Mit neuen „Lichtsteueranlagen“, läßt sich schlechte Luft besser verteilen! – Essens neuer „Masterplan Verkehr“

Essen ist eine der deutschen Städte, die durch EU-Normen und Gerichtsurteile zur Verbesserung der Lebensumstände seiner Bürger gezwungen wird. Die Bundesregierung hat nun den Städten Gelder in Aussicht gestellt, die zur Verbesserung der Infrastruktur bezüglich der gesundheitsgefährdenden Emmissionen eingesetzt werden können. Zu kurzfristig und nicht nach unserem Geschmack urteilen die Vertreter der Essener Stadtverwaltung, und zudem nur für die Bereiche der Hochbesiedelung und allein auf den Stickstoffwert bezogen. Trotzdem liegt seit dem 31. 7. dieses Jahres ein seit dem 13. 2. 2018 gefertigtes Gutachten auf dem Tisch, das heute am 27. 8. der Presse und damit der Öffentlichkeit und den politischen Parteien vorgelegt wird. Ging nicht anders, betont Essens OB Thomas Kufen, wir hatten Ferienzeit und da erreich ich die Politik nicht. Im übrigen handeln wir aus dem Zeitdruck, da wir die zur Verfügung stehenden Mittel bis kommenden Freitag beantragen müssen und hierzu das Gutachten notwendig ist. Essens Kommunalpolitiker Kai Hemsteeg vom Essener Bürgerbündnis sieht das anders. „So vermeidet man politische Beteiligung und verhindert durch kurze Fristsetzung die politische Beteiligung.“ Für OB Kufen nicht problematisch, denn nun beginne ja erst die öffentliche Behandlung der Planung und man könne natürlich auch beantragte Mittel wieder ablehnen.

Wir sprachen mit OB Kufen und Kai Hemsteeg. Ebenso veröffentlichen wir den gesamten Gutachtentext, sowie die Presseverlautbarung der Stadt, s. u.

Eine erste Sichtung der bereitgestellten Unterlagen weist wenig effiziente Vorschläge zur Schadstoffvermeidung auf, denn Umleitemaßnahmen und der günstige Austausch ohnehin überalterter Ampelanlagen führen bekanntlich nur zur Verteilung der Emmissionen in andere Bereiche, womit man zwar aus den horrenden Spitzenwerten kommen könnte, aber keine allgemein gesundheitliche Besserung für Essens Bevölkerung bewirken würde. Es dürfte noch reichlich Diskussionbedarf bestehen.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen

Kai Hemsteeg, Ratsmitglied des Essener Bürgerbündnisses

Pressemitteilungen der Stadt Essen vom 27. 8. 2018:

Nachhaltige Mobilität nach Plan
Essen stellt Masterplan Verkehr auf
27.08.2018

Heute (27.8.) hat die Stadt Essen ihren neuen Masterplan Verkehr vorgestellt. Hintergrund ist die Umsetzung der Ergebnisse des Nationalen Forums Diesel der Bundesregierung aus dem Jahr 2017. Die Kommunen sollen mit sogenannten Masterplänen passgenau ihre Planungen für eine bessere Luftqualität ausarbeiten.

„Die Stadt Essen investiert bereits seit Jahren in Maßnahmen zur Luftverbesserung und Verringerung der Schadstoffbelastung“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide in Essen sinkt zwar seit Jahren kontinuierlich. Allerdings gibt es noch genug ‚Luft nach oben‘. Ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge ist jedoch nicht der richtige Weg. Stattdessen muss beim Thema Mobilität insgesamt umgedacht und auf mehr Nachhaltigkeit gesetzt werden.“

Als weiteren Schritt in Richtung „Nachhaltige Mobilität“ hat die Verwaltung nun zusammen mit dem BÜRO STADTVERKEHR Planungsgesellschaft mbH & Co. KG einen Masterplan Verkehr erstellt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die Kosten in Höhe von ca. 135.000 Euro vollständig übernommen.

Mit dem Masterplan wurde die planerische Grundlage für die Gestaltung einer nachhaltigen, emissionsärmeren Mobilität in Essen geschaffen. Insgesamt 36 Maßnahmen wurden auf ihre Wirksamkeit, Finanzierung und zeitliche Umsetzung bewertet.

