Neuer EWG-Geschäftsführer stellt sich vor

Der neue Geschäftsführer der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft soll auf Empfehlung des Aufsichtsrates der EWG – Essener Wirtschaftsförderung mbH Andre Boschem werden. Er wird am 1. März 2018, vorbehaltlich der Zustimmung des Essener Rates am 21. Februar, seine neue Position in Essen antreten.

Dabei bringt Boschem viel Wirtschaftsförderer-Know-how mit. Der Diplom-Betriebswirt und MBA-Absolvent sammelte seine beruflichen Erfahrungen insbesondere bei der Stadt Düsseldorf. Dort war er zuletzt stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und verantwortlich für die Koordinierung der Start-Up-Initiative und Innovationsoffensive sowie Beiratsmitglied des Digital Innovation Hub Düsseldorf/ Rheinland. Genau mit diesen Themen moderner Wirtschaftsförderung will Boschem auch die EWG in Zukunft weiter vorantreiben und dazu beitragen, das Gründungsgeschehen in Essen zu beflügeln und die Digitalisierung zu beschleunigen.

Andre Boschem ist eng mit der Region verwurzelt. Als gebürtiger Essener hat er bereits unterschiedliche Stationen der Wirtschaftsförderungen in Hattingen und Düsseldorf verantwortet. Begonnen hat er seine berufliche Karriere als Diplom-Verwaltungswirt in der Verwaltung der Stadt Hattingen. Heute lebt er heute mit seiner Familie in Bochum und ist überzeugt von der Renaissance Essens und des Ruhrgebiets.

Hintergrund

Die EWG besteht seit dem Jahr 1991 als Public Private Partnership (PPP). Gesellschafter sind – mit jeweils 50 Prozent – die Stadt Essen und die IEW – Interessengemeinschaft Essener Wirtschaft e.V. mit ihren rund 50 Mitgliedsfirmen und -institutionen. Der Aufsichtsrat der EWG wird paritätisch besetzt durch Vertreter der Essener Politik und der Essener Unternehmerschaft.

Titelfoto v.l.n.r: Oberbürgermeister Thomas Kufen, Andre Boschem, neuer Geschäftsführer der EWG, und Frank Grone, Vorsitzender des Vorstands der Interessengemeinschaft Essener Wirtschaft. Foto: Peter Prengel

