. Der Feuersalamander besitzt ein giftiges Hautsekret, das ihn vor zahlreichen Fressfeinden schützt.

Alle Autofahrer werden deshalb wieder gebeten, im Zeitraum zwischen Ende Februar und Mitte April, vor allem in den Abendstunden, besonders vorsichtig zu fahren.

Amphibien (Lurche) sind durch den zunehmenden Straßenverkehr, den Klimawandel, durch Krankheiten – vor allem durch zunehmende Pilzkrankheiten – mehr denn je gefährdet.

Deshalb sind die Anlage, Pflege und Entwicklung von Teichen und Tümpeln in der freien Landschaft, in Gärten, Parks und Grünanlagen sehr wichtig. Außerdem müssen weitere Lebensstätten dieser Tiergruppe, wie Sommer- und Winterquartiere in (Feucht-) Wiesen, Wäldern, Gehölzstreifen, Gärten und Parks, auf Ruderal- und Brachflächen langfristig erhalten und auch geschützt werden.

Zum Hintergrund:

In Essen leben heute noch 12 verschiedene Amphibienarten. Dazu zählen sowohl noch relativ häufig vorkommende Arten wie Erdkröte, Grasfrosch, Teich- und Bergmolch als auch seltenere Arten wie Geburtshelferkröte, Kammmolch und Kreuzkröte. Die Kreuzkröte beispielsweise ist eine Amphibienart, die als Lebensraum mit Vorliebe alte Industrie-, Kohlenlagerflächen und Halden bewohnt und somit zu einer Charakterart des Ruhrgebietes geworden ist. Im Aussehen unterscheidet sich die Kreuzkröte im Vergleich zur häufig vorkommenden Erdkröte durch einen gelben Längsstreifen auf der Rückenmitte, durch verkürzte Hintergliedmaßen, durch die sie sich weniger hüpfend sondern durch flinkes Laufen fortbewegt.

Laut Gesetz sind alle Amphibienarten ganzjährig geschützt. Seltenere Arten besitzen zudem noch einen strengeren Schutzstatus.

Wo Amphibien existieren, sind die Lebensräume noch weitestgehend intakt. Verschlechtern sich die Biotope oder Lebensräume, in denen Amphibien leben, verschwinden die Amphibien dauerhaft aus diesen Lebensräumen. Amphibien zählen neben zahlreichen anderen Tier- aber auch Pflanzenarten zu den Bioindikatoren, die uns Menschen anzeigen, ob ein Biotop oder Lebensraum noch „bewohnbar“ ist oder nicht.

Titelfoto: Feuersalamander im Laubwald. Foto: Sascha Kehren
(ü. Pm.)

Maßnahmen gegen Verschmutzungen durch Kanadagänse im Grugapark und Univiertel

Um dem Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nachzukommen, die Natur in die Städte zurück zu holen, wurden im Rahmen von stadtplanerischen Prozessen in den letzten Jahren auch in Essen viele Grün- und Wasserflächen geschaffen. Damit einhergeht, dass diese Flächen auch für Wildtiere wieder attraktiv werden.

2015 wurde erstmalig eine sehr große Zahl an Kanadagänsen sowohl im Univiertel als auch im Grugapark festgestellt.

Die Beschwerden aufgrund der zunehmenden Verkotung von Wiesen, Wegen und Plätzen nahmen zu. Obwohl der Kot nicht gesundheitsschädlich ist, stellt er in der anfallenden Menge ein Problem dar und beeinträchtigte besonders im Grugapark die Nutzung der Rasenflächen.

2016 konnte zwar ein Rückgang der Anzahl der Kanadagänse auf weniger als die Hälfte in beiden Bereichen verzeichnet werden. Trotzdem bleiben der Grugapark und das Universitätsviertel beliebte Anziehungspunkte für die Tiere.

Grund für den Rückgang könnte unter anderem das seit 2015 geltende Fütterungsverbot sein, das sowohl medial, auf Flyern, auf Schildern und durch persönliche Ansprache erklärt und verfolgt wurde.

