Benziner, Diesel oder alternative Antriebsarten – neue Statistik zu Personen- und Kombinationskraftwagen in Essen

Diskussionen zum sogenannten „Dieselskandal“ und drohende Fahrverbote in den Städten stehen zurzeit regelmäßig auf der politischen und medialen Tagesordnung. Das nahm das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen zum Anlass, die ihm vorliegenden Kraftfahrzeugdaten näher zu analysieren.

Einige Ergebnisse aus der Statistik-Schlagzeile 7/2017:

  • Mehr als ein Viertel der in Essen zugelassenen Personen- und Kombinationskraftwagen haben Dieselmotoren.
  • Mit alternativen Antriebsarten (Elektro, Gas, Hybrid) werden weniger als 1 Prozent der Personen- und Kombinationskraftwagen mit Essener Kennzeichen betrieben.
  • Die Zahl der in den ersten neun Monaten neu zugelassenen Dieselfahrzeuge ist deutlich (minus 15 Prozent) zurückgegangen, während sich die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten fast verdoppelt hat – allerdings auf sehr geringem Niveau von 220 auf 427.

Hier im Detail: 7_2017_Benziner_Diesel_oder_alternative_Antriebsarten_-_Personenkraftwagen_in_Essen

Einwohnerzahl im Ruhrgebiet entwickelt sich

Positiver Trend bei der Bevölkerungszahl im Ruhrgebiet (idr). Die Einwohnerzahl der Metropole Ruhr entwickelt sich positiv. Zum Stichtag 30. Juni 2016 lebten knapp 5,2 Millionen (exakt: 5.116.899) Menschen in der Region. Im ersten Halbjahr des Jahres ist die Bevölkerungszahl somit leicht um rund 7.600 Personen (+0,1 Prozent) angewachsen. Das ermittelten Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW. Die größten Zuwächse hatten Bergkamen (+1,7 Prozent), Duisburg (+1,5 Prozent) und Rheinberg (+1,4 Prozent) zu verzeichnen. Viele Kommunen, die in den vergangenen Jahren von Schrumpfung betroffen waren, konnten wieder eine positive Einwohnerentwicklung verzeichnen. Neben Duisburg wuchsen so seit Ende 2015 auch Gelsenkirchen (+0,7 Prozent), Mülheim an der Ruhr und Herne (jeweils +0,6 Prozent). Dortmund bleibt mit 586.181 Einwohnern die drittgrößte Stadt NRWs, Essen mit 582.624 Einwohnern die viertgrößte. Auch NRW-weit ist die Bevölkerungszahl um 0,1 Prozent gestiegen – auf fast 17,9 Millionen Menschen. Der Anstieg resultierte aus einem positiven Saldo bei den Wanderungsbewegungen: Es zogen 36.252 Personen mehr nach Nordrhein-Westfalen als im selben Zeitraum das Land verließen.

Im Städteranking bleibt der Westen abgeschlagen – Essen nur auf Platz 23

Das Nachrichtenmagazins Focus Nr. 38/17 berichtet über das katastrophale Ergebnis, bei dem die Stadt Essen nur mit dem 23. Platz bewertet wurde.

In dem Ranking der zukunftsfähigsten deutschen Städte, das die Hamburger Berenberg Bank und das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut alle zwei Jahre erstellen, liegen zahlreiche Städte Nordrhein-Westfalens wieder auf den hinteren Plätzen. Gelsenkirchen, das im Jahr 2015 Platz 27 von 30 belegte, rutscht 2017 auf den letzten Platz. Unter den letzten acht Städten befinden sich sieben aus NRW. An der Spitze rangiert dagegen München wie schon 2015. Der bayerischen Hauptstadt folgenden Leipzig, Frankfurt, Berlin und Dresden.

In der Studie bewerteten die Wissenschaftler die Bevölkerungsentwicklung der Städte, die Geburtenrate, den Bildungsgrad der Beschäftigten, den Zuwachs an Arbeitsplätzen, den Anteil wissensintensiver Jobs, die Produktivität, Infrastruktur und das kulturelle Angebot. Allerdings, so der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes Henning Vöpel, hätten auch die Städte im Westen seit dem letzten Ranking ihre Werte verbessern können. „Wie unsere Untersuchung zeigt, entwickeln sich die Städte im Ruhrgebiet absolut ebenfalls gut. Es werden dort große Anstrengungen unternommen“, so Vöpel in Focus.
Für den Präsidenten des (DIW) Marcel Fratzscher zeigt das Ranking vor allem ein Nord-Süd-Gefälle. Fratzscher plädiert in Focus für deutlich höhere Infrastruktur-Investitionen des Staates vor allem in den Regionen, die drohten, den Anschluss zu verlieren.

