„Belastendes Erbe“ – Luthers Judenfeindschaft und die evangelische Kirche

Vortrag von Professor Marcel Nieden am Donnerstag, 26. Oktober, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge. Der Eintritt ist frei.

Dass sich die Nationalsozialisten im Dritten Reich zur Legitimierung ihrer antisemitischen Gewaltexzesse auf die späten judenpolitischen Ratschläge Luthers beriefen, stellt für Christinnen und Christen, deren religiöses Selbstverständnis dem Wittenberger Reformator wesentliche Einsichten verdankt, eine schwere Hypothek dar. Der Vortrag „Belastendes Erbe“ von Professor Marcel Nieden, Universität Duisburg-Essen, erkundet, wie die evangelische Kirche und Theologie in Deutschland nach 1945 mit dem Vermächtnis der judenfeindlichen Äußerungen Luthers umgegangen sind und das spannungsreiche Judenkonzept des Reformators gegenwärtig diskutieren.

Über den Referenten:

Marcel Nieden wuchs in Darmstadt auf und studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau, Erlangen und Heidelberg. Er habilitierte sich in Kirchengeschichte und lehrt seit 2011 Evangelische Theologie mit dem Schwerpunkt Historische Theologie an der Universität Duisburg-Essen.

„Ein deutscher Blick auf Polen heute“ im „Donnerstagsgespräch“ der Alten Synagoge mit Professor Werner Benecke

In der Reihe „Donnerstagsgespräch“ der Alten Synagoge Essen wirft Professor Werner Benecke, Europa Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder, am Donnerstag, 7. September, einen „deutsche[n] Blick auf Polen heute“:

In Folge der politischen Wende nach 1989 hat sich Polen stark verändert. Der Beitritt zur Europäischen Union (2004) und zur Nato (1999) verändern Wirtschaft und Gesellschaft. Die Beziehung des demokratischen Polen zur Vergangenheit muss neu erarbeitet werden. Vor 1939 waren zehn Prozent der Gesamtbevölkerung und ein Drittel der Warschauer jüdisch. Wie stellt man sich in Polen heute zu diesem Teil der polnischen Geschichte?

Politische Lager bildeten sich nach 1990 aus. Heute ist eine konservative und national gesinnte Regierung an der Macht. Ihr Vorgehen im letzten Jahr bezüglich der Justiz und der Presse hat vielerorts Aufsehen erregt. Eine konservativ inspirierte Veränderung des Abtreibungsgesetzes wurde durch massive Proteste von Frauen jüngst gestoppt: Wie sind diese Veränderungen der politischen Landschaft Polens zu beurteilen? Wie steht die neue Regierung zu Deutschland? Wie will sie Einfluss auf die Darstellung der Geschichte nehmen: Wie sind die Vorfälle um das neue Museum in Danzig zu bewerten? Wir hat sich das Bild der Polen von den Deutschen seit 1990 entwickelt?

Professor Werner Benecke wurde in Braunschweig geboren und studierte in Göttingen, wo er auch habilitierte. Er lehrt seit 2006 an der Europa Universität Viadrina-Frankfurt an der Oder zu Gegenständen der mittel- und osteuropäischen Geschichte im polnisch-russisch-deutschen Kontext. Seine Universität kooperiert eng mit polnischen Akademien und hat viele Studierende aus Polen.

Am Donnerstag, 7. September, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge. Der Eintritt ist frei.

„50 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg“ – Donnerstagsgespräch in der Alten Synagoge

In der Reihe „Donnerstagsgespräch“ in der Alten Synagoge referiert Karl H. Klein-Rusteberg über „50 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg – Deutsche Wahrnehmungen Israels im Lichte der historischen Zäsur 1967“.

Nicht allein für die Nahost-Region gilt der Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 als tiefer geschichtlicher Einschnitt. Mit den Ergebnissen des Krieges verändert sich die Wahrnehmung der Nahost-Region, der arabischen Staaten und Israels weltweit.

Mit dem Blick auf Israel sind die Gesellschaften und politischen Gemeinwesen des Westens auch auf ihre Selbstwahrnehmung zurückgeworfen. Im Verhältnis zu Israel als jüdischem Staat spiegelt sich immer auch das Verhältnis des modernen, Nach-Holocaust-Deutschland zu sich selbst. Mit den Umbrüchen der Nahost-Region durch den Sechs-Tage-Krieg verändert sich das Verhältnis Deutschlands zu Israel.

