A52: Nächtliche Sperrung zwischen Autobahndreieck Essen-Ost und Essen-Bergerhausen

Donnerstagnacht (8./9.3.) wird die A52 zwischen dem Autobahndreieck Essen-Ost und der Anschlussstelle Essen-Bergerhausen in Fahrtrichtung Düsseldorf in der Zeit zwischen 22 Uhr und morgens um 5 Uhr komplett gesperrt.

Hier müssen für die Verkehrstechnik des Tunnels Huttrop Datenleitungen montiert werden. Eine Umleitung wird eingerichtet.

Mehr zum Thema: www.strassen.nrw.de/projekte/a52/tunnelsanierung-essen-huttrop.html

Lärmminderungsplanung: Grüne fordern Essen sollte bei Fluglärmbekämpfung mit Umlandgemeinden des Flughafens Düsseldorf zusammenarbeiten

 

Auf Antrag der Ratsfraktion der Grünen befassen sich der Umweltausschuss am 6. März und der Rat der Stadt Essen am 21. März mit der Fortschreibung des Lärmminderungsplans der Stadt Essen. Die Gesetzgebung schreibt vor, dass die Kommunen ihren Lärmaktionsplan bis zum 18. Juli 2018 überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten sollen. Dazu erklärt Rolf Fliß, umweltpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen: „Die vom Fluglärm am Flughafen Düsseldorf betroffenen Kommunen sollten bei der Lärmminderungsplanung eng zusammenarbeiten. Zwar muss jede Kommune seinen eigenen Plan aufstellen, allerdings sollte die Fluglärmbekämpfung gemeinsam angegangen werden. Mit Kaarst, Meerbusch, Mülheim, Neuss, Ratingen und Tönisvorst besteht bereits eine enge Zusammenarbeit zur Verhinderung der geplanten Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf. Nun sollte auch bei der Lärmminderungsplanung ein enger Schulterschluss mit diesen Kommunen gesucht werden.

Ein möglichst koordiniertes Vorgehen bei der Fluglärmbekämpfung ist schon deshalb wichtig, da die Einflussmöglichkeiten der Kommunen nur sehr eingeschränkt sind. Gemeinsam können die Kommunen aber stärker gegenüber Landesregierung und Flughafen auftreten.“

Hintergrundinformationen:

Am 05.02.2018 hat das NRW-Umweltministerium die neuen Lärmkarten für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Die EU verpflichtet seit 2007 die Städte und Gemeinden, alle fünf Jahre Lärmkarten zu erstellen und zu veröffentlichen. Für die aktuelle Lärmkartierung der dritten Runde hat das Landesumweltamt eine große Datenmenge neu erhoben und aufbereitet. Auf Grundlage der Lärmkarten erstellen oder aktualisieren die Kommunen ihre Lärmaktionspläne.

Der Antrag der Ratsfraktion der Grünen hat folgenden Wortlaut:

TOP: Gemeinsamer Lärmminderungsplan der von Fluglärm betroffenen Gemeinden im Umfeld des Flughafens Düsseldorf

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, der Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga empfiehlt, der Rat der Stadt Essen beschließt:

Die Verwaltung wird aufgefordert, im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Lärmaktionsplans der 3. Stufe bei der Maßnahmenplanung zur Reduktion des vom Flughafen Düsseldorf ausgehenden Fluglärms einen engen Schulterschluss mit den anderen von Fluglärm betroffenen Gemeinden zu suchen.

Begründung:

Die Europäische Union verpflichtet seit 2007 die Städte und Gemeinden, alle fünf Jahre Lärmkarten zu erstellen und zu veröffentlichen. In den Lärmkarten wird unter anderem auch die vom Düsseldorfer Flughafen ausgehende Lärmbelastung der Bevölkerung systematisch erfasst. Anfang Februar 2018 hat das NRW-Umweltministerium die dritte Runde der Lärmkartierung, die vom Landesumweltamt neu erhoben und aufbereitet worden ist, veröffentlicht.

