Kita-Kosten in den Ruhrgebietsstädten sind vergleichsweise moderat

Im Ruhrgebiet müssen Eltern für die Kita-Betreuung nicht so tief in die Tasche greifen wie in vielen anderen Teilen Deutschlands. Eine Analyse des Vergleichsportals Netzsieger.de weist für die vier größten Städte der Region moderate Gebühren aus.

Das Portal hatte die Gebühren für die Betreuung in einer städtischen Kinder-Tageseinrichtung in den 20 größten deutschen Städten untersucht und verglichen. Die Spanne reicht dabei von der kostenlosen Betreuung z.B. in Berlin und Düsseldorf bis zu einer monatlichen Betreuungsgebühr von 115 Euro in Nürnberg. Ein Großteil der Kitaplätze kostet zwischen 20 und 40 Euro pro Monat für ein Kind in einer bis zu siebenstündigen Betreuung pro Tag – vorausgesetzt das Haushaltseinkommen liegt unter 2000 Euro monatlich. In Essen zahlen Eltern laut Analyse 27 Euro, in Dortmund 32,46 Euro, in Duisburg 34 Euro und in Bochum 34,51 Euro. Bei einem höheren Einkommen und einer längeren Betreuungszeit zahlen Eltern in Essen 44 Euro, in Duisburg 45 Euro, in Bochum 45,68 Euro und in Dortmund 51,69 Euro. Die höchsten Gebühren ruft hier Dresden mit 156,43 Euro auf. Infos gibt es unter www.netzsieger.de/ratgeber/der-grosse-kitakosten-index

(ü. Pm., idr)

Konzentration in der NRW-Landwirtschaft schreitet fort

Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 33 688 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 1,44 Millionen Hektar. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 mitteilt, errechnet sich daraus eine Fläche von 42,8 Hektar je Betrieb. Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 hatte die durchschnittliche Nutzfläche je Betrieb noch bei 40,9 Hektar gelegen.

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftliche genutzte Fläche in NRW
Jahr Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche
insgesamt darunter
mit Vieh
in Hektar (ha) in ha je Betrieb
1) Unter Berücksichtigung der unteren Erfassungsgrenzen von 2010 neu berechnete Ergebnisse
19911) 60 912 51 500 1 532 213 25,2
19991) 47 304 38 879 1 474 430 31,2
20031) 44 633 35 318 1 496 453 33,5
20071) 39 276 30 809 1 478 143 37,6
2010 35 750 27 721 1 463 087 40,9
2013 34 303 25 938 1 463 031 42,7
2016 33 688 24 638 1 440 539 42,8

Während sich die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe (mit fünf und mehr Hektar) gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um 5,8 Prozent verringerte, stieg die Zahl der Betriebe mit 100 oder mehr Hektar im selben Zeitraum um 15,9 Prozent auf nunmehr 3 217 Einheiten. Damit zählte 2016 bereits jeder zehnte Betrieb zu dieser Größenklasse (2010: 7,8 Prozent). Die von diesen Betrieben genutzte Fläche hatte mit 496 649 Hektar einen Anteil von 34,5 Prozent (2010: 28,8 Prozent) an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

In 24 638 landwirtschaftlichen Betrieben wurden im März 2016 unter anderem 1,41 Millionen Rinder, 7,26 Millionen Schweine und 11,78 Millionen Hühner gehalten. Im Vergleich zur letzten Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 ist die Zahl der viehhaltenden Betriebe in Nordrhein-Westfalen um 11,1 Prozent zurückgegangen.

Detaillierte Ergebnisse zu Betriebsgrößen und -formen, zur Bodennutzung, zum ökologischen Landbau und zu weiteren Strukturmerkmalen werden – sobald sie vorliegen – von den Statistikern in den kommenden Monaten veröffentlicht. (IT.NRW)

Radeln nach Zahlen: RVR-Knotenpunktsystem soll Radfahrern im Ruhrgebiet die Orientierung erleichtern

Mit dem Rad quer durchs Ruhrgebiet – dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes wird diese umweltfreundliche Art der Fortbewegung immer komfortabel. Der Regionalverband Ruhr (RVR) will jetzt die Orientierung und Routenplanung nicht nur für auswärtige Radfahrer weiter verbessern – mit einem Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild. Heute (11. April) wurde der erste Wegweiser am Dortmunder U aufgestellt. Das neue System ist eine Erweiterung der bestehenden rot-weißen Radwegeweisung. Mehr als 250 Knotenpunkte sollen künftig an Kreuzungen des Radwegenetzes in der gesamten Metropole stehen und zeigen, wo’s lang geht. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler künftig nicht mehr nur mit Kartenmaterial und an Ortsbezeichnungen orientieren. Es reicht, sich die Nummerierungen der Knotenpunkte zu merken. Die Knotenpunkte werden darüber hinaus mit einem Notrufsystem und mit touristischen Informationen ausgestattet. Im Regelfall steht an jedem Wegweiser eine Orientierungstafel mit Karte des Netzsystems und den Nummerierungen. Realisiert wird das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Der RVR beginnt mit der Ausschilderung im östlichen Ruhrgebiet. Die Mittel kommen von Bund, Land und RVR. Insgesamt werden in die erste Ausbaustufe 180.000 Euro investiert.

