Zukunft Grugabad: Ideensammlung startet gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern

Das im Sommer 1964 eröffnete Grugabad gehört mit zu den besonderen Sportstätten in Essen und der gesamten Metropolregion. In den Anfängen konnten rund 350.000 Besucher pro Jahr gezählt werden, über die Jahre hat sich das Bad zu einer nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung rund um die Schwimmkultur im „Revier“ entwickelt. Heute hat sich das Sport- und Freizeitverhalten geändert. Das Grugabad erreicht längst nicht mehr die Besucherzahlen aus den Hochzeiten des Schwimmbetriebes. „Mit einem festgestellten Sanierungsbedarf von rund 15 Millionen Euro und rückläufigen Besucherzahlen bleibt deshalb die Frage, wie wir uns die Zukunft des Grugabades vorstellen können“, so Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Ganz bewusst wollen wir deshalb jetzt ein breites Beteiligungsverfahren initiiert, welches bis zum Herbst 2017 durchgeführt und eine Ideensammlung von Experten und der Bürgerschaft hervorbringen wird.“

Los geht es nun mit ergebnisorientierten Workshops und öffentlichen Foren, bei denen gemeinsam mit Experten die Chancen, Perspektiven und Leitideen für die größte, zusammenhängende Freibadfläche in Essen herausgearbeitet werden. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen per E-Mail einreichen. Die Beteiligung beginnt mit dem ersten Workshop und dem Forum „Impulse“ am 29. Juni 2017.

Ziel ist es, eine ergebnisoffene und breite Diskussion auf Augenhöhe zu schaffen, wichtige Anregungen und Ideen aufzunehmen und mit den erarbeiteten und diskutierten Erkenntnissen die weiteren Schritte zu planen.

Zu den drei Workshops ist eine Anmeldung erforderlich. Hier wird jeweils in drei moderierten Teams konkret an den Ideen zum Grugabad gearbeitet. Anmeldungen zu der gesamten Workshopkette am 29. Juni 2017 und am 14. und 15. September 2017 (Anmeldeschluss 22.06.2017) können ab sofort unter der angegebenen Internetadresse www.essen.de/stadtplanung erfolgen. Die Kapazitäten sind begrenzt. Unter der Internetadresse sind auch alle Termine und Informationen zum Beteiligungsprozess abrufbar.

Die Teilnahme an den Foren 1 bis 3 ist öffentlich und ohne Anmeldung möglich. Diese dienen zur Vorstellung von Vorbildprojekten und Diskussion der konkreten Ideen für das Essener Grugabad mit einem ständigen Informationsaustausch zwischen den Experten und Moderatoren und der Öffentlichkeit.

Ideen können auch per E-Mail eingereicht werden: grugabad_essen@fsw-info.de

Termine im Überblick:

  • FORUM 1 – IMPULSE
    (ÖFFENTLICH)
    29.06.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 1 (nur mit Anmeldung)
    29.06.2017 | 14 bis 18 Uhr
  • FORUM 2 – IDEEN
    (ÖFFENTLICH)
    14.09.2017 | 18 Uhr
    Saal Rheinland, Congress Center Süd;
  • WORKSHOP 2 (nur mit Anmeldung)
    14.09.2017 | 10 bis 18 Uhr
  • FORUM 3 – PERSPEKTIVE
    (ÖFFENTLICH)
    19.10.2017 | 18 Uhr
    Forum 3: Foyer Erdgeschoss Congress Center West;
  • WORKSHOP 3 (nur mit Anmeldung)
    15.09.2017 | 10 bis 15 Uhr

Redewendungen ins Bild gesetzt – Ausstellung von Erika Jagau in der Orangerie des Grugaparks

Die Essener Fotografin Erika Jagau hat ein außergewöhnliches Thema für ihre Fotoausstellung im Grugapark gewählt: Redewendungen. Genauso wie Sprichwörter sind sie ein wichtiger Teil und Ausdruck unseres kulturellen Erbes.

In passenden Situationen bringen die gelernten Sätze eine Sache genau auf den Punkt, wo sonst eine umständliche und wortreiche Umschreibung nötig gewesen wäre. Sie lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen, werden in der Alltagssprache verwendet, tauchen in den Medien, selbst in der Literatur auf. Beispiele für ihre in Fotos umgesetzte Sprichwörter sind: „Morgenstund hat Gold im Mund“, „In die Röhre gucken“, „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“ oder „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“.

Die Ausstellung ist noch bis Samstag, 12. März, in der Orangerie des Grugaparks zu sehen.
(ü. Pm.)

