Verhindert Laschet den Ausstieg aus Urananreicherung und den Exportstopp für Brennelemente?

Eine Bundesratsinitiative von Baden-Württemberg soll den Exportstopp erreichen, doch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der sonst zwar gerne die Stilllegung von Tihange und Doel im benachbarten Belgien fordert, legt sich nach Ansicht verschiender Aktionsbündnisse quer.

Verschiedene Aktionsbündnisse und Arbeitskreise, sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bemängeln das nach ihrer Ansicht fehlende Engagement des NRW-Chefs in der Auseinandersetzung um Aufarbeitung und Produktion von Kernbrennstäben. So heißt es in einer am 23. 10. 2018 herausgegebenen Pressenachricht, „Der internationale Urananreicherer Urenco wird weiterhin die belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel mit angereichertem Uran von seinen Standorten Gronau/Westfalen und Almelo/NL für die Brennelementefertigung beliefern. Dies teilte ein Unternehmenssprecher am Wochenende in zwei Antwort-Mails an einen belgischen Atomkraftgegner sowie dasUmweltinstitut München mit. In beiden Schreiben heißt es gleichlautend: „URENCO hat
langjährige Verträge mit unseren belgischen Kunden, und in dieser Hinsicht erfüllen wir weiterhin unsere Verpflichtungen.“
Dabei hatte erst Anfang Oktober der Chef von Urenco Deutschland, Joachim Ohnemus, in Gronau
gegenüber Bundestagsabgeordneten der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen bekundet, dass Urenco in Zukunft auf Uranlieferungen von Gronau nach Belgien „intern“ verzichten wolle.
Gründe für den jetzigen Rückzieher nannte Urenco nun nicht.
„Wir sind natürlich sehr enttäuscht und empört, dass Urenco auch weiterhin die gefährlichen Atomkraftwerke in Tihange und Doel mit angereichertem Uran aus Gronau und Almelo beliefern will. Offensichtlich will Urenco nicht verstehen, wie gefährlich diese Reaktoren wirklich sind.“ so Marc Alexander von der 11 maart-beweging aus dem belgischen Ravels, ca. 50 km östlich von Doel.
In diesem Zusammenhang kritisieren die Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der zwar gerne die Stilllegung von Tihange und Doel sowie einen Exportstopp für Kernbrennstoffe aus
Deutschland dorthin fordere, doch nun just eine Bundesratsinitiative von Baden-Württemberg ablehnt, die genau einen solchen Exportstopp erreichen will. Auch habe Laschet bislang seine CDU-Parteifreunde in Berlin nicht von einem Exportstopp und Ausstieg aus der Urananreicherung und der Brennelementefertigung überzeugen können oder wollen.“Es zeigt sich, wie wichtig und unerlässlich gesetzliche Beschränkungen für die Uran-Exporte sind.
„Außerdem muss nach der Experten-Anhörung im Bundestag am letzten Mittwoch die Stilllegung der beiden Atomanlagen zügig angegangen werden,“ betont Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Lässt sich diese Brücke retten?

Essens Verkehrsprobleme liegen nicht nur im Norden. Hier sind Abgaswerte und Verkehrsdichte im dichtbesiedelten Stadtteil äußerst kritisch. Im Essener Süden, dort wo sich Erholungsbereiche und bevorzugte Baulagen insbesondere für Bürger mit gehobenen Ansprüchen finden und die Stadtplanung neuen Wohnraum für potentielle Neubürger erhofft, droht die Verkehrslage an Grenzen zu stoßen. Nachdem die Stadt mit ihrem Konzept zur Verkehrsentwicklung vor Gericht eine krachende Niederlage hinnehmen musste, die jedwede Weiterplanung unterbindet, droht Rathaus und Bürgern weiteres Ungemach. Werdens Gustav-Heinemann-Brücke, eine Spannbetonkonstruktion wird unsicher. Die Stadt geht derzeit noch von einer Sanierungsmaßnahme aus, Skeptiker rechnen jedoch unter Umständen mit einem  Totalschaden.