Gemäß § 47d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) haben die Gemeinden oder die nach Landesrecht zuständigen Behörden (§ 47e BImSchG) Lärmaktionspläne auf der Grundlage der Lärmkarten aufzustellen, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden. In Nordrhein-Westfalen liegt die Zuständigkeit für die Lärmaktionsplanung bei den Kommunen. In Hessen hingegen liegt die Zuständigkeit für die Lärmaktionsplanung bei den Regierungspräsidien. Das hat zum Beispiel im Hinblick auf den Flughafen Frankfurt/Main den Vorteil, dass Lärmminderungsmaßnahmen bezüglich des Fluglärms, der von einer Quelle ausgeht, aber zahlreiche Kommunen betrifft, besser koordiniert werden können. Zudem stellt sich gerade beim Fluglärm das Problem, dass die Einflussmöglichkeiten der Kommunen nur sehr eingeschränkt sind. Umso wichtiger ist deswegen ein möglichst koordiniertes Vorgehen der vom Fluglärm am Flughafen Düsseldorf betroffenen Kommunen.

Die Essener Stadtverwaltung hat bereits zwei Lärmaktionspläne unter breiter Einbindung der Öffentlichkeit erarbeitet. In Kürze startet die Erarbeitung des Lärmaktionsplans der 3. Stufe für das Gebiet der Stadt Essen. Die Rechtsgrundlage hierfür bildet Artikel 8 der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Diese besagt, dass die zuständigen Behörden bis zum 18. Juli 2013 Aktionspläne unter anderem für Großflughäfen zu erstellen haben. Artikel 8 Absatz 5 der Umgebungslärmrichtlinie besagt, dass die Aktionspläne im Fall einer bedeutsamen Entwicklung, die sich auf die bestehende Lärmsituation auswirkt, und mindestens alle fünf Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Genehmigung überprüft und erforderlichenfalls überarbeitet werden sollen. Somit sollte bis zum 18. Juli 2018 eine entsprechende Überprüfung bzw. Überarbeitung des Lärmaktionsplanes erfolgen.

Die Umland-Kommunen des Düsseldorfer Flughafens kooperieren bereits eng im Hinblick auf das gemeinsame Anliegen einer Reduktion der Fluglärmbelastung, die vom Düsseldorfer Flughafen ausgeht. So hat es beispielsweise im Jahr 2017 eine gemeinsame Beauftragung von Gutachtern durch die Städte Duisburg, Essen, Kaarst, Krefeld, Meerbusch, Mülheim, Neuss, Ratingen, Tönisvorst und Willich im Zusammenhang mit dem aktuellen Planfeststellungsverfahren zur Kapazitätserweiterung am Düsseldorfer Flughafen gegeben. Diese Zusammenarbeit sollte nun auch im Hinblick auf ein einheitliches Vorgehen bei der Lärmaktionsplanung im Bereich Fluglärm vertieft werden.

(ü. Pm.)

Stadt Essen: Fahrverbote für Essen stehen aktuell nicht an

Das Bundesverwaltungsgericht hat heute (27.2.) ein entscheidendes Urteil im Streit um ein mögliches Diesel-Fahrverbot in deutschen Städten gefällt. Fahrverbote, so das Gericht, sind ein grundsätzlich rechtmäßiges und damit mögliches Mittel zur Senkung des gesundheitsschädlichen Stickoxids.

Ob und wann Fahrverbote in Essen kommen könnten, ist damit allerdings nicht entschieden. Kurzfristige Fahrverbote folgen aus dem Urteil nicht. Gefordert ist jetzt die Bezirksregierung Düsseldorf. Hier liegt die Verantwortung für die Luftreinhaltepläne. Auf dieser Basis hat die Stadt Essen bereits Maßnahmen zu weiteren Senkung der Stickoxidbelastung veranlasst. Ob und wann diese Aktivitäten durch ein Diesel-Fahrverbot ergänzt werden ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen.

Die Stadt Essen hält weiterhin an ihrer Position fest und lehnt Fahrverbote ab. „Unser oberstes Ziel ist die Gesundheit der Menschen. Dazu müssen wir die Luftqualität in den Städten verbessern“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Diesel-Fahrverbote sind unsozial und das falsche Signal. In erster Linie ist die Automobilindustrie mit Soft- und Hardware Lösungen gefragt. Die Bundesregierung muss hier mehr Druck machen.