Mit dem Krieg und seinen Folgen gerät das geschichtliche Muster der Interpretation der Konflikte in Nahost mehr und mehr zu einer Deutung eines Konfliktes zwischen „Erster“ und „Dritter“ Welt. In der (weltweiten) öffentlichen Wahrnehmung wird Israel mehr und mehr vom „David“ zum „Goliath“ (des Westens).

Diesem Wandel in der Wahrnehmung geht der Referent in seinem Vortrag nach und fragt, inwiefern die Zeit nach dem historischen Kalten Krieg – also nach 1989/91 – abermals das Bild Israels und die Politik gegenüber Israel beeinflusst oder gar weitreichend verändert hat. Der Sechs-Tage-Krieg als Zäsur der Nachkriegsgeschichte ist auch hierfür ein Ausgangspunkt.

Am Donnerstag, 29. Juni, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge. Der Eintritt ist frei.

Gerhard Richter im Folkwangmuseum

Am Donnerstag, 22. Juni 2017, 19 Uhr, berichtet der Drucker Mike Karstens über seine Zusammenarbeit mit Gerhard Richter. Das Museum Folkwang zeigt aktuell Gerhard Richters Editionen, darunter vielzahlige druckgrafische Auflagenwerke an deren Entstehung Karstens maßgeblich beteiligt war. In Karstens Vortrag „Konzeption – Produktion – Edition“ gibt er konkrete Einblicke in Richters Arbeitsweise der letzten Jahre.

Der Münsteraner Drucker, Editeur und Galerist Mike Karstens arbeitet seit fast 30 Jahren mit internationalen Künstlern zusammen. In dieser Zeit entstand eine Vielzahl an Editionen und Portfolios in allen möglichen druckgrafischen Techniken. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf Projekten, die mit Gerhard Richter entstanden sind, darunter die monumentale Wandarbeit Strontium, welche 2004 für das De Young-Museum in San Francisco angefertigt wurde und die Entwurfsarbeiten zum Kölner Domfenster.

„Gerhard Richter. Die Editionen.“ präsentiert erstmals alle 173 Editionen des weltbekannten Künstlers komplett. Die umfangreiche Einzelausstellung ermöglicht somit einen einmaligen Überblick über Richters mehr als fünf Jahrzehnte umfassendes künstlerisches Werk. Die Ausstellung ist bis zum 30. Juli 2017 im Museum Folkwang zu sehen.

Titelfoto: Gerhard Richter, „Blau-Gelb-Rot“ a. d. Serie: „Farbfelder.“ 6 Anordnungen von 1260 Farben, 1974, Offsetdruck auf Karton, 64,4 x 79,2 cm, Courtesy Olbricht Collection, © Gerhard Richter, 2017

Foto: Mike Karstens druckt HAUT 1 und 2  für Gerhard Richter.

Information

Do, 22.6.2017, 19 Uhr

„Mike Karstens: Konzeption – Produktion – Edition. Beispiele aus der Zusammenarbeit mit Gerhard Richter“

Teilnahmebeitrag: 5 € / 2,50 € / Mitglieder des Kunstring Folkwang frei. Begrenzte Teilnehmerzahl.

AKTUELL | WHAT’S ON

 San Francisco 1967. Plakate im Summer of Love | bis 3. September 2017

Arwed Messmer. RAF – No Evidence / Kein Beweis | bis 3. September 2017

 Peggy Buth. Vom Nutzen der Angst | bis 3. September 2017

Gerhard Richter. Die Editionen. | bis 30. Juli 2017

UG im Folkwang
The Great Infinity Pool. Klasse Prof. Ricarda Roggan, ABK Stuttgart | bis 2. Juli 2017

(ü. Pm.)

 

Lesung in der Alten Synagoge Essen: Gilles Rozier

Am Donnerstag, 8. Juni, geht Gilles Rozier der Geschichte der jiddischen Sprache und Literatur im „Jiddischland“ (historisches Sprachgebiet der jiddischsprachigen osteuropäischen Juden) nach. Er liest ab 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge Essen aus seinem Roman „Im Palast der Erinnerung“ und stellt den in 2014 mit Anne-Sophie Dreyfus gegründeten französischen Verlag für jiddische Literatur, L’antilope, vor.

In seinem Roman erzählt der französische Autor Gilles Rozier die Geschichte der jiddischen Literatur vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Es ist die Geschichte der versuchten Emanzipation einer Sprache in Osteuropa und dann später auch in Israel. Eine Abschiedssymphonie? Das allgemeine Interesse an seinem Buch sowie seine Arbeit als Verleger lassen die Hoffnung wiederaufkommen, dass die jiddische Sprache zu neuem Leben kommen könnte.

