Nachnutzung oder Neuerschließung? – Essen will bei der Besiedelung neue Wege gehen

Städte wachsen nicht. Diese Tatsache kontrastiert mit dem wachsenden Bedarf an Wohnraum und den sich ändernden Anforderungen im Lebensraum. Auf gerade 80 Hektar schätzt Essens Stadtdirektor Hans-Jürgen Best den der Stadt verfügbaren Freiraum, der allerdings viele Kleinparzellen umfasst. Die Stadt, die nach dem Kriege zu 80 Prozent zerstört war, ist noch geprägt von der damaligen Aufbautätigkeit mit ihrem funktionalen Gepräge in einer Zeit, in der es galt, in kurzer Zeit den Bewohnern ein Dach über dem Kopf zu bieten. Die Wohnungsschnitte jener Periode entsprechen nicht den heutigen Erwartungen, weder denen junger Familien mit Kindern, noch denen der älteren Semester, die sich komfortabel mit verkleinertem Wohnraum zufrieden geben wollen.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen im Gespräch

Zwar verfügt Essen auch über Grünflächen, die periodisch als erschließungsfähig aufgeführt wurden. Der Bürgerwille verhinderte hier aber viel und das auch mit guten Argumenten. Einige Gebiete liegen nämlich in sogenannten Frischluftschneisen, die bei Westwetterlagen die Stadt mit Sauerstoff versorgen. Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) hatte nun eine Bürgerbefragung durchführen lassen, von der die Stadt sich valide Auskünfte bzgl. der Einschätzung des Bürgerwillens verspricht. Doch der ist auch unabhängig von einer Stichprobenauswahl willkürlich befragter Bürger vielzüngig.

Anwohnerprotest in Essen-Rüttenscheid (Bild: erle)

Eine gerade mit Spatenstich begonnene Baumaßnahme im gut bewerteten Stadtteil Rüttenscheid, bei der ein Investor gleich die Infrastruktur einschließlich eines Kindergartens mitliefert, ist da nicht ausgenommen. Zuviel Verkehr und drohender Verkehrsinfarkt wird von Anwohnern zum Protest gebracht. Da überzeugen auch keine engliśchsprachigen Bekundungen des Investors, „It is differnt!“, Klotzarchitektur mit Fensterdurchbrüchen und lange Betonwandfluchten dominieren auch eine kultivierte Zierbepflanzung und stehen im Kontrast zu den benachbarten Einzelreihenhäusern. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen hebt dagegen den 30 prozentigen Anteil sozial geförderten Wohnungsbaus hervor. Auch seien der vom Investor gleich mit eingeplante Kindergartenbau und die nahe Anbindung an das Netz der Bundesbahn Pluspunkte. Vorteile für eine schmale Schicht von Bürgern, die sich die unterschiedlichen Preisprofile hier leisten können.
Essen teilt hier in Rüttenscheid mit seiner größten Freifläche das Los aller Großstädte. Dass die neue Ansiedlung auch noch im Bereich von Luftschutzmaßnahmen mit Dieselverbot liegt, war den Projektierern zu Beginn der Planungen nicht vorstellbar. Gleichwohl hofft man auf den schnellen Verkauf der Wohneinheiten im Preissegment von 236500 und 571000 Euro.

Große Dürre: Schon viele dutzend Bäume in Essen verdorrt

Die Jugendfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr Essen helfen Grün & Gruga auf Initiative von GRÜNEN Ratsherrn Rolf Fliß beim Gießen der wegen seit Monaten anhaltenden Dürre gebeutelten Straßenbäume per C-Strahl-Rohr.

Rolf Fliß bedankt sich ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung durch die Blauröcke und vieler Baumpaten sowie ehrenamtlicher Baumbewässerer. Doch auch das reicht momentan nicht aus, um dutzende Bäume vor dem Verdorren und Absterben zu bewahren, was Fliß mit eindrucksvollen Fotos belegt. Oft fehlt ein vernünftiger Gießrand am Stammfuß, damit die Bäume das Wasser gießbereiter BürgerInnen überhaupt aufnehmen können.