Gleichzeitig unternehmen wir in den Städten bereits heute große Anstrengungen im Bereich des ÖPNV, des Fuß- und Radverkehrs und beim Ausbau der Elektromobilität, um mit einem verträglichen Mobilitätsmix mehr Alternativen zur klassischen PKW-Nutzung zu bieten. Im Jahr der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 haben wir in Essen mit vielen Aktivitäten im Bereich der Mobilität diese Bestrebungen gefördert. Durch verkehrslenkende und verkehrssteuernde Maßnahmen kann die Luftqualität nicht mehr weiter verbessert werden. Hinzu kommt, dass gerade im Ruhrgebiet ein Fahrverbot an der Realität der Menschen vorbeigeht. Einfahrverbote von Dieselfahrzeugen in bestimmte Städte oder Stadtteile führen nur zu einer Umverteilung der belasteten Zonen. Dies kann nur zusammen mit den Nachbarstädten gelöst werden, eine Insellösung ist im Ruhrgebiet nicht zielführend.“

Ein Blick auf die Zulassungen zeigt, dass weiterhin auch neue Dieselfahrzeuge angemeldet werden. Der Anteil der EURO 6 Diesel liegt in Essen bei einer Gesamtzahl an Diesel PKW von rund 160.000 Fahrzeugen inzwischen bei circa 15 Prozent.

Vorläufige Ergebnisse der Messstellen des LANUV an beispielsweise der Gladbecker Straße in Altenessen machen zwar eine leichte Verbesserung absehbar, abschließende Messergebnisse für das Jahr 2017 liegen allerdings noch nicht vor.

Linke unterstützt kostenlosen Nahverkehr, „Essen kann als „Modellstadt“ Vorreiter für andere Städte sein“

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat kein Verständnis dafür, dass die mögliche Einführung eines kostenlosen ÖPNV in Essen teilweise zerredet wird, bevor überhaupt über Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert werden kann.

„Da lobe ich mir den Duisburger Oberbürgermeister Sören Link, der einen kostenlosen Nahverkehr als ,Riesending‘ für das Ruhrgebiet begrüßt hat, obwohl Duisburg keine der fünf von der Bundesregierung angedachten ,Modellstädte‘ ist“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wir begrüßen die Ankündigung der Bundesregierung jedenfalls und sehen sie als große Chance für Essen. Essen könnte Rückstände im Nahverkehr aufholen und zumindest im Ruhrgebiet Vorreiter für eine Verkehrswende werden. Natürlich geht das nur, wenn die Kapazitäten des Nahverkehrs ausgeweitet werden durch Verbesserungen im Liniennetz wie der Bahnhofstangente und dichtere Taktzeiten. Hier sehen wir Bundes- und  Landesregierung in der Pflicht, wieder deutlich mehr Landesfördermittel zur Verfügung zu stellen.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE kann die Verkehrswende nur gelingen, wenn Alternativen zum Auto gestärkt und gefördert werden. Der kostenlose Nahverkehr könnte ein zentraler Baustein sein. DIE LINKE hat sich schon im Kommunalwahlprogramm 2014 für einen über ein Umlageverfahren finanzierten ticketlosen Nahverkehr eingesetzt.

„Aus unserer Sicht kann ein kostenloser Nahverkehr auch in einer Stadt in unserem Ballungsgebiet Sinn machen,“ so Wolfgang Freye weiter. „Deshalb sollten wir nicht über das ,Ob‘ diskutieren, sondern über das ,Wie‘ und Anforderungen auch an Bund und Land formulieren. Sonst wird Essen bei weiterer Überschreitung der Stickoxidwerte vielleicht nur ,Modellstadt für Fahrverbote‘. Dass dabei natürlich das Umland gerade im Ruhrgebiet mitgedacht werden muss, ist klar.“

A52: Nächtliche Verkehrsbehinderungen zwischen Autobahndreieck Essen-Ost und Essen-Süd

Heute Nacht (15./16.2.) sowie Mittwochnacht (21./22.2.) stehen dem Verkehr auf der A52 zwischen dem Autobahndreieck Essen-Ost und der Anschlussstelle Essen-Süd in Fahrtrichtung Düsseldorf jeweils zwischen 20 Uhr und morgens um 5 Uhr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Montag (19.2.) ab 9 Uhr bis Dienstag (20.2.) um 15 Uhr sowie Donnerstag (22.2.) ab 9 Uhr bis Samstag (24.2.) um 15 Uhr stehen dem Verkehr nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Hier müssen für die Verkehrstechnik des Tunnels Huttrop Datenleitungen montiert werden.