Eschentriebsterben – massive Baumfällungen auch in Essen unumgänglich (Audio)

Das Phänomen „Eschentriebsterben“ hat sich europaweit zu einem massiven Problem entwickelt. In Deutschland ist es seit etwa 2002 nachgewiesen, nachdem viele unserer Nachbarländer bereits seit Mitte der 1990er Jahre davon betroffen sind. Auch in Essen gibt es massive Schäden zu beklagen.
Das Eschentriebsterben ist erkennbar an auffälligen Triebschäden in vorerst jüngeren Kronenteilen. Kommt es zum wiederholten Befall, ist auch ein Ausfall ganzer Kronenteile bis zum Totalausfall des Baumes zu beobachten. Dann besteht dringender Handlungsbedarf, weil herabfallende Ast- und Kronenteile eine Gefährdung darstellen.

In einem Ortstermin von Grün und Gruga Essen und der Bezirksregierung Düsseldorf erklärten die Experten den Hintergrund dieser Erkrankung und den notwendig gewordenen Sanierungsschritten.

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Die Tage dieser Eschen sind gezählt…

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Nicht alle Eschenarten sind gefährdet. Diese Exemplare sind vor dem Fällkommando geschützt.

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Den eigentlichen Pilz kann von von außen nicht erkannt werden.

In der Aufnahme kamen zu Wort:
EschensterbP3Jörg Matthes, Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 54 (Wasserwirtschaft, einschließlich anlagenbezogener Umweltschutz),

EschensterbP1Arne Thun, Baumsachverständiger Grün und Gruga Essen,

EschensterbP2Martin Langkamp, Forstbetriebsbezirk Ruhrtal

zur Vertiefung:

  1.  EschentriebsterbenGALK
  2. EschentriebsterbenHandlungsempfehlungen

(stk., u. ü. Pm.)

 

Seatown Seven – Jazz, Swing & Dixie

Die Seatown Seven Hot Jazz aus Wuppertal ist eine der ältesten Jazzkapellen in Deutschland und hat in den letzten Jahrzehnten an vielen Festivals im In- und Ausland teilgenommen. Die inzwischen generationsübergreifende Besetzung bietet eine weitreichende musikalische Palette, die vom klassischen New-Orleanstil, über Hot Jazz bis zum frühen Swing reicht. Die ausgeprägte Professionalität in Klang und Improvisation machen den unverkennbaren Seatown-Seven-Sound aus. Gespielt werden beliebte Titel wie Sweet Georgia Brown, Honeysuckle Rose, Tell Me Your Dreams und viele mehr.

Konzert am Sonntag, 17. Juli, um 15 Uhr im Musikpavillon des Grugaparks. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

(ü. Pm.)

Trolle und neugierige kleine Hexen – Kindertheaterprogramm im Grugapark am Wochenende

Am Samstag, 16. Juli, und Sonntag, 17. Juli, jeweils um 15 Uhr im großen Theater- und Spielpavillon an der Ballspielwiese im Grugapark. Der Eintritt ist – bis auf den Parkeintritt – frei.

2016-07-11_LisbetLeiterbesen

Auch am 2. Ferienwochenende lädt der Grugapark kleine und große Theaterliebhaber in den Theater- und Spielpavillon zum Kindertheater ein.

Am Samstag, 16. Juli, ist ein kleiner Troll die Hauptfigur in der Inszenierung des Theaters Petersilie. Alles beginnt mit einem alten Paket, das Aki von seinem Urgroßvater, der mit Socken aus aller Welt handelte, geerbt hat. In dem Paket kuschelt sich zwischen all den Socken ein kleines Zauberwesen, ein kleiner, süßer Troll.

Eine neugierige, kleine Hexe namens Lisbeth fliegt am Sonntag, 17. Juli, um 15 Uhr durch den Theater- und Spielpavillon. Als bei ihrer stürmischen Landung der Hexenbesen zerbricht, macht sie eine tolle Erfahrung.

Blick hinter die Kulissen des Botanischen Gartens

Einen erlebnisreichen Blick hinter die Kulissen bietet der Botanische Garten des Grugaparks allen Besucherinnen und Besuchern am Sonntag, 26. Juni, von 11 bis 18 Uhr: Probieren, testen und Fragen stellen ist ausdrücklich gewünscht.

Die Besucherinnen und Besucher erleben die ganze Vielzahl der im Park lebenden Pflanzen, sehen, was sich alles daraus herstellen lässt und erfahren, welche Maschinen bei der täglichen Arbeit im Park eingesetzt werden.
Es gibt mehrere Stationen auf einem Rundgang: die drei Pflanzenschauhäuser mit dem Tropischen Regenwald, dem Bergnebelwald und den Sukkulenten, den Staudengarten, den Bauern- und Kräutergarten, den Rosengarten sowie eine Station mit Maschinen und Fahrzeugen.

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Im Staudengarten wachsen viele tausend Pflanzenarten aus Asien, Amerika und Europa. Lupinen, Rittersporn, Fackel-Lilie, Gauklerblume, Götterblume, Mammutblatt… um nur einige Beispiele zu nennen. Im Lindenrund binden die Grugapark-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter wunderschöne Sträuße aus Blüten und anderen Pflanzenteilen und geben den Besucherinnen und Besuchern auch Planungs- und Pflegetipps für ihre häuslichen Gärten.

