Große Dürre: Schon viele dutzend Bäume in Essen verdorrt

Die Jugendfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr Essen helfen Grün & Gruga auf Initiative von GRÜNEN Ratsherrn Rolf Fliß beim Gießen der wegen seit Monaten anhaltenden Dürre gebeutelten Straßenbäume per C-Strahl-Rohr.

Rolf Fliß bedankt sich ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung durch die Blauröcke und vieler Baumpaten sowie ehrenamtlicher Baumbewässerer. Doch auch das reicht momentan nicht aus, um dutzende Bäume vor dem Verdorren und Absterben zu bewahren, was Fliß mit eindrucksvollen Fotos belegt. Oft fehlt ein vernünftiger Gießrand am Stammfuß, damit die Bäume das Wasser gießbereiter BürgerInnen überhaupt aufnehmen können.

Wenn man bedenkt, dass ein einzelner junger Straßenbaum je nach Baumart die Stadt zwischen 800 und 1.200 Euro kostet, lohnt es sich auf jeden Fall bei angekündigter und weiter anhaltender Hitze – bei über 2.000 in den letzten Jahren nachgepflanzten Jungbäumen – im Stadtgebiet alles zu tun, diese vor dem Eingehen durch Wassermangel zu bewahren. Sind die Bäume erst einmal alt und richtig verwurzelt, werden sie zu einem angenehmeren und kühleren Stadtklima beitragen.

Daher appelliert Baumfreund Fliß nochmals an alle BürgerInnen, vor ihren Häusern Bäumen, die ihr Laub abwerfen und nur noch über einzelne Blätter verfügen, dringend Wasser zu spenden. Schon 4-5 Eimer Wasser täglich können den Jungbäumen helfen, die Trockenphase zu überstehen.

(ü. Pm.)

Mehr als 60.000 Wildschweine 2017/18 in NRW durch Jäger erlegt

(idr). In den Wäldern des Regionalverbandes Ruhr (RVR) wurde im vergangenen Jahr verstärkt Schwarzwild gejagt. 281 Wildschweine erlegten die RVR-Jäger 2017, rund 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Wildschweine werden intensiv gejagt, um Wildschäden in der Landwirtschaft und vor allem der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Mit der zunehmenden Jagd auf Wildschweine liegen die Jäger beim RVR im Trend. NRW-weit erlegten Jäger 2017/18 mehr als 60.000 Wildschweine. Das ist eine Steigerung von mehr als 50 Prozent. Dazu trägt das neue Jagdgesetz in NRW bei. Infos: www.forst.rvr.ruhr

RVR-Förster warnen vor zunehmender Waldbrandgefahr

(idr). Mit jedem weiteren heißen und trockenen Tag steigt die Waldbrandgefahr, warnen die Förster des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Die Feuerwachtürme im nördlichen Ruhrgebiet sind daher besetzt. Damit keine Einsätze notwendig werden, ist es wichtig, dass Spaziergänger die grundsätzlichen Verhaltensregeln im Wald einhalten: Generell ist das Rauchen vom 1. März bis 31. Oktober verboten. Dasselbe gilt für offenes Feuer sowie Grillen im Wald, das ausschließlich an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt ist. Außerhalb des Waldes muss der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand eingehalten werden. Besonders waldbrandgefährdet sind die Haard und die Hohe Mark im Kreis Recklinghausen sowie die Üfter Mark im Kreis Wesel mit ihren großen Kiefernbeständen und den oft sandigen Böden. In der grundwassernahen Kirchheller Heide in Bottrop hingegen ist der Boden feuchter.

 

Hangabrutsch in Essen-Heidhausen zieht keinen Sachschaden nach sich

Vermutlich in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember ist es an der Laupendahler Landstraße in Essen-Heidhausen zum Teilabrutsch eines Hanges in der Breite von etwa 15 Metern gekommen. Ein Sachschaden ist nicht entstanden.

Insgesamt sind etwa 20 bis 30 Quadratmeter Fels abgegangen. Auslöser waren womöglich die starken Regenfälle der letzten Tage. Dank der 20 Meter hohen, der Felswand vorgelagerten Pufferfläche fiel kein Stein- oder Erdmaterial auf die Straße. Die Stadtwerke Essen wurden entsprechend informiert.