Bahnstrecke zwischen Essen und Duisburg wird in den Ferien wegen Bauarbeiten gesperrt

 (idr). Die Deutsche Bahn sperrt in den Oster- und den Herbstferien die Strecke zwischen Essen und Duisburg. Grund sind Bauarbeiten für die neue Thyssenbrücke in Mülheim. Dadurch kommt es zu Haltausfällen im Nah- und Fernverkehr, Umleitungen und Schienenersatzverkehr während der Osterferien.

Die Bahn informiert über alle Änderungen u.a. unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw und über die App „DB Bauarbeiten“, aber auch durch Aushänge und Plakate. Ab dem 1. März ist außerdem eine spezielle Servicehotline für den Schienenersatzverkehr unter 0202/51562515 geschaltet. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an der zweiten Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks Duisburg und bereitet mit Gleis- und Weichenerneuerungen den RRX vor. Das gab die Deutsche Bahn heute (15. Februar) bei der Vorstellung der Bauprojekte in Duisburg bekannt. Durch die Sperrung in den sogenannten Nachfrage-ärmeren Ferienzeiten sollen die Belastungen und Ausfälle für Pendler so gering wie möglich gehalten werden, so ein Sprecher der Bahn. Dazu gibt es weitere Baustellen im Ruhrgebiet, u.a. wird die Strecke Dortmund-Hamm wegen Gleiserneuerung von Mitte Juli bis Mitte September gesperrt. Das hat Auswirkungen für den gesamten Fernverkehr im Ruhrgebiet. Insgesamt investiert die DB Netz AG in diesem Jahr fast 1,3 Milliarden Euro in Erneuerung und Ausbau der Strecken sowie in die Barrierefreiheit von Bahnhöfen in NRW. Mehr als 1.000 größere Baustellen stehen auf dem Plan, u.a. starten 2018 die Bauarbeiten für 61 Bahnhöfe. Knapp 600 Kilometer Schienen, rund 400 Weichen und 19 Brücken werden erneuert.

DIE LINKE hält ein langfristiges Konzept für die Zukunft des ÖPNV für nötig

Die Ratsfraktion DIE LINKE teilt die Meinung des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dass der Kauf von 51 U-Bahnen und 26 Niederflur-Straßenbahnen nicht auf die lange Bank geschoben werden soll. Denn die Ruhrbahn braucht neue Fahrzeuge, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern. Allerdings sollte vor der Bestellung der 51 Stadtbahnwagen noch einmal geprüft und transparent dargestellt werden, ob ein Umbau auf eine Spurbreite nicht längerfristig oder zumindest auf der Südstrecke Sinn macht und wie man dahin komme.

„Es mag ja richtig sein, dass die politische Debatte über eine mögliche Vereinheitlichung der beiden Spurbreiten zehn Jahre zu spät kommt,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Die Ruhrbahn sollte die Ergebnisse ihrer internen Prüfung und ihre Argumente dann aber auch in den politischen Gremien darstellen. Vor der Bestellung der Stadtbahnwagen sollte jedenfalls bewusst entschieden werden, dass man das Ziel einer Vereinheitlichung der beiden Spuren für die nächsten 30 Jahre nicht weiterverfolgt, denn darauf läuft eine so große Investitionsentscheidung hinaus. Für uns stellt sich nach wie vor die Frage, ob nicht zumindest eine Planung Sinn macht, die die Umstellung der Südstrecke auf Straßenbahn-Meterspur ins Auge fasst.“

Einen entsprechenden Prüfantrag stellt die Ratsfraktion DIE LINKE für die nächste Ratssitzung. Eine Umstellung der Messestrecke U 11 auf Ein-Meter-Spur würde einen durchgängigen Straßenbahnverkehr vom Essener Norden in den Süden gewährleisten. Das wäre auch nach Auskunft von Pro Bahn noch möglich, ohne die aktuelle Modernisierung der Flotte zu gefährden.

