Grüne zum Verkehrskonzept Werden

Der Bau-  und Verkehrsausschuss der Stadt Essen befasst sich am 22. Juni mit der Umsetzung des Verkehrskonzeptes Werden, das am 12. Juli vom Essener Rat endgültig beschlossen werden soll. Dazu erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

„Wir sind froh, dass das Verkehrskonzept Werden endlich beschlossen werden soll. Kein verkehrliches Stadtteilkonzept in Essen wurde in den letzten 10 Jahren so intensiv durch Bürgerbeteiligung begleitet und durch Gutachten abgesichert.

Am 12. Juli 2011 hat der Rat der Stadt Essen nach einem vorbildlichen Moderationsprozess einstimmig beschlossen, dass die Grüne Harfe in Heidhausen mit einer Begrenzung auf 100 Wohneinheiten bebaut werden soll und ein Verkehrskonzept zur Entlastung des Werdener Ortskerns erstellt werden soll.

Die Politik hat damals auch eine `Zug-um-Zug-Umsetzung´ versprochen, also eine mögliche Gleichzeitigkeit der Bebauung und Umsetzung verkehrlicher Maßnahmen. Nachdem die Bautätigkeit an der Grünen Harfe inzwischen weit vorangeschritten ist, muss nun auch das Verkehrskonzept zügig umgesetzt werden.

Mit der Umgestaltung des Werdener Marktes im Rahmen des Verkehrskonzeptes enthält Werden endlich einen attraktiven zentralen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität. Außerdem werden erst durch das Konzept die baulichen Voraussetzungen für das geplante Ringliniensystem der Ortsbusse geschaffen. Auch das Durchqueren des Ortes mit dem Fahrrad wird künftig komfortabler und sicherer.“

(ü. Pm.)

Neubau der Brücke Rellinghauser Straße über den Geh- und Radweg (Grugatrasse)

Während des laufenden Rückbaus der alten Brückenkonstruktion ist aus Sicherheitsgründen eine erneute Sperrung des Geh- und Radwegs der Grugatrasse unterhalb der Rellinghauser Straße von Montag, 26. Juni, bis voraussichtlich Dienstag, 4. Juli, erforderlich.

In diesem Abschnitt werden Betonabbrucharbeiten an der Brückenplatte und die Demontage von Stahlträgern durchgeführt.
Umleitungen für Fußgänger und Radfahrer werden ausgeschildert.

Das Amt für Straßen und Verkehr ist bestrebt, die Sperrungen auf ein Minimum zu reduzieren und die Trasse schnellstmöglich wieder freizugeben. Am Wochenende (30. Juni bis 2. Juli) und nach Möglichkeit auch an einzelnen Tagen spät nachmittags, wenn die Arbeiten auf der Baustelle ruhen, wird die Sperrung des Weges aufgehoben.

(ü. Pm.)

Grüne: „Im Stadtplanungsdezernat findet keine strategische Verkehrsplanung statt!“

In der kommenden Sitzung des Umweltausschusses sowie des Stadtplanungsausschusses beantragt die Ratsfraktion der Grünen die Erstellung eines Gutachtens, in dem dargestellt wird, welche Maßnahmen wenigstens notwendig wären, um die von der Essener Stadtverwaltung mit der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt Europas gesteckten Ziele zu erreichen, den Fahrradanteil am Modal Split bis 2020 auf 11 % zu erhöhen und für den Modal Split bis 2035 jeweils einen Anteil von 25 % (Motorisierter Individualverkehr, Fahrrad, ÖPNV, Fußwege) zu erreichen.

Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Die derzeitigen Maßnahmen der Stadt Essen reichen nicht aus, um die ehrgeizigen Ziele der Grünen-Hauptstadt-Bewerbung zur Erhöhung des Anteils an Rad-, Fuß- und Nahverkehr zu erreichen. Dem Entwurf des neuen Nahverkehrsplans fehlt die finanzielle Basis, um die notwendigen Angebotssteigerungen zu realisieren. Im Stadtplanungsdezernat findet keine strategische Verkehrsplanung statt, obwohl der Rat die Stadtverwaltung bereits im Jahr 2011 mit der Erstellung einer integrierten Verkehrsplanung (Mobilitätsplan) beauftragt hat. Zudem krankt der Verkehrsbereich daran, dass die Kompetenzen auf drei Dezernate (Kromberg: ruhender Verkehr, Raskob: ÖPNV-Steuerung, Best: Verkehrsplanung) verteilt sind.