Wenn man bedenkt, dass ein einzelner junger Straßenbaum je nach Baumart die Stadt zwischen 800 und 1.200 Euro kostet, lohnt es sich auf jeden Fall bei angekündigter und weiter anhaltender Hitze – bei über 2.000 in den letzten Jahren nachgepflanzten Jungbäumen – im Stadtgebiet alles zu tun, diese vor dem Eingehen durch Wassermangel zu bewahren. Sind die Bäume erst einmal alt und richtig verwurzelt, werden sie zu einem angenehmeren und kühleren Stadtklima beitragen.

Daher appelliert Baumfreund Fliß nochmals an alle BürgerInnen, vor ihren Häusern Bäumen, die ihr Laub abwerfen und nur noch über einzelne Blätter verfügen, dringend Wasser zu spenden. Schon 4-5 Eimer Wasser täglich können den Jungbäumen helfen, die Trockenphase zu überstehen.

(ü. Pm.)

Ist Deutschland jetzt fit für Europa? – „Pulse of Europe“ plant in Essen Kundgebung für die Wahrung des europäischen Gedankens

Pulse of Europe hat das Ziel, den europäischen Gedanken und die Werte der EU zu stärken und die Politiker zu Engagement für ein zukunftsfähiges Europa zu bewegen.

Lange hat es gedauert, bis Deutschland nach der Bundestagswahl eine Regierungsbildung hinbekommen hat. Eine lange Zeit, in der die deutsche Stimme bei wichtigen Entwicklungen und Entscheidungen in Europa im Wesentlichen gefehlt hat. Nun aber haben wir nach langem Ringen eine Regierung aus CDU und SPD. Aber sind wir mit dieser Regierung und ihrem Programm nun gut vorbereitet auf die Herausforderungen, vor die eine Weiterentwicklung der EU uns stellt?

Mit dieser Fragestellung rufen wir die Bürger Essens und der benachbarten Städte auf, am Sonntag, den 11.3.2018 um 14 bis 15 Uhr in Essen auf dem Hirschlandplatz zu demonstrieren und über die wichtigsten Europaaussagen der neuen Regierung zu diskutieren. Spielerisch werden wir dabei auch uns selber testen: Wie fit sind wir für und über Europa?

Zum Hintergrund:  Seit nunmehr mehr als einem Jahr versammelt die Bürgerbewegung Pulse of Europe regelmäßig an Sonntagen in mehr als 200 Städten der EU Bürger auf den Straßen und Plätzen der Union um wichtige Meilensteine des europäischen Geschehens (z.B. Wahlen) zu kommentieren und zu begleiten und ein proeuropäisches Signal in die Welt hinauszusenden. In Essen passiert das am kommenden Sonntag wieder auf dem Hirschlandplatz. Damit gehen diese Aktionen – nach einer gewissen Winterpause – auch im Jahr 2018 weiter. Denn auch das Jahr 2018 wird ein wichtiges werden für das Schicksal der friedensstiftenden und -erhaltenden Europäischen Union.

 Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, unabhängig von Konfession und politischer Ausrichtung, die für den Fortbestand eines gemeinsamen Europas sind. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen FÜR Europa setzen!

 

Weitere Informationen unter:

https://www.facebook.com/events/1411672758929347/

www.pulseofeurope.eu

facebook.com/pulseofeurope

twitter.com/pulseofeurope

 

Vielfache Initativgruppen wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf von NRW Ministerpräsidenten Laschet

Anti-Atomkraft- und Anti-Kohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf des NRW Ministerpräsidenten Laschet, NRW, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen.