Nach einer gemeinsamen Ortsbegehung durch die Stadt Essen und das Büro Dr. Spang, Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH, wurden umgehend Sicherungsmaßnahmen anberaumt. Die überhängenden Bäume in Richtung Straße wurden durch Grün und Gruga mit Einsatz eines Hubsteigers sofort eingekürzt. Auf Empfehlung des geologischen Gutachtens sind außerdem in Kürze Fällungen von etwa 30 mittelgroßen Bäumen sowie von weiteren zwölf bis 15 auf der Felskante stehenden Bäumen notwendig.

Die Gefahr eines weiteren Erdrutsches an gleicher Stelle wurde als unwahrscheinlich eingestuft. Die zum Teil bereits durchgeführten Maßnahmen dienen auch der Stabilisierung weiterer Abhangflächen.

Waldbrandgefahr erhöht sich jeden Tag

 Bei der bestehenden Hitze vergrößert sich trotz gelegentlicher Schauer die Waldbrandgefahr.

Donnerstag, 1., und Freitag, 2. Juni, wird es sehr sonnig und es bleibt niederschlagsfrei, wodurch die Waldbrandgefahr zunimmt und Freitag voraussichtlich bei der mittleren Stufe (3) liegt. Der Grasland-Feuerindex (GLFI), welcher anzeigt, wie hoch die Gefahr auf offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbenem Wildgras ist, liegt sogar bei hoher Gefahr (4).

Für Waldbesucherinnen und Waldbesucher ist es sehr wichtig, bestimme Verhaltensregeln zu beachten:

  • Auf das Rauchen im Wald verzichten und auch keine Zigaretten aus dem Fahrzeug werfen,
  • kein Feuer/Grillen im Wald (100 Meter Mindestabstand),
  • Freihalten der Waldzufahrten für die Feuerwehr,
  • Fahrzeuge nicht im hohen Gras abstellen, da die Abwärme des Fahrzeugs ausreicht um dieses in Brand zu setzten,
  • erhöhte Aufmerksamkeit beim Waldbesuch,
  • kleine Entstehungsbrände direkt löschen (wenn das gefahrlos möglich ist),
  • Brandherde der Feuerwehr melden und den Wald auf kürzestem Weg verlassen,
  • andere Waldbesucherinnen und Waldbesucher auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen.

Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Im Extremfall ist sogar eine Bußgeldandrohung bis zu 25.000 Euro möglich oder eine Anzeige wegen Herbeiführen einer Brandgefahr.

Grundsätzlich ist bei einem Brand immer die Feuerwehr unter 112 zu kontaktieren. Mit der GPS-Position des Mobiltelefons können die Koordinaten weitergeleitet werden.

(ü. Pm.)

Brandgefährlich: RVR bittet Ausflügler in den Wäldern um umsichtiges Verhalten – auch am Vatertag

Der strahlende Sonnenschein und die trockene Witterung haben auch ihre Schattenseiten: Die Förster des Regionalverbandes Ruhr (RVR) warnen derzeit vor erhöhter Waldbrandgefahr. Die Feuerwachttürme im nördlichen Ruhrgebiet sind bereits besetzt.
Spaziergänger werden gebeten, die grundsätzlichen Verhaltensregeln im Wald einzuhalten: Generell ist das Rauchen vom 1. März  bis zum 31. Oktober verboten. Dasselbe gilt für offenes Feuer sowie Grillen im Wald außerhalb ausgewiesener Feuerstellen. Die Regeln gelten natürlich auch für feierlustige Ausflügler amVatertag.

Besonders Waldbrand gefährdet sind die Haard und die Hohe Mark im Kreis Recklinghausen sowie die Üfter Mark im Kreis Wesel mit ihren großen Kiefernbeständen und den oft sandigen Böden. In der grundwassernahen Kirchheller Heide in Bottrop hingegen ist der Boden feuchter.
Infos: www.forst.rvr.ruhr

(ü. Pm., idr)

Rehbock von Hund gerissen – Verdacht der Jagdwilderei nahe des Emil-Frick-Hauses

Am Gelände des Emil-Frick-Hauses wurde am Donnerstag, 2. März, ein Rehbock tot aufgefunden, der nachweislich durch Bisse getötet wurde. Die Bissverletzungen lassen auf einen Hund als Verursacher schließen. Offensichtlich wurde der Rehbock in den Maschendrahtzaun einer Grundstückseinfriedung getrieben und konnte dem verfolgenden Tier nicht mehr entkommen. Da es sich hierbei im einen Straftatbestand nach § 292 StGB (Jagdwilderei) handelt, wurde die Polizei informiert. Aussagen der Besucherinnen und Besucher des Emil-Frick-Hauses legen die Vermutung nahe, dass der mehrjährige Rehbock am Donnerstagvormittag (9.3.) angegriffen wurde.