Um die Probleme und die Anzahl der „einfliegenden“ Gänse in den Grünanlagen in diesem Jahr weiter zu reduzieren, wurden bereits im Winterhalbjahr 2016/2017 bundesweit Maßnahmen recherchiert, die andere Kommunen erfolgreich erprobt haben. Gleichzeitig wurde die renommierte Gänseexpertin Dr. Susanne Homma zu Rate gezogen und beauftragt, sich des Problems in Essen anzunehmen.

Die erste Maßnahme wurde bereits durchgeführt: In eine bundesweite Beringungsaktion wurden die Gänse im Grugapark und Univiertel mit einbezogen. Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet hat auch ein sogenanntes Monitoring schon begonnen.

Erste Ergebnisse des Forschungsberichtes zur Regulierung von Gänsepopulationen zeigen auf:

1. Die Kapazitätsgrenze eines Gebietes für die Anzahl der Gänse wird bestimmt durch die Qualität und Eignung des Lebensraumes. Entsprechend müssen Maßnahmen zur Verminderung der Kapazitätsgrenzen der Biotope ergriffen werden.

2. Die Brutmöglichkeiten im Grugapark sind begrenzt, das natürliche Nahrungsangebot und die Schlafplätze nicht.

3. Im Univiertel ist die natürliche Nahrungsmenge begrenzt, sichere Brutplätze sind genügend vorhanden.

4. Ergebnisse aus anderen Gebieten zeigen, dass die Jagd keine nachhaltige Reduzierung der Population, weder lokal, noch auf die Gesamtpopulation, darstellt.

5. Vielmehr müssen natürliche Regulationsmechanismen genutzt werden.

Im Februar 2017 organisierte die Natur- und Umweltschutz Akademie NRW in Recklinghausen einen „Workshop zur Gänseproblematik in Grünanlagen.“ Aus den hier vorgestellten Untersuchungsergebnissen wurden für die Stadt Essen folgende Maßnahmen 2017 entwickelt:

Für das Univiertel:

  • Schilfinseln bereits vor der Brutzeit fluten, damit diese als Brutplätze nicht nutzbar sind,
  • Überspannen der Inseln mit Drahtgitter nach Empfehlung von Dr. Susanne Homma, damit die Inseln als Brutplätze nicht nutzbar sind,
  • Fütterungsverbot durchsetzen mit Ordnungsamt und zusätzlichen Parkhütern.

Ergänzt werden diese Maßnahmen, die bereits begonnen wurden, durch eine regelmäßige Reinigung, im Winter etwa zweimal die Woche, im Sommer viermal pro Woche.

Für den Grugapark:

  • Monitoring der Gänse im Park (Zahl, Einflugzeiten Aufenthalt, Wechselverhalten),
  • Attraktivität als Brutrevier vermindern, Vermeidung von möglichen neuen Brutplätzen,
  • Test von Rasenflächen mit proteinarmen Grassorten („Meidungsfläche“),
  • zusätzliche, regelmäßige Säuberung von betroffenen Flächen,
  • zusätzliche Parkhüter zur Durchsetzung des Fütterungsverbotes und Aufklärung der Bevölkerung.

Die Fütterung spielt bei der Bemessung der Kapazitätsgrenze urbaner Gänsebiotope offensichtlich vielfach eine bedeutende Rolle. Die ergriffenen Maßnahmen können nur gelingen, wenn das Fütterungsverbot konsequent umgesetzt wird.

Nach der neuen Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet Essen ist die Fütterung von Wild- und Wassergeflügel verboten. Bei Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Grün und Gruga zur Verfügung.

(ü. Pm.)

Mehr Schutz für Graupapageien und Himmelblaue Taggeckos

Papageien und Reptilien zählen seit vielen Jahren zu den beliebtesten Haustieren. Einige von ihnen sind durch die EG-Verordnung 338/97 artenschutzrechtlich geschützt.

