Zahl der Scheidungen im Ruhrgebiet sinkt

Die Zahl der Scheidungen im Ruhrgebiet ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. 2016 wurden in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets insgesamt 10.880 Ehen geschieden. Im Vorjahr waren es 11.032.

Im Jahr 2006 endeten 13.420 Ehen vor dem Scheidungsrichter. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor. Landesweit gingen 2016 insgesamt 37.650 Ehen auseinander, das waren 1,7 Prozent weniger als im Jahr 2015. Laut IT.NRW war das die niedrigste Scheidungszahl seit 1992 (damals: 35 727 Scheidungen).

Die meisten Ehen endeten nach sechs Ehejahren (1 921); nach sieben Jahren zogen 1 911 Ehepaare den juristischen Schlussstrich und 1 855 Ehen wurden nach fünf Jahren geschieden. 5 669 Ehepaare ließen sich nach über 25 Jahren und 95 Paare nach 50 oder mehr Ehejahren scheiden.

Mehr als die Hälfte der Scheidungsverfahren (19 532 bzw. 51,9 Prozent) wurde 2016 von den Ehefrauen beantragt; in 15 515 Fällen ging die Initiative vom Mann aus und bei 2 603 Scheidungen wurde der Antrag gemeinsam gestellt. Der Anteil der Frauen, die die Scheidung beantragten, verringerte sich im Vergleich zum Jahr 2006 (damals: 55,4 Prozent) um 3,5 Prozentpunkte. (IT.NRW)

Infos unter www.it.nrw.de

(ǘ. Pm., idr)

Mehr als 30 Millionen Euro Landesmittel fließen in den Straßenbau im Ruhrgebiet

Mit 30,81 Millionen Euro fördert das Land NRW den kommunalen Straßenbau in Städten und Gemeinden des Ruhrgebiets.

Die höchsten Einzelförderungen gehen nach Essen (4,03 Millionen Euro) und nach Witten (3,64 Millionen Euro). In Essen fließt das Geld in den Bau der Entlastungsstraße an der Ausfahrt A 40 Frillendorf, in Witten in den Ausbau der Pferdebachstraße. NRW-weit fördert das Land in diesem Jahr 114 kommunale Straßenbauvorhaben mit rund 127 Millionen Euro. Die Gesamtkosten dieser Projekte belaufen sich auf über 256 Millionen Euro.

(ü. Pm., idr)

Deutlich mehr Mädchen als Jungen machen im Ruhrgebiet das Abitur

55.317 Jugendliche verließen im Sommer 2016 die Schulen in des Ruhrgebiets. Darunter waren 21.523 Abiturienten und knapp 1.000 Schulabgänger mit Fachhochschulreife. 19.761 Mädchen und Jungen erreichten die Fachoberschulreife, weitere 8.419 einen Hauptschulabschluss. Ohne Hauptschulabschluss waren 3.351 Jugendliche. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Wie die Statistikstelle weiter errechnet hat, sind Mädchen beim Abitur mit 54,4 Prozent überrepräsentiert. Bei den Schulabgängern mit und ohne Hauptschulabschluss waren dagegen Jungen mit Anteilen von 59,2 bzw. 60,3 Prozent häufiger vertreten als Mädchen. Der Mädchenanteil an der Gesamtzahl der Schulabgänger lag bei 49,1 Prozent.

Infos: www.it.nrw.de

Kita-Kosten in den Ruhrgebietsstädten sind vergleichsweise moderat

Im Ruhrgebiet müssen Eltern für die Kita-Betreuung nicht so tief in die Tasche greifen wie in vielen anderen Teilen Deutschlands. Eine Analyse des Vergleichsportals Netzsieger.de weist für die vier größten Städte der Region moderate Gebühren aus.

Das Portal hatte die Gebühren für die Betreuung in einer städtischen Kinder-Tageseinrichtung in den 20 größten deutschen Städten untersucht und verglichen. Die Spanne reicht dabei von der kostenlosen Betreuung z.B. in Berlin und Düsseldorf bis zu einer monatlichen Betreuungsgebühr von 115 Euro in Nürnberg. Ein Großteil der Kitaplätze kostet zwischen 20 und 40 Euro pro Monat für ein Kind in einer bis zu siebenstündigen Betreuung pro Tag – vorausgesetzt das Haushaltseinkommen liegt unter 2000 Euro monatlich. In Essen zahlen Eltern laut Analyse 27 Euro, in Dortmund 32,46 Euro, in Duisburg 34 Euro und in Bochum 34,51 Euro. Bei einem höheren Einkommen und einer längeren Betreuungszeit zahlen Eltern in Essen 44 Euro, in Duisburg 45 Euro, in Bochum 45,68 Euro und in Dortmund 51,69 Euro. Die höchsten Gebühren ruft hier Dresden mit 156,43 Euro auf. Infos gibt es unter www.netzsieger.de/ratgeber/der-grosse-kitakosten-index