Für Planungsdezernent Hans-Jürgen Best wird der neue Masterplan Verkehr ein wichtiges Instrument in der zukünftigen Verkehrsplanung sein: „Durch den Masterplan wurde festgestellt, dass Diesel-Fahrverbote auf Teilstrecken zu deutlichen Mehrbelastungen im umliegenden Straßennetz führen würden und daher nicht sinnvoll sind. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit dem Masterplan nun Bewertungen zu alternativen Maßnahmen vorliegen haben. Wir können nun sehen, wie groß die Wirkungen im Einzelnen und gebündelt als Maßnahmenpakete sind.“

Als Leitprojekt, das im Ranking die beste Bewertung erhalten hat, wurde im Masterplan Verkehr die Einführung einer umweltsensitiven Verkehrssteuerung herausgearbeitet. Die umweltsensitive Verkehrssteuerung versteht sich nicht nur als Maßnahme zur Verbesserung des Verkehrsflusses („Grüne Welle“), sondern soll auch durch entsprechende Lenkung eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens bewirken, ohne dass dabei grundsätzlich die Erreichbarkeit der Innenstadt beeinträchtigt wird.

Auf Grundlage des Masterplans Verkehr können nun Fördergelder aus dem Bundesprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“, einem Baustein des Sofortprogramms Saubere Luft, beantragt werden. Das Amt für Straßen und Verkehr erarbeitet derzeit Förderanträge zur Umsetzung der umweltsensitiven Verkehrsteuerung an der Alfredstraße (B 224).

Den zuständigen politischen Gremien wird der Masterplan im Laufe des Septembers vorgestellt.

Masterplan Verkehr Essen 2018 – nachhaltige und emissionsarme Mobilität

Der Masterplan Verkehr Essen 2018 wurde Ende Juli fertiggestellt. Anlass für seine Erarbeitung sind die Stickoxid Grenzwertüberschreitungen an fünf Messstellen im Stadtgebiet. Die Stickoxid Immissionen werden vor allem durch den Autoverkehr und hier insbesondere durch Dieselfahrzeuge verursacht.

Im „Sofortprogramm Saubere Luft“ hat die Bundesregierung seit 2017 zahlreiche bestehende Förderprogramme zusammengefasst und teilweise wesentlich aufgestockt. Insbesondere das Programm „Digitalisierung des Verkehrs“ wurde für Kommunen geöffnet. Hier können Fördermittel zur Verflüssigung des Verkehrs und den besseren Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln abgerufen werden. Um diesen Fördertopf in Anspruch zu nehmen, ist eine Prüfung der Maßnahme im Masterplan Verkehr erforderlich. Gefördert wurde die Erarbeitung des Masterplan Verkehr durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur des Bundes (BMVI). Der Fördermittelgeber gab sowohl den engen Zeitplan als auch den Themenschwerpunkt vor.

Die Erarbeitung des Masterplans erfolgte in vier Monaten von April bis Ende Juli 2018 durch das Büro für Stadtverkehr in Hilden (BSV).

Der Masterplan für Essen legt folgende Schwerpunkte:

Erstellung eines Leitbildes zur Mobilität aus bisherigen Planwerken der Stadt Essen.
Beschreibung der Folgen streckenbezogener Sperrungen für Dieselfahrzeuge an den besonders belasteten Straßenabschnitten.
Bewertung von 36 Einzelmaßnahmen zur Reduzierung des Stickoxidausstoßes des Verkehrssystems.
Vertiefte Ausarbeitung eines Maßnahmenbündels als Leitprojekt.

In Steckbriefen wurden 36 Projekte erarbeitet und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Maßnahmen aus den Bereichen Nahverkehr, Radverkehr, Verkehrslenkung und Datendienste, Förderung der Elektromobilität, Vernetzung der Verkehrsträger und Verflüssigung des Verkehrs durch Straßenbaumaßnahmen des Bundes standen dabei im Fokus.

Im Leitprojekt wurde ein Maßnahmenbündel aus umweltsensitiver Verkehrssteuerung mit einer dynamischen Fahrstreckenempfehlung für den Autoverkehr beschrieben und ein Ausbau des P+R Angebots in Essen untersucht.