Mit einem Gutachten versprechen wir uns, dass die für eine Verkehrswende notwendigen Maßnahmen identifiziert werden. Außerdem haben wir die Hoffnung, dass die sektorale Betrachtung der einzelnen Verkehrsträger künftig zugunsten eines integrierten Ansatzes aufgegeben wird. “

Der Wortlaut des Antrages der Grünen für den Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga am 4.7.2017 und den Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung am 6.7.2017 lautet:

„Die Verwaltung lässt ein Gutachten erstellen, in dem dargestellt wird, welche Maßnahmen wenigstens notwendig wären, um die von der Essener Stadtverwaltung mit der Bewerbung zur Grünen Hauptstadt Europas gesteckte Ziele zu erreichen, den Fahrradanteil am Modal Split bis 2020 auf 11 % zu erhöhen und für den Modal Split bis 2035 jeweils einen Anteil von 25 % (Motorisierter Individualverkehr, Fahrrad, ÖPNV, Fußwege) zu erreichen.

Im Hinblick auf die Erstellung eines solchen Gutachtens sollten das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI), die Universität Duisburg-Essen bzw. das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie als Kooperationspartner der Grünen Hauptstadt Essen 2017 angefragt werden.“

(ü. Pm.)

Stadt bittet um weitere Anmeldungen zum Rekord-STADTRADELN

Am Freitag, 9. Juni, lädt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Essen auch in diesem Jahr zu einer Fahrradtour der besonderen Art ein: Um 21 Uhr startet auf dem Willy-Brandt-Platz das sechste Essener „NachtRADELN“. Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre rechnen die Veranstalter mit mehreren hundert radbegeisterten Teilnehmerinnen und -teilnehmern.

Zum offiziellen Abschluss des Essener STADTRADELNs erwartet alle Fahrradbegeisterten auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Ereignis: Die etwa zweistündige Tour durch das nächtliche Essen führt auf rund 25 Kilometern vom Essener Willy-Brandt-Platz über Bottrop und Gladbeck nach Gelsenkirchen in den „Revierpark Nienhausen“.

Absoluter Rekord
Ute Zeise, Mobilitätsmanagerin der Essener Klimaagentur und Organisatorin des Essener STADTRADELNS, rechnet auch in diesem Jahr mit einem eindrucksvollen Zug von beleuchteten Radlern. „Bisher haben die über 1.300 Teilnehmenden bereits über 320.000 km zurückgelegt. Das ist neuer Rekord! Zum Abschluss am Freitag wollen alle Fahrrad-Aktiven ein deutliches Zeichen für die Radverkehrsförderung in der Metropole Ruhr setzen und nochmal ordentlich Kilometer für das Essener STADTRADELN sammeln. Es ist toll, dass der ADFC Essen auch in diesem Jahr eine solche Veranstaltung möglich macht!“
Die Veranstalter hoffen, dass – wie in den Jahren zuvor – die Begleitung durch die Polizei ein relativ ungestörtes und zügiges Radeln über Hauptverkehrsstraßen ermöglicht. Am Zielort „Revierpark Nienhausen“ erwartet alle NachtRADLERINNEN und – RADLER warme und kalte Getränke sowie ein spätabendlicher Imbiss, die Rückfahrt kann entweder individuell oder als geführte Tour angetreten werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme am NachtRADELN ist selbstverständlich kostenlos. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine funktionierende Lichtanlage.

