Zollverein erhält zentrales Informationszentrum

Die Stiftung Zollverein plant für das Jahr 2019 die Einrichtung eines zentralen Informationszentrums auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollvereins.

Das Zentrum soll im Herzen von Zollverein unter dem sogenannten Kokskohlenbunker an der Plaza im Schnittpunkt der Achsen zwischen den zentralen Parkplätzen A1 und A2, dem Ehrenhof und dem Ruhr Museum entstehen.

Das neue zentrale Informationszentrum soll die Orientierung auf dem weiträumigen Welterbe-Gelände erleichtern und Fragen rund um das Gelände, zu aktuellen kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen sowie zu Architektur und Geschichte beantworten. Deshalb ist neben einem klassischen Infopoint auch eine Dauerausstellung über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Welterbe geplant.

Die Kosten für den geplanten Glaskubus liegen bei rund zwei Millionen Euro. Der Bund hat in der heutigen (8.11.) Sitzung des Haushaltsausschusses eine Förderung in Höhe von einer Million Euro beschlossen. Formal muss der Bundestag in seiner Sitzung am 23.11.2018 noch zustimmen.

„Über die Zusage des Bundes und die damit verbundene Förderung unseres UNESCO-Welterbes Zollverein freue ich mich sehr“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Gemeinsam mit der Stiftung Zollverein konnten wir den Bund von der Bedeutung Zollvereins für die Stadt Essen und für die Region überzeugen. Hier wird nicht nur die Geschichte des Ruhrgebiets deutlich, sondern auch das Zukunftspotenzial einer gesamten Region. Mit dem neuen Informationszentrum als Anlaufstelle für jährlich mehr als 1,5 Millionen Besucherinnen und Besucher können wir unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft erzählen.“

Das Insektenhotel geht in die zweite Runde – Arbeitskreis der Grünen Hauptstadt

Nach dem großen Ansturm beim letzten Workshop zum Bau eines Insektenhotels, lädt die Grüne Hauptstadt am 27. August erneut zum Arbeitskreis ein. In Zusammenarbeit mit Gemeinschaftsgärtner und Designer Frank Münter kann jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sein eigenes Insektenhotel für die kleinen Krabbeltiere bauen.

Die kleinen Hotels sind schon lange keine Seltenheit mehr. Ob im heimischen Garten oder auf dem eigenen Balkon, zu finden sind sie überall. Auch in öffentlichen Parkanlagen, auf Schulgeländen und Landschaftsgärtnereien dürfen sie nicht fehlen. Sie bieten für viele Insekten eine Nist- und Überwinterungshilfe.

Insekten spielen eine zentrale Rolle für das Ökosystem. Meistens wird nur die Honigbiene in Verbindung mit der Pflanzenbestäubung gebracht, aber auch viele andere Krabbeltiere tragen zu unserer Pflanzenvielfalt bei – ob essbar oder ausschließlich zur Zierde. Diese Vielfalt kann aber nur bestehen, wenn es für die Tiere auch einen entsprechenden Rückzugsort gibt, den jeder ganz einfach auf seinem Balkon oder im Garten herrichten kann.

Die Grüne Hauptstadt lädt daher auch zur zweiten Runde der Aktion Interessierte dazu ein unter Anleitung ein eigenes Insektenhotel zu bauen. Eine Anmeldung ist für den Arbeitskries ist auch diesmal nicht notwendig, er findet am Sonntag, den 27. August in der Zeit von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr am Welterbe Zollverein – Areal A [Schacht XII], Halle 6 statt.

Wildkräuter-Exkursion auf dem Welterbe Zollverein

(idr). Zu einer Wildkräuter-Exkursion auf dem Welterbe Zollverein in Essen lädt der Regionalverband Ruhr (RVR) ein am Sonntag, 27. August, 11 Uhr.

