2. Internationales Folkwang Gitarrenfestival

Konzerte und Meisterkurse am Campus Essen-Werden Vom 22. bis zum 24. März findet an der Folkwang Universität der Künste das 2. Internationale Gitarrenfestival statt.

Auf dem Programm stehen Meisterkurse und Konzerte mit renommierten KünstlerInnen aus aller Welt, die Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Initiator und Leiter des Festivals ist der Gitarrist und Folkwang Professor Tomasz Zawierucha. Zu Gast sind Experten aus Belgien, Großbritannien, Polen und Deutschland. Tomasz Zawierucha eröffnet das Festival am 22. März um 19.30 Uhr im Haus Fuhr an der Heckstraße 16. An diesem Abend ist der Folkwang Professor sowohl solistisch an der Barock- und an der klassischen Gitarre sowie als Kammermusiker gemeinsam mit dem Folkwang Gitarrenquartett und dem Ernst Streichquartett zu hören. Das Streichquartett bilden Jacek Klimkiewicz, Folkwang Professor für Violine, die Starbratschistin Hideko Kobayashi (Professorin an der Mannheimer Musikhochschule), der Geiger Teruyoshi Shirata sowie der Cellist und Folkwang Absolvent Yan Vaigot. Gemeinsam werden die MusikerInnen das bekannte „Fandango“-Gitarrenquintett von Luigi Boccherini spielen. Das Folkwang Gitarrenquartett hat Tomasz Zawierucha gemeinsam mit Studierenden und Absolventen gegründet. Dazu gehören neben ihm selbst Dmytro Omelchak, Jean Barcelos und Oleksandr Chubarenko. Das Quartett spielt u.a. die berühmte Carmen Suite von Georges Bizet. Einen Tag später, am 23. März, findet das Konzert des belgischen Gitarristen Jan Depreter statt. Es beginnt um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Lennox Berkeley, Benjamin Britten und William Walton. Zu Beginn des Konzertes treten die beiden Studierenden Gain Lee und Eugen Treichel als Gitarrenduo auf. Zum Abschluss konzertieren am 24. März der britische Gitarrist Graham Anthony Devine sowie Dmytro Omelchak, der im Jahr 2016 den Internationalen Folkwang Gitarrenwettbewerb gewann. An diesem Abend sind unter anderem Stücke von John Dowland, Fernando Sor, Mauro Giuliani und Domenico Scarlatti zu hören. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Haus Fuhr, Heckstraße 16. An allen Festivaltagen werden Meisterkurse angeboten. Sie werden von Prof. Hubert Käppel aus Köln, Prof. Piotr Zaleski aus Breslau, Jan Depreter aus Antwerpen und Graham Anthony Devine aus London ausgerichtet. Die Meisterkurse richten sich vor allem an Studierende der Folkwang Universität der Künste. Externe TeilnehmerInnen sowie ZuhörerInnen sind aber willkommen. Sie werden gebeten sich bis 15. März unter folkwang.gitarre@gmail.com anzumelden. Detailliertere Informationen zum Programm finden Sie unter: www.folkwang-gitarre.de. Karten für die Konzerte erhalten Sie über die Folkwang Kartenhotline 0201_4903-231, per Mail karten@folkwang-uni.de oder an der Abendkasse. Die Tickets für die Konzerte kosten jeweils 10 Euro (ermäßigt 5 Euro). Julia Bauer/15.März 2018

¿Donde son estas serranas? – Mysterious Songs of Love and Beauty

Konzert im Schloss Borbeck am Freitag, 15. September, um 19 Uhr im Schloß Borbeck. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 17 Euro.