Gilles Rozier ist Schriftsteller und Übersetzer. Seine Begeisterung für die Jiddische Sprache führte ihn zur Promotion in jiddscher Literatur. Er war bis 2014 Direktor des Pariser Hauses für jiddische Kultur, bevor er im selben Jahr den Verlag L’antilope mitgründete.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch statt.

(ü. Pm.)

Gottfried Boehm über das Werk und Wirken der österreichischen Malerin Maria Lassnig

Der Kunsthistoriker und Bildwissenschaftler Gottfried Boehm spricht am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 18 Uhr im Museum Folkwang über das Werk von Maria Lassnig. Lassnig, deren Arbeiten aktuell im Museum Folkwang gezeigt werden, zählt zu den maßgebenden Künstlerinnen ihrer Generation. Gottfried Boehm setzt sich in seinem Vortrag mit Lassnigs Konzept des „Körpergefühls“ auseinander.

Maria Lassnig (1919-2014) ist längst als eine der wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation anerkannt. Was sie auszeichnet ist ein eigenes und unverwechselbares Konzept, das sie während mehr als sechzig Arbeitsjahren reich entfaltet hat. Sie setzt ihre Körperempfindungen ins Bild um und sie entdeckte somit die physisch-psychische Befindlichkeit als den Motor künstlerischen Ausdrucks. Gottfried Boehm setzt sich mit seinem Vortrag „Der unbekannte Körper“ das Ziel, das eigentliche Konzept von Lassnig zu ermitteln, das Lassnig selbst Körperbewußtseinsmalerei genannt hat. Dahinter verbirgt sich die Einsicht, nicht von einem abstrakten Künstlersubjekt auszugehen, sondern von den intensiven Empfindungen, die im eigenen Leib aufgespürt werden.

Gottfried Boehm (*1942 Braunau/Böhmen) studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Köln, Wien und Heidelberg. Boehms Forschungs- und Lehrtätigkeit zählt unter anderem Stationen an der Ruhr-Universität Bochum (1975-1979), an der Justus-Liebig-Universität Giessen (1979-1986) sowie sein Amt als Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel (seit 1986), wo er 2012 emeritiert wurde.
Seit Juli 2006 gehört er als korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an, seit 2011 ebenso der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2011 lehrt er im Rahmen der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur an der Universität Mainz.

Information
Do, 11. Mai, 18 Uhr
Gottfried Boehm: „Der unbekannte Körper. Über Maria Lassnig“
In Kooperation mit dem Kunstring Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang

Teilnahmebeitrag 5 € / 2,50 € / Mitglieder des Kunstring Folkwang frei.

(ü. Pm.)

Gespräch über Bücher: „Elena Ferrante: Meine geniale Freundin“

Im Rahmen der Reihe „Gespräch über Bücher“ befassen sich am Mittwoch, 10. Mai um 20 Uhr Professorin Dr. Alexandra Pontzen (Universität Duisburg-Essen) und Professor Dr. Michael Niehaus (Fernuniversität Hagen) mit ihrem Gast Dr. Mirna Zeman (Universität Duisburg-Essen) mit dem Buch „Elena Ferrante: Meine geniale Freundin“. Der Eintritt ist frei.

Zum Roman:
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?

Zur Veranstaltungsreihe:
Zwei Literaturwissenschaftler und jeweils ein Gast laden zum Austausch über Leseerfahrungen. Ein relativ neu erschienenes Buch wird vorgestellt und – vor allem – gemeinsam diskutiert. Am Ende dieses kommunikativen Spiels mit öffentlicher Urteilsbildung verstehen alle Beteiligten (hoffentlich) ein bisschen besser, warum ihnen ein Buch gefallen oder nicht gefallen hat. Das Motto für das Sommersemester 2017 lautet: „Autobiographische Romane / Lebensromane“.

Mittwoch, 10. Mai, 20 Uhr, Zentralbibliothek, Hollestraße 3. Der Eintritt ist frei.

(ü. Pm.)

Vortrag: Israels Staatsräson und der Nahostkonflikt

Die historische Krisenregion des Nahen Ostens ist mit der Gründung Israels 1948 noch komplexer geworden. Der jüdisch-arabische Konflikt ist ein Motor für die permanenten Auseinandersetzungen in der Region. Wo liegen die Ursachen dieser Dauerkrise?
Die Referentin analysiert die Bedeutung der Gründungsmythen Israels und ihren Einfluss auf die Politik Israels bis heute. Gibt es Wege zu einer friedlichen, dauerhaften Lösung des Konflikts, insbesondere
zwischen Israelis und Palästinensern?
Dr. Tamar Amar-Dahl ist in Israel aufgewachsen und arbeitet seit 2009 als Historikerin an verschiedenen deutschen Instituten.
Im Anschluss an den Vortrag findet eine Diskussion statt.
Mittwoch, 17.05.2017, 19-21 Uhr,
Volkshochschule, Burgplatz 1, Eintritt frei

(ü. Pm.)

