„Belastendes Erbe“ – Luthers Judenfeindschaft und die evangelische Kirche

Vortrag von Professor Marcel Nieden am Donnerstag, 26. Oktober, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge. Der Eintritt ist frei.

Dass sich die Nationalsozialisten im Dritten Reich zur Legitimierung ihrer antisemitischen Gewaltexzesse auf die späten judenpolitischen Ratschläge Luthers beriefen, stellt für Christinnen und Christen, deren religiöses Selbstverständnis dem Wittenberger Reformator wesentliche Einsichten verdankt, eine schwere Hypothek dar. Der Vortrag „Belastendes Erbe“ von Professor Marcel Nieden, Universität Duisburg-Essen, erkundet, wie die evangelische Kirche und Theologie in Deutschland nach 1945 mit dem Vermächtnis der judenfeindlichen Äußerungen Luthers umgegangen sind und das spannungsreiche Judenkonzept des Reformators gegenwärtig diskutieren.

Über den Referenten:

Marcel Nieden wuchs in Darmstadt auf und studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau, Erlangen und Heidelberg. Er habilitierte sich in Kirchengeschichte und lehrt seit 2011 Evangelische Theologie mit dem Schwerpunkt Historische Theologie an der Universität Duisburg-Essen.

Symposium „Folkwang Tanz“ setzt sich mit dem Erbe von Kurt Jooss bis Pina Bausch auseinander

Mit dem Symposium „Folkwang Tanz“ vom 13. bis 15. Oktober 2017 am Campus Essen-Werden der Folkwang Universität der Künste wird die Frage nach der Relevanz des Erbes von Kurt Jooss bis Pina Bausch erstmals öffentlich gestellt.

Das Symposium ist Festakt, Werkschau und kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Folkwang Tanz“ zugleich. Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Den Auftakt macht am Freitag, 13. Oktober (18.00 Uhr) eine öffentliche Veranstaltung in der Neuen Aula. Zudem findet am Samstag, 14. Oktober, ein Folkwang Tanzabend statt (Eintritt 10 Euro, 5 Euro ermäßigt). Im Fokus des Symposiums steht die an Folkwang entwickelte Jooss-Leeder-Technik, die – auf den Lehren von Rudolf von Laban basierend – von Kurt Jooss und Sigurd Leeder und in der Nachfolge von Hans Züllig und Jean Cébron entwickelt wurde. Christine Eckerle, langjährige Dozentin für Kinetographie an Folkwang sagt dazu: „Irgendwo hat diese Technik etwas äußerst Natürliches und dabei etwas sehr Kunstvolles. Und es geht einem nicht gegen den Strich.“ In Lectures, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen soll deutlich werden, wie die Jooss-Leeder-Technik die Arbeit von TanzkünstlerInnen wie z.B. Susanne Linke, Reinhild Hoffmann oder Gregor Zöllig bis in die Gegenwart hinein prägt. Dabei soll nicht nur Erreichtes der vergangenen 90 Jahre sichtbar werden, sondern auch Möglichkeiten für die Zukunft der Folkwang Tanzausbildung aufgezeigt werden. In Gesprächsrunden mit externen Gästen von pact Zollverein bis tanzhaus nrw geht es um Perspektiven und Potentiale des Instituts für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste. So werden am Sonntag, 15.Oktober, um 12 Uhr im Kammermusiksaal Alumni der Ausbildung über ihre Erfahrungen in der nationalen und internationalen Tanzszene diskutieren. Für den Eröffnungsabend am Freitag, 13. Oktober, ab 18 Uhr in der Neuen Aula sind noch Karten erhältlich. Dort werden Filme gezeigt und Vorträge über Kurt Jooss und Sigurd Leeder stattfinden. Zusätzlich gibt es eine Gesprächsrunde über die Technik und die Haltung der Folkwang Tanzausbildung mit international bekannten Tanzschaffenden. Abschließend wird Urs Dietrich einen Ausschnitt aus seinem Solo „Thalamus“ tanzen. Im Rahmen des Symposiums findet am Samstag, 14. Oktober (19.30 Uhr) ein Folkwang Tanzabend in der Neuen Aula statt. Zu sehen sind Choreographien von Pina Bausch, Jean Cébron, Susanne Linke, Urs Dietrich, Ben J. Riepe, Gregor Zöllig u. a. Ein Höhepunkt des Abends ist die Aufführung von „Philips 836885 D.S.Y.“. Das Solostück von Pina Bausch war in dieser Form seit knapp 40 Jahren nicht mehr live auf einer Bühne zu erleben. Noch wenige Restkarten für den Tanzabend sind an der Abendkasse erhältlich (10 Euro, ermäßigt 5 Euro). Das Symposium wird gefördert durch die Kulturstiftung Essen, das Ministerium für Kultur und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und Deutsches Tanzarchiv Köln | SK-Stiftung Kultur. Die Teilnahme ist kostenlos; eine vorherige Anmeldung unter symposium.tanz@folkwang-uni.de ist erforderlich.

