Joyce DiDonato singt Händel und Purcell in der Philharmonie Essen

Joyce DiDonato ist nicht nur regelmäßig an den großen Opernhäusern von New York bis London zu Gast, sondern setzt auch mit ihren Konzertprogrammen außergewöhnliche Akzente. Auf das aktuelle Projekt „In War and Peace – Harmony through Music“, das sie am Samstag, 27. Mai 2017, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen präsentiert, darf man besonders gespannt sein. In der Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein“ singt die amerikanische Mezzosopranistin Arien von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell und Leonardo Leo. Begleitet wird sie vom erstklassigen Barockensemble Il Pomo d’Oro unter der Leitung von Maxim Emelyanychev, deren Interpretation von Händels „Partenope“ im vergangenen Jahr noch in bester Erinnerung ist. Die zentralen Begriffe des Programms – Krieg und Frieden – spiegeln sich in den beiden Konzerthälften wider. In den Mittelpunkt stellt Joyce DiDonato dabei die Frage: „Inmitten des Chaos, wo findet man Frieden?“ Weiterhin betont sie: „Seit Jahrhunderten haben die Schöpfer großer Kunst die Grausamkeiten ihrer Zeit neben göttlichen Momenten der Harmonie geschildert und uns mutig unsere eigene brutale Natur wie auch unsere hohe Menschlichkeit vor Augen geführt. Die Kunst vereint, überwindet Grenzen, verbindet, was getrennt ist, beseitigt Rangunterschiede, mildert Unruhen, bedroht die Macht und den Status quo und erhebt auf wunderbare Weise den Geist. Kunst ist ein beherzter Weg zum Frieden.“

Joyce DiDonato wurde in Kansas (USA) geboren. Ihre erfolgreiche Karriere führte sie bislang unter anderem an die Metropolitan Opera in New York, das Londoner Royal Opera House Covent Garden, die Mailänder Scala, die Staatsopern in München und Wien und das Liceu Barcelona, aber auch in renommierte Festspielorte wie Salzburg, Edinburgh und zu den BBC Proms. Zum Kernrepertoire Joyce DiDonatos gehören Rollen von Händel und Mozart sowie die Belcanto-Partien Rossinis. Darüber hinaus war sie unter anderem als Octavian („Der Rosenkavalier“), Komponist („Ariadne auf Naxos“) und in der Titelpartie von „Das schlaue Füchslein“ sowie in zeitgenössischen Bühnenwerken zu erleben.

 Karten (Preise: € 30,00 bis 75,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelbild: Joyce DiDonato (Foto: Simon Pauly).

Beethovens Gesamtwerk für Cello und Klavier in zwei Konzerten

 Ludwig van Beethoven begründete mit seinen fünf Cellosonaten eine neue Kammermusik-Formation, die bis dahin beinahe ohne Vorbild war. Nie zuvor war das tiefe Streichinstrument als derart ebenbürtiger Partner des Klaviers in Erscheinung getreten. In der Philharmonie Essen werden nun der Cellist Gautier Capuçon und der Pianist Frank Braley in zwei Konzerten am Sonntag, 23. April 2017 Beethovens Gesamtwerk für Violoncello und Klavier präsentieren. Im ersten Konzert um 11 Uhr erklingen neben der jugendfrischen ersten (op. 5 Nr. 1) und der reifen dritten Sonate (op. 69) auch aus dem insgesamt reichen Variationsschaffen des Komponisten zwei Werke, die geistreich je ein Thema aus Händels „Judas Maccabäus“ und Mozarts „Zauberflöte“ (über „Ein Mädchen oder Weibchen“) fortschreiben. Im zweiten Konzert um 15 Uhr widmen sich die beiden Musiker den beiden späten und kompromisslosen Cellosonaten (op. 102, Nr. 1 und 2), in denen sich der Komponist mitunter fast experimentell mit den Möglichkeiten der beiden Instrumente auseinandersetzte. Sie bilden den gewichtigen Rahmen um die frühe zweite Sonate (op. 5 Nr. 2) und die siebenteiligen Variationen über das Duett von Pamina und Papageno („Bei Männern, welche Liebe fühlen“) aus Mozarts „Zauberflöte“.