Wie Studien belegten ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich – dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Etwa ein Drittel davon geht auf das Konto der rheinischen Braunkohle, die rechnerisch ohnehin nur Strom für den Export produziert, da der Strommarkt im Inland übersättigt ist.

Die Anti-Atom- und Anti-Kohle-Initiativen werfen Laschet vor, sich mit seinem Vorschlag zum Sprachrohr und Lobbyisten des Energiekonzerns RWE zu machen.

„Herr Laschet sucht offensichtlich verzweifelt nach Absatzmärkten für den überflüssigen Braunkohlestrom,“kommentiertAndreas Büttgen von der „Initiative Buirer für Buir“. “Das untergräbt auch strukturell das Ziel einer europäischen Energiewende. Wir dürfen und werden eine solche rückwärtsgewandte Klientelpolitik nicht zulassen. Wir müssen sofort mit der Braunkohleverstromung aufhören!“ .

„Armin Laschet will den Teufel Atom mit dem Beelzebub Braunkohle austreiben“, sagt der Landesvorsitzende des BUND NRW Holger Sticht. „Es ist jedoch eine Fehlleistung, aus der Situation Profit für den Großkonzern RWE schlagen zu wollen, anstatt endlich die Weichen in Richtung einer zukunftsfähigen Energiegewinnung zu stellen.“

„Atomausstieg und Kohleausstieg gehören zusammen“, so Dr. med. Angelika Claußen Europa-Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs). „ Beides sind Energiequellen der Vergangenheit und sie gefährden auf unterschiedliche Weise die Gesundheit der Bevölkerung. In Deutschland, in Belgien und weltweit leiden die Menschen unter den Folgen von Radioaktivität sowie den giftigen Schadstoffen Feinstaub, Stickoxid, Quecksilber, Blei, Arsen, Chrom, Nickel und Cadmium, die durch Braunkohlekraftwerke und -tagebaue freigesetzt werden. Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus der Urananreicherungsanlage in Gronau und den schnellstmöglichen Kohleausstieg.“

Auch die Aachener Anti-Atominitiativen sind über Laschet verärgert, „Der Vorschlag bringt uns der Abschaltung von Tihange kein Jota näher. Sie muss politisch durchgesetzt werden. Technisch ist sie längst möglich. Vor etwa drei Jahren waren die Riss-Reaktoren 21 Monate lang außer Betrieb, ohne dass es auch nur annähernd zu Versorgungsengpässen gekommen wäre.,“ so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegenAtomenergie.

Eine Koppelung der Stromnetze zwischen Belgien und NRW wurde schon von der vorherigen Landesregierung vorgeschlagen und ist daher nicht neu. Die geplante, aber noch nicht genehmigte ALEGrO-Trasse könnte jedoch frühestens 2020 fertig gestellt werden. Dem steigenden Risiko eines Super-GAUs in Tihange und Doel muss aber jetzt begegnet werden – durch die sofortige Stilllegung der Riss-Reaktoren.

„Armin Laschet tut so, als ginge es ihm um den Schutz der Bevölkerung. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn er sich wirklich für die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 einsetzen will, darf er das nicht von Stromtrassen abhängig machen,“ äußert Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt.

Weitere Informationen unter:

https://www.anti-akw-ac.de/
http://www.stop-tihange.org/de/
www.bund-nrw.de <http://www.bund-nrw.de/>
https://www.ausgestrahlt.de/
http://www.antiatombonn.de/index.php/sofortausstieg
http://bündnis-gegen-braunkohle.de/
http://www.bbu-online.de
.ausgestrahlt, gemeinsam gegen Atomenergie
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
AntiAtomBonn
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband
Nordrhein-Westfalen (BUND)
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Bündnis gegen Braunkohle
Bürgerinitiative LoB – Leben ohne Braunkohle Pulheim-Stommeln
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Don’t nuke the climate
Initiative Buirer für Buir
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer
Verantwortung (IPPNW)
Stop Tihange

Viel Getöse um Sein und Schein – War Essen zurecht „Grüne Hauptstadt“?

