Aalto Essen: Kein Lusterleben – Carl Maria von Webers „Freischütz“ als Zerrbild

Maximilian Schmitt (Max), Heike Trinsinger (Kaspar) (v.l.), Statisterie
Foto: Martin Kaufhold

Der „Freischütz“ ist ein Steinbruch. Aus ihm lassen sich bekanntlich beliebige Gebäude errichten. Historisch erwuchs aus ihm manches, auch krude Gedankengebäude und mit der Historie wuchs der beladene Anspruch auch romantischer Fiktion. „Romantische Nationaloper“ dürfte wohl der Gipfel sein, von dem es eigentlich ja nur bergab gehen kann. Begeisterung, Spott und Widerstand, alles affizierte von Webers Werk und überlebte. Damit steht jede Regie vor der Grundfrage, Bedienen der romantischen Emotion oder Dekonstruktion. Von Letzterem ist es nur noch ein Schritt zum Verriss.
Tatjana Gürbaca, die Regisseurin der Essener Aalto Produktion, Titelträgerin als „Regisseurin des Jahres 2013“, dort wurde sie für ihren Antwerpener „Parsifal“ geehrt, steht wohl mit ihrem Essener Freischütz unter Erfolgszwang und wagt sich an die vollkommene Negation eines Freischützes, der so eigentlich keinen Platz mehr in der Gegenwart haben dürfte. Die „Wolfsschlucht“ des zweiten Aktes wird zum Tummelplatz menschlicher Triebabfuhr, als Kompensation der Kriegstraumata des Dreißigjährigen Krieges. Verkrampfte Symbolhandlungen aller denkbarer Dekadenz. Die Darsteller flüchten in abergläubische Refugien. Was so noch als individuelles Reagieren auf die zeitlichen Gegebenheiten gedeutet werden kann, führt Gürbaca in einem kühnen Ablauf auf ein scheinbar zwanghaft vorgegebenes Ende. Hitler und der Holocaust als Schiene in die Vernichtungslager als Endbild für den Besucher. Da ergibt sich, dass das Bühnenbild (Klaus Grünberg) eine graue, farblose Gestaltung benötigt.
Ansonsten sollen Zappelbilder der Wollust und billige Sexdarstellungen jeder mit jedem alles…, Agathe zeigt Entzückung bei der Onanie mit Maxens Gewehrlauf, Zwang statt Lust und so eigentlich entbehrlich, Dekadenz opernhaft dem Besucher ins Bewusstsein bringen.
Solch ein Geschehen kann und soll keinen harmonischen Abschluß finden, der Dritte Akt hinter Gazeschleier der Regenflut, Kugelschuß in Bombennacht und Hauseinsturz dann zum brachialen Schlußbild der Schienen ins Vernichtungslager.
Musikalisch hatte Dirigent Tomás Netopil deutlich Schwierigkeiten den Chor synchron zu halten. Maximilian Schmitts Max hatte ebenfalls keine Sternstunde, Jessica Muirheads Agathe brillerte vorwiegend in der Mittellage. Tamara Banjesevic als Ännchen sang ihre Rolle exzellent, ein vom Publikum gefeiertes Trostpflaster.
Das Publikum ertrugs, artiges Abnicken und vereinzelte Buhrufe bereits in der Premiere.

Webers Freischütz 1821 zwischen Schuberts Erlkönig von 1815 und dessen Winterreise von 1827, Karl Spitzweg, Ph. O. Runge und Caspar David Friederich als Zeitgenossen, der richtige Baukasten für eine Nationalkritik? Eher das Unverständnis zwischen epochaler Zeitgeschichte und die Einbettung von Kunstströmungen in deren Kontext.

„Freischütz“-Termine in Essen: www.theater-essen.de/oper

Land gründet mit vier Opernhäusern im Ruhrgebiet das Opernstudio NRW zur Förderung junger Talente Essen

 (idr). Die Opernhäuser in Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Wuppertal arbeiten im neuen Opernstudio NRW zusammen, um junge Gesangstalente in NRW zu fördern.

Heute (12. November) wurde die Kooperation in Essen vorgestellt. Gegründet und gefördert wird das Opernstudio NRW vom Land Nordrhein-Westfalen. Partner sind die Hochschule für Musik und Tanz Köln und die Folkwang Universität der Künste Essen.  Gemeinsam wollen die Häuser bis zu sieben Sängerinnen und Sänger sowie eine Korrepetitorin oder einein Korrepetitor beim Übergang vom Studium in den Beruf unterstützen. Dafür werden die Bewerber für maximal zwei Jahre engagiert. Sie wirken bei professionellen Produktionen mit und arbeiten mit Regisseuren, Coaches, Dirigenten und Orchestern zusammen. Außerden bietet das Opernstudio NRW ihnen Bewegungstraining, Sprachkurse und Schauspielunterricht sowie eine Reihe von Meisterkursen renommierter Gastdozenten. Darüber hinaus wird es in jeder Spielzeit eine eigene Produktion des Opernstudios geben. Interessenten mit abgeschlossenem Hochschulstudium, die maximal 30 Jahre alt sind, können sich bis zum 30. November bewerben.

