Bedřich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ als erste Premiere dieser Spielzeit im Aalto-Musiktheaters.

Bedřich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ steht als erste Premiere dieser Spielzeit auf dem Programm des Aalto-Musiktheaters. Bereits am Sonntag, 8. Oktober 2017, um 11 Uhr lädt die Aalto-Dramaturgin Svenja Gottsmann zur Einführungsmatinee ein. Der informative und unterhaltsame Vormittag gibt wie immer nicht nur Einblicke in die Inszenierung, sondern weckt auch in musikalischer Hinsicht die Vorfreude auf die anstehende Produktion. Gäste auf der Bühne des Aalto-Theaters sind Generalmusikdirektor Tomáš Netopil, die beiden Regisseure Martin Kukučka und Lukáš Trpišovský sowie aus dem Ensemble Jessica Muirhead (Marie) Dmitry Ivanchey (Wenzel).

Bedřich Smetana zeichnet in seiner Oper den von Habgier und Egoismus geprägten Mikrokosmos einer Dorfgemeinschaft und würzt diesen mit pulsierender Lebendigkeit und einer gehörigen Prise Ironie. Worum geht es: Marie ist eine verkaufte Braut – und das gleich im doppelten Sinne. Um seine Schulden zu tilgen, verspricht ihr Vater sie Wenzel, dem Sohn des Gutsbesitzers Tobias Micha, zur Frau. Doch Marie ist bereits unsterblich in den geheimnisvollen Fremden Hans verliebt, von dem sie nur seinen Vornamen kennt. Und der treibt sein eigenes Spiel. Auf Vorschlag des Heiratsvermittlers Kezal verkauft er „seine Braut“ für eine ansehnliche Summe und stellt dabei eine Bedingung: Marie dürfe nur den Sohn des Micha heiraten. Als die Braut selbst von dem Handel erfährt, ist sie fassungslos über einen solchen Vertrauensbruch. Doch schon bald muss sie erfahren, wie eng Hoffnung, Enttäuschung und Glück beieinander liegen … Was auf den ersten Blick wie eine Komödie erscheint, entwickelt sich zum Albtraum Maries, aus deren Sicht die Handlung in der Regie von SKUTR erzählt wird.

 Der Eintritt ist frei.

Die Premiere findet am Samstag, 14. Oktober 2017, um 19:00 Uhr im Aalto-Theater statt.

Titelfoto: Die Sopranistin Jessica Muirhead, die in der Titelpartie der Marie zu erleben sein wird (Foto: Nanc Price).

EVAG und Theater und Philharmonie Essen ermöglichen Fortsetzung des ÖPNV-Services für TUP-Besucher

Gute Neuigkeiten für alle Theater- und Konzertgänger, die die Veranstaltungen der Theater und Philharmonie Essen (TUP) mit Bussen und Bahnen besuchen: Auch in der kommenden Spielzeit können sie ihre Abo-Ausweise oder die im Vorverkauf erworbenen Eintrittskarten am jeweiligen Vorstellungstag für die freie Hin- und Rückfahrt mit den VRR-Verkehrsmitteln (2. Klasse) im VRR-Raum nutzen.

Eigentlich sollte dieser Service aufgrund der angespannten Finanzlage der TUP zur nächsten Saison eingestellt werden, dank intensiver Verhandlungen zwischen TUP-Geschäftsführung und der Essener Verkehrs-AG (EVAG) konnte nun jedoch eine Vereinbarung geschlossen werden, die die Fortführung dieses Angebotes bis 2020 gewährleistet.

„Auch wenn die von uns zu erbringenden Mittel nicht unerheblich sind, ist dies ein gutes Signal, speziell im Grüne Hauptstadt-Jahr“, betont TUP-Geschäftsführer Berger Bergmann. Und EVAG-Vorstand Michael Feller ergänzt: „Ich freue mich aufrichtig – auch im Namen aller Kulturfreunde –, dass wir die TUP weiterhin in der Kombiticketfamilie haben.“

Theater- und Konzertbegeisterte, die sich bereits Eintrittskarten ohne Aufdruck „Freie Hin- und Rückfahrt mit den VRR-Verkehrsmitteln (2. Klasse) im VRR-Raum.“ für TUP-Veranstaltungen in der nächsten Spielzeit gekauft haben, können diese dennoch am jeweiligen Vorstellungstag als Fahrscheine nutzen. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, diese Karten kostenfrei an den TUP-Vorverkaufsstellen gegen Tickets mit ÖPNV-Aufdruck umzutauschen.

