Zwei Jugendblasorchester im Rathaus

Das Görlitzer Jugend Show Orchester ist für eine Woche im Ruhrgebiet zu Gast. Auf Einladung des Schönebecker Jugendblasorchesters besuchen die jungen Musikerinnen und Musiker heute (28.6.) die Stadt Essen.

Bevor sie in der Rathaus-Galerie ihr Können zeigten, empfing Bürgermeister Franz-Josef Britz beide Orchester in der 22. Etage des Essener Rathauses.

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, den Gästen bei einem guten Ausblick auf die Stadt deren Werdegang von ländlicher Kleinstadt zur größten Montanstadt über den Strukturwandel zum heutigen Handels-, Dienstleistungs- und Verwaltungsstandort und zur „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ zu schildern.

Einen Teil der Essener Industriegeschichte wollten die Gäste am Nachmittag besichtigen: das UNESCO-Welterbe Zollverein. Der Bürgermeister war sicher, dass die Besucherinnen und Besucher von der Stadt beeindruckt sein werden: „Wo einst mühevoll Kohle gefördert und Koks produziert wurden, steht heute ein Zentrum für Kunst, Kultur und Design. Und auf dem Areal haben sich auch viele seltene Pflanzen- und Tierarten angesiedelt.“

Titelfoto: Bürgermeister Franz-Josef Britz empfängt das Jugend Show Orchester aus Görlitz. Foto: Elke Brochhagen

„Messe der Behörden“ im 2. Jahr zu Gast im Essener Rathaus

Wenn von Arbeitsplätzen bei Behörden die Rede ist, weckt dies bei vielen noch immer die Assoziation der „verstaubten Amtsstuben“. Bei der 2. Messe der Behörden am Dienstag (27.6.) im Foyer des Essener Rathauses konnten Interessierte feststellen, wie attraktiv und modern Ausbildung, Studium und Beruf im öffentlichen Dienst tatsächlich sind. Insgesamt stellten 18 Behörden ihre Angebote vor.

Die Messe war mit über 600 Besucherinnen und Besuchern sogar noch erfolgreicher als im letzten Jahr, als knapp 550 Interessierte kamen.

Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete die Messe, auf der sich auch die Stadt Essen als zukünftiger Arbeitgeber präsentierte: „Was Ausbildung und Beruf angeht, sind wir bei der Stadt auf dem neuesten Stand“. Die Stadtverwaltung Essen biete ihren Beschäftigten vielseitige, interessante und anspruchsvolle Aufgaben. „Bei allen unseren Ausbildungs- und Studienplätzen legen wir viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung“, so das Stadtoberhaupt.

Die Stadt Essen stellte ihre zahlreichen Angebote für Ausbildung und Studium an mehreren Ständen vor. Insgesamt bildet die Stadt Essen in 20 Berufen aus und bietet zehn verschiedene Bachelor-Studiengänge an. Seit 2015 haben zusätzlich auch Quereinsteigern mit Berufserfahrung und/oder Studienerfahrung die Möglichkeit, auf drei Wegen mit einem verkürzten Einstieg in den Verwaltungsdienst zu kommen.

Auch das JobCenter Essen war mit einem Stand vertreten und lud 160 Kunden ein, sich über die verschiedenen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Um die Jugendlichen auf der Messe zu beraten und zu betreuen waren zwei Arbeitsvermittler und eine Teamleiterin des JobCenters auf der Messe vor Ort.

Folgende Behörden haben ihre Angebote vorgestellt:

  • Bezirksregierung Düsseldorf,
  • Bundesagentur für Arbeit,
  • Bundeswehr,
  • Finanzamt NRW,
  • Information und Technik NRW,
  • Justizbehörden Essen,
  • Justizvollzugsanstalt Essen,
  • Knappschaft Bahn See,
  • Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW,
  • Landessozialgericht NRW,
  • Polizei NRW,
  • Regionalverband Ruhr,
  • Stadt Essen,
  • Zoll.