(ü. Pm.)

Grün und Gruga kehrt zurück unter das Dach der Stadtverwaltung

Grün und Gruga Essen wird rückwirkend zum 1. Januar 2016 wieder zu einem Fachbereich der Stadt Essen und ist damit nach 14 Jahren wieder Teil der Kernverwaltung.

Das Grünflächenamt und der Grugapark sind seit dem 1.1.2002 zu einer eigenbetriebsähnlichen Einrichtung der Stadt Essen mit der Bezeichnung „Grün und Gruga Essen“ (GGE) zusammengefasst worden. Hauptaufgabe von GGE ist die Pflege und Entwicklung der kommunalen Grünflächen, der Wälder sowie der Betrieb der städtischen Friedhöfe und des Grugaparkes. Vor dem Hintergrund des damaligen kameralen Haushalts der Stadt war dies ein sinnvoller Schritt, um kaufmännische Instrumente zur Steuerung des Betriebes einzusetzen. Die jetzige Rückführung ist notwendig, um das Defizit der GGE im Haushalt der Stadt Essen auffangen zu können.

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Durch die Auflösung des Eigenbetriebs und des Sondervermögens können beispielsweise Vermögen und Schulden des Betriebs verrechnet werden. Darüber hinaus können unter dem Dach der Stadt Essen Einsparpotenziale von rund 100.000 Euro ab dem Jahr 2017 genutzt werden.

Die Reintegration des Eigenbetriebes hat keine Auswirkungen auf die Dienstleistungen und Aufgaben von Grün und Gruga Essen. Auch bestehende Verträge haben weiterhin Gültigkeit.

(ü. Pm.)

PARTEI-Piraten bemängeln den Beschnitt der demokratischen Strukturen im Umweltausschuss

Die PARTEI-Piraten kritisieren, dass die Verwaltung die demokratischen Prozesse bei der Entscheidungsfindung, ob und wie die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Grün und Gruga Essen (GGE) in die Stadtverwaltung zurückgeführt wird, behindert habe.

Seit Herbst 2015 wartet der Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga darauf, dass die Verwaltung einen Wirtschaftsplan für 2016 zur Abstimmung bereitstellt. Wiederholt hatte die Verwaltung die Fertigstellung angekündigt und Sondersitzungen zur Verabschiedung anberaumt, einen Wirtschaftsplan hatte sie jedoch nicht vorgelegen können. Somit mangelt es den Ausschussmitgliedern an der elementaren Grundlage, über die Zukunft von Grün und Gruga zu beraten. Über die Auflösung und Rückübertragung der Aufgaben von Grün und Gruga in einen neuen Fachbereich der Stadtverwaltung hätte der Ausschuss in der Sitzung am 20. Juni beraten sollen. Die Vorlage, in der die angeblich zwingenden Gründe hierfür das erste Mal von GGE schriftlich formuliert wurden, hat die Verwaltung jedoch erst nach Ende der Sitzung verteilt. Die Aussage der Vorlage lautet: Grün und Gruga Essen kann die aufgelaufenen Verluste der letzten Jahr nicht mehr ausgleichen. Die Verwaltung ist nicht in der Lage, einen rechtlich einwandfreien Wirtschaftsplan aufzustellen. Für die PARTEI-Piraten ist es ein Unding, dass der Ausschuss und damit auch die Öffentlichkeit über ein halbes Jahr über die tatsächliche Lage von GGE im Unklaren gehalten worden sind. Die Verwaltung hat damit die Steuerungsmöglichkeiten des Ausschusses behindert. Alle Vorlagen zu wesentlichen Entscheidungen hat sie erst kurz vor oder in der jeweiligen Sitzung zur Verfügung gestellt, die Vorlage zur Auflösung von GGE nun sogar erst anschließend. Konstruktive Lösungen innerhalb der demokratischen Strukturen werden so effektiv verhindert. Verwundert und auch verärgert haben die PARTEI-Piraten die Passivität der GroKo angesichts der Respektlosigkeit der Verwaltung vernommen. Die Mandatsträger von CDU und SPD hätten mehr Druck auf die Verwaltung ausüben und ihre Gestaltungsmöglichkeit durch ihre Mehrheit nutzen müssen, statt sich ohne Konsequenzen von der Verwaltung vorführen zu lassen. Tobias Schröder, Sachkundiger Bürger der PARTEI-Piraten im Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga bemerkt dazu ironisch: „Mit den Gestaltungsmöglichkeiten der GroKo hätten auch wir von den PARTEI-Piraten das Aus für Grün und Gruga womöglich nicht verhindern können. Allerdings hätten wir den Weg zum Aus nicht so sang- und klanglos gestaltet.“ Mit der nun als alternativlos vorgestellten Lösung, Grün und Gruga als eigenen Fachbereich in die Stadtverwaltung zu integrieren, werden die Transparenz und die – bislang leider überwiegend ungenutzten – Kontrollmöglichkeiten des Ausschusses eingeschränkt.