Die Teilnehmer der zweistündigen Veranstaltung auf der Route Industrienatur lernen Pflanzen aus aller Welt kennen, die sich auf der Brache angesiedelt haben. Dazu gehören z.B. der Sommerflieder aus Asien, Nachtkerze und Goldrute aus Nordamerika und das Schmalblättrige Greiskraut aus Südafrika sowie zahlreiche weitere Wildkräuter. Die Naturfreunde erfahren außerdem welche Heilkräfte die Pflanzen besitzen. Treffpunkt ist am Fuß der Rolltreppe zum Besucherzentrum Zollverein, Gelsenkirchener Straße 181, Essen. Die Exkursion kostet für Erwachsene fünf, für Kinder drei Euro. Alle Termine des RVR-Programms „Natur erleben“ sowie weitere Veranstaltungen zum Thema Umwelt sind unter www.umweltportal.metropoleruhr.de abrufbar. Im Infopool des Portals stehen zudem die Broschüre „Natur erleben“ und weitere Publikationen zum Download bereit.

wmr kürt innovative Ideen für die Medizinwirtschaft beim Innovationstag auf Zollverein

Der „Innovation Call 2017“ geht ins Finale. Am 3. April präsentieren die zehn nominierten Start-ups beim Innovation Day im Sanaa-Gebäude auf dem Weltkulturerbe Zollverein in Essen ihre Produktentwicklungen. Die jungen Unternehmen der Medizinwirtschaft waren zuvor von einer Jury ausgewählt worden, um ihre eingereichten Ideen umzusetzen. Unterstützt wurden sie dabei von erfahrenen Unternehmern aus der Gesundheitswirtschaft, die sie als Mentoren begleiten. Durchgeführt wird der Wettbewerb von der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) im Rahmen ihres Projekts Innovationsraum.Ruhr. 41 Bewerbungen waren für den mit 10.000 Euro dotierten Wettbewerb eingangen. Studierende/Absolventen, Start-ups und Unternehmen aus den Kreativbranchen Architektur, Design und Software/Games in ganz Deutschland waren eingeladen, ihre Ideen für die Medizinwirtschaft einzureichen. Unter den zehn ausgewählten Ideen sind innovative Vorschläge wie eine sprechende Unterschenkelprothese, ein elektrischer Rollator und ein mobiler Regenschutz für Rollstuhlfahrer. Informationen unter www.innovationsraum.ruhr

(ü. Pm., idr)

Welterbe Zollverein bekommt eine Parkour-Anlage

Die Stiftung Zollverein plant eine öffentlich zugängliche Parkour-Anlage auf der Kokerei des Welterbes Zollverein.

Man erwarte in Kürze die baurechtliche Genehmigung; im April sollen die Bauarbeiten starten, teilte die Stiftung heute mit. Ab den Sommerferien 2017 können sportliche Besucher dann „über Stock und Stein“ gehen. In einer Art modernem Hindernislauf suchen die Sportler ihren Weg über Rampen, Wandflächen, Geländer und kleinen Bauten. Die Anlage auf dem Welterbe wird auf 600 Quadratmetern sportliche Herausforderungen bieten. Zwei Bereiche mit unterschiedlichen Höhen und Anforderungen werden durch ein 13 Meter breites System aus Treppen und Rampen verbunden. Geeignet ist der Parkour schon für Kinder ab acht Jahren. Die Nutzung ist kostenlos. Die Parkour-Anlage ist ein gemeinsames Projekt des Jugendwerks der Arbeiterwohlfahrt Essen (AWO), der Stiftung Zollverein und der Stadt Essen. Infos unter www.zollverein.de
(ü. Pm., idr)

Fotografie-Ausstellung „Der Blick der Sachlichkeit“ auf Zollverein wird verlängert Essen

Die Ausstellung „Der Blick der Sachlichkeit. Zeche Zollverein im Spiegel der Fotografie“ auf dem Welterbe Zollverein in Essen wird um vier Wochen verlängert.

Die Schau läuft jetzt bis zum 26. Februar im Portal der Industriekultur in Essen. 30 Jahre nach der Schließung der Zeche Zollverein werden ausgewählte historische Schwarz-Weiß-Bilder der Industriefotografen Albert Renger-Patzsch und Anton Meinholz aus der Anfangszeit der Schachtanlage XII zwei Fotografie-Serien von Dieter Blase von 1986 und 2016 gegenübergestellt. Die drei eint ihre sachliche Bildsprache mit ihrem nüchternen Ausdruck und der Fokussierung auf die Formen und Strukturen der Industriebauten.

Infos: www.zollverein.de

Was ist so nebenbei 2017 im Ruhrgebiet zu erwarten?