Über die Kampagne „Folkwang ist“:

Das Symposium „Folkwang Tanz“ ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 90. Geburtstag der Folkwang Universität der Künste. Wir nehmen dieses besondere Jahr zum Anlass, uns 2017 mit unserer Identität zu beschäftigen und das gesamte Jahr unter das Motto „Folkwang ist“ zu stellen. Bei der gleichnamigen Kampagne sind alle eingeladen mitzumachen und uns zu sagen, was Folkwang für Sie persönlich bedeutet: bei ausgewählten Veranstaltungen, über Social Media, im öffentlichen Raum, per Postkarte und auf www.folkwangist.de. Alle Beiträge werden veröffentlicht – per Hashtag #folkwangist in den Sozialen Medien und auf www.folkwangist.de.

Mehr Hochschulpersonal im Ruhrgebiet

(idr). Die Hochschulen im Ruhrgebiet haben ihr Personal aufgestockt. Ende 2016 arbeiteten an den Hochschulen mit Sitz und Standort im Ruhrgebiet sowie in den angegliederten Universitätskliniken 42.685 Menschen und damit rund 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr (inkl. studentischer Hilfskräfte).

Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet. Der Großteil der Beschäftigten (66 Prozent) zählte zum wissenschaftlichen und künstlerischen Personal. 42,4 Prozent des Hochschulpersonals waren in Vollzeit beschäftigt. Rund 45 Prozent des männlichen und knapp 40 Prozent des weiblichen Hochschulpersonals waren Vollzeitangestellte. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter waren Frauen. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die auch die Fächergruppe mit den höchsten Studierendenzahlen stellen, waren mit 9.207 Personen (21,7 Prozent) die meisten Mitarbeiter beschäftigt, gefolgt von 8.466 Personen (19,8 Prozent) in den zentralen Einrichtungen der Hochschulen (ohne klinikspezifische Einrichtungen). Für die Statistik hat der RVR ausschließlich Hochschulen mit Hauptsitz oder einem Campus im Ruhrgebiet berücksichtigt. Hinweise dazu stehen unter www.statistik.rvr.ruhr (Menüpunkt Bildung, Hochschulen). Landesweit waren Ende 2016 an 74 Hochschulen und acht Hochschulkliniken 141.571 Personen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent. Infos auch unter www.it.nrw.de Campus im Ruhrgebiet berücksichtigt.

Hinweise dazu stehen unter www.statistik.rvr.ruhr (Menüpunkt Bildung, Hochschulen). Landesweit waren Ende 2016 an 74 Hochschulen und acht Hochschulkliniken 141.571 Personen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent. Infos auch unter www.it.nrw.de

Wissenschaftler im Ruhrgebiet starten neues Verbundprojekt zur Krebsforschung

(idr). Mediziner der Universität Duisburg-Essen haben zusammen mit Kollegen der Universitäten Wuppertal und Bochum sowie der Lead Discovery Center GmbH Dortmund ein Verbundprojekt zur Bekämpfung von Ras-abhängigen Tumoren gestartet. Das Land NRW fördert das Krebs-Forschungsvorhaben mit 1,7 Millionen Euro aus EU-Mitteln.
Jeder dritte Tumor ist von Mutationen in Ras-Genen betroffen. Dazu gehören häufige Krebsformen wie Magen-, Darm-, Haut- und Lungenkrebs, für die bisher keine ausreichende Therapie existiert. Als vielversprechend erwies sich der Versuch, die Ras-Proteine pharmazeutisch zu hemmen. Für das Forschungsprojekt setzen die Wissenschaftler auf eine Kombination aus molekularbiologischen Methoden, chemischem Wirkstoffdesign, Aufklärung von Proteinstrukturen und medizinischen Testsystemen. Ziel ist es, nebenwirkungsärmere Medikamente gegen Krebserkrankungen zu schaffen.