Tierschützer werfen Grün und Gruga Ignoranz vor – Praktische Lösungen zur Vermeidung der Jagd auf Kanadagänse würden abgelehnt

Sie sind sichtlich überzeugt von der Machbarkeit ihrer Vorschläge, Tierschützer aus Essen und anderen Orten, die am Sonntag vor der Gruga mit Plakaten und Ansprachen gegen die geplante Bejagung der Kanadagänse protestierten. Dabei wurden auch formale Vorwürfe gegen Grün und Gruga laut, denn selbst mit anwaltlicher Hilfe sei es nicht gelungen zur Verwaltung einen Kontakt herzustellen. Der Vertreter der Jagdbehörde habe sogar ein Telefonat mit der Anwältin durch Auflegen beendet.

Klare Ansage der Demonstranten und ein konstruktiver Vorschlag an Grün und Gruga bei der Demo am Sonntag:

Die Vorwürfe der Tierschützer sind nicht neu. Wir berichteten bereits zur Situation der Gruga. Neu ist lediglich die Behauptung der Parkleitung, eine Absaugung wäre technisch nicht machbar. Auch fühle man sich falsch verstanden, denn es sei nur eine sogenannte „Vergrämung“ durch den Abschuß einzelner Tiere geplant.

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Derartige Vergrämungsaktionen haben aber anderenorts nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, wissenschaftlich ist eine Gegenbewegung nachgewiesen, demnach ein Bejagen lediglich die Fortpflanzungsrate steigere und es daher nicht zur Regulierung komme. Hiervon will man in Essen nichts wissen, eine Freigabe zur Jagd bestehe schon seit dem Vorjahr.

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Problematisch erscheint den Tierschützern auch der geplante Vollzug der Bejagung durch Freizeitjäger. Freizeitjäger pflegen sich ansonsten in Reviere einzukaufen, um ihrem Treiben frönen zu können.

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In bevölkerungsreichen Gegenden mit einer hohen Zahl von Jagdinteressenten, man spricht von Jagdsport, ist naturgemäß nur eine begrenzt „Strecke“ abschiessbaren Wildes gegeben und so wundert es nicht, dass die Wahrnehmung im Kreise der „Hubertusjünger“ eine andere ist, als bei den Tierschützern. Hier wird die Jagd auf Großvögel, die nicht mit Schrot, sondern „richtiger“ Munition durchgeführt wird, als willkommene Bereicherung des „Waidbrets“ angesehen.

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Tierschützer werfen der Verwaltung nun vor, mit der alternativlosen Situationsbeschreibung lediglich dieser Gruppe die Vögel in die Kugeln zu treiben. Theoretisch könnten auch angestellte Förster ohne den Sportakzent eingesetzt werden, aber dort ist wohl keine Neigung zur Jagd zu erkennen.

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Wir konnten leider bisher noch nicht in Erfahrung bringen, ob die Parkverwaltung, die seitens der Stadt nicht gering subventioniert und unterhalten wird (bisher scheint für 2016 noch kein Haushaltsplan vorzuliegen), im Falle einer Bejagung von den Sportschützen Gebühren erheben wird.

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Lediglich an eine Verwertung der Schußbeute für mögliche soziale Zwecke sei gedacht. Also Wildbret nicht fürs Rathaus, sondern die soziale „Tafel“? Tierschützer wird dies nicht befriedigen, sie, wie auch zustimmende Passanten, lehnen die Bejagung ab und versprechen Grün und Gruga weitere Besuche.

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Ein „grünes Jagdparadies“ vor dem Hintergrund des Grüne Hauptstadt Jahres dürfte viel mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein professionell erstellte Aufklärungs- und Protestfilm ist jedenfalls bereits in Arbeit und soll bundesweit Verbreitung finden.

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Zu den angeblichen Morddrohungen gegen Verwaltungsangehörige räumte der Pressesprecher von Grün und Gruga am Sonntag ein, dass bisher keinerlei Anzeigen erstattet wurden. In sozialen Netzwerken soll es Äußerungen gegeben haben, die sich entsprechend auslegen ließen. Bei einem so hochemotionalen Thema dürfte da manch überzogener Spruch in Fußballmanier über die Tasten gegangen sein. Die Teilnehmer an der Demonstration betonen aber, für solche Ausweitungen kein Verständnis zu haben und distanzieren sich von jeder Form der Gewalt.

bisherige Berichte in der Erle zu Grün und Gruga:

Zwischen „Vergrämung“ und Lust am schmackhaften Wildbret – Essen will den Kanadagänsen keine Bleibe bieten

Kommentar: Schießt „Grün und Gruga“ ins Kraut? – Ist die Rückführung in die Kernverwaltung geplant?

Wie stehts mit Essens Grün?

