DHL setzt ausschließlich auf Elektroautos in Bochumer Umweltzone

(idr). Die Deutsche Post DHL Group weitet ihre umweltfreundliche Paketzustellung in Bochum deutlich aus. Ab sofort werden Pakete in den als Umweltzone ausgewiesenen Stadtteilen ausschließlich mit Elektrofahrzeugen ausgeliefert.

Dafür erhöht DHL seine Elektrofahrzeugflotte auf 42 StreetScooter. Rund 140 Tonnen CO2 sollen so eingespart werden. Die E-Wagen werden für die speziellen Anforderungen der Brief- und Paketzustellung von einer Unternehmenstochter in Aachen produziert.
Nach Angaben der Stadt ist Bochum damit die größte deutsche Stadt, in der ein umweltfreundliches Liefernetz fast flächendeckend möglich gemacht wurde.

Neuer Facebook-Standort in Essen

Die Stadt Essen bekommt einen neuen großen Arbeitgeber – das amerikanische Internet-Unternehmen Facebook hat heute angekündigt, gemeinsam mit seinem Partner, der Competence Callcenter Holding GmbH (CCC) aus Österreich, ab Herbst 2017 rund 500 neue Arbeitsplätze am Standort in Essen schaffen zu wollen. Die Aufgabe des neu geschaffenen Teams besteht darin, illegale Inhalte auf den Seiten des Netzwerks zu entfernen und die Standards der Community-Plattform konsequenter umzusetzen.

Sowohl die Essener Wirtschaftsförderung (EWG) als auch der JobService des JobCenter Essen unterstützen Facebook und CCC bereits seit mehreren Wochen tatkräftig beim Aufbau der neuen Zentrale in der Essener Innenstadt.

„Dass die Wahl des neuen Facebook-Standorts auf Essen gefallen ist, zeigt die Leistungsfähigkeit unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die städtischen Institutionen haben CCC von Anfang an unterstützt und so maßgeblich zu der Expansion des 2013 durch die EWG angesiedelten Unternehmens beigetragen. Deshalb gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mein besonderer Dank. 500 neu geschaffene Arbeitsplätze bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die ausgeprägten mehrsprachigen und interkulturellen Kompetenzen in unserer Stadt Essen einzubringen. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil unserer Stadt.“

In den kommenden Wochen wird der JobService Essen Auswahlgespräche mit zukünftigen Kommunikationsmanagerinnen und –managern führen. Dabei legen alle Partner besonderen Wert darauf, dass die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch regelmäßige Schulungen, intensive Kurse und eine psychologische Betreuung gut auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitet werden.

(ü. Pm.)

Prepaidkarten zur Auslandstelefonie? Vorsicht! Die Anmeldung kann, selbst wenn sie gelingen sollte, eine nervige Angelegenheit sein.

Alles sieht einfach und unkompliziert aus, wenigstens in der Werbung, doch das Problem zeigt sich erst bei der Identifikation. War es zu Beginn des Jahres noch möglich eine Prepaidkarte recht schnell, gar im Laden freizuschalten, geht dies durch eine gesetzliche Reglementierung nur noch nach vorheriger Identifikation. Diese soll „online“ durchführbar sein und wird per Kameralesefunktion am Computer oder durch Telefonkamera angepriesen.

Verlockende Werbung, die aber eine aufwendige Identifikation erfordert.