Ganz schön grün

Ab 2017 kann in der Ruhr bei Essen geschwommen werden. Im Juli eröffnet eine Badestelle am Seaside Beach Baldeney mit zwei Wasserflächen, die jeweils zehn mal 20 Meter groß sind. Sie werden durch Stege und Bojenketten begrenzt. Die Badestelle ist ein Projekt im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europas“. Mit dem Titel darf sich die Stadt Essen 2017 schmücken. Zu den weiteren Höhepunkten des grünen Jahres gehören das Bürgerfest am 22. Januar im Grugapark und der „Tag der Bewegung“ am 2. Juli.

Infos: www.essengreen.capital

Reformatorisch

„Der geteilte Himmel“ lautet der Titel einer großen Ausstellung im Essener Ruhr Museum, die am 3. April startet. Die Schau zeigt bis zum 31. Oktober die Entwicklung der Religionen und Konfessionen an Rhein und Ruhr vom Spätmittelalter bis heute auf. Knapp 1.000 zum Teil erstmals gezeigte Exponate aus über 150 Museen, Kirchen, Bibliotheken und Archiven veranschaulichen die politischen, sozialen und kulturellen Aspekte dieser Geschichte. Die Ausstellung ist der Höhepunkt des gemeinsamen Programms von Forum Kreuzeskirche Essen, Martin Luther Forum Ruhr und Ruhr Museum zum 500. Reformationsjubiläum.

Infos: www.der-geteilte-himmel.de

 Verspielt

Mit der „Arcade One“ kommt ein neues Spielereignis in das Ruhrgebiet. Am 23. und 24. April feiert die Veranstaltung in den Dortmunder Westfalenhallen Premiere. Im Mittelpunkt stehen die Stars des Gaming und das Thema Let’s Play. Youtuber, Streamer, Spieleentwickler und eSports-Profis sind vor Ort und gehen auf Tuchfühlung mit den Spielern. Zugesagt haben u.a. die Youtube-Größen Sarazar, Team PietSmiet, LeFloid und Fabian Siegismund. Abgerundet werden die Tage mit einem Showprogramm auf mehreren Bühnen mit Live-Let’s-Play, Cosplay und Musik. Dazu kommt eine große Ausstellungs- und Conventionfläche.

Infos: www.arcadeone.de

Abgefahren

Leinen los, heißt es am 30. April: Dann startet die vierte Schiffsparade auf dem KulturKanal. Rund 30 Schiffe – vom Kanu bis zum Fahrgastschiff – legen die Strecke vom Nordsternpark Gelsenkirchen zum Kaisergarten Oberhausen zurück. Am Zielort findet ein Fest in Kooperation mit dem Ruhrgebietswandertag statt. In den vergangenen Jahren lockte das farbenfrohe Spektakel tausende Besucher an die Ufer des Rhein-Herne-Kanals zwischen Gelsenkirchen und Oberhausen. Einige Paradeschiffe bieten bereits Tickets für die Mitfahrt an. Infos und Tickets: www.kulturkanal.ruhr

Wiedervereint

The Kelly Family feiert ihr Comeback mit drei Auftritten in der Dortmunder Westfalenhalle. Da das Konzert der erfolgreichsten Familienband in Deutschland am 19. Mai innerhalb kurzer Zeit ausverkauft war, wurden zwei Zusatztermine für den 20. und 21. Mai angesetzt. Dann werden Patricia, Joey, Kathy, Jimmy, John und Angelo Kelly, sowie Gründungsmitglied Paul Kelly ihre größten Hits präsentieren. Mit ihren Auftritten in Dortmund kehren sie dorthin zurück, wo alles begann. 1994 buchten die damaligen Straßenmusiker die Westfalenhalle auf eigenes Risiko und gaben ein Konzert vor 17.000 Zuschauern.

Infos: www.semmel.de

Stimmgewaltig

Star-Tenor Plácido Domingo feiert den Start seiner Welttournee zum 50. Bühnenjubiläum im kommenden Jahr in Gelsenkirchen. Am 27. Mai präsentiert der 75-jährige Spanier Giuseppe Verdis „Aida“ in der Gelsenkirchener Arena. Domingo steht dann selbst am Dirigenten-Pult. Mehr als 800 Darsteller – 90 Orchestermusiker, 150 Chorsänger, 85 Ballett-Tänzer und über 500 Statisten – setzen die Oper im Stadion in Szene. Unterstützt wird die Inszenierung von großflächigen LED-Projektionen.

