Beethovens Gesamtwerk für Cello und Klavier in zwei Konzerten

 Ludwig van Beethoven begründete mit seinen fünf Cellosonaten eine neue Kammermusik-Formation, die bis dahin beinahe ohne Vorbild war. Nie zuvor war das tiefe Streichinstrument als derart ebenbürtiger Partner des Klaviers in Erscheinung getreten. In der Philharmonie Essen werden nun der Cellist Gautier Capuçon und der Pianist Frank Braley in zwei Konzerten am Sonntag, 23. April 2017 Beethovens Gesamtwerk für Violoncello und Klavier präsentieren. Im ersten Konzert um 11 Uhr erklingen neben der jugendfrischen ersten (op. 5 Nr. 1) und der reifen dritten Sonate (op. 69) auch aus dem insgesamt reichen Variationsschaffen des Komponisten zwei Werke, die geistreich je ein Thema aus Händels „Judas Maccabäus“ und Mozarts „Zauberflöte“ (über „Ein Mädchen oder Weibchen“) fortschreiben. Im zweiten Konzert um 15 Uhr widmen sich die beiden Musiker den beiden späten und kompromisslosen Cellosonaten (op. 102, Nr. 1 und 2), in denen sich der Komponist mitunter fast experimentell mit den Möglichkeiten der beiden Instrumente auseinandersetzte. Sie bilden den gewichtigen Rahmen um die frühe zweite Sonate (op. 5 Nr. 2) und die siebenteiligen Variationen über das Duett von Pamina und Papageno („Bei Männern, welche Liebe fühlen“) aus Mozarts „Zauberflöte“.

Der Franzose Gautier Capuçon hat sich längst als einer der führenden Cellisten seiner Generation etabliert und sorgt kontinuierlich mit seinen Aufnahmen und Konzerten für große Aufmerksamkeit. Höhepunkte der aktuellen Saison sind Auftritte mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Russian National Orchestra, der Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic und dem San Francisco Symphony.

Weltweit unterwegs ist auch der ebenfalls aus Frankreich stammende Pianist Frank Braley. Er konzertierte bislang etwa mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Orchestre National de France, dem Boston Symphony Orchestra und dem Tokyo Philharmonic. Er arbeitete dabei mit Dirigenten wie Christopher Hogwood, Marek Janowski, Kurt Masur, Sir Yehudi Menuhin und Antonio Pappano zusammen.

Einzeltickets (€ 28,00 pro Konzert) und Kombitickets (€ 40,00 für beide Konzerte) unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Renaud Capuçon und Frank Braley (Foto: Karl Lagerfeld).

Antonino Fogliani dirigiert „Lucia di Lammermoor“

Ab Freitag, 21. April, dirigiert der künftige Principal Guest Conductor der Deutschen Oper am Rhein Donizettis Meisterwerk im Theater Duisburg. Adela Zaharia ist als Lucia zu erleben.

 Mit Gaetano Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“ kehrt am Freitag, 21. April, um 19.30 Uhr ein heraus­ragendes Werk der Belcanto-Epoche auf die Bühne des Duisburger Theaters zurück. Unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani stehen bis zum 9. Juli stehen vier Vorstellungen auf dem Programm. Der italienische Dirigent ist als Spezialist für Belcanto-Opern in ganz Europa gefragt und der Deutschen Oper am Rhein ab kommender Spielzeit als Principal Guest Conductor verbunden. Donizettis Meisterwerk wird er 2017/18 auch an der Bayerischen Staatsoper in München dirigieren.

Gaetano Donizetti ging es in seiner Oper vor allem um die „zerstörerisch-heftige Liebe, ohne die jede Oper kalt bleiben muss“: Lucias Liebe zu Edgardo wird durch das politische Kalkül ihres Bruders Enrico zerstört. Die erzwungene Heirat mit einem anderen lässt sie verzweifeln. Berühmt und berührend ist die Wahnsinnsarie der Lucia als Höhepunkt der Oper. Die Titelpartie in der Inszenierung von Christof Loy singt die rumänische Sopranistin Adela Zaharia, die in der vergangenen Spielzeit ihr umjubeltes Rollendebüt als Lucia in Düsseldorf gab.  Ihr Liebhaber Edgardo ist der russische Tenor Georgy Vasiliev, Laimonas Pautienius gibt sein Debüt als Lucias Bruder Enrico. Bogdan Taloş alterniert mit Adrian Sâmpetrean in der Rolle des Raimondo.