(ü. Pm., idr)

Konzentration in der NRW-Landwirtschaft schreitet fort

Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 33 688 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 1,44 Millionen Hektar. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 mitteilt, errechnet sich daraus eine Fläche von 42,8 Hektar je Betrieb. Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 hatte die durchschnittliche Nutzfläche je Betrieb noch bei 40,9 Hektar gelegen.

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftliche genutzte Fläche in NRW
Jahr Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche
insgesamt darunter
mit Vieh
in Hektar (ha) in ha je Betrieb
1) Unter Berücksichtigung der unteren Erfassungsgrenzen von 2010 neu berechnete Ergebnisse
19911) 60 912 51 500 1 532 213 25,2
19991) 47 304 38 879 1 474 430 31,2
20031) 44 633 35 318 1 496 453 33,5
20071) 39 276 30 809 1 478 143 37,6
2010 35 750 27 721 1 463 087 40,9
2013 34 303 25 938 1 463 031 42,7
2016 33 688 24 638 1 440 539 42,8

Während sich die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe (mit fünf und mehr Hektar) gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um 5,8 Prozent verringerte, stieg die Zahl der Betriebe mit 100 oder mehr Hektar im selben Zeitraum um 15,9 Prozent auf nunmehr 3 217 Einheiten. Damit zählte 2016 bereits jeder zehnte Betrieb zu dieser Größenklasse (2010: 7,8 Prozent). Die von diesen Betrieben genutzte Fläche hatte mit 496 649 Hektar einen Anteil von 34,5 Prozent (2010: 28,8 Prozent) an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

In 24 638 landwirtschaftlichen Betrieben wurden im März 2016 unter anderem 1,41 Millionen Rinder, 7,26 Millionen Schweine und 11,78 Millionen Hühner gehalten. Im Vergleich zur letzten Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 ist die Zahl der viehhaltenden Betriebe in Nordrhein-Westfalen um 11,1 Prozent zurückgegangen.

Detaillierte Ergebnisse zu Betriebsgrößen und -formen, zur Bodennutzung, zum ökologischen Landbau und zu weiteren Strukturmerkmalen werden – sobald sie vorliegen – von den Statistikern in den kommenden Monaten veröffentlicht. (IT.NRW)

Radeln nach Zahlen: RVR-Knotenpunktsystem soll Radfahrern im Ruhrgebiet die Orientierung erleichtern

Mit dem Rad quer durchs Ruhrgebiet – dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes wird diese umweltfreundliche Art der Fortbewegung immer komfortabel. Der Regionalverband Ruhr (RVR) will jetzt die Orientierung und Routenplanung nicht nur für auswärtige Radfahrer weiter verbessern – mit einem Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild. Heute (11. April) wurde der erste Wegweiser am Dortmunder U aufgestellt. Das neue System ist eine Erweiterung der bestehenden rot-weißen Radwegeweisung. Mehr als 250 Knotenpunkte sollen künftig an Kreuzungen des Radwegenetzes in der gesamten Metropole stehen und zeigen, wo’s lang geht. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler künftig nicht mehr nur mit Kartenmaterial und an Ortsbezeichnungen orientieren. Es reicht, sich die Nummerierungen der Knotenpunkte zu merken. Die Knotenpunkte werden darüber hinaus mit einem Notrufsystem und mit touristischen Informationen ausgestattet. Im Regelfall steht an jedem Wegweiser eine Orientierungstafel mit Karte des Netzsystems und den Nummerierungen. Realisiert wird das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Der RVR beginnt mit der Ausschilderung im östlichen Ruhrgebiet. Die Mittel kommen von Bund, Land und RVR. Insgesamt werden in die erste Ausbaustufe 180.000 Euro investiert.

(ü. Pm., idr)

Wo sich der Frühling von seiner buntesten Seite zeigt

Jetzt wird’s bunt: Der Frühling zeigt sich derzeit von seiner besten Seite. Wen’s jetzt nicht mehr Zuhause hält, der findet auf dem Internetportal metropoleruhr.de zahlreiche Freizeittipps.