Was die anbietenden Firmen der Telefonkartenbranche aber nicht garantieren, ist eine angemessene Erreichbarkeit des Identifikationsdienstes. Der gehört meistens auch nicht zu den Firmen, sondern erfolgt in derem Auftrage. So ein Einwählversuch kann sich locker mal über Stunden erstrecken. Wir machten am 9. 8. 2017 einen Versuch mit einer Lebarakarte und wählten uns in das Identifikationsnetz ein. Nach zwei Stunden erscheint eine nette Dame auf dem Bildschirm des Computers, die aber den Ausweis nicht klar lesen kann und uns zu einer App riet, um den Vorgang mit dem Telefon zu wiederholen. Erneute zwei Stunden verstreichen…

So erfreut lacht nicht jeder Konsument…., der Vorgang kann sehr zeitaufwendig sein oder mißlingen.
Zwischenzeitlich versuchen wir mit der Presseabteilung von Lebara Kontakt aufzunehmen, was nur in Englisch möglich ist. Ein Kontaktversuch in Deutscher Sprache zuvor landete in Frankreich, wo uns ein Mitarbeiter zu unserem Erstaunen fragte, warum wir überhaupt Lebara kaufen würden. Man wüsste doch, dass das in Deutschland fast nicht funktioniere und man habe die Karten eben noch vor der gesetzlichen Änderung gedruckt und verkaufe die nur noch ab. Der Kollege in England versucht uns jedenfalls noch zu verstehen und bittet um einen Moment Geduld, nach wenigen Sekunden ist er aber auch aus der Leitung.
Nun gibt es natürlich überall Spitzenzeiten, wo Servicedienste schlecht erreichbar sind, aber ein Hinweis des offenherzigen Mitarbeiters in Frankreich weist uns auf eine ander Wahrscheinlichkeit…. wenn geringes Personal eingesetzt wird, verliert wohl mancher Kunde die Geduld und gibt auf. Wir werden jedenfalls unsere Karte dem Verkäufer zur Rückerstattung vorlegen.

(stk.

Kettwiger Straße in Essen auf Platz 36 der meistfrequentierten Einkaufsstraßen in Deutschland

Der Dortmunder Westenhellweg zählt zu den Top Ten der meistbesuchten Einkaufsstraßen in Deutschland.

Das geht aus einer Zählung des Immobilienunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) hervor. Am Samstag, 6. Mai, wurden bundesweit und zeitgleich in 170 Einkaufsstraßen die Passantenzahlen erhoben. Mit einem Durchschnittswert von 8.750 Passanten pro Stunde liegt Dortmund bundesweit auf Platz neun und auf Rang drei im NRW-Vergleich.
Die zweithöchste Passantenfrequenz in der Metropole Ruhr wurde auf der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen gemessen – mit 6.995 Menschen pro Stunde. Damit liegt die Stadt im NRW-Ranking auf Platz sechs, im Bundesvergleich auf Platz 22. Es folgen im Ruhrgebiet die Kettwiger Straße in Essen mit 5.825 Passanten (NRW: Rang neun, Deutschland: Rang 36) und die Bochumer Kortumstraße mit 3.910 Passanten (Platz 15 bzw. 82).
Auf Platz eins der frequenzstärksten Einkaufsstraßen liegt die Frankfurter Zeil mit 14.875 gezählten Besuchern pro Stunde.

(ü. Pm., idr)

Linke: Für die Einsparung einer Geschäftsführung durch Fusion von EMG und EWG

Für die Ratsfraktion DIE LINKE ist die morgen im Rat geplante Bildung eines Koordinierungskreises Stadtmarketing Essen (KSE) zu kurz gesprungen. Sie fordert stattdessen, eine Fusion der beiden Töchter Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (EWG) und der Essener Marketing GmbH (EMG) zu verfolgen.

„Das vorgeschlagene Konzept ist nichts Halbes und nichts Ganzes“, so Yilmaz Gültekin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied bei der EWG. „Vor allem die CDU und Oberbürgermeister Thomas Kufen trommeln sonst immer wieder für die Reduzierung der städtischen Beteiligungen. Hier schrecken sie davor zurück, vor allem offensichtlich deswegen, weil an den beiden Gesellschaften jeweils unterschiedliche Teile der Essener Wirtschaft beteiligt sind. Dabei halten wir die thematischen Überschneidungen der EMG und EWG für ausreichend groß. Auch in anderen Städten liegen Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing in einer Hand. Stattdessen gibt es weiterhin zwei Gesellschaften und zwei teure Geschäftsführungen.“

Für DIE LINKE sind Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing zwei Seiten einer Medaille, weswegen sich aus ihrer Sicht eine Fusion geradezu anbietet. Gutes Marketing lockt Investitionen und Unternehmen an und stärkt durch Tourismus und Events die lokale Wirtschaft. Nicht umsonst beschäftigt sich die EWG eben auch mit Standortmarketing.

„Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung aus einer Hand kann aus unserer Sicht hier neue Potentiale wecken und positive Impulse setzen. Dementsprechend können wir uns auch eine weitere Option vorstellen, nämlich dass diese Aufgaben näher an die Stadt zurückgeholt werden. In Dortmund wird Beispielsweise die Wirtschaftsförderung durch einen städtischen Eigenbetrieb geführt, mit guten Erfahrungen“, so Yilmaz Gültekin abschließend.

(ü. Pm.)

 

Jutta Eckenbach lädt bei Evonik zur „Mittagsschicht“

Interessierte erhalten gemeinsam mit der CDU-Bundestagsabgeordneten spannende Einblicke am Standort Goldschmidtstraße.

„Ich freue mich, dass ich mit interessierten Besuchern diesen modernen Chemiestandort an drei verschiedenen Terminen vorgestellt bekomme“, so Jutta Eckenbach, Bundestagsabgeordnete für den Essener Norden und Osten. „Evonik bietet den Gästen ein Programm mit viel Information über Produkte, Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze“ so Jutta Eckenbach weiter.

Die Touren finden am Freitag, 07. Juli, Dienstag, 18. Juli und Freitag, 28. Juli jeweils in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr statt. Zur Sicherheit benötigen die Besucher körperbedeckende Kleidung, d. h. Arme und Beine müssen bedeckt sein sowie geschlossenes, festes Schuhwerk. Zu Beginn der Besichtigung werden die Besucher mit Helmen und Sicherheitsschuhen versehen.

Die Teilnehmerzahl für die Führungen ist begrenzt. Treffpunkt ist das Tor 3, Haupteingang, Gerlingstraße 65. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Angabe des Namens und einer Rückruf-Telefonnummer bzw. Email unter Tel:

(0201) 806 73 868; Fax: (0201) 806 73 870 oder per Email: jutta.eckenbach@bundestag.de

Stadt will sechs verkaufsoffene Sonntage neu beschließen

Nachdem das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in einem Beschluss vom 13.03.2017 die für das Jahr 2017 geplanten verkaufsoffenen Sonntage in Essen zunächst untersagt hatte, hatte die Stadt Essen angekündigt, Veranstaltungen für das zweite Halbjahr neu zu prüfen.

Nach Gesprächen mit den Werbegemeinschaften, der Anhörung von Kirchenvertretern, der Kammern und der Gewerkschaften sowie der Auswertung der derzeit vorliegenden Ergebnisse eines beauftragten Marktforschungsinstitutes sollen jetzt insgesamt sechs verkaufsoffene Sonntage in unterschiedlichen Stadtteilen frei gegeben werden. Dazu wurden die Veranstaltungen zum Teil leicht überarbeitet.

Die folgenden Veranstaltungen sollen in der Juli-Sitzung des Rates der Stadt Essen beschlossen werden:

  • 27.08.2017 – Heisingen (Wottelfest)
  • 10.09.2017 – Kupferdreh (Sonnenblumenfest)
  • 10.09.2017 – Kettwig (Brunnenfest)
  • 17.09.2017 – Werden (Stoff-und Tuchmarkt)
  • 17.09.2017 – Altenessen (Stadtteilfest)
  • 01.10.2017 – Steele (Historischer Handwerkermarkt)

Die im Anhörungsverfahren befragten Kammern, wie die Handwerkskammer Düsseldorf, die Industrie- und Handelskammer zu Essen sowie der Handelsverband Nordrhein-Westfalen Ruhr e.V. sehen keine Bedenken einer Freigabe der verkaufsoffenen Sonntage.