Der Franzose Gautier Capuçon hat sich längst als einer der führenden Cellisten seiner Generation etabliert und sorgt kontinuierlich mit seinen Aufnahmen und Konzerten für große Aufmerksamkeit. Höhepunkte der aktuellen Saison sind Auftritte mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Russian National Orchestra, der Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic und dem San Francisco Symphony.

Weltweit unterwegs ist auch der ebenfalls aus Frankreich stammende Pianist Frank Braley. Er konzertierte bislang etwa mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Orchestre National de France, dem Boston Symphony Orchestra und dem Tokyo Philharmonic. Er arbeitete dabei mit Dirigenten wie Christopher Hogwood, Marek Janowski, Kurt Masur, Sir Yehudi Menuhin und Antonio Pappano zusammen.

Einzeltickets (€ 28,00 pro Konzert) und Kombitickets (€ 40,00 für beide Konzerte) unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Renaud Capuçon und Frank Braley (Foto: Karl Lagerfeld).

„Die PRINZEN“ kommen nach Essen

Eine Band mit Geschichte. Die Prinzen sind mittlerweilen eine Legende, die in ferner Zukunft bei den sogenannten „Evergreens“ einen deutschen Anteil sichern wird. Bei dieser Gruppe ist nichts zufällig. Ob es die kindliche Ausbildung der Musiker, oder die Themenwahl betrifft, hier kommen Witz, Geist und musikalisches Können zusammen. 2018 wird es 9 spektakuläre Konzerte geben, bei denen ein großes Sinfonieorchester in Aktion kommt. Die bekannten Hits, wie „Alles nur geklaut“, „Küssen verboten“, oder „Ich wär so gerne Millionär“ können natürlich hierbei nicht fehlen. Am 8. 3. 2018 wird die Gruppe hier in Essen in der Philharmonie auftreten, also höchste Zeit, sich ein Ticket zu sichern.

Die PRINZEN

mit Sinfonieorchester 2018

Nach drei umjubelten und ausverkauften Konzerten der PRINZEN mit dem Orchester der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig anlässlich des 1000jährigen Leipziger Stadtjubiläums geht die Erfolgsproduktion jetzt auf Tour. Von der Elbphilharmonie in Hamburg über die Alte Oper in Frankfurt/Main bis zur Gasteig Philharmonie in München.

Am 10. März 2017 startet der Vorverkauf für die Tour 2018: Neun Konzerte mit Hits wie „Alles nur geklaut“, „Ich wär‘ so gerne Millionär“ oder „Küssen verboten“ aus zweieinhalb Jahrzehnten. Begleitet vom Orchester – mit extra für diesen besonderen Anlass geschriebenen Arrangements.

Über sechs Millionen verkaufte Alben, weit über drei Million Konzertbesucher, zwei Echos,

6 x Platin, 16 x Gold, unzählige Chartplatzierungen und 5 Top-Ten-Alben. Die PRINZEN sind eine der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Bands. Ihre Hits sind längst zu Klassikern geworden mit denen sich eine ganze Generation identifiziert. Sogar in den USA lernen Kinder nach ihren Texten Deutsch. Das Debütalbum „Das Leben ist grausam“ zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Erstlingen aller Zeiten.

Die PRINZEN

mit Sinfonieorchester 2018

28.02.2018 Dortmund Konzerthaus (TOURSTART!!!)

01.03.2018 Hannover Kuppelsaal

03.03.2018 Berlin Admiralspalast

05.03.2018 Hamburg Elbphilharmonie (AUSVERKAUFT!)

07.03.2018 Frankfurt Alte Oper

08.03.2018 Essen Philharmonie

20.03.2018 Dresden Konzertsaal im Kulturpalast

25.03.2018 München Gasteig Philharmonie

26.03.2018 Stuttgart Beethovensaal

Sichern Sie sich also schnellstmöglich Ihre Karten hier:

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Weitere Infos und Inhalte in unter www.kaenguruh.de. oder auf www.dieprinzen.de.

