Schmutzler-Jäger (Grüne): Essen braucht Green-City-Masterplan zur nachhaltigen Mobilität

Anlässlich des von der Bezirksregierung organisierten gestrigen Spitzengesprächs im Essener Rathaus zur Überarbeitung des Luftreinhalteplans erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Die bislang bekannt gewordenen Maßnahmen des Spitzengesprächs reichen nicht aus, um ein Diesel-Fahrverbot in Essen wirksam zu verhindern. Notwendig ist dagegen ein Bündel an Maßnahmen zum Ausbau des Nahverkehrs und Radverkehrs, zur Förderung der Elektromobilität und zur intelligenten Verkehrssteuerung.

Dies ist umso dringlicher, da seit dem bundesweiten Dieselgipfel feststeht, dass die Bundesregierung den Kommunen 500 Millionen Euro Fördermittel zur Verbesserung der Luftqualität in den Städten bereitstellt. Die grüne Ratsfraktion wird in der kommenden Ratssitzung beantragen, dass sich die Stadt Essen möglichst viele dieser Mittel sichert. Dazu muss der Rat allerdings einen Green-City-Masterplan verabschieden. Diese Mittel sollten nach unserer Auffassung insbesondere in die Anschaffung von Elektrobussen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Radverkehrsinfrastruktur gesteckt werden.

Dazu sind zwar auch eigene finanzielle Anstrengungen der Stadt Essen erforderlich. Doch wenn wir jetzt nicht in umweltfreundliche Mobilität investieren, dann werden Gerichte die Stadt zu dem von keinem gewollten Diesel-Fahrverbot zwingen.“

Zwischenstand zum Neubau der Nünningbrücke

Die Arbeiten zum Neubau der Nünningbrücke in Essen-Frillendorf liegen im Zeitplan. In der Nacht von Donnerstag (10.8.) auf Freitag (11.8.) wurden die Stahlbrückenbögen mittels Schwertransporter angeliefert. Auf einem extra eingerichteten Vormontageplatz werden die einzelnen Teile der Bögen zurzeit aufgerichtet und verschweißt. Die Hänger der Bögen werden noch geliefert und müssen dann ebenfalls montiert werden.

Die Brücke wird vorab montiert und Anfang November in einem sogenannten Taktschiebeverfahren in die endgültige Lage auf die beiden bereits fertiggestellten Widerlager geschoben. Dafür sind vorab noch weitere Arbeiten notwendig. Unter anderem muss ein neues Quertragwerk an der Strecke der Deutschen Bahn umgelegt und das alte Quertragwerk, auf dem derzeit die Oberleitungen für die Züge liegen, zurückgebaut werden.

Für den Verschub werden ein 600 Tonnen-Kran auf der einen und zwei Schwerlastkräne auf der anderen Brückenseite im Einsatz sein. Da die darunter liegenden Gleise der Deutschen Bahn täglich genutzt werden, wird der Verschub der Brücke nachts durchgeführt und der Verkehr auf der Bahnstrecke eingestellt.

Im Anschluss daran werden dann die Restarbeiten auf der Brücke angegangen, zum Beispiel der Einbau der Versorgungsleitungen, Geländer und Straßenbeleuchtung und das Herstellen des Fahrbahnbelags. Auch die Arbeiten für den neuen Radwanderweg des RVR und die neue Freifläche der benachbarten GSE Werkstätten können dann weitergeführt werden.

Die Fertigstellung der Brücke wird voraussichtlich im Januar 2018 erfolgen.

Zum Hintergrund

Seit dem 28. Oktober 2016 wird die neue Straßenüberführung, die die Nünningstraße über die Anlagen der „Deutsche Bahn AG“ mit der Hubertstraße in Frillendorf verbindet, als Brückenneubau errichtet.

Der Rat der Stadt Essen hat im Dezember 2012 den Bau einer neuen Verbindungsbrücke zwischen der Nünningstraße nördlich und der Hubertstraße südlich der Gleisanlage der Deutsche Bahn AG beschlossen. Die Brücke wird als Stahlbogenkonstruktion, die die Gleise mit einer Stützweite von etwa 50 Metern schiefwinklig überspannt, erbaut. Die Konstruktionshöhe der Brücke beträgt 9,35 Meter. Die Baukosten belaufen sich auf circa 3,2 Millionen Euro.

Titelfoto: Elke Brochhagen

(ü. Pm.)

Baumaßnahmen an der Moltkestraße und Huttropstraße

Zwei Baumaßnahmen in Essen-Huttrop sorgen derzeit für Verkehrseinschränkungen.

