Studie zum Fahrraddiebstahl: Hagen schneidet im bundesweiten Städtevergleich gut ab

Hagen gehört zu den sichersten Städten in Sachen Fahrraddiebstahl in Deutschland. Die Ruhrgebietsstadt landet im 100-Städte-Ranking der Fahrraddiebstahl-Hochburgen des Vergleichsportals billiger.de auf dem vorletzen Platz. Nur Solingen (Platz 99) und Remscheid (Platz 100) weisen ein geringeres Diebstahlrisiko auf. Für Hagen ermittelten die Statistiker im Jahr 2016 insgesamt 106 Diebstähle pro 100.000 Einwohner – in der Diebstahlhochburg Münster waren es 1.721. Im unteren Drittel landeten auch Bochum (Platz 88), Herne (85), Oberhausen (83), Gelsenkirchen (80), Mülheim (77), Essen (69), Dortmund (65) und Hamm (64) In den Monaten Mai bis August gehen nach Angaben des Vergleichsportals 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 332.486 gestohlene Fahrräder. Allein 203.446 davon entfallen auf die 160 untersuchten Städte und Landkreise.

STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

 Wenn Oberbürgermeister Thomas Kufen am 20. Mai das STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ auf Zeche Zollverein offiziell eröffnet, sind erfahrungsgemäß bereits viele Radbegeisterte mit dem Rad angereist und sammeln so in der großen Gruppe die ersten Kilometer im bundesweiten Wettstreit für eine Mobilität ohne Treibhausgase im Alltag.

Jetzt hat der Betreiber von metropolradruhr, nextbike GmbH, eine besonderes Angebot für alle, die gerne mitfahren wollen, aber ihr Rad nicht rechtzeitig zum Saison-Start fit gemacht haben: Am Tag der Eröffnung kann jeder sechs Stunden ein Leihrad kostenlos nutzen, um die Alltagstauglichkeit und den Spaßfaktor des Autoverzichts im gesamten Betriebsgebiet des metropolradruhr zu testen.

Die Treffpunkte der „Eröffnung-Sternfahrt“ des ADFC Essen und der Klimaagentur Essen:
Samstag, 20. Mai, 13:30 Uhr, Willy-Brandt-Platz, sowie um 14 Uhr an der Eisdiele am Universitätspark.

Und so funktioniert es:
Einfach den Gutscheincode 624462 in die App oder in das Kundenkonto („Gutschein einlösen“) eingeben und am 20. Mai sechs Stunden kostenlos im Betriebsgebiet des metropolradruhr radeln.
Wichtig: Kunden, die schon bei metropolradruhr oder nextbike registriert sind, können den Code sofort einlösen und das Rad nutzen.
Wer noch nicht registriert ist, muss dies erst tun: Bei Angabe einer Kreditkartennummer ist das Rad sofort nutzbar, bei der Bezahlmethode „Bankeinzug“ muss zur Freischaltung zunächst 1 Euro überwiesen werden (dies kann bis zu zwei Tagen dauern).
Abo-Kunden der EVAG können sich kostenlos entweder über die Webseite mrr-registrierung.evag.de oder in den Kundencentern der EVAG registrieren.

Zum Hintergrund:
Bereits bei der Premiere 2012 landeten die Essenerinnen und Essener auf Anhieb auf dem achten Platz von insgesamt rund 170 teilnehmenden Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland. Dieses erfreuliche Ergebnis wurde im darauf folgenden Jahr wiederholt. Seit 2014 tritt Essen unter dem Dach des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gemeinsam mit aktuell 16 weiteren Ruhrgebietsstädten sehr erfolgreich als „Metropole Ruhr“ in die Pedale.
Ob Familie, Nachbarschaft, Verein oder Firma – mitmachen kann jeder, der in Essen wohnt, arbeitet, studiert oder zur Schule geht. Alle Radkilometer werden online gesammelt und in den verschiedenen Kategorien mit den mitradelnden Kommunen in ganz Deutschland verglichen. Den eifrigsten Städten, ihren radelnden Kommunalparlamenten und den STADTRADLER-Stars winken neben Auszeichnungen auch Preise rund um das Thema Fahrrad. Die Organisatoren der Klimaagentur Essen und der Transportation Research and Consulting GmbH (TRC) können dank engagierter Sponsoren in unserer Stadt wieder zusätzliche Preise für die Essener Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausloben.

(ü. Pm.)