Essen-Werden, Idylle und verkehrstechnisches Nadelöhr mit Verfallserscheinungen

Ein Ausfall der südlichen Verkehrsader, die heute schon den Wohn- und Lebensbereich im idyllischen Werden extrem belastet, hätte fatale Folgen. Die erforderlichen Sanierungs- oder Neubauarbeiten würden sich über längere Zeiträume hinziehen und ein Ausweichen über Nebenstraßen ist unmöglich, die Ruhr grenzt Werden stadteinwärts ab. Doch wie ernst ist es wirklich um die Brücke bestellt? Bereits vor ca. 6 Jahren gab es Reparaturarbeiten, liegt die Stadt Essen bei ihrer Einschätzung, das die Brücke sanierungsfähig sei richtig? Wir fragten am 2. 5. bei der Stadt nach und erhielten am 3. 5. folgende Stellungnahme:

„Die Verwaltung hat den BVA informiert, dass an der zeitnahen Realisierung des Verkehrskonzepts Werden (Beginn des Ausschreibungsverfahrens etc.) nicht weiter gearbeitet wird. Vorab wird die Stadt Essen, so wie es vom OVG bemängelt wurde, das fehlende Planfeststellungsverfahren durchführen. Weiterhin wurde im Ausschuss berichtet, dass Aufträge für die statische Nachrechnung der Gustav-Heinemann-Brücke beauftragt werden. Diese Nachrechnung und ggf. daraus resultierende statische Ertüchtigungsmaßnahmen sind unabhängig von der Realisierung des Verkehrskonzepts Werden. Nach heutigem Kenntnisstand lässt sich die Brücke wirtschaftlich ertüchtigen; ein Neubau ist nicht geplant. Es ist und war nicht beabsichtigt, EU-Gelder aus der Grünen Hauptstadt in das Projekt fließen zu lassen.“

Der relative Planungsansatz „heutiger Kenntnisstand“ lässt natürlich Fragen offen, die wir der Verwaltung nun erneut vorgelegt haben, denn Kritiker vermuten, dass sich das wahre Ausmaß der Schäden erst im Arbeitsvollzug eröffnen könnte. Derzeitiger Sachzustand lässt Zweifel zu und die Rechtslage nach der Entscheidung der Gerichte bietet der Stadt wenig Spielraum. Es bleibt spannend in Werden, wir bleiben dran, denn Transparenz verträgt sich nicht mit einsamen Rathausentscheidungen und die Betroffenheit der Bürger verlangt nach klarem Wein.

Zur Sanierung der Brücke gab die Stadt Essen bisher folgende Pressemeldung heraus:

„Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke geht weiter, 27.04.2018

Die Stadt Essen setzt die Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke fort. Der Bau- und Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag (26.4.) die Beauftragung von Ingenieurbauleistungen an der Brücke beschlossen. Zu den beauftragten Arbeiten gehören unter anderem der Einbau sogenannter Schubnadeln unterhalb der Bodenplatte der Brücke sowie Maßnahmen zur Verkehrssicherheit für Motor- und Fahrräder, die Verlegung von Entwässerungsöffnungen sowie die Verankerung neuer Signalmasten. Der Rat der Stadt hatte im Juli 2017 den Bau und Baubeginn der Maßnahme „Ertüchtigung der Gustav-Heinemann-Brücke“ beschlossen. Im Rahmen des geplanten Werdener Verkehrskonzeptes wurden auch Nachuntersuchungen an der Brücke durchgeführt, um die Tragfähigkeit aufgrund der höheren Verkehrsbelastung neu bewerten zu können. Die Ertüchtigung der Gustav-Heinemann-Brücke wurde von der Durchführung des Werdener Verkehrskonzeptes entkoppelt. Die Beauftragung verstößt daher auch nicht gegen den Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes Münster, der die Durchführung des Werdener Verkehrskonzeptes untersagt hatte.“

Fotos: Armin Thiemer, Essen

(stk.)

