Gutachterliches Ergebnis zur Kirschblüte in Rüttenscheid vorgestellt

Der Fachbereich Grün und Gruga Essen hat heute (6.3.) im Ausschuss für Umwelt- und Verbraucherschutz, Grün und Gruga ein gutachterliches Ergebnis zur Kirschblüte an der Rüttenscheider Straße vorgestellt.

Der externe Gutachter, Professor Hans-Jürgen Geyer der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, hat für die Stadt Essen untersucht, welche Sorten Kirschbäumen in Rüttenscheid vorhanden sind und wie sich die Sorten in ihren Blühzeitpunkten, Blühfarben und Wuchsformen unterscheiden.

Mit dem Ergebnis kann nun für die Zukunft besser garantiert werden, dass das große Blühereignis im Stadtteil Rüttenscheid erhalten bleibt, indem nur eine bestimmte Sorte Kirschbaum oder einander ähnliche Sorten gepflanzt werden.

Bäume, die aus natürlichen Gründen absterben oder eingehen, werden daher ab sofort nach dem neuen Pflanzplan ersetzt. Grün und Gruga schätzt, dass durchschnittlich zwischen drei und zehn Bäume im Jahr ersetzt werden müssen. Ein einzelnes Exemplar der rund 120 Kirschbäumen auf der Rüttenscheider Straße wird auch aktiv durch den Fachbereich Grün und Gruga umgepflanzt und schon jetzt durch eine andere Sorte ersetzt. Der Baum ist noch jung genug um die Umpflanzung ohne Probleme zu überstehen.

Zum Hintergrund

Anlass für die Beauftragung des Gutachtens war, dass die alten Pflanzpläne, die Grün und Gruga zu den Kirschbäumen in Essen-Rüttenscheid vorliegen, andere Baumsorten verzeichneten, als tatsächlich gepflanzt wurden.

In den Jahren nach der Pflanzung wurde dann in den Blühzeiten festgestellt, dass einige Bäume bereits im November oder in einer anderen Farbe blühen, als es nach Pflanzplan vorgesehen ist.

Christian Zacharias spielt Werke von Haydn und Bach

„Haydns Werke sind noch wahrhaftige Musik für die Ohren, mit denen er dauernd spielt“, sagt Christian Zacharias. Mit den Ohren des Publikums wird der Pianist am kommenden Samstag, 10. März 2018, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen in der Reihe „Piano Lecture“ spielen: Zacharias interpretiert die beiden Sonaten g-Moll, Hob. XVI:44 und Es-Dur, Hob. XVI:52 von Joseph Haydn sowie die Französische Suite Nr. 5 G-Dur, BWV 816 von Johann Sebastian Bach. Im ersten Konzertteil bringt er den Zuhörern darüber hinaus die Musik Haydns in einem spannenden Vortrag unter dem Titel „Joseph Haydn – Schöpfung aus dem Nichts?“ näher.

Christian Zacharias gehört seit vielen Jahren zu den profiliertesten Pianisten. Seine Karriere ist begleitet von zahlreichen Auszeichnungen wie dem Midem Classical Award „Artist of the Year“, der ihm 2007 in Cannes verliehen wurde. Nach einer Ehrung für seine Verdienste um die Kultur in Rumänien im Jahr 2009 erhielt Christian Zacharias vom französischen Staat die ehrenvolle Auszeichnung eines „Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres“. In seiner Zeit als Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne entstanden zahlreiche Aufnahmen. Besonders hervorzuhebChristian Zachariasen ist die Gesamteinspielung aller Klavierkonzerte Mozarts – ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or, dem Choc du Monde de la Musique und dem ECHO-Klassik-Preis – sowie aller Sinfonien Schumanns.

Karten (Einheitspreis: € 28,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Christian Zacharias (Foto: OCL und Nicole Chuard).

 

Duisburg verlängert Akoholverbot in der City um gut drei Jahre

(idr). Duisburg verlängert das Alkoholverbot in der Innenstadt bis Ende Juni 2021. Das hat der Rat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen.

Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte der Rat erstmals ein befristetes Verbot verabschiedet. Grundlage für die gut dreijährige Verlängerung des Alkoholverbots ist eine Evaluation, mit der die Testphase begleitet wurde. Laut Evaluation hat sich das Alkoholverbot positiv ausgewirkt. Die Zahl der Störungen durch Betrunkene sei reduziert worden, das innerstädtische Erscheinungsbild habe sich verbessert. Bereits in den vergangenen Monaten wurde flankierend zu dem Verbot ein Sozialarbeiter eingesetzt, der Angehörige der Trinkerszene für weitergehende Hilfen motivieren soll. Jetzt soll noch eine weitere Streetworkerstelle eingerichtet werden. Am Ende der dreijährigen Verbotsphase soll eine erneute Bewertung der Maßnahme vorgestellt werden.

Lärmminderungsplanung: Grüne fordern Essen sollte bei Fluglärmbekämpfung mit Umlandgemeinden des Flughafens Düsseldorf zusammenarbeiten

 

Auf Antrag der Ratsfraktion der Grünen befassen sich der Umweltausschuss am 6. März und der Rat der Stadt Essen am 21. März mit der Fortschreibung des Lärmminderungsplans der Stadt Essen. Die Gesetzgebung schreibt vor, dass die Kommunen ihren Lärmaktionsplan bis zum 18. Juli 2018 überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten sollen. Dazu erklärt Rolf Fliß, umweltpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen: „Die vom Fluglärm am Flughafen Düsseldorf betroffenen Kommunen sollten bei der Lärmminderungsplanung eng zusammenarbeiten. Zwar muss jede Kommune seinen eigenen Plan aufstellen, allerdings sollte die Fluglärmbekämpfung gemeinsam angegangen werden. Mit Kaarst, Meerbusch, Mülheim, Neuss, Ratingen und Tönisvorst besteht bereits eine enge Zusammenarbeit zur Verhinderung der geplanten Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf. Nun sollte auch bei der Lärmminderungsplanung ein enger Schulterschluss mit diesen Kommunen gesucht werden.

Ein möglichst koordiniertes Vorgehen bei der Fluglärmbekämpfung ist schon deshalb wichtig, da die Einflussmöglichkeiten der Kommunen nur sehr eingeschränkt sind. Gemeinsam können die Kommunen aber stärker gegenüber Landesregierung und Flughafen auftreten.“

Hintergrundinformationen:

Am 05.02.2018 hat das NRW-Umweltministerium die neuen Lärmkarten für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Die EU verpflichtet seit 2007 die Städte und Gemeinden, alle fünf Jahre Lärmkarten zu erstellen und zu veröffentlichen. Für die aktuelle Lärmkartierung der dritten Runde hat das Landesumweltamt eine große Datenmenge neu erhoben und aufbereitet. Auf Grundlage der Lärmkarten erstellen oder aktualisieren die Kommunen ihre Lärmaktionspläne.

Der Antrag der Ratsfraktion der Grünen hat folgenden Wortlaut:

TOP: Gemeinsamer Lärmminderungsplan der von Fluglärm betroffenen Gemeinden im Umfeld des Flughafens Düsseldorf

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, der Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga empfiehlt, der Rat der Stadt Essen beschließt:

Die Verwaltung wird aufgefordert, im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Lärmaktionsplans der 3. Stufe bei der Maßnahmenplanung zur Reduktion des vom Flughafen Düsseldorf ausgehenden Fluglärms einen engen Schulterschluss mit den anderen von Fluglärm betroffenen Gemeinden zu suchen.

Begründung:

Die Europäische Union verpflichtet seit 2007 die Städte und Gemeinden, alle fünf Jahre Lärmkarten zu erstellen und zu veröffentlichen. In den Lärmkarten wird unter anderem auch die vom Düsseldorfer Flughafen ausgehende Lärmbelastung der Bevölkerung systematisch erfasst. Anfang Februar 2018 hat das NRW-Umweltministerium die dritte Runde der Lärmkartierung, die vom Landesumweltamt neu erhoben und aufbereitet worden ist, veröffentlicht.