„Essen braucht generell ein langfristiges Konzept, wie die Unzulänglichkeiten des ÖPNV behoben werden können“, so Wolfgang Freye abschließend. „Zu den Problemen zählen neben den unterschiedlichen Spurbreiten die fehlende Möglichkeit zur Doppeltraktion und die fehlenden gesonderten Fahrspuren für Straßenbahnen.“

 

Öffnung der 300. Essener Einbahnstraße für den Radverkehr und die „Westroute“

Im Jahr als Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 konnten gleich zwei Meilensteine für den Essener Radverkehr erreicht werden: Neben der Öffnung der 300. Essener Einbahnstraße für den Radverkehr wurde außerdem die „Westroute“ beschlossen, die die Anzahl der Fahrradstraßen in Essen auf über 50 steigen lässt.

300. für den Radverkehr geöffnete Einbahnstraße

Mit der Kastanienallee im Essener Stadtkern wurde heute (20.12.) die Öffnung der 300. Einbahnstraße für den Radverkehr offiziell begangen. Damit sind mehr als die Hälfte der in Essen vorhandenen Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet. Durch die Öffnung von Einbahnstraßen werden für Radfahrerinnen und Radfahrer Umwege minimiert und Hauptverkehrsstraßen sowie Kreuzungen können teilweise umfahren werden.

Die Brigittastraße in Essen-Rüttenscheid war 1992 die erste Einbahnstraße, die für gegenläufigen Radverkehr freigegeben wurde. Auch welche die 301. für den Radverkehr offene Einbahnstraße sein wird, steht bereits fest: Im Zuge des Umbaus der Haltestelle Weserstraße in Essen-Bergerhausen wird auch die Werrastraße für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet werden.

Über 50 Fahrradstraßen dank der Einrichtung der „Westroute“

Mit der nun beschlossenen „Westroute“ soll die Radroute von der Essener Innenstadt bis nach Essen-Frintrop vervollständigt werden. Dafür werden auf der etwa 7,5 km langen Strecke Heinrich-Strunk-Straße bis Breukelmannshof zwölf neue Fahrradstraßen eingerichtet, die zu den bereits bestehenden 41 Fahrradstraßen hinzukommen. Nach Fertigstellung wird es damit über 50 Fahrradstraßen im Essener Stadtgebiet geben. Die Route wird größtenteils parallel zur Frintroper Straße verlaufen und somit eine gute Ausweichmöglichkeit gegenüber der stark befahrenen Hauptstraße bieten.

Die Umsetzung der Maßnahme ist für das Jahr 2018 geplant und ist voraussichtlich mit Kosten in Höhe von etwa 60.000 Euro verbunden.

Seit mehr als 15 Jahren richtet die Stadt Essen bereits Fahrradstraßen im Radverkehrsnetz ein. Sie erhöhen sowohl Komfort als auch Sicherheit des innerstädtischen Radverkehrs: Radfahrerinnen und Radfahrer können nebeneinander fahren und sind für den motorisierten Straßenverkehr besser sichtbar.

Sperrung der Laupendahler Landstraße nach Hangrutsch

Die Stadt Essen führt am Donnerstag, 21. Dezember, Hangsicherungsarbeiten an der Laupendahler Landstraße in den Stadtteilen Werden und Heidhausen durch. Dafür wird sie von 8 bis 16 Uhr zwischen In der Borbeck und Hohensteinweg in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt.

Eine Umleitungsempfehlung über die Ringstraße und Ruhrtalstraße ist ausgeschildert.

Die Sicherungsarbeiten sind nötig, nachdem in der letzten Woche zu einem Hangrutsch an diesem Abschnitt gekommen ist.

Essen: mit 240.000 Euro zu gefahrloser Luft?

Die Stadt Essen hat heute (20.12.) einen Förderbescheid in Höhe von 240.000 Euro für die Entwicklung eines kommunalen Masterplans zur nachhaltigen Mobilität erhalten.

Uwe Paulukat, Verwaltungsleiter des Amtes für Straßen und Verkehr, reiste dafür nach Berlin und bekam den Bescheid von Christian Schmidt überreicht, dem geschäftsführenden Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Hintergrund ist die Umsetzung der Ergebnisse des Nationalen Forums Diesel und des Gesprächs der Bundesregierung mit Kommunen und Ländern zur Luftreinhaltung. Die Kommunen in Deutschland sollen jetzt passgenau ihre Planungen für eine bessere Luftqualität ausarbeiten. Diese Masterpläne können Maßnahmen zur Digitalisierung des Verkehrs, zur Vernetzung von Verkehrsträgern, zur Elektrifizierung, zur Radverkehrsförderung oder zur urbanen Logistik umfassen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat für die Erstellung dieser Masterpläne insgesamt Mittel in Höhe von rund 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Der Essener Masterplan soll jetzt entsprechend erarbeitet werden, der Auftrag wird mit den bewilligten Mitteln finanziert.

