Masernerkrankungen in Essen – Impfstatus überprüfen – Todesfall einer 37-Jährigen Essenerin

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, auch in Essen werden derzeit vermehrt Masernerkrankungen gemeldet. Dem Gesundheitsamt der Stadt Essen sind derzeit 31 Krankheitsfälle bekannt, die Dunkelziffer ist allerdings unbekannt. Nachdem es am vergangenen Wochenende einen Todesfall einer 37-Jährigen Essenerin in Folge des Masern-Virus gegeben hat, rät das Gesundheitsamt der Stadt Essen dringend, den eigenen Impfstatus zu überprüfen. „Masern sind keine harmlose Kindererkrankung, sondern können bei Kindern zu Hirnhautentzündungen und bei Erwachsenen zu beispielsweise Lungenentzündun führen“, so Gesundheitsdezernent Peter Renzel. „Vor allem im Erwachsenenalter kann es zu Komplikationen kommen. Deshalb ist ein Impfschutz besonders wichtig.“

Der Virus ist leicht übertragbar und kann nicht mit beispielsweise Antibiotika bekämpft werden. Kinder, so das Gesundheitsamt, sollten immer zwei Impfungen erhalten, Erwachsene eine. Vor allem nach 1970 Geborene sollten ihren Impfschutz überprüfen und ggf auffrischen. Einen guten Überblick über den aktuellen Impfstatus gibt der eigene Impfpass. Sollte dieser nicht zur Hand sein, ist der Besuch eines Hausarztes sinnvoll.

Kinder, die nicht geimpft sind, sollten schon bei den ersten Anzeichen nicht mehr in Kita, Kindergarten oder Schule geschickt werden. Bei durchschnittlich 5.000 Kindern pro Jahrgang sind etwa fünf Prozent nicht geimpft.

Für besondere Fälle bietet das Gesundheitsamt der Stadt Essen noch bis 1. Juni immer dienstags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 12:30 bis 14:30 Uhr eine Impfaktion an.

Zum Hintergrund:

Masern werden durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen (Sprechen, Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen.

Sie beginnen mit Fieber, Entzündung der Bindehaut, Schnupfen, Husten und einem Ausschlag an der Mundschleimhaut. Diese sogenannten Koplik-Flecken (kalkspritzerartige weiße bis blau-weiße Flecken) sind häufig eindeutige Anzeichen für die Masern.

Erkrankte Personen sollten in der akuten Krankheitsphase Bettruhe einhalten. Eine spezifische antivirale Therapie gibt es nicht. Neben fiebersenkenden Medikamenten und Hustenmitteln ist bei zusätzlichen bakteriellen Infekten eine antibiotische Therapie indiziert.

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollte die Erstimpfung im Alter von 11 – 14 Monaten erfolgen.

Die empfohlene Zweitimpfung (die keineAuffrischimpfung ist!) soll den Kindern, die – aus unterschiedlichen Gründen – nach der Erstimpfung keine Immunität entwickelt haben, eine zweite Gelegenheit zur Entwicklung eines ausreichenden Schutzes geben.

Eine einmalige MMR-Standardimpfung für Erwachsene sollte weiterhin bei allen nach 1970 geborenen ungeimpften bzw. in der Kindheit nur einmal geimpften Personen
≥ 18 Jahre oder nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstaus nachgeholt werden.

Linke: Grüne Hauptstadt Europa auch über 2017 hinaus

Die Ratsfraktion DIE LINKE. begrüßt es, dass der Runde Umwelttische RUTE mit seinen „Innovations-Impulsen“, Anregungen für die Grüne Hauptstadt Europas auch über das Jahr 2017 hinaus geben will. Der RUTE hat die Innovations-Impulse, die aus längerfristigen Maßnahmen und kurzfristigen Initiativen bestehen, Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht.

„Wir halten viele Vorschläge des Runden Umwelttisches für geeignet, die Verkehrsbelastungen in Essen zu senken“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dazu gehören insbesondere die vielen Vorschläge zur Stärkung des Radverkehrs in Essen, z.B. durch einen schnelleren Ausbau des Radwegenetzes, der Einführung von Jobrädern bei der Stadtverwaltung sowie die Ausweitung der Tempo-30-Zonen. Daran arbeitet die Verwaltung ja bereits auf Grundlage eines Vorschlages des Deutschen Städtetages.“

Zu anderen Vorschlägen, wie den partiellen Fahrverboten, hat DIE LINKE noch Diskussionsbedarf und wird sich deshalb noch ausführlich mit den Vorschlägen des RUTE befassen. „Es ist positiv, dass sich auch ,in Ehren ergraute Herrschaften‘ noch Gedanken über eine lebenswerte Zukunft machen. Schließlich geht es nicht um Ideologie, sondern um die Gesundheit der Menschen und die Einhaltung von EU-Richtlinien“, so Wolfgang Freye abschließend.