So wurde der Himmelblaue Taggecko erstmalig im Dezember 2014 in den besonderen Schutz (Anhang B) der Verordnung aufgenommen.
Der Graupapagei hingegen ist schon seit dem 06.06.1981 eine besonders geschützte Tierart.

Am 04.02.2017 traten nun die aktualisierten Anhänge der EG-Verordnung (2017/160) in Kraft. Hierin sind die Beschlüsse der 17. Washingtoner Artenschutzkonferenz umgesetzt worden. So wurde unter anderem der Graupapagei (Psittacus erithacus) und der Himmelblaue Taggecko (Lygodactylus williamsi) mit Inkrafttreten der Anhänge von dem besonderen in den strengen Schutz (Anhang A) hochgestuft.

Diese Hochstufung zieht einige rechtliche Änderungen nach sich, die Halter dieser Tierarten unbedingt beachten müssen.

Die Untere Naturschutzbehörde macht alle Halter, Züchter und Händler darauf aufmerksam, dass der Kauf und auch Verkauf von Graupapageien und Himmelblauer Taggeckos ab sofort nur noch mit EG-Vermarktungsbescheinigungen erlaubt ist. Ein Handel mit Züchter- oder Herkunftsnachweisen oder alten blauen CITES-Bescheinigungen ist ab sofort nicht mehr möglich.

Eine entsprechende EG-Vermarktungsbescheinigung kann man schriftlich bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragen.

Es wird seitens der Unteren Naturschutzbehörde eindringlich darauf hingewiesen, dass ein Kauf oder Verkauf diese Tierarten ohne Vermarktungsgenehmigung unter Umständen einen strafrechtlichen Verstoß nach dem Bundesnaturschutzgesetz darstellt.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde unter Telefon: 88 59551 und 88 59552 zur Verfügung.

Titelfoto: Mehr Schutz für Graupapageien und Himmelblauer Taggeckos Foto: Tanja Ebbers
(ü. Pm.)

Rat beschließt Anpassung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

Der Rat der Stadt Essen hat heute (15.2.) die Anpassung der Ordnungsrechtlichen Verordnung beschlossen, die der Abwehr von Gefahren für die Öffentliche Sicherheit und Ordnung gilt. Damit reagiert die Stadtverwaltung auf die veränderten Situationen zur Wahrung der öffentlichen Ordnung im Stadtgebiet. Die letzte Fassung der Ordnungsrechtlichen Verordnung ist bereits 15 Jahre alt. Darüber hinaus dienen die Anpassungen der leichteren Verständlichkeit oder Präzisierung bestehender Angaben; teilweise konnten Regelungen zusammengefasst werden und weitere dadurch entfallen.

Neu aufgenommen wurde die mögliche Verhängung eines Ordnungsgeldes im Rahmen der Gefahrenabwehr bei Bombenentschärfungen. Ein Ordnungsgeld soll zukünftig dann fällig werden, wenn den Anordnungen der Ordnungskräfte und der Feuerwehr nicht Folge geleistet wird. Damit sollen Verzögerungen bei Entschärfungen oder kontrollierten Sprengungen von Blindgängern durch Bürgerinnen und Bürgern zukünftig verhindert und mögliche Gefahren abgewendet werden.

Mit der Neufassung der Allgemeinen Verhaltenspflichten im öffentlichen Raum reagiert die Verwaltung unter anderem auf die in den letzten Jahren deutlich vermehrten Beschwerden über Ruhestörungen und Belästigungen durch Personenansammlungen auf städtischen Anlagen. Durch diese wird in den meisten Fällen auch die Nutzung der Flächen durch die Allgemeinheit erschwert. Die Verordnung verbietet zudem Betteln in jeglicher nötigender Form.

Ergänzt wurde die Verordnung außerdem um eine Regelung für Großveranstaltungen in der Innenstadt. Diese soll die Besucherinnen und Besucher von Festen und Märkten vor der Belästigung durch aggressives Betteln durch Anfassen, Festhalten, Versperren des Weges und Bedrängen, aufdringliche Marketing-Aktionen, wozu auch die Verteilung von Druckerzeugnissen aller Art zählt, sowie alkoholisierte Personen außerhalb der Ausschankflächen des Veranstaltungsbereichs schützen.