Titel bezeichnen regelmäßig einen Geltungsanspruch, der keine faktische Wahrheit garantiert. „Grüne Hauptstadt“, „Kulturhauptstadt“ und andere schönklingende Begriffe sind in der Regel nichts als Hinweisschilder auf gewünschte Sichtweisen und angestrebte Identitäten. In der Regel darf man hinter derartigen Aktivitätshinweisen Geld- und Investitions-, häufigst Subventionsströme als faktische Substanz vermuten. Schon die Anlage derartiger Großgeschehnisse ist der Zugriff auf meist externe Geldtöpfe, sei es bei Land, Bund, oder gar der besondere Adel, auf EU-Fördertöpfe. Im Wettbewerb heute meist klammer Kommunaltöpfe macht das Obsiegen in diesen fiktiven Aktionen wie auch ansonsten im Leben schnell Neider, wobei das Verfehlen der Mitgift dieser Festivals schmerzt. Rache und Angriff kann dann eigentlich nur in einem Wechsel der Begriffsebene bestehen. Auf der Basis von Faktenbehauptung wird der Fehdehandschuh geworfen. Ärgerlich, wenn dies erst am Ende einer Maßnahme erfolgt, wenn die Akteure die Ergebnisse protokollieren und damit den zukünfigten Ruhm aus der Rückschau begründen wollen. Denn ein Teil des erwarteten Lohns ist immer subjektiv antizipiert. Fällt er posthum aus, bringt sich mancher Akteur früheren Geschehens bei passender Gelegenheit in Erinnerung. Ein Schauspiel, das derzeit in Essen in der Gänze einer Lokalblattseite zu kosten ist. Titel hin oder her, hat Essen durch falsche Zahlen seinen Zuschlag als Grüne Hauptstadt erschlichen? Definitionsabhängig kann man feststellen, der Satz des ausgeschlossenen Dritten scheint hier aufgehoben, und die Wahrheit definitionsabhängig. Die Stadt Essen sieht sich jedenfalls genötigt eine Rechtfertigung gegen den Anwurf zu fertigen. Sorgfältig, sodass sich eine gesonderte Wiedergabe des auslösenden Anwurfs erübrigt.

Hier die heutige Pressemitteilung:

„Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet heute in Hörfunk und Online, die Stadt Essen habe im Rahmen des Titelgewinns zur Grünen Hauptstadt Europas ihre CO2-Bilanz nicht korrekt dargestellt.

Konkret wurde der Eindruck erweckt, die CO2-Emissionen verschiedener Unternehmen (Trimet Aluminium SE, Steag, RWE AG) seien bei der Bewerbung um den europäischen Titel nicht einberechnet worden und somit der Titel zu Unrecht nach Essen gegangen. Dies ist keineswegs zutreffend. „Im Rahmen der Bewerbungsschrift, die jederzeit auf den Internetseiten der Stadt Essen öffentlich einsehbar ist, wurden die CO2-Bilanzen sowohl der Essener Bürgerinnen und Bürger als auch der ansässigen Unternehmen berücksichtigt“, so Umweltdezernentin Simone Raskob. „Die methodische Grundlage der Bewerbung, aber auch der grundsätzlichen Vorgehensweise des Umweltamtes der Stadt Essen, basiert auf dem sogenannten Verursacherprinzip. Damit richtet sich das Umweltamt der Stadt Essen nach der NRW-weit durchgeführten und vom Klimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) empfohlenen Methode.“

Das Verursacherprinzip stellt ein einheitliches Verfahren innerhalb der deutschen Städte dar und ermöglicht so eine nachvollziehbare Vergleichbarkeit der Städte untereinander sowie von bestimmten Zeiträumen. Damit können positive wie negative Veränderungen konsistent abgebildet werden. Das Verfahren berücksichtigt die Verbräuche der Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet sowie über Bundeskennzahlen anteilig die CO2-Emission2en aller Unternehmen. Damit sind auch die CO2-Bilanzen der oben genannten Unternehmen erfasst.