Der Weltklasse Lautenist Lee Santana trifft auf den preisgekrönten Jazzgitarristen Andreas Wahl, Alte Musik trifft Jazz, Viola da Gamba trifft E-Gitarre. Die Musik Spaniens im 16. Jahrhundert ist Anknüpfungspunkt für neue Werke der Komponisten Lee Santana und Andreas Wahl. Sie werden dabei kongenial begleitet von Marthe Perl auf der Viola da Gamba, während die Sopranistin Antje Rux mit ihrer virtuosen Stimme noch einen weiteren Klangraum eröffnet. Zwei Meister der Improvisation aus dem 16. Jahrhundert, der Vihuela-Spieler Enriquez de Valderrábano (um 1500 bis 1557) sowie der Gambist Diego Ortiz (um 1510 bis 1570), stehen dabei im Mittelpunkt der musikalischen Grenzüberschreitung.

Das Ensemble

Marthe Perl kommt aus einer Musikerfamilie und ist sozusagen auf Konzertourneen groß geworden. Sie ist Gambistin wie ihre Mutter Hille Perl, ihr Vater ist der Lautenist Lee Santana. Obwohl sie anfänglich nicht Musikerin werden wollte, hat sie das Instrument Viola da Gamba dann doch gefangen genommen. Marthe Perl studierte an der Hochschule für Musik in Bremen und veröffentlichte mehrere Tonträger. Neben den Auftritten mit ihren Eltern spielt sie auch mit dem Ensemble La Ninfea. Sie lebt in Hamburg.

Antje Rux studierte Gesang an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar und war 2013 Stipendiatin der „Alfred-Toepfer Stiftung“. Ihre Karriere startete sie in Opernproduktionen in Paris, Weimar, Taranto, Gotha und Brüssel. Mit Monteverdis Orfeo gastierte sie 2014 bis 2016 mit dem Freiburger Barockconsort, Sasha Waltz & guests und Vocalconsort Berlin in Amsterdam, Luxemburg, Lille und der Staatsoper Berlin. Ihr umfangreiches Konzertrepertoire umfasst Werke vom Frühbarock bis ins 20. Jahrhundert, darunter Händels Messias, die großen Oratorien Bachs, Mozarts Requiem, Mendelssohns Paulus und Saint-Saëns Oratorio de Noël. Antje Rux gastierte bei mehreren Festivals, dabei arbeitete sie unter dem Dirigat von Georg Christoph Biller, Titus Engel, Antonello Manacorda, Achim Zimmermann, Siegfried Pank, Robert Göstl u.a.

Lee Santana lebt seit 1984 in Deutschland. Der amerikanische Musiker studierte am Emerson College in Boston historische Aufführungspraxis und Alte Musik. In Deutschland traf er auf die Gambenistin Hille Perl. Das Ehepaar gründete die Formation Los Otros, welche bald die Bühnen zahlreicher Festivals eroberte. Lee Santana konzertiert mit vielen namhaften Ensembles, unter anderen mit dem Freiburger Barockorchester sowie mit dem Harp Consort – aber auch mit dem Blockflötisten Maurice Steger ist er immer wieder zu hören. Mit seiner Tochter Marthe Perl steht er im Schloss Borbeck das erste Mal auf der Bühne.

Andreas Wahl lebt seit 1989 im Ruhrgebiet. Er erhielt zahlreiche Förderpreise, darunter Westfalenjazz, Jazzwerkruhr, International Songwriting Competition und viele mehr. CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie Auftritte und Tourneen im In- und Ausland mit Bands und Projekten der improvisierten Musik und des zeitgenössischen Jazz zählen ebenfalls zu Wahls Vita. So war er Teil des Zodiak Trio, der WDR Bigband und vielen mehr.
Andreas Wahl ist Dozent für Jazz-Gitarre an der Hochschule für Künste Bremen und am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.

VENUSBRASS – Wild, Weiblich, Virtuos

Ein ganz besonderes Musikspektakel erwartet die Besucherinnen und Besucher des Grugaparks am Sonntag, 2. Juli, um 15 Uhr, im Musikpavillon.