Große Aalto-Show mit Höhepunkten aus Oper und Konzert

Zum Ende der Spielzeit fahren das Aalto-Theater und die Essener Philharmoniker noch einmal richtig groß auf: In der verrückt-unterhaltsamen Bühnenshow „Fantasia-Aalto“ darf man sich auf viele Höhepunkte aus der fantasievollen Welt von Oper und Konzert freuen.

Junge und erwachsene Besucher können sich am Sonntag, 25. Juni 2017, um 18 Uhr im Aalto-Theater von der berühmten Wolfsschluchtszene aus Carl Maria von Weber Oper „Der Freischütz“ mitreißen lassen, in Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ hineinhören oder die zauberhaften Klänge des Schneeflockenwalzers aus Pjotr Tschaikowskis „Nussknacker“ genießen. In Szene gesetzt von Licht- und Bühneneffekten, stehen das wunderschöne „Lied an den Mond“ aus Antonín Dvořáks „Rusalka“ ebenso auf dem Programm wie Auszüge aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ und Edvard Griegs Orchesterstück „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Peer-Gynt-Suite. Das alles wird präsentiert von den hervorragenden Sängerinnen und Sängern des Aalto-Musiktheaters: Christina Clark, Elbenita Kajtazi, Rainer Maria Röhr, Marion Thienel, Michael Haag, Francisca Devos und Marie-Helen-Joël, die auch als Moderatorin durch den rund einstündigen Abend führen wird. Außerdem wirkt der Aalto Kinderchor mit. Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung von Robert Jindra. Beste musikalische Unterhaltung also für die ganze Familie!

Karten (Preis: € 10,00 – 15,00; ermäßigt € 7,00 – 10,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

Fotos:

  • Elbenita Kajtazi (Sopran) (Foto: Saad Hamza)
  • Marie-Helen Joël, Mezzosopranistin und Moderatorin (Foto: Saad Hamza)

 

 

Workshop-Tag „JOTA Spezial“ am Aalto-Theater

Freie Plätze gibt es noch für den Workshop-Tag „JOTA Spezial“ am kommenden Sonntag, 25. Juni 2017, um 12 Uhr im Aalto-Theater. Jugendliche ab 10 Jahren haben hier die Möglichkeit, einen Blick in den spannenden Theaterbetrieb zu werfen.

Von der Rüstmeisterei bis zur Kostümabteilung, vom Gesang bis zum Tanz – hier darf nicht nur zugeschaut, sondern selbst kreativ gearbeitet werden. Das vielfältige Angebot steht diesmal unter dem Motto „Fantasy-Figuren der Opernwelt“. Damit nimmt JOTA (Junger Opern Treff Aalto) das Thema des um 18 Uhr beginnenden Familienkonzertes „Fantasia-Aalto“ auf, das von den Teilnehmern anschließend besucht werden kann (Karten für dieses Konzert sind auch separat erhältlich).

Für folgende Workshops kann man sich noch anmelden: Mystische Gesänge (Gesang), Hexentanz (Tanz), Gemalte Hirngespinste (Malerei), Skurriler Kopfschutz (Rüstmeisterei), Bis(s) zum Ende des Akts (Dramaturgie), Luftschlösser verkaufen (Regie), Fantasia-Reportage (Presse).

 Tickets und Anmeldung für die Workshops unter T 02 01 81 22-200.

Preise: Workshop-Teilnahme € 6,60.

Kombiticket für Workshops und Konzertbesuch „Fantasia-Aalto“ € 16,60.

Foto: Saad Hamza

(ü. Pm.)

KlassikLounge der Essener Philharmoniker erstmals im Aalto-Theater

Ein Novum erlebt die KlassikLounge der Essener Philharmoniker im letzten Konzert der Reihe in dieser Spielzeit: Am Montag, 12. Juni 2017, um 19:30 Uhr geht es erstmals ins Aalto-Theater.