„Lucia di Lammermoor“ im Theater Duisburg:

Fr 21.04. – 19.30 Uhr / Fr 28.04. – 19.30 Uhr / Fr 05.05. – 19.30 Uhr / So 09.07. – 15.00 Uhr

Karten sind an der Theaterkasse Duisburg, Tel. 0203.283 62 100 und im Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211.89 25 211, sowie online über www.operamrhein.de erhältlich.

 

Titelfoto: Adela Zaharia (Lucia) und Bogdan Baciu (Enrico) – FOTO: Hans Jörg Michel.

www.operamrhein.de

www.ballettamrhein.de

Demnächst an der Deutschen Oper am Rhein:

 Fr 21.04. – „Lucia di Lammermoor“ – Wiederaufnahme im Theater Duisburg

Sa 29.04. – PREMIERE von „Don Pasquale“ in der Inszenierung von Rolando Villazón im Opernhaus Düsseldorf

So 30.04. – „Tosca“ – Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf

Fr 12.05. – „Der fliegende Holländer“ – Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf

Sa 13.05. – PREMIERE: b.31 im Theater Duisburg mit Choreographien von Martin Schläpfer, Hans van Manen sowie Sol León & Paul Lightfoot

So 14.05. – OPER AN RHEIN UND MOSKWA: Konzert zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft Düsseldorf – Moskau

(ü. Pm.)

 

A40: Nächtliche Sperrung im Ruhrschnellwegtunnel

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld führt in der Nacht von Donnerstag (20.4.) auf Freitag (21.4.) von 23 Uhr bis 3 Uhr Wartungsarbeiten im A40 – Ruhrschnellwegtunnel bei Essen durch.

Der Tunnel ist in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Der Verkehr wird in Richtung Duisburg ab der Anschlussstelle Essen-Huttrop und in Richtung Dortmund ab der Anschlussstelle Essen-Zentrum umgeleitet.

Die Arbeiten finden bewusst in den verkehrsärmeren Nachtstunden statt.

(ü. Pm.)

Konzentration in der NRW-Landwirtschaft schreitet fort

Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 33 688 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 1,44 Millionen Hektar. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 mitteilt, errechnet sich daraus eine Fläche von 42,8 Hektar je Betrieb. Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 hatte die durchschnittliche Nutzfläche je Betrieb noch bei 40,9 Hektar gelegen.

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftliche genutzte Fläche in NRW
Jahr Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche
insgesamt darunter
mit Vieh
in Hektar (ha) in ha je Betrieb
1) Unter Berücksichtigung der unteren Erfassungsgrenzen von 2010 neu berechnete Ergebnisse
19911) 60 912 51 500 1 532 213 25,2
19991) 47 304 38 879 1 474 430 31,2
20031) 44 633 35 318 1 496 453 33,5
20071) 39 276 30 809 1 478 143 37,6
2010 35 750 27 721 1 463 087 40,9
2013 34 303 25 938 1 463 031 42,7
2016 33 688 24 638 1 440 539 42,8

Während sich die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe (mit fünf und mehr Hektar) gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um 5,8 Prozent verringerte, stieg die Zahl der Betriebe mit 100 oder mehr Hektar im selben Zeitraum um 15,9 Prozent auf nunmehr 3 217 Einheiten. Damit zählte 2016 bereits jeder zehnte Betrieb zu dieser Größenklasse (2010: 7,8 Prozent). Die von diesen Betrieben genutzte Fläche hatte mit 496 649 Hektar einen Anteil von 34,5 Prozent (2010: 28,8 Prozent) an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

In 24 638 landwirtschaftlichen Betrieben wurden im März 2016 unter anderem 1,41 Millionen Rinder, 7,26 Millionen Schweine und 11,78 Millionen Hühner gehalten. Im Vergleich zur letzten Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 ist die Zahl der viehhaltenden Betriebe in Nordrhein-Westfalen um 11,1 Prozent zurückgegangen.