Zum Bombenfund in Essen-Altenessen-Süd

13.04.2018.  Die gestern während Bauarbeiten auf einer Fläche am Berthold-Beitz-Boulevard (Höhe Bamlerstraße) gefundene Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe wird heute, 13. April, vor Ort entschärft. Da der Zünder der Bombe stark deformiert ist, muss er aus dem Bombenkörper herausgeschnitten werden, dies kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von 500 Metern um die Bombenfundstelle werden bis zum Ende der Entschärfung aus den Wohnungen evakuiert. Ferner sollten Kraftfahrzeuge in dieser Zeit vorsorglich von der Straße entfernt werden; vorhandene Gasgeräte sind abzusperren. In einem Umkreis von 800 Metern sollten sich Anwohnerinnen und Anwohner sowie Beschäftigte der umliegenden Unternehmen während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen. Auch in diesem Bereich rät das Ordnungsamt, Kraftfahrzeuge vorsorglich von der Straße zu entfernen. Das Ordnungsamt führt die notwendigen Evakuierungsmaßnahmen durch.

Eine Betreuungsstelle für Anwohnerinnen und Anwohner wird am Stadion Essen, Hafenstraße 97 a, wird eingerichtet. Das Ende der Entschärfung wird durch Lautsprecherwagen der Polizei durchgegeben.

Mit Behinderungen im Bahn- sowie des Individualverkehrs ist zu rechnen. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Aktuelle Informationen zur Bombenentschärfung gibt es auch auf Stadtportal Essen, dem offiziellen Facebook-Account der Stadt Essen unter https://www.facebook.com/StadtportalEssen und auf der Homepage der Stadt Essen unter www.essen.de/bombenfund. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 123 8888 zu erreichen.

15.000 € sind für die Stadt Essen“nicht die Welt“ – „Privatwirtschaftliche Lösung“ soll nicht behindert werden

Initiative WiFi4EU heißt das Projekt der EU, das für ein kostenloses WLAN in Städten und Gemeinden sorgen soll. 120 Millionen Euro Fördergelder stehen dafür bereit. Die Stadt Essen wird wohl nicht dabei sein. 

Städte und Gemeinden die am Projekt teilnehmen möchten, können sich ab heute auf einem Webportal der EU dafür registrieren. Die registrierten Städte können sich dann ab Mitte Mai bewerben und so einen der ersten 1000 WiFi4EU Gutscheine erhalten. Jeder Gutschein umfasst Fördergeld in Höhe von 15.000 Euro. Die Vergabe erfolgt nach der Reihenfolge der Bewerbungen.

Während die Nachbarstadt Gelsenkirchen mit über 260 Hot Spots die größte freie WLAN-Zone des Ruhrgebiets hat und digitale Modellstadt ist, steht die Ex-Kulturhauptstadt noch im Embryonalstadium der Vernetzung.

Auf unsere Nachfrage teilt uns Ina Will, Pressereferentin bei der EMG – Essen Marketing GmbH (das Presseamt der Stadt hatte unsere Presseanfrage hierhin geleitet), mit:

„Wir wissen um die EU-Förderung, haben uns aber nicht beworben. Und dies aus 2 Gründen.

  1. 15000 €, die von der EU gegeben würden, sind nicht die Welt.
  2. Die EMG – Essen Marketing GmbH plant derzeit eine privatwirtschaftliche Lösung bezüglich des freien W-LANS in der City. Dabei soll das freie W-LAN mit einer Essen-App verknüpft werden. Diese wäre bei der EU-Förderung nicht möglich.“