Im Foyer sorgen Ava Polheim, Violinistin des Orchesters, sowie Kontrabassist Santiago Cavanagh für ein sommerliches Finale der KlassikLounge-Konzerte 2016/2017. Und DJ Haptik (alias Pablo Giuggioloni vom Grillo-Theater) garniert den Auftritt der beiden Musiker mit faszinierenden elektronischen Klängen. Am Ende besteht wie immer die Möglichkeit zum lockeren Austausch mit den Musikern.

Die Reihe „KlassikLounge“ startete im Sommer 2015 und kam von Anfang an beim Publikum hervorragend an. Klassische Musik mal anders genießen, in entspannter, lockerer Atmosphäre außerhalb des Konzertsaals – unter dieser Prämisse steht das ungewöhnliche Format. Dabei hat jeder Abend ein eigenes Motto. Die KlassikLounge findet viermal pro Spielzeit statt.

Die Termine der kommenden Spielzeit: 9.10., 4.12.2017; 12.3., 11.6. 2018, jeweils im Grillo-Theater.

Der Eintritt ist frei. Zählkarten an der Abendkasse.

Titelfoto: die Violinistin Ava Polheim (Foto: Saad Hamza).

(ü. Pm.)

 

Donizettis Oper „Der Liebestrank“ kehrt ins Aalto-Theater zurück

Als Gaetano Donizetti im Alter von 34 Jahren seinen „Liebestrank“ komponierte, war er bereits ein Routinier – 36 Opern hatte er bis dahin vollendet. „L’elisir d’amore“, so der Originaltitel, gehört bis heute zu seinen berühmtesten Werken. Am Samstag, 6. Mai 2017, um 19 Uhr feiert die Oper ihre Wiederaufnahme am Aalto-Theater.

Zwei weitere Vorstellungen folgen am 12. und 21. Mai. Unter der musikalischen Leitung von Francesco Lanzilotta sind in den beiden Hauptrollen mit Elbenita Kajtazi (Adina) und Dmitry Ivanchey (Nemorino) zwei junge Solisten zu erleben, die erst seit dieser Spielzeit zum Ensemble des Aalto-Musiktheaters gehören. Außerdem wirken Ivan Thirion (Belcore), Baurzhan Anderzhanov (Dulcamara) und Christina Clark (Gianetta) mit. Die Inszenierung stammt von Andreas Baesler. Schon die Uraufführung des „Liebestranks“ 1832 war ein riesiger Erfolg, die zeitgenössische Kritik war begeistert: „Alles ist herrlich, ganz herrlich, und alles erhielt viel Beifall. Es fällt schwer zu sagen, welches Stück am schönsten ist. Die Schattierungen von buffo bis serio lassen sich in überraschenden Abstufungen beobachten, und das Gefühlsmäßige wird mit der musikalischen Leidenschaft behandelt, für die der Komponist berühmt ist.“ Das gilt bis heute, nur dass die Nachwelt sich dann doch für die Tenor-Romanze „Una furtiva lagrima“ als „schönstes Stück“ entschieden hat.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Szenenfoto aus der gestrigen Probe mit Elbenita Kajtazi als Adina und Dmitry Ivanchey als Nemorino (Foto: Saad Hamza).

 

Richard Straussʼ „Elektra“ kehrt für zwei Vorstellungen im Aalto zurück

Mit Richard Straussʼ einaktiger Tragödie „Elektra“ nimmt das Aalto-Musiktheater ein zentrales Werk des deutschen Opernrepertoires am Sonntag, 30. April 2017, um 18 Uhr wieder auf den Spielplan. Eine weitere Vorstellung folgt am 25. Mai (die für den 5. Juni geplante Vorstellung muss leider entfallen).

Regie führt David Bösch, der viele Jahre mit seinen Inszenierungen am Schauspiel Essen für Aufmerksamkeit sorgte, sich aber auch immer wieder der Oper gewidmet hat (etwa Donizettis „Liebestrank“ an der Bayerischen Staatsoper). Bösch rückt die post-traumatischen Störungen Elektras und ihrer Geschwister als Folge des fatalen Vatermords ins Zentrum. Die Optik dieser Produktion (Bühne: Patrick Bannwart, Maria Wolgast) verräumlicht das archaische Prinzip der Blutrache und zeigt drastisch konkret, was die alpträumende Mutter Klytämnestra zu verantworten hat. In der Titelpartie der Elektra ist Rebecca Teem zu erleben, die auch in den Premierenvorstellungen in der vergangenen Spielzeit glänzen konnte. Darüber hinaus konnte sich die Sopranistin am Aalto-Theater bereits als Brünnhilde in Wagners „Walküre“ und „Götterdämmerung“ sowie kürzlich auch in „Tristan und Isolde“ in Szene setzen. Die Sopranistin Anna Gabler, bislang mit Auftritten unter anderem bei den Salzburger Festspielen als Eva in Wagners „Meistersingern“, übernimmt die Partie der Chrysothemis. Ulrike Schneider, Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel, ist als Klytämnestra zu erleben. Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung ihres Chefdirigenten Tomáš Netopil.

