Reaktion der Stadtverwaltung auf vermutliche Attentatspläne auf den Essener Weihnachtsmarkt

Am heutigen Dienstagmorgen (21.11.) sind unter der Federführung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und unter Amtshilfe der Polizei Essen Hausdurchsuchungen in Essen durchgeführt worden. Während dieses Einsatzes ist ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation IS vorläufig festgenommen worden. Sowohl die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt als auch der Staatsschutz bestätigen entgegen anderslautenden Hinweisen eines überregionalen Mediums, dass es nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen keine konkreten Hinweise auf ein Anschlagszenario auf dem Essener Weihnachtsmarkt gäbe. Es besteht nach wie vor eine abstrakte Gefahr, der mit unterschiedlichen Sicherheitsvorkehrungen begegnet wird. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt Essen, der EMG (Essen Marketing GmbH) und der Polizei bei der Erstellung und Umsetzung des Sicherheitskonzepts für den Weihnachtsmarkt ist vorbildlich.

Die Sicherheit aller Essenerinnen und Essener habe oberste Priorität, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die Ordnungsbehörden, die Polizei Essen, die Staatsanwaltschaft und der Staatsschutz arbeiten im Sinne und Interesse der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sehr eng und vertrauensvoll zusammen.“

Ob dies allerdings die potentiellen Besucher des Weihnachtsmarktes beruhigen kann, wird sich zeigen. Der Sprecher eines Schaustelleibtrverbandes warnt allerdings kurz nach dem Bekanntwerden der Meldung vor einer sicherheitsbedingten Einschränkung des Marktbetriebes. Immerhin wären beim Ausbleiben der Laufkundschaft erhebliche finanzielle Einbußen zu befürchten.

Zu kalt zum Arbeiten: „zu niedrige Raumtemperatur“ führt zur Schließung mehrerer Abteilungen des Essener Ordnungsamtes

Pressemeldung der Stadt Essen: Eingeschränkte Erreichbarkeit des Ordnungsamtes

Aufgrund technischer Störungen sind folgende Abteilungen des Ordnungsamtes seit heute Nachmittag (20.11.) nicht erreichbar:

Gaststätten, Spielhallen, Geld- und Warenspielgeräte, Gestattungen
Abschleppmaßnahmen mit Ahndung, Parkraumbewirtschaftung
Bußgeldstelle
Unfallsachbearbeitung
Zurzeit stehen die genannten Bereiche auch für den Publikumsverkehr nicht zur Verfügung. Derzeit steht noch nicht fest, ob die Kolleginen und Kollegen am 21. November wieder vollumfänglich erreichbar sein werden.

HOCHANSTECKENDE LUNGENPEST IN MADAGASKAR: RUND 70 TOTE UND MEHR ALS 800 VERDACHTSFÄLLE

Auf der ostafrikanischen Insel Madagaskar ist die hochansteckende Lungenpest ausgebrochen. Innerhalb weniger Wochen stieg die Zahl der Verdachtsfälle auf über 800 – doppelt so viele Fälle wie sonst im gesamten Jahr. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Infektion diesmal in den dicht besiedelten Städten grassiert. Aktion gegen den Hunger ist in den betroffenen Regionen aktiv und hilft den Menschen in ihrer Notsituation.

Die Lungenpest in Madagaskar breitet sich weiter aus. Seit Anfang August haben sich rund 850 Menschen angesteckt, fast 70 starben. Und ein Ende der Epidemie ist noch nicht abzusehen: „Wir haben den Scheitelpunkt noch nicht erreicht“, sagte Olivier Le Guillou, Landesdirektor von Aktion gegen den Hunger in Madagaskar. Zwar gibt es immer wieder Pestausbrüche auf der Insel, allerdings handelt es sich normalerweise um die Beulenpest. „Diese ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und kommt eher in den ländlichen Gebieten vor.“

Aktuell ist unter anderem die Hauptstadt Antananarivo betroffen – dort leben viele Menschen auf engstem Raum zusammen. Insbesondere in den Armenvierteln sind die hygienischen Bedingungen schlecht. Deswegen kann die Pest schnell um sich greifen.