(ü. Pm.)

JHE-Sommerferien: sechs Wochen Spaß im ganzen Stadtgebiet!

Am 17. Juli starten die Sommerferien und die Jugendhilfe Essen (JHE) organisiert bis zum 25. August wieder im gesamten Stadtgebiet ein abwechslungsreiches Angebot für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. So punktet der Altenessener „Ferienspaß im Bürgerpark“ in jeder der sechs Wochen mit eigenem Motto und eigenem Programm, das „Abenteuer mit Emil“ lädt zu Fußballcamp und Zirkusabenteuer ein und beim „Wasserspaß in Steele“ geht’s im Kanu auf die Ruhr. Die Anmeldung fürs beliebte JHE-Ferienprogramm steigt am 31. Mai um 7 Uhr.

Der Ferienspaß im Bürgerpark ist eine bunte Mischung aus Bastel-, Spiel- und Sportangeboten und gibt den sechs- bis zwölfjährigen Kindern gleichzeitig Gelegenheit, die Tierwelt der benachbarten Jugendfarm zu entdecken. Jede der sechs Wochen hat dabei ein eigenes Motto mit eigenem Programm. Woche eins steht ganz im Zeichen von Theater und Film, in der zweiten sind Sport, Bewegung und Tanz angesagt, während die Kids in der dritten in die Welt ihrer Comichelden eintauchen. In der vierten Woche gehen kleine Forscher und Entdecker auf Expedition, in der fünften lassen die Kinder in der Karibik die Seele baumeln und in der letzten wartet der Dschungel.
Der Preis beläuft sich auf 30 Euro pro Woche, Mittagessen und Mineralwasser sind inklusive.

Großer Favorit der Acht- bis Zwölfjährigen ist der Wasserspaß in Steele in den ersten drei Ferienwochen. Das nasse Element steht im Mittelpunkt und die Kids freuen sich auf Kanufahrten auf der Ruhr, Schwimmen oder Entspannen am Strandufer. Schlechtes Wetter ist kein Problem, denn Ausflüge und Besuche im nahe gelegenen Kinder- und Jugendhaus HüWeg sorgen dann für Abwechslung.
Voraussetzung für die Teilnahme sind sichere Schwimmkenntnisse und das Bronze-Abzeichen. Getränke, Imbiss und Eintrittsgelder sind im Wochenpreis von 50 Euro enthalten.

Das beliebte Abenteuer mit Emil findet dieses Jahr wieder auf dem Gelände des Emil-Frick-Hauses in Essen-Stadtwald statt. Neben Angeboten aus Sport, Spiel und Kreativität können 36 kleine Kicker zwischen sechs und zwölf Jahren in der fünften Ferienwoche am von Rot-Weiss Essen unterstützten Fußballcamp teilnehmen. In der sechsten Ferienwoche werden zusätzlich Zirkusworkshops angeboten.
Die Kosten belaufen sich auf jeweils 40 Euro pro Woche, Mineralwasser und Mittagessen sind im Preis enthalten.

Die Anmeldung für den Ferienspaß im Bürgerpark, den Wasserspaß in Steele und das Abenteuer mit Emil findet am Mittwoch, 31. Mai, von 7 bis 14 Uhr zentral in Raum AV2.13 (2. Etage) der Verwaltung der Jugendhilfe Essen, Schürmannstraße 7, in Essen-Bergerhausen statt.
Die Anmeldung erfolgt in der Reihenfolge der Wartenden. Eventuelle Restplätze werden nach telefonischer Terminvereinbarung vergeben. Zusätzliche Infos gibt’s auf der Internetpräsenz www.jh-essen.de.

Foto :Alexander Müller, Jugendhilfe Essen

(ü. Pm.)