Die 1909 in Dresden uraufgeführte Oper „Elektra“ markiert die erste Zusammenarbeit zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Das Werk verlangt mit 111 Musikern ein noch opulenteres Orchester als „Salome“. Die Klangfarben sind außerdem härter, dissonanter und expressiver.

Karten (€ 11,00 – 49,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de

Titelfoto: Matthias Jung

(ü. Pm.)

 

Philharmonie-Abend „Vibrations“ kombiniert Orgelmusik und Tanz

Wenn eine „Königin“ einlädt, dann darf man von einer erlesenen Gästeliste ausgehen. Das gilt ganz besonders für den nächsten Abend in der Orgel-Reihe der Philharmonie Essen: Unter dem Titel „Vibrations“ erwartet das Publikum am Freitag, 12. Mai 2017, um 20 Uhr eine inspirierende Kombination aus Orgelmusik und Tanz.

Zu Gast ist die Compagnie des Aalto Ballett Essen. Die beiden jungen Choreografen und Compagnie-Mitglieder Armen Hakobyan und Denis Untila bringen gemeinsam mit Roland Maria Stangier an der Kuhn-Orgel Bühne und Publikum im Alfried Krupp Saal zum Schwingen und – wie der Titel des Abends verspricht – Vibrieren. Exklusiv für dieses außergewöhnliche Gemeinschaftsprojekt der beiden Sparten der Theater und Philharmonie Essen entstehen zwei spannende Balletturaufführungen.

In seinem Stück „Frequencies“ beschäftigt sich Armen Hakobyan mit den Wellenlängen, die alle zwischenmenschlichen Beziehungen ausmachen. Unsere Begegnungen mit Freunden, Familie, Partnern oder gar Seelenverwandten funktionieren nur, wenn die richtigen „Schwingungen“ gegeben sind. Mit manchen Menschen stimmt die Chemie auf Anhieb, mit anderen wird jegliche Form der Kommunikation zum Spießrutenlauf. Wohin kann es führen, wenn man sich gezwungen sieht, seinen eigenen Puls auf den der anderen abzustimmen? Gibt es eine Frequenz, die uns die Gesellschaft als „normal“ vorgibt? Wer tanzt als erster aus der Reihe? Sie scheinen nur schwer greifbar zu sein, diese Schwingungen, die unseren Alltag prägen. Was nicht gesagt, sondern nur gefühlt werden kann, davon erzählt Hakobyans Choreografie.

Denis Untila lässt in seinem Ballett die Besucher einer Party kurz nacheinander auf unterschiedliche Weisen ums Leben kommen. Wie gestaltet sich der Moment des Sterbens – und wie fühlt sich der Augenblick danach an? Frei nach Woody Allens Bonmot „Ich habe keine Angst vor dem Sterben, ich möchte nur nicht dabei sein, wenn‘s passiert“ werden verschiedene Todesarten durchgespielt: dramatisch, grotesk, tragisch oder auch augenzwinkernd.

Es war ein großer Wunsch von Orgelkustos Roland Maria Stangier, sein Instrument einmal mit Tanz in Verbindung treten zu lassen, und er lässt es sich nicht nehmen, die Choreografien live zu begleiten. Dabei stehen Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Alexandre Guilmant und Marcel Dupré auf dem Programm, ergänzt durch Orgelimprovisationen sowie eingespielte Stücke von Max Richter und Philip Glass. Tim Waclawek und Armen Hakobyan zeichnen für das Bühnenbild verantwortlich, die Kostüme werden von Ulrich Lott, Kostümdirektor des Aalto-Theaters, gestaltet.