Foto: Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnet die 2. Messe der Behörden für Ausbildung, Studium und Beruf im Rathausfoyer. Foto: Peter Prengel

Stadt will sechs verkaufsoffene Sonntage neu beschließen

Nachdem das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in einem Beschluss vom 13.03.2017 die für das Jahr 2017 geplanten verkaufsoffenen Sonntage in Essen zunächst untersagt hatte, hatte die Stadt Essen angekündigt, Veranstaltungen für das zweite Halbjahr neu zu prüfen.

Nach Gesprächen mit den Werbegemeinschaften, der Anhörung von Kirchenvertretern, der Kammern und der Gewerkschaften sowie der Auswertung der derzeit vorliegenden Ergebnisse eines beauftragten Marktforschungsinstitutes sollen jetzt insgesamt sechs verkaufsoffene Sonntage in unterschiedlichen Stadtteilen frei gegeben werden. Dazu wurden die Veranstaltungen zum Teil leicht überarbeitet.

Die folgenden Veranstaltungen sollen in der Juli-Sitzung des Rates der Stadt Essen beschlossen werden:

  • 27.08.2017 – Heisingen (Wottelfest)
  • 10.09.2017 – Kupferdreh (Sonnenblumenfest)
  • 10.09.2017 – Kettwig (Brunnenfest)
  • 17.09.2017 – Werden (Stoff-und Tuchmarkt)
  • 17.09.2017 – Altenessen (Stadtteilfest)
  • 01.10.2017 – Steele (Historischer Handwerkermarkt)

Die im Anhörungsverfahren befragten Kammern, wie die Handwerkskammer Düsseldorf, die Industrie- und Handelskammer zu Essen sowie der Handelsverband Nordrhein-Westfalen Ruhr e.V. sehen keine Bedenken einer Freigabe der verkaufsoffenen Sonntage.

Die Gewerkschaft ver.di dagegen erhebt gegen alle vorgenannten sechs Freigaben Bedenken und behält sich eine weitere gerichtliche Klärung vor, ebenso sind die „Essener Allianz für den freien Sonntag“ bzw. der KAB Stadtverband Essen gegen die Freigabe der genannten verkaufsoffenen Sonntage.

Aus Sicht der Verwaltung bestätigen die vorliegenden Erkenntnisse die Ansicht der Verwaltung, dass die von den Werbegemeinschaften vorgeschlagenen Anlässe jeweils für die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntages ausreichen.

Zum Hintergrund

Der Rat der Stadt Essen hatte in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres 2016 über die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage im Stadtgebiet entschieden. Von insgesamt 33 eingereichten Terminvorschlägen der EMG und dem Einzelhandelsverband hat die Verwaltung insgesamt 28 Veranstaltungen zugestimmt. Die verkaufsoffenen Sonntage sollten damit an maximal elf erlaubten Kalendersonntagen in insgesamt zwölf Stadtteilen stattfinden. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte in einem Beschluss vom 13.03.2017 die geplanten verkaufsoffenen Sonntage 2017 in Essen zunächst untersagt. Die entsprechende Ordnungsbehördliche Verordnung über die Freigabe verkaufsoffener Sonntage im Essener Stadtgebiet im Jahr 2017 ist außer Vollzug gesetzt.

(ü. Pm.)

Verkehrskonzept Werden steht vor der Realisierung

Der Bau- und Verkehrsausschuss hat in seiner letzten Sitzung (22.6.) die Umsetzung des „Verkehrskonzepts Werden“ empfohlen.

Das Konzept sieht vor, nicht nur den Verkehrsfluss in das Ortszentrum von Werden zu optimieren, sondern auch hohe Luftbelastungen durch den Straßenverkehr, vor allem im Bereich der Brückstraße, zu verringern. Deshalb soll die Brückstraße zukünftig verkehrlich entlastet werden, indem der Durchgangsverkehr auf die Abteistraße verlagert wird. Entgegen der aktuellen Einbahnstraßenregelung wäre die Brückstraße dann als Teil des neuen Altstadtrings nur in Fahrtrichtung Werdener Markt befahrbar, ausgehend vom Kastellplatz und der Grafenstraße. Dazu werden die bestehenden Einbahnstraßenregelungen in der Bungertstraße und Klemensborn ebenfalls umgekehrt.