NachtRADELN & CRITICAL MASS
Das Besondere ist auch in diesem Jahr die Möglichkeit der Kombination des Essener NachtRATDELNs mit der Aktion „CRITICAL MASS“: Dabei treffen sich am 2. Freitag im Monat Radlerinnen und Radler für eine Fahrt kreuz und quer durch Essen – ohne Veranstalter und ohne vorgegebene Route
Am Freitag, 9. Juni, finden beide Veranstaltungen am selben Tag statt: Die „CRITICAL MASS“ startet um 19 Uhr, also zwei Stunden vor dem „NACHTRADELN“, ebenfalls am Willy-Brandt-Platz. Beide Radfahrten ergänzen sich trotz ihrer unterschiedlichen Charakteristik hervorragend, was den Reiz für eine Teilnahme an beiden Veranstaltungen zusätzlich erhöht.

Zum Hintergrund:
Kurz vor dem Abschluss der Aktion fällt die Zwischenbilanz des Essener STADTRADELNs 2017 erfreulich gut aus: Über 1.300 Essenerinnen und Essener nehmen in 116 Teams wieder an der bundesweiten Aktion teil, davon sind neun Mitglieder des Essener Stadtrates. Insgesamt legten die engagierten Radlerinnen und Radler bis jetzt (Stand: 7. Juni, 10 Uhr) 323.398 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei etwa 46 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (Berechnung basiert auf 142 g CO2 pro Kilometer). Diese Ergebnisse werden sich erfahrungsgemäß bis zum Abschluss der Aktion am 9. Juni noch verbessern.
Die Anmeldung zum Stadtradeln ist auch jetzt noch möglich und sinnvoll: Zum einen können die in der Zeit vom 20. Mai bis 9. Juni gefahrenen Kilometer bis zum 16. Juni nachgetragen werden, zum anderen setzt jede Anmeldung und jeder gefahrene Kilometer ein Zeichen für das Fahrrad als flexibles Verkehrsmittel.
Von den insgesamt 17 teilnehmenden Revierstädten belegt Essen auch bei dieser Zwischenbilanz den Spitzenplatz innerhalb der „Metropole Ruhr“.

Alle Informationen zum Wettbewerb, den Preisen und zur Anmeldung unter www.klimawerkstadtessen.de/stadtradeln oder www.stadtradeln.de/essen.

Titelfoto: Peter Prengel

Mit Geschenken für die Umwelt

Eine Überraschung erlebten am Dienstagmorgen Bürgerinnen und Bürger, die mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit waren. Die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 sagte „Danke“ und verteilte kleine Präsente an drei stark frequentierten Stellen im Stadtgebiet – am Zugang auf die Trasse an der Zornigen Ameise, an der Kreuzung Kahrstraße/ Rüttenscheider Straße und am Radschnellweg Ruhr (RS1) an der Universität Duisburg-Essen.

„Plastikbuttons“ und Verpackung… aber wie heißt es so schön… einem geschenkten Gaul… schaut man nicht ins Maul..“

„Wir möchten uns bei all denen bedanken, die einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in unserer Stadt leisten, indem sie im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs sind“, sagt Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt. Unter anderem wurden Fahrradklingeln, Reparatursets, Speichenreflektoren, Rucksackbeutel und Flaschen verschenkt. Die Aktion wird in diesem Jahr noch mehrmals wiederholt – wann und wo wird noch nicht verraten. Aber auch beim nächsten Mal werden Fahrrad-Pendler wieder mit einem kleinen Dankeschön überrascht.

Fotos: Jochen Tack

(ü. Pm.)

Regionalverband Ruhr stellt mögliche Trasse für Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet vor