Essener Wirtschaftsförderung zieht Bilanz: 2016 war ein erfolgreiches Jahr

Regelmäßig zu Beginn des Jahres lädt die EWG – Essener Wirtschaftsförderung zu ihrem Jahrespressegespräch, um über die von den Essener Wirtschaftsförderern erfolgreich abgeschlossenen Projekte des Vorjahres zu informieren. Auch im Jahr 2016 können sich die Ergebnisse sehen lassen. In diesem Jahr präsentierte die EWG – Essener Wirtschaftsförderung ihre Ergebnisse bei derCorn elsen Umwelttechnologie GmbH. Das mittelständische Unternehmen mit Sitz imGewerb epark Graf Beust plant, baut und betreibt Anlagen zur Reinigung von Wasser und Luft.
Die EWG betreut Cornelsen bereits seit vielen Jahren. Sie unterstützte das Unternehmen unter anderem bei der Verlagerung des Unternehmenssitzes innerhalb Essens im Jahr 2001, ebnete den Zugang zu regionalen und nationalen Netzwerken der Umweltwirtschaft und öffnete Türen zu
Wissenschaft, Verwaltung und weiteren Unternehmen der Umweltwirtschaft.
Durch die Betreuung und Unterstützung ansiedlungswilliger und bereits in Essen ansässiger Unternehmen bei der Verwirklichung von Expansions-, Restrukturierungs- oder
Investitionsprojekten trägt die Essener Wirtschaftsförderung dazu bei, die wirtschaftliche und
strukturelle Entwicklung Essens zu stärken sowie Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Auch im letzten Jahr fielen die Ergebnisse dieser Tätigkeit wieder äußerst positiv aus.
EWG sichert und schafft insgesamt 2.500 Arbeitsplätze in Essen
Im Jahr 2016 konnten durch die von der EWG – Essener Wirtschaftsförderung betreuten 132 Projekte insgesamt 2.501 Arbeitsplätze in Essen gesichert und neu geschaffen werden. Dabei hat insbesondere die Bedeutung der Bestandspflege, also die Betreuung von ortsansässigen
Unternehmen, im Vergleich zum Vorjahr zugenommen: In diesem Bereich schlossen die Essener Wirtschaftsförderer 92 Projekte ab. Im Jahr 2015 waren es 75 Projekte. Die Zahl der gesicherten und neuen Arbeitsplätze bei den von der EWG betreuten Essener Unternehmen ist gegenüber
2015 gestiegen – und zwar um 136 Arbeitsplätze. So wurden durch das Engagement der Essener Wirtschaftsförderung 2.127 Arbeitsplätze bei Essener Unternehmen gesichert und
geschaffen. Bezogen auf die Neuansiedlungen im Jahr 2016 ist das Ergebnis gegenüber 2015 zurückgegangen. Grund dafür ist die Sondersituation des Jahres 2015 mit ihren großenNeu ansiedlungen. Im letzten Jahr wurden dennoch 374 Arbeitsplätze durch Unternehmen, die ihren Sitz nach Essen verlagert haben, hinzugewonnen. Das sind 560 Arbeitsplätze weniger als noch im Vorjahr.
Trotz des Rückgangs der Arbeitsplätze im Bereich der Neuansiedlungen liegt die Gesamtzahl von 2.501 gesicherten und neu geschaffenen Arbeitsplätzen in 2016 weit über dem Durchschnitt von 1.760 der Jahre 2011 bis 2015. Die Arbeit der Essener Wirtschaftsförderer hat in den letzten sechs Jahren (2011 bis 2016) dazu beigetragen, mehr als 11.300 Arbeitsplätze in Essen zusichern und zu schaffen.
Investitionen ansässiger Unternehmen steigen
Mit den von der EWG – Essener Wirtschaftsförderung betreuten Projekten in den Bereichen Bestandspflege und Neuansiedlungen waren Investitionen in Höhe von rund 85,5 Millionen Euro am Standort Essen verbunden. Auch hier zeigt sich die hohe Relevanz der Bestandspflege:
Durch die 92 Projekte in diesem Bereich wurden Investitionen von rund 66 Millionen Euro ausgelöst. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von rund 23,4 Millionen Euro. Rund 19,5 Millionen Euro der gesamten Investitionen in 2016 entfielen auf von der EWG betreute
Neuansiedlungs-Projekte. Insgesamt war damit in den Jahren 2011 bis 2016 ein Investitionsvolumen von rund 736 Millionen Euro verbunden.
Fördermittel in Millionenhöhe
Ob Investitionen in Betriebsmittel, Innovationen, Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz oder Beratungsleistungen – die Essener Wirtschaftsförderung betreute im letzten Jahr 28 Förderprojekte und half Unternehmen, im Dschungel der Förderprogramme das passende Finanzierungsinstrument zu finden. Damit gingen öffentliche Fördermittel und
Zuschüsse in Höhe von insgesamt rund 1,05 Millionen Euro für die antragstellenden Unternehmen einher – fast doppelt so viel wie im Jahr 2015.
Gewerbliche Grundstücksflächen
Im Jahr 2016 verkaufte und vermittelte die Essener Wirtschaftsförderung 12 gewerblich nutzbare Grundstücksflächen in einer Gesamtgröße von rund 7,2 Hektar. Das sind rund 2,2 Hektar mehr im Vergleich zum Vorjahr.
EWG trägt zur Stärkung der Wirtschaftskraft bei
Die Stärkung der Wirtschaftskraft und die Sicherung und der Ausbau von Arbeitsplätzen am Standort Essen gehören zu den Kernaufgaben der Essener Wirtschaftsförderung. Mit ihren Tätigkeiten leistet sie einen Beitrag zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Hierbei besticht Essen durch eine herausragende Dynamik, wie die aktuellsten Angaben der Statistischen Ämter der Länder zeigen: Im 10-Jahres-Zeitraum von 2004 bis 2014 nahm in Essen
die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft enorm zu. Das Bruttoinlandsprodukt ist seit dem Jahr 2004 um 31,9 Prozent gestiegen und liegt im Jahr 2014 bei rund 25,5 Milliarden Euro. Im Vergleich der zehn größten Städte Deutschlands ist Essen damit der Standort mit der drittstärksten
wirtschaftlichen Entwicklung. Berlin und München liegen mit einer Steigerung von 37,9 Prozent bzw. 32,4 Prozent vor Essen.
Betrachtet man indes die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes je Erwerbstätigen, behauptet
sich Essen souverän und belegt mit einer Steigerung von 23,1 Prozent wie in den Vorjahren den ersten Platz. Mit großem Abstand und einer Steigerung von 18,4 Prozent folgt Berlin. In absoluten Zahlen heißt das: Seit dem Jahr 2004 stieg das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen in Essen
um 14.717 Euro – so viel wie in keiner anderen Vergleichsstadt – und liegt im Jahr 2014 bei 78.370 Euro.
Mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit steigt auch die Zahl der Erwerbstätigen in Essen. Im Jahr 2014 arbeiteten 325.101 Erwerbstätige in Essen, das sind 21.529 Menschen mehr als noch vor zehn Jahren. 85,9 Prozent der Erwerbstätigen sind in Essen im Dienstleistungsbereich tätig,
der einen Zuwachs von 28.793 Erwerbstätigen seit dem Jahr 2004 verzeichnet. Auch die aktuelle Angabe zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die sich auf Juni 2016 bezieht, zeigt Positives: Im Sommer des Vorjahres waren 238.374 SV-Beschäftigte in Essen tätig. Das sind 4.962 SV-Beschäftigte mehr als im Juni 2015. Damit behauptet Essen weiterhin seine Stellung als attraktiver und größter Arbeitsplatzstandort im Ruhrgebiet.
Digitalisierung bleibt wichtiges Thema
Zu den Themen, die die Essener Wirtschaftsförderung in Zukunft verstärkt auf die Agenda setzen wird, gehören Projekte im Bereich der Digitalisierung der Wirtschaft. Mit dem ruhr:HUB, dem Camp Essen, dem Projekt „Digital in NRW – Kompetenzzentren für den Mittelstand“ und dem
Breitbandausbau in Essen soll die digitale Wettbewerbsfähigkeit für die klassische Industrie und
den Mittelstand vorangetrieben, die digitale Innovationskraft über die Förderung von Startups
unterstützt und die digitalen Synergien zwischen den Geschäftsmodellen der klassischen Industrie, dem Mittelstand und Startups aufgezeigt und gefördert werden.


Blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück: V. l.: Andreas Hill, Marina Heuermann, Berthold Leise, Claudia Peters,
Dr. Dietmar Düdden, Jochen Fricke (alle EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) und Martin Cornelsen
(3. v. r., Geschäftsführer Cornelsen Umwelttechnologie GmbH). Foto: EWG

Cornelsen entwickelt mobiles Reinigungsverfahren für PFC-belastete Wässer

Ob in der Textilindustrie oder in der Lebensmittelverpackungsindustrie, ob in Haushaltsprodukten oder Feuerlöschmitteln – sogenannte PFC-Chemikalien werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und
schmutzabweisenden Eigenschaften sowie ihrer großen Stabilität in einer Vielzahl von Produkten eingesetzt.
Überall dort, wo PFC-haltige Produkte hergestellt, gebraucht oder entsorgt werden, besteht die Gefahr, dass sie in die Umwelt gelangen. Da PFCs als nicht abbaubar gelten, verbleiben sie für einen sehr langen Zeitraum in der Umwelt und können unter anderem zu nachhaltigen Verunreinigungen von Oberflächengewässern und Grundwässern führen. Hier kommt die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH ins Spiel. Sie plant, baut und betreibt Anlagen zur Reinigung PFC-belasteter Wässer. Da bisherige Methoden, wie beispielsweise das Verfahren der Adsorption an Aktivkohle, für die Reinigung von PFC-belasteten Wässern höchst unspezifisch und zudem aufwendig und sehr kostenintensiv sind, hat Cornelsen in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT aus Oberhausen ein innovatives Verfahren entwickelt, das eine einfachere, leistungsfähigere und kosteneffizientere Reinigung PFC-belasteter Abwässer, Feuerlöschwässer oder Grundwässer ermöglicht. Das Zauberwort heißt „PerfluorAd“. Und so funktioniert das Ganze: Der als bioabbaubar eingestufte Flüssigwirkstoff PerfluorAd wird
innerhalb eines Behälters kontinuierlich dem PFC-kontaminierten Wasser hinzugefügt, wobei sich
die Dosierung an der Konzentration der PFC orientiert. Durch die flüssige Form wird eine hohe Kontakthäufigkeit zwischen dem Wirkstoff und dem Schadstoff erreicht und dadurch eine optimale Situation für eine Bindung des Schadstoffes hergestellt, was zu einer Abtrennung bzw.
zu einem Ausflocken der vorliegenden PFC-Verbindungen führt. Eine Filtrationseinheit entfernt die entstandenen Mikroflocken aus dem Wasser, die daraufhin ordnungsgemäß entsorgt werden. Dieses neuartige PerfluorAd-Verfahren zur Behandlung PFC-verunreinigter Wässer wird sowohl in stationären als auch in mobilen Anlagen angewendet. Da mit Hilfe dieser Technologie bereits mit minimalen Wirkstoffmengen ein hoher Eliminationsgrad erzielt werden kann, benötigt die
gesamte Aufbereitungsanlage nicht viel Platz – sprich: sie passt in einen normalen Container. Containeranlagen, in denen Cornelsen das PerfluorAd-System bereits eingebaut hat, können beiBedarf sofort zur Verfügung gestellt werden. So können beispielsweise zurückgehaltene Löschwässer, die nach Brandereignissen oder bei Löschübungen anfallen, oder temporär entstandene industrielle Abwässer mit der mobilen PerfluorAd-Technologie schnell und direkt am
Ort des Geschehens behandelt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld, da auf den aufwendigen Aufbau großvolumiger Aktivkohlefiltereinheiten oder auf den Transport der mit PFC verunreinigten Wässer zu Hochtemperaturverbrennungsanlagen verzichtet werden kann. Seit 2015 setzt Cornelsen das mobile PerfluorAd-System in Containerbauform ein. Zu den Kunden gehört unter anderem der Nürnberger Flughafen. Dort reinigt Cornelsen das mit PFC verunreinigte Grundwasser mithilfe einer mobilen PerfluorAd-Behandlungsanlage.
Titelfoto: Cornelsen (r.), Geschäftsführer der Cornelsen Umwelttechnologie GmbH, präsentiert EWG-Geschäftsführer Dr. Dietmar Düdden das mobile PerfluorAd-System in Containerbauform zur Reinigung PFC-belasteter Wässer. Foto: EWG