„Wir haben eines der weltweit höchsten Lohnniveaus – aber eine zweitklassige Infrastruktur.“ Das Problem, so der Ökonom, verschärfe sich von Jahr zu Jahr: „Langfristig gefährdet das den Standort Deutschland.“

Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet liegt im August unverändert bei 10,4 Prozent

(idr) 249.184 Menschen waren im August im Ruhrgebiet (ohne Kreis Wesel) arbeitslos gemeldet.

Das entspricht einem geringfügigen Anstieg um 67 Personen zum Vormonat. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 10,4 Prozent, während in allen anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen die Quote stieg. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen in der Metropole Ruhr um 3,6 Prozent gesunken.
Die NRW-weit höchste Arbeitslosenquote verzeichnet Duisburg mit 12,4 Prozent, gefolgt von Gelsenkirchen (12,1 Prozent) und Essen (11,3 Prozent).

Mehr Hochschulpersonal im Ruhrgebiet

(idr). Die Hochschulen im Ruhrgebiet haben ihr Personal aufgestockt. Ende 2016 arbeiteten an den Hochschulen mit Sitz und Standort im Ruhrgebiet sowie in den angegliederten Universitätskliniken 42.685 Menschen und damit rund 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr (inkl. studentischer Hilfskräfte).

Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet. Der Großteil der Beschäftigten (66 Prozent) zählte zum wissenschaftlichen und künstlerischen Personal. 42,4 Prozent des Hochschulpersonals waren in Vollzeit beschäftigt. Rund 45 Prozent des männlichen und knapp 40 Prozent des weiblichen Hochschulpersonals waren Vollzeitangestellte. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter waren Frauen. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die auch die Fächergruppe mit den höchsten Studierendenzahlen stellen, waren mit 9.207 Personen (21,7 Prozent) die meisten Mitarbeiter beschäftigt, gefolgt von 8.466 Personen (19,8 Prozent) in den zentralen Einrichtungen der Hochschulen (ohne klinikspezifische Einrichtungen). Für die Statistik hat der RVR ausschließlich Hochschulen mit Hauptsitz oder einem Campus im Ruhrgebiet berücksichtigt. Hinweise dazu stehen unter www.statistik.rvr.ruhr (Menüpunkt Bildung, Hochschulen). Landesweit waren Ende 2016 an 74 Hochschulen und acht Hochschulkliniken 141.571 Personen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent. Infos auch unter www.it.nrw.de Campus im Ruhrgebiet berücksichtigt.

Hinweise dazu stehen unter www.statistik.rvr.ruhr (Menüpunkt Bildung, Hochschulen). Landesweit waren Ende 2016 an 74 Hochschulen und acht Hochschulkliniken 141.571 Personen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent. Infos auch unter www.it.nrw.de

Bundesweiter Anstieg von Tuberkulosefällen (TBC)

Seit zwei Jahren wird bundesweit ein Anstieg bei Tuberkulosefällen festgestellt. Die schwere Erkrankung ist im öffentlichen Bewusstsein schon fast in Vergessenheit geraten. Der jetzige Anstieg der meldepflichtigen Erkrankung wird auf die Migrationsbewegungen zurückgeführt. Bundesweit erkranken statistisch 7,3 Personen pro 100000 Einwohner. Vor 2014 nahm die Erkrankungsrate stetig ab. Problematisch war die TBC in der Nachkriegszeit, als die durch Entbehrung gezeichneten Menschen besonders anfällig waren. Ähnliches kann von der heutigen Krankheitsgruppe ausgesagt werden, denn oft sind Menschen durch ihr Fluchterleben geschwächt.