Venusbrass ist mehr als eine Damen-Marching-Band. Fünf strahlende Energiebündel brillieren mit ihrem rasanten Spiel auf Saxofon, Posaune, Tuba und Drums nicht nur auf der Bühne, sondern auch mitten im Publikum. Dabei verschmelzen explosive Damenpower und geballte Musikalität mit exakter Choreografie. Die Vollblutmusikerinnen präsentieren ein breitgefächertes Repertoire aus mitreißenden Hits und melodiösen Eigenkompositionen und zünden im Publikum ein musikalisches Feuerwerk.

Das Konzert ist bis auf den Parkeintritt kostenfrei.

Titelfoto: Simona Turk

Große Aalto-Show mit Höhepunkten aus Oper und Konzert

Zum Ende der Spielzeit fahren das Aalto-Theater und die Essener Philharmoniker noch einmal richtig groß auf: In der verrückt-unterhaltsamen Bühnenshow „Fantasia-Aalto“ darf man sich auf viele Höhepunkte aus der fantasievollen Welt von Oper und Konzert freuen.

Junge und erwachsene Besucher können sich am Sonntag, 25. Juni 2017, um 18 Uhr im Aalto-Theater von der berühmten Wolfsschluchtszene aus Carl Maria von Weber Oper „Der Freischütz“ mitreißen lassen, in Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ hineinhören oder die zauberhaften Klänge des Schneeflockenwalzers aus Pjotr Tschaikowskis „Nussknacker“ genießen. In Szene gesetzt von Licht- und Bühneneffekten, stehen das wunderschöne „Lied an den Mond“ aus Antonín Dvořáks „Rusalka“ ebenso auf dem Programm wie Auszüge aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ und Edvard Griegs Orchesterstück „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Peer-Gynt-Suite. Das alles wird präsentiert von den hervorragenden Sängerinnen und Sängern des Aalto-Musiktheaters: Christina Clark, Elbenita Kajtazi, Rainer Maria Röhr, Marion Thienel, Michael Haag, Francisca Devos und Marie-Helen-Joël, die auch als Moderatorin durch den rund einstündigen Abend führen wird. Außerdem wirkt der Aalto Kinderchor mit. Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung von Robert Jindra. Beste musikalische Unterhaltung also für die ganze Familie!

Karten (Preis: € 10,00 – 15,00; ermäßigt € 7,00 – 10,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

Fotos:

  • Elbenita Kajtazi (Sopran) (Foto: Saad Hamza)
  • Marie-Helen Joël, Mezzosopranistin und Moderatorin (Foto: Saad Hamza)

 

 

Das Theremin in Kettwig

Am Samstag, den 8. Juli 2017 um 19 Uhr gibt das Duo „Radikal Audio Lab.“ ein Konzert in Essen-Kettwig: im Atelier des Bildhauers Wolfgang Liesen, dem ehemaligen Wasserwerk in der Bachstraße 43. Der Eintritt ist frei.

Radikal Audio Lab. sind
Gilda Razani (Theremin, Elektronik) und
Frank Niehusmann (Computer, Controller):
www.RadikalAudioLab.de

Das Theremin ist ein 1920 in Rußland von Leon Theremin erfundenes elektronisches Musikinstrument. Es wird völlig berührungslos nur durch die Bewegung der Hände in der Luft zwischen zwei Antennen gespielt. Die Elektrizität des menschlichen Körpers beeinflusst dabei das elektromagnetische Feld zwischen den Antennen. Die sich ändernde Schwingung des elektromagnetischen Feldes zwischen den Antennen wird verstärkt und als Ton über Lautsprecher ausgegeben.

Gilda Razani ist eine der wenigen professionellen Theremin­spielerinnen. Neben ihrer klassischen Spielweise geht sie in ihren Kompositionen und Improvisationen an die zeitgenössischen Grenzen ihres Instruments. So erzeugt sie mit elektronischen Effekten Sounds wie von E.-Gitarren in brachialer Hardrock-Ästhetik gleich neben entrückten Sinusklanggebilden, sphärischen Chören und zartesten Noise-Minimalismen.