Literatur fürs Ohr – Geschichten von Siegfried Lenz in der Stadtteilbibliothek Stadtwald

In der Stadtteilbibliothek Stadtwald werden am Mittwoch, 5. April, um 17:30 Uhr skurrile und deftige Geschichten aus Bollerup von Siegfried Lenz zum Ohrenschmaus! Das renommierte Ensemble „Die Bucheckern“ aus dem Gelsenkirchener Consol Theater lassen den „Geist der Mirabelle“ mit seinen „seltsamen und krummwüchsigen Gedanken und erstaunlichen Einfällen“ aus der Flasche…Hinter den „Bucheckern“ aus Gelsenkirchen verbergen sich: Maria Grün, Doris Himmelreich, Ursula Junker, Petra Klapdor, Annette Rüthers, Renate Wittenbrink und Renate Wojtkowiak.

Kostenlose Eintrittskarten sind ab sofort in der Stadtteilbibliothek Stadtwald erhältlich.

(ü. Pm.)

„60 Jahre Römische Verträge“ und WDR Big Band im Schloß Borbeck

Am Freitag, 24. März, um 19 Uhr gibt es im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, 45355 Essen, ein Symposium zum Thema: „60 Jahre Römische Verträge: und nun?“

Lange wurde die Vorstellung „einer immer engeren Union“ von der großen Begeisterung ihrer Anhänger getragen. An ihrem 60. Jahrestag sieht sich Europa  in einer bis dahin nicht gekannten Lage. Nach langer positiver Entwicklung scheint die traditionsreiche Kompromissfindung kein Erfolgsmodell mehr zu sein. Was wird nun geschehen? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Ansgar Belke, Professor für Makroökonomik an der Universität Duisburg-Essen sowie Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft (IBES), Jean Monnet Professor, der französische Generalkonsul in Düsseldorf, Vincent Muller, sowie Prof. Dr. Wolfgang Schmale, Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien in ihren jeweiligen Impulsbeiträgen nach, moderiert von Dr. Frank Hoffmann vom Institut für Deutschlandforschung an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Referenten.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung der Lions Clubs Lyon Doyen, Essen-Assindia, Milano Host und Erfurt-Thuringia, in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum Essen und in Kooperation mit Schloß Borbeck ist frei. Eine Anmeldung ist dringend erforderlich unter: Tel. 0201/77 63 89 im Deutsch-Französisches Kulturzentrum Essen e.V.

Nur eine Woche später, am Freitag, 31. März, ebenfalls um 19 Uhr gastiert die WDR Big Band im Schloß Borbeck. In ihrem neuen Programm „Monk @ 100“ huldigen die WDR Big Band Köln und der Amerikaner Chris Byars (Saxofon, Arrangement und Leitung) mit Thelonious Monk einem der Protagonisten des Bebop, einem innovativen Pianisten und nicht zuletzt einem wagemutigen Komponisten, der 2017 seinen 100. Geburtstag feiern würde.

Byars hat dazu einige wegweisende Kompositionen Monks „entkernt“ und in ihre Einzelteile zerlegt. In einem zweiten Schritt hat Chris Byars die Teile zu einem Big-Band–kompatiblen und andersartigen Mosaik neu zusammengesetzt – ohne dabei den Kern der Originalkomposition aus den Augen zu verlieren.

Karten zu diesem Konzert gibt es ab sofort im Schloß Borbeck, Schlossstraße 101, 45355 Essen, zum Preis von 25 €, erm. 20 €, unter Tel. (0201) 88 44 219.

(ü. Pm.)

Vortrag in der Alten Synagoge Essen: „Grüne Politik: Israels Beitrag zur Nachhaltigkeit von Wasser Ressourcen“

Ram Aviram, Botschafter a.D., wird am Donnerstag, 23. März, 19 Uhr, Edmund-Körner-Platz 1, im Seminarraum einen Vortrag zum Thema „Grüne Politik: Israels Beitrag zur Nachhaltigkeit von Wasser Ressourcen“. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Israel ist ein Land mit wenig Niederschlägen. Die Bevölkerungszahl aber ist in den letzten fast siebzig Jahren seit der Staatsgründung gewachsen. Über 10 Millionen Menschen wohnen in Staat Israel und den Besetzten Gebieten. Wissenschaftliche Forschung hat Israel zu einer führenden Stellung im Bereich der Nachhaltigkeit im Verbrauchen von Wasser gemacht: Süßwassergewinnung aber auch Bewässerung mit Brauchwasser, computergesteuerte Tropfen-Irrigation von Nutzpflanzen (Bewässerung) sind nur Stichworte. Sogar feindlich eingestellte Nachbarstaaten sind an diesen Technologien interessiert. Botschafter Ram Aviram kann durch seine politische Tätigkeit hinter den Kulissen der Weltpolitik aus erster Hand Unbekanntes berichten.

