Brand in der Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf

Dienstagnacht (25.7.) hat es in der Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf gebrannt. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, ermittelt nun die Kriminalpolizei.

Die vom Brand betroffenen Bereiche in der ersten Etage der Schule sind derzeit versiegelt und dürfen nicht betreten werden. Aufgrund des Brandes können sich Schadstoffe beim Verbrennungsprozess gebildet haben. Dies muss nun von gutachterlicher Seite überprüft werden.

In Bezug auf die Brandsanierung steht die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen im engen Kontakt mit der Versicherung. Erst wenn das Gutachten der Versicherung vorliegt und ausgewertet ist, können weitere Informationen zur Sanierung und Reinigung, zu den Kosten und zum zeitlichen Ablauf veröffentlicht werden.

Fotos: Elke Brochhagen

Im November 2017 zieht das THW vom Hesselbruch in ihre neue Liegenschaft an der Zeche Bonifatius (Kray).

1996 wurde die THW-Geschäftsstelle Essen mit 6 haupt-amtlichen Mitarbeitern aufgelöst und fusionierte mit den damaligen Geschäftsstellen Recklinghausen und Gelsenkirchen. Seitdem musste für den verbleibenden Ortsverband eine neue Liegenschaft gesucht werden.

Bei der Suche mussten die Interessen des THW, der Essener Feuerwehr, der Stadt Essen und des Bundesamtes für Immobilienaufgaben berücksichtigt werden. Mehrere Erkundungsaufträge zur Findung eines neuen und geeigneten Geländes scheiterten.

Die Essener Bundestagsabgeordnete Jutta Eckenbach holte alle Akteure an einen Tisch: Frank Schöpper, Kreis- und Ortsbeauftragter des THW Essen, Gerd Friedsam, Vizepräsident des THW Bund, Dr. Hans-Ingo Schliwienski

Landesbeauftragter des THW NRW, Ulrich Bogdan, Amtsleiter der Feuerwehr Essen, Lutz Leide, Leiter der Sparte Facility Management der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Berthold Leise, Leiter Standortentwicklung der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.

Jutta Eckenbach (CDU): „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, eine einvernehmliche Lösung zwischen Stadt, Bund und dem THW zu finden. Das hartnäckige Dranbleiben hat sich gelohnt und so kann ein 20 Jahre altes Kapitel endlich abgeschlossen werden. Endlich bekommen die ehrenamtlichen THWler unserer Stadt ein neues Zuhause.“ Jutta Eckenbach (CDU) weiter: „Als ich im Juli 2015 den Ortsverband des THWs besuchte, war ich von den Erzählungen um den unendlichen Schriftverkehr zur neuen Standortfindung sprachlos. Ich konnte und wollte mir nicht vorstellen, dass ein „Miteinanderreden“ nicht helfen würde. Und so habe ich alle Beteiligte nach Essen eingeladen. Genau ein Jahr nach diesem Gespräch steht nun fest, dass der Ortsverband ein neues Zuhause bekommt.“

Titelbild: v.l.n.r.: Frank Schöpper, Jutta Eckenbach, Dr. Hans-Ingo Schliwienski

(ü. Pm.)

Bombe in Essen-Rüttenscheid / Grenze Stadtwald entschärft

Der Blindgänger an der Birkenstraße in Essen-Rüttenscheid /Grenze Stadtwald wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erfolgreich entschärft.

Insgesamt waren von dem aktuellen Bombenfund rund 1.900 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen – 300 waren von der Evakuierung betroffen. Aufgrund der Tageszeit mussten allerdings nur wenige Personen in der Notstelle im Helmholtz-Gymnasium betreut werden. Insgesamt sind etwa 220 Anrufe am Bürgertelefon eingegangen.

183 Einsatzkräfte der Essener Feuerwehr, der Polizei, der Autobahnpolizei, der EVAG, der Deutschen Bahn, der Steag, des Ordnungsamtes sowie der entsprechenden Hilfsorganisationen waren im Einsatz.