 

Mendelssohns „Schottische Sinfonie“ im 8. Sinfoniekonzert

Auf eine Reise nach Großbritannien nehmen die Essener Philharmoniker ihr Publikum im 8. Sinfoniekonzert der Saison am Donnerstag/Freitag, 23./24. März 2017, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen. Unter der Leitung des schottischen Dirigenten Rory MacDonald stehen Werke von Benjamin Britten, Edward Elgar und Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Brittens vier „Sea Interludes“ aus der Oper „Peter Grimes“ haben durchaus biografische Bezüge: „Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich in engem Kontakt mit dem Meer. Unser Haus blickte direkt auf die See, und zu den Erlebnissen meiner Kindheit gehörten die wilden Stürme, die oftmals Schiffe an unsere Küste warfen und ganze Strecken der benachbarten Klippen wegrissen“, schreibt der aus der ostenglischen Küstenstadt Lowestoft stammende Komponist. Rätselhaft geblieben sind bis heute Elgars „Enigma-Variationen“, in denen „das Hauptthema nie erscheint, der wichtigste Charakter niemals auftritt“, so Elgar. Mendelssohns „Schottische“ Sinfonie schließlich hat ihren Ursprung in einer Reise des damals 20-jährigen Komponisten auf die Inselgruppe der Hebriden vor der schottischen Küste.

 Karten (Preise: € 17,00 – 41,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

Titelbild: Rory MacDonald (Foto: Benjamin Ealovega)

New York Philharmonic mit Mahlers Vierter in Essen

Das New York Philharmonic ist ein Orchester der Superlative: Ältestes Sinfonieorchester der Vereinigten Staaten, bislang Auftritte in 63 Ländern, und die Namen der bisherigen Chefdirigenten lesen sich wie eine Auflistung der bedeutendsten Maestri aus den letzten 100 Jahren – Mahler, Toscanini, Walter, Bernstein, Boulez, Masur. Mit seinem aktuellen und demnächst scheidenden Musikdirektor Alan Gilbert ist das weltberühmte Orchester – eines von Amerikas legendären Big Five – am Sonntag, 26. März 2017, um 17 Uhr in der Philharmonie Essen zu Gast.

Ausgewählt hat Gilbert für sein Essener Abschiedskonzert Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 G-Dur und Béla Bartóks „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ – ein spannendes Programm, mit dem der gebürtige New Yorker sein Orchester noch einmal von der allerbesten Seite zeigen kann. Solistin ist die aus München stammende Sopranistin Christina Landshamer, die das Philharmonie-Publikum schon einige Male mit ihrer Stimme verzaubern konnte.

Alan Gilbert ist seit Beginn der Saison 2009/2010 Chefdirigent des New York Philharmonic, dessen Leitung er als erster gebürtiger New Yorker sowie als jüngster Dirigent in der Geschichte des Orchesters übernahm. Von Januar 2000 bis Juni 2008 war Alan Gilbert Chefdirigent und künstlerischer Berater des Königlichen Philharmonischen Orchesters Stockholm, dem er durch die Ernennung zum Ehrendirigenten weiterhin verbunden bleibt. Alan Gilbert hat Produktionen an führenden Opernhäusern geleitet und ist u. a. mit den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem London Symphony Orchestra sowie mit den wichtigsten amerikanischen und japanischen Orchestern aufgetreten.

Karten (Preis: € 19,00 bis 135,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Alan Gilbert und dem New York Philharmonic (Foto: Chris Lee).

(ü. Pm.)

 

Heiraten in der Philharmonie?

Am 8.3.2017 befasst sich der Ausschuss für öffentliche Ordnung, Personal und Organisation (OPO) mit einer Neuordnung der Außentraubereiche des Standesamtes im Stadtgebiet Essen. Während sich die Stadtverwaltung gegen die Philharmonie Essen als weiteren Außentraubereich des Standesamtes ausspricht, hält die Ratsfraktion der Grünen diesen Ort für besonders geeignet.

Dazu erklärt Ahmad Omeirat, ordnungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Die Philharmonie Essen ist ein idealer Ort für Trauungen. Er bietet ein tolles Ambiente, gastronomischen Service und eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Gleichzeitig steigert die Stadt die Mieteinnahmen der städtischen Philharmonie. Die städtische Tochter RGE als Betreiber der Gastronomie wird ebenfalls gestärkt.