Gemäß § 47d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) haben die Gemeinden oder die nach Landesrecht zuständigen Behörden (§ 47e BImSchG) Lärmaktionspläne auf der Grundlage der Lärmkarten aufzustellen, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden. In Nordrhein-Westfalen liegt die Zuständigkeit für die Lärmaktionsplanung bei den Kommunen. In Hessen hingegen liegt die Zuständigkeit für die Lärmaktionsplanung bei den Regierungspräsidien. Das hat zum Beispiel im Hinblick auf den Flughafen Frankfurt/Main den Vorteil, dass Lärmminderungsmaßnahmen bezüglich des Fluglärms, der von einer Quelle ausgeht, aber zahlreiche Kommunen betrifft, besser koordiniert werden können. Zudem stellt sich gerade beim Fluglärm das Problem, dass die Einflussmöglichkeiten der Kommunen nur sehr eingeschränkt sind. Umso wichtiger ist deswegen ein möglichst koordiniertes Vorgehen der vom Fluglärm am Flughafen Düsseldorf betroffenen Kommunen.

Die Essener Stadtverwaltung hat bereits zwei Lärmaktionspläne unter breiter Einbindung der Öffentlichkeit erarbeitet. In Kürze startet die Erarbeitung des Lärmaktionsplans der 3. Stufe für das Gebiet der Stadt Essen. Die Rechtsgrundlage hierfür bildet Artikel 8 der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Diese besagt, dass die zuständigen Behörden bis zum 18. Juli 2013 Aktionspläne unter anderem für Großflughäfen zu erstellen haben. Artikel 8 Absatz 5 der Umgebungslärmrichtlinie besagt, dass die Aktionspläne im Fall einer bedeutsamen Entwicklung, die sich auf die bestehende Lärmsituation auswirkt, und mindestens alle fünf Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Genehmigung überprüft und erforderlichenfalls überarbeitet werden sollen. Somit sollte bis zum 18. Juli 2018 eine entsprechende Überprüfung bzw. Überarbeitung des Lärmaktionsplanes erfolgen.

Die Umland-Kommunen des Düsseldorfer Flughafens kooperieren bereits eng im Hinblick auf das gemeinsame Anliegen einer Reduktion der Fluglärmbelastung, die vom Düsseldorfer Flughafen ausgeht. So hat es beispielsweise im Jahr 2017 eine gemeinsame Beauftragung von Gutachtern durch die Städte Duisburg, Essen, Kaarst, Krefeld, Meerbusch, Mülheim, Neuss, Ratingen, Tönisvorst und Willich im Zusammenhang mit dem aktuellen Planfeststellungsverfahren zur Kapazitätserweiterung am Düsseldorfer Flughafen gegeben. Diese Zusammenarbeit sollte nun auch im Hinblick auf ein einheitliches Vorgehen bei der Lärmaktionsplanung im Bereich Fluglärm vertieft werden.

(ü. Pm.)

Mozarts „Entführung aus dem Serail“ zurück auf der Aalto-Bühne

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ versammelt ein ernstes und ein heiteres Liebespaar, einen tölpelhaften Tunichtgut, einen humanistischen Edelmann und einen Spielort, der Platz für exotische Klänge bietet. Eine wunderbare Mischung, auf die sich das Publikum im Aalto-Theater nun wieder freuen darf: Am Sonntag, 4. März 2018, um 18 Uhr wird das beliebte Singspiel wiederaufgenommen, weitere Vorstellungen folgen am 17. März und 6. April 2018. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil übernehmen die Gesangspartien Maik Solbach (Bassa Selim), Simona Šaturová und Anna Rajah (Konstanze), Christina Clark (Blonde), Dmitry Ivanchey (Belmonte), Albrecht Kludszuweit (Pedrillo) und Tijl Faveyts (Osmin). Die Inszenierung stammt von Jetske Mijnssen. Mit Instrumenten wie Becken, Trommel oder Triangel bediente Mozart in der „Entführung aus dem Serail“ die damaligen Erwartungen an das orientalische Lokalkolorit. Doch nicht nur wegen dieser Klänge hatte das Werk eine epochemachende Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Oper.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Scenenfoto von Ben van Duin).