Forschungsprojekt soll Widerstandkraft des Ruhrgebiet gegen Folgen des Klimawandels stärken

(idr). Auch im Ruhrgebiet sind die Auswirkungen des Klimawandels immer wieder spürbar – in Form von Hochwasser, Stürmen und Hitzewellen. In dem Projekt „Zukunft-Stadt-Region-Ruhr“ (ZUKUR) erarbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) und den Städten Bottrop und Dortmund ein Konzept für mehr Resilienz des Ruhrgebiets

Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der Region gegen Störungen und Klimaveränderungen zu stärken. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben in den kommenden drei Jahren mit 1,88 Millionen Euro.
Auf den drei Ebenen Region, Stadt und Quartier entstehen „Reallabore“, in denen gemeinsam mit Bürgern innovative Lösungen zum Umgang mit dem Klimawandel und sozial-ökologischer Ungleichheit entwickelt werden. So gibt es Stadtteile, die besonders stark von Lärm und Luftverschmutzung betroffen sind und in denen vor allem sozial schwache Menschen leben. Wie dieser kombinierten Ungleichheit entgegengewirkt werden kann, z.B. durch Schaffung einer attraktiveren Naherholung, ist eine Fragestellung im Projekt.
Zudem soll die Zusammenarbeit der drei Ebenen gestärkt werden. Denn eine klimagerechte Entwicklung kann nur erfolgreich sein, wenn das angrenzende Quartier, die Nachbarstadt und die Gesamtregion eine gemeinsame Strategie verfolgen.
Der RVR hat mit fachlicher Grundlagenarbeit bereits eine gute Ausgangslage geschaffen, auf der ZUKUR aufbaut. Der Verband ist u.a. dafür zuständig, die gesamtregionale Perspektive in das Forschungsprojekt einzubringen.

Zahl der Studierenden an Hochschulen des Ruhrgebiets ist auf Rekordhoch gestiegen

(idr). Das Ruhrgebiet meldet ein Rekord-Semester an den Hochschulen der Region. Im vergangenen Wintersemester (2016/2017) waren an den Hochschulen mit Sitz und Standort in der Metropole Ruhr 274.714 Studierende eingeschrieben.

Das sind rund 6.600 (oder 2,5 Prozent) mehr als im vorausgegangenen Wintersemester 2015/2016 und fast 124.000 (82 Prozent) mehr als vor zehn Jahren. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet.
Die Hochschule mit den mit Abstand meisten Studierenden bleibt die Fernuniversität Hagen mit insgesamt 64.819 eingeschriebenen Studenten. Unter den Präsenzunis ist die Universität Duisburg-Essen mit insgesamt 43.059 Studierenden die größte, gefolgt von der Ruhr-Universität Bochum (41.995 Studierende) und der TU Dortmund (33.496 Studierende).
Insgesamt können Studieninteressierte in der Metropole Ruhr unter 22 Hochschulen an mehr als 30 Standorten wählen.
In die Auswertung des RVR flossen ausschließlich Hochschulen mit Sitz und Standort im Verbandsgebiet ein. Hochschulen mit Sitz außerhalb des Ruhrgebiets, aber einem Campus in der Region werden nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme bildet die FOM in Essen – hier gibt es keine separate Aufschlüsselung für die Studienorte außerhalb Nordrhein-Westfalens.
Landesweit waren im Wintersemester 2016/17 an den nordrhein-westfälischen Hochschulen 768.353 Studierende eingeschrieben. Nach Angaben von IT.NRW wurde damit das Rekordergebnis aus dem Wintersemester 2015/16 (745.009 Studierende) um 3,1 Prozent bzw. 23.344 Studierende übertroffen.