 

(stk., Fotos und Ton: erle)

Karibikfeeling im Grugapark

Ein ganz besonderes Klangerlebnis erwartet die Besucherinnen und Besucher des Grugaparks am Sonntag, 12. Juni, um 15 Uhr im Musikpavillon. Das Bäng Bäng Steelpanorchester weckt mit seinen karibischen Klängen Urlaubserinnerungen.

Gespielt wird mit Sechser- und Vierer-Bass, Double- und Triple Bariton, Double Alto, Big Mama und Soprano. Das abwechslungsreiche Repertoire des Orchesters bietet neben einer Auswahl an karibischen Stücken auch Pop- und Soulmusik. Begleitet wird das Orchester vom Sänger und Musiker Bruce van Mulier, der seine Wurzeln in Südamerika hat und jetzt in Holland lebt.

Höhepunkt der Veranstaltung ist ein musikalischer Walkact, bei dem sich die Marching Band mit Steeldrums durch das Publikum schlängelt. Dabei verbreiten die Musiker mit ihrem exotischen und karibischen Sound gute Laune pur.

Das Konzert ist – bis auf den Parkeintritt in Höhe von 4 Euro – kostenfrei.

(ü. Pm.)

Zwischen „Vergrämung“ und Lust am schmackhaften Wildbret – Essen will den Kanadagänsen keine Bleibe bieten

„Die Kanadagans darf „geerntet“ werden und soll gut schmecken, und dazu gibt es gute Rezepte“, lautet eine der Botschaften einer von Grün und Gruga einberufenen Pressekonferenz. Mit „Fortune und Geschick“ jagen im Essener Norden Freizeitjäger, weil es eben auch zulässig ist. Roland Häring von der Unteren Jagdbehörde führt dies aus und weiß sich damit von Zustimmung umgeben, denn die Kanadagänse sind nicht sehr beliebt.

HaeringRoland Häring, Untere Jagdbehörde Essen

Es gibt zwar wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Abknallselektion, wie sie von Tierschützern oft bezeichnet wird, eigentlich ein sinnloses Unterfangen darstellt und andere Methoden zwar aufwendiger, aber durchaus effektiv sein können, die Lust an der Jagd, gepaart mit kulinarischen Sinneseindrücken und eine Großzahl an Sportjägern schaffen den Großvögeln ernste Gefahr. Dabei steht es auch seitens der Behörden fest, dass von dem eigentlichen Kot der Tiere keine Gesundheitsgefahr ausgeht und es sich ausschließlich um ein ästhetisches Problem handelt. Für die Gruga sind es die Liege- und Aktionswiesen, die „verkotet“ schlecht an den Kunden zu bringen sind.

LiegewGrugaEine der Liege- und Aktionswiesen in der Essener Gruga

Zwar erwäge man die Anschaffung einer Mähmaschine, die in einem Arbeitsgang auch den Kot abräume, aber die insgesamt 2 Gelege (mehr Tiere habe man derzeit nicht) seien die Quelle für wiederholten Unmut. Erfahrung mit einfachen Saugmaschinen, wie sie andernorts benutzt werden, habe man noch nicht, da fehle auch das Personal. So will man mit einem breiten Fächer an Maßnahmen, einschließlich der Abschussoption dem Federvieh zu Leibe rücken. Ab 15. Juli sei dies möglich. Eine Genehmigung dazu läge bereits seit dem letzten Jahr vor, man habe diese Karte aber noch nicht ausgespielt.

Wir veröffentlichen hier nun die von Grün und Gruga vorgelegten Unterlagen und Pressemeldung, aus denen auch die Kenntnis um die Unwirksamkeit der Bejagungsversuche andererorts zu entnehmen sind:

„Grün und Gruga stellt Maßnahmen zur Vertreibung von Kanadagänsen in Grugapark und Univiertel vor

Grün und Gruga Essen (GGE) hat heute (6.6.) im Rahmen einer Pressekonferenz die geplanten Maßnahmen zur Verscheuchung von Kanadagänsen im Grugapark und im Univiertel vorgestellt.

Die Population der in Essen lebenden Kanadagänse wächst seit Jahren. Zu den Tieren, die zum Bestand des Grugaparks gehören, gesellen sich zunehmend Wildtiere hinzu. Im Jahr 2015 wurden etwa 200 Wildtiere gezählt. Es ist zu erwarten, dass sich die Anzahl der zuziehenden Gänse auch in diesem Jahr wieder ähnlich entwickeln wird. Die Menge der Tiere führt zu einer starken Verkotung der Parkwiesen, der Mauern und Stege, was zu einer essentiellen Einschränkung ihrer Funktion führte. Eine tägliche Reinigung ist aufgrund der Flächengrößen nicht leistbar.