Frank Niehusmann gestaltet elektronische Klänge auf der Grundlage von Mikrofonaufnahmen und Tonstudio-Experimenten. Nach frühen Arbeiten mit analogen Tonbandmaschinen programmiert er heute eigene Software für Kompositionen und Konzerte mit Computern. Seine Roboter-Sounds und Maschinen-Rhythmen lassen oft seine Herkunft aus dem Indus­triegebiet an der Ruhr erkennen, wo er auch viele Jahre als Autor für Rundfunk und Fernsehen tätig war.

Wolfgang Liesen ist als Bildhauer mit zahlreichen Werken im öffentlichen Raum im Ruhrgebiet und darüber hinaus vertreten. 1936 in Gelsenkirchen geboren studierte er an der Essener Folk­wangschule und an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Joseph Beuys. In Essen sind von ihm insbesondere die Werke „Standort für einen frei sprechenden Menschen“ im Stadtgarten am Aalto-Theater und sein „Weberbrunnen“ in Kettwig bekannt. Beim Konzert von Radikal Audio Lab. kann man am 8. Juli in Wolfgang Liesens Atelier zugleich einige seiner überlebensgroßen „Umformer“-Skulpturen sowie Zeichungen und Kleinplastiken besichtigen.

(ü. Pm.)

Noa Noa – oder das gemalte Paradies. Eine musikalisch-literarische Reise

Bei seiner ersten Reise nach Tahiti (1891–1893) schreibt der französische Maler Paul Gauguin (1848–1903) ein schwärmerisches Tagebuch. Er gibt seinen romantischen Schriften den Titel „Noa Noa“ – „duftende Erde“. Der Maler versucht die Flucht aus der europäischen Zivilisation, wo ihm alles artifiziell und konventionell vorkommt, in eine erhoffte paradiesische Ursprünglichkeit der Südsee. Seine Gemälde aus dieser Zeit eröffnen der Kunst neue Wege. Sein Tagebuch gibt besondere Einblicke in Gauguins Illusionen vom „göttlich Primitiven“ und die feinen „Risse“ im paradiesischen Leben.

„Als Gauguin in Tahiti eintraf, war er bewaffnet mit einer Flinte, einem Waldhorn, zwei Mandolinen und einer Gitarre, voller Illusionen über die Möglichkeiten des glücklich-einfachen Lebens und voller Zuversicht…“ (Danielsson)

Kompositionen für zwei Gitarren zu Gauguins Bildern aus Tahiti umrahmen die literarische Reise, auf die sich Jörg Mascherrek, Rezitate, und Judith und Volker Niehusmann, Gitarre, am Freitagabend im Residenzsaal des Schloß Borbeck begeben.

Rezitator Jörg Mascharrek arbeitet derzeit im Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg. Er hat zahlreiche Programme, unter anderem zu Dario Fo, Erich Kästner, Patrick Süßkind und Rainer Maria Rilke, erarbeitet und präsentiert. Die Qualität des Niehusmann Gitarren-Duos belegen unter anderem CD-Aufnahmen bei Naxos.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schöne Aussichten – Paradiese und Utopien“ der Essener Kultureinrichtungen.

Freitag, 23. Juni, 19 Uhr, im Schloß Borbeck. Residenzsaal. Der Eintritt kostet 10 Euro.

(ü. Pm.)

