Ist die Messe Essen wirklich auf einem guten Weg?

Messe Essens Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt fürchtet wohl kritische Fragen. Oder wie soll man sich erklären, dass die Messe Essen Presseanfragen beiläufig mal unbeantwortet lässt? Wie bekannt, wurde der Ausbau der Essener Messe durch einen Bürgerentscheid nicht unerheblich beschränkt. Gründe dazu gab es viele und die leuchteten dem Bürger derzeit mehr ein, als das von Wirtschaft und Mehrheitsparteien getragene Mantra der Wachstumsnotwendigkeit. Daneben war ein geplanter Eingriff in den benachbarten Grugapark für viele Essener unerwünscht.

Mittlerweilen kocht Geschäftsführer Kuhrt auf einer kleineren Flamme und trägt die Bürde, die Wirtschaftlichkeit des Messebetriebes langfristig zu rechtfertigen. Da sollen schöne Bilder, bereits von einer Feier anläßlich der Fertigstellung eines Bauabschnittes, mit ausschließlich geladenen Gästen das Stimmungsbarometer günstig halten, insbesondere, wenn Teile der Lokalpresse seitenweise diese schönen Bilder der Begegnung unter Freunden wohlwollend transportiert. Initiatoren der damaligen Bürgerinitiative waren wohl nicht geladen, wenn man die Partei der Grünen, die ja im Aufsichtsrat ohnehin vertreten ist, mal ausnimmt. Die Grünen hatten sich damals der Bürgerinitiative angeschlossen.

Grund genug, das Gespräch mit der Geschäftsführung der Messe zu suchen und öffentlich interessierende Fragen zur weiteren Entwicklung zu stellen. Bloße PR-Meldungen der Messe reichen dem kritischen Bürger da nicht, denn wer zahlt, sollte wohl auch über seine Medien Fragen stellen dürfen. Im Falle der Essener Messe Fehlanzeige. Ist man noch zu sehr mit dem Wundenlecken nach der damaligen Niederlage beschäftigt, oder glaubt man nichts frei der Öffentlichkeit zukommen zu lassen und nur strukturiertes PR-Management betreiben zu können?

Wir haben am 29. 11. 2017 der Presseabteilung der Messe eine detailierte Presseanfrage zukommen lassen, die bis zum heutigen Tag unbeantwortet ist. Telefonische Rückfragen werden nicht beantwortet. Weder das Bereitstellen von Fotos des neuen Bauabschnitts, noch die Bitte um ein Interview mit Geschäftsführer Kuhrt waren möglich. Gezielte Fragen nach dem Teilnehmerauslesemodus der geschlossenen Veranstaltung stehen ebenso im Raume. Hofft man, Fragen ignorieren zu können, zumal gerade Messebetrieb herrscht? Herr Kuhrt darf sicher sein, dass wir dran bleiben und seine Geschäftsführung kritisch begleiten.

Aufsichtsratsposten gibt es bei der Messe Essen natürlich reichlich, vom Oberbürgermeister über einen Stadtdirektor a.D. , dem Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer und einer Schar von Ratsherren und einer Ratsfrau ist personell ein ganzer Stab für die „Aufsicht“ über das Projekt Messe aufgestellt.

Letzlich sollte es auch die Aufgabe eines funktionierenden Aufsichtsrates sein, Transparenz und Presserechte zu garantieren, denn die Kosten für Essens Messe belaufen sich auch weiterhin im Millionenrahmen:

2015 18.394.365 Euro

2016 4.126.053 Euro

2017 12.210.000 Euro

2018 12.324.000 Euro

2019 21.766.000 Euro

2020 13.500.000 Euro

2017 fortfolgend sind natürlich Planungsansätze und im Haushaltssanierungsplan beschrieben.