Eine privatwirtschaftliche Lösung dürfte sicher nicht die günstigste Lösung für die Tafelstadt Essen sein. Mit kostenfreien Angeboten an den Bürger lassen sich nun mal keine privatwirtschlichen Gewinne erwirtschaften, es sei denn, ein Sekundärzahler bemächtigt sich der neuen Kanäle für „privatwirtschaftliche“ Intentionen, die der „User“ dann zwangsweise mitschlucken muß. Dabei gab es in Essen bereits Initiativen im Rat, an die Kai Hemsteeg, stellv. Fraktionsvorsitzender des ESSENER BÜRGER BÜNDNIS erinnert:


„Am heutige Dienstag beginnt endlich die Förderühase für das EU-Förderprojekt Wifi4EU. Es werden 120 Millionen Euro für 6000 Standorte zur Verfügung gestellt. Bereits am 21.06.2017 hatte der Rat dem Antrag von Wilfried Adamy und mir zugestimmt und den Weg frei gemacht für die Einrichtung von kostenlosem WLAN an öffentlichen Orten wie dem Kennedyplatz, Bibliotheken oder Bürgerämtern. Als ESSENER BÜRGER BÜNDNIS wollen wir möglichst schnell unkomplizierte und zudem für die Bürger kostenfreie WLAN-Zugänge an öffentlichen Orten. Passiert ist bislang leider wenig. Das Essener Systemhaus steht dem Förderprojekt kritisch bis ablehnend gegenüber. Erst am 14.03.2018 hatte mein Fraktionskollge Wilfried Adamy in Verwaltungsausschuss für eine zeitnahe Umsetzung gedrängt. Ich hoffe sehr, dass uns das Essener Systemhaus die Chance auf  bürgerfreundliche Internet-Infrastruktur ermöglicht. Was in anderen Städten längst selbstverständlich ist, soll endlich auch in Essen Wirklichkeit werden.“

Dieser Wunsch bleibt offen, denn „Planungsphasen“ sind nicht selten zeitliche Verschiebebahnhöfe. Bleibt dann nur die Frage, wer verdient im Falle einer „privatwirtschaftlichen Alternative“ am modernen Grundbedürfnis des modernen Bürgers? Die „Privatwirtschaftliche Toilettenbereitstellung“ in der „Grünen Hauptstadt“ funktioniert jedenfalls bis heute nicht und führt bei biologischer Entsorgung zu einem sogenannten „Pinkelknöllchen“, das dann aber die Abtragung des städtischen Schuldenberges erleichtert. (stk.)

 

 

 

 

 

 

 

Ähnliches Projekt in Bayern seit 2015
Aktuell wird im Freistaat Bayern bereits ein ähnliches Projekt eingeführt. Das sogenannte BayernWLAN soll bis zum Jahr 2020 Bayern zum ersten Bundesland machen welches über ein flächendeckendes und kostenfreies WLAN-Netz verfügt. Dazu sollen insgesamt rund 20.000 Wi-Fi-Hotspots in staatlichen Gebäuden, öffentlichen Plätzen und touristischen Zielen installiert werden.

In einem Interview von silicon.de erklärte Bayerns Finanzminister Markus Söder, dass im Dezember 2016 bereits 800 Standorte für Zugangspunkte des BayernWLANs bestehen. Die Pilotphase des ehrgeizigen Projekts startete bereits 2015. Inzwischen sind bayernweit rund 12.000 Hotspots der Initiative aufgestellt worden. Die Zugangspunkte die sich vor allen in München und anderen Ballungsräumen befinden werden laut den Initiatoren von der Bevölkerung rege genutzt.

 

 

 

 

Ausstellungen: Josef Albers in Essen – Anni Albers in Düsseldorf

Essen/Bottrop. Wie kaum ein anderer erforschte der einflussreiche Künstler Josef Albers die Farbe. Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 7.10.2018, ist sein facettenreiches und prägendes Schaffen erstmals seit 30 Jahren in einer großen Retrospektive zu sehen. Gemeinsam führen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop 130 Werke – der Hauptteil aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen – in der Villa Hügel, Essen, zusammen.

Ab sofort sind alle Informationen, auch zur Buchung von Führungen, unter josefalbers.villahuegel.de online.