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Um den Bestand der Gänse zu verringern und der enormen Verkotung der Parkflächen Einhalt zu gebieten, wurden in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Maßnahmen durchgeführt. So wurden strikte Fütterungsverbote der Gänse im Grugapark ausgesprochen, die Gänse von den Besucher- und Veranstaltungsflächen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verscheucht. Das Vertreiben der Gänse wurde außerdem mit Starterklappen, die schreckschuss-ähnliche Geräusche erzeugen, forciert. Leider erbrachten die angewendeten Maßnahmen nicht die erhoffte Wirkung. Die Entnahme von Eiern aus Brutstätten, die häufig als Lösung vorgeschlagen wird, ist auf den Flächen der GGE gesetzlich nicht erlaubt. Diese ist nur im Fall der Gefährdung der Gesundheit oder der Gefährdung des Luftverkehrs zulässig.

Aufgrund massiver Beschwerden von Besucherinnen und Besuchern der Parkanlagen, insbesondere des Grugaparks und des Univiertels, hat sich die GGE in diesem Jahr zu weiteren Maßnahmen entschlossen, um die starke Belastung durch Kanadagänse einzudämmen.

Die Wahl der geeigneten Maßnahmen ist dabei jeweils nach Abstimmung mit verschiedenen Experten, Naturschutzverbänden und weiteren fachkundigen Institutionen abhängig vom jeweiligen Standort getroffen worden, um wirksame und zugleich standortverträgliche Lösungen zu finden.

  • Im Grugapark sollen die Gänse beunruhigt und verscheucht werden, dies ist etwa durch Schreckschuss (genehmigungspflichtig) sowie durch Personen mit angeleinten Hunden, ohne direkten Kontakt zu den Tieren, möglich.
  • In der Jagdzeit (16.7. bis 31.1.) sollen außerhalb der Parköffnungszeiten nur einzelne Tiere von ausgebildeten, besonders erfahrenen Jägern bejagt werden. Es werden, der Situation angemessen, nur Schüsse auf einzelne Tiere abgegeben. Eine Verletzung weiterer Tiere wird ausgeschlossen. Die Genehmigung der Unteren Jagdbehörde wurde beantragt und liegt vor. Die Tiere werden mit dieser Methode von ihrem angestammten Platz verjagt.
  • Da voraussichtlich nicht alle Gänse vergrämt werden können, soll eine für Parkbesucher unattraktivere Ausweichfläche für die Tiere „reserviert“ werden.

Im Univiertel ist eine Bejagung aufgrund der Gefährdung von Personen nicht genehmigungsfähig. Deshalb werden hier folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Reinigung der asphaltierten Flächen an den Wasserbecken dreimal pro Woche,
  • Reinigung der Wasserflächen dreimal pro Woche,
  • Rasenschnitt und Reinigung bewirken Verdrängung durch Unruhe,
  • Umsetzung und Überwachung des strikten Fütterungsverbotes,
  • mittel- und langfristige Umgestaltung von möglichen Nistplätzen in den Wasserflächen.

Für beide Flächen gilt der dringende Hinweis, die Tiere nicht zu füttern. Durch Fütterung werden die Tiere an den Menschen gewöhnt und an den entsprechenden Standort gebunden. Im Grugapark wurden entsprechende Hinweisschilder an den Parkeingängen und an den Wasserflächen aufgestellt. Eine detaillierte Begründung des Verbotes wird auf Anfrage ausgegeben.“

„Pressemitteilung Kanadagänse in Essen
am Beispiel Grugapark und Univiertel

Im Grugapark und insbesondere im Univiertel mahnen deren Besucher und Besucherinnen massiv an, Maßnahmen gegen die starke Belastung durch Kanadagänse zu ergreifen. Über Besucherrückmeldungen und Zuschriften wissen wir, dass es eine große Zustimmung für die geplanten Vergrämungsmaßnahmen gibt. Andererseits gibt es eine sehr emotional geführte Diskussion von Tierschützern zu diesem Thema.

Wie ist die aktuelle Situation im Grugapark?

  • Im Park gibt es zwei Brutpaare mit 2016 etwa neun Jungen.
  • Im Verlauf des Jahres 2015 stieg die Zahl der Kanadagänse im Grugapark zeitweise auf über 200 Wildtiere an, die nicht Bestandteil der Grugapark-Tierhaltung sind.
    Die Folge war eine starke Verkotung der intensiv als Liege- und Spielbereiche und für Veranstaltungen genutzte Parkwiesen sowie wassernaher Wiesen, Mauern und Stege, was zu einer essentiellen Einschränkung ihrer Funktion führte. Eine tägliche Reinigung hätte mit nicht mehr zu leistendem Aufwand mühselig manuell erfolgen müssen und war und ist aufgrund der Flächengrößen nicht leistbar. Es ist zu erwarten, dass sich die Anzahl der zuziehenden Gänse auch in diesem Jahr wieder in ähnlicher Höhe einstellen wird.
  • Die starke Verkotung der Standorte mit hoher Frequentierung stellt ein Ekel-(kein Gesundheits-)Problem für die Bevölkerung dar und führt zu teils heftigen Besucherbeschwerden mit der Aufforderung, regulierend einzugreifen.
    Zu beachten ist, dass beim Grugapark als eintrittspflichtiger Einrichtung die Erwartung besteht, einen sauberen Park vorzufinden.
  • Da das Thema in der Öffentlichkeit ausgesprochen kontrovers diskutiert wird, war es erforderlich, auch externe Experten (Naturschutzinstitutionen, Wissenschaft, Fachberatende Einrichtungen der Kommunen, Betreiber großer Parkanlagen, Sachkundige aus anderen Kommunen etc.) zu konsultieren, um verschiedene fachlich fundierte Meinungen einzuholen. Deutlich wurde, dass es für sinnvolle Gegenmaßnahmen kein „Patentrezept“ gibt. Unter Berücksichtigung der lokalen Situation wurden mögliche Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.