Stadt Essen: Fahrverbote für Essen stehen aktuell nicht an

Das Bundesverwaltungsgericht hat heute (27.2.) ein entscheidendes Urteil im Streit um ein mögliches Diesel-Fahrverbot in deutschen Städten gefällt. Fahrverbote, so das Gericht, sind ein grundsätzlich rechtmäßiges und damit mögliches Mittel zur Senkung des gesundheitsschädlichen Stickoxids.

Ob und wann Fahrverbote in Essen kommen könnten, ist damit allerdings nicht entschieden. Kurzfristige Fahrverbote folgen aus dem Urteil nicht. Gefordert ist jetzt die Bezirksregierung Düsseldorf. Hier liegt die Verantwortung für die Luftreinhaltepläne. Auf dieser Basis hat die Stadt Essen bereits Maßnahmen zu weiteren Senkung der Stickoxidbelastung veranlasst. Ob und wann diese Aktivitäten durch ein Diesel-Fahrverbot ergänzt werden ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen.

Die Stadt Essen hält weiterhin an ihrer Position fest und lehnt Fahrverbote ab. „Unser oberstes Ziel ist die Gesundheit der Menschen. Dazu müssen wir die Luftqualität in den Städten verbessern“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Diesel-Fahrverbote sind unsozial und das falsche Signal. In erster Linie ist die Automobilindustrie mit Soft- und Hardware Lösungen gefragt. Die Bundesregierung muss hier mehr Druck machen.

Gleichzeitig unternehmen wir in den Städten bereits heute große Anstrengungen im Bereich des ÖPNV, des Fuß- und Radverkehrs und beim Ausbau der Elektromobilität, um mit einem verträglichen Mobilitätsmix mehr Alternativen zur klassischen PKW-Nutzung zu bieten. Im Jahr der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 haben wir in Essen mit vielen Aktivitäten im Bereich der Mobilität diese Bestrebungen gefördert. Durch verkehrslenkende und verkehrssteuernde Maßnahmen kann die Luftqualität nicht mehr weiter verbessert werden. Hinzu kommt, dass gerade im Ruhrgebiet ein Fahrverbot an der Realität der Menschen vorbeigeht. Einfahrverbote von Dieselfahrzeugen in bestimmte Städte oder Stadtteile führen nur zu einer Umverteilung der belasteten Zonen. Dies kann nur zusammen mit den Nachbarstädten gelöst werden, eine Insellösung ist im Ruhrgebiet nicht zielführend.“

Ein Blick auf die Zulassungen zeigt, dass weiterhin auch neue Dieselfahrzeuge angemeldet werden. Der Anteil der EURO 6 Diesel liegt in Essen bei einer Gesamtzahl an Diesel PKW von rund 160.000 Fahrzeugen inzwischen bei circa 15 Prozent.

Vorläufige Ergebnisse der Messstellen des LANUV an beispielsweise der Gladbecker Straße in Altenessen machen zwar eine leichte Verbesserung absehbar, abschließende Messergebnisse für das Jahr 2017 liegen allerdings noch nicht vor.

Essener Tafel gründet gemeinsam mit der Stadt Essen einen „Runden Tisch“

Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Essener Tafel e.V., dem Landesverband der Tafeln in NRW, der Tafel Deutschland und der Stadt Essen, wurden die aktuellen Probleme analysiert und erste Lösungsansätze beraten.

