Die Stadt Essen legt den Bebauungsplan „Flachdachbegrünung Essener Innenstadt“ ab dem 27. Juni öffentlich aus

Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass der globale Klimawandel zu einer merklichen Erwärmung gerade der dicht bebauten Innenstädte führt. Der Klimawandel und dessen Auswirkungen macht auch vor der Stadt Essen nicht Halt. Auch in Essen ist eine Erwärmung der Innenstadt zu verzeichnen – in den letzten 100 Jahren um 1,7 Grad Celsius (Quelle: Strategie- und Maßnahmenkonzept Klimaanpassung der Stadt Essen).

Sowohl Flachdächer als auch die Oberflächen nicht überbauter Tiefgaragen weisen vor dem Hintergrund des Klimawandels ein großes ökologisches Potenzial auf. Nach einer aktuellen Erhebung sind etwa 28 Hektar der Dachflächen in der Essener Innenstadt Flachdächer, wobei diese aber nur zu einem Bruchteil begrünt sind.

Der Geltungsbereich des zusätzlich aufzustellenden Bebauungsplanes betrifft hauptsächlich den Stadtteil Stadtkern sowie Teile des Ostviertels. Der vorliegende Bebauungsplan zielt darauf ab, die Anwendung der Dachbegrünung als Baustein einer nachhaltigen Entwicklung in der Essener Stadtplanung zu stärken und gleichzeitig eine höhere Qualität in der Umsetzung zu ermöglichen. Ziel des Bebauungsplanes soll es sein, für einen größeren, räumlich zusammenhängenden Innenstadtbereich bei der Errichtung von Gebäuden mit Flachdächern und leicht geneigten Dächern sowie bei Oberflächen von nicht überbauten, neuen Tiefgaragen eine Pflicht zur Dachbegrünung festzusetzen. Die Begrünungspflicht entsteht, wenn durch baugenehmigungspflichtige Maßnahmen Dachflächen geändert oder neu geschaffen werden.

Der Bebauungsplan wird von Dienstag, 27. Juni, bis Montag, 11. September, öffentlich ausgelegt. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr ausgestellt.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab dem Beginn der öffentlichen Auslegung unter der Adresse www.essen.de/stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

(ü. Pm.)

Zuerst virtuell bauen, dann real – Bahnhöfe in NRW werden jetzt in fünf Dimensionen geplant

Die Zeiten, in denen Ingenieure und Projektplaner stundenlang über Papier-Bauplänen grübelten, sind vorbei. Die Deutsche Bahn (DB) plant ihre Bahnhofsprojekte jetzt digital. Alle kleinen und mittleren Verkehrsstationen werden nun mit der Methode „Building Information Modeling“ (BIM) geplant und gebaut – und das mit 360-Grad-Ansicht.

• BIM-Pilotprojekt startet in Hösel (anklicken!)

Klassische Baupläne, die an die Wand geheftet werden, gehören somit der Vergangenheit an. Dank BIM erhalten alle Projektbeteiligten eine interaktive Visualisierung des geplanten Bauwerks in 3D. Der Vorteil: Alle Beteiligten, egal ob Bauherr, Projektleiter oder die verschiedenen Fachplaner, arbeiten am gleichen Modell. So werden Bauabläufe gemeinsam verlässlicher geplant, komplexe Vorhaben anschaulich visualisiert und Risiken frühzeitig erkannt. Durch die Optimierung der Planung können Kosten und Termine besser beherrscht werden. Die DB ist das erste Infrastrukturunternehmen in Nordrhein-Westfalen, das BIM einsetzt.

Seit Januar 2017 werden grundsätzlich alle neuen Bahnhofsprojekte nach der BIM-Methodik geplant und gebaut. Der Bahnhof Hösel in Ratingen ist der erste Bahnhof in NRW, der mithilfe von BIM realisiert wird, bis Ende 2017 wird die Planung mit BIM bei 53 Bahnhöfen in NRW begonnen haben: Erst virtuell gebaut – dann real! Für Stephan Boleslawsky, Bahnhofschef in NRW, hat dieses neue Vorgehen nur Vorteile: „Mit BIM haben wir eine deutlich höhere Planungsqualität für Hösel“, so Boleslawsky. „Das Projekt steht im Mittelpunkt und wir können Planungsänderungen oder Planungskonflikte noch viel früher erkennen und lösen.“

Bundesweit werden rund 80 Projekte nach dieser neuen Methodik bearbeitet, bis Ende des Jahres 2017 sollen es bereits rund 160 Projekte sein. Die Erfahrungen aus anderen Pilotprojekten zeigt, dass das digitale Tool zu einem flüssigeren Projektablauf führt und damit zu Vorteilen bei allen Projektbeteiligten.