Karten (Einheitspreis: € 21,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und  www.philharmonie-essen.de.

Fotos:

  • Szenenfoto aus „Passacaglia“ (Choreografie von Denis Untila & Michelle Yamamoto, präsentiert bei „PTAH III“ 2014) (Foto: Mario Perricone)
  • Szenenfoto aus „Embodiment“ (Choreografie von Armen Hakobyan, präsentiert bei „PTAH III“) (Foto: Mario Perricone)
  • Porträt Roland Maria Stangier (Foto: Sven Lorenz)

Lieder von Bach bis Mahler bei Aalto-Reihe „mehrmusik“ – Aalto-Mezzosopranistin Bettina Ranch singt

Am Aalto-Theater glänzte sie als Adalgisa in „Norma“ oder als Maddalena in „Rigoletto“ – jetzt kann das Publikum die Mezzosopranistin Bettina Ranch von einer ganz anderen Seite kennenlernen: In der Reihe „mehrmusik“ ist sie am Montag, 3. April 2017, um 19:30 Uhr im Café Central International im Grillo-Theater zu Gast.

Gemeinsam mit der Aalto-Pianistin Juriko Akimoto und dem Oboisten René Eljabi gestaltet Bettina Ranch, die seit dieser Spielzeit dem Ensemble des Aalto-Musiktheaters angehört, einen facettenreichen Abend unter dem Titel „(Un)glaublich“. Lieder von Gustav Mahler bis Johann Sebastian Bach stehen auf dem Programm, wenn es um die Frage geht: „Wie hast du’s mit der Religion?“ Nicht erst seit der berühmten Gretchenfrage in Goethes „Faust“ wird der Grat zwischen Glaube und Unglaube auch von der Kunst ausgelotet. Hoffnung, Trost, Sicherheit und Geborgenheit, aber auch Gewissensbisse, Zweifel, Zwänge und Ängste – all das spielt eine Rolle bei der Suche nach Antworten auf eine Frage, die vielen unter den Nägeln brennt.

Dieser „mehrmusik“-Abend findet im Rahmen der Festtage Kunst⁵ (3. bis 9.4.) der Theater und Philharmonie Essen statt, die unter dem Motto „Glaube Macht Kunst“ stehen. Bereits um 19 Uhr sind daher alle Besucher zur offiziellen Eröffnung der Festtage mit den Intendanten Hein Mulders, Christian Tombeil und Ben Van Cauwenbergh sowie dem TUP-Aufsichtsratsvorsitzenden Franz-Josef Britz eingeladen. Ort ist ebenfalls das Café Central International.

Karten (€ 16,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Mezzosopranistin Bettina Ranch (Foto: Saad Hamza).

 

Aalto-Theater und Studio-Bühne suchen Laiendarsteller

Für die nächste Theaterspielzeit entsteht als Koproduktion zwischen der Studiobühne Essen und dem Aalto-Musiktheater das Musik-Theater-Projekt „Auftrag Abwicklung Sonnenaufgang“. Dafür werden noch Laiendarsteller ab 16 Jahren gesucht. Ein Casting findet am Sonntag, 2. April 2017, von 11 bis 14 Uhr in der Studio-Bühne Essen an der Korumhöhe 11 statt. Um Anmeldung unter info@studio-buehne-essen.de wird bis zum 28. März 2017 gebeten. Zur Aufführung kommt das szenische Bühnenwerk am 7., 8. und 15. Oktober 2017. Das Projekt ist Teil des Jahresthemas „Schöne Aussichten – Paradiese und Utopien“ des Kulturbüros Essen.

In „Auftrag Abwicklung Sonnenaufgang“ sollen sich Schauspieler, Sänger, Musiker und Tänzer, professionelle Künstler und Experten des Alltags, Amateure und Neueinsteiger, Jung und Alt im künstlerischen Miteinander auf Augenhöhe begegnen. Im Zentrum des Abends werden unterschiedliche Texte (u. a. Auszüge aus „Der Auftrag“ von Heiner Müller) stehen, die mit musikalischen Werken (Lieder, Kantaten, Arien) verknüpft werden.

Weitere Infos unter dem Link http://www.studio-buehne-essen.de/auftrag-abwicklung-sonnenaufgang/.

(ü. Pm.)