Übertragen wird die Krankheit durch die Atemluft Infizierter. „Die Symptome der Lungenpest sind mit denen der Grippe zu vergleichen. Die Inkubationszeit beträgt ein bis drei Tage. Die Betroffenen haben hohes Fieber, Kopfschmerzen, fühlen sich schlapp und klagen über Schmerzen in der Brust, bis sich die Krankheit zu einer schweren Lungenentzündung entwickelt. Wenn die Kranken nicht rechtzeitig behandelt werden, führt die Lungenpest innerhalb von 48 Stunden zum Tod“, sagte Caroline Antoine, Expertin für Gesundheit bei Aktion gegen den Hunger.

Aktion gegen den Hunger ist seit 2011 in den Slums der Hauptstadt Antananarivo und im Süden des Landes aktiv. Helferinnen und Helfer konnten deshalb schnell mobilisiert werden. Zwei Teams unterstützen das Personal in zwei Krankenhäusern Antananarivos. Die humanitäre Organisation gibt Hygieneschulungen, richtet Händewaschstationen ein, desinfiziert Räume und entsorgt Abfälle und Abwasser.

„Mit unserer Erfahrung durch den Ebola-Ausbruch in Westafrika sowie die Behandlung von Cholera-Ausbrüchen in vielen unserer Einsatzländer haben wir ein großes Know-how. In den kommenden Wochen werden wir die Familien in Madagaskar so gut es geht unterstützen“, so Olivier Le Guillou.

Um die weitere Ausbreitung der Lungenpest einzudämmen, hat die Regierung Madagaskars bis auf Weiteres öffentliche Versammlungen verboten.

Über Aktion gegen den Hunger:

Aktion gegen den Hunger ist die deutsche Sektion von Action contre la Faim. Die internationale entwicklungspolitische und humanitäre Organisation unterstützt 14,7 Millionen Menschen in 49 Ländern. Seit 38 Jahren kämpft Aktion gegen den Hunger gegen Mangelernährung, schafft Zugang zu sauberem Wasser und gesundheitlicher Versorgung. Mehr als 7.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Nothilfe und unterstützen Menschen beim Aufbau nachhaltiger Lebensgrundlagen.

Info: www.aktiongegendenhunger.de

 

 

Solidaritätsbekundung der Ruhrtriennale und von Intendant Johan Simons

 

Bochum, 24. August 2017 – Mit Betroffenheit reagieren die Ruhrtriennale und Intendant Johan Simons auf die jüngsten Strafverfolgungen der Künstler Kirill Serebrennikow und Doğan Akhanlı durch Russland und die Türkei.

„Wir solidarisieren uns politisch und künstlerisch mit Kirill Serebrennikow und Doğan Akhanlı, die gerade zum unfreiwilligen Symbol werden, künstlerische Freiheit und freie Meinungsäußerung zu verteidigen“, so Johan Simons am Mittwoch in Bochum.

Am Dienstag war der russische Theater- und Opernregisseur Kirill Serebrennikow mit dem Vorwurf der Geldunterschlagung in St. Petersburg verhaftet worden. Am Mittwoch wurde er in Moskau vernommen und wird bis zum 19. Oktober mit einer Fußfessel unter Hausarrest gestellt. Es besteht ein Kontaktverbot. Serebrennikow darf kein Internet nutzen und keine Post über Social Media verschicken, kein Theater betreten und keine Filmaufnahmen machen. Er bestreitet die Vorwürfe. Im Juli hatte das Moskauer Bolschoi-Theater drei Tage vor der Premiere eine Ballett-Inszenierung Serebrennikows über den russischen Tänzer Rudolf Nurejew abgesagt; es dementierte damals, es hätte die Aufführung abgesagt, weil in dem Stück Nurejews Homosexualität offen thematisiert würde. Der türkischstämmige deutsche Autor Doğan Akhanlı war Ende vergangener Woche an seinem Urlaubsort in Spanien festgenommen worden; derzeit ist er unter Auflagen frei; die deutsche Bundesregierung versucht, eine Auslieferung an die Türkei zu verhindern. Akhanlı thematisiert in seinem literarischen Werk den Völkermord an den ArmenierInnen vor 100 Jahren in der heutigen Türkei. Er war bereits in der Türkei wegen des Vorwurfs des Raubes und Totschlags juristisch angeklagt, aber freigesprochen worden; das Urteil war 2013 wieder aufgehoben worden.