Personen, die den nord-westlich des Geländes gelegenen gut frequentierten Wanderweg nahe des Fundortes am Donnerstagvormittag genutzt haben und eventuell Beobachtungen gemacht haben, die zur Aufklärung des Falles führen könnten, werden gebeten, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Das Führen von Hunden ohne Leine im Wald außerhalb von Wegen stellt nach dem Landesforstgesetz NRW eine Ordnungswidrigkeit dar. Ab heute (10.3.) gilt die Leinenpflicht für Hunde ebenfalls auf allen öffentlichen Flächen im Stadtgebiet Essen durch die Neufassung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Wer unter Verletzung fremden Jagdrechts oder Jagdausübungsrechts Wild nachstellt, es fängt, erlegt oder sich oder einem Dritten zueignet oder eine Sache,

Gelsenkirchen legt nach
Rechnungen für Kosten der Unterkunft gehen auch an Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen
GE. Mit der Bitte, aus ersparten Hilfsmitteln des Bundes für die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt in Gelsenkirchen entstandene Kosten von rund 575.000 Euro auszugleichen, hatte sich Oberbürgermeister Frank Baranowski in den vergangenen Tagen an die Ministerpräsidenten der beiden Länder gewandt. Jetzt gehen weitere Rechnungen an die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Auch aus diesen Bundesländern sind zahlreiche anerkannte Asylbewerber und Schutzberechtigte nach Gelsenkirchen gekommen und haben hier ihren Wohnsitz genommen.

Damit erübrigt sich auch die Reaktion des Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke, der sich in einer Pressemitteilung verwundert zeigte, dass bis heute kein Schreiben des Oberbürgermeisters mit einer Rechnung für die Unterbringung von Flüchtlingen, die ursprünglich Mecklenburg-Vorpommern zugewiesen wurden, dann aber nach Gelsenkirchen gekommen sind, an dieses Bundesland geschickt wurde.

Frank Baranowski: „Ich kann Herrn Wittke beruhigen. Die Kostenermittlung in diesen drei  Fällen war etwas schwieriger als im Falle Sachsen und Sachsen-Anhalt, sie ist aber auf den Weg gebracht und inzwischen abgeschlossen.“

Die Stadt Gelsenkirchen hat die Zahlen für diese Länder ermittelt und stellt dem Land Brandenburg für 166 Personen 276.530 Euro, dem Land Mecklenburg-Vorpommern für 477 Personen 768.745 Euro und dem Land Thüringen für 169 Personen 272.364 Euro in Rechnung. Diese Beträge hat die Stadt Gelsenkirchen 2016 allein an Kosten der Unterkunft für zusammen 812 Personen ausgegeben, die eigentlich den genannten Ländern zugeteilt worden waren.

Mit den Schreiben an weitere Bundesländer stellt die Stadt nun ihre Kosten für die Menschen in Rechnung, bei denen nachvollziehbar war, dass sie anderen Ländern zugewiesen waren. Diese Bundesländer haben für die Unterbringung von Flüchtlingen Geld vom Bund erhalten. Die Menschen haben aber gar nicht dort gelebt und somit auch nicht den Haushalt belastet haben. Die Stadt Gelsenkirchen zählt hier auf die Solidarität der Landesregierungen. Es kann und darf nicht sein, dass zweckgebundene Kostenerstattungen vereinnahmt werden, für die es keine Basis gibt!

Und auch bei der Frage der Weiterleitung der Integrationspauschale vom Bund über das Land an die Kommunen muss sich Oliver Wittke nicht um die Positionierung des Oberbürgermeisters sorgen. In Pressemitteilungen der Stadt im Juli und im September 2016 hat der Oberbürgermeister seine Haltung klar und deutlich öffentlich gemacht und seitdem mehrfach gegenüber den Vertretern der Landesregierung unmissverständlich vertreten. Zuletzt erst am vergangenen Freitag in einem Gespräch in Düsseldorf.