Der Gildehof wird von vielen Paaren hingegen als unattraktiver Ort wahrgenommen, was auch die schwache Auslastung von rund 57 Prozent zeigt. Den Einwand der Verwaltung, dass Eheschließungen bzw. Begründungen von Lebenspartnerschaften in Außentraubereichen einen Mehraufwand durch zusätzliche Fahrt- und Rüstzeiten verursachen, lassen wir für den Standort Philharmonie hingegen nicht gelten. Aufgrund der kurzen Entfernung zwischen Gildehof und Philharmonie ist das Gildehof-Personal schnell an diesem repräsentativen Ort.“

Die Ratsfraktion der Grünen beantragt für den OPO-Ausschuss am 8. März, dass sich der OPO für die Einrichtung eines Außentraubereiches des Standesamtes in der Philharmonie Essen ausspricht.

Wortlaut des OPO-Antrages der Ratsfraktion der Grünen für die OPO-Sitzung am 8.3.2017:

die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantragt:

der Ausschuss für öffentliche Ordnung, Personal und Organisation spricht sich für die Einrichtung eines Außentraubereiches des Standesamtes in der Philharmonie Essen aus, um dort standesamtliche Eheschließungen durchführen zu können.

Begründung:

Laut Verwaltungsvorlage 0320/2017/3 leidet das Standesamt im Gildehof unter einer geringen Nachfrage von Trauungen. Ursache hierfür sei „vorrangig die Unattraktivität des Standortes bzw. des Gebäudes.“ Im Jahr 2016 hatte der Traubereich im Gildehof nur eine Auslastung von 56,5 Prozent.

Gleichzeitig erkennt die Verwaltung an, „dass die Philharmonie ein repräsentativer Standort für einen neuen Traubereich der Stadt Essen wäre.“ Eine Nutzung der Philharmonie ist nicht nur ein sehr attraktiver Standort zum Heiraten. Hier ergeben sich auch weitere Synergien im Hinblick auf die Nutzung einer städtischen Liegenschaft und der Einbeziehung städtischer Töchter als Leistungserbringer. So lassen sich die Einnahmen aus einer Vermietung der Philharmonie erhöhen. Im Zuge des konzerninternen Leistungsausgleiches wird außerdem die städtische RGE Servicegesellschaft Essen mbH als Betreiber der Gastronomie im Wallberg in der Philharmonie Essen gestärkt.

Die Verwaltung moniert generell, dass Eheschließungen bzw. Begründungen von Lebenspartnerschaften in Außentraubereichen einen Mehraufwand durch zusätzliche Fahrt- und Rüstzeiten verursachen. Dieses Argument kann für den Standort an der Philharmonie jedoch kaum geltend gemacht werden, da sich dieser nur 5 Gehminuten vom Gildehof entfernt befindet.

(ü. Pm.)

 

„Die Bremer Stadtmusikanten“ mit Orchester

In der Philharmonie Essen ist das bekannte Volksmärchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ jetzt in einer Bearbeitung für Orchester zu erleben: Kinder ab 6 Jahren können sich auf abwechslungsreiche, spannende, eingängige und mitunter leicht schräge Musik freuen – die eben ganz dem wunderbaren Quartett entspricht. Der erste Termin am Freitag, 10. März 2017, um 10 Uhr richtet sich vor allem an Grundschulklassen; am Samstag, 11. März 2017, um 16 Uhr sind Familien angesprochen. Der Dirigent und Komponist Erke Duit, der in beiden Konzerten am Pult der Bergischen Symphoniker stehen wird, und der Musiker Marko Simsa haben die Geschichte neu vertont und damit das Märchen noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet. Auch Simsa selbst wirkt live als Moderator mit.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Esel, Hund, Katze und Hahn auf ihrem Weg nach Bremen! Zu alt und nutzlos sind sie und sollen fortgejagt werden. Doch die Vier machen sich mutig auf die Reise, denn gemeinsam sind sie stark. Es gibt etwas, wovon die Freunde schon lange träumen: Sie wollen Stadtmusikanten in Bremen werden. Und dort nicht nur irgendwas spielen, sondern Musik, die swingt und Spaß macht! Auf dem Weg dorthin erleben sie allerhand Abenteuerliches und geraten sogar in die Fänge von Räubern. Doch die Schurken haben nicht mit dem Mut und der List der Tiere gerechnet. Und ganz nebenbei sind die vier Freunde schon längst das, was sie werden wollten: tolle Musiker und ein großartiges Team.