Die Gewerkschaft ver.di dagegen erhebt gegen alle vorgenannten sechs Freigaben Bedenken und behält sich eine weitere gerichtliche Klärung vor, ebenso sind die „Essener Allianz für den freien Sonntag“ bzw. der KAB Stadtverband Essen gegen die Freigabe der genannten verkaufsoffenen Sonntage.

Aus Sicht der Verwaltung bestätigen die vorliegenden Erkenntnisse die Ansicht der Verwaltung, dass die von den Werbegemeinschaften vorgeschlagenen Anlässe jeweils für die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntages ausreichen.

Zum Hintergrund

Der Rat der Stadt Essen hatte in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres 2016 über die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage im Stadtgebiet entschieden. Von insgesamt 33 eingereichten Terminvorschlägen der EMG und dem Einzelhandelsverband hat die Verwaltung insgesamt 28 Veranstaltungen zugestimmt. Die verkaufsoffenen Sonntage sollten damit an maximal elf erlaubten Kalendersonntagen in insgesamt zwölf Stadtteilen stattfinden. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte in einem Beschluss vom 13.03.2017 die geplanten verkaufsoffenen Sonntage 2017 in Essen zunächst untersagt. Die entsprechende Ordnungsbehördliche Verordnung über die Freigabe verkaufsoffener Sonntage im Essener Stadtgebiet im Jahr 2017 ist außer Vollzug gesetzt.

(ü. Pm.)

18.659 geflüchtete Menschen waren im Mai im Ruhrgebiet arbeitslos

42.880 Flüchtlinge waren im Mai im Ruhrgebiet (ohne Kreis Wesel) als arbeitssuchend registriert, davon 18.659 als arbeitslos. Damit hat das Ruhrgebiet von allen sechs Arbeitsmarktregionen in NRW die meisten Arbeitslosen mit Fluchthintergrund.

Als arbeitssuchend gelten alle Menschen, die eine Beschäftigung suchen, als arbeitslos solche, die darüber hinaus auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie z.B. Sprach- und Berufsbildungskursen teilnehmen. In Gesamt-NRW waren im Mai 54.511 Menschen mit einem Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet. Das waren 7,8 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen.

(ü. Pm., idr)

RWI-Konjunkturprognose: Aufschwung steht auf breiterer Basis Essen

Das RWI hebt seine Prognose des deutschen Wirtschaftswachstums für das Jahr 2017 gegenüber März dieses Jahres von 1,3 auf 1,6 Prozent an; für 2018 erwartet es unverändert 1,8 Prozent. Die Konjunktur wird neben der Inlandsnachfrage nun auch vom Außenbeitrag getragen. Die Arbeitslosenquote dürfte in diesem Jahr bei 5,7 Prozent, im nächsten Jahr bei 5,5 Prozent liegen. Dabei wird eine Inflationsrate von 1,6 Prozent in diesem und im kommenden Jahr erwartet. Die öffentlichen Haushalte werden 2017 und 2018 voraussichtlich Überschüsse von 22 und 28 Milliarden Euro erzielen.

Das RWI erhöht seine Konjunkturprognose für 2017 auf 1,6 Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im März waren noch 1,3 Prozent erwartet worden. Für 2018 bleibt die Prognose bei 1,8 Prozent. „Das deutsche Wirtschaftswachstum steht auf einer breiteren Basis und wird nicht mehr nur von der Inlandsnachfrage getragen“, so RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn. Ausschlaggebend für das Anheben der Prognose ist, dass sich der außenwirtschaftliche Beitrag aus Exporten und Importen günstiger entwickelt als zunächst erwartet. Einer etwas dynamischeren Exportentwicklung stehen schwächer wachsende Einfuhren gegenüber. In der Binnenwirtschaft dürften die Bauinvestitionen eine Triebkraft der Konjunktur bleiben, sie werden allerdings durch Kapazitätsengpässe gebremst. Die privaten Konsumausgaben dürften unter anderem aufgrund der zunehmenden Beschäftigung und steigender Reallöhne weiterhin spürbar zulegen. Die staatlichen Konsumausgaben werden sich hingegen auch wegen geringerer Ausgaben zur Bewältigung der Flüchtlingsmigration voraussichtlich deutlich weniger stark erhöhen.