„Von Zentrum zu Zentrum“ – unter diesem Titel könnte der neue Radschnellweg im mittleren Ruhrgebiet stehen. Auf einer Länge von rund 17 Kilometern sollen die Innenstädte von Essen, Bottrop und Gladbeck miteinander verbunden werden. Die Strecke verläuft ausgehend vom Radschnellweg Ruhr RS1 in Essen Richtung Norden über die Innenstadt von Bottrop hin zum Gladbecker Zentrum mit einer erwarteten Fahrzeit von rund 53 Minuten. Im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR) haben das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen aus Aachen und das Institut für Raumentwicklung und Kommunikation aus Trier gemeinsam mit den beteiligten Städten und dem Land NRW eine Machbarkeitsstudie zum geplanten Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet, kurz RS MR, erarbeitet und eine Vorzugsvariante ermittelt. Die Ergebnisse aus dieser Studie wurden heute (30. Mai) in Essen beim RVR vorgestellt. Martin Tönnes, RVR-Bereichsleiter Planung: „Der Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet wird den RS1 optimal als Nord-Süd-Achse von Essen über Bottrop nach Gladbeck ergänzen. Beide Radschnellwege bilden das Grundgerüst für ein bereits in Planung befindliches Radschnellwegenetz für die gesamte Metropole Ruhr.“ Vorteile dieser Streckenführung „Von Zentrum zu Zentrum“ sind die Anbindung der Universitäten und bedeutender Arbeitsplatzstandorte, die Verknüpfung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Leihradstationen sowie die Nutzung stillgelegter Bahnstrecken. Nach den jetzigen Planungen ist der Ausbau der favorisierten Trasse mit den Qualitätsstandards für Radschnellwege des Landes Nordrhein-Westfalens weitestgehend machbar. Wie der RS1 soll der neue Radschnellweg einen vier Meter breiten Radweg und einen 2,5 Meter breiten Gehweg aufweisen. Die Kosten für den Ausbau der Trasse sollen nach Ergebnissen der Machbarkeitsstudie insgesamt ca. 39 Millionen Euro und somit 2,33 Millionen Euro pro Kilometer kosten. Die Ergebnisse einer Nutzen-Kosten-Analyse, die die Wirtschaftlichkeit des Projektes sowie die Entlastungseffekte für das Straßennetz im mittleren Ruhrgebiet darstellt, sollen bis zum Herbst 2017 vorliegen.

hier zum vollen Text der Machbarkeitsstudie…(anklicken)

(ü. Pm., idr)

 

Studie zum Fahrraddiebstahl: Hagen schneidet im bundesweiten Städtevergleich gut ab

Hagen gehört zu den sichersten Städten in Sachen Fahrraddiebstahl in Deutschland. Die Ruhrgebietsstadt landet im 100-Städte-Ranking der Fahrraddiebstahl-Hochburgen des Vergleichsportals billiger.de auf dem vorletzen Platz. Nur Solingen (Platz 99) und Remscheid (Platz 100) weisen ein geringeres Diebstahlrisiko auf. Für Hagen ermittelten die Statistiker im Jahr 2016 insgesamt 106 Diebstähle pro 100.000 Einwohner – in der Diebstahlhochburg Münster waren es 1.721. Im unteren Drittel landeten auch Bochum (Platz 88), Herne (85), Oberhausen (83), Gelsenkirchen (80), Mülheim (77), Essen (69), Dortmund (65) und Hamm (64) In den Monaten Mai bis August gehen nach Angaben des Vergleichsportals 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 332.486 gestohlene Fahrräder. Allein 203.446 davon entfallen auf die 160 untersuchten Städte und Landkreise.

STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

 Wenn Oberbürgermeister Thomas Kufen am 20. Mai das STADTRADELN in der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ auf Zeche Zollverein offiziell eröffnet, sind erfahrungsgemäß bereits viele Radbegeisterte mit dem Rad angereist und sammeln so in der großen Gruppe die ersten Kilometer im bundesweiten Wettstreit für eine Mobilität ohne Treibhausgase im Alltag.

Jetzt hat der Betreiber von metropolradruhr, nextbike GmbH, eine besonderes Angebot für alle, die gerne mitfahren wollen, aber ihr Rad nicht rechtzeitig zum Saison-Start fit gemacht haben: Am Tag der Eröffnung kann jeder sechs Stunden ein Leihrad kostenlos nutzen, um die Alltagstauglichkeit und den Spaßfaktor des Autoverzichts im gesamten Betriebsgebiet des metropolradruhr zu testen.

Die Treffpunkte der „Eröffnung-Sternfahrt“ des ADFC Essen und der Klimaagentur Essen:
Samstag, 20. Mai, 13:30 Uhr, Willy-Brandt-Platz, sowie um 14 Uhr an der Eisdiele am Universitätspark.

