18.659 geflüchtete Menschen waren im Mai im Ruhrgebiet arbeitslos

42.880 Flüchtlinge waren im Mai im Ruhrgebiet (ohne Kreis Wesel) als arbeitssuchend registriert, davon 18.659 als arbeitslos. Damit hat das Ruhrgebiet von allen sechs Arbeitsmarktregionen in NRW die meisten Arbeitslosen mit Fluchthintergrund.

Als arbeitssuchend gelten alle Menschen, die eine Beschäftigung suchen, als arbeitslos solche, die darüber hinaus auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie z.B. Sprach- und Berufsbildungskursen teilnehmen. In Gesamt-NRW waren im Mai 54.511 Menschen mit einem Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet. Das waren 7,8 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen.

(ü. Pm., idr)

A52: Ab Mittwoch neue Verkehrsführung Richtung Bochum

Ab Mittwoch, 14. Juni, 5 Uhr wird der Verkehr der A 52 in Richtung Bochum auf der neu hergestellten Fahrbahn geführt. Wie angekündigt ist dann auch die Abfahrt Essen-Rüttenscheid in Richtung Bochum wieder geöffnet.

Die Straßen.NRW Regionalniederlassung Ruhr arbeitet dann im Mittelstreifen an Schutzeinrichtungen, Kanälen und Versorgungsleitungen.

Mit Verkehrsbehinderungen muss gerechnet werden.

Mehr zum Thema: https://www.strassen.nrw.de/projekte/a52/sanierung-zwischen-essen-kettwig-und-essen-ost.html

Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet liegt bei 10,3 Prozent

Für den auslaufenden Monat meldet die Agentur für Arbeit 247.632 Arbeitslose in der Region (ohne Bezirk Wesel). Das entspricht einem Minus von einem Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Zahl der Arbeitslosen um 7.312 Personen oder 2,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank im Mai um 0,2 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent. Im Jahr zuvor lag sie bei 10,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist in allen Regionen NRWs gesunken. Die niedrigste Arbeitslosenzahl weist das Münsterland mit 39.557 auf. NRW-weit liegt sie bei 702.375 Menschen (-9.500 im Vergleich zum Vormonat). Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent und lag damit im Mai um 0,3 Punkte unter der des Vorjahres. Auf dem Ausbildungsmarkt hat sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter geöffnet: Im Mai kamen im Ruhrgebiet auf 100 Bewerber 67 Angebote. Landesweit gab es 81 Ausbildungsangebote je 100 Bewerber.

(ü. Pm., idr)

Jahresbilanz RAG-Stiftung: Stiftungsvermögen auf knapp 17 Milliarden Euro gestiegen

Beim heutigen Bilanz-Gespräch zog sie anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens eine positive Bilanz. Das Stiftungsvermögen ist von sechs Milliarden Euro bei Gründung auf knapp 17 Milliarden Euro gestiegen.

Zum Jahresende 2016 wurden 393 Millionen Euro der Rückstellung für Ewigkeitslasten zugeführt. Damit summiert sich die Rückstellung auf 4,84 Milliarden Euro. Wenn die RAG-Stiftung ab 2019 erstmals für die Ewigkeitsaufgaben aus dem deutschen Steinkohlenbergbau aufkommen wird, rechnet sie hierfür mit jährlichen Ausgaben in Höhe von rund 220 Millionen Euro. Dem stehen perspektivisch doppelt so hohe jährliche Einnahmen gegenüber, so die Stiftung. Seit Aufnahme der Stiftungsarbeit wurde 30 Millionen Euro für Projekte aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur an die Bergbauregionen ausgeschüttet. 2017 liegt das Förderbudget bei 13,5 Millionen Euro. Unter anderem hat die RAG-Stiftung 2016 gemeinsam mit RAG und Evonik sowie in Zusammenarbeit mit der IG BCE die Initiative „Glückauf Zukunft!“ anlässlich des Auslaufens des deutschen Steinkohlenbergbaus ins Leben gerufen. Der Projektkalender wird im Herbst vorgestellt.