Nach dem Verursacherprinzip wird nicht zusätzlich die gesamte Produktion der jeweiligen Unternehmen erfasst, weil dies zu einer Doppelbilanzierung führen würde. Dieses von der Stadt Essen angewandte Verfahren entspricht allen Vorgaben der EU-Kommission, die den Titel jährlich vergibt. Das Unternehmen Trimet wurde zudem im Sinne der Transparenz ausdrücklich in der Bewerbungsschrift aufgeführt und erläutert.

Auch die angesprochene Kopplung von kommunalen Aktionärsanteilen an energieintensiven Unternehmen mit der CO2-Bilanz ist methodisch nicht zulässig. Im Umkehrschluss könnten Städte, die ihre Aktien verkaufen so ihre CO2-Bilanz verbessern ohne tatsächlich weniger CO2 zu verursachen.“

Titelbild: in Stein gehauene Aktivitätserinnerung, hier eine Betonform über dem Baldeneysee bei der Vorstellung für die Öffentlichkeit.  Foto: erle

Leserbrief: Umgestaltung des Werdener Rathausvorplatzes

Der Bezirksbürgermeister wundert sich, dass von Seiten der
Bevölkerung zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes -als Teil
des Verkehrsverlagerungskonzeptes- wenig zu hören sei.
Nein, das ist nicht verwunderlich. Aufschluß hierüber gibt
z.B. die Befürworter-Meinungs-Pin-Wand mit den Bürgeräußerungen.

Nun zum Aktuellen:
Das VG Gelsenkirchen hat zum Verkehrskonzept gesprochen.
Der Rat der Stadt Essen hat demzufolge am 28.11.17 die Planung
zum Beschluß vom 12.7.17 gem. Gerichtsbeschluß revidieren müssen,
weil diese in der veröffentlichten Fassung rechtswidrig war.
So sahen wir es, so sah es auch das Verwaltungsgericht.
Und die Juristen der Stadt, im Rat und der Bezirksvertretung wollen
nicht gewußt haben, dass die Inanspruchnahme von Privateigentum
nach Gutsherrenart rechtswidrig ist? Das ist mehr als peinlich.
Da werden Konzeptgegner gehalten, gültiges, allgemein bekanntes
Recht einzufordern.

Die Stadt ist sich ausweislich der Begründung des Baubeschlusses
des VG Gelsenkirchen bewußt, dass sie mit dem Verzicht auf ein
Planverfahren rechtswidrig handelt.

Sehen wir es sportlich: Die Ortspolitik hat den Werdener das
Verkehrsverlagerungskonzept als ein „Hole in one“ beschrieben,
und nun steht fest, es hatte nicht einmal „Platzreife“.

Rainer Ringhoff, Essen

Bürgerinitiative Bärendelle fürchtet Untätigkeit der Verwaltung

In einem offenen Brief an die Stadtverwaltung äußert die Bürgerinitiative Bärendelle ihren Unmut über die Hinnahme eines weiteren Verfalls der Immobilie Bärendelle, die für die Frohnhauser Bürger ein hohes emotionales Gut darstellt. Sie schreibt:

Offener Brief an das Amt für Stadtplanung und Bauordnung
Betreff: Baugenehmigung für die ehemalige Hauptschule an der Bärendelle
Sehr geehrter Herr Graf!
Wie ihnen bekannt ist, wurde die Bürgerinitiative Bärendelle im Sommer 2013 gegründet, um den weiteren Verfall der ehemaligen Hauptschule an der Bärendelle zu verhindern und eine weitere Nutzung durch die Bürger der Stadt zu erreichen. Das Schulgebäude wurde 2015 an die in Geldern ansässige Stiftung „Mein Wohnen“ veräußert. Mit dem Verkauf war die Maßgabe verbunden, im Erdgeschoss durch den ASB-Ruhr als Mieter ein soziokulturelles Zentrum errichten zu lassen. Die Bürgerinitiative Bärendelle soll laut Ratsbeschluss in den Betrieb des Zentrums eingebunden werden.
Ein möglicher Bezugstermin wurde zu diesem Zeitpunkt für das Frühjahr 2017
angenommen. Im Sommer 2016 begannen die ersten Arbeiten am Gebäude.
Schutzverkleidungen von den Fenstern, z. B. an der ehemaligen Turnhalle, wurden entfernt. Wochenlang war aus dem Gebäude Baulärm zu vernehmen und augenscheinlich wurden verschiedene Innenausbauten entfernt. Im Spätherbst 2016 kamen die Aktivitäten im und am Schulhaus zum Erliegen. Die letzte Information, die wir von der Stiftung im März 2017 erhielten, war, dass sie täglich den Bescheid zur Baugenehmigung erwarten.
Seit gut einem Jahr passiert an dem Gebäude nichts. Durch die entfernten Außensicherungen sind Fenster wieder verstärkt Ziel von Vandalismus. Das Innere des Gebäudes ist durch offenstehende und zerschlagene Fenster erneut Wind und Wetter in erschreckender Weise ausgesetzt. Das Gebäude hat
nach wie vor den Status, den es bereits 2013 schon hatte, es ist dem Verfall
preisgegeben.
Seit fast zwei Jahren ist dies die mehr als dürftige Informationslage für die Mitglieder der Bürgerinitiative und die Frohnhauser Bürger*innen, das ist unerträglich. Hat die Stiftung „Mein Wohnen“ von der Stadt Essen eine Baugenehmigung für das ehemalige Schulhaus an der Bärendelle erhalten?
Sollte dies nicht der Fall sein, stellt sich uns die Frage, warum das bisher nicht geschehen ist? Nach den Entkernungsarbeiten im vergangenen Jahr ist zu vermuten, dass das Gebäude nun unbeheizt in den zweiten Winter geht. Durch diese langfristigen Verzögerungen der Baumaßnahmen befürchten wir eine nachhaltige Schädigung der Bausubstanz des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Weitergehend stellt sich uns die Frage, ob das Projekt überhaupt noch realisiert wird. Wir erwarten mit Spannung Ihre zeitnahe Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerinitiative Bärendelle
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Dein Wunsch für Europa – Pulse of Europe im Essener Ratssaal

‚Was wünscht Du Dir für Europa?‘ war die Frage, die beim Videowettbewerb von Pulse of Europe Essen mit einem kurzen Handyvideo beantwortet werden konnte.

Am Sonntag prämierte die Bürgerinitiative die Sieger im gut gefüllten Ratssaal der Stadt Essen, musikalisch unterstützt von der Essen/Mülheimer Band „Gipsy Machine“.

Gewinner des Videowettbewerbs wurde das Video von Philipp Nover mit dem Titel „EU-Reform“, in dem verschiedene Felder für mögliche Verbesserungen des EU-Funktionierens aufgezeigt und die besonderen Herausforderungen der Wettbewerbsfähgkeit und der Jugendarbeitslosigkeit herausgestrichen wurden.

Den zweiten Preis erhielt das Video „Tanz für Europa“ von Tobias Roos, in dem die EU-Mitgliedsstaaten, jeweils vertreten durch ein Tanzpaar, zur Europahymne miteinander tanzen und deutlich machen, dass sowohl interne als auch externe Abstimmung zum Gelingen des Gemeinschaftstanzes notwendig sind. Eine echte europäische Staatsbürgerschaft wird als Vorschlag zum besseren Miteinander vorgebracht. Besonders freuten sich die Essener Europa-Aktivisten darüber, dass sie für die Preisverleihung den Ratssaal der Stadt Essen nutzen konnten, und dankten Oberbürgermeister Kufen herzlich für seine Unterstützung.