Der Bund unterstützt die Einführung von BIM bei der Deutschen Bahn. Im Dezember 2015 hatte der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Stufenplan Digitales Planen und Bauen veröffentlicht, mit dem BIM im Verkehrsinfrastrukturbereich bis 2020 zum Standard werden wird. Im Oktober 2016 stellte der Bund der Deutschen Bahn 20 Millionen Euro für die Einführung der BIM-Methode in komplexen Großprojekten zur Verfügung. Weitere rund neun Millionen Euro bringt die DB auf.

Doch Planen und Bauen sind nicht die einzigen Aspekte der Einführung moderner Technologien und Prozesse. Die Deutsche Bahn investiert bis 2018 rund eine Milliarde Euro allein in Digitalisierungsprojekte. Im Rahmen des Qualitätsprogramms „Zukunft Bahn“ spielen digitale Technologien auch bei der Modernisierung der Infrastruktur eine Schlüsselrolle, um das Verkehrsmittel Bahn noch attraktiver zu machen.

(ü.Pm.)

 

Baubeginn für Studentenwohnheim mit 135 Appartements in Essen Essen

Mit dem ersten Spatenstich starteten heute in Essen die Bauarbeiten für ein neues Studentenwohnheim. In direkter Nähe zum Campus entsteht ein fünfgeschossiger Bau mit Appartements für 135 Studierende. Bereits zum Wintersemester 2018/2019 sollen die neuen Mieter einziehen.

Das Land NRW unterstützt das Projekt durch günstige Darlehen und ermöglicht so günstige Monatsmieten von weniger als 300 Euro warm. Die Gesamtinvestition beträgt mehr als zehn Millionen Euro. Angeboten werden ausschließlich Einzelapartments, mindestens 20 Quadratmeter groß, voll möbliert und mit Internetanschluss. Für die gemeinsame Nutzung gibt es einen Aufenthalts- sowie einen Waschmaschinen- und Trockenraum, Terrassen und Freiflächen. Betreiber der Apartments ist die FDS gemeinnützige Stiftung, 1971 als „Fördererkreis deutscher Studenten“ gegründet. Die FDS betreibt bundesweit insgesamt 13 Objekte mit rund 2.000 Wohnplätzen für Studierende. Auch in anderen Städten wird das Angebot für studentischen Wohnraum derzeit erhöht. In der Dortmunder Innenstadt sind derzeit 400 Wohnungen für Studenten im Bau, in Bochum entsteht ein Wohncampus für 260 studentische Mieter.

 

(ü. Pm.)

Aus für das geplante Gewerbegebiet „Heißener Straße“

Die Pläne der Stadt Essen, an der Heißener Straße ein Gewerbegebiet einzurichten, wurden abgelehnt Das hat die Verwaltung im Rahmen der heutigen Ratssitzung (24.5.) bekannt gegeben.

Das entsprechende Änderungsverfahren des Regionalen Flächennutzungsplans der Planungsgemeinschaft Städteregion Ruhr der Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen (RFNP) darf nicht weiter verfolgt werden. Das ergeben die Stellungnahmen der Regionalplanungsbehörde, der Bezirksregierung Düsseldorf und der Landesplanungsbehörde.

Auch das parallel dazu eingeleitete Bebauungsplanverfahren ist damit hinfällig. Die betroffene Fläche bleibt somit als Grünfläche erhalten.

Die Stadt wollte mit dem Änderungsverfahren dem Mangel an Gewerbeflächen auf Essener Stadtgebiet entgegenwirken.

Die Stadt wird in Zusammenarbeit mit dem Eigentümer das Grundstück weiter in einen geordneten Zustand führen.

(ü. Pm.)

Essen gehört mit Heisinger Ruhraue zum europaweiten Netz von „Natura 2000“

Der 21. Mai ist ab sofort der offizielle „Europäische Tag für Natura 2000“. EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hat dazu am 15. Mai gemeinsam mit Vertretern des Europäischen Parlaments, des Ausschusses der Regionen und der maltesischen EU-Ratspräsidentschaft eine Erklärung unterzeichnet.