Und so funktioniert es:
Einfach den Gutscheincode 624462 in die App oder in das Kundenkonto („Gutschein einlösen“) eingeben und am 20. Mai sechs Stunden kostenlos im Betriebsgebiet des metropolradruhr radeln.
Wichtig: Kunden, die schon bei metropolradruhr oder nextbike registriert sind, können den Code sofort einlösen und das Rad nutzen.
Wer noch nicht registriert ist, muss dies erst tun: Bei Angabe einer Kreditkartennummer ist das Rad sofort nutzbar, bei der Bezahlmethode „Bankeinzug“ muss zur Freischaltung zunächst 1 Euro überwiesen werden (dies kann bis zu zwei Tagen dauern).
Abo-Kunden der EVAG können sich kostenlos entweder über die Webseite mrr-registrierung.evag.de oder in den Kundencentern der EVAG registrieren.

Zum Hintergrund:
Bereits bei der Premiere 2012 landeten die Essenerinnen und Essener auf Anhieb auf dem achten Platz von insgesamt rund 170 teilnehmenden Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland. Dieses erfreuliche Ergebnis wurde im darauf folgenden Jahr wiederholt. Seit 2014 tritt Essen unter dem Dach des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gemeinsam mit aktuell 16 weiteren Ruhrgebietsstädten sehr erfolgreich als „Metropole Ruhr“ in die Pedale.
Ob Familie, Nachbarschaft, Verein oder Firma – mitmachen kann jeder, der in Essen wohnt, arbeitet, studiert oder zur Schule geht. Alle Radkilometer werden online gesammelt und in den verschiedenen Kategorien mit den mitradelnden Kommunen in ganz Deutschland verglichen. Den eifrigsten Städten, ihren radelnden Kommunalparlamenten und den STADTRADLER-Stars winken neben Auszeichnungen auch Preise rund um das Thema Fahrrad. Die Organisatoren der Klimaagentur Essen und der Transportation Research and Consulting GmbH (TRC) können dank engagierter Sponsoren in unserer Stadt wieder zusätzliche Preise für die Essener Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausloben.

(ü. Pm.)

ADFC und EFI fordern „Radschnellweg jetzt bauen“

In einer Stellungnahme zur Pressemitteilung von SPD und CDU zum Eltingviertel
zeigen sich die Fahrradverbände ADFC und EFI sehr erstaunt über die kompromisslose Haltung der Ratsfraktionen von SPD und CDU, die offenbar unter allen Umständen die Variante mit der Durchfahrt des Radschnellweges mitten durch Gebäude durchboxen wollen.

„Dass dabei auch der für den Radschnellweg unabdingbare Bahndamm verschwinden soll, widerspricht in Gänze der von Oberbürgermeister Thomas Kufen Ende Januar gemachten Aussage, dass besagter Bahndamm erhalten bleiben soll.

Befremdlich wirken vor allem die sachlich falschen Argumente, mit denen die „GroKo“ ihre Vorgehensweise begründet. Erneut ist von der Abriegelungswirkung des Bahndamms die Rede, dabei ist es der wesentlich klotzigere Hochhauskomplex am Viehofer Platz, der das Eltingviertel von der Innenstadt abriegelt. Ebenso falsch ist die Aussage, dass auch im angrenzenden Universitätsviertel der Bahndamm abgetragen worden sei. Das dem nicht so ist, zeigt deutlich die nach wie vor bestehende Geländekante entlang der Universität. Völlig absurd ist jedoch das Argument, man brauche „Luft und Licht“ für die Öffnung des Eltingvier­tels. Dabei ist es gerade die von SPD und CDU favorisierte Planung mit den mehrstöckigen Gebäuden, die wie eine Frischluftsperre wirkt. Bei einem offen auf dem Bahndamm gebau­ten Radweg bliebe aber die Zufuhr von Frischluft gewährleistet.

Selbstverständlich ist es sinnvoll, das Eltingviertel wie den gesamten Bereich der nördlichen Innenstadt städtebaulich aufzuwerten und dies mit dem Radschnellweg zu verknüpfen. An­gesichts der Komplexität kann dies aber nicht in dem von der „GroKo“ betriebenen Hauruck-Verfahren geschehen. Es wird Zeit benötigt. Diese steht aber für die Realisierung des RS1, welcher bekanntlich bis 2020 fertig gestellt sein soll, definitiv nicht zur Verfügung.