Das Ergebnis der Beratungen ist, dass unter der Moderation des Sozialdezernenten der Stadt Essen dieser kurzfristig zu einem „Runden Tisch“ mit der Essener Tafel, den Essener Wohlfahrtsverbänden und Vertretern des Verbundes der Essener Migrantenselbstorganisationen einlädt. Der „Runde Tisch“ soll dazu beitragen, dass Lösungsansätze erarbeitet werden, damit die Essener Tafel ihre Zielgruppen bestmöglich erreicht. Die Beteiligten der heutigen Gespräche waren sich einig, dass im Fokus der Essener Tafel ganz besonders Alleinerziehende, Familien mit minderjährigen Kindern und Seniorinnen und Senioren stehen.Die Beteiligten sind sich sicher, dass durch die Kooperation mit den Teilnehmenden am „Runden Tisch“ gemeinsam tragfähige Lösungen für di e Zukunft der wichtigen Arbeit der Ehrenamtlichen bei der Essener Tafel erarbeitet werden. Der „Runde Tisch“ wird sich innerhalb der nächsten zwei Wochen konstituieren.

„Tag der Archive“ 2018

Am Sonntag, 4. März, wird bundesweit der „Tag der Archive“ gefeiert, um die Bedeutung der Archive als Stätten der Wissenschaft, der Kultur und der Bildung aufzuzeigen.

Auch das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv beteiligt sich am „Tag der Archive“ und bietet von 10 bis 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm:

Als Höhepunkt wird um 10:30 Uhr die Ausstellung über die Fliegerin Thea Rasche eröffnet.

Außerdem gibt kostenlose Führungen durch die Dauerausstellung „Essen – Geschichte einer Großstadt im 20. Jahrhundert“ und Einblicke in die Restaurierungswerkstatt und in das Magazin des Stadtarchivs.

Weiterhin präsentieren sich zahlreiche Essener Geschichtsvereine und –initiativen im Foyer im 1. Stock und berichten von ihren Aktivitäten.

Das komplette Programm zum „Tag der Archive“:

  • Eröffnung der Ausstellung über die Essener Fliegerin Thea Rasche im Vortragsraum Erdgeschoss um 10:30 Uhr.
  • Führungen durch die historische Dauerausstellung „Essen – Geschichte einer Großstadt im 20. Jahrhundert“, Treffpunkt im Foyer im Erdgeschoss, jeweils um 10:30 Uhr, 11:30 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr.
  • Kurzführungen durch das Archivmagazin. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen pro Führung begrenzt, eine Anmeldung in der Infologe im Foyer des Erdgeschosses ist erforderlich. Treffpunkt ist der Flurbereich vor dem Lesesaal (Raum 0.13, Erdgeschoss), jeweils um 10:15 Uhr, 11:30 Uhr, 13:30 Uhr, 14:30 Uhr, 15:30 Uhr.
  • Beratung für Familien- und Personenforschung im Lesesaal (Raum 0.13, Erdgeschoss), jeweils von 10 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17 Uhr.
  • Präsentation der Restaurierungswerkstatt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen pro Veranstaltung begrenzt, eine Anmeldung in der Infologe im Foyer des Erdgeschosses ist erforderlich. Termine fnden jeweils von 11 bis 11:45 Uhr, 13 bis 13:45 Uhr und 15 bis 15:45 Uhr statt.
  • Bücherflohmarkt im Lesesaal in Raum 0.13 im Erdgeschoss, von 10 bis 12:30 Uhr und von 13:30 Uhr bis 17 Uhr.
  • Vorführung eines Films über die Essener Fliegerin Thea Rasche im Vortragsraum im Erdgeschoss, um 14 Uhr.
  • Präsentation der Essener Geschichtsvereine im Foyer 1. Obergeschoss, durchgehend von 10 bis 17 Uhr.

Abschied nach 22 Jahren: Landgerichtspräsidentin Dr. Monika Anders geht in den Ruhestand