Abschiebung nach mehrfacher Ablehnung von Asylanträgen

Selami Przreni sieht sich als aufstrebender Künstler, in einem Film erlangte er eine bescheidene Bekanntheit und seine schwangere Frau sah ihn bereits im Durchbruch zur Berühmtheit. Sein Nachteil, er besaß keine gültige Aufenthaltsgenehmigung. Heute wurde er in sein Herkunftsland überführt.

Mit einem Aufruf seine Geschichte im Sozialen Netz zu teilen, sprachen zwei Kandidat en/innen, eine Wendung, auf die Grüne Wert legen, die Netzgemeinde an. Ein Aufruf zu Protest und Medienansprache. Sehr schnell reihten sich Vorwürfe an Stadt, System und „Unmenschen“, mit Vergleichen aus der Gewaltgeschichte der Deutschen. Der Künstler als Opfer einer überzogenen Verwaltungsmaßnahme. Im Blog des Grünen Kandidaten Omeirat übersteigen sich einige Beiträge mit sprachlichen Grammatik- und Ausdrucksproblemen in einen Verbalradikalismus, der nur noch Opfer und Gewaltverwaltung sieht. Der Blogbetreiber überlässt das Feld den Wütenden ohne mäßigenden Einfluss, oder gar Löschungen. Als wir ihn persönlich anschreiben, reagiert der Politiker umgehend, er  blockiert uns, wir sollten das Treiben in seinem Blog nicht mehr erkennen können. „Wir Grüne hatten keinen Anteil im Entscheidungsprozess der Stadtverwaltung…“ erfahren wir dann später von der Parteivorsitzenden.

Natürlich erfragen wir bei der Stadtverwaltung die Begründung für die spektakuläre Abschiebung. Am Nachmittag erreicht uns die Pressenachricht:

„Es ist richtig, dass Herrn Selami Przreni heute in sein Herkunftsland überführt wird.

Herr Przreni verfügt über keine gültige Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik Deutschland. Salemi Przreni ist 2010 ohne Aufenthaltsgenehmigung oder Visum eingereist, bisherige Asylanträge sind negativ beschieden worden. Der Fall ist mehrfach in unterschiedlichen Gremien behandelt worden, unter anderem auch in einem ordentlichen Petitionsverfahren mit einer Anhörung. Der Petitionsausschuss hat die Empfehlung zur freiwilligen Ausreise ausgesprochen. Da Herr Przreni diese Möglichkeit nicht wahrgenommen hat, hält er sich illegal in Deutschland auf. Aufgrund dieses vorliegenden Status kann auch mit der künstlerischen Tätigkeit kein Aufenthaltsrecht erteilt werden. Herr Przreni ist ebenfalls darauf hingewiesen worden, dass er ein geregeltes Visumsverfahren beantragen kann. Damit hätte er die Möglichkeit, für die Ausübung seiner künstlerischen Tätigkeit in die BRD einzureisen. Hiervon wollte Herr Przreni bislang keinen Gebrauch machen.“

Von übereilter Entscheidung kann also keine Rede sein und wenn mehrfach Asylanträge negativ beschieden wurden, erscheint der heute zur Schau getragene Opferstatus zumindest sehr fraglich. Ebenso fraglich, wie der außergewöhnlich intensive Einsatz der beiden Grünen Politik er/innen, der die radikalen Verbalexzesse im Sozialen Netz wohl nicht ganz uneigennützig anfacht. „Gesetze sind für mich als Politiker- /-in nur zur Überwindung da….“ klingt da an und versucht der Empörung eine parteipolitische Geltung zu verschaffen. Flüchtlingspolitik als Selbstzweck? Eigentlich sollten Rechtsnormen ihre Gültigkeit auch in der Umsetzung erfahren, zumindest bis sie in Parlamenten eine Änderung erfahren, denn weder der Beliebtheitsstatus eines Asylsuchenden, noch die subjektive Politkermeinung, dass die Geburt in Deutschland auch die Staatsangehörigkeit verleiht (was in Frankreich gegeben ist), dürfen zu einer individuellen Rechtsauslegung führen.

Vielleicht wäre es auch ein Akt der Solidarität, jungen Asylsuchenden unser Rechtssystem nicht nur auf der Straße oder im Blog nahezubringen. Der Politiker als würdiger Demokrat mit Vorbildfunktion auch in sicherlich menschlich nicht immer einfachen Entscheidungsfällen. Unsere heutige Erfahrung weckt allerdings eher Skepsis.