Welche Maßnahmen gelten als wirksam?

  • Fütterung durch den Menschen eindämmen: Die Tiere werden durch Fütterung an Menschen gewöhnt und an Standorte mit Freizeitnutzung gebunden. Deshalb muss das bestehende Fütterungsverbot durchgesetzt werden.
  • Die Bejagung ist eine lokal hoch wirksame Maßnahme der Vergrämung, dagegen kann sie zur Regulierung der Population im Siedlungsbereich nicht eingesetzt werden.

Gesetzliche Grundlagen

  • Die Tierart unterliegt dem Jagdrecht
  • Jagdzeit: 16.7. bis 31.1.
  • Eine Entnahme von Eiern aus Gelegen ist nur unter folgenden Bedingungen gesetzlich erlaubt:
    • Gefährdung der Gesundheit
    • Gefährdung des Luftverkehrs

Da diese Gefährdungen nicht gegeben sind, erlaubt der Gesetzgeber die Entnahme von Eiern auf GGE-Flächen nicht.

  • Eine Umsiedlung der Tiere ist mit dem Bundesnaturschutzgesetz für nichtheimische, gebietsfremde und invasive Arten nicht vereinbar.

Erfahrungen aus anderen Städten/ Ergebnisse von Studien

  • Nur 20 % einer Gänsepopulation sind Brutvögel, der Rest ist „Brutreserve“
  • Entscheidend für die Größe einer Gänsepopulation ist das Angebot an Brutplätzen und Nahrung (bevorzugt kurz gemähtes Gras)
  • Bejagung hat im Nymphenberger Schlosspark nachweisbar keine Ergebnisse gezeigt, je größer(höher) der Abschuss, umso höher die Vermehrungsrate.
  • Jagdstrecke (Zahl der erlegten Tiere in NRW) seit Jahren zunehmend, von 178 in 2001/2 auf 4827 in 2013/14. Trotzdem keine Verminderung der Gänsepopulation
  • Gänsemanagement Duisburg

Welche Maßnahmen wurden vorgeschlagen und sind im Grugapark nicht einsetzbar?

  • Unterlassen des Rasenmähens (Kanadagänse bevorzugen kurzgeschnittenen Rasen): Die großen Wiesen werden durch Kinder zum Spielen genutzt. Parkbesucher möchten sich dort niederlassen. Veranstaltungen finden dort statt. Diese extensive Rasenmahd ist nicht vereinbar mit einem kostenpflichtigen, intensiv genutzten Familienpark.
  • Das Aufstellen von Zäunen, um die Gänse auf bestimmte Zonen zu beschränken, würde die Nutzbarkeit der Flächen als Liege-, Spiel- und Veranstaltungsbereiche unmöglich machen. Die Parkwiesen sind sehr groß. Zäune können von den Gänsen leicht überflogen werden und wären somit völlig wirkungslos.
  • Das Absammeln von Kot ist, wie oben erklärt, aufgrund der großen Menge nicht leistbar.

Umgesetzte Maßnahmen im Grugapark

  • MitarbeiterInnen weisen Besucher auf das Verbot des Fütterns hin, zusätzliche Schilder an den Parkeingängen und an den Wasserflächen wurden aufgestellt. Eine detaillierte Begründung des Verbotes wurde erarbeitet und wird ausgegeben.
  • Das Verscheuchen der Gänse von den Besucher- und Veranstaltungsflächen durch Gruppen von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen, ausgestattet mit Besen u. ä., war erfolglos.
  • Der Versuch des Vergrämens mit Starterklappen (Geräusch analog Schreckschuss) erbrachte keine Wirkung.