Wie denken Essener Bürger über das Zuschußprojekt Messe, wie zufrieden sind die damaligen Initiatoren des Bürgerentscheids? Sie werden hier zu Wort kommen, ebenso wie die Politik. Anfang 2018 startet auf essenruhr.de eine Serie zur Messe Essen. Vielleicht hat die Redaktion ja zuvor noch Gelegenheit mit Herrn Kuhrt ins Gespräch zu kommen. Ignoranz steht einem hochsubventionieren Betrieb nicht zu Gesicht. Erfolgreiches Marketing dürfte da wohl auch anders gehen. Natürlich freuen wir uns auch auf die Zuschriften von Ihnen, liebe Leser,  zum Thema Messe, die wir ebenfalls veröffentlichen werden.

(stk.)

 

Der Verblödung preisgegeben

Eine einfache Botschaft, IQB-Studie und nun die Iglu-Studie, bestätigen Deutschlands Viertklässlern eine schlechte Leseleistung. So kann fast jeder fünfte Vierklässler kaum lesen. 

Schon die Pisa-Studie wies auf den eklatanten Mangel im Bildungsbereich hin. Leider zog man derzeitig nicht den richtigen Schluß, das die Bildungsbemühungen sehr früh ansetzen müssen. Gymnasien sind eben lautstärker in Geltungsansprüchen als Grund- und Gemeinschaftsschulen. Aber zwischen Kita und Gymnasium liegen die Grundschulen, und diese wurde sträflich vernachlässigt.

Neben der heterogenen Struktur der Grundschulen mit ihren verschiedenen Sprachgruppen kam auch das unsinnige Experiment eines bloßen Gehörschreibens hinzu, dass jeden Maßstab und jede Schreibsicherheit nahm.

Da die Lesefähigkeit der Schlüssel zur weiteren Bildung ist, sollte es Schulen strikt untersagt werden, methodische Experimente an Schülern zu unternehmen.

(stk.)

 

 

 

 

Anhaltender Trend: Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge steigt weiter

Die Statistik der Kfz-Zulassungsstelle zählte im Monat November insgesamt 344.108 zugelassene Kraftfahrzeuge. Das sind 281 Fahrzeuge mehr als noch im Oktober. Der steigende Trend der letzten Monate hält an.

Im November befanden sich unter den zugelassenen Fahrzeugen 1.374 Elektro- und Hybridfahrzeuge. Das sind 57 mehr als im Vormonat. 311 zugelassene Fahrzeuge werden mit Elektromotor betrieben. Bei 1.005 Fahrzeugen handelt es sich um Benzin-Elektro-Hybriden, bei 58 um Diesel-Elektro-Hybriden.

Die Zahl der Neuzulassungen lag im November bei 2.190; das sind 195 mehr als im Oktober.

Gesunken ist dagegen die Anzahl der Krafträder: 18.390 Krafträder und damit 82 weniger als im Vormonat umfasst die aktuelle Statistik.

Angestiegen ist die Anzahl der Fahrzeugdiebstähle: Zehn Fahrzeuge – und damit drei mehr als im November – wurden als gestohlen gemeldet. Die Zahl der gestohlenen Kennzeichen ist im Oktober mit 41 Stück ebenfalls gestiegen.

Essen erhält Fördermittel für die „Zukunft Stadtgrün“

Mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ soll der notwendige Ausbau des Stadtgrüns in baulich verdichteten Innenbereichen vorangetrieben und so die Lebensqualität verbessert werden. 18 Städte und Gemeinden erhalten insgesamt 23,65 Millionen Euro. An der Finanzierung beteiligen sich der Bund mit 10,74 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen mit 12,91 Millionen Euro. Damit werden 19 Projekte zum Erhalt und Ausbau öffentlich zugänglicher Grün- und Freiflächen finanziell unterstützt. Schwerpunkte des Programms „Zukunft Stadtgrün“ liegen in der Aufwertung öffentlicher Parkflächen, Verbesserung der Umweltsituationen in Straßenräumen und auf Plätzen.

Am Dienstag (5.12.) erhielt Essen den Förderbescheid über 2.165.000 € für den 3. Bauabschnitt des Krupp-Parks in Essen-Bochold/ -Altendorf. Damit soll die bereits begonnene Hügellandschaft nach Süden fortgesetzt und mit Wegen und Wäldchen ausgestaltet werden.