(stk.)

STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

 Wenn Oberbürgermeister Thomas Kufen am 20. Mai das STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ auf Zeche Zollverein offiziell eröffnet, sind erfahrungsgemäß bereits viele Radbegeisterte mit dem Rad angereist und sammeln so in der großen Gruppe die ersten Kilometer im bundesweiten Wettstreit für eine Mobilität ohne Treibhausgase im Alltag.

Jetzt hat der Betreiber von metropolradruhr, nextbike GmbH, eine besonderes Angebot für alle, die gerne mitfahren wollen, aber ihr Rad nicht rechtzeitig zum Saison-Start fit gemacht haben: Am Tag der Eröffnung kann jeder sechs Stunden ein Leihrad kostenlos nutzen, um die Alltagstauglichkeit und den Spaßfaktor des Autoverzichts im gesamten Betriebsgebiet des metropolradruhr zu testen.

Die Treffpunkte der „Eröffnung-Sternfahrt“ des ADFC Essen und der Klimaagentur Essen:
Samstag, 20. Mai, 13:30 Uhr, Willy-Brandt-Platz, sowie um 14 Uhr an der Eisdiele am Universitätspark.

Und so funktioniert es:
Einfach den Gutscheincode 624462 in die App oder in das Kundenkonto („Gutschein einlösen“) eingeben und am 20. Mai sechs Stunden kostenlos im Betriebsgebiet des metropolradruhr radeln.
Wichtig: Kunden, die schon bei metropolradruhr oder nextbike registriert sind, können den Code sofort einlösen und das Rad nutzen.
Wer noch nicht registriert ist, muss dies erst tun: Bei Angabe einer Kreditkartennummer ist das Rad sofort nutzbar, bei der Bezahlmethode „Bankeinzug“ muss zur Freischaltung zunächst 1 Euro überwiesen werden (dies kann bis zu zwei Tagen dauern).
Abo-Kunden der EVAG können sich kostenlos entweder über die Webseite mrr-registrierung.evag.de oder in den Kundencentern der EVAG registrieren.

Zum Hintergrund:
Bereits bei der Premiere 2012 landeten die Essenerinnen und Essener auf Anhieb auf dem achten Platz von insgesamt rund 170 teilnehmenden Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland. Dieses erfreuliche Ergebnis wurde im darauf folgenden Jahr wiederholt. Seit 2014 tritt Essen unter dem Dach des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gemeinsam mit aktuell 16 weiteren Ruhrgebietsstädten sehr erfolgreich als „Metropole Ruhr“ in die Pedale.
Ob Familie, Nachbarschaft, Verein oder Firma – mitmachen kann jeder, der in Essen wohnt, arbeitet, studiert oder zur Schule geht. Alle Radkilometer werden online gesammelt und in den verschiedenen Kategorien mit den mitradelnden Kommunen in ganz Deutschland verglichen. Den eifrigsten Städten, ihren radelnden Kommunalparlamenten und den STADTRADLER-Stars winken neben Auszeichnungen auch Preise rund um das Thema Fahrrad. Die Organisatoren der Klimaagentur Essen und der Transportation Research and Consulting GmbH (TRC) können dank engagierter Sponsoren in unserer Stadt wieder zusätzliche Preise für die Essener Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausloben.

(ü. Pm.)

Stadt informiert zu neuem Übergangswohnheim für Flüchtlinge

Die Stadtverwaltung hat eine Immobilie am Schuirweg 107 in Schuir angemietet, um nach Essen kommende Flüchtlinge unterbringen zu können. In einer Informationsveranstaltung möchte die Stadtverwaltung gerne die Bürgerinnen und Bürger, die in der Nachbarschaft des neuen Übergangswohnheimes wohnen, über die Art der Unterbringung und über das Betreuungskonzept für die Einrichtung informieren. Die Verwaltung nimmt die Anliegen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst und stellt sich gerne allen aufkommenden Fragen.

Die Informationsveranstaltung findet statt am

Mittwoch, 17. Mai, um 19 Uhr in der Kirche Christus König, Tommesweg 30, 45149 Essen.

Nach Deutschland kommende Flüchtlinge werden nach einem Verteilungsschlüssel auf die Bundesländer und entsprechend auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt. Für Essen wird in diesem Jahr mit weiteren rund 2.000 neuen Flüchtlingen gerechnet. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, alle ihr durch das Land zugewiesenen Asylbewerber unterzubringen.