Diese außergewöhnliche Ausstellung ermöglicht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens. Josef Albers. Interaction ist eine Kooperation mit dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Fast zeitgleich zur Essener Ausstellung zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf im K20 die Retrospektive Anni Albers, 9.06. bis 9.09.2018. Die Ausstellung – eine Kooperation mit Tate Modern – wird alle Facetten des vielseitigen Werks der wohl bedeutendsten Bauhaus-Künstlerin beleuchten. www.kunstsammlung.de

Der Sommer 2018 bietet damit die einmalige Gelegenheit, konzentriert die Lebenswerke zweier herausragender Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in unmittelbarer Nachbarschaft zu erleben. Informationen zu gemeinsamen und korrespondierenden Veranstaltungen folgen in Kürze.

Anni und Josef Albers

Das Paar lernte sich am Bauhaus in Dessau kennen und heiratete 1925. Mehr als 50 Jahre prägte die Beziehung des Künstlerpaares gegenseitige Bewunderung und das Interesse an der Arbeit des Anderen. Für beide wurde Mexiko nach ihrer Emigration 1933 in die USA zu einer wichtigen Inspirationsquelle. Heute wird der Nachlass von Anni und Josef Albers von der 1971 gegründeten Josef & Anni Albers Foundation bewahrt und gepflegt. Sie unterstützt die Essener und die Düsseldorfer Ausstellung mit großzügigen Leihgaben.

Josef Albers – Sehen lernen

Josef Albers wollte Farbe denken, suchte nach ihrem spezifischen Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Die Ausstellung beginnt mit Albers‘ Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwerpunkten seiner amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Erstmals werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen aus der Sammlung des Ehepaares Albers in ihrer Wechselwirkung gezeigt. Eine Gegenüberstellung religiöser Bildwerke mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er-Jahre, die sogenannte Minimal Art.

Josef Albers. Interaction | Öffnungszeiten Ausstellung: Di – So 10 – 18 Uhr

Kontakt: +49 (0) 201 – 61 629 17, info@villahuegel.de
Eintritt inkl. Villa Hügel, Park und Historische Ausstellung Krupp: Erwachsene: 5 €, Kinder bis zum 14. Lebensjahr: frei, Schulklassen in Lehrerbegleitung: frei

Titelfoto: Josef Albers, „Kaiserlich“, um 1923, Glassassemblage, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn

 

 

Anhaltender Trend: Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge steigt weiter

Die Statistik der Kfz-Zulassungsstelle zählte im Monat November insgesamt 344.108 zugelassene Kraftfahrzeuge. Das sind 281 Fahrzeuge mehr als noch im Oktober. Der steigende Trend der letzten Monate hält an.

Im November befanden sich unter den zugelassenen Fahrzeugen 1.374 Elektro- und Hybridfahrzeuge. Das sind 57 mehr als im Vormonat. 311 zugelassene Fahrzeuge werden mit Elektromotor betrieben. Bei 1.005 Fahrzeugen handelt es sich um Benzin-Elektro-Hybriden, bei 58 um Diesel-Elektro-Hybriden.

Die Zahl der Neuzulassungen lag im November bei 2.190; das sind 195 mehr als im Oktober.

Gesunken ist dagegen die Anzahl der Krafträder: 18.390 Krafträder und damit 82 weniger als im Vormonat umfasst die aktuelle Statistik.

Angestiegen ist die Anzahl der Fahrzeugdiebstähle: Zehn Fahrzeuge – und damit drei mehr als im November – wurden als gestohlen gemeldet. Die Zahl der gestohlenen Kennzeichen ist im Oktober mit 41 Stück ebenfalls gestiegen.