Die Fütterung von Wildtauben, Wild- und Wassergeflügel ist künftig im gesamten Stadtgebiet verboten – bisher war es auf öffentliche Flächen begrenzt. Futter für andere Tiere ist so auszulegen, dass es von den benannten Tieren nicht gefressen werden kann. Für Hunde besteht eine Leinenpflicht auf allen öffentlichen Flächen, ausgenommen sind die gesondert ausgewiesenen Hundewiesen.

Die Neufassung der Ordnungsbehördlichen Verordnung tritt eine Woche nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft und ersetzt die Version aus dem Jahr 2002, deren Gültigkeit in diesem Jahr endet und eine Überarbeitung erforderlich macht. Die Neufassung gilt voraussichtlich bis zum 31.12.2032.

Zum Hintergrund:

Die Ordnungsbehörden können zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Verordnungen erlassen. Durch die darin beschriebenen klaren Verhaltensregeln im öffentlichen Raum soll nicht gemeinverträgliches Verhalten unterbunden werden. Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeiten mit Geldbußen geahndet werden.
(ü. Pm.)

Allgemeinverfügung zum Schutz vor der Vogelgrippe in Kraft

Seit dem 20. Dezember gilt für ganz Nordrhein-Westfalen die Aufstallpflicht für Geflügel. Das NRW-Landwirtschaftsministerium hat diese nach dem Ausbruch der Vogelgrippe (auch Geflügelpest genannt) in einem Putenmastbetrieb im Kreis Soest und auf Grund des anhaltenden Virusbefalls in der Wildvogelpopulation flächendeckend angeordnet. In Essen gibt es derzeit keinen Fall von Vogelgrippe. Trotzdem gilt auch hier die Aufstallpflicht, die gestern (21.12.) per Allgemeinverfügung angeordnet wurde.

Mit der Allgemeinverfügung ist offiziell geregelt, dass Geflügel im Stadtgebiet Essen ab sofort nur noch in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist, gehalten werden darf. Diese Vorgaben gelten für Halterinnen und Halter von Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasanen, Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen.

Das Virus stellt eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel dar, ist für den Menschen aber ungefährlich.

Zum Hintergrund:

Die Zahl der bundesweit bei Wildvögeln amtlich festgestellten Fälle von Vogelgrippe steigt derzeit kontinuierlich an. Am 9. November hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eine Risikoeinschätzung zum Auftreten des Virus in Deutschland veröffentlicht. In dieser Bewertung wird das Risiko des Eintrags von Vogelgrippe in Hausgeflügelbeständen über Wildvögel bundesweit als hoch eingeschätzt. Das FLI empfiehlt unter anderem die Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelbetrieben.

(ü. Pm.)

Essen erntet – Der Natur ganz nah

Wenn es im Grugapark summt, grunzt, meckert und muht, kann das nur eines heißen: Das bunte Familienerlebnis Essen erntet steht wieder vor der Tür. Mit spannenden Informationen, vielen Tieren vom Bauernhof, riesigen Strohpuppen und Beratungen rund um die Themen Natur, Fischerei, Wald, Jagd, Garten- und Pflanzenwelt bietet Essen erntet allen Generationen vier Tage Urlaub auf dem Bauernhof mitten in der Stadt. Kulinarische Genüsse vom frischen Kuchen bis zum krossen Spanferkel runden das Angebot ab und laden zum gemütlichen Verweilen ein. Die Aussteller zeigen ihre alltägliche Arbeit und bieten besondere Angebote an. So auch der Fischerei-Verein Essen mit Sitz am Baldeneysee. Er informiert über Natur und Umweltschutz im und am Wasser, erklärt aber auch vor Ort die richtige Angeltechnik, die dann selbst ausprobiert werden kann. Wie man sich den goldenen Herbst in die Wohnung holt, zeigt die Floristin Sabine Brandl mit ihren herbstlichen Arrangements. Der Rassegeflügelzuchtverein Essen-Burgaltendorf wird mit verschiedenstem Geflügel und echten Raritäten wie dem japanischen Koeyoshi mit seinem eigenwilligen, sehr tiefen Krähen vor Ort sein.