Zukünftige zusätzliche Maßnahmen im Grugapark

  • In der Jagdzeit sollen nur einzelne Tiere von ausgebildeten, besonders erfahrenen Jägern bejagt werden. Es werden, der Situation angemessen, nur Schüsse auf einzelne Tiere abgegeben. Eine Verletzung weiterer Tiere wird ausgeschlossen. Natürlich wird sichergestellt, dass sich keine Besucher im Park befinden. Die Genehmigung der Unteren Jagdbehörde wurde beantragt und liegt vor.
  • Beunruhigen und Vergrämen, z.B. durch Schreckschuss (genehmigungspflichtig) sowie durch Personen mit angeleinten Hunden, selbstverständlich ohne direkten Kontakt zu den Tieren, werden danach weiter versucht. Hunde werden von den Tieren nur aufgrund ihrer Anwesenheit als Beunruhigung wahrgenommen.
  • Da voraussichtlich nicht alle Gänse vergrämt werden können, soll eine für Parkbesucher unattraktivere Ausweichfläche für die Tiere „reserviert“ werden.

Maßnahmen im Univiertel

  • Reinigung der asphaltierten Flächen an den Wasserbecken dreimal pro Woche
  • Reinigung der Wasserflächen dreimal pro Woche
    Rasenmahd und Reinigung bewirken Verdrängung durch Unruhe (Bsp. Golfplätze)
  • Fütterungsverbot überwachen: Weiterhin Ansprache von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die die Tiere füttern
  • Mittel- und langfristige Umgestaltung von möglichen Nistplätze in den Wasserflächen

Eine Bejagung ist im Univiertel aufgrund der Gefährdung von Personen nicht genehmigungsfähig. Wenn genannte Maßnahmen nachweisbar fehlschlagen und die Volksgesundheit gefährdet sein sollte, kann für 2017 ein Antrag auf Unfruchtbarmachung durch Grundeigentümer (Stadt Essen) gestellt werden.

Maßnahmen generell in Essen

  1. Reduktion der Gänsepopulation in (be)jagdbaren Bereichen im Stadtgebiet (langfristige Populationsreduzierung als Ziel), im E-Süden auf landwirtschaftlichen Flächen erfolgreich; einschließlich der Vergrämung in weiteren Parkanlagen.
  2. Erprobung und Einsatz eines maschinellen Mähgerätes, das Kot u.a. Verunreinigung durch den Sog des Mähwerkes aufnimmt.
  3. Möglichkeit der Beauftragung einer Studie „Kanadagans“ in Abstimmung mit Jagdbeirat/KJS/ULB“

(stk., u. ü. Pm.)

Orchideenzauber im Grugapark

Gemeinsam mit dem Grugapark präsentiert die bekannte Orchideen-Fachzeitschrift „Orchideenzauber“ am Samstag, 21., und Sonntag, 22. Mai, 10 bis 18 Uhr, die Ausstellung Orchideenzauber im Grugapark im Infocenter der Orangerie – mit Beratung und Verkauf von Pflanzen und Zubehör sowie Schaupflanzung besonders attraktiver epiphytisch und terrestrisch wachsender Arten und Sorten. Der Eintritt in die Ausstellung ist bis auf den Grugapark-Eintritt kostenlos.

Interessante Orchideenausstellungen sind für Pflanzenfreunde immer ein besonderes Erlebnis. Hier kann der Liebhaber dieser weltweit verbreiteten und sehr großen Pflanzenfamilie vieles bewundern, was sein Herz erfreut und gegebenenfalls auch erwerben.

Schon mit dem Namen Orchidee verbindet der Besucher die Assoziation des Herausragenden und ungewöhnlich Schönen, das uns die Natur zu bieten hat. Aufbauend auf den wunderbaren, allerdings inzwischen vielfach gefährdeten Naturvorkommen, haben Gärtner innerhalb eines Jahrhunderts unzählige prachtvolle Züchtungen geschaffen. Orchideen zieren heute viele Zimmerfenster und sind als Zierpflanzen fast nicht mehr wegzudenken.

Die teilnehmenden Orchideengärtner werden zentral im Infocenter der Orangerie einen prächtigen gemeinsamen Schaustand errichten. Zu sehen sein werden unter anderem Schmetterlingsorchideen, Frauenschuhe und Cattleyen sowie viele Pflanzen aus der engen und weiteren Oncidium-Verwandtschaft. Viele dieser Pflanzen sind auch ausgezeichnet für die Pflege am Wohnzimmerfenster geeignet. Selbstverständlich werden auch alle notwendigen Kulturhinweise und wichtige Pflegetipps vermittelt. Mitglieder des Essener Orchideenvereins stehen den Ausstellern dabei sehr hilfreich zur Seite.

So können zu den soeben frisch erworbenen Raritäten auch gleich die nötigen Informationen gesammelt und Ratschläge erhalten werden. Auch an Zubehör fehlt es nicht. Es gibt Literatur zu vom OrchideenZauber-Verlag und von der Firma Grün wird biologische Schädlingsbekämpfung angeboten. Nicht zuletzt gibt es auch Orchideenhybriden und gärtnerische Züchtungen gemäßigter Breiten ebenso wie fleischfressende Pflanzen, die zum Teil sogar in unseren Breiten im Garten überwintern können.

Die Ausstellung ist bis auf den Eintritt in den Grugapark eintrittsfrei.

(ü. Pm.)