Im Juni 1996 trat sie ihr Amt an: Jetzt geht Dr. Monika Anders nach fast
22 Jahren als Präsidentin des Landgerichts Essen in den Ruhestand.
Ihre Laufbahn als Richterin begann Dr. Monika Anders 1979 am Landgericht Köln in einer Kammer für Bausachen. Noch während ihrer Probezeit  Verwaltungserfahrung u. a. als Mitarbeiterin des Justizprüfungsamtes. Anschließend war sie am Amtsgericht und am Landgericht Köln in der Rechtsprechung und in der Verwaltung eingesetzt. Am Landgericht, wo sie verschiedenen Zivil- und Strafkammern angehörte, darunter dem Schwurgericht und einer Kammer für Betäubungsmittelstrafsachen, wurde sie 1982 zur Richterin auf Lebenszeit ernannt. Ihr weiterer Weg führte sie ins Justizministerium in Düsseldorf. Hier war sie drei Jahre lang in der Personal- und Haushaltsabteilung tätig. Anschließend wechselte sie als Richterin an das Oberlandesgericht Köln. Sie war dort ebenfalls in der Rechtsprechung und in der Verwaltung tätig.
Anfang 1992 wurde Dr. Monika Anders zur Leitenden Ministerialrätin im Justizministerium und zur stellvertretenden Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes ernannt. Dies war ihre letzte Station vor dem Wechsel nach Essen. Als Präsidentin des Landgerichts Essen trug Dr. Monika Anders nicht nur Verantwortung für die rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landgerichts, sondern auch für die Amtsgerichte in Essen-Borbeck, Essen-Steele, Gelsenkirchen, Gelsenkirchen-Buer (bis zur Zusammenlegung mit Gelsenkirchen), Bottrop, Dorsten, Gladbeck, Hattingen und Marl, außerdem für die Ambulanten Sozialen Dienste der Justiz mit ihren
Fachbereichen der Bewährungshilfe, der Gerichtshilfe und der Führungsaufsicht.
In ihrer Amtszeit hat Dr. Monika Anders viele Veränderungen in der Justiz begleitet und mitgeprägt: Der Umstieg von Schreibmaschine und Durchschlagspapier auf die heutige EDV-Vollausstattung gehört ebenso dazu
wie die Reorganisation der gerichtlichen Geschäftsstellen und wichtige  Baumaßnahmen: Zuletzt wurde im Frühjahr 2016 der neue Saaltrakt an der Kortumstraße eingeweiht, dessen Planung und Bau sie vorangetrieben hat. Die zukünftige elektronische Aktenführung vorzubereiten und damit den Anschluss der Justiz an das digitale Zeitalter zu gewährleisten, gehörte ebenfalls zu ihren Aufgaben.
Ein wichtiges Anliegen war Dr. Monika Anders vor allem die Personalführung und -entwicklung sowie das Fördern des juristischen Nachwuchses: Schon als Proberichterin leitete sie Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare und wurde 1984 zur damals jüngsten Prüferin im Zweiten Juristischen Staatexamen ernannt. Gemeinsam mit Burkhard Gehle hat sie ein Standardwerk der Ausbildungsliteratur verfasst: Den „Anders/Gehle“,
der aktuell in der 13. Auflage erscheint und bundesweit von Referendaren geschätzt wird. Die Prüfungstätigkeit wird sie über ihre Pensionierung hinaus fortsetzen. Ein besonderes Kennzeichen der Amtszeit von Dr. Monika Anders ist auch das Einbinden des Landgerichts in das Gesellschaftsleben der Stadt Essen und ihrer Umgebung. In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung kultureller Zwecke im Landgerichtsbezirk Essen e. V., zu dessen Mitgründern sie 1999 zählte, hat sie das Justizgebäude für regelmäßige Kunstausstellungen, Vorträge und Konzerte geöffnet. Zu nennen ist dabei auch die kritische Auseinandersetzung mit der Justiz im Nationalsozialismus: Eine Dauerausstellung zu diesem Thema im Foyer des Justizgebäudes zeugt ebenso davon wie die Errichtung von zwölf Stelen am gleichen Ort, die an die Lebensläufe verfolgter Juristen aus dem Essener Bezirk erinnern.
Der Zusammenarbeit mit dem Förderverein ist es auch zu verdanken, dass inzwischen zahlreiche Kunstwerke – ermöglicht durch engagierte Mäzene und Leihgeber – dauerhaft ihren Platz im Justizgebäude gefunden haben: Beispielsweise das Triptychon „Justitia. Wandel der Zeit. Cosmas und Damian“ von Johanna R. Wiens, das die Eingangshalle prägt oder die Skulptur „Kopf, Kopf, Geist“ von Guido und Johannes Häfner in einem der Innenhöfe, die im Dezember 2017 enthüllt wurde.
Als Vorsitzende der Juristischen Gesellschaft Ruhr e. V. hat Dr. Monika Anders zahlreiche Fachtagungen mitveranstaltet. Wichtig war ihr dabei stets der Austausch über die Grenzen juristischer Fächer und Berufsgruppen hinweg, wie vor allem ihr Engagement für den Deutschen Juristentagzeigt , den alle zwei Jahre stattfindenden größten europäischen Rechtskongress. Als der 71. Deutsche Juristentag auch auf ihre Initiative hin im September 2016 mit über 2.500 Teilnehmern in der Messe Essen stattfand, zeichnete sie als Vorsitzende des Essener Ortsauschusses mitverantwortlich für Fundraising und Organisation des umfangreichen Rahmenprogramms.
An diesem Dienstag (27.02.2018) verabschiedet sich Dr. Monika Anders
im Landgericht von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die offizielle Verabschiedung durch Minister der Justiz Peter Biesenbach findet am 23.03.2018 ebenfalls im Landgericht statt. Er wird an diesem Tag auch ihre Nachfolgerin in ihr Amt einführen.