Karten (€ 6,60 Kinder/€ 10,00 Erwachsene) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Familienkonzert (Foto: Saad Hamza).
(ü. Pm.)

Pianist Alexandre Tharaud spielt Scarlatti und Beethoven

Beethoven und Scarlatti – mit dieser reizvollen Kombination ist der französische Pianist Alexandre Tharaud am Sonntag, 5. März 2017, um 11 Uhr in der Philharmonie Essen zu Gast. Mit 555 (erhaltenen) virtuosen, ebenso feurigen wie in sich versunkenen Cembalostücken schuf Domenico Scarlatti einen barocken Tastenspielkosmos, in dem er die unterschiedlichsten Gattungen vom Tanzsatz bis zur Fuge funkeln ließ. Immer wieder bezog der in Lissabon und Madrid tätige Italiener dabei iberisches Kolorit mit ein. Sechs dieser Sonaten hat sich Alexandre Tharaud für sein Essener Konzert ausgesucht, bevor mit Ludwig van Beethovens letzter Sonate Nr. 32 c-Moll, op. 111 eines der bedeutendsten Werke der Klavierliteratur erklingt.

Alexandre Tharaud wurde 1968 in Paris geboren. Für sein zweites Album mit Scarlatti-Sonaten erhielt er 2011 den „ECHO Klassik“-Preis. Er musiziert mit bedeutenden Orchestern wie dem Orchestre National de France, dem Tokyo Metropolitan Orchestra, dem hr- und WDR Sinfonieorchester, dem Tonhalle Orchester Zürich und dem Philadelphia Symphony Orchestra. Recitals führten ihn an renommierte Häuser wie das Théâtre des Champs-Elysées, die Opéra de Versailles, die Philharmonie Köln, die Royal Albert Hall, die Londoner Wigmore Hall, das Concertgebouw Amsterdam und den Wiener Musikverein. Er war zu Gast bei großen Festivals wie den BBC Proms, dem Edinburgh International Festival oder dem Festival dʼAix-en-Provence.

Karten (Einheitspreis: € 28,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Alexandre Tharaud (Foto: Marco Borggreve).

(ü. Pm.)

Junges Trio spielt Schubert, Schumann und Brahms

 Mit romantischer Kammermusik finden in der Reihe „Essener Jugendstil“ der Philharmonie Essen gleich drei im Jahr 1991 geborene Instrumentalisten zueinander: die Pianistin Mona Asuka Ott, der Geiger Serge Zimmermann und der Hornist Felix Klieser.

Am Sonntag, 19. Februar 2017, um 11:30 Uhr stehen Werke in unterschiedlichen Besetzungen auf dem Programm: Franz Schuberts Sonatine D-Dur für Violine und Klavier, D 384, Robert Schumanns Adagio und Allegro As-Dur für Horn und Klavier, op. 70, sowie Johannes Brahmsʼ Trio Es-Dur für Violine, Horn und Klavier, op. 40. Im Anschluss an die Matinee stellen sich die drei Musiker im Künstler-Gespräch den Fragen von Musikjournalist Christoph Vratz.

Noch vor wenigen Wochen war Felix Klieser anlässlich des Holocaust-Gedenktages mit einem bewegenden musikalischen Beitrag im Deutschen Bundestag zu erleben. 2014 wurde er mit dem „ECHO Klassik“-Preis als bester Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet. Für Aufmerksamkeit sorgte Klieser zudem mit seinem Buch „Fußnoten. Ein Hornist ohne Arme erobert die Welt“. Die Pianistin Mona Asuka Ott spielte bereits in jungen Jahren mit namhaften Orchestern wie dem Mozarteum Orchester Salzburg und dem Philharmonia Orchestra London. Soloauftritte führten sie unter anderem in die Tonhalle Zürich und zum Klavier-Festival Ruhr. Eine Zusammenarbeit mit bedeutenden Orchestern kann auch der Geiger Serge Zimmermann vorweisen, unter anderem mit den Bamberger Symphonikern und dem Pittsburgh Symphony Orchestra.