„Park Sounds“ im Stadtgarten eröffnen den Sommer

Elektronische Klänge verwandeln den Essener Stadtgarten in einen außergewöhnlichen Ort: Von Montag, 26. Juni bis Freitag, 30. Juni 2017 lädt die Philharmonie Essen jeweils von 20 bis 22 Uhr zu den „Park Sounds“ ein. Zum bewährten „Park Sounds“-Team gehören auch in diesem Jahr das Institut für Computermusik und  Elektronische Medien (ICEM) sowie das Institut für Populäre Musik (IfPoM) der Folkwang Universität der Künste. Die Professoren der beiden Institute stellen gemeinsam mit ihren Studierenden das musikalische Programm zusammen. Die elektronischen Klänge sind dabei speziell auf die akustische Situation im Park ausgerichtet. An elf Standorten sorgen Lautsprecher für ein beeindruckendes Surround-Erlebnis. Bei freiem Eintritt haben die Besucher ausreichend Gelegenheit, sich von den neuen Klängen im Park inspirieren zu lassen. Das jeweilige musikalische Programm des Abends wird vorher unter www.philharmonie-essen.de veröffentlicht. innogy stellt 100 Liegestühle und rund 60 Sitzsäcke zur Verfügung – auch diese Möglichkeit nutzen die „Park Sounds“-Besucher jedes Jahr gerne zur Entspannung. Darüber hinaus macht am 26. und 30. Juni das innogy Backmobil Station im Stadtgarten und lädt zu frischem Gebäck ein. Außerdem besteht am 29. Juni die Möglichkeit, E-Bikes zu testen.

Parksounds
Stadtgarten Essen, 25 Juni 2015
Foto: Sven Lorenz, Essen

Die „Park Sounds“ wurden von der Philharmonie Essen in der Spielzeit 2010/2011 gemeinsam mit dem ICEM ins Leben gerufen. In diesem Jahr finden sie zum sechsten Mal statt.

Park Sounds: Montag, 26. Juni bis Freitag, 30. Juni 2017, jeweils von 20:00 bis 22:00 Uhr,

Stadtgarten Essen, Huyssenallee 53, 45128 Essen, Eintritt frei

Fotos: Sven Lorenz

(ü. Pm.)

Folkwang Universität der Künste: Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann

„Hamburger Ebb und Fluth“ am 22. Juni in der Neuen Aula Barockkonzert zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann mit Studierenden verschiedener Instrumentalklassen Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) gehört zu den wenigen Komponisten, die bereits zu Lebzeiten nicht nur angesehen waren, sondern auch von ihrem Schaffen leben konnten. Zu seinem 250. Todestag in diesem Jahr erinnert die Folkwang Universität der Künste mit einem hochkarätigen Konzert an den Meister der Barockmusik: Am Donnerstag, 22. Juni spielt Folkwang BAROCK, das Barockorchester der Folkwang Universität der Künste, Orchestersuiten und Solokonzerte von Telemann für Bläser und Streicher. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden. Auf dem Programm stehen Instrumentalkonzerte in verschiedenen Besetzungen. Immer wieder hat Telemann die unterschiedlichsten Kombinationen mit Blas- und Streichinstrumenten zusammengefügt. Dies wird unter anderem beim „Konzert für 3 Oboen und 3 Violinen B-Dur“ deutlich, das einen Violinen- und Oboen-Chor gegenüberstellt. Das komplexeste Werk des Konzertabends ist hingegen die titelgebende Komposition „Hamburger Ebb und Fluth“. In der 20-minütigen Orchestersuite werden Meeresgottheiten durch für Suiten übliche Tanzsätze charakterisiert, aber auch die ruhige See und die ansteigende Flut musikalisch „gemalt“. „Reine Telemann-Konzerte sind eher selten. Oft traut man dem auch als ,Vielschreiber‘ verschrienen Georg Philipp Telemann nicht zu, alleine im Mittelpunkt eines Konzertes zu stehen“, sagt Markus Möllenbeck, Dozent für Barockcello und gemeinsam mit Trompeterin Prof. Laura Vukobratovic Künstlerischer Leiter des Konzerts. „Dabei wird schlichtweg vergessen, dass er 86 Jahre alt wurde und bis zuletzt unermüdlich komponiert hat und vor allem immer am Puls der Zeit blieb.“ Die Vielseitigkeit Telemanns spiegelt sich auch in den wechselnden Besetzungen wider, die Studierende der Alte-Musik-Klassen und Studierende moderner Instrumentalklassen in einem Konzert vereint: Es spielen NachwuchsmusikerInnen aus den Klassen bekannter Folkwang DozentInnen wie Mayumi Hirasaki (Barockvioline, -viola), Markus Möllenbeck (Barockcello), Prof. Michael Niesemann (Oboe), Prof. Malte Refardt (Fagott), Michael Schmidt-Casdorff (Traversflöte) und Prof. Laura Vukobratovic (Trompete). Ein besonderes Augenmerk gilt Werken mit Trompeten, die dem Konzert einen besonders festlichen Charakter verleihen. Das Publikum darf sich also auf eine ungewöhnliche Begegnung mit der Musik von Georg Philipp Telemann freuen, dessen Instrumentierungskunst an diesem Abend unmittelbar erfahrbar wird. Karten gibt es zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) telefonisch unter 0201 4903 231, per E-Mail an karten@folkwang-uni.de und an der Abendkasse.