Detaillierte Ergebnisse zu Betriebsgrößen und -formen, zur Bodennutzung, zum ökologischen Landbau und zu weiteren Strukturmerkmalen werden – sobald sie vorliegen – von den Statistikern in den kommenden Monaten veröffentlicht. (IT.NRW)

Radeln nach Zahlen: RVR-Knotenpunktsystem soll Radfahrern im Ruhrgebiet die Orientierung erleichtern

Mit dem Rad quer durchs Ruhrgebiet – dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes wird diese umweltfreundliche Art der Fortbewegung immer komfortabel. Der Regionalverband Ruhr (RVR) will jetzt die Orientierung und Routenplanung nicht nur für auswärtige Radfahrer weiter verbessern – mit einem Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild. Heute (11. April) wurde der erste Wegweiser am Dortmunder U aufgestellt. Das neue System ist eine Erweiterung der bestehenden rot-weißen Radwegeweisung. Mehr als 250 Knotenpunkte sollen künftig an Kreuzungen des Radwegenetzes in der gesamten Metropole stehen und zeigen, wo’s lang geht. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler künftig nicht mehr nur mit Kartenmaterial und an Ortsbezeichnungen orientieren. Es reicht, sich die Nummerierungen der Knotenpunkte zu merken. Die Knotenpunkte werden darüber hinaus mit einem Notrufsystem und mit touristischen Informationen ausgestattet. Im Regelfall steht an jedem Wegweiser eine Orientierungstafel mit Karte des Netzsystems und den Nummerierungen. Realisiert wird das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Der RVR beginnt mit der Ausschilderung im östlichen Ruhrgebiet. Die Mittel kommen von Bund, Land und RVR. Insgesamt werden in die erste Ausbaustufe 180.000 Euro investiert.

(ü. Pm., idr)

Informationen des Wahlamts Essen zur Landtagswahl am 14. Mai 2017

Im Vorfeld der Landtagswahl am Sonntag, 14. Mai 2017, fasst das Wahlamt wichtige Details und Termine zusammen, die mit den Themen Wahlberechtigung, Wahlbenachrichtigung und Briefwahl in Verbindung stehen.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind alle Deutschen im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens 16 Tagen vor dem Wahltag mit Hauptwohnung in Nordrhein-Westfalen gemeldet sind oder sich in NRW sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Zum Stichtag am 9. April 2017 waren 420.456 Personen in Essen zur Landtagswahl wahlberechtigt.

Versand der Wahlbenachrichtigungskarten

Alle Wahlberechtigten, die in das Wählerverzeichnis eingetragen worden sind, erhalten bis zum 22. April ihre Wahlbenachrichtigungskarte. Wer sie bis zu diesem Termin nicht bekommen hat, kann bei der Hotline des Wahlamtes unter Telefon: 88 12345 eine neue Karte beantragen.

Auf der Wahlbenachrichtigungskarte stehen der Stimmbezirk und das Wahllokal, in dem die Stimme abgegeben werden kann. Ist die Karte nicht vorhanden oder verloren gegangen, können alle, die im Wählerverzeichnis aufgenommen sind, auch unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses im zugewiesenen Wahllokal wählen.

Die Adresse kann unter der Hotline 88 12345 erfragt oder ab 20. April unter www.essen.de/wahlen auf den Seiten des Wahlamtes mit Adresse und Foto abgerufen werden.

Briefwahl

Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte ist ein Briefwahlantrag aufgedruckt. Briefwahlanträge können auch jederzeit formlos gestellt werden. Benötigt werden Name, Vornamen, Adresse, Geburtsdatum, die persönliche Unterschrift und Angaben zu der Adresse, an die die Briefwahlunterlagen zugestellt werden sollen. Bei gemeinsamen Anträgen von Ehegatten oder Familien werden persönliche Angaben und die Unterschrift jeder wahlberechtigten Person benötigt.