„Ich muß den Laden hier zusammenhalten…“, Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen im Gespräch

Kurze Zeit nach dem Bekanntwerden eines möglichen Anschlags auf den Essener Weihnachtsmarktes sprachen wir mit Oberbürgermeister Kufen über die Situation der Stadt. Fehlende Gelder, Probleme der Integration, aber auch über ein fehlendes Beschwerdemanagement, bis hin zur Diskussion um die Versiegelung des Stadtgebietes. Hier der gesamte ungekürzte Beitrag:

2016 wurden im Ruhrgebiet über zehn Prozent weniger Landesbeamte und Richter als 2015 in den Ruhestand versetzt

(idr). Der NRW-Trend lässt sich auch für das Ruhrgebiet bestätigen: Weniger Landesbeamte wurden pensioniert. Im Ruhrgebiet wechselten im Jahr 2016 rund 2.600 Beamte in den Ruhestand. Dies waren etwa 12,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf der Grundlage von Daten des Statistischen Landesamtes IT.NRW errechnet.

Etwas genauer betrachtet ergibt sich folgendes Bild: Unter den in den Ruhestand gewechselten Beamten waren 1.795 Lehrerinnen und Lehrer (69 Prozent). Nur etwa jeder fünfte Beamte (21,2 Prozent) wurde mit Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand versetzt. 41 Prozent schieden mit Erreichen des 63. Lebensjahres aus, weitere 16,7 Prozent mit Erreichen des 60. Lebensjahres. Mit Erreichen der besonderen Altersgrenze, die z.B. für Polizeibeamte gilt, schieden 10,4 Prozent der Beamten aus. Wegen Dienstunfähigkeit wurden rund elf Prozent in den Ruhestand versetzt. Bei den Lehrerinnen und Lehrern schieden rund 22 Prozent mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus und insgesamt rund 68,5 Prozent vor Erreichen dieser Grenze. Zehn Prozent der Lehrerinnen und Lehrer schieden aufgrund von Dienstunfähigkeit aus. NRW-weit wechselten im letzten Jahr 9.900 Beamte in den Ruhestand. Laut IT.NRW waren das 9,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Nahezu ein Viertel (23 Prozent) der 2016 in den Ruhestand gewechselten Beamten und Richter schied mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Mit 68,3 Prozent bildeten die 6.800 Lehrkräfte in NRW die größte Gruppe der 2016 neu hinzugekommenen Ruhegehaltsempfänger. Weitere Infos unter www.it.nrw.de

Leserbrief: Umgestaltung des Werdener Rathausvorplatzes

Der Bezirksbürgermeister wundert sich, dass von Seiten der
Bevölkerung zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes -als Teil
des Verkehrsverlagerungskonzeptes- wenig zu hören sei.
Nein, das ist nicht verwunderlich. Aufschluß hierüber gibt
z.B. die Befürworter-Meinungs-Pin-Wand mit den Bürgeräußerungen.

Nun zum Aktuellen:
Das VG Gelsenkirchen hat zum Verkehrskonzept gesprochen.
Der Rat der Stadt Essen hat demzufolge am 28.11.17 die Planung
zum Beschluß vom 12.7.17 gem. Gerichtsbeschluß revidieren müssen,
weil diese in der veröffentlichten Fassung rechtswidrig war.
So sahen wir es, so sah es auch das Verwaltungsgericht.
Und die Juristen der Stadt, im Rat und der Bezirksvertretung wollen
nicht gewußt haben, dass die Inanspruchnahme von Privateigentum
nach Gutsherrenart rechtswidrig ist? Das ist mehr als peinlich.
Da werden Konzeptgegner gehalten, gültiges, allgemein bekanntes
Recht einzufordern.

Die Stadt ist sich ausweislich der Begründung des Baubeschlusses
des VG Gelsenkirchen bewußt, dass sie mit dem Verzicht auf ein
Planverfahren rechtswidrig handelt.

Sehen wir es sportlich: Die Ortspolitik hat den Werdener das
Verkehrsverlagerungskonzept als ein „Hole in one“ beschrieben,
und nun steht fest, es hatte nicht einmal „Platzreife“.