Ram Aviram ist in Israel aufgewachsen machte im Außenministerium Karriere. Er war Leiter der Wasser und Umwelt-Abteilung und später des Büros des damaligen Außenministers Shimon Peres. Er diente als Botschafter in Griechenland. Er hat im damaligen Friedensprozess mit den Palästinensern maßgeblich die Verhandlungen in Wasserfragen geleitet. Er betreut zur Zeit auch das Renaturierungsprojekt für den unteren Lauf des Jordanflusses und unterrichtet auch an der Tel Hai-Hochschule für Post-Graduierte. Seit 2006 hat er zudem eine Beratungsfirma zu Wasserfragen gegründet (BIT-Consultancy) und widmet sich innovativen Wasserprojekten. Er ist dabei weltweit unterwegs.

(ü. Pm.)

Einweihung des Grabdenkmals für die in Essen verstorbenen deutschen und französischen Soldaten des Krieges 1870-71

Hier die Einladung des Centre Culturel et de la Bibliothèque Française:

Die Einladung an OB Kufen mal in sauberem Französisch:

Nous sommes heureux de vous inviter à la double manifestation du samedi 18 mars qui aura lieu en présence de Thomas Kufen, Maire d’Essen, de Frank Mußhoff, Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung I, et de Pierre-Yves Le Borgn´, Député des Français à l’étranger :

Einweihung des Grabdenkmals für die in Essen verstorbenen deutschen und französischen Soldaten des Krieges 1870-71

Samstag, 18. März, 13:00 – 14:00 Uhr, Segerothpark Essen, Eingang  Paulstr.

 Eröffnung der Ausstellung: Ernste und heitere Bilder aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71

Bilderbogen und Karikaturen (20.03. – 30.06.2017)

Samstag,  18. März, 14:30-15:30 Uhr, Deutsch-Französisches Kulturzentrum, Brigittastr. 34, 45130 Essen

Einweihung

Samstag, 18. März, 13:00 – 14:00 Uhr ,Segerothpark Essen, Eingang  Paulstr.

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 starben 41.000 deutsche und 139.000 französische Soldaten. Darunter 17 deutsche Soldaten, die in den Essener Lazaretten den Folgen ihrer Verwundungen erlagen. Diese wurden auf dem damaligen Friedhof im Segeroth in einer gemeinsamen Gruft bestattet. Zu ihrem Andenken wurde ein besonderes Ehrenmal über der Grabstelle errichtet, das während des zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Nicht gedacht wurde damals der in Essen verstorbenen französischen Kriegsgefangenen, deren Zahl und Identitäten unbekannt sind. Von zweien kennen wir die Namen: Jacques Moreau uns Jean Périer. Ihnen und allen anderen soll auf der neuen Gedenktafel nachträglich die Ehre erwiesen werden. Kriegerdenkmäler sind Zeugen ihrer Zeit, einer Zeit, als gegenseitiger Hass auf den „Erzfeind“ das Leben der Deutschen und Franzosen bestimmte. Heute mahnen sie, für Frieden und Völkerverständigung einzutreten.

Ausstellungseröffnung

Samstag,  18. März, 14:30-15:30 Uhr, Deutsch-Französisches Kulturzentrum, Brigittastr. 34, 45130 Essen

Gezeigt werden Originalkarikaturen, welche die wichtigsten Ereignisse des Krieges 1870-71 aus der Sichtweise Frankreichs und Deutschlands schildern. Alle gezeigten Exponate sind im Besitz des Instituts für Zeitungsforschung Dortmund. Präsentation im Rahmen der Einweihung der Gedenktafel für die in Essen verstorbenen französischen und deutschen Soldaten des Krieges 1870-71

Einführung: Dr. Astrid Blome, Leiterin des Instituts für Zeitungsforschung, Dortmund

Amateurs de caricatures et de cabaret ne manquez pas la soirée

avec Floh le 23 mars, à 19h30 au Centre Culturel !

http://www.flohdebray.de

Nous espérons que ces évènements nous donneront l’occasion de vous saluer bientôt !

https://essen.institutfrancais.de/

(ü. Pm.)