Ab diesem Sonntag wird der Tag alljährlich überall in Europa begangen. Bereits in diesem Jahr finden Hunderte von lokalen Veranstaltungen und Netzwerkaktivitäten statt.

Was ist „Natura 2000“?
Natura 2000 ist ein umfassendes Netz aus Gebieten in der EU, mit dem alle wichtigen Lebensräume und gefährdete Arten geschützt werden sollen. Den Rahmen dafür bilden die beiden Naturschutzrichtlinien der EU: die Vogelschutzrichtlinie und Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie. Das Netz umfasst derzeit europaweit 27.000 Schutzgebiete mit einer Fläche von mehr als 1 Million Quadratkilometern zu Land und See. Es zählt als eine der herausragenden Errungenschaften der EU.

Natura 2000 in Essen
Mit der Heisinger Ruhraue liegt im Süden Essens ein als „Natura 2000“ ausgezeichnetes Schutzgebiet, welches 150,26 Hektar umfasst. Dieses Natura 2000-Gebiet ist die Heimat von Libellen, Fröschen, Kormoranen und Graureihern. Seit 2004 steht die Auenlandschaft mit ihren Feucht- und Nasswiesen unter Naturschutz.
Wenn die Ruhr im Frühjahr und Herbst über die Ufer tritt und Teile der Aue überschwemmt, ist das Gebiet Rastplatz und Nahrungsstätte für zahlreiche Zugvögel. Im Sommer erleuchtet ein Meer von bunten Blüten die Grünlandflächen. Zahlreiche Insekten und Amphibien finden in der Ruhraue einen idealen Lebensraum.
Im Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen sind eine Graureiher- und eine Haubentaucherkolonie zuhause. Durch das gesamte Gebiet und zu verschiedenen Beobachtungspunkten führen mehrere Wanderrouten.

Wieso Natura 2000?
Neben dem Schutz von Flora und Fauna, der Zusammenarbeit mit einzelnen Staaten der EU in Form von Kooperationsprojekten und Beratungsprogrammen profitieren die Gebiete von nationaler und europäischer Förderung für durchgeführte Naturschutzmaßnahmen.

Städtebauförderungsprogramm vom Land NRW veröffentlicht

Nach der Veröffentlichung des Städtebauförderprogramms 2017 durch das Land NRW, sind für die Stadt Essen Zuwendungen in Höhe von insgesamt rund 14,6 Millionen Euro in diesem Jahr vorgesehen. Diese Summe entspricht in vollem Umfang der von der Stadt Essen beantragten Fördermittel.

Damit können in den nächsten Jahren Projekte vor allem in den Fördergebieten „Soziale Stadt“ mit einem Gesamtvolumen von 47,3 Millionen Euro (inklusive der 14,6 Millionen Euro Fördersumme) umgesetzt werden.

Ein Großteil der diesjährigen Zuwendung wird für eine Teilfinanzierung des Neubaus der Gustav-Heinemann-Gesamtschule im Stadtteil Schonnebeck (5,8 Millionen Euro) sowie auf das Modellvorhaben Problemimmobilien (5,7 Millionen Euro für Altenesssen-Süd/ Nordviertel) verwendet werden. Weitere 2,9 Millionen Euro werden in Bauprojekte der Zeche Zollverein investiert.

(ü. Pm.)

Mehr als 30 Millionen Euro Landesmittel fließen in den Straßenbau im Ruhrgebiet

Mit 30,81 Millionen Euro fördert das Land NRW den kommunalen Straßenbau in Städten und Gemeinden des Ruhrgebiets.

Die höchsten Einzelförderungen gehen nach Essen (4,03 Millionen Euro) und nach Witten (3,64 Millionen Euro). In Essen fließt das Geld in den Bau der Entlastungsstraße an der Ausfahrt A 40 Frillendorf, in Witten in den Ausbau der Pferdebachstraße. NRW-weit fördert das Land in diesem Jahr 114 kommunale Straßenbauvorhaben mit rund 127 Millionen Euro. Die Gesamtkosten dieser Projekte belaufen sich auf über 256 Millionen Euro.