ADFC und EFI fordern „Radschnellweg jetzt bauen“

In einer Stellungnahme zur Pressemitteilung von SPD und CDU zum Eltingviertel
zeigen sich die Fahrradverbände ADFC und EFI sehr erstaunt über die kompromisslose Haltung der Ratsfraktionen von SPD und CDU, die offenbar unter allen Umständen die Variante mit der Durchfahrt des Radschnellweges mitten durch Gebäude durchboxen wollen.

„Dass dabei auch der für den Radschnellweg unabdingbare Bahndamm verschwinden soll, widerspricht in Gänze der von Oberbürgermeister Thomas Kufen Ende Januar gemachten Aussage, dass besagter Bahndamm erhalten bleiben soll.

Befremdlich wirken vor allem die sachlich falschen Argumente, mit denen die „GroKo“ ihre Vorgehensweise begründet. Erneut ist von der Abriegelungswirkung des Bahndamms die Rede, dabei ist es der wesentlich klotzigere Hochhauskomplex am Viehofer Platz, der das Eltingviertel von der Innenstadt abriegelt. Ebenso falsch ist die Aussage, dass auch im angrenzenden Universitätsviertel der Bahndamm abgetragen worden sei. Das dem nicht so ist, zeigt deutlich die nach wie vor bestehende Geländekante entlang der Universität. Völlig absurd ist jedoch das Argument, man brauche „Luft und Licht“ für die Öffnung des Eltingvier­tels. Dabei ist es gerade die von SPD und CDU favorisierte Planung mit den mehrstöckigen Gebäuden, die wie eine Frischluftsperre wirkt. Bei einem offen auf dem Bahndamm gebau­ten Radweg bliebe aber die Zufuhr von Frischluft gewährleistet.

Selbstverständlich ist es sinnvoll, das Eltingviertel wie den gesamten Bereich der nördlichen Innenstadt städtebaulich aufzuwerten und dies mit dem Radschnellweg zu verknüpfen. An­gesichts der Komplexität kann dies aber nicht in dem von der „GroKo“ betriebenen Hauruck-Verfahren geschehen. Es wird Zeit benötigt. Diese steht aber für die Realisierung des RS1, welcher bekanntlich bis 2020 fertig gestellt sein soll, definitiv nicht zur Verfügung.

Problematisch dürfte zudem die Finanzierung sein. Für die bislang in der Machbarkeitsstudie festgelegte Variante über den Bahndamm stehen die Gelder faktisch schon parat, zudem sitzt „Straßen NRW“ als bauausführende Institution quasi in den Startlöchern. Stellt sich die Frage, ob das Land NRW die von der Essener „GroKo“ favorisierte Variante mit der Häuser­durchfahrt überhaupt finanziert.? Ein potentieller Investor müsste wohl beides bezahlen – Gebäude plus Radschnellweg. Dies jedoch klingt äußerst unrealistisch. Was ist, wenn selbst nach Jahren kein Investor gefunden wurde? Dann müsste wohl auch für den Radschnellweg in Essen das Totenglöckchen geläutet werden.

Was also treibt SPD und CDU an, durch ihr Hauruckverfahren ausgerechnet den RS1 ohne Not aufs Spiel zu setzen – ein Projekt mit mittlerweile internationaler Reputation. Kirchturm­denken anstatt Metropole Ruhr? Kein Wort der „GroKo“ zu den Vorschlägen von ADFC und EFI, zunächst eine provisorische Führung über den jetzigen Bahndamm zu bauen, um dann später in aller Ruhe eine zukunftsweisende gesamtstädtische Lösung für das Eltingviertel mit Berücksichtigung einer endgültigen Führung des Radschnellweges finden zu können. Dann könnte auch „Straßen NRW“ zeitnah die dringend erforderliche Brücke über die Gladbecker Straße anpacken.

Das eine provisorische Wegeführung funktioniert, hat sich vor Jahren am Vorzeigeobjekt Niederfeldsee gezeigt, wo man vor Baubeginn gut zwei Jahre lang eine Zwischenlösung gefunden hatte, die sogar asphaltiert war. Daher ist es im Moment nach Ansicht von ADFC und EFI das Wichtigste, dass SPD und CDU einer zügigen Realisierung des Radschnell­weges in Essen keine weiteren Steine in den Weg legen.“

(ü. Pm.)