Problematisch dürfte zudem die Finanzierung sein. Für die bislang in der Machbarkeitsstudie festgelegte Variante über den Bahndamm stehen die Gelder faktisch schon parat, zudem sitzt „Straßen NRW“ als bauausführende Institution quasi in den Startlöchern. Stellt sich die Frage, ob das Land NRW die von der Essener „GroKo“ favorisierte Variante mit der Häuser­durchfahrt überhaupt finanziert.? Ein potentieller Investor müsste wohl beides bezahlen – Gebäude plus Radschnellweg. Dies jedoch klingt äußerst unrealistisch. Was ist, wenn selbst nach Jahren kein Investor gefunden wurde? Dann müsste wohl auch für den Radschnellweg in Essen das Totenglöckchen geläutet werden.

Was also treibt SPD und CDU an, durch ihr Hauruckverfahren ausgerechnet den RS1 ohne Not aufs Spiel zu setzen – ein Projekt mit mittlerweile internationaler Reputation. Kirchturm­denken anstatt Metropole Ruhr? Kein Wort der „GroKo“ zu den Vorschlägen von ADFC und EFI, zunächst eine provisorische Führung über den jetzigen Bahndamm zu bauen, um dann später in aller Ruhe eine zukunftsweisende gesamtstädtische Lösung für das Eltingviertel mit Berücksichtigung einer endgültigen Führung des Radschnellweges finden zu können. Dann könnte auch „Straßen NRW“ zeitnah die dringend erforderliche Brücke über die Gladbecker Straße anpacken.

Das eine provisorische Wegeführung funktioniert, hat sich vor Jahren am Vorzeigeobjekt Niederfeldsee gezeigt, wo man vor Baubeginn gut zwei Jahre lang eine Zwischenlösung gefunden hatte, die sogar asphaltiert war. Daher ist es im Moment nach Ansicht von ADFC und EFI das Wichtigste, dass SPD und CDU einer zügigen Realisierung des Radschnell­weges in Essen keine weiteren Steine in den Weg legen.“

(ü. Pm.)

Ausstellung zum Radschnellweg Ruhr RS1 im Rathaus Essen eröffnet

Vom 24. April bis 12. Mai ist die Ausstellung „Radschnellweg Ruhr (RS1)“ im Essener Rathaus-Foyer zu besichtigen.

Die Ausstellung besteht aus sechs Elementen. Neben allgemeinen Erläuterungen zum Radschnellweg wird ein Überblick über den gesamten Streckenverlauf des geplanten RS1 gezeigt, von Duisburg bis nach Hamm. Zusätzlich wird ein Übersichtsplan gezeigt, auf dem der RS1 in Essen und den unmittelbaren Nachbarstädten mit den derzeitigen Anschlüssen auf autofreien Trassen dargestellt ist.

Eröffnet wurde die Ausstellung am Montagmittag (24.4.) durch Oberbürgermeister Thomas Kufen. In seiner Rede betonte er die Wichtigkeit der Mobilität zwischen den Ruhrgebietsstädten: „Wir sind eine Stadt mit hohem Pendleraufkommen. Mit dem RS1 schaffen wir hier eine wichtige Verbindung in der Region, die den interkommunalen Fahrradverkehr einfacher, attraktiver und sicherer macht.“

Das Stadtoberhaupt bedankte sich auch bei den Partnern, die den Ausbau des Radschnellweges vorantreiben und die Ausstellung organisiert und finanziert haben. Stellvertretend für diese sind zur Ausstellungseröffnung Ulrich Malburg, Leiter des Referats „Nahmobilität“ im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Christoph Neumann, Abteilungsleiter „Planung“ bei Straßen.NRW und Thomas Pott, Teamleiter „Mobilität“ beim Regionalverband Ruhr, ins Essener Rathaus gekommen.