Verdis „La Traviata“ ist wieder am Aalto-Theater zu sehen

Mit Giuseppe Verdis „La Traviata“ ist zurzeit wieder eine der beim Publikum besonders gefragten Opern im Aalto-Theater zu erleben. Noch zweimal, am 11. und 26. Mai 2018, besteht die Möglichkeit zum Vorstellungsbesuch.

Gespannt sein darf man auf ein besonderes Rollendebüt: Elbenita Kajtazi, Sopranistin im Aalto-Ensemble und ab der kommenden Spielzeit an der Hamburgischen Staatsoper engagiert, ist als Violetta zu erleben. Die junge Kosovarin glänzte in Essen unter anderem als Adina in „Der Liebestrank“ und Pamina in „Die Zauberflöte“. Diese Partie übernahm sie im vergangenen Jahr auch an der Dresdner Semperoper. In den weiteren Hauptpartien wirken die Aalto-Sänger Carlos Cardoso (Alfredo Germont) und Heiko Trinsinger (Giorgio Germont) mit. Friedrich Haider dirigiert die Essener Philharmoniker.

„La Traviata“ ist „die vom Wege Abgekommene“, „die Verirrte“. Verdis Oper liegt die Handlung des Romans „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas dem Jüngeren über das Leben einer schwindsüchtigen, lebensfrohen Kurtisane in den Pariser Salons und ihren Wunsch nach einer Rückkehr in ein sinnerfüllteres Leben zugrunde. Ein Jahr nach der zunächst wenig gelungenen Uraufführung 1853 in Venedig begann „La Traviata“ ihre beispiellose Erfolgsgeschichte, die sie nach allen Statistiken zur beliebtesten Oper Verdis macht, gar in manchen Ländern zur meist aufgeführten Oper generell. Und auch der Komponist selbst konnte einige Zeit später auf die Frage, welches seiner eigenen Werke er am meisten schätze, antworten: „Als Profi halte ich ‚Rigoletto‘ für meine beste Arbeit, als Liebhaber aber ‚La Traviata‘.“

Karten (€ 16,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Szenenfoto mit Elbenita Kajtazi als Violetta und Carlos Cardoso als Alfredo (Foto: Saad Hamza).

Mozarts „Entführung aus dem Serail“ zurück auf der Aalto-Bühne

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ versammelt ein ernstes und ein heiteres Liebespaar, einen tölpelhaften Tunichtgut, einen humanistischen Edelmann und einen Spielort, der Platz für exotische Klänge bietet. Eine wunderbare Mischung, auf die sich das Publikum im Aalto-Theater nun wieder freuen darf: Am Sonntag, 4. März 2018, um 18 Uhr wird das beliebte Singspiel wiederaufgenommen, weitere Vorstellungen folgen am 17. März und 6. April 2018. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil übernehmen die Gesangspartien Maik Solbach (Bassa Selim), Simona Šaturová und Anna Rajah (Konstanze), Christina Clark (Blonde), Dmitry Ivanchey (Belmonte), Albrecht Kludszuweit (Pedrillo) und Tijl Faveyts (Osmin). Die Inszenierung stammt von Jetske Mijnssen. Mit Instrumenten wie Becken, Trommel oder Triangel bediente Mozart in der „Entführung aus dem Serail“ die damaligen Erwartungen an das orientalische Lokalkolorit. Doch nicht nur wegen dieser Klänge hatte das Werk eine epochemachende Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Oper.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Titelfoto: Scenenfoto von Ben van Duin).

Aalto-Theater: Besondere Ausgabe von „It’s Teatime“ vor Weihnachten

 „It’s Teatime“ heißt es im Aalto-Theater vor jeder Opernpremiere. Eine Spezial-Ausgabe der beliebten Teestunde gibt es mit großer Besetzung jetzt zusätzlich vor Weihnachten: Am Freitag, 15. Dezember 2017, um 16:30 Uhr laden Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël), Miss Betterknower (Christina Clark) und Prof. Gisbert Träge (Michael Haag) unter dem Motto „Weihnachts-Teatime – Leise rieselt der Tee“ ins Aalto-Foyer ein.