Der jetzt durchgeführte Masterplan Verkehr ist nicht zu verwechseln mit den komplexen Betrachtungsweisen in Verkehrsentwicklungsplänen (VEP) oder den in der Vergangenheit unter den Begriff Masterplan verstandenen Gesamtschauen des Verkehrsgeschehens. Letztere setzen neben der ausführlichen fachlichen Erarbeitung auf einen breiten Diskurs mit politischen Gremien und der Öffentlichkeit. Der vorgelegte Masterplan prüft sehr fokussiert Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zur Reduzierung der Stickstoff Immissionen des Verkehrs.

hier geht es zum vollständigen „Masterplan“:

Masterplan_Verkehr_Essen_2018

Beitragsfotos: Redaktion Die Erle

Mehr als 60.000 Wildschweine 2017/18 in NRW durch Jäger erlegt

(idr). In den Wäldern des Regionalverbandes Ruhr (RVR) wurde im vergangenen Jahr verstärkt Schwarzwild gejagt. 281 Wildschweine erlegten die RVR-Jäger 2017, rund 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Wildschweine werden intensiv gejagt, um Wildschäden in der Landwirtschaft und vor allem der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Mit der zunehmenden Jagd auf Wildschweine liegen die Jäger beim RVR im Trend. NRW-weit erlegten Jäger 2017/18 mehr als 60.000 Wildschweine. Das ist eine Steigerung von mehr als 50 Prozent. Dazu trägt das neue Jagdgesetz in NRW bei. Infos: www.forst.rvr.ruhr

Säuglingssterblichkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen

(idr). Die Säuglingssterblichkeit im Ruhrgebiet ist in den vergangenen 40 Jahren stark gesunken: Im Jahr 2016 starben in der Region 201 Kinder vor Vollendung des ersten Lebensjahres, 1996 waren es 267, im Jahr 1976 noch 1.106. Das geht aus Daten des Landesamtes IT.NRW hervor. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Geburten in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets von 26.125 (1976) über 27.268 (1996) auf 24.712 (2016). Im Vergleich zum Vorjahr stieg sowohl die Zahl der Geburten als auch die der Sterbefälle leicht an: 2015 wurden 22.682 Kinder geboren, 186 starben im Säuglingsalter. Infos unter www.it.nrw.de

Gut drei Prozent mehr Passagiere am Flughafen Dortmund Dortmund

(idr). 744.500 Passagiere starteten und landeten in den ersten drei Quartalen des Jahres am Flughafen Dortmund.

Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW 3,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit liegt der Fluggastzuwachs unter dem Durchschnitt der sechs großen NRW-Flughäfen (sieben Prozent). Das Passagieraufkommen bei Flügen ins Ausland stieg in Dortmund um drei Prozent (NRW-Schnitt: 7,9 Prozent) auf 675.700. Infos: www.it.nrw.de

Der Verblödung preisgegeben

Eine einfache Botschaft, IQB-Studie und nun die Iglu-Studie, bestätigen Deutschlands Viertklässlern eine schlechte Leseleistung. So kann fast jeder fünfte Vierklässler kaum lesen. 

Schon die Pisa-Studie wies auf den eklatanten Mangel im Bildungsbereich hin. Leider zog man derzeitig nicht den richtigen Schluß, das die Bildungsbemühungen sehr früh ansetzen müssen. Gymnasien sind eben lautstärker in Geltungsansprüchen als Grund- und Gemeinschaftsschulen. Aber zwischen Kita und Gymnasium liegen die Grundschulen, und diese wurde sträflich vernachlässigt.

Neben der heterogenen Struktur der Grundschulen mit ihren verschiedenen Sprachgruppen kam auch das unsinnige Experiment eines bloßen Gehörschreibens hinzu, dass jeden Maßstab und jede Schreibsicherheit nahm.

Da die Lesefähigkeit der Schlüssel zur weiteren Bildung ist, sollte es Schulen strikt untersagt werden, methodische Experimente an Schülern zu unternehmen.

(stk.)

 

 

 

 

Anhaltender Trend: Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge steigt weiter

Die Statistik der Kfz-Zulassungsstelle zählte im Monat November insgesamt 344.108 zugelassene Kraftfahrzeuge. Das sind 281 Fahrzeuge mehr als noch im Oktober. Der steigende Trend der letzten Monate hält an.

Im November befanden sich unter den zugelassenen Fahrzeugen 1.374 Elektro- und Hybridfahrzeuge. Das sind 57 mehr als im Vormonat. 311 zugelassene Fahrzeuge werden mit Elektromotor betrieben. Bei 1.005 Fahrzeugen handelt es sich um Benzin-Elektro-Hybriden, bei 58 um Diesel-Elektro-Hybriden.

Die Zahl der Neuzulassungen lag im November bei 2.190; das sind 195 mehr als im Oktober.

Gesunken ist dagegen die Anzahl der Krafträder: 18.390 Krafträder und damit 82 weniger als im Vormonat umfasst die aktuelle Statistik.