Infos: www.aida-domingo.com

Historisch

1.000 Jahre Recklinghausen: Das feiert die Stadt 2017 mit einem Epochen-Spektakel vom 9. bis 11. Juni. Hunderte Mitwirkende laden an verschiedenen Orten zu Zeitreisen in die Vergangenheit ein. Dabei wird der Bogen über die Jahrhunderte gespannt: von der Entstehung bis in die Hoch-Zeit von Kohle und Stahl, als sich Recklinghausen zur Bergarbeiterstadt wandelt. Es gibt Musik, Gaukler, Ritterlager, Ritterspiele, Pest-Umzüge, Feuerspiele, Handwerker mit Mitmachangeboten, barocke Tänze, napoleonische und preußische Soldaten, historische Dampfmaschinen und vieles mehr. Bespielt werden mehrere Plätze in der Altstadt.

Infos: www.1000Jahre.re

Sportlich

Im kommenden Jahr erleben die Ruhr Spiele „Games“ ihre Neuauflage. Nach der erfolgreichen Premiere des internationalen Sport- und Kulturevents für Jugendliche im vergangenen Jahr gehen vom 15. bis zum 18. Juni erneut viele tausend Aktive in mehr als 100 Wettkämpfen an den Start. 13 olympische und vier Trend-Sportarten stehen auf dem Programm. Erstmals wird es drei Standorte mit unterschiedlicher Ausrichtung geben. Dortmund bietet Aktionsport und Festival, in Hagen starten die internationalen Wettkämpfe und Hamm ist Ort der europäischen Jugendbegegnung. Neben dem Wettkampfprogramm gibt es Sportschau und ein umfassendes Kulturprogramm. Details dazu werden im Frühjahr bekannt gegeben. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die Ruhr Spiele sind ein gemeinsames Projekt von NRW-Sportministerium und Regionalverband Ruhr in strategischer Partnerschaft mit dem Landessportbund.

Infos: www.ruhrgames.de

Läuferisch

Die Urban Trails feiern 2017 in Bochum, Oberhausen und Dortmund Premiere. Die Entdeckungsläufe führen über eine Strecke von rund zehn Kilometern Länge durch die Städte – und zwar nicht nur an Gebäuden und Sehenswürdigkeiten vorbei, sondern mittendurch etwa durch Tierparks und Museen. In Bochum gehen die Teilnehmer am 18. Juni an den Start gehen, es folgen Oberhausen am 9. Juli und Dortmund am 17. September. Der Wettkampfcharakter ist bei den Urban Trails Nebensache.

Infos: www.urbantrailserie.de

Kultig

Sie darf in einer Jahresvorschau einfach nicht fehlen: die ExtraSchicht. Am 24. Juni feiert die Metropole Ruhr zum 16. Mal die lange Nacht der Industriekultur. Im Mittelpunkt stehen die industriellen Stätten in der Region, die mit einem bunten kulturellen Programm bespielt werden – und das im gesamten Ruhrgebiet. Lichtkunst, Konzerte, Lesungen, Performances, Artistik, Führungen und vieles mehr erwarten die Besucher, die mit Shuttlebussen zu den Veranstaltungsorten fahren können.

Infos: www.extraschicht.de

Abgedreht

Noch mehr Rummelspaß: Ab 2017 öffnet die Cranger Kirmes bereits am Donnerstag, 3. August, und dauert dann elf statt zehn Tage. Möglich wird die zeitliche Erweiterung durch den neuen Freizeitlärmerlass des Landes NRW.

Infos: www.cranger-kirmes.de

Unterhaltsam

Das Zeltfestival Ruhr am Kemnader Stausee feiert im kommenden Jahr seine zehnte Ausgabe. Rund 40 Gastspiele stehen vom 18. August bis 3. September in der Zeltstadt in Bochum auf dem Programm. Schon jetzt liegen die ersten Künstlerzusagen vor, u.a. von LaBrassBanda, Sarah Connor, Frank Goosen, Gerburg Jahnke sowie Dieter Thomas Kuhn & Band.