Die Abteistraße soll zukünftig dreispurig befahrbar sein und im Kreuzungsbereich vier bis fünf Fahrspuren, je nach Fahrtrichtung, umfassen, um das dortige vermehrte Verkehrsaufkommen zu regeln. Für den Umbau der Abteistraße ist ausschließlich lärmoptimierter Asphalt vorgesehen.

Weiterer wesentlicher Bestandteil der Realisierung des Verkehrskonzeptes ist die Umgestaltung und Miteinbeziehung des Werdener Marktes als städtebauliches Element. Ideen dazu wurden in einer Arbeitsgruppe entwickelt, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, des Werdener Werberings, des Bürgervereins Werden, der Bürgerinitiative „Fließend Werden“ sowie der Verwaltung und des beauftragten Ingenieurbüros bestand. Im Zuge der Umgestaltung wird beispielsweise auch die Bushaltestelle „Werdener Markt“ barrierefrei ausgebaut.
Die der ursprünglichen Konzeptentwicklung vorausgegangene Annahme, durch ein neues Verkehrskonzept eine Verkehrsentlastung im Ortskern um etwa 25 Prozent erreichen zu können, ist durch mehrere Verkehrsuntersuchungen widerlegt worden. Tatsächlich besteht der Straßenverkehr im Werdener Ortskern zum größten Teil aus Quell- und Zielverkehren, der weder durch eine neue Konzeption, noch durch eine Ortsumgehung verringert werden kann. Trotzdem wird die Umsetzung als sinnvoll erachtet, um die verkehrlicher Belastung einzelner Knotenpunkte zu beheben und die Situation für Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern.

Darüber hinaus wird derzeit der Nahverkehrsplan der Stadt Essen erarbeitet und wird auch den Stadtteil Werden konzeptionell berücksichtigen.

Kosten des Projektes:

Für die Realisierung des Verkehrskonzepts Werden sind Kosten in Höhe von 6.950.000 Euro veranschlagt. Der städtische Eigenanteil beträgt dabei 4.916.400 Euro. Über 1,8 Millionen Euro fließen als Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm in die Umbaumaßnahme.

Für Anwohnerinnen und Anwohner der Abteistraße besteht an insgesamt 94 Gebäudefronten ein Anspruch auf passiven Lärmschutz in Form von Schallschutzfenstern. Den jeweiligen Hauseigentümern steht abhängig von der tatsächlichen Nutzung der Räume damit die vollständige Kostenübernahme für einen Austausch der Fenster zu.

Mit der Empfehlung des Bau- und Verkehrsausschusses kann der Rat der Stadt Essen in seiner Sitzung am 12. Juli über das Vorhaben entscheiden – vorbehaltlich der Zustimmung der Kommunalaufsicht.

Zum Hintergrund:

Das Verkehrskonzept Werden wurde bereits im April 2013 von der Bezirksvertretung IX, im Juni 2013 vom Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung, beschlossen, um die verkehrliche Situation im Ortskern Werdens zu verbessern – bereits damals im Bewusstsein, dass sich eine Verkehrsentlastung für den Ort dadurch nicht erzielen lassen wird. In allen Phasen der Planung zeichnete sich das Projekt durch eine rege Bürgerbeteiligung aus.

(ü. Pm.)

Die Stadt Essen legt den Bebauungsplan „Flachdachbegrünung Essener Innenstadt“ ab dem 27. Juni öffentlich aus

Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass der globale Klimawandel zu einer merklichen Erwärmung gerade der dicht bebauten Innenstädte führt. Der Klimawandel und dessen Auswirkungen macht auch vor der Stadt Essen nicht Halt. Auch in Essen ist eine Erwärmung der Innenstadt zu verzeichnen – in den letzten 100 Jahren um 1,7 Grad Celsius (Quelle: Strategie- und Maßnahmenkonzept Klimaanpassung der Stadt Essen).

Sowohl Flachdächer als auch die Oberflächen nicht überbauter Tiefgaragen weisen vor dem Hintergrund des Klimawandels ein großes ökologisches Potenzial auf. Nach einer aktuellen Erhebung sind etwa 28 Hektar der Dachflächen in der Essener Innenstadt Flachdächer, wobei diese aber nur zu einem Bruchteil begrünt sind.

