Studie zum Fahrraddiebstahl: Hagen schneidet im bundesweiten Städtevergleich gut ab

Hagen gehört zu den sichersten Städten in Sachen Fahrraddiebstahl in Deutschland. Die Ruhrgebietsstadt landet im 100-Städte-Ranking der Fahrraddiebstahl-Hochburgen des Vergleichsportals billiger.de auf dem vorletzen Platz. Nur Solingen (Platz 99) und Remscheid (Platz 100) weisen ein geringeres Diebstahlrisiko auf. Für Hagen ermittelten die Statistiker im Jahr 2016 insgesamt 106 Diebstähle pro 100.000 Einwohner – in der Diebstahlhochburg Münster waren es 1.721. Im unteren Drittel landeten auch Bochum (Platz 88), Herne (85), Oberhausen (83), Gelsenkirchen (80), Mülheim (77), Essen (69), Dortmund (65) und Hamm (64) In den Monaten Mai bis August gehen nach Angaben des Vergleichsportals 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 332.486 gestohlene Fahrräder. Allein 203.446 davon entfallen auf die 160 untersuchten Städte und Landkreise.

Zahl der Scheidungen im Ruhrgebiet sinkt

Die Zahl der Scheidungen im Ruhrgebiet ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. 2016 wurden in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets insgesamt 10.880 Ehen geschieden. Im Vorjahr waren es 11.032.

Im Jahr 2006 endeten 13.420 Ehen vor dem Scheidungsrichter. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor. Landesweit gingen 2016 insgesamt 37.650 Ehen auseinander, das waren 1,7 Prozent weniger als im Jahr 2015. Laut IT.NRW war das die niedrigste Scheidungszahl seit 1992 (damals: 35 727 Scheidungen).

Die meisten Ehen endeten nach sechs Ehejahren (1 921); nach sieben Jahren zogen 1 911 Ehepaare den juristischen Schlussstrich und 1 855 Ehen wurden nach fünf Jahren geschieden. 5 669 Ehepaare ließen sich nach über 25 Jahren und 95 Paare nach 50 oder mehr Ehejahren scheiden.

Mehr als die Hälfte der Scheidungsverfahren (19 532 bzw. 51,9 Prozent) wurde 2016 von den Ehefrauen beantragt; in 15 515 Fällen ging die Initiative vom Mann aus und bei 2 603 Scheidungen wurde der Antrag gemeinsam gestellt. Der Anteil der Frauen, die die Scheidung beantragten, verringerte sich im Vergleich zum Jahr 2006 (damals: 55,4 Prozent) um 3,5 Prozentpunkte. (IT.NRW)

Infos unter www.it.nrw.de

(ǘ. Pm., idr)

Bochumer und Kölner Wissenschaftler untersuchen Straftaten von und an Flüchtlingen

Anhand von polizeilichen Daten wollen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Köln prüfen, wie sich die registrierte Kriminalität von Geflüchteten entwickelt hat und wie häufig Geflüchtete selbst Opfer krimineller Handlungen geworden sind. Die Forscher wollen die Ergebnisse der Analyse außerdem in einen Zusammenhang mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und der in klassischen und neuen Medien veröffentlichten Meinungen stellen. Das Projekt, das in diesem Monat startet, wird vom NRW-Wissenschaftsministerium bis Oktober 2018 mit rund 200.000 Euro unterstützt.

(ü. Pm., idr)

Deutlich mehr Mädchen als Jungen machen im Ruhrgebiet das Abitur

55.317 Jugendliche verließen im Sommer 2016 die Schulen in des Ruhrgebiets. Darunter waren 21.523 Abiturienten und knapp 1.000 Schulabgänger mit Fachhochschulreife. 19.761 Mädchen und Jungen erreichten die Fachoberschulreife, weitere 8.419 einen Hauptschulabschluss. Ohne Hauptschulabschluss waren 3.351 Jugendliche. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Wie die Statistikstelle weiter errechnet hat, sind Mädchen beim Abitur mit 54,4 Prozent überrepräsentiert. Bei den Schulabgängern mit und ohne Hauptschulabschluss waren dagegen Jungen mit Anteilen von 59,2 bzw. 60,3 Prozent häufiger vertreten als Mädchen. Der Mädchenanteil an der Gesamtzahl der Schulabgänger lag bei 49,1 Prozent.