Begrüßen können sie zahlreiche Gäste, für die das Sofa diesmal definitiv zu klein sein wird. Mit dabei ist der Aalto Kinderchor, der musikalisch auf das bevorstehende Fest einstimmt. Außerdem plaudern die drei Gastgeber mit Solistinnen und Solisten des Aalto-Ensembles, darunter Bettina Ranch, Jeffrey Dowd und Tijl Faveyts. Man darf sich also auf wunderbare musikalische Momente und unterhaltsame Geschichten freuen. Die nächste Premieren-Teatime findet übrigens am 23. Februar 2018 statt. Thema wird dann Marschners „Hans Heiling“ sein.

Der Eintritt ist frei. Zählkarten bei Einlass (eine halbe Stunde vor Beginn) erhältlich.

Fotos:

  • Fräulein Vorlaut (Marie Helen Joël) und Miss Betterknower (Christina Clark) (Foto: Saad Hamza)
  • Bettina Ranch (Foto: Saad Hamza)

Theater und Philharmonie bietet wieder MiniAbos an – Oper, Ballett, Konzert und Schauspiel zu günstigen Preisen bis Weihnachten erhältlich

Kultur verschenken mit den MiniAbos: Auch in dieser Vorweihnachtszeit bietet die Theater und Philharmonie Essen wieder die beliebten Pakete mit je drei Veranstaltungen in den Sparten Oper, Ballett, Philharmoniker, Philharmonie und Schauspiel an. Aus elf Paketen können Theater- und Konzertfreunde auswählen:

Im Aalto-Theater kommen Puccini-Fans mit den Opern „La Bohème“, „Turandot“ und „Madama Butterfly“ ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber von Bellini („Norma“), Mozart („Die Entführung aus dem Serail“) und Verdi („La Traviata“). „Bewegende Ballette“ stehen mit „La vie en rose“, „Tanzhommage an Queen“ und der Uraufführung „Moving Colours“ auf dem Programm. Preis pro MiniAbo: € 99,00. Die Essener Philharmoniker präsentieren in den beiden Abos „Von Beethoven bis Bernstein“ und „Klassisch und romantisch“ große Sinfonik (jeweils € 78,00). Daneben darf man sich auf „Perlen der Kammermusik“, unter anderem mit Werken von Bach und Schubert, freuen (€ 33,00). Drei abwechslungsreiche Pakete bietet auch die Philharmonie Essen an: Unter dem Titel „Orchester am Sonntag“ sind Weltklasse-Orchester wie das Houston Symphony und Solo-Stars wie Khathia Buniatishvili und Hilary Hahn zu Gast (€ 129,00). Auch hinter den „Erstklassigen Ensembles“ verbergen sich große Namen, etwa Janine Jansen oder das Irish Chamber Orchestra (€ 60,00). Alternativ zum klassischen Repertoire sorgt das MiniAbo „Soul, Rock und Jazz“, unter anderem mit der Show „Queen forever!“ für beste Unterhaltung (€ 72,00). Im Schauspiel Essen erobern die „Global Player“ die Bühne: Brechts Klassiker „Leben des Galilei“ gehört ebenso zu diesem MiniAbo wie die Stücke „Willkommen“ und „Top Dogs“. Und unter dem Motto „Über Grenzen“ darf man auf eine facettenreiche Mischung aus Kafkas „Der Prozess“, Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ und der Uraufführung „Sophia, der Tod und ich“ gespannt sein (jeweils € 54,00).

Silvia Weiskopf (links, Rückenansicht), Ines Krug, Sven Seeburg, Ensemble in „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt; Inszenierung: Thomas Krupa

 Erhältlich sind die elf MiniAbos, so lange der Vorrat reicht, im TUP-TicketCenter, II. Hagen 2, 45127 Essen, unter Tel. (0201) 81 22-200 oder per E-Mail an tickets@theater-essen.de.

Titelfoto: Norma (Foto: Matthias Jung), im Beitrag: Besuch der alten Dame (Foto: Birgit Hupfeld)

 

 

 

Essener GMD Tomáš Netopil wird ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie

Der Essener Generalmusikdirektor Tomáš Netopil wird ab der Spielzeit 2018/2019 ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie. Darüber hinaus präsentierte das traditionsreiche Prager Orchester jetzt Semyon Bychkov als Nachfolger des im Mai verstorbenen Chefdirigenten Jiří Bělohlavek sowie Jakub Hrůša als weiteren ständigen Gastdirigenten. „Ich fühle mich sehr geehrt, Teil des künstlerischen Teams zu sein, welches das musikalische Vermächtnis von Jiří Bělohlávek weiterführen kann und das Orchester zu weiteren musikalischen Höhenflügen bringen darf“, so Tomáš Netopil. „Für mich bedeutet die Arbeit für das Orchester eine große Verantwortung, eine Herausforderung und Vergnügen.“ Netopil und die Tschechische Philharmonie verbinden bereits eine zehnjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. In dieser Spielzeit stehen eine gemeinsame Konzertreihe in der Schweiz sowie eine Tournee nach England und Irland auf dem Programm.