Johan Simons: „Natürlich ist es nicht einfach, sich von außen einen umfassenden Einblick in die juristischen Zusammenhänge zu verschaffen. Aber unser Vertrauen in die Unabhängigkeit und Rechtschaffenheit der russischen oder auch der türkischen Justiz ist seit der jüngsten Vergangenheit nicht ohne Grund erschüttert. Es gilt, früh und immer wieder das Wort zu ergreifen und zu warnen, wenn der Eindruck entsteht, die Feinde der Demokratie und der Kunstfreiheit könnten ihre Absichten hinter anderen Manövern verstecken. Europa und die Welt brauchen mutige KünstlerInnen und JournalistInnen, und mutige KünstlerInnen und JournalistInnen brauchen jetzt die Solidarität und Unterstützung Europas. Vor allem dann, wenn es schon ,Mut’ bedarf, eine unbequeme Wahrheit oder eine vermeintlich unschöne Tatsache frei auszusprechen. Gerade haben wir mit einem politischen Europa-Schwerpunkt die Ruhrtriennale 2017 eröffnet und während wir dieses Festival der Künste feiern, bestätigen die jüngsten Ereignisse in Russland und Spanien bzw. der Türkei einmal mehr die Dringlichkeit dieser Themenwahl aufs Traurigste. Sofort muss ich daran denken, was Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller vor wenigen Tagen in ihrer Festspielrede zur Eröffnung der Ruhrtriennale gesagt hat: ,Oft kommt der Anfang des Totalitären harmlos daher, als ginge es nur um den guten Geschmack, um die Verletzung der Gefühle, die Gewöhnung an einige Grenzen, über die man sich im Schreiben oder Malen nicht hinwegsetzen dürfe. Und dann kommt Schritt für Schritt immer noch eine Grenze hinzu. Die Zensur wollte immer schon nicht nur Bücher und Bilder, nicht nur Kunst verbieten, sondern die Wahrnehmung der Welt, aus der heraus die Kunstwerke entstanden sind.’ – Als KünstlerInnen in Freiheit, die wir hier in Deutschland sind, ist es unsere Pflicht, dafür einzutreten, den Wert dieser Grundwerte allen Menschen zu vermitteln und unsere Stimme für ihre Gültigkeit auch andernorts zu erheben. Zu diesen universellen europäischen Werten
gehören eine unabhängige und rechtsstaatliche Aufklärung der fraglichen Vorwürfe und die uneingeschränkte Freiheit der Kunst.“

Essener Lichtwochen ohne Motto und Gastland

(idr). Die 68. Essener Lichtwochen (29. Oktober bis 7. Januar) gehen in diesem Jahr ohne spezielles Motto und Gastland an den Start. Höhepunkte sind neben dem 2. Essen Light Festival (29. Oktober bis 11. November) ein stimmungsvoller Vorhang aus LED-Leuchten und die neue Lichtinszenierung des Kopstadtplatzes. Für Letztere hat das NRW-Ministerium für Last but not least: Kultur und Wissenschaft eine Förderung in Höhe von 30.000 Euro bewilligt. Welches illuminierte Kunstwerk als Tor zum Kreativ-Quartier City Nord erstrahlen wird, entscheidet eine Jury Anfang September. Fünf Künstler aus Essen und dem Ruhrgebiet haben ihre Entwürfe eingereicht. Der Kopstadtplatz darf permanent leuchten, über die begrenzten Inszenierungen zum Jahresende hinaus.

Watt sonst noch abgeht im Pott…

(idr). Zu einer „ZeitreiseHagen“ lädt das Hagener LWL-Freilichtmuseum an 20. August ein. Die Besucher erleben die Steampunk-Bewegung, die in eine Historie entführt, die so nie existierte. Im Ambiente mit Dampfmaschinen, historischen Transmissionen und Zahnrädern werden Steampunks einen Tag in ihren Kostümen verbringen. Sie flanieren, besichtigen, picknicken und sind selbst Attraktionen. Sie stellen dar, wie sich Menschen im 19. Jahrhundert die Zukunft vorgestellt haben könnten.