(ü. Pm. idr)

2015 starben 3.906 Menschen im Ruhrgebiet an Lungen- und Bronchialkrebs

Das teilt das Statistische Landesamt IT.NRW anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai mit. Die Erkrankung war die dritthäufigste Todesursache nach Herzinsuffizienz und chronischer ischämischer Herzkrankheit. Nur 106 Tote weniger als im Vorjahr.

Während die Todesfälle infolge von Lungen- und Bronchialkrebs im Jahresvergleich sanken, stieg die Zahl der betroffenen Frauen um 35 auf 1.470.

Infos: www.it.nrw.de

Eklat bei Vorstellung des Regionalplans

Erstaunt ist die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) über den Eklat, den die CDU-Fraktion heute bei einer lange geplanten gemeinsamen Sitzung von Planungs-, Wirtschafts- und Umweltausschuss des RVR „geliefert“ hat. Gemeinsam mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Roland Mitschke verließ sie geschlossen die Sitzung, in der es inhaltlich um die Vorstellung des Arbeitsstandes der Verwaltung zum Regionalplan Ruhr ging. Ihre Begründung: Die Verwaltung habe vor der Sitzung keine Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR dazu: „Wir sehen im Vorgehen der CDU-Fraktion eine Machtdemonstration angesichts der erfolgreichen Landtagswahl. Denn die Begründung für den Eklat war mehr als fadenscheinig. Die für sechs Stunden angesetzte gemeinsame Sitzung der drei Ausschüsse war stets als Workshop geplant worden und Roland Mitschke war in seiner Funktion als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses direkt in die Vorbereitung der Sitzung mit einbezogen. Offensichtlich legt die CDU keinen Wert mehr auf eine rasche Verabschiedung des Regionalplans sondern will abwarten, Erstaunt ist die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) über den Eklat, den die CDU-Fraktion heute bei einer lange geplanten gemeinsamen Sitzung von Planungs-, Wirtschafts- und Umweltausschuss des RVR „geliefert“ hat. Gemeinsam mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Roland Mitschke verließ sie geschlossen die Sitzung, in der es inhaltlich um die Vorstellung des Arbeitsstandes der Verwaltung zum Regionalplan Ruhr ging. Ihre Begründung: Die Verwaltung habe vor der Sitzung keine Unterlagen zur Verfügung gestellt.ob die neue schwarz-gelbe Landesregierung Änderungen am Landesentwicklungsplan vornehmen will, die auch Auswirkungen auf die Ausgestaltung des Regionalplans haben.“

Eine solche „Blockade“ oder zeitliche Verschiebung des Regionalplans wäre aus Sicht der Fraktion DIE LINKE im RVR fatal, denn die Kommunen im Ruhrgebiet brauchen den neuen Regionalplan. Er soll Ende des Jahres als Entwurf vorliegen.

Wolfgang Freye weiter: „Für den ersten einheitlichen Regionalplan für das Ruhrgebiet bedarf es einer konstruktiven Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik und von RVR und den Kommunen im Verbandsgebiet. Eine solche Zusammenarbeit ist im Rahmen des Prozesses bisher vorbildlich entwickelt worden, die heutige Veranstaltung war ein Teil dieses Prozesses. Dieses bisherige Vorgehen hat die CDU heute faktisch aufgekündigt. Das ist aus unserer Sicht untragbar und schadet letztlich den Kommunen. Deshalb sollte die CDU-Fraktion im RVR ihr Verhalten revidieren.“

(ü. Pm.)