EWG und Stadt Essen starten Umfrage zur Breitband-Versorgung

Leistungsfähige Internetverbindungen mit hohen Übertragungsraten gehören immer mehr zur unerlässlichen ökonomischen Infrastruktur. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist eine flächendeckende Breitband-Versorgung ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger.

Aus diesem Grund hat die EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH es sich zur Aufgabe gemacht, den flächendeckenden und zukunftsfähigen Breitband-Ausbau in Essen zu beschleunigen. Ziel ist es, allen Essener Unternehmen und Privathaushalten den Zugang zum Hochgeschwindigkeits-Internet mit höheren Datenübertragungsraten von bis zu 100 Gbit/s zu ermöglichen.

Um den Bedarf nach schnellem Internet in Essen zu ermitteln, hat die EWG in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen jetzt eine Online-Umfrage zur Breitband-Versorgung gestartet. Alle Essener Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an der freiwilligen Umfrage zu beteiligen. Die Ergebnisse der Umfrage dienen als Grundlage dafür, den gezielten Ausbau der Breitband-Infrastruktur zu forcieren und gegebenenfalls Fördermittel beantragen zu können.

„Für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sind leistungsfähige Breitbandnetze und Hochgeschwindigkeits-Internet zentrale Voraussetzungen. Sie garantieren hohe Übertragungsraten bei der Informationsbeschaffung, dem Datenaustausch, bei Videokonferenzen oder dem Online-Vertrieb. Auch für Bürgerinnen und Bürger spielt schnelles Internet eine wesentliche Rolle im alltäglichen Leben“, erläutert Uwe Breder, Breitbandkoordinator der Stadt Essen, die Bedeutung des Breitband-Ausbaus in Essen.

Für Informationen rund um das Thema Breitband-Ausbau in Essen steht die Essener Wirtschaftsförderung allen Unternehmen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung (Uwe Breder, Breitbandkoordinator, Tel.: 0201 / 820 24-69, E-Mail: uwe.breder@ewg.de).

Hier können Sie sich bis zum 30.11.2016 an der Umfrage zur Breitband-Versorgung beteiligen und uns Ihre Anforderungen an einen zukunftsfähigen Breitband-Ausbau mitteilen: www.essen.de/breitband

(ü. Pm.)

Arbeit, Umwelt, Identität, die Baustellen einer Großstadt – Ein Interview mit dem EWG Geschäftsführer Dr. Dietmar Düdden

Essen ist ein Musterbeispiel für eine Großstadt im wirtschaftlichen und politischen Wandel. Einst Industriezentrum, kriegsbedingte 80 prozentige Flächenzerstörung und Wiederaufbau mit einem heutigen Grünanteil von ca. 50 Prozent. Heute im Konflikt streitender Interessen bei einer desaströsen Haushaltslage, ohne absehbare Perspektive zur Eigensanierung. Gleichzeitig werden der Stadt durch das Flüchtlingsdrama Zuweisungszahlen zugemutet, die die bürgerliche Solidarität in Frage stellt. Bebauungspläne die sich auf geschützte Grün- und Ackerflächen erstrecken, finden wenig Gegenliebe in der Bevölkerung. Allerdings wird die gleiche Forderung von den Wirtschaftsverbänden gestellt, die die gewerbliche Standortentwicklung gefährdet sehen. Doch wohin will sich das Gemeinwesen entwickeln? Kann es eine gemeinsame Identität und Außendarstellung geben? Wir sprachen mit dem EWG Geschäftsführer Dr. Dietmar Düdden zu dieser Thematik. 

(stk., Foto: EWG)