Infos: www.aetherangelegenheiten.de/zr/

Busta Rhymes, Common, DJ Premier, Kool Savas und rund 60 weitere Künstler aus aller Welt stehen beim Out4Fame Festival auf der Bühne, das vom 18. bis 20. August erstmals im Revierpark Wischlingen in Dortmund stattfindet. Drei Tage lang dreht sich alles um deutschen und internationalen Hip Hop. Dabei wird die gesamte Breite des Genres vorgestellt.

Infos: www.Out4Fame.de

Volles Programm gibt’s am Samstag, 19. August, im Freizeitzentrum Xanten. Um 11 Uhr startet im Strandbad Südsee die Stadtmeisterschaft im Badewannenrennen. Bunt kostümierte Zweier-Teams paddeln dabei in ihren Badewannen um die Wette. Ab 20 Uhr startet dann die „Rote Nacht“ im Hafen Xanten. Bei freiem Eintritt und möglichst in Rot gekleidet feiern die Gäste mit Musik, Zauberei und Illuminationen.
Infos: www.f-z-x.de

Das „Hopfenfest“ feiert vom 17. bis 20. August Premiere auf dem Altstadtmarkt in Recklinghausen. Vier Tage lang können mehr als 100 Biersorten probiert werden, egal sie ob nach Reinheitsgebot gebraut wurden oder nicht. Die Getränke stammen nicht nur aus Deutschland, sondern aus ganz Europa und sogar aus Übersee. Die Brauer selbst informieren über die Herstellung der verschiedenen Gerstensäfte.
Infos: www.hopfenfest.net

Das Dattelner Kanalfest wird in diesem Jahr erstmals nicht an der Uferpromenade, sondern auf dem Vereinsgelände des TV Datteln 09 gefeiert. Auch beim neuen Fest am Kanal gibt es vom 18. bis 20. August ein buntes Programm mit Musik, Party und Kindermusical. Zu den Höhepunkten zählen die Auftritte der Bands Barclay James Harvest und The Rattles am Samstagabend.
Infos: www.festamkanal.de

Brand in der Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf

Dienstagnacht (25.7.) hat es in der Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf gebrannt. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, ermittelt nun die Kriminalpolizei.

Die vom Brand betroffenen Bereiche in der ersten Etage der Schule sind derzeit versiegelt und dürfen nicht betreten werden. Aufgrund des Brandes können sich Schadstoffe beim Verbrennungsprozess gebildet haben. Dies muss nun von gutachterlicher Seite überprüft werden.

In Bezug auf die Brandsanierung steht die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen im engen Kontakt mit der Versicherung. Erst wenn das Gutachten der Versicherung vorliegt und ausgewertet ist, können weitere Informationen zur Sanierung und Reinigung, zu den Kosten und zum zeitlichen Ablauf veröffentlicht werden.

Fotos: Elke Brochhagen

Bombenentschärfung in Vogelheim erfolgreich abgeschlossen

Die Entschärfung der englischen Fünf-Zentner-Bombe in Vogelheim ist ohne größere Zwischenfälle verlaufen.

Im inneren Kreis waren rund 1.350 Menschen von der Evakuierung betroffen, unter anderem auch junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Ferienspatzaktion sowie einer Ferienaktion von Rot-Weiss Essen. Eltern konnten ihre Kinder in der Betreuungsstelle im Stadion Essen abholen. Insgesamt haben sich rund 130 Anwohnerinnen und Anwohner in der Betreuungsstelle eingefunden. Die beteiligten Hilfsorganisationen haben 31 Krankentransporte durchgeführt. Im äußeren Kreis waren insgesamt rund 3.000 Personen betroffen.

Den Einsatz haben insgesamt 155 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, RGE, EVAG, Steag sowie der unterschiedlichen Hilfsorganisationen durchgeführt.

Rund 110 Bürgerinnen und Bürger haben sich an dem eingerichteten Bürgertelefon über die Entschärfung informiert. Alle Beteiligten sind mit dem Verlauf des Einsatzes zufrieden.

Vorhang auf, die Vorstellung beginnt! Kindertheater im Grugapark

Am zweiten Ferienwochenende verwandelt sich der Theater- und Spielpavillon wieder in eine große Bühne: Kleine und große Theaterfreunde lädt das „Theater con Cuore“ am Samstag, 22. Juli, um 15 Uhr zu „Peter und der Wolf“.