Hier ist die Haltung von Oberbürgermeister Frank Baranowski eindeutig: „Integration findet im Wesentlichen in den Kommunen statt. Ich erwarte nach wie vor eine gerechte Beteiligung an den Bundesmitteln, wie es etwa Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vormachen, wo die Bundesmittel zwischen Land und Kommunen aufgeteilt werden.“

Frank Baranowski unterstützt daher auch in vollem Umfang die Forderung des NRW-Städtetages, einen angemessenen Anteil der sogenannten Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen weiterzugeben und zusätzlich eigene Mittel für die Integration beizusteuern.

Viele wichtige Integrationsmaßnahmen, wie der Ausbau der Kinderbetreuung und der Schulen, lassen sich in Gelsenkirchen nur verwirklichen, wenn ihre Finanzierung auskömmlich geregelt wird.

die dem Jagdrecht unterliegt, sich oder einem Dritten zueignet, beschädigt oder zerstört, begeht Jagdwilderei. Diese wird nach § 292 des StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

„One Tree Per Child“ startet in der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

Die Heisinger Ruhraue ist ein Schutzraum von europaweiter Bedeutung. Mitten im Ballungsraum bietet das Natura 2000-Gebiet einen idealen Lebensraum für zahlreiche heimische und im Ruhrgebiet seltene Tier- und Pflanzenarten. Und dieses Areal muss gesichert werden: Essener Grundschulkinder pflanzten am Freitag gemeinsam mit der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet 75 Bäume als Ergänzung für den Auenwald an den Ruhrufern – die Aktion ist zugleich der Auftakt einer Kooperation der Grünen Hauptstadt Europas mit der internationalen Initiative „One Tree Per Child“.

„Naturschutzgebiete spielen in einem Ballungsraum wie der Metropole Ruhr eine große Rolle. Die Heisinger Ruhraue befindet sich nicht mal zehn Kilometer von der Innenstadt entfernt – das macht sie besonders wertvoll für unser Stadtklima“, betonte Oberbürgermeister Thomas Kufen. Eichen, Linden, Ulmen, Wildäpfel und weitere typische Auenbäume wurden am Freitag eingesetzt. Weitere 675 werden in den kommenden Wochen folgen. Angestoßen wurde die Aktion von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen – gefördert wird sie vom Land NRW.

Aus Großbritannien angereist war auch Julian Dee von „One Tree Per Child“. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von der Schauspielerin Olivia Newton-John gemeinsam mit dem australischen Moderator und Journalisten John Dee. Das Ziel: Jedes Kind soll im Laufe seiner Grundschulzeit einen Baum pflanzen. „Essen ist die erste Stadt Deutschlands, die mit ‚One Tree Per Child‘ zusammen arbeitet. Ich freue mich sehr auf weitere gemeinsame Aktionen in unserem Grüne Hauptstadt-Jahr“, sagte Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Weltweit kooperieren Julian Dee und sein Team mit Kommunen und Schulen. Projekte gab es beispielsweise bereits in Australien, in den Niederlanden oder in Ruanda. Auch in Bristol, der Grünen Hauptstadt Europas im Jahr 2015, pflanzten zahlreiche Kinder Bäume. Und nun auch in Essen: Schülerinnen und Schüler der Carl-Funke-Schule, der Georgschule und der Schule am Wasserturm unterstützten die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet dabei, die ersten Bäume einzusetzen.

Foto I: Jochen Tack – Baumpflanzaktion Heisinger Ruhraue: Oberbürgermeister Thomas Kufen, Dr. Peter Keil, Geschäftsführer der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet, Julian Dee von „One Tree Per Child“ und Umwelt- und Baudezernentin Simone Raskob (v.l. n. r.)  mit Kindern der Carl-Funke-Schule.

(ü. Pm.)

 

Sturmwarnung für Essen – Grugapark schließt um 12 Uhr – Parkleuchten fällt aus – Wälder meiden, Lebensgefahr

Der Deutsche Wetterdienst warnt heute (23.2.) vor schweren Sturmböen bis 100 Stundenkilometer (Bft 10), in Schauern und bei Gewittern auch vor orkanartigen Böen bis 110 Stundenkilometer (Bft 11) im Ruhrgebiet. Diese Warnung gilt auch für Essen. Aus diesem Grund wird der Grugapark um 12 Uhr geschlossen. Das Parkleuchten entfällt am heutigen Donnerstag. Der Grugapark ist voraussichtlich am morgigen Freitag, 24. Februar, wieder geöffnet, das Parkleuchten wird dann abends wieder fortgesetzt.