Die Moltkestraße ist von der Elsa-Brändström-Straße in Richtung Huttropstraße voll gesperrt. Straßen. NRW führt dort Brückenreparaturarbeiten durch. Eine Umleitungsempfehlung ist ausgeschildert. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum 8. September. Nach der Hälfte der Bauzeit, voraussichtlich ab dem 28. August, wird die Vollsperrung in die Gegenrichtung eingerichtet.

Parallel zu dieser Baumaßnahme beseitigt die Stadt Essen auf der Huttropstraße in Höhe Moltekstraße Unfallgefahren an der Fahrbahndecke. In Fahrtrichtung Steeler Straße steht nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Diese Arbeiten werden voraussichtlich am Freitag, 18. August, beendet sein.

Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens an dieser Stelle werden die Arbeiten in den Sommerferien durchgeführt.

DHL setzt ausschließlich auf Elektroautos in Bochumer Umweltzone

(idr). Die Deutsche Post DHL Group weitet ihre umweltfreundliche Paketzustellung in Bochum deutlich aus. Ab sofort werden Pakete in den als Umweltzone ausgewiesenen Stadtteilen ausschließlich mit Elektrofahrzeugen ausgeliefert.

Dafür erhöht DHL seine Elektrofahrzeugflotte auf 42 StreetScooter. Rund 140 Tonnen CO2 sollen so eingespart werden. Die E-Wagen werden für die speziellen Anforderungen der Brief- und Paketzustellung von einer Unternehmenstochter in Aachen produziert.
Nach Angaben der Stadt ist Bochum damit die größte deutsche Stadt, in der ein umweltfreundliches Liefernetz fast flächendeckend möglich gemacht wurde.

Vollsperrung der A40-Brück Neuenkamp bei Duisburg dauert voraussichtlich bis zum 17. August

(idr). Die A40-Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg kann voraussichtlich am 17. August, 5 Uhr, nach umfangreichen Reparaturarbeiten wieder frei gegeben werden.

Das hat das NRW-Verkehrsministerium heute bei einem Informationsgespräch mit Verbänden, Behörden und Wirtschaft bekannt gegeben. Nach Aufhebung der Vollsperrung können Autos und Lkw wieder auf zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung die Brücke passieren. Die Autobahnbrücke ist seit dem 2. August für den Verkehr gesperrt, nachdem ein Riss in einer Seilverankerung der Brücke entdeckt worden war.
Auch wenn die Rheinbrücke Neuenkamp wieder geöffnet wird, ist nicht absehbar, ob künftig neue Schäden entdeckt werden. Alle zwei Wochen sollen die Verantwortlichen tagen, um für den Fall weiterer Sperrungen weiträumige Umleitungskonzepte zu erarbeiten. Außerdem sollen rechtswidrig überladene Lkw vor der Brücke gestoppt werden. Dafür installiert Straßen.NRW eine Waage- und Ableitungsanlage.
Die Rheinbrücke Neuenkamp stammt aus dem Jahr 1970 und wurde für 30.000 Autos und Lastwagen pro Tag geplant. Inzwischen nutzen 100.000 Fahrzeuge täglich die Brücke, darunter 10.000 Lkw.

Bauarbeiten am Kettwiger Marktplatz

Am Kettwiger Marktplatz (Hauptstraße 73 bis 83) werden durch das Amt für Straßen und Verkehr die Baumbeete instand gesetzt. Der Bereich wird in der Zeit vom 3. bis zum 6. Juli abgesperrt.

Als Folge findet am Dienstag, 4. Juli, kein Wochenmarkt statt.

Die Parkplätze an den Baumbeeten werden für die Zeit der Maßnahme nicht nutzbar sein. Für den fließenden Verkehr erfolgt keine Einschränkung.

A40: Engpass am Samstag zwischen Essen-Kray und Gelsenkirchen

Am Samstag (1.7.) stehen von 8 bis 15 Uhr zwischen den A40-Anschlussstellen Essen-Kray und Gelsenkirchen in Fahrtrichtung Bochum nur zwei von drei Fahrspuren zur Verfügung.

Die Straßen.NRW Regionalniederlassung Ruhr führt Pflegemaßnahmen an der Bepflanzung eines Betonsteilwalls durch. Diese Arbeiten finden bewusst in den verkehrsärmeren Zeiten statt.

(ü. Pm.)