Infos: www.it.nrw.de

Ruhrgebiet hat gut ausgebautes Netz von Elektro-Ladestationen

Im Ruhrgebiet finden Fahrer von Elektroautos mittlerweile ein recht gut ausgebautes Netz von Ladestationen. NRW liegt bei der regionalen Verteilung der Stationen nach Bayern auf Platz zwei der Bundesländer, 354 Ladepunkte gibt es hier. Recht dicht ist das Netz vor allem in den Ruhrgebiets-Metropolen Dortmund (54) und Essen (30 öffentliche Ladepunkte). Das geht aus einer interaktiven Übersichtskarte von öffentlichen Ladepunkten für Elektromobile in Deutschland hervor, die die Bundesnetzagentur veröffentlicht hat. Die Karte zeigt für das Ruhrgebiet aktuell rund 140 öffentliche Ladepunkte. Bundesweit verzeichnet die Karte derzeit 1.600 Ladeeinrichtungen mit insgesamt 3.335 Ladepunkten von über 300 Betreibern. Infos unter www.bundesnetzagentur.de

(ü. Pm., idr)

Konzentration in der NRW-Landwirtschaft schreitet fort

Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 33 688 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 1,44 Millionen Hektar. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 mitteilt, errechnet sich daraus eine Fläche von 42,8 Hektar je Betrieb. Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 hatte die durchschnittliche Nutzfläche je Betrieb noch bei 40,9 Hektar gelegen.

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftliche genutzte Fläche in NRW
Jahr Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche
insgesamt darunter
mit Vieh
in Hektar (ha) in ha je Betrieb
1) Unter Berücksichtigung der unteren Erfassungsgrenzen von 2010 neu berechnete Ergebnisse
19911) 60 912 51 500 1 532 213 25,2
19991) 47 304 38 879 1 474 430 31,2
20031) 44 633 35 318 1 496 453 33,5
20071) 39 276 30 809 1 478 143 37,6
2010 35 750 27 721 1 463 087 40,9
2013 34 303 25 938 1 463 031 42,7
2016 33 688 24 638 1 440 539 42,8

Während sich die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe (mit fünf und mehr Hektar) gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um 5,8 Prozent verringerte, stieg die Zahl der Betriebe mit 100 oder mehr Hektar im selben Zeitraum um 15,9 Prozent auf nunmehr 3 217 Einheiten. Damit zählte 2016 bereits jeder zehnte Betrieb zu dieser Größenklasse (2010: 7,8 Prozent). Die von diesen Betrieben genutzte Fläche hatte mit 496 649 Hektar einen Anteil von 34,5 Prozent (2010: 28,8 Prozent) an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

In 24 638 landwirtschaftlichen Betrieben wurden im März 2016 unter anderem 1,41 Millionen Rinder, 7,26 Millionen Schweine und 11,78 Millionen Hühner gehalten. Im Vergleich zur letzten Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 ist die Zahl der viehhaltenden Betriebe in Nordrhein-Westfalen um 11,1 Prozent zurückgegangen.

Detaillierte Ergebnisse zu Betriebsgrößen und -formen, zur Bodennutzung, zum ökologischen Landbau und zu weiteren Strukturmerkmalen werden – sobald sie vorliegen – von den Statistikern in den kommenden Monaten veröffentlicht. (IT.NRW)

Verbraucherinsolvenzen auf neuem Höchststand

2.351 Haushalte hat die Schuldnerhilfe 2016 beraten, davon waren 1.328 Neuzugänge (+ 2 Prozent). Dabei stieg die Zahl der Insolvenzfälle auf den neuen Höchststand von 375 (+ 25 Prozent). Bei der Übergabe des aktuellen Berichts an Oberbürgermeister Thomas Kufen am Mittwoch, 5. April, erläuterten Vertreter der Schuldnerhilfe die Situation überschuldeter Menschen und die Fallzahlen 2016.