Impr%rchester am Freitag im Pina Bausch Theater

Am Freitag, 30. Juni 2017, findet das Sommersemesterkonzert des Impr%rchesters der Folkwang Universität der Künste im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden statt.

Um 19.30 Uhr kommen Musikerinnen und Musiker der verschiedensten Studiengänge – Studierende und Lehrende – zusammen und bespielen den Raum in freier Improvisation.

Für dieses Konzert hat das Impr%rchester das Thema „Wasser“ als Inspirationsquelle für seine freien Improvisationen auf europäischen, elektronischen und exotischen Instrumenten gewählt. Die Leitung hat Prof. Michael Niesemann.

Karten für 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) gibt es über die Tickethotline 0201_4903-231, per Mail via karten(at)folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Plakatgestaltung: Wei Chi Chien

Folkwang Universität der Künste: Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann

„Hamburger Ebb und Fluth“ am 22. Juni in der Neuen Aula Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann mit Studierenden verschiedener Instrumentalklassen Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) gehört zu den wenigen Komponisten, die bereits zu Lebzeiten nicht nur angesehen waren, sondern auch von ihrem Schaffen leben konnten. Zu seinem 250. Todestag in diesem Jahr erinnert die Folkwang Universität der Künste mit einem hochkarätigen Konzert an den Meister der Barockmusik: Am Donnerstag, 22. Juni spielt Folkwang BAROCK, das Barockorchester der Folkwang Universität der Künste, Orchestersuiten und Solokonzerte von Telemann für Bläser und Streicher. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden. Auf dem Programm stehen Instrumentalkonzerte in verschiedenen Besetzungen. Immer wieder hat Telemann die unterschiedlichsten Kombinationen mit Blas- und Streichinstrumenten zusammengefügt. Dies wird unter anderem beim „Konzert für 3 Oboen und 3 Violinen B-Dur“ deutlich, das einen Violinen- und Oboen-Chor gegenüberstellt. Das komplexeste Werk des Konzertabends ist hingegen die titelgebende Komposition „Hamburger Ebb und Fluth“. In der 20-minütigen Orchestersuite werden Meeresgottheiten durch für Suiten übliche Tanzsätze charakterisiert, aber auch die ruhige See und die ansteigende Flut musikalisch „gemalt“. „Reine Telemann-Konzerte sind eher selten. Oft traut man dem auch als ,Vielschreiber‘ verschrienen Georg Philipp Telemann nicht zu, alleine im Mittelpunkt eines Konzertes zu stehen“, sagt Markus Möllenbeck, Dozent für Barockcello und gemeinsam mit Trompeterin Prof. Laura Vukobratovic Künstlerischer Leiter des Konzerts. „Dabei wird schlichtweg vergessen, dass er 86 Jahre alt wurde und bis zuletzt unermüdlich komponiert hat und vor allem immer am Puls der Zeit blieb.“ Die Vielseitigkeit Telemanns spiegelt sich auch in den wechselnden Besetzungen wider, die Studierende der Alte-Musik-Klassen und Studierende moderner Instrumentalklassen in einem Konzert vereint: Es spielen NachwuchsmusikerInnen aus den Klassen bekannter Folkwang DozentInnen wie Mayumi Hirasaki (Barockvioline, -viola), Markus Möllenbeck (Barockcello), Prof. Michael Niesemann (Oboe), Prof. Malte Refardt (Fagott), Michael Schmidt-Casdorff (Traversflöte) und Prof. Laura Vukobratovic (Trompete). Ein besonderes Augenmerk gilt Werken mit Trompeten, die dem Konzert einen besonders festlichen Charakter verleihen. Das Publikum darf sich also auf eine ungewöhnliche Begegnung mit der Musik von Georg Philipp Telemann freuen, dessen Instrumentierungskunst an diesem Abend unmittelbar erfahrbar wird. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201 4903 231, per E-Mail an karten@folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Baubeginn für Studentenwohnheim mit 135 Appartements in Essen Essen

Mit dem ersten Spatenstich starteten heute in Essen die Bauarbeiten für ein neues Studentenwohnheim. In direkter Nähe zum Campus entsteht ein fünfgeschossiger Bau mit Appartements für 135 Studierende. Bereits zum Wintersemester 2018/2019 sollen die neuen Mieter einziehen.