(ü. Pm., idr)

Wo sich der Frühling von seiner buntesten Seite zeigt

Jetzt wird’s bunt: Der Frühling zeigt sich derzeit von seiner besten Seite. Wen’s jetzt nicht mehr Zuhause hält, der findet auf dem Internetportal metropoleruhr.de zahlreiche Freizeittipps.

Die Nutzer erhalten einen Überblick über Frühlingsfeste, Märkte, Festivals und Fahrradtouren im ganzen Ruhrgebiet sehenswerte Parks. Top-Tipps für den kommenden Monat sind die Schiffsparade zur Eröffnung der Saison auf dem Rhein-Herne-Kanal und der Ruhrgebietswandertag am 30. April, die beide im Oberhausener Kaisergarten enden.

Infos: www.fruehling.metropoleruhr.de

2015 stiegen Unternehmensumsätze auch im Ruhrgebiet

Herne ist mit 8,2 Prozent einem Plus Spitzenreiter, gefolgt vom Kreis Unna mit 6 Prozent und der Stadt Essen, sowie dem Kreis Recklinghausen mit je 1,1 Prozent Zuwachs: Das geht aus einer Zusammenstellung des Landesamtes IT.NRW über Unternehmenszuwächse hervor.

Die amtliche Statistikstelle des Landes (IT.NRW) hat beim Gesamtumsatz der 668.100 in NRW ansässigen Unternehmen ein Plus um 26,3 Milliarden Euro (+1,9 Prozent) auf rund 1,409 Billionen (1,408 945 069 011) Euro verzeichnet. Das übertrifft nach Angaben der Statistiker das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahr 2014 (1,383 Billionen Euro). Der höchste Umsatz aller Wirtschaftsbereiche wurde auch 2015 im Bereich „Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ erzielt, auf Platz zwei folgte das Verarbeitende Gewerbe. IT.NRW weist darauf hin, dass in der Umsatzsteuerstatistik nur die Angaben von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro berücksichtigt werden. Infos unter www.it.nrw.de

(ü. Pm., idr)

Ruhrgebietsstädte setzen am 25. März mit der Earth Hour ein Zeichen für den Klimaschutz

20 Städte in der Metropole Ruhr setzen ein Zeichen für den Klimaschutz: Am 25. März beteiligen sie sich an der WWF Earth Hour und schalten um 20.30 Uhr eine Stunde lang die Lichter an markanten Bauwerken aus.

So werden u.a. der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Wissenschaftspark Gelsenkirchen, der Gasometer in Oberhausen und die Mülheimer Camera Obscura sowie zahlreiche Kirchen und Rathäuser vorübergehend in Dunkel gehüllt. Die WWF Earth Hour findet zum elften Mal statt. Weltweit nehmen rund 7.000 Städte teil.

(ü. Pm.)

Gelsenkirchen punktet mit Erdmännchen

Dicht umlagert war am vergangenen Wochenende der Gelsenkirchener Stand auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin. Nach dem Start der Messe fürs Fachpublikum Mitte der Woche konnten sich nun am Samstag und Sonntag die normalen Besucherinnen und Besucher über Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet informieren.

„Die Besucher der Messe wollten sehr viel über Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet wissen. Wie das Ruhrgebiet auf dem Wasser oder per Fahrrad zu erkunden ist, wo lang die Route der Industriekultur verläuft, welche Fußball-Stadien im Ruhrgebiet zu besichtigen sind, welche Schlösser es gibt, welche die Freizeitparks und wo die besten Shopping-Möglichkeiten existieren?“, so Michael Rüther, von der städtischen Öffentlichkeitsarbeit, der die Stadt und Region gemeinsam mit seiner Kollegin Iris Jokschat und Vertretern aus Essen, Oberhausen, Duisburg, Dortmund sowie Bochum am Gemeinschaftsstand der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) repräsentierte.

Rüther: „Das Highlight war am Gemeinschaftsstand der RTG zweifelsfrei das Erdmännchen der ZOOM Erlebniswelt. Viele Messe-Besucher konnten über das Erdmännchen davon überzeugt werden, vielleicht doch einmal nach Gelsenkirchen zu kommen“. Die meisten Interessenten kamen naturgemäß aus Berlin, aber auch potenzielle Urlauber aus Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern seien sehr an einem Besuch in Gelsenkirchen interessiert gewesen. So sehr, dass bereits Sonntagmittag Erdmännchen samt Freikarte vergriffen waren. „Berlin war eine Reise wert“, so der Michael Rüther abschließend über den Erfolg des Gelsenkirchener Auftritts.

Titelfoto: Heiß begehrt und dicht umlagert: Michael Rüther auf der ITB mit der Gelsenkirchener Tourismusbroschüre. Foto: Stadt Gelsenkirchen

(ü. Pm.)