A40: Nächtliche Sperrungen im Ruhrschnellwegtunnel

In den Nächten von Montag (26.6.) auf Dienstag (27.6.) sowie von Dienstag (27.6.) auf Mittwoch (28.6.), jeweils 21 bis 5 Uhr, ist der Tunnel in Fahrtrichtung Dortmund voll gesperrt. Der Verkehr wird zur Auffahrt Essen-Zentrum umgeleitet. Im selben Zeitraum ist die Anschlussstelle Essen-Zentrum in Fahrtrichtung Duisburg gesperrt.

In der Nacht von Mittwoch (28.6.) auf Donnerstag (29.6.), 21 bis 5 Uhr, ist der Tunnel dann in Fahrtrichtung Duisburg voll gesperrt. Der Verkehr wird über die Anschlussstelle Essen-Zentrum umgeleitet.

Von Donnerstag (29.6.) auf Freitag (30.6.) ist der Tunnel dann von 22 bis 4 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt Eine Umleitung ist ausgeschildert.

Die Arbeiten finden bewusst in den verkehrsärmeren Nachtstunden statt.

Verkehrskonzept Werden steht vor der Realisierung

Der Bau- und Verkehrsausschuss hat in seiner letzten Sitzung (22.6.) die Umsetzung des „Verkehrskonzepts Werden“ empfohlen.

Das Konzept sieht vor, nicht nur den Verkehrsfluss in das Ortszentrum von Werden zu optimieren, sondern auch hohe Luftbelastungen durch den Straßenverkehr, vor allem im Bereich der Brückstraße, zu verringern. Deshalb soll die Brückstraße zukünftig verkehrlich entlastet werden, indem der Durchgangsverkehr auf die Abteistraße verlagert wird. Entgegen der aktuellen Einbahnstraßenregelung wäre die Brückstraße dann als Teil des neuen Altstadtrings nur in Fahrtrichtung Werdener Markt befahrbar, ausgehend vom Kastellplatz und der Grafenstraße. Dazu werden die bestehenden Einbahnstraßenregelungen in der Bungertstraße und Klemensborn ebenfalls umgekehrt.

Die Abteistraße soll zukünftig dreispurig befahrbar sein und im Kreuzungsbereich vier bis fünf Fahrspuren, je nach Fahrtrichtung, umfassen, um das dortige vermehrte Verkehrsaufkommen zu regeln. Für den Umbau der Abteistraße ist ausschließlich lärmoptimierter Asphalt vorgesehen.

Weiterer wesentlicher Bestandteil der Realisierung des Verkehrskonzeptes ist die Umgestaltung und Miteinbeziehung des Werdener Marktes als städtebauliches Element. Ideen dazu wurden in einer Arbeitsgruppe entwickelt, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, des Werdener Werberings, des Bürgervereins Werden, der Bürgerinitiative „Fließend Werden“ sowie der Verwaltung und des beauftragten Ingenieurbüros bestand. Im Zuge der Umgestaltung wird beispielsweise auch die Bushaltestelle „Werdener Markt“ barrierefrei ausgebaut.
Die der ursprünglichen Konzeptentwicklung vorausgegangene Annahme, durch ein neues Verkehrskonzept eine Verkehrsentlastung im Ortskern um etwa 25 Prozent erreichen zu können, ist durch mehrere Verkehrsuntersuchungen widerlegt worden. Tatsächlich besteht der Straßenverkehr im Werdener Ortskern zum größten Teil aus Quell- und Zielverkehren, der weder durch eine neue Konzeption, noch durch eine Ortsumgehung verringert werden kann. Trotzdem wird die Umsetzung als sinnvoll erachtet, um die verkehrlicher Belastung einzelner Knotenpunkte zu beheben und die Situation für Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern.

Darüber hinaus wird derzeit der Nahverkehrsplan der Stadt Essen erarbeitet und wird auch den Stadtteil Werden konzeptionell berücksichtigen.

Kosten des Projektes:

Für die Realisierung des Verkehrskonzepts Werden sind Kosten in Höhe von 6.950.000 Euro veranschlagt. Der städtische Eigenanteil beträgt dabei 4.916.400 Euro. Über 1,8 Millionen Euro fließen als Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm in die Umbaumaßnahme.

Für Anwohnerinnen und Anwohner der Abteistraße besteht an insgesamt 94 Gebäudefronten ein Anspruch auf passiven Lärmschutz in Form von Schallschutzfenstern. Den jeweiligen Hauseigentümern steht abhängig von der tatsächlichen Nutzung der Räume damit die vollständige Kostenübernahme für einen Austausch der Fenster zu.