Vor einem Jahr hatte die Schuldnerhilfe Essen gGmbH die Schuldnerberatung mit ihrem Team erfahrener Fachkräfte vom Verein Schuldnerhilfe übernommen. Schuldnerberatung wird heute gebraucht wie nie zuvor: Fast 66.000 Essenerinnen und Essener sind laut Creditreform überschuldet und dauerhaft zahlungsunfähig. Ihr Anteil stieg um 0,6 Punkte auf den neuen Höchstwert von 13,6 Prozent. Und entgegen dem rückläufigen Landestrend sind die Verbraucherinsolvenzen in Essen 2016 um 14,6 Prozent gestiegen.

Die Zahl der vom JobCenter Essen vermittelten Langzeitarbeitslosen stieg 2016 auf das Allzeithoch von 775 Fällen. „Die hohen Fallzahlen sind nicht nur Ausdruck des großen Bedarfs“, erläutert Geschäftsführer Wolfgang Huber, „sondern auch das Ergebnis der guten Kooperation zwischen den Fachkräften des JobCenters und der Schuldnerhilfe“. 202 Betroffene konnten erfolgreich in das gerichtliche Verbraucherinsolvenzverfahren überführt werden und erhielten die Chance, beruflich und wirtschaftlich wieder Fuß zu fassen. Der Umfang der regulierten Schulden stieg auf knapp 4 Millionen Euro.

47 Unterrichtsveranstaltungen haben die Fachkräfte der Schuldnerhilfe im vergangenen Jahr an Essener Schulen durchgeführt. Insgesamt wurden 1.900 Jugendliche mit den Angeboten zur finanziellen Bildung erreicht. Die Präventionsarbeit wird aus Mitteln der Stadt Essen, des Landes NRW und der Stiftung Deutschland-im-Plus gefördert. Die Angebote des „FinanzFührerscheins“ wurden seit Beginn des Projekts vor zwölf Jahren bundesweit von über 300.000 jungen Menschen genutzt.

Mit dem Projekt „fair/play vernetzt“ hat die Schuldnerhilfe gemeinsam mit der Suchthilfe einen neuen Schwerpunkt in der Arbeit mit Glücksspielabhängigen gesetzt. Junge, glücksspielabhängige Menschen verlieren in Onlinespielen durch kostenpflichtige Zusatzinhalte häufig viel Geld. 360 Personen haben sich seit 2014 mit ihren Problemen an die Projektfachkräfte gewandt. Die Verschuldung liegt bei durchschnittlich 20.000 Euro. Die Verluste der Essener Spielerinnen und Spieler an den Spielgeräten in der Essener Gastronomie stiegen in den vergangenen zehn Jahren um 245 Prozent auf 51 Millionen Euro.

Nach über 27 Jahre bei der Schuldnerhilfe übergibt Geschäftsführer Wolfgang Huber zum 1. Mai 2017 die Verantwortung an den derzeitigen Geschäftsführer des AKJ Essen, Philipp Hennen. Dieser sieht die Herausforderung der Zukunft darin, Betroffene noch frühzeitiger mit den Angeboten der Schuldnerhilfe zu erreichen. „Finanzielle Bildung“, so Hennen, „soll langfristig dazu beitragen, junge Menschen vor der Schuldenfalle zu bewahren.“

Oberbürgermeister Thomas Kufen dankte Wolfgang Huber für seine langjährige erfolgreiche Arbeit und wünschte seinem Nachfolger Philipp Hennen alles Gute für seine neue Aufgabe.

Titelfoto: Vorstellung des Jahresberichts der Schuldnerhilfe und der neuen Geschäftsführung der Schuldnerhilfe v.l.n.r : Wolfgang Huber, Geschäftsführer der Schuldnerhilfe Essen gGmbH (bis 30. April),r, Oberbürgermeister Thomas Kufen und Philipp Hennen, neuer Geschäftsführer der Schuldnerhilfe Essen gGmbH (ab 1. Mai). Foto: Elke Brochhagen

(ü. Pm.)

 

Mehr Schüler im Ruhrgebiet besuchen eine Privatschule

Die Zahl der Schüler im Ruhrgebiet, die an privaten Ersatzschulen unterrichtet werden, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Schuljahr 2016/2017 besuchten insgesamt 27.023 Kinder und Jugendliche Schulen privater Träger. Zum Vergleich: 1995/95 waren es 23.289. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor. Den höchsten Anteil halten Waldorfschulen und private Gymnasien. Landesweit besucht jeder zwölfte Schüler eine private Bildungseinrichtung, das sind 8,4 Prozent aller 1,9 Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen (ohne Weiterbildungskollegs).