(ü. Pm., idr)

Remmel: Grundlage für eine Genehmigung der Kapazitätsausweitung des Flughafens Düsseldorf sind nicht gegeben – Gesundheit und Lärmschutz gehen vor

Am Mittwoch (25.4.2017) diskutierte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in Kettwig mit Vertretern der örtlichen Bürgerinitiative gegen Fluglärm über die geplante Ausweitung der Kapazität des Flughafens Düsseldorf. Anlass des Besuches war der morgige Tag gegen Lärm. Dabei machte der Minister klar, dass es keine Ausweitung der Flugbewegungen auf Kosten der Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner geben dürfe. Erst recht nicht auf Grund von unzureichenden und lückenhaften Daten.

„Lärm macht krank. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass der Bedarf nach Ausweitung der Kapazitäten des Düsseldorfer Flughafens sorgfältig mit dem Recht der Anwohnerinnen und Anwohner auf körperliche Unversehrtheit abgewogen wird. Wenn die Betreiberin des Flughafens ihren Antrag mit einer unzureichenden und lückenhaften Umweltverträglichkeitsstudie begründet, gibt es für eine solche Abwägung keine Basis. Ich sehe daher für die Genehmigung der Kapazitätsausweitung keine Grundlage,“ sagte Minister Remmel.

Das Umweltministerium kritisiert die vom Flughafen Düsseldorf vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie zum Antrag auf Kapazitätserweiterung: Der zu erwartende Zuwachs an Fluglärm wird kleingerechnet, indem zum Beispiel zwei falsche Werte miteinander verglichen werden. Als Ausgangsbasis legt der Flughafen das Maximum der aktuell möglichen Flüge zu Grunde. Als Prognosewert für 2030 wird hingegen nicht die beantragte Maximalkapazität angenommen, sondern nur ein angeblich realistisches Lärmniveau, das von weniger Flügen ausgeht. Zudem wird nur ein Teil des künftig vom Fluglärm betroffenen Gebietes betrachtet.

(ü. Pm.)

Radeln nach Zahlen: RVR-Knotenpunktsystem soll Radfahrern im Ruhrgebiet die Orientierung erleichtern

Mit dem Rad quer durchs Ruhrgebiet – dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes wird diese umweltfreundliche Art der Fortbewegung immer komfortabel. Der Regionalverband Ruhr (RVR) will jetzt die Orientierung und Routenplanung nicht nur für auswärtige Radfahrer weiter verbessern – mit einem Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild. Heute (11. April) wurde der erste Wegweiser am Dortmunder U aufgestellt. Das neue System ist eine Erweiterung der bestehenden rot-weißen Radwegeweisung. Mehr als 250 Knotenpunkte sollen künftig an Kreuzungen des Radwegenetzes in der gesamten Metropole stehen und zeigen, wo’s lang geht. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler künftig nicht mehr nur mit Kartenmaterial und an Ortsbezeichnungen orientieren. Es reicht, sich die Nummerierungen der Knotenpunkte zu merken. Die Knotenpunkte werden darüber hinaus mit einem Notrufsystem und mit touristischen Informationen ausgestattet. Im Regelfall steht an jedem Wegweiser eine Orientierungstafel mit Karte des Netzsystems und den Nummerierungen. Realisiert wird das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Der RVR beginnt mit der Ausschilderung im östlichen Ruhrgebiet. Die Mittel kommen von Bund, Land und RVR. Insgesamt werden in die erste Ausbaustufe 180.000 Euro investiert.

(ü. Pm., idr)

Rat befasst sich mit Entwurf eines Verpackungsgesetzes

In der Ratssitzung am 22.3.2017 hat sich der Rat der Stadt Essen auf Initiative der Fraktion der Grünen mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein Verpackungsgesetz befasst. Oberbürgermeister Thomas Kufen hat in der Sitzung zugesagt, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Brief mit den Bedenken gegen den Gesetzentwurf aus kommunaler Sicht zu schreiben. Dazu erklärt Rolf Fliß, umweltpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Wir freuen uns, dass Oberbürgermeister Thomas Kufen durch ein eigenes Schreiben den Protest der kommunalen Spitzenverbände gegen den völlig unzureichenden Entwurf des Verpackungsgesetzes der Bundesregierung verstärkt.

Das jetzige Nebeneinander der Abholung von Restmüll, Bioabfall und Papierabfällen durch die Essener Entsorgungsbetriebe auf der einen Seite und der gelben Tonnen durch Remondis auf der anderen Seite muss beendet werden. Wir brauchen eine Wertstofftonne für die Erfassung von Verpackungen, Plastik und Metallabfällen in kommunaler Verantwortung. Dadurch lassen sich einerseits mehr Wertstoffe erfassen und die Recyclingquoten erhöhen. Andererseits erschließen wir damit auch ein weiteres Geschäftsfeld für die Entsorgungsbetriebe Essen.