Zum Hintergrund:

In den vergangenen Jahren sind deutlich mehr Asylantragsteller nach Deutschland gekommen als in den Vorjahren. Im Jahr 2015 kamen mehr als 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland, viele aus Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak; 2016 waren es rund 300.000 Flüchtlinge. In der Stadt Essen leben derzeit rund 20.000 Flüchtlinge.

Aktueller Stand zur Wiedereröffnung Bad am Thurmfeld

Im heutigen (16.5.) Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) wurde der aktuelle Stand zur Wiedereröffnung des Bad am Thurmfeld besprochen.

Seit gestern besteht zwischen den drei beteiligten Akteuren eine vertragliche Übereinkunft: Die SBE, der Generalübernehmer, die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), sowie die ausführende Firma Pellikaan haben sich auf einen gemeinsamen Gutachter verständigt, der die Ursache der Störung abschließend klären soll. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden auch die möglichen Schritte für juristische Verfahren der Partner festgelegt.

Nach dem gutachterlichen Termin in der kommenden Woche können dann auch die Maßnahmen für die Wiederinbetriebnahme des Bades geplant werden.

An die betroffenen Schulen wurde bereits das Angebot ausgesprochen, ab sofort das Grugabad für den Schwimmunterricht nutzen zu können. Ab dem 29. Mai öffnen auch die Kombibäder Kettwig und Oststadt ihre Freibadbereiche, so dass diese dann ebenfalls dem Schulsport zur Verfügung gestellt werden können.

(ü. Pm.)

Stimmabgabe zum Volksbegehren „G9 jetzt!“ am Brückentag

Seit dem 2. Februar liegen die Listen zum Volksentscheid „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung, G9 jetzt!“ zur Eintragung in unterschiedlichen öffentlichen Stellen aus. Am Freitag, den 26. Mai – einem Brückentag – werden die Unterschriftenlisten nur im Rathaus ausgelegt.

  • Rathaus, Porscheplatz 1, 45127 Essen

Interessierte können die Listen dann zwischen 8.30 bis 13 Uhr unterschreiben.

Ab Montag, 29. Mai, können Eintragungen wieder an allen drei Standorten vorgenommen werden:

  • Rathaus, Porscheplatz 1, 45127 Essen,
  • Wahlamt, Kopstadtplatz 10, 45127 Essen,
  • Bürgeramt Gildehof, Hollestr, 3, 45127 Essen.

Zu folgenden Öffnungszeiten:
Montags und dienstags von 8:30 bis 15 Uhr, mittwochs und freitags von 8.30 bis 13 Uhr und donnerstags von 8:30 bis 18 Uhr.

Das Volksbegehren läuft noch bis zum 7. Juni.

Neues Messfahrzeug für die Vermessung des Stadtuntergrundes

Als erste Großstadt Deutschlands führt die Stadt Essen jetzt ein „Multi-Sensor“- Messfahrzeug zur Erfassung von Straßen ein. Das Fahrzeug ist ausgestattet mit Messkameras, zwei Laserscannern sowie vier Bodenradarantennen. Die Informationen aus den Vermessungen benötigt unter anderem das für Straßen und Verkehr auch, da es in Essen nicht nur 1.552 Kilometer Straßen zu betreuen gilt, sondern auch beispielsweise 49.000 Laternen, 60.000 Senkkästen und 62.000 Straßenbäume.

Lebensadern als Daueraufgabe

Die kommunale Straßeninfrastruktur ist Essens Lebensader. Sie hat einen Wert von 358 Millionen Euro (Straßenkörper) und damit einen erheblichen Anteil am Anlagevermögen der Stadt. Umso wichtiger sind Erhalt und Investitionen in die Infrastruktur. Auch vor diesem Hintergrund stellte der Rat der Stadt Essen im Jahr 2016 Fragen an die Verwaltung: Wie können die Grundlagen zur Planung von Sanierungs- und Neubaumaßnahmen verbessert und letztendlich Kosten optimiert oder gesenkt werden? Wie kann dies mit einem vertretbaren Aufwand und ohne kilometerlange Staus geschehen?