Angestiegen ist die Anzahl der Fahrzeugdiebstähle: Zehn Fahrzeuge – und damit drei mehr als im November – wurden als gestohlen gemeldet. Die Zahl der gestohlenen Kennzeichen ist im Oktober mit 41 Stück ebenfalls gestiegen.

2016 wurden im Ruhrgebiet über zehn Prozent weniger Landesbeamte und Richter als 2015 in den Ruhestand versetzt

(idr). Der NRW-Trend lässt sich auch für das Ruhrgebiet bestätigen: Weniger Landesbeamte wurden pensioniert. Im Ruhrgebiet wechselten im Jahr 2016 rund 2.600 Beamte in den Ruhestand. Dies waren etwa 12,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf der Grundlage von Daten des Statistischen Landesamtes IT.NRW errechnet.

Etwas genauer betrachtet ergibt sich folgendes Bild: Unter den in den Ruhestand gewechselten Beamten waren 1.795 Lehrerinnen und Lehrer (69 Prozent). Nur etwa jeder fünfte Beamte (21,2 Prozent) wurde mit Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand versetzt. 41 Prozent schieden mit Erreichen des 63. Lebensjahres aus, weitere 16,7 Prozent mit Erreichen des 60. Lebensjahres. Mit Erreichen der besonderen Altersgrenze, die z.B. für Polizeibeamte gilt, schieden 10,4 Prozent der Beamten aus. Wegen Dienstunfähigkeit wurden rund elf Prozent in den Ruhestand versetzt. Bei den Lehrerinnen und Lehrern schieden rund 22 Prozent mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus und insgesamt rund 68,5 Prozent vor Erreichen dieser Grenze. Zehn Prozent der Lehrerinnen und Lehrer schieden aufgrund von Dienstunfähigkeit aus. NRW-weit wechselten im letzten Jahr 9.900 Beamte in den Ruhestand. Laut IT.NRW waren das 9,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Nahezu ein Viertel (23 Prozent) der 2016 in den Ruhestand gewechselten Beamten und Richter schied mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Mit 68,3 Prozent bildeten die 6.800 Lehrkräfte in NRW die größte Gruppe der 2016 neu hinzugekommenen Ruhegehaltsempfänger. Weitere Infos unter www.it.nrw.de

Zahl der Handwerksbetriebe im Ruhrgebiet ging 2015 zurück

(idr). 266.774 Beschäftigte arbeiteten 2015 in den 25.112 Handwerksunternehmen des Ruhrgebietes. Im Vergleich zu Vorjahr waren das 3,5 Prozent weniger Betriebe und ein Prozent weniger Mitarbeiter.

Das errechneten die Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis der Handwerkszählung des Statistischen Landesamtes IT.NRW. Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Handwerker im Ruhrgebiet nahezu gleich blieb, ging die der geringfügig Beschäftigten um 3,5 Prozent zurück. Etwas weniger als jeder fünfte Beschäftigte in einem Handwerksbetrieb war 2015 geringfügig entlohnt beschäftigt. Der Jahresumsatz der Handwerksunternehmen in der Region lag bei fast 26 Milliarden Euro, das waren rund 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Infos: www.it.nrw.de

Ein Blick auf Kraftfahrzeuge in Essen

Fragen der Mobilität haben für Essen als Grüne Hauptstadt Europas im Jahr 2017 eine besondere Bedeutung. Wie viele Essenerinnen und Essener sind im Besitz eines Autos? Wie alt sind die Fahrzeuge, die auf Essens Straßen unterwegs sind? Und welche Trends gibt es hierbei?

In der aktuellen Ausgabe der Veröffentlichungsreihe „Ein Blick auf…“ des Stadtamtes für Statistik, Stadtforschung und Wahlen wird zum Stichtag 30. September 2017 sowie im Rückblick auf die Jahre 2015 und 2016 der Kraftfahrzeugbestand nach Fahrzeugart, Hubraum und Fahrzeugalter, aber auch nach dem Alter der Fahrzeughalterinnen und -halter differenziert betrachtet.

In der aktuellen Statistik erfahren interessierte Leserinnen und Leser beispielsweise, dass

  • zum Stichtag 30. September 2017 der Kraftfahrzeugbestand im Vergleich zum Vorjahr um 3.462 Kraftfahrzeuge auf 335.669 angestiegen ist,
  • etwa 60 Prozent der Halterinnen von Personenkraftwagen mit Fahrberechtigung männlich sind,
  • 419 Personenkraftwagen (Pkw) je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, beziehungsweise 497 je 1.000 Volljährigen zugelassen sind,
  • die Pkw-Dichte im Stadtkern, Nord- und Ostviertel am geringsten, und in den Stadttteilen Byfang und Kupferdreh mit jeweils über 600 Personenkraftwagen je 1.000 Einwohner am höchsten ist.