Der Entwurf des Verpackungsgesetzes muss so nach gebessert werden, dass die Organisationsverantwortung für die Sammlung der Wertstoffe aus Siedlungsabfällen künftig komplett bei der öffentlichen Hand liegt.“

(ǘ. Pm.)

Maßnahmen im Rahmen von „Gute Schule 2020“ beschlossen

Der Rat der Stadt Essen hat heute (22.3.) die 23 geplanten Maßnahmen im Rahmen des Fördermittelprogramms „Gute Schule 2020“ beschlossen.Aus den Fördermitteln des Programms „Gute Schule 2020“ des Landes NRW stehen der Stadt Essen in den kommenden vier Jahren insgesamt rund 82 Millionen Euro zur Verfügung.

Die jeweiligen Maßnahmen wurden unter schulfachlichen, bautechnischen, haushalterischen und förderspezifischen Gesichtspunkten und Vorgaben ausgewählt. Darüber hinaus wurden bei jedem geplanten Projekt Planungszeit, Bauphase, Abnahme sowie Personaleinsätze berücksichtigt. Die geplanten Maßnahmen reichen vom Neubau eines Gebäudetraktes über Schulhof- oder Generalsanierungen bis zur Einrichtung einer digitalen Infrastruktur. Unter den Großprojekten finden sich die Generalsanierung der Gesamtschule Bockmühle in Altendorf, die Erweiterung der Gertrud-Bäumer-Realschule in Altenessen-Süd oder die Gesamtschule Borbeck.

Um die Maßnahmen möglichst schnell durchführen zu können, wird die Stadt, auch auf Antrag der Politik, die Grundstücksverwaltung der Stadt Essen GmbH (GVE) als Generalübernehmer für großvolumige Baumaßnahmen beauftragen. Die anfallenden Verwaltungskosten auf Seiten der GVE können durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFöG) getragen werden. Somit fließen die Fördergelder aus dem Programm „Gute Schule 2020“ vollständig in die geplanten Maßnahmen.

(ü. Pm.)

 

MIPIM 2017 – Oberbürgermeister stellt wichtige Städtebauprojekte auf der internationalen Immobilienmesse in Cannes vor

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat gestern (15.3.) am NRW-Empfang der Wirtschaftsförderung der Metropole Ruhr (wmr) auf der Immobilienmesse MIPIM in Cannes, Frankreich, teilgenommen.

Während eines Round-Table-Gespräches präsentierte Kufen den anwesenden Investoren große Essener Immobilienprojekte, wie das Universitätsviertel und die Quartiersentwicklung im Norden des Krupp-Gürtels „Essen 51.“, und warb für den Immobilienstandort Essen: „Essen liegt im Herzen des Ruhrgebiets und hat viel zu bieten: im Umkreis von 50 Kilometern wohnen rund 8,6 Millionen Menschen – das ist nahezu die Hälfte der Bevölkerung NRWs, Global Player wie RWE, thyssenkrupp, HOCHTIEF oder Aldi Nord haben hier ihren Hauptsitz, rund 12.600 kleine und mittlere Unternehmen prägen unsere Wirtschaft. Mit unserem Titel ‚Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017‘ können wir mit unserer Wandlungsfähigkeit und hohen Lebensqualität punkten.“

Neben Essen warben auf der diesjährigen MIPIM auch die Städte Dortmund, Bochum, Köln und Düsseldorf, vertreten durch ihre Stadtspitzen, auf internationalem Parket für den Immobilienstandort Nordrhein-Westfalen. Das neue Format der wmr ermöglichte erstmals den direkten Austausch der Stadtspitzen mit führenden Vertretern der Branche.

Die MIPIM findet jährlich an insgesamt vier Tagen statt. Sie gilt als wichtigstes Branchenevent mit internationalem Besucherpublikum. Laut Veranstalter nahmen in diesem Jahr rund 23.000 Besucher aus 90 Ländern teil.

Titelfoto: die Oberbürgermeister der Revierstädte (v.l.n.r.) Thomas Kufen (Essen), Thomas Eiskirch (Bochum) und Ulrich Sierau (Dortmund). Foto: Michael Gstettenbauer, NRW.INVEST
(ü. Pm.)