Die kleine Geschichte zeigt, dass man trotz allerlei Schwierigkeiten nicht aufgeben soll und manchmal auch der Zufall zur Lösung verhilft.

Am Sonntag, 23. Juli, 15 Uhr, spielt dasselbe Theater die wunderbare Geschichte von einem alten Mann und einem Kater – besser bekannt als „Petterson & Findus“.

Samstag, 22., und Sonntag, 23. Juli, jeweils um 15 Uhr . Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

12.500 Besucher beim Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt

12.500 Besucher trotzten dem schlechten Wetter und feierten heute ausgelassen den Tag der Bewegung in der Essener Innenstadt. Für die größte Veranstaltung der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 nach der Eröffnungsfeier im Januar wurde der Innenstadtring zwischen der Hindenburgstraße und dem Viehofer Platz auf einer Strecke von 3 Kilometern für den Autoverkehr gesperrt. Ziel war es, für Bewegung zu begeistern und gleichzeitig das Umweltbewusstsein zu steigern. Über 130 Aussteller beteiligten sich an diesem Großevent.

„Mit dem Tag der Bewegung wollten wir vor allem eines: einen Anstoß für ein Umdenken im Kopf geben und Menschen dazu bewegen, sich zu bewegen.“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen.
Über 1.500 Mitwirkende waren auf der Strecke unterwegs und setzten mit einem unterhaltsamen wie abwechslungsreichen Programm die Themen der Grünen Hauptstadt auf spielerische Art und Weise in Szene. Geboten wurden zahlreiche Programmpunkte für die ganze Familie: eine Modenschau mit Kleidung aus Plastiktüten, überraschende Flashmobs, diverse Walking Acts, ein Kreativmarkt, ein Blutdruckmess-Rekordversuch, ein Seifenkistenrennen, eine Wissenschaftsstadt und vieles mehr.

Zahlreiche Mitmachaktionen waren ebenso Teil der Veranstaltung. Besucherinnen und Besucher konnten unter anderem selbst Solarwasserboote bauen oder im mobilen Garten gärtnern. Und auch die Kleinsten brachten sich an diesem Tag mit ein – insgesamt 43 Kitas beteiligten sich und zeigten unter anderem, wie aus Getränkepaketen neue Geldbörsen gebastelt oder Saatpads hergestellt werden können. Der Höhepunkt des Tages fand dann um 15 Uhr auf dem Berliner Platz statt: 600 Fahrradfahrer folgten der Fahrradsternfahrt Ruhrgebiet, organisiert von ADFC Essen, VeloCity Ruhr und Critical Mass Essen. Gemeinsam mit Walking Acts, Tänzern, Akrobaten sowie Künstlerinnen und Künstlern waren sie in einer extra für den Tag entstandenen Inszenierung von dem international renommierten Lichtkünstler und Regisseur Wolfram Lenssen zu sehen.

(ü. Pm.)

Zwei Jugendblasorchester im Rathaus

Das Görlitzer Jugend Show Orchester ist für eine Woche im Ruhrgebiet zu Gast. Auf Einladung des Schönebecker Jugendblasorchesters besuchen die jungen Musikerinnen und Musiker heute (28.6.) die Stadt Essen.

Bevor sie in der Rathaus-Galerie ihr Können zeigten, empfing Bürgermeister Franz-Josef Britz beide Orchester in der 22. Etage des Essener Rathauses.

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, den Gästen bei einem guten Ausblick auf die Stadt deren Werdegang von ländlicher Kleinstadt zur größten Montanstadt über den Strukturwandel zum heutigen Handels-, Dienstleistungs- und Verwaltungsstandort und zur „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ zu schildern.

Einen Teil der Essener Industriegeschichte wollten die Gäste am Nachmittag besichtigen: das UNESCO-Welterbe Zollverein. Der Bürgermeister war sicher, dass die Besucherinnen und Besucher von der Stadt beeindruckt sein werden: „Wo einst mühevoll Kohle gefördert und Koks produziert wurden, steht heute ein Zentrum für Kunst, Kultur und Design. Und auf dem Areal haben sich auch viele seltene Pflanzen- und Tierarten angesiedelt.“

Titelfoto: Bürgermeister Franz-Josef Britz empfängt das Jugend Show Orchester aus Görlitz. Foto: Elke Brochhagen