Eckwerte der RWI-Konjunkturprognose Juni 2017

Die Beschäftigung dürfte in diesem und im nächsten Jahr weiter steigen. „Die kontinuierliche und spürbare Ausweitung der Produktion sorgt für eine lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften“, so Roland Döhrn. Der hohe Bestand offener Stellen spricht dafür, dass diese teils nur mit Schwierigkeiten besetzt werden können. Die Arbeitslosigkeit dürfte rückläufig bleiben, obwohl die Wirkungen der Flüchtlingsmigration der vergangenen Jahre allmählich am Arbeitsmarkt sichtbar werden. So war zuletzt etwa die Hälfte der Flüchtlinge, die nach Abschluss der Eingliederungsmaßnahmen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote insgesamt dürfte dennoch in diesem Jahr auf 5,7 Prozent und im Jahr 2018 auf 5,5 Prozent sinken.

Inflation steigt, Budgetüberschuss des Staates nimmt weiter zu

Die Inflationsrate dürfte in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1,6 Prozent betragen. Zwar haben auslaufende Basiseffekte bei den Energiepreisen und preisdämpfende außenwirtschaftliche Impulse die Teuerung seit Jahresbeginn etwas abgeschwächt. Der binnenwirtschaftliche Preisauftrieb dürfte sich jedoch leicht beschleunigen, weil die Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten steigt.

Die Finanzlage des Staates bleibt voraussichtlich ausgesprochen günstig. Zwar kommt es in diesem Jahr infolge der expansiv ausgerichteten Finanzpolitik zu erheblichen Haushaltsbelastungen. Zudem muss aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die von 2011 bis 2016 erhobene Kernbrennstoffsteuer rückerstattet werden. Erlöse aus einer Versteigerung von Funklizenzen schlagen jedoch ausgabenmindernd zu Buche. Außerdem ist weiterhin mit konjunkturbedingten Mehreinnahmen und weiter sinkenden Zinsausgaben zu rechnen. Damit dürfte der Budgetüberschuss des Staates in diesem Jahr lediglich von 26 Milliarden Euro auf 22 Milliarden Euro bzw. 0,7 Prozent des BIP sinken und im kommenden Jahr wieder auf 28 Milliarden Euro bzw. 0,8 Prozent des BIP zunehmen.

(veröffentlicht in „RWI Konjunkturberichte“, Heft 2/2017)

Starkes Essener Bündnis für Familie bekräftigt am bundesweiten Aktionstag die nachhaltige Zusammenarbeit

„Mehr Familie – In die Zukunft, fertig, los“: Das diesjährige Motto des Aktionstags der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“ fällt beim Essener Bündnis bereits seit 2009 auf sehr fruchtbaren Boden – und machte es bundesweit bekannt.

Denn das Bündnis hat seinen Anspruch, Familie und Beruf in der Stadt Essen besser miteinander zu verbinden, erfolgreich auf starke Säulen gestellt: Essener Unternehmensverband e. V., IHK, Kreishandwerkerschaft, Stadt Essen, über 130 Unternehmen, Institutionen und eine Vielzahl engagierter Menschen haben das Vorhaben längst zu einem bestens funktionierenden Netzwerk ausgestaltet, das eine Vielzahl ganz praktischer Erfolge nachweisen kann.