„Ich muß den Laden hier zusammenhalten…“, Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen im Gespräch

Kurze Zeit nach dem Bekanntwerden eines möglichen Anschlags auf den Essener Weihnachtsmarktes sprachen wir mit Oberbürgermeister Kufen über die Situation der Stadt. Fehlende Gelder, Probleme der Integration, aber auch über ein fehlendes Beschwerdemanagement, bis hin zur Diskussion um die Versiegelung des Stadtgebietes. Hier der gesamte ungekürzte Beitrag:

Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe – Gelsenkirchener Rathausturm wird grün illuminiert

GE. Am 30. November 2017 findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der 16. Internationale Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe” statt. Auch Gelsenkirchen beteiligt sich an dieser Aktion. und (Aktion, die organisiert wird)…

Seit Beginn der Kampagne im Jahr 2002 wurden in über 100 Ländern Aktionen, Projekte, Veranstaltungen, etc. zur Sensibilisierung der Zivilgesellschaft für eine Kultur durchgeführt, die immer das Leben achtet. Der internationale Tag „Cities for Life” ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. In Deutschland haben sich in den vergangenen 16 Jahren fast 200 Städte (darunter auch Großstädte wie Berlin, Hamburg, Stuttgart, Bremen, Köln, Leipzig, Hannover) am Aktionstag beteiligt.

In Gelsenkirchen wird am 30. November die Beleuchtung des Rathausturms in Buer symbolisch dem Kampf gegen die Todessstrafe gewidmet. Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, wird wie schon in den Vorjahren statt der markanten blauen Beleuchtung für diese Aktion eine grüne Beleuchtung geschaltet. Oberbürgermeister Frank Baranowski hat sich bereits 2006 für eine Beteiligung Gelsenkirchens an der Kampagne „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ ausgesprochen. Der Rat der Stadt folgte seinem Vorschlag und beschloss am 14. Dezember 2006, der Kampagne gegen die Todesstrafe beizutreten.

Vor zehn Jahren, im Dezember 2007, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum ersten Mal in der Geschichte mit großer Mehrheit eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe verabschiedet, die im Dezember 2016 mit noch größerer Zustimmung zum wiederholten Male bestätigt wurde (117 Länder stimmten für ein Hinrichtungsmoratorium, 40 dagegen, 31 enthielten sich).

Auch in diesem Jahr hat sich einiges auf dem Weg der Abschaffung der Todesstrafe getan. Im Oktober wurde in Guatemala die Todesstrafe für zivile Vergehen abgeschafft. Mittlerweile haben 140 Staaten der Erde die Todesstrafe ganz abgeschafft oder wenden sie in der Praxis nicht mehr an, nur eine Minderheit von 58 Staaten übt diese Praxis noch aus. Beim von Sant’Egidio organisierten internationalen Kongress für Justizminister aus Ländern mit und ohne Todesstrafe, haben weitere Länder Überlegungen begonnen, ihre Rechtsvorschriften in Richtung einer Einschränkung bzw. Abschaffung der Todesstrafe zu ändern.

Ein starkes Signal hat im vergangenen Monat Papst Franziskus gesetzt, indem er sich deutlich gegen die Todesstrafe ausgesprochen hat. Am 11. Oktober 2017 sagte er zum 25. Jahrestag der Veröffentlichung des Katechismus der katholischen Kirche: „Stattdessen muss deutlich festgestellt werden, dass die Todesstrafe eine unmenschliche Maßnahme ist, die, wie auch immer sie ausgeführt wird, die Würde des Menschen herabsetzt. Sie widerspricht in ihrem Wesen dem Evangelium, weil sie willentlich entscheidet ein menschliches Leben zu beenden, das in den Augen des Schöpfers immer heilig ist und dessen wahrer Richter und Garant im Letzten allein Gott ist. Kein Mensch, nicht einmal der Mörder verliert seine Menschenwürde.“

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 70.000 Mitgliedern in 74 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein.