 

Einführungsmatinee zur Aalto-Premiere „Rigoletto“

„La donna è mobile qual piuma al vento“ – „O wie so trügerisch sind Weiberherzen“: Fast jeder kennt die berühmte Arie des Herzogs aus Verdis „Rigoletto“, der nächsten Opernpremiere am Aalto-Musiktheater. Bereits am Sonntag, 15. Januar 2017, um 11 Uhr laden die Dramaturgen Markus Tatzig und Christian Schröder zur Einführungsmatinee ein. Der informative und unterhaltsame Vormittag gibt wie immer nicht nur Einblicke in die Inszenierung, sondern weckt auch in musikalischer Hinsicht die Vorfreude auf die anstehende Produktion. Gäste auf der Bühne des Aalto-Theaters sind Regisseur Frank Hilbrich, Dirigent Matteo Beltrami, Abdella Lasri (Herzog), Luca Grassi (Rigoletto), Cristina Pasaroiu (Gilda) und Tijl Faveyts (Sparafucile).

„Der König amüsiert sich“ – so lautet der Titel der Vorlage zu Verdis „Rigoletto“. In der Oper ist es dann aber kein König mehr, sondern es sind zwei Männer, die sich amüsieren, und zwar auf Kosten anderer: der Herzog von Mantua und sein Hofnarr Rigoletto. Während der Herzog seinen Frauenverschleiß wider moralische Grundsätze überschäumen lässt, macht sich Rigoletto über die Männer der Auserwählten lustig. Zu Hause mimt er den liebenden Vater, der seiner Tochter Gilda die Außenwelt jedoch beinahe gänzlich verwehrt – nicht mal seinen Namen kennt sie. Es kommt, wie es kommen muss: Gilda und der Herzog verlieben sich ineinander, die Doppelexistenz Rigolettos erhält Brüche. Auf Rache schwörend setzt er ein gewaltiges Drama in Gang, das ihm selbst zum Verhängnis wird.

Der Eintritt ist frei.

Die Premiere findet am Samstag, 21. Januar 2017, um 19 Uhr im Aalto-Theater statt.

Titelfoto: Abdellah Lasri (Foto: Saad Hamza).
(ü. Pm.)

Aalto-Theater sucht Statisten bei einem großen Casting

Als Matador in Bizets „Carmen“? Oder als Soldat in Donizettis „Liebestrank“? Wer immer schon mal gerne in einer großen Opernaufführung mitspielen wollte, kann sich seinen Traum bald erfüllen. Das Essener Aalto-Musiktheater sucht jetzt wieder neue Statisten zur Verstärkung des bestehenden Ensembles.

Interessenten sind zu einem großen Statisten-Casting am Samstag, 28. Januar 2017, um 15 Uhr ins Aalto-Theater eingeladen. Gesucht werden weibliche und männliche Darsteller jeden Alters ab 16 Jahren. Besonders gefragt sind Herren von 18 bis 45. Beim Casting dürfen sich die Bewerber auf der großen Probebühne nach einer kurzen Einführung in die Tätigkeit eines Statisten zunächst bei einer Schauspielübung in der Gruppe präsentieren. Anschließend werden mit den geeigneten Kandidaten persönliche Gespräche geführt. Wer Interesse hat, wird um Anmeldung unter www.aalto-musiktheater.de/extrachor-statisterie/ gebeten. Treffpunkt ist der Bühneneingang des Aalto-Theaters, Opernplatz 10, 45128 Essen. Rückfragen beantwortet Christian Komorowski, Leiter der Statisterie, gerne unter statisterie@aalto-musiktheater.de.

Allgemein lässt sich über die Tätigkeit sagen: Statisten arbeiten nebenberuflich, die Proben finden daher abends an Wochentagen sowie an Samstagvormittagen statt. Proben und Vorstellungen wer-den mit einer Aufwandsentschädigung vergütet. Statisten müssen auf der Bühne weder singen noch sprechen. Es zählt vor allem die individuelle Ausstrahlung und die Persönlichkeit.

Fotos:

  • Nabucco (Statisten rechts und links neben der Figur des Nabucco; Foto: Saad Hamza) Titelbild
  • Der Liebenstrank (Statisten rechts und links neben der Figur des Nemorino; Foto: Kathrin Holighaus)

(ü. Pm.)