Die Essener Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Essener Wälder ab mittags nicht zu betreten. Es kann dort Lebensgefahr herrschen. Die Warnung gilt bis in die frühen Morgenstunden am Freitag.

Rat beschließt Anpassung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

Der Rat der Stadt Essen hat heute (15.2.) die Anpassung der Ordnungsrechtlichen Verordnung beschlossen, die der Abwehr von Gefahren für die Öffentliche Sicherheit und Ordnung gilt. Damit reagiert die Stadtverwaltung auf die veränderten Situationen zur Wahrung der öffentlichen Ordnung im Stadtgebiet. Die letzte Fassung der Ordnungsrechtlichen Verordnung ist bereits 15 Jahre alt. Darüber hinaus dienen die Anpassungen der leichteren Verständlichkeit oder Präzisierung bestehender Angaben; teilweise konnten Regelungen zusammengefasst werden und weitere dadurch entfallen.

Neu aufgenommen wurde die mögliche Verhängung eines Ordnungsgeldes im Rahmen der Gefahrenabwehr bei Bombenentschärfungen. Ein Ordnungsgeld soll zukünftig dann fällig werden, wenn den Anordnungen der Ordnungskräfte und der Feuerwehr nicht Folge geleistet wird. Damit sollen Verzögerungen bei Entschärfungen oder kontrollierten Sprengungen von Blindgängern durch Bürgerinnen und Bürgern zukünftig verhindert und mögliche Gefahren abgewendet werden.

Mit der Neufassung der Allgemeinen Verhaltenspflichten im öffentlichen Raum reagiert die Verwaltung unter anderem auf die in den letzten Jahren deutlich vermehrten Beschwerden über Ruhestörungen und Belästigungen durch Personenansammlungen auf städtischen Anlagen. Durch diese wird in den meisten Fällen auch die Nutzung der Flächen durch die Allgemeinheit erschwert. Die Verordnung verbietet zudem Betteln in jeglicher nötigender Form.

Ergänzt wurde die Verordnung außerdem um eine Regelung für Großveranstaltungen in der Innenstadt. Diese soll die Besucherinnen und Besucher von Festen und Märkten vor der Belästigung durch aggressives Betteln durch Anfassen, Festhalten, Versperren des Weges und Bedrängen, aufdringliche Marketing-Aktionen, wozu auch die Verteilung von Druckerzeugnissen aller Art zählt, sowie alkoholisierte Personen außerhalb der Ausschankflächen des Veranstaltungsbereichs schützen.

Die Fütterung von Wildtauben, Wild- und Wassergeflügel ist künftig im gesamten Stadtgebiet verboten – bisher war es auf öffentliche Flächen begrenzt. Futter für andere Tiere ist so auszulegen, dass es von den benannten Tieren nicht gefressen werden kann. Für Hunde besteht eine Leinenpflicht auf allen öffentlichen Flächen, ausgenommen sind die gesondert ausgewiesenen Hundewiesen.

Die Neufassung der Ordnungsbehördlichen Verordnung tritt eine Woche nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft und ersetzt die Version aus dem Jahr 2002, deren Gültigkeit in diesem Jahr endet und eine Überarbeitung erforderlich macht. Die Neufassung gilt voraussichtlich bis zum 31.12.2032.

Zum Hintergrund:

Die Ordnungsbehörden können zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Verordnungen erlassen. Durch die darin beschriebenen klaren Verhaltensregeln im öffentlichen Raum soll nicht gemeinverträgliches Verhalten unterbunden werden. Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeiten mit Geldbußen geahndet werden.
(ü. Pm.)

Schmutzler-Jäger (Grüne): Bebauung ist wegen des erheblichen Eingriffes in den Natur- und Landschaftsschutz abzulehnen

Angesichts der Planungen der Stadtverwaltung zur Aufnahme der Grünfläche „Mecklenbeckswiese“ in Essen-Horst in das Arbeitsprogramm Bauleitplanung 2016/17 erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Wir Grüne lehnen eine Bebauung der Mecklenbeckswiese wegen des erheblichen Eingriffes in den Natur- und Landschaftsschutz und wegen der Zerstörung wertvoller landwirtschaftlicher Flächen entschieden ab. Die Fläche ist Bestandteil eines nord-südlich verlaufenden innerstädtischen Grünzuges bis zum Bergmannsbusch. Außerdem ist sie wichtig für die Kaltluftproduktion in dem dicht besiedelten Gebiet.