Mehr Informationen finden Interessierte auf der Seite des Stadtamtes für Statistik, Stadtforschung und Wahlen.

Anzahl zugelassener Fahrzeuge steigt nach wie vor

Die Statistik der Kfz-Zulassungsstelle zählte im Monat Oktober insgesamt 343.827 zugelassene Kraftfahrzeuge. Das sind 254 Fahrzeuge mehr als noch im September. Die Anzahl der Fahrzeuge steigt in Essen also weiter, der Trend der Vormonate hält an.

Im Oktober befanden sich unter den zugelassenen Fahrzeugen 1.317 Elektro- und Hybridfahrzeuge. Davon werden 291 mit Elektromotor betrieben. Bei 968 Fahrzeugen handelt es sich um Benzin-Elektro-Hybriden, bei 58 um Diesel-Elektro-Hybriden.

Die Zahl der Neuzulassungen lag im Oktober bei 1.995; das sind 16 mehr als im September.

18.472 Krafträder und damit 44 weniger als im Vormonat umfasst die aktuelle Statistik.

Wieder gesunken ist die Anzahl der Fahrzeugdiebstähle: Sieben Fahrzeuge – und damit sieben weniger als im September – wurden als gestohlen gemeldet. Die Zahl der gestohlenen Kennzeichen ist im Oktober mit 28 Stück gleich geblieben.

Benziner, Diesel oder alternative Antriebsarten – neue Statistik zu Personen- und Kombinationskraftwagen in Essen

Diskussionen zum sogenannten „Dieselskandal“ und drohende Fahrverbote in den Städten stehen zurzeit regelmäßig auf der politischen und medialen Tagesordnung. Das nahm das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen zum Anlass, die ihm vorliegenden Kraftfahrzeugdaten näher zu analysieren.

Einige Ergebnisse aus der Statistik-Schlagzeile 7/2017:

  • Mehr als ein Viertel der in Essen zugelassenen Personen- und Kombinationskraftwagen haben Dieselmotoren.
  • Mit alternativen Antriebsarten (Elektro, Gas, Hybrid) werden weniger als 1 Prozent der Personen- und Kombinationskraftwagen mit Essener Kennzeichen betrieben.
  • Die Zahl der in den ersten neun Monaten neu zugelassenen Dieselfahrzeuge ist deutlich (minus 15 Prozent) zurückgegangen, während sich die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten fast verdoppelt hat – allerdings auf sehr geringem Niveau von 220 auf 427.

Hier im Detail: 7_2017_Benziner_Diesel_oder_alternative_Antriebsarten_-_Personenkraftwagen_in_Essen

Einwohnerzahl im Ruhrgebiet entwickelt sich

Positiver Trend bei der Bevölkerungszahl im Ruhrgebiet (idr). Die Einwohnerzahl der Metropole Ruhr entwickelt sich positiv. Zum Stichtag 30. Juni 2016 lebten knapp 5,2 Millionen (exakt: 5.116.899) Menschen in der Region. Im ersten Halbjahr des Jahres ist die Bevölkerungszahl somit leicht um rund 7.600 Personen (+0,1 Prozent) angewachsen. Das ermittelten Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW. Die größten Zuwächse hatten Bergkamen (+1,7 Prozent), Duisburg (+1,5 Prozent) und Rheinberg (+1,4 Prozent) zu verzeichnen. Viele Kommunen, die in den vergangenen Jahren von Schrumpfung betroffen waren, konnten wieder eine positive Einwohnerentwicklung verzeichnen. Neben Duisburg wuchsen so seit Ende 2015 auch Gelsenkirchen (+0,7 Prozent), Mülheim an der Ruhr und Herne (jeweils +0,6 Prozent). Dortmund bleibt mit 586.181 Einwohnern die drittgrößte Stadt NRWs, Essen mit 582.624 Einwohnern die viertgrößte. Auch NRW-weit ist die Bevölkerungszahl um 0,1 Prozent gestiegen – auf fast 17,9 Millionen Menschen. Der Anstieg resultierte aus einem positiven Saldo bei den Wanderungsbewegungen: Es zogen 36.252 Personen mehr nach Nordrhein-Westfalen als im selben Zeitraum das Land verließen.