Qualität der Badegewässer im Ruhrgebiet bleibt sehr gut

Grünes Licht für ungetrübten Wasserspaß: Die Badeseen im Ruhrgebiet haben fast durchgehend eine „ausgezeichnete“ Wasserqualität. Nur das Bettenkamper Meer in Moers wird eine Stufe niedriger mit „gut“ bewertet. Grundlage für die Einstufung des Landes sind die Messungen der Gesundheitsämter, die NRW-weit die Badegewässer an 108 offiziellen Messstellen untersuchen. Für die Badestelle am Essener Baldeneysee liegt noch keine Bewertung vor. Diese wird erst vergeben, wenn in vier aufeinanderfolgenden Jahren eine gleichmäßige Wasserqualität nachgewiesen werden konnte. Alle Informationen zu den EU-Badegewässern in Nordrhein-Westfalen mit aktuellen Messdaten zur Wasserqualität und Wassertemperatur, sowie Informationen zur genauen Lage, stehen im Internet. Infos: www.badegewaesser.nrw.de

(ü. Pm., idr)

Zahl der Scheidungen im Ruhrgebiet sinkt

Die Zahl der Scheidungen im Ruhrgebiet ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. 2016 wurden in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets insgesamt 10.880 Ehen geschieden. Im Vorjahr waren es 11.032.

Im Jahr 2006 endeten 13.420 Ehen vor dem Scheidungsrichter. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor. Landesweit gingen 2016 insgesamt 37.650 Ehen auseinander, das waren 1,7 Prozent weniger als im Jahr 2015. Laut IT.NRW war das die niedrigste Scheidungszahl seit 1992 (damals: 35 727 Scheidungen).

Die meisten Ehen endeten nach sechs Ehejahren (1 921); nach sieben Jahren zogen 1 911 Ehepaare den juristischen Schlussstrich und 1 855 Ehen wurden nach fünf Jahren geschieden. 5 669 Ehepaare ließen sich nach über 25 Jahren und 95 Paare nach 50 oder mehr Ehejahren scheiden.

Mehr als die Hälfte der Scheidungsverfahren (19 532 bzw. 51,9 Prozent) wurde 2016 von den Ehefrauen beantragt; in 15 515 Fällen ging die Initiative vom Mann aus und bei 2 603 Scheidungen wurde der Antrag gemeinsam gestellt. Der Anteil der Frauen, die die Scheidung beantragten, verringerte sich im Vergleich zum Jahr 2006 (damals: 55,4 Prozent) um 3,5 Prozentpunkte. (IT.NRW)

Infos unter www.it.nrw.de

(ǘ. Pm., idr)

Mehr als 30 Millionen Euro Landesmittel fließen in den Straßenbau im Ruhrgebiet

Mit 30,81 Millionen Euro fördert das Land NRW den kommunalen Straßenbau in Städten und Gemeinden des Ruhrgebiets.

Die höchsten Einzelförderungen gehen nach Essen (4,03 Millionen Euro) und nach Witten (3,64 Millionen Euro). In Essen fließt das Geld in den Bau der Entlastungsstraße an der Ausfahrt A 40 Frillendorf, in Witten in den Ausbau der Pferdebachstraße. NRW-weit fördert das Land in diesem Jahr 114 kommunale Straßenbauvorhaben mit rund 127 Millionen Euro. Die Gesamtkosten dieser Projekte belaufen sich auf über 256 Millionen Euro.

(ü. Pm., idr)

Deutlich mehr Mädchen als Jungen machen im Ruhrgebiet das Abitur

55.317 Jugendliche verließen im Sommer 2016 die Schulen in des Ruhrgebiets. Darunter waren 21.523 Abiturienten und knapp 1.000 Schulabgänger mit Fachhochschulreife. 19.761 Mädchen und Jungen erreichten die Fachoberschulreife, weitere 8.419 einen Hauptschulabschluss. Ohne Hauptschulabschluss waren 3.351 Jugendliche. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Wie die Statistikstelle weiter errechnet hat, sind Mädchen beim Abitur mit 54,4 Prozent überrepräsentiert. Bei den Schulabgängern mit und ohne Hauptschulabschluss waren dagegen Jungen mit Anteilen von 59,2 bzw. 60,3 Prozent häufiger vertreten als Mädchen. Der Mädchenanteil an der Gesamtzahl der Schulabgänger lag bei 49,1 Prozent.