Die bautechnisch wirtschaftlichste Lösung für Sanierungs-, Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen beinhaltet im Allgemeinen eine gezielte Nutzung des vorhandenen Altbestandes (gebundene und ungebundene Schichten). Grundvoraussetzung ist jedoch eine möglichst genaue und lückenlose Kenntnis des „Bauwerks Straße“.

Den Untergrund durchleuchten

Das nun von der Stadt Essen eingesetzte Georadarverfahren in Kombination mit Laserscanning und Kameratechnik setzt genau an diesem Punkt an. Georadar ist ein mobiles, zerstörungsfreies Messverfahren und basiert auf Aussendung und Empfang elektromagnetischer Strahlen. Beim Befahren der Straßen wird die vorhandene Fahrbahn bis in eine Tiefe von etwa einem Meter unter Geländeoberkante mit Radarantennen gemessen. Die Unterschiede in der Rückstrahlungsdauer stellen sich als „Streifenmuster“ im Radarbild dar. Dabei erlaubt das eingesetzte Georadarmessystem Messgeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometer, weshalb es ohne weitere Sicherungsmaßnahmen im fließenden Verkehr eingesetzt werden kann. Gleichzeitig wird dabei eine Fahrbahnbreite von bis zu drei Metern abgetastet. Mit der Technologie können viele Kilometer an einem Tag vermessen werden. Im Anschluss an die Aufzeichnung der Daten müssen diese ausgewertet werden. Hierbei dienen Bohrkerne der Analyse von Materialeigenschaften. Im Gegensatz zur heutigen Vorgehensweise, lassen sich diese aber im Radarbild gezielt an wenigen, „typischen“ oder „auffälligen“ Stellen platzieren. Im Computer entsteht aus Radargramm und Bohrkernansprache eine quasi lückenlose und flächendeckende Berechnung des Straßenuntergrundes – vergleichbar mit den Bildern einer 3D-Computertomographie. Gezielt lassen sich Aussagen über Schichtdicken, Schichtverteilungen und Schichtanordnungen treffen. Darüber hinaus werden eventuell auftretende Irregularitäten in Form von Störungen und Hohlräumen detektiert. Im Ergebnis liegt eine umfassende Basis für Grundsatzbeurteilungen und Kostenprognosen zur Sanierung des Straßenuntergrundes vor.

Mobile Vermessung 4.0

Doch damit nicht genug: In der Vermessungsbranche haben sich mobile Datenerfassungssysteme im Bereich von Verkehrswegen etabliert. Bestückt sind sie mit Laserscannern in Kombination mit kalibrierten Kameras. Charakteristisch ist auch hier das schnelle Messen im fließenden Verkehr. Ein weiterer Wert der erzeugten 3D-Daten ist deren gewaltige Informationstiefe: Sie bildet die erfassten Objekte nicht nur in einer hohen Genauigkeit ab, sondern liefert systematisch Informationen von allen Gegenständen im gesamten Straßenraum – Laternen, Straßenschilder, Fahrbahnmarkierungen, Straßenbäume, Oberleitungen von Straßenbahnen und vieles mehr. Im Ergebnis liegen ganzheitlich Daten in Bildern und Messpunkten vor. Das System kann 1.100.000 Messpunkte in der Sekunde produzieren: In Fahrzeug-nähe erreicht man bei Geschwindigkeiten von 50 Stundenkilometern schnell eine Punktdichte von mehr als 1.500 Punkten pro Quadratmeter. Bislang hat die Stadt Essen dies in zwei Pilotprojekten (Ortsdurchfahrt Werden und Ausbau Frankenstraße) in Kooperation mit der Firma Trimble eindrucksvoll bewiesen. Doch insbesondere mit der kombinierten Vermessung des Untergrundes mittels Georadar hat die Stadt Essen den Grundstein für eine umfassende Datenbasis zum „Bauwerk Straße“ gelegt. Zusammenhänge zwischen den Eigenschaften der Straßenoberfläche und des Untergrundes lassen sich so herstellen – Ursache und Wirkung können durch den Fachmann erkannt werden. Der Einsatz des Multi-Sensorik Messfahrzeugs wird im Dreiklang „Umfassende Grundlagen für Ausschreibungsunterlagen“, „Abnahme von Baumaßnahmen“ und „Prüfen möglicher Gewährleistungsansprüche“ zu einer Kosteneffizienz und zur Minderung von Nachträgen führen.