Infos: www.zeltfestivalruhr.de

Dramatisch

Zehn Theater des neuen Netzwerks RuhrBühnen laden am 1. Oktober zu Theaterreise und Theaterfest ein. Die ganztägige Reise führt durch die Theaterlandschaft der Metropole Ruhr. Besucher können zwischen verschiedenen Routen wählen und während des Tages drei bis vier Aufführungen in den beteiligten Häusern sehen. Start und Ziel ist die Jahrhunderthalle in Bochum, wo auch das abschließende Fest stattfindet. Mit der Aktion wird der Abschluss der Ruhrtriennale gefeiert und die Überleitung zur beginnenden Theatersaison geschaffen. Details zum Programm der „Staffelübergabe“ werden im Frühjahr bekannt gegeben. Infos: www.ruhrbuehnen.de

On Tour

2017 wird wieder ein Jahr für Musikfans. Unter den Künstlern, die in der Metropole Ruhr gastieren, sind zahlreiche Altstars, etwa Udo Lindenberg (30. Mai, Westfalenhallen Dortmund, 9. Juni, Arena Oberhausen) und Marius Müller-Westernhagen (27. Oktober, Westfalenhallen). Auch die Hardrocker von Kiss, die ihr für 2016 angekündigtes Konzert absagten, holen den Termin am 12. Mai in Dortmund nach. Gleich an fünf Abenden – vom 26. September bis 1. Oktober – steht Schlagerkönigin Helene Fischer in den Westfalenhallen auf der Bühne. In der Oberhausener König-Pilsener-Arena sind z.B. Iron Maiden (24. und 25. April) und Tim Bendzko (1. Juni) live zu erleben. Infos: www.westfalenhallen.de und www.koenig-pilsener-arena.de

(ü. Pm.)

Stiftung fördert Ruhr Museum in den nächsten fünf Jahren mit 30 Millionen Euro

Das Ruhr Museum kann sich auch weiterhin der Unterstützung seiner Förderer sicher sein. Die Stadt Essen, der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und das Land NRW haben als Träger der Stiftung entschieden, die Förderung des Ruhr Museums über den ursprünglich vereinbarten Zeitraum hinaus für weitere fünf Jahre bis Ende 2021 in unveränderter Höhe fortzusetzen. In den kommenden fünf Jahren fließen so rund 30 Millionen Euro in die Arbeit des Museums. Das Land NRW stellt jährlich eine Million Euro zur Verfügung, der LVR zwei Millionen und die Stadt Essen zurzeit 2,8 Millionen Euro (Tendenz steigend). Infos unter www.zollverein.de

(ü. Pm., idr)

Bund fördert Umbau der Salzfabrik auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein zum Schaudepot des Ruhr Museums mit 3,5 Millionen Euro.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks überreichte am heutigen Mittwoch (30.11.) in Berlin die Förderurkunde des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ an den Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen, den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Zollverein, Hermann Marth, und den Direktor des Ruhr Museums, Professor Heinrich Theodor Grütter.

Insgesamt 3,5 Millionen Euro stellt das Bundesbauministerium der Stadt Essen für den Umbau der ehemaligen Salzfabrik zum Zentral- und Schaudepot auf der Kokerei Zollverein zur Verfügung. Das spektakuläre Schaudepot soll am 6. Januar 2020 eröffnet werden, pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Ruhr Museums auf Zollverein. Bauherr ist die Stiftung Zollverein als Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes.

Zum Hintergrund:

Die Bundesregierung fördert in diesem Jahr mit über 41 Millionen Euro Premiumprojekte des Städtebaus, die Modellcharakter haben und über regionale und auch nationale Grenzen hinausstrahlen. Unter den aus mehreren hundert ausgewählten 17 Projekten befinden sich auch zwei aus Nordrhein-Westfalen: Der Umbau der ehemaligen Salzfabrik der Kokerei Zollverein zum Zentral- und Schaudepot des Ruhr Museums und der Umbau eines Kasernengeländes zu einem „BildungsCampus Herford“.

(ü. Pm)

Verwaltungsvorstand der Stadt tagt auf Zollverein

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Essen hat den Ort der heutigen (29.11.) Sitzung auf das UNESCO-Welterbe Zollverein verlegt.

In den Räumlichkeiten der Stiftung Zollverein an der Bullmann Aue haben die teilnehmenden Geschäftsbereichsvorstände nicht nur aktuelle Verwaltungsthemen diskutiert, sondern sich auch über die derzeitigen Entwicklungen auf dem Areal des Welterbes informiert.