Das Land NRW unterstützt das Projekt durch günstige Darlehen und ermöglicht so günstige Monatsmieten von weniger als 300 Euro warm. Die Gesamtinvestition beträgt mehr als zehn Millionen Euro. Angeboten werden ausschließlich Einzelapartments, mindestens 20 Quadratmeter groß, voll möbliert und mit Internetanschluss. Für die gemeinsame Nutzung gibt es einen Aufenthalts- sowie einen Waschmaschinen- und Trockenraum, Terrassen und Freiflächen. Betreiber der Apartments ist die FDS gemeinnützige Stiftung, 1971 als „Fördererkreis deutscher Studenten“ gegründet. Die FDS betreibt bundesweit insgesamt 13 Objekte mit rund 2.000 Wohnplätzen für Studierende. Auch in anderen Städten wird das Angebot für studentischen Wohnraum derzeit erhöht. In der Dortmunder Innenstadt sind derzeit 400 Wohnungen für Studenten im Bau, in Bochum entsteht ein Wohncampus für 260 studentische Mieter.

 

(ü. Pm.)

Folkwang Tanzstudio mit zwei Uraufführungen

Am Donnerstag, den 08. Juni, bringen die NachwuchschoreographInnen Chun Zhang und Kai Strathmann mit „Being far away from…“ und „die andere seite“ gemeinsam mit den TänzerInnen des Folkwang Tanzstudios zwei Uraufführungen auf die Bühne der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden.

Beginn ist um 19.30 Uhr. Es folgen zwei weitere Vorstellungen am 09. und 10. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Die beiden Choreographien des Abends sind Arbeiten der Masterstudierenden Chun Zhang und Kai Strathmann im Studiengang Tanzkomposition mit dem Schwerpunkt Choreographie. Mit seiner Arbeit „die andere Seite“ legt Strathmann den Fokus auf die Komplexität alltäglicher Bewegungen. Sein Stück erlaubt den ZuschauerInnen einen Zeitlupenblick auf die Bewegungen der TänzerInnen und schafft so Raum für Details: Interaktion, Isolation, Akzente und Bewegungsfluss der TänzerInnen rücken in den Mittelpunkt. Während bei Strathmann unterschiedliche Bewegungsqualitäten und physikalische Abläufe im Vordergrund stehen, hat Zhang für ihre Arbeit „Being far away from…“ einen autobiographisches Thema gewählt. Eigene Erfahrungen mit Rückschlägen und Enttäuschungen haben sie zu einem Stück über Versuchen und Scheitern inspiriert. So suchen die TänzerInnen in ihrem Stück durch Wiederholen, durch Vor und Zurück ihren Weg im Leben. Einen Weg mit der Dunkelheit, aus der Dunkelheit, zwischen Heimweh und Freiheit, zwischen Zweifeln, Hoffnung und Aufbruch. Premiere ist am Donnerstag, 08. Juni, um 19.30 Uhr. Es folgen weitere Vorstellungen am Freitag, 09. Juni und Samstag, 10. Juni zur gleichen Zeit. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201 4903 231, per Mail unter karten@folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Fotos: Folkwang Tanzstudio_Probenbild, Elsa Wehmeier

(ü. Pm.)

Magersucht kann genetische Ursachen haben

Meist werden psychische Ursachen für Magersucht verantwortlich gemacht. Eine internationale Forschergruppe unter Leitung von Medizinern der Universität Duisburg-Essen hat jetzt erstmals nachgewiesen, dass Patienten auch eine Veranlagung dazu haben können.

Ausgemacht wurde das Gen, das Magersucht (Anorexia nervosa) begünstigt. Das Gen wurde auf dem Chromosom zwölf entdeckt, einer Region, die bereits mit Diabetes mellitus Typ 1 und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Magersucht könnte so mit weiteren Erkrankungen verknüpft sein, etwa mit Schizophrenie. Die Gene, die dafür empfänglich machen, überlappen sich. Die neuen Erkenntnisse können das bisherige Verständnis von Magersucht nachhaltig verändern: Eine psychiatrische Störung mit einem physiologischen Hintergrund eröffnet neue Therapieoptionen.