Eine Unterstützung, die sich auch prompt für die Stadt auszahlte:

Petra Thetard vom Europabüro der Stadt Essen und Karina Kleinowski vom Regionalverband Ruhr konnten aus der anschließenden Diskussion noch jede Menge Anregungen dazu mitnehmen, wie wir Europa und auch die Diskussionen um seine Zukunft in Essen sichtbarer machen können.

So könnte zB der neue Essener Europaplatz mit einem Bürgerfest eröffnet werden.

Pulse of Europe geht in Essen in die Winterpause, ist aber auch in der kalten Jahreszeit überregional aktiv. So findet am 17.11. in Gelsenkirchen eine Podiumsdiskussion mit Europaabgeordneten statt, und am 25.11. wird es in vielen europäischen Hauptstädten zeitgleich eine große europaweite Kundgebung geben.

Mehr Infos dazu gibt es auf www.pulseofeurope.eu

Fotos: 1: Preisverleihung 1. Platz, vlnr: Annette Loske, Patrick Nover, 2: Preisverleihung 2. Platz, vlnr: Preisträger Tobias Roos und Partnerin, 3: Die Band „Gipsy Machine“

Videowettbewerb: „Eure Botschaft für Europa“ 2017

Was wünschen wir, die Bürger in Deutschland uns für die kommende Amtszeit der Bundesregierung in Berlin für die weitere Entwicklung der Europäischen Union und Europas? Diese Frage steht im Zentrum eines europäischen Bürger-Preiswettbewerbs:

Jede und jeder kann ein kurzes Video bis maximal 1 Minute Dauer mit seiner Botschaft aufnehmen und einsenden, einzeln oder in Gruppen. Zu gewinnen sind drei europäische Hauptpreise im Wert von bis zu 250 Euro (1. Preis).

Also, kreativ  sprechen, singen, malen, musizieren oder tanzen zur Frage was  in Europa wichtig ist, was die Politik in der Koalition auf Bundesebene in Brüssel voranbringen soll und womit Bürgern geholfen werden kann.

Eine persönliche Anwesenheit der Einsender zur Preisverleihung bei der Pulse of Europe-Veranstaltung am Sonntag 05.11.2017 ab 14 Uhr in Essen ist Voraussetzung für eine Preisvergabe im Wettbewerb (Juryentscheid).

Einsendungen zur Teilnahme am Preiswettbewerb vor dem 03.11.2017 als abspielbare Videodatei mit der Angabe von Namen, Alter und Postadresse an die Mailadresse schicken:

essen@pulseofeurope.eu

So gehts: 

Kurze Videobotschaft bis 1 Minute Dauer aufnehmen

  • Thema: Was soll Deutschland für und in Europa in den nächsten 4 Jahren erreichen?
  • Bis 03.11.2017 (24 Uhr) per Mail unter Angabe von Name, Alter und Anschrift einsenden an:

essen@pulseofeurope.eu

  • Preise: 1.) 250 € Preisgeld, 2.) Thalys-Zugticket 150 €, 3.) Europäischer Geschenkkorb 100 €
  • Bei der Preisverleihung am Sonntag 05.11.2017 ab 14 Uhr in Essen dabei sein

 

 

BUND: Proteste gegen Massentierhaltung

Zahlreiche BUND-Aktive zogen am Freitag vor Parteizentralen, Hühnerfabriken und in die Stadtzentren, sprachen mit Politikern und gaben Interviews.

In ganz Deutschland waren Aktive mit Bannern, Schildern, Kükenmützen und Hühnerkostümen unterwegs, um „Raus aus der Massentierhaltung“ zu fordern.