Ausstellung zum Radschnellweg Ruhr RS1 im Rathaus Essen eröffnet

Vom 24. April bis 12. Mai ist die Ausstellung „Radschnellweg Ruhr (RS1)“ im Essener Rathaus-Foyer zu besichtigen.

Die Ausstellung besteht aus sechs Elementen. Neben allgemeinen Erläuterungen zum Radschnellweg wird ein Überblick über den gesamten Streckenverlauf des geplanten RS1 gezeigt, von Duisburg bis nach Hamm. Zusätzlich wird ein Übersichtsplan gezeigt, auf dem der RS1 in Essen und den unmittelbaren Nachbarstädten mit den derzeitigen Anschlüssen auf autofreien Trassen dargestellt ist.

Eröffnet wurde die Ausstellung am Montagmittag (24.4.) durch Oberbürgermeister Thomas Kufen. In seiner Rede betonte er die Wichtigkeit der Mobilität zwischen den Ruhrgebietsstädten: „Wir sind eine Stadt mit hohem Pendleraufkommen. Mit dem RS1 schaffen wir hier eine wichtige Verbindung in der Region, die den interkommunalen Fahrradverkehr einfacher, attraktiver und sicherer macht.“

Das Stadtoberhaupt bedankte sich auch bei den Partnern, die den Ausbau des Radschnellweges vorantreiben und die Ausstellung organisiert und finanziert haben. Stellvertretend für diese sind zur Ausstellungseröffnung Ulrich Malburg, Leiter des Referats „Nahmobilität“ im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Christoph Neumann, Abteilungsleiter „Planung“ bei Straßen.NRW und Thomas Pott, Teamleiter „Mobilität“ beim Regionalverband Ruhr, ins Essener Rathaus gekommen.

Die Ausstellung wurde für einen Stand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (AGFS) auf der Fahrradmesse in Essen im Februar 2016 erstellt. Seitdem wird sie über den Regionalverband Ruhr (RVR), der auch die inhaltliche Bearbeitung übernommen hat, an verschiedene Städte und andere Interessierte ausgeliehen.

Finanziert wird die Ausstellung durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV).

(ü. Pm.)

Radeln nach Zahlen: RVR-Knotenpunktsystem soll Radfahrern im Ruhrgebiet die Orientierung erleichtern

Mit dem Rad quer durchs Ruhrgebiet – dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes wird diese umweltfreundliche Art der Fortbewegung immer komfortabel. Der Regionalverband Ruhr (RVR) will jetzt die Orientierung und Routenplanung nicht nur für auswärtige Radfahrer weiter verbessern – mit einem Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild. Heute (11. April) wurde der erste Wegweiser am Dortmunder U aufgestellt. Das neue System ist eine Erweiterung der bestehenden rot-weißen Radwegeweisung. Mehr als 250 Knotenpunkte sollen künftig an Kreuzungen des Radwegenetzes in der gesamten Metropole stehen und zeigen, wo’s lang geht. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler künftig nicht mehr nur mit Kartenmaterial und an Ortsbezeichnungen orientieren. Es reicht, sich die Nummerierungen der Knotenpunkte zu merken. Die Knotenpunkte werden darüber hinaus mit einem Notrufsystem und mit touristischen Informationen ausgestattet. Im Regelfall steht an jedem Wegweiser eine Orientierungstafel mit Karte des Netzsystems und den Nummerierungen. Realisiert wird das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Der RVR beginnt mit der Ausschilderung im östlichen Ruhrgebiet. Die Mittel kommen von Bund, Land und RVR. Insgesamt werden in die erste Ausbaustufe 180.000 Euro investiert.

(ü. Pm., idr)

Städtebauliche Integration des Radschnellwegs Ruhr RS1 – Machbarkeitsstudie „Eltingviertel / Viehofer Platz“

In der Machbarkeitsstudie „Eltingviertel / Viehofer Platz“ wurden unterschiedliche Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers untersucht. Wesentlicher Bestandteil der Studie war die Prüfung des Umgangs mit dem Bahndamm und die Auswirkungen auf die räumliche Lage und die Höhenlage des geplanten Radschnellwegs Ruhr RS1 in diesem Bereich.

Auf dieser Basis wurden sechs unterschiedliche Vorstudien erarbeitet, bewertet, intensiv diskutiert und nach der Eingriffsintensität gestaffelt, von der Vorstudie mit dem geringsten Eingriff bis zur Komplettbeplanung des gesamten Areals mit Erhalt, teilweisem oder kompletten Rückbau des Bahndamms und mit unterschiedlicher Führung und Integration des Radschnellwegs.