Der Geltungsbereich des zusätzlich aufzustellenden Bebauungsplanes betrifft hauptsächlich den Stadtteil Stadtkern sowie Teile des Ostviertels. Der vorliegende Bebauungsplan zielt darauf ab, die Anwendung der Dachbegrünung als Baustein einer nachhaltigen Entwicklung in der Essener Stadtplanung zu stärken und gleichzeitig eine höhere Qualität in der Umsetzung zu ermöglichen. Ziel des Bebauungsplanes soll es sein, für einen größeren, räumlich zusammenhängenden Innenstadtbereich bei der Errichtung von Gebäuden mit Flachdächern und leicht geneigten Dächern sowie bei Oberflächen von nicht überbauten, neuen Tiefgaragen eine Pflicht zur Dachbegrünung festzusetzen. Die Begrünungspflicht entsteht, wenn durch baugenehmigungspflichtige Maßnahmen Dachflächen geändert oder neu geschaffen werden.

Der Bebauungsplan wird von Dienstag, 27. Juni, bis Montag, 11. September, öffentlich ausgelegt. In diesem Zeitraum werden die Planunterlagen im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, 5. Etage, Raum 501, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr ausgestellt.

Wer sich im Internet über die Planung informieren möchte, findet umfassende Informationen ab dem Beginn der öffentlichen Auslegung unter der Adresse www.essen.de/stadtplanung. Hier können ebenfalls Stellungnahmen abgegeben werden. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.

(ü. Pm.)

Neue Kindertagesstätte im Bürgerhaus Oststadt in Freisenbruch

Der Rat der Stadt Essen hat heute (21.6.) der Errichtung einer neuen Kindertagesstätte im Bürgerhaus Oststadt zugestimmt. Nach dem Umbau von zwei Räumlichkeiten im Obergeschoss können demnächst insgesamt 25 unter Dreijährige die Gruppe des Diakonischen Werks besuchen.

Die neue Kita im Bürgerhaus Oststadt fungiert dann als Dependance der Kita Jasperweg. Auf insgesamt 170 Quadratmetern wird ein Gruppenraum, ein Flurbereich und entsprechende Nebenräume sowie eine Küche zur Verfügung stehen.

Vor dem Hintergrund des von der Verwaltung geplanten Kita-Ausbauprogramms ist die Kindertagesstätte im Bürgerhaus Oststadt eine zusätzlich geplante Einrichtung. Deshalb müssen rund 278.500 Euro außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

(ü. Pm.)

Flüchtlingskonferenz in Essen

Bürgermeister Rudolf Jelinek begrüßte gestern (20.6.) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Flüchtlingskonferenz in der VHS Essen. Der „Dialog in der Stadtgesellschaft: Strategiekonzept Integration von Flüchtlingen“ wurde von der AWO, dem Deutsch-Syrischen Verein, der Diakonie, der Caritas, der Neuen Richtervereinigung, der PLAN B Ruhr sowie von ProAsyl / Flüchtlingsrat Essen veranstaltet.

Anlässlich des gestrigen Weltflüchtlingstages wies der Bürgermeister darauf hin, dass sich derzeit mehr als 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht befinden.

Er bedankte sich bei den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kirchen, Verbänden, Vereinen und von der Stadtverwaltung, die sich bei der Unterbringung der nach Essen gekommenen Flüchtlinge eingesetzt haben: „Sie alle, besonders die vielen Ehrenamtlichen, haben mit einem außergewöhnlichen Engagement Großartiges für unsere Stadt geleistet.“

Die Arbeit mit und für die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger bleibe in den nächsten Jahren eine unserer vordringlichsten Aufgaben: „Aktuell steht die Frage im Vordergrund, wie uns die Integration derer gelingt, die zu uns gekommen sind.“ Jetzt komme es darauf an, gemeinsam die Handlungsansätze und Strategien zur Integration umzusetzen: „Dies gelingt aber nur im Bündnis mit den professionellen und mit den ehrenamtlichen Akteuren in unserer Stadt.“

An den Diskussionen und Workshops nahmen auch der Geschäftsbereichsvorstand für Jugend, Bildung und Soziales, Peter Renzel, sowie Dr. Gaby Reinhard, Geschäftsführerin des Instituts für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen, teil.