(ü. Pm.)

Konzert der Querflötenklasse Prof. (stv.) Felix Reimann im Kammermusiksaal

Der wohl bedeutendste Komponist des Barock Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt des ersten Konzerts der Querflötenklasse von Prof. (stv.) Felix Reimann am 24. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal am Campus Essen-Werden.

Bachs Werke für Flöte sind vielseitig, vielschichtig und von großer musikalischer Tiefe. So beseelt und andächtig seine langsamen Sätze oder seine sakralen Musiken sind, so hinreißend, kraftvoll und drängend-virtuos sind die schnellen Sätze der Sonaten und Konzerte. So war Johann Sebastian Bach nicht nur zur Barockzeit eine Art Übervater der Musik. Seine Zeitgenossen, seine Söhne, aber auch viele nachfolgende Komponisten wurden stark von ihm geprägt. Dies wird auch im Programm „(B)ach rock(t)“ deutlich.

Eingerahmt wird das Programm von zwei wunderbaren Bearbeitungen für Flötenquartette. So spielen zu Beginn die Studierenden Bianca Menezes, Siyu Chen, Suje Kim und Pearl Huang den ersten Satz aus dem a-Moll Violinkonzert BWV 1041. Das „Italienische Konzert“ BWV 971 gespielt von Nadja Frey, Niklas Broghammer, Hannah Schütz und Felix Reimann schließt den Abend ab. Dazwischen bietet das Programm sehr viel Abwechslung. So erklingen Stücke für Flöte Solo wie die Fantasie Nr. 2 von Georg Phillip Telemann (Suje Kim) oder die Acht Stücke für Flöte Solo von Paul Hindemith (Niklas Broghammer). J. S. Bachs Sonate C-Dur BWV 1033 wird gespielt von Hannah Schütz (Flöte) und Dennis Freundel (Gitarre) und die Triosonate G-Dur BWV 1039 erklingt in zwei Teilen. Marco Girardin und Nerses Ohanyan spielen gemeinsam mit Felix Reimann und Mario Krause (Fagott) jeweils zwei Sätze. Einen stillen und zentralen Höhepunkt des Abends darf man beim Ausschnitt aus J. S. Bachs Matthäuspassion BWV 244 erwarten. Als G
ast aus der Klasse von Prof. Rachel Robins singt Franziska Fait die Arie „Aus Liebe will mein Heiland sterben“. Begleitet wird sie von Siyu Chen (Flöte), Miriam Torres und Tamon Yashima (Englischhörner) Studierende aus der Oboenklasse von Prof. Michael Niesemann. Einer von Johann Sebastian Bachs Söhnen tat sich besonders schwer mit der „Strenge“ des Vaters. Carl Phillipp Emanuel Bach brach aus dem Regelwerk aus und kreierte seine ganz eigene, freie und von Affekten und Emotionen geprägte „galante“ Musik. Damit war er Wegbereiter einer neuen Epoche und vielleicht der erste „Rockmusiker“ seiner Zeit?

C. Ph. E. Bachs Hamburger Sonate wird gespielt von Nadja Frey und der Finalsatz des berühmten d-Moll Flötenkonzertes erklingt mit Xueqing Wang, Sung Mi Kim (Violine I), Valentin Delpy (Violine II), Ronja S. Brinkmann (Viola) und Robert Wheatley (Violoncello). Den Continuo Part am Cembalo übernimmt für den gesamten Abend unsere Cembalistin und Pianistin Vanda Albota, und wie man Bach mit Rock verbindet zeigt uns Nerses Ohanyan mit einer Beatboxbearbeitung der berühmten Chaconne.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl empfiehlt es sich Karten (5,- Euro/ erm. 3,- Euro) vorzubestellen. Sie erreichen den Ticketverkauf telefonisch unter (0201) 4903_231 oder via E-Mail an karten@folkwang-uni.de.

Titel- u. Beitragsfotos: Veronika Kurnosova

(ü. Pm.)