Sie hat 2002 die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Für die 1998 initiierte Unterschriftenkampagne für ein Moratorium der Todesstrafe hat die Gemeinschaft Sant’Egidio bisher fast 6 Millionen Unterschriften gesammelt. Außerdem pflegen Mitglieder von Sant’Egidio weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten und unterstützen viele im persönlichen Einsatz.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter http://nodeathpenalty.santegidio.org/en.aspx  bzw.   www.santegidio.de

Schauspiel Essen bietet Praktikanten Einblicke in die Arbeit der Bühnen- und Kostümabteilung

Wie entsteht ein Theater-Bühnenbild? Wie kommen die Schauspieler eigentlich zu ihren Kostümen? Und welche Arbeiten müssen ganz generell in der Bühnen- und Kostümabteilung des Schauspiel Essen geleistet werden, damit sich der Vorhang zu einer Premiere heben kann?
Ab sofort können wieder junge Leute, die ein Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung im Bereich Bühnen- und Kostümbild oder für die Aufnahme eines entsprechenden Studiums absolvieren möchten, all das hautnah miterleben. Bei den Stücken „Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital“ im Grillo-Theater (Premiere am 17. Februar 2018) und „Metropolis“ in der Casa (Premiere am 23. Februar 2018) bietet Ausstattungsleiterin Anne Koltermann derzeit die Möglichkeit, für den Zeitraum von jeweils ca. acht Wochen Praxiserfahrungen am Theater zu sammeln. Wer Lust hat, beim Entstehungsprozess einer dieser Inszenierungen dabei zu sein, sollte sich schnell bewerben: Voraussetzungen sind Volljährigkeit, zeitliche Flexibilität (Vormittags- und Abendproben, auch samstags) sowie ein generelles Interesse an Theater. Eine Vergütung kann leider nicht gezahlt werden.

Schriftliche Bewerbungen per E-Mail erbeten an: anne.koltermann@schauspiel-essen.de

Titelfoto: Ausstattungsleiterin Anne Koltermann. Bildnachweis: Albi Fouché

 

Vierte Folkwang Akkordeonwoche

Der international gefeierte Akkordeonist Stefan Hussong und der legendäre schwedische Akkordeonist und Pädagoge Lars Holm sind bei der vierten Folkwang Akkordeonwoche zu Gast, die vom 2. bis 6. Dezember am Campus Essen-Werden der Folkwang Universität der Künste stattfindet. Die künstlerische Leiterin Mie Miki, Professorin für Akkordeon und Prorektorin für künstlerische Exzellenz an der Folkwang Universität der Künste, hat ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt, das sechs Konzerte, zwei Workshops von Lars Holm und einen Wettbewerb für Studierende der Folkwang Akkordeonklassen umfasst.

Die Woche beginnt am Samstag, 2. Dezember (10 Uhr), mit dem Folkwang Akkordeon Wettbewerb im Kammermusiksaal und setzt sich um 19.30 Uhr an gleicher Stelle mit einem Recital der Folkwang Studierenden Petteri Waris & Maciej Frackiewicz fort. Weitere Höhepunkte im Kammermusiksaal sind am Montag, 4. Dezember, zu erwarten. Dann gestalten Mie Miki (Akkordeon), Heidi Luosujärvi (Akkordeon) und Nerses Ohanyan (Flöte) ein einstündiges „Intermezzo“ (16 bis 17 Uhr), und Stefan Hussong ist mit einem Solo-Recital zu erleben (19.30 Uhr). Weitere Termine sind die öffentlichen Workshops von Lars Holm am Dienstag und Mittwoch, 5. und 6. Dezember, sowie ein Konzert des international erfolgreichen Crossover-Quartetts „Uwaga!“ am Dienstag, 5. Dezember (19.30 Uhr). Einen Abstecher zum Campus Duisburg macht die Folkwang Akkordeonwoche am Sonntag, 3. Dezember. Im Rahmen der dortigen Weihnachtskonzerte präsentieren Studierende der Folkwang Akkordeonklassen ab 16 Uhr im Kleinen Konzertsaal Solo- und Kammermusik zum Advent. Die Woche endet am Mittwoch, 6. Dezember, mit einem Abschlusskonzert, in dem die PreisträgerInnen des Wettbewerbs zu erleben sind. Ermöglicht wird die Woche mit freundlicher Unterstützung der Dr. Josef und Brigitte Pauli Stiftung.