Die Anwohnerinnen und Anwohner können in Kürze wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Autobahn A52 sowie die betroffenen ÖPNV-Linien und die S-Bahnlinie 6 werden in Kürze wieder freigegeben.

Der Einsatz ist insgesamt problemlos verlaufen. Alle Beteiligten sind mit dem Ablauf zufrieden.

 

Bombenfund zwischen Essen-Rüttenscheid und Stadtwald – Bombe wird heute entschärft

Bereits gestern Abend wurde eine britische Fünf-Zentner-Bombe aus dem II. Weltkrieg an der Birkenstraße in Essen-Rüttenscheid Grenze Stadtwald gefunden. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit und der Kälte – aber der sicheren Lage – hat der Kampfmittelräumdienst entschieden, den Blindgänger im Laufe des heutigen (26.1.) Morgens zu entschärfen.

Anwohnerinnen und Anwohner sowie Beschäftigte der umliegenden Büros im Umkreis von 500 Metern um die Bombenfundstelle werden bis zum Ende der Entschärfung aus den Wohnungen beziehungsweise den Betrieben evakuiert. Ferner sollten Kraftfahrzeuge in dieser Zeit vorsorglich von der Straße entfernt werden; vorhandene Gasgeräte sind abzusperren. In einem Umkreis von 500 Metern bis 1000 Metern sollten sich Anwohnerinnen und Anwohner während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen, oder den Keller aufsuchen. Auch in diesem Bereich rät das Ordnungsamt, Kraftfahrzeuge vorsorglich von der Straße zu entfernen.

Das Ordnungsamt führt die notwendigen Evakuierungsmaßnahmen durch. Betreuungsstellen werden entsprechend eingerichtet. Das Ende der Entschärfung wird durch Lautsprecherwagen der Polizei durchgegeben. Radio Essen wird ebenfalls das Ende der Entschärfung auf UKW 102.2 bekannt geben.

Mit Behinderungen der Bus-, Straßenbahn und S-Bahnverbindungen sowie des Individualverkehrs ist zu rechnen. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Von der Sperrung ist ebenfalls die Autobahn A 52 betroffen.

Aktuelle Informationen zur Bombenentschärfung gibt es auch auf Stadtportal Essen, dem offiziellen Facebook-Account der Stadt Essen unter https://www.facebook.com/StadtportalEssen und auf der Homepage der Stadt Essen unter www.essen.de/bombenfund. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 123 8888 zu erreichen.

Der Preis der ersten Nacht am Beispiel der Grünen Hauptstadt Essen

Der Jahreswechsel 2016/2017 verlief für die Essener Feuerwehr wie erwartet sehr arbeitsreich. Im Vergleich zum letzten Jahreswechsel war eine deutliche Steigerung der Einsatzzahlen im Rettungsdienst und im Brandschutz zu verzeichnen.

Rettungsdienst:

Um den erwarteten Einsatzzahlen gerecht zu werden, wurden dieses Jahr neun zusätzliche Rettungswagen zum Regelbetrieb hinzugenommen. Die Berufsfeuerwehr, die in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen den Rettungsdienst der Stadt Essen sicherstellt, wurde auch in diesem Jahr häufig eingesetzt. In der Zeit vom 31.12.2016, 18:00 Uhr bis 01.01.2017, 10:00 Uhr wurden insgesamt 262 Rettungsdiensteinsätze gefahren (2015/16: 207 Einsätze). 54 dieser Einsätze erforderten die zusätzliche Alarmierung eines Notarztes (2015/16: 34 Einsätze). Im Zeitraum von 0:00 Uhr bis 5:00 Uhr war der Rettungsdienst voll ausgelastet. Die häufigsten Einsatzgründe waren Verletzungen in Folge von übermäßigem Alkoholgenuss, Stürzen oder Schlägereien und unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Brandschutz und Hilfeleistung:

Im angegebenen Zeitraum von 18:00 Uhr bis 10:00 Uhr wurden von der Feuerwehr Essen 75 Einsätze im Bereich Brandschutz durchgeführt (Vorjahr 61 Einsätze). Den Schwerpunkt der Einsätze (insgesamt 41) bildeten auch in diesem Jahr Brände von Papier- und Abfallcontainern, die durch den Missbrauch von Feuerwerkskörpern oder Brandstiftung in Brand gerieten (Vorjahr: 36). Darüber hinaus rückte die Feuerwehr zu 13 Flächen-, 3 Keller-, 4 Dachstuhl- und 2 Zimmerbränden aus. Zeitlich gesehen lag der Einsatzschwerpunkt im Brandschutz in der Zeit von 23:30 Uhr bis ca. 6:00 Uhr. In diesem Zeitraum waren alle Löschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr im Einsatz und wurden in vielen Teilbereichen von der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt.

Neben dem erhöhten Einsatzaufkommen musste die Feuerwehr Essen drei Großbrände im Stadtgebiet bekämpfen. Der erste Großbrand wurde um 23:48 Uhr in der Blumenfeldstraße im Nordviertel kurz vor dem Jahreswechsel gemeldet. In einem Gewerbebetrieb für Altreifen schlugen bei Eintreffen der Feuerwehr meterhoch Flammen in den Nachthimmel. Sie drohten auf zwei benachbarte Mehrfamilienhäuser überzugreifen. Während die Feuerwehr sofort einen massiven Löschangriff mit zwei B-Rohren, zwei Rohren über Drehleitern sowie zwei C-Rohren aufbaute, räumte die Polizei die zwei bedrohten Wohnhäuser. Wie sich später herausstellte brannten ca. 2500 Reifen in einer Baracke. Nach Abschluss der dreistündigen Löscharbeiten konnten alle Bewohner nach erfolgten Schadstoffmessungen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen vor Ort. Bis zum Sonnenaufgang erfolgten Brandnachschauen. Der Betrieb wurde vollständig zerstört. Der zweite Großbrand ereignete sich um 0:31 Uhr in der Hesslerstraße in Altenessen. Hier geriet aus bisher ungeklärter Ursache der Dachstuhl eines 2,5 geschossigen Wohn- und Geschäftshauses in Brand. Alle Bewohner konnten sich vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Der Dachstuhl und die obere Etage des Gebäudes wurden vollständig zerstört. Die Feuerwehr nahm mehrere Rohre über Drehleitern im Außen- und im Innenangriff zwei Rohre vor. Das Gebäude ist nach dem Brand unbewohnbar. Verletzt wurde niemand, leider konnten drei Katzen nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden. Die Feuerwehr war hier mit zwei Löschzügen vor Ort. Um 03:30 Uhr rückte die Feuerwehr zum dritten Großbrand in die Gemarkenstraße Ecke Holsterhauser Straße in Holsterhausen aus. In dem dort befindlichen „Gemarhaus“ brannte das komplette Flachdach des vorderen Turmgebäudes. Die Feuerwehr war mit 3 Löschzügen vor Ort. Für die Brandbekämpfung wurden mehrere Abschnitte gebildet. Im Innenangriff waren mehrere Trupps unter Atemschutz mit fünf C-Rohren und zwei Drehleitern mit Werfern im Außenangriff im Einsatz. Die Bewohner des Hauses wurden während der Löscharbeiten in einem Linienbus der EVAG betreut. Nach Beendigung der Löscharbeiten konnten alle Bewohner in das Gebäude zurückkehren. Ein großes Problem stellte das gefrierende Löschwasser an den Einsatzstellen dar. Hier wurden jeweils Streuwagen der EBE bestellt eingesetzt. Bei allen Einsatzstellen hat die Kriminalpolizei die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen.

Trotz der drei Großbrände und der zahlreichen anderen Brandereignisse wurden glücklicherweise keine nennenswerten Personenschäden gemeldet. Folglich schaut die Feuerwehr Essen auf einen arbeitsreichen und anstrengenden Jahreswechsel zurück und bedankt sich bei allen Einsatzkräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, der Hilfsorganisationen und der Polizei für die gute Zusammenarbeit und wünscht allen ein frohes neues Jahr 2017.(BW)

(ü. Pm.)