Rainer Ringhoff, Essen

„Kluges Prinzip der Zusammenarbeit“ im Folkwangmuseum

Am Donnerstag, 7. Dezember 2017, 10 bis 17 Uhr, diskutieren Alexander Kluge und namhafte internationale Gäste über Kluges Prinzip der Zusammenarbeit in einer Reihe von Vorträgen, Lesungen und abschließendem Podium. Der ganztägige Workshop-Marathon „Ginge da ein Wind…“ widmet sich dem Wirken, Denken, Arbeitsweisen und künstlerischen Prozessen des Filmemachers und bildet das Finale der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Im Rausch der Arbeit.“

Zum Abschluss des hochkarätigen Begleitprogramms der aktuellen Kluge-Ausstellung sprechen Richard Langston, University of North Carolina und Leslie Adelson, Cornell University, Christian Schulte, Universität Wien, Rainer Stollmann, Universität Bremen, Bert-Christoph Streckhardt, Stiftung Schloss Friedenstein Gotha sowie die New Yorker Künstlerin Sarah Morris gemeinsam mit Alexander Kluge über das dynamische Werk des Filmemachers und erarbeiten neue Denkansätze.

„Dem All“, sagt Ferdinand von Schirach in seiner Publikation „Die Herzlichkeit der Vernunft. Gespräche mit Alexander Kluge“ (2017), „bedeuten die Begriffe nichts“. Kluges Pluriversum hingegen ist voll von wiederkehrenden und rätselhaften Begriffen, Ideen und Bildern. Die Ausstellung „Alexander Kluge. Pluriversum“ (bis 7.1.2018) und die Veranstaltungsreihe „Im Rausch der Arbeit“ bieten nicht nur einen Einblick in seinen Kosmos, sie sind zugleich seine Gedankenwerkstatt. Alexander Kluge kollaboriert mit Gleichgesinnten, kombiniert Filme, Texte und Objekte zu neuen Konstellationen und verleiht ihnen aus dem daraus resultierenden Dialog einen neuen Sinn. Dieses Prinzip der Kooperation steht im Vorder-grund des Workshop-Marathons: Frei nach dem Motto „Keiner ist alleine schlau genug“ dienen Vorträge, Lesungen und Podium dazu neue Projekte zu entwickeln, bei deren Entstehung das Publikum eingeladen ist, sich jederzeit einzubringen.

Information

Do, 7.12., 10-17 Uhr und 19-20:30 Uhr

„Ginge da ein Wind…“

Ganztägiger Workshop-Marathon

Karl Ernst Osthaus-Saal und Gartensaal, Teilnahmebeitrag: 10 Euro, ermäßigt: 5 Euro

Tickets online unter www.museum-folkwang.de sowie an der Museumskasse erhältlich.

Die Veranstaltungsreihe „Im Rausch der Arbeit“ wird gefördert durch die Stiftung Mercator und die Innogy-Stiftung.

Programm:

10 Uhr              Begrüßung
Vortrag von Leslie Adelson

Cosmic Miniatures and the Future Sense: On ‘Saturday in Utopia’ with Alexander Kluge (Vortrag auf Englisch, Diskussion auf Deutsch)

11 Uhr              Kaffeepause

11:15 Uhr          Veranstaltungen laufen parallel

Vortrag: Richard Langston

Kluges gravitatives Denken, das Schicksal der Arbeit und die Technik des Glück bringenden Lichts

Impulsreferat in der Ausstellung: Bert-Christoph Streckhardt

Der gestirnte Begriffshimmel über mir und das moralische Gesetz in mir. – Vom Wort zur Werkstatt.