Von der Messung direkt auf den Tisch

Um in dieser üppigen Geodatenwelt jetzt wichtige von weniger wichtigen Daten unterscheiden zu können, bedarf es einer tragfähigen Visualisierung und Analytik, die automatisch filtert und strukturiert. Die Bereitstellung der in einer zentralen Vermessungsdatenbank vorgehaltenen Informationen erfolgt über eine interaktive Web-Anwendung. Dies geschieht einfach und intuitiv auf Standardrechnern mittels Webbrowser. Darüber hinaus kann zusätzlich auf sogenannte Mobile-Mapping-Daten direkt zugegriffen und diese mit den vorhandenen GDI-Informationen überlagert und ausgewertet werden. Themen wie Straßenzustand, Rauigkeit, Schlaglöcher, Neigung, Spurrillen, Durchfahrtshöhen und Lichtraumprofile kommen damit aus der Messung zeitnah in den Arbeitsprozess.

Ergebnisse überzeugen

Bei der Stadt Essen wird derzeit im Innen- und Außendienst der Vermessung auf die mobile Erfassung umgestellt. Die eingesetzten Technologien kommen aus verwandten Anwendungsbereichen (Photogrammmetrie und 3D-Rekonstruktion), die in Essen langjährig in der Anwendung sind. Vor diesem Hintergrund werden sich die Vorteile der neuen Messtechnik kurzfristig einstellen:

  • fahrzeuggestützte Georadarmessung mit zeitgleicher Bild- und Laserscan-Befahrung beschreiben das „Bauwerk Straße“ ganzheitlich
  • größere Sicherheit für den Messtrupp und andere Verkehrsteilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Messung ohne Behinderung des Verkehrsflusses
  • hochauflösende Untersuchung der Straßeninfrastruktur
  • zerstörungsfreie Erfassung und genaue Angabe der Mächtigkeit und Mengengerüste von Asphaltdeckschicht, Binderschicht, Asphalttragschicht und der ungebundenen Tragschicht in Lage und Tiefe
  • in Verbindung mit gezielten Bohrkernsondierungen sind qualitative Aussagen zum Untergrund möglich
  • fundierte Zustandsinformationen als Grundlage für wirtschaftliche Erhaltungsentscheidungen und damit verlässliche (digitale) für Ausschreibungsunterlagen
  • Möglichkeit zur Bauabnahme von sanierten Straßenbereichen zur Überprüfung der vorgegebenen Standards sowie Überwachung von Mängeln und deren Beseitigung im Rahmen der entsprechenden Verjährungsfristen
  • Vielfachnutzen, nicht nur für die Straßenbauverwaltung

20 Jahre Seniorenbeirat

Die heutige Sitzung (3.5.) des Essener Seniorenberates war eine ganz besondere: Das Gremium feierte sein 20jähriges Jubiläum.

Aus diesem Anlass ließ es sich Bürgermeister Rudolf Jelinek nicht nehmen, die Sitzung zu besuchen und seinen Lob und Dank im Namen der Stadt Essen auszusprechen: „Der Seniorenbeirat hat in den letzten zwei Jahrzehnten entschieden dazu beigetragen, Essen ein gutes Stück weit seniorenfreundlicher zu machen. Dieses Engagement ist nicht nur heute wichtig, sondern auch für die nachkommenden Generationen, die von ihrer Arbeit profitieren können. Ich danke allen im Namen der Stadt Essen, die sich im Seniorenbeirat engagieren und engagiert haben.“

20jähriges Jubiläum des Seniorenbeirates. Auf dem Foto v.l.n.r.: Gaby Schnell, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung, Gerhard Barnscheidt, stellv. Vorsitzender des Seniorenbeirates, Karl-Heinz Völkel, Ingeborg Schrader, Bürgermeister Rudolf Jelinek, Alfred Steinhoff, Vors. des Seniorenbeirates, Altoberbürgermeisterin Annette Jäger, Wulf Mämpel und Beigeordneter Peter Renzel. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen. 03.05.2017

Der Seniorenbeirat ist die politische Interessenvertretung der fast 160.000 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ab 60 Jahren und wird für die Dauer der 5-jährigen Ratsperiode der Stadt Essen gewählt. Seit seiner Gründung 1997 vertreten seine Mitglieder die Belange der älteren Generation ehrenamtlich gegenüber Rat und Verwaltung.

(ü. Pm.)