Rhein-Ruhr-Express wird ausgebaut

Heute erfolgte der feierliche Auftakt für den Ausbau der Schieneninfrastruktur für den Rhein-Ruhr-Express zwischen Köln und Dortmund. Unter Beteiligung der politischen Vertreter wurde der Startschuss für das bedeutendste Infrastrukturprojekt im Personenverkehr in NRW gegeben. Damit ist allerdings für die Bauphase mit viel Belastung längs der Strecken zu rechnen.

Der Rhein-Ruhr-Express verbindet Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen miteinander. Mit dem Ausbau der Infrastruktur gerade zwischen den Metropolen der wachsenden Rhein-Ruhr-Region soll der RRX für einen Quantensprung in punkto Pünktlichkeit, Qualität und Komfort sorgen. Dazu werden auf der 106 Kilometer langen Strecke zwischen Köln-Mülheim und Dortmund 84 Kilometer Gleise neu- oder umgebaut, die Strecke mit zusätzlichen 70 Weichen ausgestattet und mehr Überholmöglichkeiten geschaffen. Acht Bahnhöfe werden auf dem Kernkorridor modernisiert, elf Brücken neugebaut und 26 Brücken verbreitert. Diese Herkulesaufgabe stemmen alle Beteiligten bei laufendem Betrieb auf einer der am dichtesten befahrenen Strecken in NRW und einer engen, innerstädtischen Bebauung. Nach dem Ausbau der Infrastruktur wird auf dem derzeit hoch ausgelasteten Kernkorridor künftig ein Viertelstundetakt im Regionalverkehr möglich sein und damit für eine moderne, zukunftsorientierte Mobilität zwischen Rhein und Ruhr sorgen. In Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland pendeln rund die Hälfte der Erwerbstätigen zwischen Wohn- und Arbeitsort. 2,4 Millionen Menschen fahren in NRW täglich mit den Bahnen.

(stk., u. ü. Pm., Foto: Bahn)

Pendler müssen sich in den kommenden Jahren auf zahlreiche Großbaustellen auf den Autobahnen einstellen

Auf 81 große Autobahnbaustellen müssen sich Autofahrer in den kommenden zwei Jahren im Ruhrgebiet und in Westfalen einstellen. Die wichtigsten Projekte stellte heute der Landesbetrieb Straßenbau NRW bei seiner 3. Regionalen Baustellenkonferenz in Bochum vor.

Zu den größten Maßnahmen zählt die Fortsetzung des sechsstreifigen Ausbaus der A43; noch im Frühjahr fällt der Startschuss für den Ausbau des Autobahnkreuzes Herne. Auf der A52 werden die laufenden Sanierungsarbeiten fortgeführt. Der Abschnitt zwischen Essen-Kettwig und Essen-Rüttenscheid soll im dritten Quartal beendet werden. Danach geht es weiter mit der Teilstrecke zwischen Essen-Rüttenscheid und dem Dreieck Essen-Ost. Dort laufen die Arbeiten voraussichtlich bis zum zweiten Quartal 2020. Auf der A40 sorgen Brückenarbeiten für Engpässe: Die Raffelbergbrücke in der Nähe des Kreuzes Kaiserberg wird noch bis Ende nächsten Jahres saniert. Die nahe gelegene Brücke „Ruhrschifffahrtskanal“ soll im dritten Quartal angegangen werden. Nach wie vor stehen immer wieder Reparaturarbeiten an der Rheinbrücke Neuenkamp auf der A40 bei Duisburg an. Im Verlauf der A42 wird ab der zweiten Jahreshälfte die Komplettsanierung inklusive Arbeiten am Lärmschutz im Bereich des Kreuzes Essen-Nord bis Gelsenkirchen-Zentrum starten und bis Ende 2020 dauern. Die erste Hälfte der neuen Lennetalbrücke im Verlauf der A45 bei Hagen ist fertig und kann im März erstmals Verkehr aufnehmen. Und auf der A42 dauern die Sanierungsarbeiten zwischen der Rheinbrücke Baerl und dem Autobahnkreuz Duisburg-Nord noch bis Ende 2018. Infos: www.strassen.nrw.de/projekte/baustellenplanung.html

(ü. Pm., idr)

Zahl der Insolvenzen im Ruhrgebiet ist weiter rückläufig

Der seit Jahren rückläufige Trend bei Insolvenzen hat sich im vergangenen Jahr fortgesetzt: 2016 wurden bei den Amtsgerichten in der Metropole Ruhr 9.571 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt – 530 weniger als im Jahr zuvor.

Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 2,8 Milliarden Euro. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank von 2.222 auf 1.879. 12.025 Beschäftigte waren von den Pleiten betroffen, die Forderungen beliefen sich auf 2,3 Milliarden Euro. Auch meldeten im vergangenen Jahr 400 Menschen weniger eine Privatinsolvenz an als 2015. Die 6.476 privaten Schuldner hatten angemeldete Forderungen in Höhe von 322,6 Millionen Euro. Die übrigen Insolvenzfälle betrafen Nachlässe, Gesamtgut, natürliche Personen als Gesellschafter sowie ehemals selbstständig tätige Personen.

Weitere Infos: www.it.nrw.de

(ü. Pm., idr)