Familienfreundliche Unternehmen auf der Überholspur
Gerade erst wieder konnte Oberbürgermeister Kufen, Vorsitzender des Kuratoriums des Essener Bündnis für Familie, mehrere Unternehmen für ihre familienfreundliche Personalpolitik auszeichnen. Dies geschieht im Rahmen des „Essener Audit – Familienfreundliches Unternehmen“, einem Zertifizierungsprozess, der gezielt auch kleine und mittlere Unternehmen anspricht und die Firmen mit der Hilfe des Netzwerks sowie einer erfahrenen Auditorin an ihrer Seite auf dem Weg in eine familienfreundliche Personalpolitik begleitet. Das Bündnis lädt interessierte und familienfreundliche Unternehmen ein, sich über den recht unkomplizierten Prozess zu informieren und eine Zertifizierung anzustreben. Bereits jetzt profitieren in Essen rund 14.000 Beschäftigte in zertifizierten Firmen.

Berufstätige Väter werden unterstützt
Zwei der vielen positiven und sich auch betriebswirtschaftlich rechnenden Effekte für die Unternehmen sind beispielsweise geringere Krankenstände und Vorteile bei der Bindung von und der Suche nach neuen Fach- und Führungskräften – denn Untersuchungen zeigen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vielen Arbeitnehmern immer wichtiger wird. Das gilt auch für die Väter, die längst weniger arbeiten und mehr für die Familie da sein wollen. Deshalb hat sich das Essener Bündnis für Familie zusätzlich der „Väterkampagne“ des Landes NRW angeschlossen und das Thema „Berufstätige Väter in den Unternehmen stärken – partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern“ verstärkt mit in den Fokus der Bündnisarbeit aufgenommen.

Informations- und Dialogveranstaltungen bieten Hilfestellung und gute Kontakte
Regelmäßige Treffen sind ein Kern der Bündnisarbeit. So ist das beliebte „Unternehmensfrühstück“ schon zu einem Klassiker geworden, bei dem sich die Vorstände, Geschäftsführungen und Personalverantwortlichen der familienfreundlichen Unternehmen zu interessanten Vorträgen und einem stets vertrauensvollen Austausch zusammenfinden. Das nun bereits 5. Unternehmensfrühstück findet am 13.10.2017 in Kooperation mit der FOM Hochschule in Essen statt.
Neben der Auszeichnung familienfreundlicher Firmen mit dem Essener Qualitätsaudit wird auch der digitale Fortschritt in der Arbeitswelt und in den Familien ein Schwerpunktthema sein.

Essener Bündnis für Familie gilt bundesweit als gutes Beispiel
Die wertvollen Erfahrungen der abgestimmten Essener Bündnisarbeit geben die städtische Geschäftsführung und die Akteure im Kuratorium als Mentoren an andere interessierte „Lokale Bündnisse für Familie“ weiter. „Der städteübergreifende, landes- und sogar bundesweite Erfahrungsaustausch bestärkt das Essener Bündnis, für das ich gerne den Vorsitz des Kuratoriums übernommen habe, ebenso wie die Stadt Essen in der Strategie und Fortführung der nachhaltig wirksamen Projekte und Maßnahmen“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Dazu gehört auch das ‚Essener Audit – Familienfreundliches Unternehmen‘ als qualitativ hochwertiges Zertifizierungsverfahren des Essener Bündnisses.“

Titelfoto: Oberbürgermeister Thomas Kufen

(ü. Pm.)

Grundstücksmarktbericht 2017

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat den Grundstücks-marktbericht 2017 veröffentlicht. Der Umsatz auf dem Essener Immobilienmarkt ist weiter auf historisch hohem Niveau. Insgesamt wurden im Jahr 2016 knapp 4.500 Kauffälle bei einem Rekordumsatz von 1,7 Milliarden Euro verzeichnet.

Im Jahr 2016 wurden 4.493 Kauffälle durch den Essener Gutachterausschuss registriert. Gegenüber dem Vorjahr wurden damit circa sieben Prozent mehr Kaufverträge abgeschlossen. Damit sind die Vertragszahlen weiterhin auf dem historisch hohen Niveau der letzten beiden Jahre.