Auf dem Foto v.l.n.r.: Achim Gerhard-Kemper, Beisitzer ProAsyl, Bürgermeister Rudolf Jelinek, Dr. Gaby Reinhard, Geschäftsführerin des Instituts für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen, Kathrin Richter, Vorsitzende von ProAsyl in Essen, Beigeordneter Peter Renzel und Blerian Kushta, Politikwissenschaftler, Foto: Peter Prengel

(ü. Pm.)

Neue Broschüre zum Projekt „Willst du mit mir geh’n“ – Die schönsten Spaziergänge in 34 Essener Stadtteilen

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt fünf mal 30 Minuten Bewegung wöchentlich, um gesund und fit zu bleiben. Unterstützt wird diese Empfehlung von Medizinern, Apothekerinnen und Apothekern, Krankenhäusern und Krankenkassen auch in Essen.

Insofern ist es gut und wichtig, die tägliche Bewegung zu fördern und zu unterstützen. Die Idee, Senioren und Seniorinnen zu mehr Bewegung im Alltag einzuladen, soziale Kontakte zu fördern und die Verbundenheit mit dem Stadtteil zu stärken, wurde vom Seniorenbeirat, der Gesundheitskonferenz und dem Seniorenreferat der Stadt Essen aufgegriffen und als Projekt „Stadtteilspaziergänge“ umgesetzt.

Als anfängliches Ziel wurde vereinbart, nicht nur möglichst viele Stadtteile mit dem Projekt zu erreichen, sondern mehr als 3.000 Seniorinnen und Senioren. Heute – etwas mehr als fünf Jahre später – heißt es in 34 von 50 Essener Stadtteilen jede Woche „Willst du mit mir geh’n?“. Rund 120 Spaziergangspaten und -patinnen erwarten in 34 Patenteams Seniorinnen und Senioren zu einem etwa einstündigen Spaziergang in ihrem eigenen Stadtteil.

Mit der neuen Ausgabe der Broschüre „Willst du mit mir geh’n“ bieten einige der Spaziergangsteams zusätzlich zu ihren wöchentlichen Gängen auch besondere Touren unter dem Themenschwerpunkt „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ an. Auf diesen Wegen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise Gemeinschaftsgärten, Hofläden, grüne Aussichtspunkte und vieles mehr kennen.

Entstehung und Inhalt des Buches:

Zum fünf-jährigen Jubiläum der Initiative und anlässlich des Jahres der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 stellen Spaziergangspaten und -patinnen aus allen beteiligten Stadtteilen mit viel Herzblut ihren Lieblingsspaziergang vor.

Alle Teams – ob in Ost oder West, Nord oder Süd – haben grüne Wege und interessante Orte in ihren Stadtteilen erkundet. Die Beschreibungen sollen Ideen für schöne Spaziergänge bieten, um vor allem Neues im Stadtteil zu entdecken. Das Buch enthält außerdem zahlreiche Hintergrundinformationen über besondere Ereignisse und Sehenswürdigkeiten in Essen.

Die neue Broschüre mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren ist hier kostenlos erhältlich: Rathaus-Information, Amt für Soziales und Wohnen, Bürgeramt Gildehof, Touristikzentrale, Kur vor Ort, Ehrenamt Agentur Essen e.V., Projektbüro Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017.

Die Spaziergangstermine werden täglich in den lokalen Medien angekündigt. Auskünfte gibt es beim Seniorenreferat der Stadt Essen unter Telefon: 88 50088 oder www.essen.de/senioren.

Integrationsarbeit in der Stadt Essen wird neu aufgestellt

Mit der Umhängung des Fachbereichs „Interkulturelle Orientierung/ Kommunales Integrationszentrum“ in den Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters zum 1. Juni 2017 hat die Stadtverwaltung den ersten Schritt zur Neuausrichtung der städtischen Integrationsarbeit vollzogen. Der neue Fachbereich, der den Namen „Kommunales Integrationszentrum“ (01-09) trägt, wird der wachsenden Bedeutung der Integrationsarbeit für die Stadt Essen gerecht. Der Geschäftsbereich „Kultur, Integration und Sport“, dem der Fachbereich bisher angeschlossen war, wird in den Geschäftsbereich „Kultur und Sport“ umbenannt.