Die „kleine Nachtmusik“ mit einer Orgel

Die „kleine Nachtmusik“ mit einer Orgel und einigen Freunden nebst Imbiss und launigen Sommerabend-Pausen: Es ist wieder soweit. Am Freitag, dem 23. Juni von 19 Uhr bis Mitternacht, sind alle Freunde der Musik aus Werden und Umgebung zu einem besonderen Event eingeladen.

Im vierten und letzten Programmteil werden die Zuhörer von dem bekannten Kölner Blechbläserquintett „Magic Brass“ mit einer bunten musikalischen Mischung vom Barock über die Klassik bis in die Moderne geführt, so dass die traditionelle Werdener Orgelnacht mit teils ernster, teils heiterer Musik sicherlich sehr beschwingt enden wird.
Dazwischen: ein vielgefächerter Imbiss und belebte Pausen mit herzlichem Willkommen. Es beginnt schon mit einem Highlight:  mit Carsten Wiebusch, einstmals Organist an der Walcker-Orgel in Werden, heute Organist, Kirchenmusikdirektor und Professor in Karlsruhe. Mittlerweile ist er „eine herausragende Person in der Musikwelt“ und dabei noch vielen Musikbegeisterten in bester Erinnerung. Für die diesjährige Werdener Orgelnacht spielt er mit einem sehr attraktiven Orgel-Programm an seiner ersten Wirkungsstätte. Der Förderverein freut sich sehr, dass er Carsten Wiebusch für dieses Konzert gewinnen konnte. Das Publikum hat in diesem Jahr einen neuen Anreiz: Wiebusch wird gefilmt und auf eine Leinwand übertragen, so dass alle ihm beim Spielen auch zusehen können.  Den zweiten und dritten Programmteil gestaltet das  Kettwiger Bach-Ensemble in Zusammenarbeit mit dem Orchester l’arte del mondo, unter der Gesamtleitung von Wolfgang Kläsener, die ebenfalls für musikalische Überraschungen sorgen werden.
Veranstalter ist der Förderverein Evangelische Kirche Werden e. V.  Das Konzert findet statt in der  Evangelischen Kirche, Heckstraße 54, 45239 Essen-Werden.  Eintritt (Abendkasse) inklusive Imbiss: 20 € (ermäßigt für Mitglieder und Studenten 10 €).

 

Blasorchester des Polizeisportvereins Essen in der Gruga

Die Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters eröffnen ihr Konzert wie die berühmten Wiener Philharmoniker das diesjährige Neujahrskonzert mit dem „Nechledil-Marsch“ aus der Operette „Wiener Frauen“. Danach folgen die Walzermelodien „An der schönen blauen Donau“ und „Leichtes Blut“. Im Anschluss daran macht das Orchester mit Auszügen aus der Tschaikowskis „Schwanensee“ einen musikalischen Ausflug ins Ballett. Nachdem dann die Leidenschaft der Stummfilm-Ära bei „Jalousie“ auflebt, endet der erste Teil mit einem Medley der bekanntesten Melodien von Robert Stolz.

Im zweiten Teil wird es erst einmal wild beim „König der Löwen“, dann modern mit „La La Land“ und geht beschwingt mit der „Glenn-Miller-Story“ weiter. Zum Abschluss des abwechslungsreichen Programms spielt das Orchester den beliebten „Radetzky-Marsch“.