Mit einem Geldumsatz von über 1,7 Milliarden Euro wurde ein neuer Rekordumsatz verzeichnet. Der Anstieg des Geldumsatzes um circa 34 Prozent gegenüber 2015 resultiert in erster Linie aus den Teilmärkten „Geschosswohnungsbau“ und „Gewerbe“.

Der Grundstücksmarktbericht 2017 analysiert den Essener Immobilienmarkt des Jahres 2016. Datengrundlage ist die Kaufpreissammlung des unabhängigen Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Essen. Um seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen erhält der Gutachterausschuss sämtliche Kaufverträge über in Essen verkaufte Immobilien und wertet diese aus. „Der Grundstücksmarktbericht leistet einen wesentlichen Beitrag zum Verbraucherschutz, denn er verschafft entsprechend dem Willen des Gesetzgebers Laien und Fachleuten einen tiefen Einblick in den Grundstücksmarkt“, sagt Peter Rath, Vorsitzender dieses Sachverständigengremiums. Werter-mittlungssachverständige schätzen den Bericht wegen seiner zahlreichen Daten, die für eine sachgerechte Verkehrswertermittlung unerlässlich sind.

Unbebaute Baugrundstücke

Für die 163 veräußerten unbebauten Wohnbaugrundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 144.000 Quadratmeter wurden insgesamt 62 Millionen Euro erlöst. Die Preise für Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus sind auf dem erhöhten Niveau des Vorjahres geblieben.

Typische baureife Grundstücke für Doppelhaushälften und Reihenendhäuser kosten in guter Lage rund 360 Euro/Quadratmeter, in mittlerer Lage 260 Euro/Quadratmeter und in mäßiger Lage 185 Euro/Quadratmeter. Für Baugrundstücke, auf denen Eigentumswohnungen errichtet werden sollen lagen die Preise entsprechend bei 390 Euro/Quadratmeter, 310 Euro/Quadratmeter bzw. 205 Euro/Quadratmeter.

16 Gewerbegrundstücke wurden mit einer Fläche von rd. 62.000 Quadratmeter für insgesamt rund neun Millionen Euro verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz unbebauter Gewerbegrundstücke halbiert.

Bebaute Grundstücke

Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke

2016 wurden 947 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Das Kaufpreisvolumen betrug rund 295 Millionen Euro gegenüber rund 251 Millionen Euro im Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Verkäufe um circa neun Prozent und der Umsatz um circa 18 Prozent gestiegen. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Weiterverkäufe) sind gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um knapp ein Prozent gestiegen.

Mietwohngebäude

Die Zahl der veräußerten Mietwohngebäude ist um circa 14 Prozent gestiegen. 495 Objekte mit einem Geldumsatz von 375 Millionen Euro wechselten 2016 den Eigentümer.

Wohnungseigentum

Wohnungseigentum bildet in Essen wie in den meisten deutschen Großstädten zahlenmäßig den größten Teilmarkt. 2.347 Wohnungen wechselten den Eigentümer (Vorjahr 2.296). Der Geldumsatz ist von rund 287 auf rund 309 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der Verkäufe neu errichteter Eigentumswohnungen lag mit 253 Einheiten (88 Millionen Euro) in etwa auf dem Vorjahresniveau (260 Einheiten, 87 Millionen Euro). Zugenommen hat die Zahl der aus Mietwohnungen umgewandelten Eigentumswohnungen (346 gegenüber 316 Einheiten). Bei den Eigentumswohnungen in der Kategorie „Weiterverkäufe“ ist im Jahr 2016 eine Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 4,5 Prozent zu verzeichnen. Für neu errichtete Eigentumswohnungen zahlten die Käufer durchschnittlich circa 2.900 Euro/Quadratmeter-Wohnfläche

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Gewerbeobjekte

Insgesamt wurden 2016 125 bebaute Gewerbegrundstücke verkauft (2015: 112). Der Geldumsatz lag mit rund 525 Millionen Euro um mehr als 30 Prozent über dem Vorjahresniveau (rund 397 Millionen Euro).