Mit der Empfehlung des Bau- und Verkehrsausschusses kann der Rat der Stadt Essen in seiner Sitzung am 12. Juli über das Vorhaben entscheiden – vorbehaltlich der Zustimmung der Kommunalaufsicht.

Zum Hintergrund:

Das Verkehrskonzept Werden wurde bereits im April 2013 von der Bezirksvertretung IX, im Juni 2013 vom Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung, beschlossen, um die verkehrliche Situation im Ortskern Werdens zu verbessern – bereits damals im Bewusstsein, dass sich eine Verkehrsentlastung für den Ort dadurch nicht erzielen lassen wird. In allen Phasen der Planung zeichnete sich das Projekt durch eine rege Bürgerbeteiligung aus.

(ü. Pm.)

Grüne zum Verkehrskonzept Werden

Der Bau-  und Verkehrsausschuss der Stadt Essen befasst sich am 22. Juni mit der Umsetzung des Verkehrskonzeptes Werden, das am 12. Juli vom Essener Rat endgültig beschlossen werden soll. Dazu erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Wir sind froh, dass das Verkehrskonzept Werden endlich beschlossen werden soll. Kein verkehrliches Stadtteilkonzept in Essen wurde in den letzten 10 Jahren so intensiv durch Bürgerbeteiligung begleitet und durch Gutachten abgesichert.

Am 12. Juli 2011 hat der Rat der Stadt Essen nach einem vorbildlichen Moderationsprozess einstimmig beschlossen, dass die Grüne Harfe in Heidhausen mit einer Begrenzung auf 100 Wohneinheiten bebaut werden soll und ein Verkehrskonzept zur Entlastung des Werdener Ortskerns erstellt werden soll.

Die Politik hat damals auch eine `Zug-um-Zug-Umsetzung´ versprochen, also eine mögliche Gleichzeitigkeit der Bebauung und Umsetzung verkehrlicher Maßnahmen. Nachdem die Bautätigkeit an der Grünen Harfe inzwischen weit vorangeschritten ist, muss nun auch das Verkehrskonzept zügig umgesetzt werden.

Mit der Umgestaltung des Werdener Marktes im Rahmen des Verkehrskonzeptes enthält Werden endlich einen attraktiven zentralen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität. Außerdem werden erst durch das Konzept die baulichen Voraussetzungen für das geplante Ringliniensystem der Ortsbusse geschaffen. Auch das Durchqueren des Ortes mit dem Fahrrad wird künftig komfortabler und sicherer.“

(ü. Pm.)

Grüne Hauptstadt Essen sperrt Innenstadtring für den „Tag der Bewegung“

Essen will für einen Tag die Autos vom Innenstadtring verbannen – zugunsten einer Art grünen Meile.

Im Rahmen des Programms zur Grünen Hauptstadt Europas plant die Stadt für den 2. Juli einen „Tag der Bewegung“, bei dem es entlang der drei Kilometer langen Strecke in der Innenstadt Aktionen zu den Themenfeldern „Mein Grün“, „Meine Wege“, „Meine Flüsse“, „Mein Einkauf“ und „Meine Zukunft“ geben wird. Mehr als 130 Aussteller gestalten das Programm. Performances, Akrobatik-Shows und eine Lichtinszenierung sind ebenso geplant wie ein Seifenkistenrennen, Flashmobs, ein Kreativmarkt, Kita-Aktionen und ein Blutdruckmess-Rekordversuch. Der Tag der Bewegung ist die größte Veranstaltung im Programm der Grünen Hauptstadt. Infos unter www.essengreen.capital

(ü. Pm., idr)

Neubau der Brücke Rellinghauser Straße über den Geh- und Radweg (Grugatrasse)

Während des laufenden Rückbaus der alten Brückenkonstruktion ist aus Sicherheitsgründen eine erneute Sperrung des Geh- und Radwegs der Grugatrasse unterhalb der Rellinghauser Straße von Montag, 26. Juni, bis voraussichtlich Dienstag, 4. Juli, erforderlich.

In diesem Abschnitt werden Betonabbrucharbeiten an der Brückenplatte und die Demontage von Stahlträgern durchgeführt.
Umleitungen für Fußgänger und Radfahrer werden ausgeschildert.

Das Amt für Straßen und Verkehr ist bestrebt, die Sperrungen auf ein Minimum zu reduzieren und die Trasse schnellstmöglich wieder freizugeben. Am Wochenende (30. Juni bis 2. Juli) und nach Möglichkeit auch an einzelnen Tagen spät nachmittags, wenn die Arbeiten auf der Baustelle ruhen, wird die Sperrung des Weges aufgehoben.

(ü. Pm.)