Die große Koalition aus SPD und CDU im Rat und die zuständige Planungsverwaltung haben offensichtlich nichts aus der Vergangenheit gelernt. Denn nun wird zum wiederholten Male ein Wohnbauflächenvorschlag aus der Schublade gezogen, der bereits zwei Mal am politischen Widerstand gescheitert ist.

Die 7,5 Hektar große Fläche wurde erst 2008 bei der Aufstellung des regionalen Flächennutzungsplans und dann 2015 bei der städtebaulichen Strategie zur Schaffung von Asylstandorten parteiübergreifend wegen der erheblichen Eingriffe in den Naturhaushalt abgelehnt. Wir appellieren an die große Koalition diese Linie nicht zu verlassen und zusammen mit uns eine Bebauung abzulehnen.“

(ü. Pm.)

Zehn Jahre nach Kyrill ist drei Jahre nach ELA

Verjährt, aber nicht vergessen: Am 18. Januar 2007 tobte der Orkan Kyrill über die Wälder des Ruhrgebiets und verursachte große Schäden am nördlichen und südlichen Ballungsrand. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Windstärke war der Orkan ein bis dahin unbekanntes Ereignis im Ruhrgebiet. Kyrill hat in den Wäldern des Regionalverbandes Ruhr (RVR) 150.000 Festmeter Holz in den Flächen umgeworfen und insgesamt 290 Hektar Freiflächen hinterlassen. Besonders betroffen waren die Üfter Mark in Schermbeck / Dorsten, die Hohe Mark und die Haard im Kreis Recklinghausen sowie Waldgebiete in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis. Zu rund 90 Prozent fielen Nadelbäume wie Fichte und Kiefer, während das Laubholz weitgehend verschont blieb.

Zehn Jahre später sind die Wunden geschlossen. Schwerpunktmäßig wurden etwa 430.000 Laubbäume, insbesondere Buchen und Eichen gepflanzt. Langsam entwickelt sich ein Mischwald, der flexibler auf Klimaveränderungen reagieren kann. Für Aufarbeitung und Wiederbewaldung der Kyrill-Sturmflächen wurden etwa 1,4 Millionen Euro aufgewendet. Die Kosten für die Sanierung der Wege, die durch die Holzabfuhr stark beschädigt wurden, beliefen sich auf etwa 800.000 Euro. Ein Großteil der Mehraufwendungen konnte durch die zusätzlichen Erträge aus dem Sturmholz getragen werden.

Dachte man damals, Kyrill wäre nur ein singuläres Ereignis, wurde man sieben Jahre später eines Besseren belehrt. Am 9. Juni 2014 wütete der Pfingststurm ELA über dem Ballungszentrum des Ruhrgebiets. ELA knickte vor allem Einzelbäume oder Baumgruppen an Straßen, Fuß- und Radwegen oder am Schienennetz der Bahn um und machte die Verkehrswege unpassierbar.

Zentrale Radwege wie die Erzbahntrasse von der Jahrhunderthalle Bochum zum Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen sowie der Zollvereinweg, der Nordsternweg und die Kray-Wanner Bahn zwischen Essen und Gelsenkirchen musste der RVR sofort sperren, um Gefahren für die Nutzer abzuwehren. Nicht befahrbar waren auch Teile des RuhrtalRadwegs im mittleren Ruhrgebiet. Neben den Radwegen waren besonders RVR-Erholungsgebiete wie der Emscherbruch (Gelsenkirchen), die Schurenbachhalde (Essen), die Tetraederhalde (Bottrop) oder die Halde Hoheward (Herten, Recklinghausen) betroffen.

Die Aufwendungen für die Sofortmaßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit beliefen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Die Wiederbewaldung (rund 100.000 Neupflanzen) und Baumaßnahmen an den Wegen verursachten Kosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Die Schadensbeseitigung nach ELA konnte nur zu einem geringen Teil aus Mehrerträgen beim Sturmholz finanziert werden.

 Thomas Kämmerling, Betriebsleiter des Eigenbetriebs RVR Ruhr Grün, zieht ein Fazit: „Sturmereignisse von solchen Ausmaßen zeigen immer wieder deutlich, wie wichtig der Umbau unserer Grünen Lunge zu klimaplastischen Mischwäldern ist. Die Universität Göttingen unterstützt uns mit Forschungen derzeit bei der Wahl stabiler, standortgerechter und strukturreicher Baumarten für das Ruhrgebiet.“

Fotos: LVR

(ü. Pm.)