Typische Immobilienpreise

Im neuen Grundstücksmarktbericht findet der Nutzer detaillierte Informationen über durchschnittlich gezahlte Immobilienpreise:

Durchschnittliche Kaufpreise der letzten drei Jahre je Quadratmeter Wohnfläche für Einfamilienhäuser aus den Baujahren 1975 bis 2013 in ausgewählten Stadtteilen sind nachfolgend aufgeführt. In Klammern ist der Gesamtkaufpreis bei einer Wohnfläche von 130 Quadratmetern dargestellt.

  • Altenessen-Nord: 1.650 Euro (214.500 Euro)
  • Burgaltendorf: 2.300 Euro (299.000 Euro)
  • Horst: 1.700 Euro (221.000 Euro)
  • Kettwig: 2.400 Euro (312.000 Euro)
  • Rüttenscheid 3.150 Euro (441.000 Euro)
  • Schönebeck: 2.100 Euro (273.000 Euro)
  • Stoppenberg: 1.750 Euro (227.500 Euro)

Für Eigentumswohnungen aus dem gleichen Baujahreszeitraum wurden je Quadratmeter Wohnfläche im Durchschnitt der letzten drei Jahre die nachfolgenden Kaufpreise bezahlt. In Klammern ist der Gesamtkaufpreis bei einer Wohnfläche von 85 Quadratmetern dargestellt.

  • Altenessen-Nord: 1.100 Euro ( 93.500 Euro)
  • Bredeney: 2.300 Euro (195.500 Euro)
  • Burgaltendorf: 1.600 Euro (136.000 Euro)
  • Horst: 850 Euro ( 72.250 Euro)
  • Kettwig: 1.850 Euro (157.250 Euro)
  • Schönebeck: 1.800 Euro (153.000 Euro)
  • Stoppenberg: 1.200 Euro (102.000 Euro)

Die Abbildungen in der Anlage zu dieser Pressemitteilung zeigen das Preisniveau in den Stadtteilen für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser und für Wohnungseigentum.

Daten für Sachverständige

Für Wertermittlungssachverständige enthält der Marktbericht in einem speziellen Kapitel zahlreiche Informationen zur Erstellung von Gutachten, so zum Beispiel aktuelle Liegenschaftszinssätze sowie Tabellen zur Marktanpassung im Sachwertverfahren. Diese Daten sind nach den neuen Wertermittlungsmodellen ermittelt worden.

Bezugsquellen

Der aktuelle Grundstücksmarktbericht kann im Internet unter der Adresse www.boris.nrw.de kostenfrei abgerufen werden. Außerdem ist er bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Rathenaustraße 2 (Theaterpassage), 45127 Essen, FAX: 0201-88-68503, erhältlich (Geschäftszeiten Montag bis Freitag 8:30 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung). Die Gebühr für die Druckversion liegt bei 30 Euro.

(ü. Pm.)

ThyssenKrupp investiert 46 Millionen Euro in weltweit größte Tuchfilteranlage

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat in Duisburg die weltweit größte Tuchfilteranlage für die Sintererzeugung in Betrieb genommen.

Sie entstaubt stündlich bis zu 1,3 Millionen Kubikmeter Abluft, die beim Sintern – also beim Vermengen und Zusammenbacken von feinkörnigen Eisenerzen mit Koks und anderen Stoffen wie Kalk – entsteht. Mehr als 44.000 extrem feine Filterschläuche und ein 45.000 Quadratmeter großer Tuchfilter sorgen dafür, dass kaum Staub in die Außenluft gerät. ThyssenKrupp hat rund 46 Millionen Euro in die neue Filteranlage investiert. Weitere 19 Millionen Euro flossen in die Modernisierung des Sinterprozesses. Dies ist bereits der zweite Gewebefilter innerhalb der Anlage, bis 2020 soll ein dritter gebaut werden.

(ü. Pm., idr)