Drei Varianten wurden entwickelt, die den RS1 in unterschiedlicher Intensität integrieren und damit auch zum Thema des Quartiers machen. Mit den drei Varianten ist eine Entscheidungsgrundlage für alle Akteure entstanden.

Die drei finalen Varianten verdeutlichen nicht nur unterschiedliche städtebauliche Haltungen, sondern jeweils auch einen differenzierten Umgang mit dem Thema Bahndamm und daraus resultierenden Führung und Integration des Radschnellwegs. Es zeigt sich, dass man das Thema RS1 in deutlich variierender Präsenz in einer Entwicklung verankern kann, von einer möglichst konfliktarmen Lösung mit der Führung auf dem Bahndamm über ein besonderes multifunktionales Verkehrsbauwerk bis hin zum baulich und thematisch stark integrierten Bestandteil eines Quartiers. Dabei steigt die Komplexität mit Blick auf die Realisierung. Gleichzeitig steigen die Attraktivität und das Besondere des Viertels in diesem Zusammenhang.

Das Areal bietet in innerstädtischer Lage grundsätzlich ein großes Entwicklungspotenzial und kann seiner Schnittstellenfunktion gerecht werden, dies zeigen alle drei Varianten. Ebenso, dass sich ein neuer „Südkopf“ für das gesamte Eltingviertel in Essen und eine Verbindung zur Innenstadt realisieren lässt.

Nach verheerendem Abschneiden Essens in der Greenpeace-Studie zur umweltgerechten Mobilität

Das Problem ist nicht neu. Nur das temporäre Zusammenfallen eines alten Problems mit dem selbst geforderten Anspruch führen zur Attribuierung von Grüner Hauptstadt mit stinkendem Himmel. Und es muss von außen kommen, die kommunale Kritikfähigkeit ist nach jahrzehntelang gewachsenen Kommunal- und Parteistrukturen nicht sehr hoch anzusetzen. Mit einer primitiven Verdrängungstaktik reagieren selbst Hinterbänkler der Parteien, wenn es um ein „Brainstorming“ vor dem Hintergrund unhaltbarer Zustände faktisch auf das selbstgesetzte Image regnet. Von „Insellösungen“, die ja nicht zur Besserung beitragen könnten wird dort schwadroniert, wo kreatives und sehr wohl auf ortsteilgenaues Handeln ankommt. Nun hat Greenpeace Essen zur Entwicklungskommune degradiert. Dabei ist ein struktureller Gestaltungswille bereits lange angemahnt, so erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Das schlechte Abschneiden Essens beim Städtevergleich von Greenpeace zur umweltgerechten Mobilität sollte Mahnung und Ansporn zugleich sein. Deutlich ist geworden, dass wir in Essen deutlich mehr in den Rad- und Nahverkehr investieren müssen.

Eine deutliche Ausweitung des Nahverkehrsangebotes wird jedoch von SPD und CDU im Essener Rat blockiert. Mit den von der großen Koalition für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans beschlossenen zusätzlichen 1,3 Mio. Euro pro Jahr lassen sich keine großen Sprünge machen. Der Grünen Antrag für jährlich 6 Mio. Euro mehr städtische Mittel für den ÖPNV wurde leider abgelehnt.

Beim Radverkehr benötigen wir vor allem mehr Mittel zum Ausbau des Hauptroutennetzes und des Ergänzungsnetzes, um das Radeln im Alltag zu erleichtern und attraktiver zu machen.

Den Machern der Grünen Hauptstadt-Bewerbung kann man keinen Vorwurf im Hinblick auf das schlechte Abschneiden machen. Der große Nachholbedarf beim umweltfreundlichen Verkehr wurde in der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt transparent dargestellt. Nun geht es darum, politisch dafür Sorge zu tragen, den angestrebten Zielen zur Erhöhung des Radverkehr und der Verbesserung des ÖPNV auch Taten folgen zu lassen.“

Die Diskussion in Essen dürfte zu weiteren öffentlichen Erklärungen führen, denn es steht nicht weniger als das angekratzte Image der Stadt auf dem Spiel.

(stk. u. ü. Pm.)