Denn es müsse endlich Schluss sein mit zu engen Ställen und dem übertriebenen Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Auch, dass jedes Jahr rund 50 Millionen Eintagsküken getötet werden, sei nicht hinnehmbar. Ein genauer Zeitplan, eine gesicherte Finanzierung und konkrete Vorgaben für einen Umbau der Tierhaltung gehöre jetzt in den Koalitionsvertrag der neuen Regierung.

„Förderfonds Bürgerschaftliches Engagement“ unterstützt Ehrenamtliche 2017 mit 50.000 Euro: Antragstellung noch bis 1. August möglich

Ehrenamtliches Engagement lohnt sich – aus diesem ideellen Grund entscheiden sich die zahlreichen ehrenamtlich aktiven Essenerinnen und Essener für ihren Dienst an der Gesellschaft. Die Stadt Essen unterstützt den Einsatz der Essener Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Freizeit für andere stark machen, anleiten, helfen oder mitanpacken, mit dem „Förderfonds bürgerschaftliches Engagement“, und zeigt damit, dass sich Ehrenamt in Essen in mehrfacher Hinsicht lohnt: Mit 50.000 Euro prämiert die Stadt Essen in diesem Jahr ehrenamtliches Engagement.

Noch bis zum 1. August können Initiativen, gemeinnützige Organisationen, Vereine und Projekte eine finanzielle Förderung zur Anerkennung ihrer Ehrenamtlichen bei der Stadt Essen, Servicestelle Essen.engagiert, StadtAgentur, beantragen, um damit als kleines Dankeschön für die Aktiven beispielsweise Ausflüge oder Feiern zu finanzieren. Aber auch Fortbildungen und Qualifizierungen oder Aufwandsentschädigungen sind durch den Fonds förderfähig, sofern sie den ehrenamtlich tätigen Menschen in Essen direkt zu Gute kommen.

Die Antragsunterlagen sowie weitere Informationen sind auf den Internetseiten der Stadt Essen unter: www.essen.de/buergerengagement hinterlegt.

Zum Hintergrund:

Der Förderfonds ist Bestandteil des vom Rat beschlossenen Handlungskonzeptes „Anerkennungskultur“ und soll das ehrenamtliche Engagement in Essen anerkennen und wertschätzen.

Für 2017 stehen 50.000 Euro zur Verfügung. Die Antragstellung erfolgt zu vier Stichtagen (1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November).

Jetzt Anträge stellen: „Förderfonds Bürgerschaftliches Engagement“ unterstützt Essener Ehrenamtliche 2017 mit 50.000 Euro

Der „Förderfonds bürgerschaftliches Engagement“ der Stadt Essen dient der Prämierung des ehrenamtlichen Engagements, dem viele Essener Bürgerinnen und Bürger nachgehen. Bis zum 1. August können gemeinnützige Organisationen, Initiativen, Vereine und Projekte wieder eine finanzielle Förderung zur Anerkennung ihrer Ehrenamtlichen bei der Stadt Essen, Servicestelle Essen.engagiert, StadtAgentur, beantragen.

Die Antragsunterlagen sowie weitere Informationen sind auf den Internetseiten der Stadt Essen unter: www.essen.de/buergerengagement hinterlegt.

Mit dem Förderfonds sollen gemeinnützige Organisationen, Vereine, Initiativen und ihre Ehrenamtlichen unterstützt werden. Die finanzielle Zuwendung soll direkt engagierten Personen zu Gute kommen, die für andere Menschen in Essen beziehungsweise das Gemeinwesen ehrenamtlich tätig sind. Dies umfasst zum Beispiel die Ausrichtung einer Anerkennungsfeier oder kleine Aufwandsentschädigungen.

Zum Hintergrund:

Der Förderfonds ist Bestandteil des vom Rat beschlossenen Handlungskonzeptes „Anerkennungskultur“ und soll das ehrenamtliche Engagement in Essen anerkennen und wertschätzen.

Für 2017 stehen 50.000 Euro zur Verfügung. Die Antragstellung erfolgt zu vier Stichtagen (1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November).