Dreharbeiten: Alexander Kluge und Sarah Morris
Die erste Unterwasseroper der Welt

12:30 Uhr          Mittagspause

14 Uhr              Rainer Stollmann: Über Kooperation. Keiner ist alleine schlau genug

14:30 Uhr          Lesung und Kommentar: Alexander Kluge und Leslie Adelson

Mit Alexander Kluge zu den Sternen

Impulsreferate und Diskussionen:

15 Uhr              Christian Schulte

15:30 Uhr          Richard Langston und Bert-Christoph Streckhardt

16 Uhr              Richard Langston und Alexander Kluge

16:30 Uhr          Sarah Morris und Alexander Kluge

19 Uhr              Abschlusspodium mit Alexander Kluge und Gästen

FREIER EINTRITT | ADMISSION FREE

Der Eintritt in die ständige Sammlung ist frei. ……………………………………………………………………………

AKTUELL | WHAT’S ON

Balthasar Burkhard | bis 14. Januar 2018

Unterstützt durch | Supported by E.ON SE
Gefördert von | Funded by Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

 Alexander Kluge. Pluriversum | bis 7. Januar 2018

Gefördert von | Funded by Kulturstiftung des Bundes und Kunststiftung NRW

 

Niklaus Troxler. Jazz’n’more – Plakate | bis 14. Januar 2018

Gefördert von | Funded by Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

 

Catharina van Eetvelde. Ilk  | bis 14. Januar 2018

Gefördert von | Funded by Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Titelfoto: Fotonachweis: © Kairosfilm

 

Linke protestiert gegen Fortfall von Müllcontainern auf den Wochenmärkten

Die Ratsfraktion DIE LINKE findet es fragwürdig, dass die Essener Verwertungs- und Betriebsgesellschaft (EVB) ab dem 1. Januar keine Müllcontainer mehr auf den Essener Wochenmärkten aufstellen will, ohne vorher mit den Markthändlern über andere Lösungen gesprochen zu haben.

„Das ist Politik nach Gutsherrenart“, so Ratsherr Wolfgang Freye. „Eine städtische Tochtergesellschaft stellt die Händler ,Knall auf Fall’ vor vollendete Tatsachen. Diese haben kaum noch die Möglichkeit sich auf diese Umstellung einzurichten. Das widerspricht dem Ziel nach einer Stärkung der Wochenmärkte, zu dem sich die Stadt ansonsten immer lautstark bekennt. Wir fordern die EVB dazu auf, mit den Markthändler gemeinsam nach einvernehmlichen Lösungen zu suchen.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE sind Wochenmärkte wichtig für die Belebung der Stadtteile. „Die Stadt sollte nicht allzu kleinlich sein mit der Weiterberechnung der Entsorgungs- und Reinigungskosten. Schließlich nimmt die Stadt zur Wirtschaftsförderung an anderer Stelle auch Geld in die Hand und das nicht zu knapp“, so Wolfgang Freye abschließend.

(ü. Pm.)

Beschweren beim Konzern Stadt Essen? Dann aber immer schriftlich!

Ärgern Sie sich auch manchmal über Maßnahmen, die von der Stadtverwaltung beeinflußbar wären? Vielleicht über solch achtlos „dahingeknallten“ Verkehrsschilder, die, von der Stadt genehmigt, von Möbelunternehmen aufgestellt werden? Unbeleuchtet, mitten auf dem Fußweg als Stolperfalle für ältere Menschen? So wie auf unserem Bild, einer nicht nur gestellten Aufnahme, bei der der Vorfall zunächst zur Verstimmung mit der angesprochenen Stadtverwaltung führte? Eine Genehmigung zur Aufstellung solcher Schilder belegt die Stadt mit Gebühren, eine Kontrollfunktion übt sie dann allerdings nicht aus. „Wir können ja nicht jedes einzelne Schild kontrollieren, der Bürger soll doch seine Beine heben!..“ darf man als Beschwerdeführer dann schon mal hinnehmen.

Wir wollten nun generell erfahren, wie geht die Stadt Essen mit Beschwerden um und stellten fest, dass es für den „Großkonzern“ Stadt Essen bisher noch kein zentrales Beschwerdemanagement gibt. Wir sprachen darüber mit Essens Beigeordneten des Geschäftsbereichs 3, Christian Kromberg:

Das Interview am 13. 11. 2017 führte H.-J. Steinsiek, Fotos: Redaktion Die Erle, Essen.