Der neue Bereich wird als Einheit alle städtischen Fachbereiche bei Fragen und Maßnahmen der Integrationsarbeit beraten und unterstützen. Damit wird das Kommunale Integrationszentrum zukünftig zahlreiche Querschnittsaufgaben in der Verwaltung übernehmen und flexibel und bedarfsgerecht auf aktuelle Themen und Ereignisse reagieren können. Zugleich werden damit alle städtischen Fachbereiche in die Thematik „Integrationsarbeit“ eingebunden.

Darüber hinaus dient der neue Fachbereich als Ansprechpartner der Stadt Essen für externe Verbände, Organisationen, Institutionen und Vereine. Die Leitung des Kommunalen Integrationszentrums fungiert zukünftig auch als Integrationsbeauftragter der Stadt Essen – diese vakante Position soll zum 1. August 2017 besetzt werden. Dann soll auch die konkrete konzeptionelle und strategische Neuausrichtung des Fachbereichs vollzogen werden. Derzeit werden dafür die bisherigen Integrationskonzepte evaluiert. Ziel der inhaltlichen Neuausrichtung ist ein ganzheitliches Integrationskonzept für die Stadt Essen, das den Ergebnissen der bisherigen Arbeit Rechnung trägt und das bestehende Strategiekonzept „Integration von Flüchtlingen“ miteinbezieht.

Für den Ausbau der Kommunalen Integrationszentren, den die Landesregierung Nordrhein-Westfalens für das Jahr 2017 beschlossen hat, erhalten kreisfreie Städte eine abgeordnete Lehrkraft und Zuwendungen für zwei weitere Personalstellen, die bis zu 50.000 Euro pro Stelle vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales gefördert werden, sowie Sachkostenerstattungen von bis zu 50.000 Euro im Jahr. Die Stadt Essen bereitet derzeit die Antragstellung vor.

Zum Hintergrund:

Der Rat der Stadt Essen hat die Verwaltung am 22. Juni 2016 beauftragt, das 2016 auslaufende „Strategiekonzept Interkulturelle Orientierung“ in inhaltlicher, strategischer und organisatorischer Ausrichtung zu überprüfen und auf die sich verändernden Bedürfnisse anzupassen und weiterzuentwickeln.

(ü. Pm)

Die ehemaligen Zeltdorf-Standorte Levinstraße und Vaestestraße sollen renaturiert werden

Die ehemals für die Unterbringung von Flüchtlingen als Zeltdorfstandorte genutzten Flächen an der Levinstraße in Dellwig und der Vaestestraße in Burgaltendorf sollen renaturiert werden. Das fordern SPD und CDU in einem gemeinsamen Antrag, der am kommenden Donnerstag im Bau- und Verkehrsausschuss beschlossen werden soll.

„Damit kommen wir einem Versprechen nach, dass den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gegeben wurde, als die Standorte im letzten Jahr dringend für die Unterbringung von Flüchtlingen gebraucht wurden. Jetzt, wo die Zeltdörfer wieder abgebaut wurden, ist es an der Zeit, die Flächen in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen“, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Marschan.

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Uhlenbruch wünscht sich die Grünflächen an den Standorten Levinstraße und Vaestestraße zurück: „ Im kommenden Bauausschuss werden die Fraktionen von SPD und CDU per Dringlichkeitsantrag die Renaturierung der ehemaligen Zeltdorf-Standorte Levinstraße und Vaestestraße beantragen. In Dellwig hatte auch die örtliche Bezirksvertretung auf eine zügige Renaturierung gedrängt und dies sogar zu einem Projekt im Rahmen der Grünen Hauptstadt gemacht. Auch die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk VIII erkundigte sich regelmäßig nach dem Stand der versprochenen Renaturierung am Standort Vaestestraße.“

(ü. Pm.)

