Allgemeinverfügung zum Schutz vor der Vogelgrippe in Kraft

Seit dem 20. Dezember gilt für ganz Nordrhein-Westfalen die Aufstallpflicht für Geflügel. Das NRW-Landwirtschaftsministerium hat diese nach dem Ausbruch der Vogelgrippe (auch Geflügelpest genannt) in einem Putenmastbetrieb im Kreis Soest und auf Grund des anhaltenden Virusbefalls in der Wildvogelpopulation flächendeckend angeordnet. In Essen gibt es derzeit keinen Fall von Vogelgrippe. Trotzdem gilt auch hier die Aufstallpflicht, die gestern (21.12.) per Allgemeinverfügung angeordnet wurde.

Mit der Allgemeinverfügung ist offiziell geregelt, dass Geflügel im Stadtgebiet Essen ab sofort nur noch in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist, gehalten werden darf. Diese Vorgaben gelten für Halterinnen und Halter von Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasanen, Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen.

Das Virus stellt eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel dar, ist für den Menschen aber ungefährlich.

Zum Hintergrund:

Die Zahl der bundesweit bei Wildvögeln amtlich festgestellten Fälle von Vogelgrippe steigt derzeit kontinuierlich an. Am 9. November hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eine Risikoeinschätzung zum Auftreten des Virus in Deutschland veröffentlicht. In dieser Bewertung wird das Risiko des Eintrags von Vogelgrippe in Hausgeflügelbeständen über Wildvögel bundesweit als hoch eingeschätzt. Das FLI empfiehlt unter anderem die Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelbetrieben.

(ü. Pm.)