Die Essener Projektskizze, die Grundlage für den heute erhaltenen Förderbescheid ist, sieht unter anderem die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs, die Minderung der Schadstoffkonzentration an hochbelasteten Strecken und die Förderung der Elektromobilität als Maßnahmenschwerpunkte vor.

A40/A52: Einengungen und Sperrungen im Tunnel Huttrop

Seit Montag (18.12.) um 9 Uhr bis Mittwoch (20.12.) um 21 Uhr steht dem Verkehr, wie bereits vermeldet, im Bereich des Tunnels Huttrop (A40/A52) in Fahrtrichtung Düsseldorf nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Dort müssen Schäden an der Fahrbahndecke beseitigt werden.

Zusätzlich kommen noch zwei Sperrungen hinzu. Die erste Vollsperrung ist von Dienstag auf Mittwoch (19./ 20.12.) in Fahrtrichtung Düsseldorf. Von Mittwoch auf Donnerstag (20./ 21.12.) sind beide Fahrtrichtungen, Düsseldorf und Dortmund, voll gesperrt. Gesperrt wird jeweils in der Zeit von 21 Uhr bis morgens um 5 Uhr. Umleitungen werden eingerichtet. Ab Donnerstagmorgen (21.12.) um 5 Uhr läuft auch der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen in zwei eingeengten Fahrstreifen.

Weitergehende Informationen zu der Baumaßnahme am Tunnel Huttrop, erhalten Sie auch auf der Projekthomepage des Landesbetrieb Straßenbau NRW unter:

https://www.strassen.nrw.de/projekte/a52/tunnelsanierung-essen-huttrop.html

Flughafen Essen/ Mülheim: Einschränkung des Hubschrauberbetriebes

Die Räte der Städte Essen und Mülheim an der Ruhr haben festgestellt, dass die lärmintensiven Flugbewegungen mit Hubschraubern innerhalb der Ruhezeiten ein besonderes Störpotenzial sowohl für Anliegerinnen und Anlieger als auch für Bewohnerinnen und Bewohner in der weiteren Umgebung des Flugplatzes darstellen. Die immer wiederkehrenden Lärmereignisse bei Start, Landung und Überflug von Hubschraubern werden von der Bevölkerung als besonders störend empfunden und stellen eine besonders intensive Beeinträchtigung dar. Die Städte Essen und Mülheim haben deshalb in ihrer Funktion als Gesellschafter der Flughafen Essen/ Mülheim GmbH (FEM GmbH) die Geschäftsführung der FEM GmbH angewiesen, bei der Bezirksregierung Düsseldorf als Genehmigungsbehörde mittels eines geeigneten Antrags das Privileg zur Durchführung von gewerblichen Rundflügen mit Hubschraubern in den Sperrzeiten der bisherigen Genehmigung zu unterbinden.

Der Antrag wurde inzwischen gestellt. Gegenstand der Änderung ist die Einschränkung von Abflügen und Landungen auf dem Landeplatz mit Hubschraubern sowie die Aktualisierung der in der Genehmigung enthaltenen Anwendungspflicht der Lärmschutzverordnung.

Das Amt für Stadtplanung und Bauordnung informiert von Freitag, 15. Dezember, bis Donnerstag, 25. Januar, über die Änderungsunterlagen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen im Deutschlandhaus, Lindenallee 10, in der 5. Etage, Raum 501, einsehen. Der Ausstellungsraum ist montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet.

Einwände gegen die Änderungen nehmen bis zum 8. Februar die Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 26, Am Bonneshof 35, 40474 Düsseldorf (alternative Postanschrift: Bezirksregierung Düsseldorf, Postfach 300865, 40408 Düsseldorf) und das Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Deutschlandhaus, Lindenallee 10, 45127 Essen, entgegen. Nach Ablauf dieser Frist sind Einwendungen ausgeschlossen.