Infos unter www.it.nrw.de

Mehr Schüler im Ruhrgebiet besuchen eine Privatschule

16. Darmkrebsmonat März in Deutschland. Robert Koch Institut vermeldet wieder sinkende Todesfälle durch Darmkrebs.

Magen-Darm-Arzt Dr. Berndt Birkner, Kuratoriumsmitglied der Felix Burda Stiftung, führt die Vorsorge-Darmspiegelung durch.

Ende letzten Jahres veröffentlichte das RKI (Robert Koch Institut) den „Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016“. Hierin zeigt sich eine erfreuliche Fortsetzung des Trends der letzten Jahre: Erneut sind die Anzahl der Todesfälle an Darmkrebs in Deutschland gesunken! In absoluten Zahlen von zuletzt 25.972 auf nun 25.693 Tote. Die Neuerkrankung stiegen im selben Zeitraum von 62.230 auf nun 62.410. Dadurch sank in Deutschland die Neuerkrankungsrate für Darmkrebs seit 2003 um etwa 16 Prozent.

„Seit etwa 2003/2004 sinken in Deutschland bei beiden Geschlechtern die Inzidenzraten in allen Altersgruppen ab 55 Jahren“, so das RKI in seiner Veröffentlichung. „Vor allem bösartige Tumoren des absteigenden Dickdarms und des Enddarms werden inzwischen seltener diagnostiziert, während die Inzidenzraten fortgeschrittener Vorstufen (in-situ Karzinome) des Darms ansteigen.“

Das Robert Koch Institut bewertet diesen Rückgang als Effekt der Vorsorge-Darmspiegelung: „Der in Deutschland erkennbare Rückgang der Inzidenz in den letzten Jahren, vor allem für die unteren Darmabschnitte, spricht insgesamt für einen positiven Einfluss der Früherkennungs-Koloskopie, die Versicherten seit Oktober 2002 ab dem 55. Lebensjahr angeboten wird. Dabei können Ärztinnen und Ärzte gutartige Veränderungen (Adenome) entfernen, die sich sonst zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln könnten.“

Wenn die Vorsorge allerdings so lange hinausgezögert wurde, bis der Darmkrebs zu weit fortgeschritten ist, sinken die Heilungschancen dramatisch. Daher will die Felix Burda Stiftung auch in diesem Jahr wieder hunderttausende von gesunden Menschen in Deutschland für die Prävention begeistern und dazu motivieren, die gesetzlichen Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Der Darmkrebsmonat März ist eine gemeinsame Initiative der Felix Burda Stiftung, der Stiftung LebensBlicke und des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. – ist der bundesweite Aktionsmonat für die Darmkrebsvorsorge.
Obwohl umfangreiche Präventions-Angebote bestehen, sterben jährlich rund 25.600 Menschen an diesem Krebs, der als einziger verhindert bzw. geheilt werden kann, wenn er frühzeitig erkannt wird.

Quelle:

http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Krebsgeschehen_node.html
http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Zahl_des_Monats/Zahl_des_Monats_node.html

Statistik zum Weltfrauentag – Ein Blick auf die weibliche Bevölkerung Essens

Zum Internationalen Frauentag am 8. März, auch Weltfrauentag genannt, blickt das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen auf die weibliche Bevölkerung Essens:

Zum Stichtag 31.12.2016 waren in Essen 589.145 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Von diesen sind mehr als die Hälfte (51,2 Prozent, 301.828) weiblich.

Mit Rückblick auf einen der wichtigen Anlässe für den Weltfrauentag – das Wahlrecht für Frauen – erweisen sich zumindest potentiell die Frauen in Essen als eine entscheidende Größe. Bei der bevorstehenden Landtagswahl im Mai sind ausgehend von den erwähnten Daten mehr Frauen (221.181) als Männer (200.080) wahlberechtigt. Wahlberechtigt bei Landtagswahlen sind alle deutschen Staatsbürgerinnen und -bürger, die 18 Jahre oder älter sind.

Mit Blick auf das Thema Emanzipation in der Arbeitswelt ist festzuhalten, dass zum Stichtag 31.12.2015 von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort und am Arbeitsort Essen jeweils rund 47 Prozent Frauen waren.

(ü. Pm.)