Gesundheitsministerin Barbara Steffens besucht E-Rikscha-Projekt „Radeln ohne Alter“

Am 17. März 2017 hat NRW-Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens (Grüne) das Grüne Hauptstadt-Projekt „Radeln ohne Alter“ besichtigt. Die Ministerin folgte einer Einladung von Ratsherrn Rolf Fliß (Grüne), der Mitinitiator des Elektro-Rikscha-Projektes war.

Das Projekt versetzt alte und hilfsbedürftige Menschen in die Lage, ihre Lieblingsplätze sowie neue und bekannte Orte mit dem Fahrrad zu besuchen. Die derzeit 8 Fahrer nehmen an einer zwölfmonatigen Qualifizierungsmaßnahme des JobCenters Essen teil. Träger des Projektes ist die Neue Arbeit der Diakonie Essen gGmbH. Ihr Geschäftsführer Michael Stelzner erläuterte, dass es für die derzeit 4 Rikschas eine riesige Nachfrage bei den Seniorenzentren gibt. Gäbe es mehr Rikschas, könnten zusätzlich auch Demenz-Cafés und ambulante Dienste angefahren und weitere Stadtteile erschlossen werden. Nicht nur die Seniorinnen und Senioren seien von dem Projekt begeistert, auch die Fahrer selbst seien mit viel Engagement bei der Sache. „Das Projekt kann als Prototyp für einen sozialen Arbeitsmarkt dienen.“, so Michael Stelzner.

Ministerin Barbara Steffens zeigte sich beeindruckt. Sie erklärte nach dem Besuch: „Spaß zu haben, regelmäßig raus zu kommen aus den eigenen vier Wänden, das ist auch im Alter wichtig, um sich nicht isoliert und einsam zu fühlen. Alte Menschen müssen Teil dieser Gesellschaft bleiben, weiterhin am Leben draußen teilhaben können. Radeln ohne Alter liefert dazu einen guten Beitrag, und es ist zugleich ein sinnstiftendes Projekt für diejenigen, die in die Pedale treten.“

Rolf Fliß resümierte nach dem Besuch der Ministerin: „Die Nominierung des Projektes für den Deutschen Fahrradpreis 2017 zeigt die große Strahlkraft des Projektes. Hier entsteht eine win-win-Situation für alle Beteiligten. Ich hoffe, dass sich die Rikschaflotte durch weitere Spenden noch ausweiten lässt. Eine hohe Nachfrage nach dieser außergewöhnlichen Dienstleistung ist schon jetzt garantiert.“ NRW-Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens erklärt nach dem Besuch des Projekts „Radeln ohne Alter“:  „Spaß zu haben, regelmäßig raus zu kommen aus den eigenen vier Wänden, das ist auch im Alter wichtig, um sich nicht isoliert und einsam zu fühlen. Alte Menschen müssen Teil dieser Gesellschaft bleiben, weiterhin am Leben draußen teilhaben können. Radeln ohne Alter liefert dazu einen guten Beitrag, und es ist zugleich ein sinnstiftendes Projekt für diejenigen, die in die Pedale treten.“

(ü. Pm.)

 

RuhrtalRadweg in Kettwig wird ab 20. März saniert – Mintarder Weg erhält Asphaltdecke Mintarder Weg ab dem 21. März komplett gesperrt

Rechtzeitig zum Beginn der Radsaison im Grüne-Hauptstadt-Jahr erneuert die Stadt Essen den Belag des Mintarder Wegs in Kettwig. Die vorbereitenden Arbeiten zum Ausbau des Radweges von der Straße Mintarder Weg in Höhe des Wasserwerks bis zum Sportplatz Mülheim-Mintard in der Nähe der August-Thyssen-Straße beginnen am Montag, 20. März.

Ab Dienstag, 21. März, bis voraussichtlich Freitag, 24. März, ist der Radweg einschließlich der Zufahrten für die Durchführung der Asphaltierungsarbeiten komplett gesperrt. Eine Umleitung ab der Einmündung Arndtstraße/ Landsberger Straße über die Landsberger Straße und August-Thyssen Straße wird ausgeschildert.

In einem ersten Bauabschnitt wird der Radweg von Mülheim bis zum Wasserwerk Kettwig, wo der Weg breiter befahrbar ist, asphaltiert. Nach Abschluss der ergänzenden Erdarbeiten erfolgt dann der Ausbau vom Wasserwerk Kettwig bis zur Straße Mintarder Weg. Zu gegebener Zeit wird auch über diese Bauphase und sich daraus ergebende Änderungen der Verkehrsführung informiert.