Der ärztliche Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Essen, Dr. Rainer Kundt:

„Es wurden folgende Fälle von Tuberkulose gemeldet:

2013/2014 jeweils 44 Fälle
2015 – 56 Fälle
2016 – 52 Fälle
2017 bisher 37 Fälle
Es wurde hier ein Anstieg der Krankheitsfälle seit dem Jahr 2015 registriert, zurückzuführen ist dies auf die Flüchtlinge, die in der Stadt leben. Auch die Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes / der Bezirksregierung untergebracht sind, werden beim Gesundheitsamt der jeweiligen Stadt gezählt. In Deutschland gab es jahrelang eine durchschnittliche Anzahl von Neuerkrankungen von etwa 4300 Fällen pro Jahr, in 2017 wird mit einer Fallzahl von über 6000 gerechnet.“

Die Tuberkulose, früher auch Schwindsucht genannt, wurde von Prof. Robert Koch entdeckt. In Berlin findet sich noch ein Hinweisschild auf die erste Veröffentlichung.

 

Auch in Gegenden mit geringerer Besiedelung ist dieses Phänomen zu beobachten. So bereitet sich beispielsweise der Landkreis Aurich in Norddeutschland intensiv auf eine Information der Öffentlichkeit vor und versucht mit einem Informationsblatt die Bevölkerung zu senisbilisieren. Dort hatte man 2014 fünf Fälle, 2015 bereits 10 und 2016 neun Fälle. In diesem Jahr sind es schon fünf Akuterkrankte und vier Verdachtsfälle.

Ältere Essener erinnern sich noch an den Begriff „Licht- und Luftbad“, Koch hielt nämlich die Bewegung in Luft und Sonne für eine Behandlungsbasis, worauf diese alte Briefmarke der Freien Stadt Danzig hinwies.

Weitere Informationen zur Tuberkulose: 

Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose

DAHW

alles zur Tuberkulose

zur Geschichte der Krankheit

(stk.)

 

37 Prozent der Schüler im Ruhrgebiet haben eine Zuwanderungsgeschichte

(idr). Gut 37 Prozent der 685.701 Schüler im Ruhrgebiet, die 2016/17 eine allgemeinbildende oder berufliche Schule besuchten, haben eine Migrationsgeschichte. Damit ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Metropole Ruhr etwas höher als in Gesamt-NRW (33,6 Prozent).

Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Bei den gängigen allgemeinbildenden Schulen war der Anteil von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte in Hauptschulen am größten; er betrug dort 52,2 Prozent. Am niedrigsten war er mit 30,2 Prozent an den Gymnasien. An beruflichen Schulen im Ruhrgebiet lag der Anteil bei 27,8 Prozent. Den höchsten Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verzeichnen Gelsenkirchen (53 Prozent) und Duisburg (47 Prozent). Am anderen Ende der Skala finden sich der Kreis Wesel (24 Prozent) und der Ennepe-Ruhr-Kreis (27,2 Prozent). In der Schulstatistik haben Schüler eine Zuwanderungsgeschichte, wenn sie oder mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder innerhalb der Familie nicht deutsch gesprochen wird.

RWI: Pflegende Angehörige haben es auf dem Arbeitsmarkt schwerer

Pflegen über 50-Jährige ihre Eltern, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie gleichzeitig berufstätig sind – bei Frauen um durchschnittlich bis zu 7,2 Prozentpunkte, bei Männern sogar um bis zu 11,8 Prozentpunkte. Frauen reduzieren zudem ihre Arbeitszeit um durchschnittlich 12,4 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle RWI-Studie zu den längerfristigen Folgen für die Arbeitsmarktsituation von Pflegenden. Sie basiert auf dem SHARE-Datensatz, der die Lebensverhältnisse von über 50-Jährigen in Europa und Israel erfasst.

Kümmern sich ältere Erwerbstätige um ihre pflegebedürftigen Eltern, geht das häufig zu Lasten ihrer Berufstätigkeit. So sinkt für Frauen, die ihre Eltern im vergangenen Jahr erstmals pflegten, die Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 7,2 Prozentpunkte. Pflegen Frauen über einen längeren Zeitraum ihre Eltern, reduziert sich ihre Beschäftigungswahrscheinlichkeit nur noch um 4,5 Prozent. Bleiben diese Frauen in der Zeit jedoch weiterhin berufstätig, reduzieren sie ihre Arbeitszeit um durchschnittlich 12,4 Prozent. Für Männer sind die Auswirkungen auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit sogar noch größer. Wenn sie über einen längeren Zeitraum pflegen, dann sinkt ihre Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 11,8 Prozentpunkte. Diejenigen, die weiterhin berufstätig sind, reduzieren allerdings ihre Arbeitszeit in der Regel nicht. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung auf europäischer Ebene. Bisher haben sich nur wenige Untersuchungen mit den längerfristigen Folgen für die Arbeitsmarktsituation der Pflegenden befasst.