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Als besonderen Publikumsmagnet bringen die Geflügelzüchter einen Schau-Brutkasten mit, in dem vor Ort kleine Küken schlüpfen werden! Fleißige Bienen gibt es beim Kreisimkerverband zu sehen. Aber natürlich gibt es bei der Ausstellung Essener Honig. Während kleine und große Kinder aus heimischem Holz kleine Waldwichtel basteln, geben die Essener Jäger und der Förderverein Wildgatter Heissiwald e.V. einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der Essener Wälder und des Wildgeheges Heissiwald. Außerdem gibt es Produkte und Informationen rund um das Wildbret. Die „Rollende Waldschule“ und die Frettchen zum Anfassen sind auch mit dabei. Bei den Landwirten gibt es Überraschungen bei der landwirtschaftlichen Ausstellung hinsichtlich der mitgebrachten Tiere, aber auch bei den gastronomischen Angeboten. Traditionell verwöhnen die Landwirte mit allerlei Köstlichkeiten vom Bauernhof. Der riesige Kürbiswagen ist nicht nur eine besondere optische Attraktion, sondern bietet auch eine enorme Auswahl für die Besucher. Beliebt sind auch die regelmäßig stattfindenden Melkvorführungen, bei denen die Besucher auch einmal selber Hand anlegen können. Der Naturschutzbund Ruhr und die Naturschutzjugend Essen/Mülheim stehen seit vielen Jahren
für bürgerliches Engagement zum Schutz, zur Förderung und der Erhaltung der lokalen Natur, Landschaft und Artenvielfalt. Fragen rund um Natur- und Artenschutz werden hier beantwortet. Holunder, Apfel, Quitte, Brombeere … diese und viele andere köstliche Gelee- und Fruchtaufstrichsorten finden am Stand des NABU Ruhr regelmäßig reißenden Absatz. Auch in diesem Jahr hält die Traditionsbäckerei Holtkamp eine Fülle von Überraschungen für den Besucher bereit. Wie aus Roggenmehl Sauerteig wird und warum man Sauerteig zum Backen braucht sind nur einige Themen, die die Bäckermeister präsentieren. Neben Brot, Brötchen und Kuchen werden die Besucher mit selbstgemachter Marmelade und duftendem Kaffee verwöhnt. Die Schule Natur bietet zu Essen erntet an ihrem Stand wieder ein buntes Programm handwerklicher Aktivitäten für die ganze Familie. Neben dem Bau von Meisen-Nistkästen, Fledermauskästen und Nisthilfen für Insekten, können auch tolle Objekte beim Kürbisschnitzen und Filzen hergestellt werden. Am Samstag findet um 14:30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Musikpavillon statt. Bereits ab 14 Uhr können sich die Besucher durch gemeinsames Singen einstimmen.
Fr. 30. September bis Mo. 3. Oktober 2016, täglich von 11-18 Uhr,
im Grugapark Essen. Normaler Parkeintritt.

Titelfoto: von links nach rechts:Herr Brock, Fischereiverein Essen e.V., Frau Hehmann, NABU Ruhr, Herr Rautenberg, Fischereiverein Essen e.V., Frau Brandl, Floristin, Frau Steineshoff, Landwirtin, Herr Netzeband, Kreisimkerverband Essen/Mülheim e.V., Frau Steineshoff, Landwirtin, Herr Overdieck und Herr Miebach, Rassegeflügelzuchtverein Essen-Burgaltendorf und Umgegend, Herr Steineshoff, Landwirt.Unten von links nach rechts: Tom Pollerhoff, Rassegeflügelzuchtverein Essen-Burgaltendorf und Umgegend, Herr Maas, Landwirt mit dem Kalb Don Vito.

(ü. Pm.)