Die bisherige Wegedecke des Radwegs wies erhebliche Mängel auf: Neben dem staubigen Belag enthielt sie eine Vielzahl von Schlaglöchern, die Behinderungen beim Radfahren und Wasserpfützen nach Regenfällen mit sich brachten. Mit der neuen Asphaltdecke wird der Radweg zukünftig allen Nutzerinnen und Nutzern in optimaler Qualität zur Verfügung stehen.

Zum Hintergrund:

Der 2006 eröffnete RuhrtalRadweg hat sich zu einem Spitzenprodukt des Fahrradtourismus entwickelt. Im vergangenen Jahr hat er sich auf den 3. Platz der beliebtesten deutschen Radfernwege vorgeschoben und erreichte auch den 3. Platz der am meisten befahrenen Radfernwege. Bei der Zertifizierung durch den ADFC wurde er 2016 erneut mit vier von fünf möglichen Sternen ausgezeichnet, was für einen Radfernradweg in einem Ballungsraum einmalig ist.

Seit seiner Entstehung wurden beim RuhrtalRadweg nach und nach noch bestehende Mängel beseitigt, sodass diese hervorragenden Bewertungen auch auf die kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur zurückzuführen sind. So hat die Stadt Essen vor einigen Jahren die Routenführung an der Ruhrbrücke in Werden deutlich sicherer und attraktiver gestaltet, indem der Bereich ohne Benutzung der Fahrbahn gequert werden kann. Auch die jetzt erfolgende Asphaltierung des Mintarder Wegs erhöht die Attraktivität des RuhrtalRadwegs. Damit gibt die Stadt Essen im Grüne-Hauptstadt-Jahr an dieser Stelle nicht nur für die Nutzerinnen und Nutzer des Weges aus der näheren Umgebung, sondern auch für viele auswärtige Radtouristen auf dem RuhrtalRadweg eine gute Visitenkarte ab.

(ü: Pm.)

Umbau Haltestelle Klinikum-, Hufelandstraße und Robert-Koch-Straße – Gleisbau- und Straßenbauarbeiten

Die Via Verkehrsgesellschaft/ EVAG und die Stadt Essen beabsichtigen die Haltestelle Klinikum großräumig barrierefrei umzubauen.

Hierzu gehören der Bau eines Mittelbahnsteiges, die Herstellung von zwei Bussteigen, der Neubau von Gleis- und Fahrleitungsanlagen und begleitender Straßenbau (Fahrbahnen, Gehwege, Parksteifen, Beleuchtung, Lichtsignalanlagen).

Des Weiteren wird der Seitenbahnsteig der Haltestelle Holsterhauser Platz in Fahrtrichtung Altendorf verbreitert und barrierefrei ausgebaut, sowie die Fahrbahn und Gehwege in der Robert-Koch-Straße erneuert.

Auf der Hufelandstraße zwischen Holsterhauser Straße und Robert-Koch-Straße wird die Fahrbahn erneuert und zwischen Cranachstraße und Ladenspelderstraße wird die nördliche Nebenanlage (Gehweg, Parkstreifen, Beleuchtung, Begrünung) neu gestaltet, die Fahrbahn erneuert und die Fahrleitungsanlage angepasst.

Die Baumaßnahme beginnt am heutigen Montag, 13. März, mit vorlaufenden Straßenbauarbeiten. In den Sommerferien dieses Jahres sollen dann die Gleisbauarbeiten erfolgen. Das Bauende ist witterungsbedingt für Ende 2017 geplant.

In der ersten Bauphase wird auf der Hufelandstraße der nördliche Gehwegbereich zwischen Robert-Koch-Straße und Cranachstraße (gegenüber dem Universitäts-Klinikum) umgebaut und in der Robert-Koch-Straße der östliche Gehweg in Fahrrichtung Altendorf erneuert. Diese Bauphase wird voraussichtlich bis Ende Mai 2017 andauern.

Während der ersten Bauphase ist es vorerst gewährleistet, dass alle Fahrbeziehungen, sowohl auf der Hufelandstraße wie auch auf der Robert-Koch-Straße, aufrecht erhalten bleiben. Die Fußgänger werden gesichert an dem Baustellenbereichen vorbeigeführt. Zudem werden Ersatzhaltestellen im Nahbereich eingerichtet.

Zu gegebener Zeit wird über die weiteren Bauphasen beziehungsweise bei Änderungen der Verkehrsführung eine Mitteilung erfolgen.
(ü. Pm.)