Für die stärkeren längerfristigen Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation pflegender Männer gibt es aus wissenschaftlicher Sicht zwei mögliche Erklärungen. „Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit und schaffen nach einer Pflegephase dort leichter wieder den Einstieg“ erläutert Dr. Dörte Heger, Wissenschaftlerin im RWI-Kompetenzbereich „Gesundheit“ und Mitautorin der Studie. Eine zweite mögliche Erklärung ist, dass das pflegerische Engagement von Frauen von Arbeitgebern als „normal“ wahrgenommen wird. Bei Männern gilt es hingegen unter Umständen als Beweis für schwächer ausgeprägtes berufliches Engagement.

Pflege wird mit demographischem Wandel an Bedeutung gewinnen

Grundlage der Studie sind Daten aus dem „Survey for Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE)“ aus dem Zeitraum der Jahre 2004 bis 2015. Der Datensatz umfasst die Bevölkerung ab einem Lebensalter von 50 Jahren in Europa und Israel. Er ist der erste mit umfassenden gesundheitlichen und sozio-demografischen Informationen von über 50-Jährigen auf europäischer Ebene. Für die Studie umfasste die Stichprobe knapp 8.000 Frauen und gut 6.500 Männer im Alter zwischen 50 und 70 Jahren.

Durch die häufig als „demographischer Wandel“ umschriebene Alterung der Gesellschaft wird das Thema Pflege in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Um die bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege zu ermöglichen und die negativen Folgen für Pflegende abzumildern, sind in zahlreichen Ländern bereits Möglichkeiten für „Pflege-Auszeiten“ geschaffen worden. So können in Deutschland seit dem Jahr 2008 Pflegende eine zehntägige bezahlte Auszeit nehmen. Für die längerfristige Pflege ist eine Freistellung für bis zu sechs Monaten möglich, während der ein Arbeitnehmer ganz oder teilweise aus dem Beruf aussteigen kann. Seit 2015 besteht während der kurzzeitigen Auszeit sogar ein Anrecht auf Pflegeunterstützungsgeld. Welche Folgen diese Maßnahmen auf die Beschäftigungssituation von Pflegenden haben, wurde bisher mangels verfügbarer Daten noch nicht eingehend wissenschaftlich untersucht.

(RWI)

Masernausbruch in Essen beendet – Eine Patientin ist an der Erkrankung gestorben

Der diesjährige Masernausbruch gilt aus Sicht des Gesundheitsamtes der Stadt Essen als beendet.

In den letzten Wochen wurden dem Gesundheitsamt keine neuen, nachgewiesenen Masernfälle bekannt. Da Masern eine Inkubationsphase von zwei Wochen haben, ist aktuell nicht mehr von einem weiteren Fall auszugehen.

Im Zeitraum vom 31. März bis 15. Juni wurden in Essen 61 bestätigte Fälle von Masern gemeldet. Eine Patientin ist an der Erkrankung gestorben.

Da es sich bei den Masern um eine hochansteckende Infektionskrankheit handelt, empfiehlt das Gesundheitsamt weiterhin – falls noch nicht geschehen – eine Überprüfung und gegebenenfalls Erneuerung des Impfschutzes.

(ü. Pm.)

Durchschnittliches Jahreseinkommen im Ruhrgebiet liegt bei 33.045 Euro

(idr). 2.338.968 Steuerpflichtige lebten 2013 in der Metropole Ruhr. Der Gesamtbetrag ihres Einkommens betrug rund 77,3 Milliarden Euro. Damit wurde rund ein Viertel aller steuerpflichtigen Einkünfte in Nordrhein-Westfalen im Ruhrgebiet erzielt.

Mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 33.045 Euro vor Steuern – 8,7 Prozent mehr als 2010 – lag die Region leicht unter dem Landesdurchschnitt von 36.244 Euro. Das geht aus der aktuellen Auswertung des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Der größte Anteil am Gesamtbetrag der Einkünfte im Ruhrgebiet wurde mit rund 9,4 Milliarden Euro in Essen erwirtschaftet. Die Ruhrgebietskommune mit dem höchsten Durchschnittseinkommen vor Steuern war 2013 Sprockhövel im Ennepe-Ruhr-Kreis mit 46.048 Euro. Die Stadt nimmt damit Rang 13 unter allen 396 Kommunen in NRW ein. Auf den weiteren Plätzen folgen Herdecke (45.438 Euro, NRW-weit Platz 15) und Hünxe (41.356, Platz 42). Die kreisfreie Stadt mit dem höchsten Durchschnittseinkommen war Mülheim an der Ruhr mit 38.821 Euro (Platz 93). Auf den hinteren Rängen lagen Duisburg (28.147 Euro, Platz 396), Gelsenkirchen (28.671 Euro, Platz 394) und Herne (29.019 Euro, Platz 393). In Duisburg stieg das Durchschnittseinkommen seit 2010 allerdings um rund zehn Prozent und damit überdurchschnittlich stark. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass zusammen veranlagte Ehegatten als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. Infos: www.it.nrw.de

Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet ist im Juli gestiegen

(idr). Einen leichten Anstieg der regionalen Arbeitslosenzahl verzeichnet das Ruhrgebiet (ohne Arbeitsamtsbezirk Wesel) im Juli. Im Vergleich zum Vormonat stieg sie um ein Prozent auf aktuell 249.117 arbeitslos gemeldete Menschen. Die Arbeitslosenquote stieg im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent (Vorjahr: 10,9 Prozent).
Im Juli 2016 waren noch deutlich mehr Arbeitslose in der Region gemeldet: Ihre Zahl ist im Jahresvergleich um 9.921 Personen oder 3,8 Prozent gefallen.
Die Region folgt damit dem Landestrend: In NRW sind im Juli 709.323 Arbeitslose gemeldet, 11.693 mehr als einen Monat zuvor. Grund für den leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, der in diesem Jahr geringer ausfiel als in den vergangenen fünf Jahren, ist vor allem die sogenannte Such- oder Übergangsarbeitslosigkeit.
Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent und lag damit um 0,3 Punkte niedriger als vor einem Jahr.

Zahl der Studierenden an Hochschulen des Ruhrgebiets ist auf Rekordhoch gestiegen

(idr). Das Ruhrgebiet meldet ein Rekord-Semester an den Hochschulen der Region. Im vergangenen Wintersemester (2016/2017) waren an den Hochschulen mit Sitz und Standort in der Metropole Ruhr 274.714 Studierende eingeschrieben.

Das sind rund 6.600 (oder 2,5 Prozent) mehr als im vorausgegangenen Wintersemester 2015/2016 und fast 124.000 (82 Prozent) mehr als vor zehn Jahren. Das haben Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet.
Die Hochschule mit den mit Abstand meisten Studierenden bleibt die Fernuniversität Hagen mit insgesamt 64.819 eingeschriebenen Studenten. Unter den Präsenzunis ist die Universität Duisburg-Essen mit insgesamt 43.059 Studierenden die größte, gefolgt von der Ruhr-Universität Bochum (41.995 Studierende) und der TU Dortmund (33.496 Studierende).
Insgesamt können Studieninteressierte in der Metropole Ruhr unter 22 Hochschulen an mehr als 30 Standorten wählen.
In die Auswertung des RVR flossen ausschließlich Hochschulen mit Sitz und Standort im Verbandsgebiet ein. Hochschulen mit Sitz außerhalb des Ruhrgebiets, aber einem Campus in der Region werden nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme bildet die FOM in Essen – hier gibt es keine separate Aufschlüsselung für die Studienorte außerhalb Nordrhein-Westfalens.
Landesweit waren im Wintersemester 2016/17 an den nordrhein-westfälischen Hochschulen 768.353 Studierende eingeschrieben. Nach Angaben von IT.NRW wurde damit das Rekordergebnis aus dem Wintersemester 2015/16 (745.009 Studierende) um 3,1 Prozent bzw. 23.344 Studierende übertroffen.