Während einer Führung über das Zollverein-Gelände durch den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Zollverein, Hermann Marth, wurde nochmals die Wandlung dieses Geländes deutlich. Zollverein ist gerade für die wirtschaftliche Entwicklung im Essener Norden ein ganz wichtiger Impulsgeber. Neben der Funktion als touristisches Ziel mit überregional bedeutenden Museen, wie dem Ruhr Museum und dem Red Dot Design Museum, mit den entsprechenden Gastronomien sowie in Kürze einem Hotel, der Folkwang-Universität oder der neuen RAG Hauptverwaltung, ist Zollverein auch eine beliebte Adresse gerade für Unternehmen der Kreativbranche geworden.

Demnächst werden sicherlich viele Veranstaltungen hinzukommen. Denn Anfang nächsten Jahres eröffnet die „Grand Hall Zollverein“. Einen ersten Blick in die geplanten Messe-, Kongress-, Veranstaltungs- und Event-Räume durften der Verwaltungsvorstand der Stadt Essen schon heute werfen. Veranstalter und Gäste dürfen sich auf tageslicht-durchflutete, barrierefrei zugängliche Veranstaltungsräume freuen, die in nachhaltiger Bauweise und denkmalgerecht saniert wurden.

Titelfoto: Tom Koperek (2.v.r.) Geschäftsführer der Grand Hall Zollverein zeigt dem Verwaltungsvorstand was aus der ehemaligen Sauger- und Kompressorenhalle auf Zollverein bisher entstanden ist. Foto: Peter Prengel

(ü. Pm.)

Fördermittel ermöglichen Sanierung auf der Kokerei Hansa und auf dem Welterbe Zollverein

Bund und Land unterstützen den Erhalt der Industriekultur im Ruhrgebiet. In diesen Tagen wurden gleich zwei Zuwendungsbescheide durch die zuständigen Bezirksregierungen übergeben: Die Stiftung Zollverein erhält für das UNESCO-Welterbe Zollverein rund zehn Millionen Euro 10.236.241 Euro aus Bundes- und Landesmitteln. Damit wird die Erhaltung einzelner Gebäude gesichert und auch der Um- und Ausbau auf der Zeche Zollverein unterstützt. So wird z.B. Halle 4 für eine gastronomische Nutzung und Halle 8 für Ausstellungs- und Museumspädagogik ausgebaut. Insgesamt sieben Millionen Euro Fördergelder stehen für die Sanierung der Kokerei Hansa in Dortmund zur Verfügung. Einen entsprechenden Bescheid erhielt die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur jetzt von der Bezirksregierung Arnsberg. Für die Sanierungsarbeiten am Sortenturm, an den Koksofenbatterien, der Salzfabrik und der Abtreiberbühne sowie am Kokslöschturm sind insgesamt 7.647.000 Euro veranschlagt. Finanziert werden die Maßnahmen über das Programm der Städtebauförderung des Bundes und des Landes NRW. Mit der Sanierung sollen sich neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. So will die Stiftung künftig Ideen entwickeln, wie Kinder und Jugendliche aus dem Dortmunder Norden angesprochen werden können. Ein Jugendforscher sei bereits beauftragt.

(ü. Pm. idr)

Führung durch das Red Dot Design Museum für Seniorinnen und Senioren

Am Mittwoch, 9. November, vormittags. Die Teilnahmekosten betragen 20 Euro, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Das Seniorenreferat der Stadt Essen bietet für Essener Seniorinnen und Senioren am Mittwoch, 9. November, vormittags, eine Führung durch das Red Dot Design Museum auf dem Gelände der Zeche Zollverein an.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ausgezeichnete Gestaltung erleben: Designer und Kunsthistoriker informieren über zeitgenössisches Industriedesign, Produktkultur und die faszinierende Architektur des Hauses. Auch die spannende Geschichte des Wettbewerbs kommt nicht zu kurz.

Die Teilnahmekosten betragen 20 Euro und beinhalten neben Führungsentgelt und Museumseintritt auch ein Mittagessen.

Eien Anmeldung ist erforderlich und ab sofort bis Mittwoch, 2. November, beim Seniorenreferat der Stadt Essen, Steubenstraße 53, Raum 268, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, oder unter Telefon: 88 50150, möglich.

(ü. Pm.)