 Karten (Einheitspreis: € 18,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Titelfoto: Felix Klieser (Foto: Steven Haberland).
(ü. Pm.)

Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle in der Philharmonie Essen

Die Spielzeit der Philharmonie Essen nähert sich ihrem Höhepunkt: Am Samstag, 25. Februar und Sonntag, 26. Februar 2017 sind die Berliner Philharmoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten Sir Simon Rattle zu Gast. Die beiden Konzerte finden im Rahmen einer viertägigen RuhrResidenz  des Orchesters (23. bis 26.2.) an der Philharmonie Essen und am Konzerthaus Dortmund statt. Im Mittelpunkt stehen die Komponisten Gustav Mahler und György Ligeti.

Am Samstag, 25. Februar, um 20 Uhr kommt mit György Ligetis Oper „Le Grand Macabre“ eine der wichtigsten Musiktheater-Kompositionen der vergangenen Jahrzehnte zur Aufführung. Regisseur der halbszenischen Inszenierung ist Peter Sellars, der zu den innovativsten und unkonventionellsten Regisseuren unserer Zeit zählt. Ein erstklassiges Gesangsensemble lässt Ligetis Meisterwerk auch zu einem stimmlichen Ereignis werden: Im Mittelpunkt des Geschehens steht der „große Makabre“ Nekrotzar, in Essen gesungen von Pavlo Hunka, der als personifizierter Tod den Bewohnern des Fantasielandes das nahende Ende verkündet. Weitestgehend unbeeindruckt nutzen diese die verbleibende Zeit, sich den sinnlichen Vergnügungen des Lebens hinzugeben. In den weiteren Partien sind Peter Hoare (Piet vom Fass), Anthony Roth Costanzo (Fürst Gogo), Anna Prohaska (Amanda), Audrey Luna (Venus, Gepopo), Frode Olsen (Astradamors), Ronnita Miller (Amando) und Heidi Melton (Mescalina) zu erleben. Außerdem wirkt der Rundfunkchor Berlin mit. Ligetis Oper basiert auf Michel de Ghelderodes rabenschwarz-bunter Weltuntergangsparodie „La Balade du Grand Macabre“. Das skurrile Sujet und die collagenartige Darstellung schienen Ligeti geradezu perfekt für eine musikdramatische Umsetzung, die er selbst als „Anti-Anti-Oper“ bezeichnete.

Sir Simon Rattle sagt dazu: „Ich bin begeistert davon, dass das zentrale Werk unserer RuhrResidenz mit den Berliner Philharmonikern György Ligetis ‚Le Grand Macabre‘ sein wird. Dies ist nicht nur eine der komischsten Opern aller Zeiten, sondern auch eines der originellsten und manchmal geradezu hinreißend schönsten Stücke des 20. Jahrhunderts. Wenn man das Unbeschreibliche beschreiben sollte, könnte man sagen: Monteverdi trifft Monty Python … Kommen Sie und genießen Sie dieses Meisterwerk!“

Am Sonntag, 26. Februar, um 20 Uhr spielen die Berliner Philharmoniker Gustav Mahlers sechste Sinfonie, die 1906 im historischen Saalbau, der heutigen Philharmonie, unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt wurde. Außerdem erklingen das Vorspiel von Richard Wagners „Lohengrin“ sowie Ligetis „Atmosphères“.

Die RuhrResidenz startet am Konzerthaus Dortmund mit der Aufführung von „Le Grand Macabre“ am 23. Februar und einem Sinfoniekonzert u. a. mit Mahlers vierter Sinfonie am 24. Februar.

Karten für „Le Grand Macabre“ in Essen (Preise: € 60,00 – 160,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Das Konzert „Mahler 6“ ist bereits ausverkauft. Restkarten ggf. an der Abendkasse.

Titelfoto: Sir Simon Rattle (Foto: Stephan Rabold).

(ü. Pm.)