(ü. Pm. – Landgericht)

Rheinisch-Westfälisches Berufskolleg Essen führt Berufliches Gymnasium Gesundheit ein

Das Rheinisch-Westfälische Berufskolleg Essen (RWB Essen) mit dem Förderschwerpunkt „Hören und Kommunikation“ plant zum 1. August 2018 neue Bildungsgänge einzuführen, darunter das Berufliche Gymnasium Gesundheit. Der Schulausschuss des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), der Träger des Berufskollegs ist, hat heute einen Antrag dazu einstimmig befürwortet. Der finale Beschluss erfolgt im März 2018 durch den Landschaftsausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland. Danach muss noch die Genehmigung durch die Obere Schulaufsicht erfolgen.

Anna Peters, Vorsitzende des Schulausschusses, begrüßt den Antrag und das Engagement des Berufskollegs: „Die neuen Bildungsgänge gewährleisten eine vollständige Durchlässigkeit und ein umfassendes Bildungsangebot im Gesundheitswesen für hörbehinderte Jugendliche.“ Auch Prof. Dr. Angela Faber, LVR-Dezernentin Schulen und Integration, begrüßt diese Entwicklung: „Die neuen Bildungsgänge tragen den aktuellen Anforderungen des Gesundheitswesens Rechnung. Der medizinische Fortschritt sowie der demografische Wandel eröffnen für Jugendliche seit einigen Jahren neue berufliche Chancen im Gesundheitsbereich.“

Mit Einführung des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, sich frühzeitig im Berufsfeld Gesundheit zu orientieren und zu qualifizieren. Die Nachfrage, die Allgemeine Hochschulreife im fachlichen Schwerpunkt Gesundheit zu erwerben, ist am RWB Essen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Gleichzeitig ermöglicht die Einführung von Bildungsgängen der Berufsfachschule im Fachbereich Gesundheit auch Schülerinnen und Schülern mit der Qualifizierung zum Hauptschulabschluss bzw. zur Fachoberschulreife den Zugang zu entsprechenden Ausbildungsberufen im Gesundheitswesen.

Das RWB Essen ist eine berufsbildende Schule für hörgeschädigte Jugendliche im Bereich der weiterführenden und beruflichen Qualifikation. Das gesamte Bundesgebiet sowie das angrenzende deutschsprachige Ausland gehören zum Einzugsgebiet. Zurzeit wird der berufsschulische Unterricht für über 100 Ausbildungsberufe angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit, alle Schulabschlüsse – vom Hauptschulabschluss bis hin zur Fachhochschulreife und Allgemeiner Hochschulreife – zu erwerben. Im Schuljahr 2016/17 wurden rund 750 Schülerinnen und Schüler beschult*.

* Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Stand: 15.10.2016)