Unter www.essen.de/wahlen können Briefwahlunterlagen auch per Online-Formular beantragt werden. Wer den Antrag für eine andere Person stellt, benötigt eine schriftliche Vollmacht.
Briefwahlunterlagen werden auch auf Wunsch an den Urlaubsort gesandt.
Per Post gestellte Briefwahlanträge müssen in einem frankierten Umschlag an das Wahlamt geschickt werden. Sie sollten spätestens am Donnerstag, 11. Mai, im Wahlamt Essen (Stadt Essen, Wahlamt, 45111 Essen) eingegangen sein.

Alternativ können Wählerinnen und Wähler vom 24. April bis zum 12. Mai im Gebäude des Wahlamtes Essen – Kopstadtplatz 10, 2. Etage – während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 8:30 bis 16 Uhr persönlich die Briefwahl vornehmen. Benötigt wird dafür die Wahlbenachrichtigungskarte beziehungsweise mindestens der Personalausweis oder Reisepass.
In diesem Zeitraum werden auch die Briefwahlunterlagen mit dem Stimmzettel verschickt.

Wahlschein

Der Wahlschein ist neben dem Stimmzettel der wichtigste Bestandteil der Briefwahlunterlagen. Wer per Brief wählen möchte, muss den Wahlschein auf der Rückseite unterschreiben – er versichert so an Eides statt, dass er geheim gewählt hat. Wichtig: Ohne Unterschrift wird der Wahlbrief bei der Auswertung zurückgewiesen. Mit den Briefwahlunterlagen wird ein Merkblatt übersandt, das noch einmal alles Wesentliche für die Briefwahl zusammenfasst.

Wer Briefwahlunterlagen erhalten hat und diese verliert, bekommt sie nicht ersetzt und kann nicht an der Wahl teilnehmen. Wer seine Briefwahlunterlagen beantragt, aber nicht erhalten hat, kann dies bis zum Samstag, 13. Mai, 12 Uhr, beim Wahlamt an Eides statt erklären; eine Neuausstellung von Briefwahlunterlagen ist dann möglich.

Rücksendung von Wahlbriefen

Wahlbriefe müssen so rechtzeitig versandt werden, dass sie am Wahltag bis 18 Uhr eingehen. Praktisch heißt das: Der Wahlbrief muss am Samstag vor der Wahl, also am 13. Mai, von der Deutsche Post AG in der Poststelle des Rathauses eingeliefert werden oder noch am Wahltag bis 18 Uhr vom Wahlberechtigten selbst in den Hausbriefkasten des Rathauses (45127 Essen, Porscheplatz 1) oder des Wahlamtes (45127 Essen, Kopstadtplatz 10) eingeworfen werden. Briefwählerinnen und Briefwähler sollten deshalb auf die Leerungszeiten der Postbriefkästen achten. Wichtig sind außerdem die Postlaufzeiten, insbesondere, wenn man die Briefwahl aus dem Ausland wahrnehmen möchte. Generell gilt: Der Briefwähler trägt die Verantwortung für den rechtzeitigen Eingang des Wahlbriefes, damit dieser noch gewertet werden kann.

Telefon-Hotline des Wahlamtes

Bei Fragen zum Thema hilft das Wahlamt unter der Telefon-Hotline: 88 12345 weiter. Zusätzliche Informationen über die Landtagswahl finden Interessierte außerdem im Internet auf www.essen.de/wahlen (Rathaus, Wahlen und Abstimmungen).

(ü. Pm.)

Allgemeinverfügung zur Einrichtung eines Sperrbezirks zum Schutz von Bienen vor der Amerikanischen Faulbrut

Die Stadt Essen hat eine Allgemeinverfügung zum Schutz von Bienen erlassen, nachdem in Essen-Bergerhausen ein Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut festgestellt wurde. Darin wird ein Sperrbezirk festgelegt, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab. Das hat wiederum zur Folge, dass die Zahl der Bienen in dem Volk immer geringer wird und dieses schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern.

Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich, der Honig kann ohne jede Einschränkung auch weiterhin verzehrt werden.

Die Allgemeinverfügung wurde gestern bekanntgegeben und tritt heute (13.4.) in Kraft.

Für alle Bienenhaltungen im Sperrbezirk wird Folgendes angeordnet:

1. Alle Bienenvölker und Bienenstände sind unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich – vertreten durch den Bienensachverständigen Herrn Herborn – untersuchen zu lassen, soweit sie seit Februar 2017 nicht bereits auf Faulbrut untersucht wurden. Die Besitzer von Bienenvölkern und Bienenständen sind verpflichtet, zur Durchführung von Untersuchungen entsprechende Unterstützung zu leisten.

2. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.

3. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus dem Bienenstand entfernt werden.

3. a) Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle dürfen entfernt werden, wenn sie an einen Wachs verarbeitenden Betrieb, der über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügt, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden.

3. b) Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist, darf abgegeben werden.

4. Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Der Sperrbezirk in Essen-Huttrop und Bergerhausen wird in seiner äußeren Ausdehnung wie folgt begrenzt:

Norden:
A40 – DB-Bahnstrecke Richtung Bahnhof Essen-Steele – Holbecks Hof

Osten:
Langmannskamp – Tamperestraße – Am Stadtgarten – Laurentiusweg – Am Deimelsberg – Westfalenstraße – Ruhrallee (B227)

Süden:
Frankenstraße – St. Annental – Im Walpurgistal

Westen:
DB-Bahnstrecke Richtung Bahnhof Essen-Hauptbahnhof

Jeder Verdacht auf Amerikanische Faulbrut ist dem Veterinäramt unverzüglich unter der Telefonnummer 88 59600 anzuzeigen.

Titelfoto: Elke Brochhagen

(ü. Pm.)

 

Richard Straussʼ „Elektra“ kehrt für zwei Vorstellungen im Aalto zurück

Mit Richard Straussʼ einaktiger Tragödie „Elektra“ nimmt das Aalto-Musiktheater ein zentrales Werk des deutschen Opernrepertoires am Sonntag, 30. April 2017, um 18 Uhr wieder auf den Spielplan. Eine weitere Vorstellung folgt am 25. Mai (die für den 5. Juni geplante Vorstellung muss leider entfallen).

Regie führt David Bösch, der viele Jahre mit seinen Inszenierungen am Schauspiel Essen für Aufmerksamkeit sorgte, sich aber auch immer wieder der Oper gewidmet hat (etwa Donizettis „Liebestrank“ an der Bayerischen Staatsoper). Bösch rückt die post-traumatischen Störungen Elektras und ihrer Geschwister als Folge des fatalen Vatermords ins Zentrum. Die Optik dieser Produktion (Bühne: Patrick Bannwart, Maria Wolgast) verräumlicht das archaische Prinzip der Blutrache und zeigt drastisch konkret, was die alpträumende Mutter Klytämnestra zu verantworten hat. In der Titelpartie der Elektra ist Rebecca Teem zu erleben, die auch in den Premierenvorstellungen in der vergangenen Spielzeit glänzen konnte. Darüber hinaus konnte sich die Sopranistin am Aalto-Theater bereits als Brünnhilde in Wagners „Walküre“ und „Götterdämmerung“ sowie kürzlich auch in „Tristan und Isolde“ in Szene setzen. Die Sopranistin Anna Gabler, bislang mit Auftritten unter anderem bei den Salzburger Festspielen als Eva in Wagners „Meistersingern“, übernimmt die Partie der Chrysothemis. Ulrike Schneider, Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel, ist als Klytämnestra zu erleben. Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung ihres Chefdirigenten Tomáš Netopil.

Die 1909 in Dresden uraufgeführte Oper „Elektra“ markiert die erste Zusammenarbeit zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Das Werk verlangt mit 111 Musikern ein noch opulenteres Orchester als „Salome“. Die Klangfarben sind außerdem härter, dissonanter und expressiver.

Karten (€ 11,00 – 49,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de

Titelfoto: Matthias Jung

(ü. Pm.)