Die Ausstellung wurde für einen Stand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (AGFS) auf der Fahrradmesse in Essen im Februar 2016 erstellt. Seitdem wird sie über den Regionalverband Ruhr (RVR), der auch die inhaltliche Bearbeitung übernommen hat, an verschiedene Städte und andere Interessierte ausgeliehen.

Finanziert wird die Ausstellung durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV).

(ü. Pm.)

Radeln nach Zahlen: RVR-Knotenpunktsystem soll Radfahrern im Ruhrgebiet die Orientierung erleichtern

Mit dem Rad quer durchs Ruhrgebiet – dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes wird diese umweltfreundliche Art der Fortbewegung immer komfortabel. Der Regionalverband Ruhr (RVR) will jetzt die Orientierung und Routenplanung nicht nur für auswärtige Radfahrer weiter verbessern – mit einem Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild. Heute (11. April) wurde der erste Wegweiser am Dortmunder U aufgestellt. Das neue System ist eine Erweiterung der bestehenden rot-weißen Radwegeweisung. Mehr als 250 Knotenpunkte sollen künftig an Kreuzungen des Radwegenetzes in der gesamten Metropole stehen und zeigen, wo’s lang geht. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler künftig nicht mehr nur mit Kartenmaterial und an Ortsbezeichnungen orientieren. Es reicht, sich die Nummerierungen der Knotenpunkte zu merken. Die Knotenpunkte werden darüber hinaus mit einem Notrufsystem und mit touristischen Informationen ausgestattet. Im Regelfall steht an jedem Wegweiser eine Orientierungstafel mit Karte des Netzsystems und den Nummerierungen. Realisiert wird das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Der RVR beginnt mit der Ausschilderung im östlichen Ruhrgebiet. Die Mittel kommen von Bund, Land und RVR. Insgesamt werden in die erste Ausbaustufe 180.000 Euro investiert.

(ü. Pm., idr)

Städtebauliche Integration des Radschnellwegs Ruhr RS1 – Machbarkeitsstudie „Eltingviertel / Viehofer Platz“

In der Machbarkeitsstudie „Eltingviertel / Viehofer Platz“ wurden unterschiedliche Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers untersucht. Wesentlicher Bestandteil der Studie war die Prüfung des Umgangs mit dem Bahndamm und die Auswirkungen auf die räumliche Lage und die Höhenlage des geplanten Radschnellwegs Ruhr RS1 in diesem Bereich.

Auf dieser Basis wurden sechs unterschiedliche Vorstudien erarbeitet, bewertet, intensiv diskutiert und nach der Eingriffsintensität gestaffelt, von der Vorstudie mit dem geringsten Eingriff bis zur Komplettbeplanung des gesamten Areals mit Erhalt, teilweisem oder kompletten Rückbau des Bahndamms und mit unterschiedlicher Führung und Integration des Radschnellwegs.

Drei Varianten wurden entwickelt, die den RS1 in unterschiedlicher Intensität integrieren und damit auch zum Thema des Quartiers machen. Mit den drei Varianten ist eine Entscheidungsgrundlage für alle Akteure entstanden.

Die drei finalen Varianten verdeutlichen nicht nur unterschiedliche städtebauliche Haltungen, sondern jeweils auch einen differenzierten Umgang mit dem Thema Bahndamm und daraus resultierenden Führung und Integration des Radschnellwegs. Es zeigt sich, dass man das Thema RS1 in deutlich variierender Präsenz in einer Entwicklung verankern kann, von einer möglichst konfliktarmen Lösung mit der Führung auf dem Bahndamm über ein besonderes multifunktionales Verkehrsbauwerk bis hin zum baulich und thematisch stark integrierten Bestandteil eines Quartiers. Dabei steigt die Komplexität mit Blick auf die Realisierung. Gleichzeitig steigen die Attraktivität und das Besondere des Viertels in diesem Zusammenhang.

Das Areal bietet in innerstädtischer Lage grundsätzlich ein großes Entwicklungspotenzial und kann seiner Schnittstellenfunktion gerecht werden, dies zeigen alle drei Varianten. Ebenso, dass sich ein neuer „Südkopf“ für das gesamte Eltingviertel in Essen und eine Verbindung zur Innenstadt realisieren lässt.