Fronleichnam, Donnerstag, 15. Juni, 15 uhr, Musikpavillon, Grugapark.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Polizeipräsidenten und ist – bis auf den Eintritt in den Grugapark – kostenlos.

Fronleichnam, Donnerstag, 15. Juni, 15 uhr, Musikpavillon, Grugapark.(ü. Pm.)

KlassikLounge der Essener Philharmoniker erstmals im Aalto-Theater

Ein Novum erlebt die KlassikLounge der Essener Philharmoniker im letzten Konzert der Reihe in dieser Spielzeit: Am Montag, 12. Juni 2017, um 19:30 Uhr geht es erstmals ins Aalto-Theater.

Im Foyer sorgen Ava Polheim, Violinistin des Orchesters, sowie Kontrabassist Santiago Cavanagh für ein sommerliches Finale der KlassikLounge-Konzerte 2016/2017. Und DJ Haptik (alias Pablo Giuggioloni vom Grillo-Theater) garniert den Auftritt der beiden Musiker mit faszinierenden elektronischen Klängen. Am Ende besteht wie immer die Möglichkeit zum lockeren Austausch mit den Musikern.

Die Reihe „KlassikLounge“ startete im Sommer 2015 und kam von Anfang an beim Publikum hervorragend an. Klassische Musik mal anders genießen, in entspannter, lockerer Atmosphäre außerhalb des Konzertsaals – unter dieser Prämisse steht das ungewöhnliche Format. Dabei hat jeder Abend ein eigenes Motto. Die KlassikLounge findet viermal pro Spielzeit statt.

Die Termine der kommenden Spielzeit: 9.10., 4.12.2017; 12.3., 11.6. 2018, jeweils im Grillo-Theater.

Der Eintritt ist frei. Zählkarten an der Abendkasse.

Titelfoto: die Violinistin Ava Polheim (Foto: Saad Hamza).

(ü. Pm.)

 

Grugapark-Konzerte zu Pfingsten

Am Sonntag, 4. Juni, präsentieren die 20 Musikerinnen und Musiker der Westfalia Big Band gemeinsam mit ihrem Bandleader ab 15 Uhr eine außergewöhnliche Bühnenshow. Neben zahlreichen bekannten und neuen Songs, darf sich das Publikum auf beste Unterhaltung mit Gags und Überraschungen freuen. Dabei ziehen die Musikerinnen und Musiker wie gewohnt sämtliche Register ihres Könnens und begeistern Jung und Alt mit einer eindrucksvollen Show. Das Ensemble lässt sich auf keine Musikrichtung festlegen, es liebt Gradwanderungen, die weit über den Swing hinausgehen. Verspielte Melodien, fetzige Bläsersätze und warme Klangteppiche sind die Zutaten für die Arrangements des Bandleaders Hans-Josef Piepenbrock, der damit seinem Orchester eine ganz persönliche Note verleiht. Begeisterung und Emotionen sind garantiert, wenn die Band ein musikalisches Feuerwerk an akustischen und optischen Genüssen präsentiert.
Das Konzert ist bis auf den Parkeintritt kostenlos.

Pfingstmontag, 5. Juni, verwandelt das Orpheus Theater bereits zum 15. Mal den Musikpavillon mit liebevoll ausgewählten Theateraccessoires in eine Open-Air-Theaterbühne der besonderen Art, auf der die Solisten in farbenprächtigen Originalkostümen beliebte Melodien aus Operette und Film, unvergessene Evergreens und klangvolle Canzonen präsentieren. Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen Titel wie „Summertime“, „Die Caprifischer“, „Oh mio babbino caro“, „Freunde das Leben ist lebenswert“ und viele mehr.
Das Konzert beginnt um 15 Uhr, Einlass ist ab 14 Uhr. Der Eintritt beträgt inklusive des Parkeintritts 10 Euro. Dauerkarteninhaber zahlen 5 Euro. Karten sind ab sofort an allen Kassen des Grugaparks erhältlich.

(ü. Pm.)