 

Grüne: „Im Stadtplanungsdezernat findet keine strategische Verkehrsplanung statt!“

In der kommenden Sitzung des Umweltausschusses sowie des Stadtplanungsausschusses beantragt die Ratsfraktion der Grünen die Erstellung eines Gutachtens, in dem dargestellt wird, welche Maßnahmen wenigstens notwendig wären, um die von der Essener Stadtverwaltung mit der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt Europas gesteckten Ziele zu erreichen, den Fahrradanteil am Modal Split bis 2020 auf 11 % zu erhöhen und für den Modal Split bis 2035 jeweils einen Anteil von 25 % (Motorisierter Individualverkehr, Fahrrad, ÖPNV, Fußwege) zu erreichen.

Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Die derzeitigen Maßnahmen der Stadt Essen reichen nicht aus, um die ehrgeizigen Ziele der Grünen-Hauptstadt-Bewerbung zur Erhöhung des Anteils an Rad-, Fuß- und Nahverkehr zu erreichen. Dem Entwurf des neuen Nahverkehrsplans fehlt die finanzielle Basis, um die notwendigen Angebotssteigerungen zu realisieren. Im Stadtplanungsdezernat findet keine strategische Verkehrsplanung statt, obwohl der Rat die Stadtverwaltung bereits im Jahr 2011 mit der Erstellung einer integrierten Verkehrsplanung (Mobilitätsplan) beauftragt hat. Zudem krankt der Verkehrsbereich daran, dass die Kompetenzen auf drei Dezernate (Kromberg: ruhender Verkehr, Raskob: ÖPNV-Steuerung, Best: Verkehrsplanung) verteilt sind.

Mit einem Gutachten versprechen wir uns, dass die für eine Verkehrswende notwendigen Maßnahmen identifiziert werden. Außerdem haben wir die Hoffnung, dass die sektorale Betrachtung der einzelnen Verkehrsträger künftig zugunsten eines integrierten Ansatzes aufgegeben wird. “

Der Wortlaut des Antrages der Grünen für den Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga am 4.7.2017 und den Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung am 6.7.2017 lautet:

„Die Verwaltung lässt ein Gutachten erstellen, in dem dargestellt wird, welche Maßnahmen wenigstens notwendig wären, um die von der Essener Stadtverwaltung mit der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt Europas gesteckte Ziele zu erreichen, den Fahrradanteil am Modal Split bis 2020 auf 11 % zu erhöhen und für den Modal Split bis 2035 jeweils einen Anteil von 25 % (Motorisierter Individualverkehr, Fahrrad, ÖPNV, Fußwege) zu erreichen.

Im Hinblick auf die Erstellung eines solchen Gutachtens sollten das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI), die Universität Duisburg-Essen bzw. das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie als Kooperationspartner der Grünen Hauptstadt Essen 2017 angefragt werden.“

(ü. Pm.)

Tag der Klanginseln im Grugapark

Am Sonntag, 25. Juni, verwandeln kleine Ensembles der Folkwang Musikschule den Grugapark in eine klingende Meile. Bei entsprechender Witterung entstehen in der Zeit von 11 bis 13 Uhr vom Haupteingang angefangen über die Farbenterassen, im Musikpavillon, an der Geologischen Wand am Waldsee bis hin zum Rosengarten kleine Inseln, die die Parkbesucher zum Lauschen und Verweilen einladen.Highlight ist das „Grüne Klavier“ im Rosenzimmer. Bei schönem Wetter spielen dort Schülerinnen und Schüler der Folkwang Musikschule Musik zum Thema Natur. Bei Regen findet das Spielen am „Grünen Klavier“ im Kakteenhaus statt.

Von 15 bis 18 Uhr wird dann der Musikpavillon mit Klang gefüllt: Schüler des Vorchores, des Grundschul- und Kinderchores singen ab 15 Uhr Melodien aus dem Kindermusical „Kunterbunt“.
Im Anschluss daran musizieren Streicher, Zupfer und Bläser des Folkorchesters. Den musikalischen Abschluss macht das Kammerorchester der Folkwang Musikschule mit dem „Karneval der Tiere“ und beliebten Werken von Rossini.

Am Sonntag, 25. Juni, von 11 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

(ü. Pm.)