Infos: www.it.nrw.de

Kita-Kosten in den Ruhrgebietsstädten sind vergleichsweise moderat

Im Ruhrgebiet müssen Eltern für die Kita-Betreuung nicht so tief in die Tasche greifen wie in vielen anderen Teilen Deutschlands. Eine Analyse des Vergleichsportals Netzsieger.de weist für die vier größten Städte der Region moderate Gebühren aus.

Das Portal hatte die Gebühren für die Betreuung in einer städtischen Kinder-Tageseinrichtung in den 20 größten deutschen Städten untersucht und verglichen. Die Spanne reicht dabei von der kostenlosen Betreuung z.B. in Berlin und Düsseldorf bis zu einer monatlichen Betreuungsgebühr von 115 Euro in Nürnberg. Ein Großteil der Kitaplätze kostet zwischen 20 und 40 Euro pro Monat für ein Kind in einer bis zu siebenstündigen Betreuung pro Tag – vorausgesetzt das Haushaltseinkommen liegt unter 2000 Euro monatlich. In Essen zahlen Eltern laut Analyse 27 Euro, in Dortmund 32,46 Euro, in Duisburg 34 Euro und in Bochum 34,51 Euro. Bei einem höheren Einkommen und einer längeren Betreuungszeit zahlen Eltern in Essen 44 Euro, in Duisburg 45 Euro, in Bochum 45,68 Euro und in Dortmund 51,69 Euro. Die höchsten Gebühren ruft hier Dresden mit 156,43 Euro auf. Infos gibt es unter www.netzsieger.de/ratgeber/der-grosse-kitakosten-index

(ü. Pm., idr)

Konzentration in der NRW-Landwirtschaft schreitet fort

Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 33 688 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 1,44 Millionen Hektar. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 mitteilt, errechnet sich daraus eine Fläche von 42,8 Hektar je Betrieb. Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 hatte die durchschnittliche Nutzfläche je Betrieb noch bei 40,9 Hektar gelegen.

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftliche genutzte Fläche in NRW
Jahr Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche
insgesamt darunter
mit Vieh
in Hektar (ha) in ha je Betrieb
1) Unter Berücksichtigung der unteren Erfassungsgrenzen von 2010 neu berechnete Ergebnisse
19911) 60 912 51 500 1 532 213 25,2
19991) 47 304 38 879 1 474 430 31,2
20031) 44 633 35 318 1 496 453 33,5
20071) 39 276 30 809 1 478 143 37,6
2010 35 750 27 721 1 463 087 40,9
2013 34 303 25 938 1 463 031 42,7
2016 33 688 24 638 1 440 539 42,8

Während sich die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe (mit fünf und mehr Hektar) gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um 5,8 Prozent verringerte, stieg die Zahl der Betriebe mit 100 oder mehr Hektar im selben Zeitraum um 15,9 Prozent auf nunmehr 3 217 Einheiten. Damit zählte 2016 bereits jeder zehnte Betrieb zu dieser Größenklasse (2010: 7,8 Prozent). Die von diesen Betrieben genutzte Fläche hatte mit 496 649 Hektar einen Anteil von 34,5 Prozent (2010: 28,8 Prozent) an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

In 24 638 landwirtschaftlichen Betrieben wurden im März 2016 unter anderem 1,41 Millionen Rinder, 7,26 Millionen Schweine und 11,78 Millionen Hühner gehalten. Im Vergleich zur letzten Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 ist die Zahl der viehhaltenden Betriebe in Nordrhein-Westfalen um 11,1 Prozent zurückgegangen.

Detaillierte Ergebnisse zu Betriebsgrößen und -formen, zur Bodennutzung, zum ökologischen Landbau und zu weiteren Strukturmerkmalen werden – sobald sie vorliegen – von den Statistikern in den kommenden Monaten veröffentlicht. (IT.NRW)