Für einige Veranstaltungen im Rahmen der Folkwang Akkordeonwoche ist der Eintritt frei. Karten gibt es ansonsten zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) oder 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) über die Folkwang Kartenhotline 0201_4903-231, per Mail an karten@folkwang-uni.de oder an der Abendkasse.

Alle Termine der Folkwang Akkordeonwoche im Überblick:

Sa_2.12.2017 | ab 10.00 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Folkwang Akkordeon Wettbewerb _für Studierende der Folkwang Akkordeonklassen _Interessierte BesucherInnen sind herzlich eingeladen. _Eintritt frei

Sa_2.12.2017 | 19.30 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Folkwang Junge Solisten: Petteri Waris & Maciej Frackiewicz _Recital mit Studierenden des Studiengangs Konzertexamen _Werke u.a. von J.S. Bach, Berio, Kortekangas, Lorentzen _Eintritt € 5,- | ermäßigt € 3,-

So_3.12.2017 | 16.00 Uhr | Kleiner Konzertsaal | Campus Duisburg Akkordeonmusik zum Advent – im Rahmen der Duisburger Weihnachtskonzerte _Solo- und Kammermusik für Akkordeon _Studierende der Folkwang Akkordeonklassen _Künstlerische Leitung: Prof. Mie Miki _Eintritt frei

Mo_4.12.2017 | 16.00 – 17.00 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Intermezzo mit Mie Miki _Mie Miki (Akkordeon), Heidi Luosujärvi (Akkordeon), Nerses Ohanyan (Flöte) _mit Werken von Johann Sebastian Bach _Eintritt € 5,- | ermäßigt € 3,-

Mo_4.12.2017 | 19.30 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Recital mit Stefan Hussong _Folkwang begrüßt den international gefeierten Akkordeonisten _Werke u.a. von Mendoza, Hölszky, Cage, Smolka, Choshi. _Eintritt € 10.- | ermäßigt € 5.-

Mo_4.12.2017 | 14.00 bis 17.30 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Workshop mit Lars Holm _Folkwang begrüßt den legendären Pädagogen der Akkordeon-Geschichte _Workshop und öffentlicher Unterricht zur Musik von Torbjörn Lundquist für die Studierenden der Akkordeonklassen der Folkwang Universität der Künste _Interessierte BesucherInnen sind herzlich willkommen. _Eintritt frei

Di_5.12.2017 | 19.30 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Konzert mit Uwaga! _Uwaga! Christoph König, Violine & Viola Maurice Maurer, Violine Miroslav Nisic, Akkordeon Matthias Hacker, Kontrabass _Folkwang begrüßt das international erfolgreiche Crossover-Quartett. _Werke u.a. von Bach, Mozart, Tschaikowski, Grieg und Piazzolla in eigenen Bearbeitungen _Eintritt € 10,- | ermäßigt € 5,-

Mi_6.12.2017 | 10.00 bis 17.30 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Workshop II mit Lars Holm _Workshop zu Pädagogik, Improvisation und Gruppenspielen für die Studierenden der Folkwang Universität der Künste _Interessierte BesucherInnen sind herzlich willkommen. _Eintritt frei

Di_6.12.2017 | 19.30 Uhr | Kammermusiksaal | Campus Essen-Werden Abschlusskonzert der Folkwang Akkordeonwoche & Preisverleihung des Folkwang Akkordon Wettbewerbs _Studierende der Klassen Prof. Mie Miki & Heidi Luosujärvi _PreisträgerInnen des Folkwang Akkordeon Wettbewerbs _Künstlerische Leitung: Prof. Mie Miki _Eintritt € 5,- | ermäßigt € 3,-

Titelfoto: Mie Miki (Copyright: Marco Borggreve)