Die Nutzer erhalten einen Überblick über Frühlingsfeste, Märkte, Festivals und Fahrradtouren im ganzen Ruhrgebiet sehenswerte Parks. Top-Tipps für den kommenden Monat sind die Schiffsparade zur Eröffnung der Saison auf dem Rhein-Herne-Kanal und der Ruhrgebietswandertag am 30. April, die beide im Oberhausener Kaisergarten enden.

Infos: www.fruehling.metropoleruhr.de

2015 stiegen Unternehmensumsätze auch im Ruhrgebiet

Herne ist mit 8,2 Prozent einem Plus Spitzenreiter, gefolgt vom Kreis Unna mit 6 Prozent und der Stadt Essen, sowie dem Kreis Recklinghausen mit je 1,1 Prozent Zuwachs: Das geht aus einer Zusammenstellung des Landesamtes IT.NRW über Unternehmenszuwächse hervor.

Die amtliche Statistikstelle des Landes (IT.NRW) hat beim Gesamtumsatz der 668.100 in NRW ansässigen Unternehmen ein Plus um 26,3 Milliarden Euro (+1,9 Prozent) auf rund 1,409 Billionen (1,408 945 069 011) Euro verzeichnet. Das übertrifft nach Angaben der Statistiker das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahr 2014 (1,383 Billionen Euro). Der höchste Umsatz aller Wirtschaftsbereiche wurde auch 2015 im Bereich „Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ erzielt, auf Platz zwei folgte das Verarbeitende Gewerbe. IT.NRW weist darauf hin, dass in der Umsatzsteuerstatistik nur die Angaben von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro berücksichtigt werden. Infos unter www.it.nrw.de

(ü. Pm., idr)

Ruhrgebietsstädte setzen am 25. März mit der Earth Hour ein Zeichen für den Klimaschutz

20 Städte in der Metropole Ruhr setzen ein Zeichen für den Klimaschutz: Am 25. März beteiligen sie sich an der WWF Earth Hour und schalten um 20.30 Uhr eine Stunde lang die Lichter an markanten Bauwerken aus.

So werden u.a. der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Wissenschaftspark Gelsenkirchen, der Gasometer in Oberhausen und die Mülheimer Camera Obscura sowie zahlreiche Kirchen und Rathäuser vorübergehend in Dunkel gehüllt. Die WWF Earth Hour findet zum elften Mal statt. Weltweit nehmen rund 7.000 Städte teil.

(ü. Pm.)

Gelsenkirchen punktet mit Erdmännchen

Dicht umlagert war am vergangenen Wochenende der Gelsenkirchener Stand auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin. Nach dem Start der Messe fürs Fachpublikum Mitte der Woche konnten sich nun am Samstag und Sonntag die normalen Besucherinnen und Besucher über Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet informieren.

„Die Besucher der Messe wollten sehr viel über Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet wissen. Wie das Ruhrgebiet auf dem Wasser oder per Fahrrad zu erkunden ist, wo lang die Route der Industriekultur verläuft, welche Fußball-Stadien im Ruhrgebiet zu besichtigen sind, welche Schlösser es gibt, welche die Freizeitparks und wo die besten Shopping-Möglichkeiten existieren?“, so Michael Rüther, von der städtischen Öffentlichkeitsarbeit, der die Stadt und Region gemeinsam mit seiner Kollegin Iris Jokschat und Vertretern aus Essen, Oberhausen, Duisburg, Dortmund sowie Bochum am Gemeinschaftsstand der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) repräsentierte.

Rüther: „Das Highlight war am Gemeinschaftsstand der RTG zweifelsfrei das Erdmännchen der ZOOM Erlebniswelt. Viele Messe-Besucher konnten über das Erdmännchen davon überzeugt werden, vielleicht doch einmal nach Gelsenkirchen zu kommen“. Die meisten Interessenten kamen naturgemäß aus Berlin, aber auch potenzielle Urlauber aus Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern seien sehr an einem Besuch in Gelsenkirchen interessiert gewesen. So sehr, dass bereits Sonntagmittag Erdmännchen samt Freikarte vergriffen waren. „Berlin war eine Reise wert“, so der Michael Rüther abschließend über den Erfolg des Gelsenkirchener Auftritts.

Titelfoto: Heiß begehrt und dicht umlagert: Michael Rüther auf der ITB mit der Gelsenkirchener Tourismusbroschüre. Foto: Stadt Gelsenkirchen

(ü. Pm.)