Tomáš Netopil ist seit der Spielzeit 2013/2014 Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker. Zuvor bekleidete er die eigens für ihn geschaffene Position des Musikdirektors des Prager Nationaltheaters und Ständetheaters. In Essen wird Netopil in dieser Saison nach seiner gefeierten Interpretation von Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ noch die Neuproduktion von „Salome“ sowie die Wiederaufnahmen von „Die Entführung aus dem Serail“, „Lohengrin“ und „Die Walküre“ leiten. Außerdem steht er in sechs Sinfoniekonzerten sowie weiteren Sonderkonzerten am Pult des Essener Orchesters. Auf internationaler Bühne dirigiert er unter anderem die Neuproduktion von „Der Freischütz“ an der Wiener Staatsoper und „Falstaff“ an der Flämischen Oper.

Titelfoto: Tomáš Netopil.(Foto: Saad Hamza).

Bedřich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ als erste Premiere dieser Spielzeit im Aalto-Musiktheaters.

Bedřich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ steht als erste Premiere dieser Spielzeit auf dem Programm des Aalto-Musiktheaters. Bereits am Sonntag, 8. Oktober 2017, um 11 Uhr lädt die Aalto-Dramaturgin Svenja Gottsmann zur Einführungsmatinee ein. Der informative und unterhaltsame Vormittag gibt wie immer nicht nur Einblicke in die Inszenierung, sondern weckt auch in musikalischer Hinsicht die Vorfreude auf die anstehende Produktion. Gäste auf der Bühne des Aalto-Theaters sind Generalmusikdirektor Tomáš Netopil, die beiden Regisseure Martin Kukučka und Lukáš Trpišovský sowie aus dem Ensemble Jessica Muirhead (Marie) Dmitry Ivanchey (Wenzel).

Bedřich Smetana zeichnet in seiner Oper den von Habgier und Egoismus geprägten Mikrokosmos einer Dorfgemeinschaft und würzt diesen mit pulsierender Lebendigkeit und einer gehörigen Prise Ironie. Worum geht es: Marie ist eine verkaufte Braut – und das gleich im doppelten Sinne. Um seine Schulden zu tilgen, verspricht ihr Vater sie Wenzel, dem Sohn des Gutsbesitzers Tobias Micha, zur Frau. Doch Marie ist bereits unsterblich in den geheimnisvollen Fremden Hans verliebt, von dem sie nur seinen Vornamen kennt. Und der treibt sein eigenes Spiel. Auf Vorschlag des Heiratsvermittlers Kezal verkauft er „seine Braut“ für eine ansehnliche Summe und stellt dabei eine Bedingung: Marie dürfe nur den Sohn des Micha heiraten. Als die Braut selbst von dem Handel erfährt, ist sie fassungslos über einen solchen Vertrauensbruch. Doch schon bald muss sie erfahren, wie eng Hoffnung, Enttäuschung und Glück beieinander liegen … Was auf den ersten Blick wie eine Komödie erscheint, entwickelt sich zum Albtraum Maries, aus deren Sicht die Handlung in der Regie von SKUTR erzählt wird.

 Der Eintritt ist frei.

Die Premiere findet am Samstag, 14. Oktober 2017, um 19:00 Uhr im Aalto-Theater statt.

Titelfoto: Die Sopranistin Jessica Muirhead, die in der Titelpartie der Marie zu erleben sein wird (Foto: Nanc Price).

EVAG und Theater und Philharmonie Essen ermöglichen Fortsetzung des ÖPNV-Services für TUP-Besucher

Gute Neuigkeiten für alle Theater- und Konzertgänger, die die Veranstaltungen der Theater und Philharmonie Essen (TUP) mit Bussen und Bahnen besuchen: Auch in der kommenden Spielzeit können sie ihre Abo-Ausweise oder die im Vorverkauf erworbenen Eintrittskarten am jeweiligen Vorstellungstag für die freie Hin- und Rückfahrt mit den VRR-Verkehrsmitteln (2. Klasse) im VRR-Raum nutzen.

Eigentlich sollte dieser Service aufgrund der angespannten Finanzlage der TUP zur nächsten Saison eingestellt werden, dank intensiver Verhandlungen zwischen TUP-Geschäftsführung und der Essener Verkehrs-AG (EVAG) konnte nun jedoch eine Vereinbarung geschlossen werden, die die Fortführung dieses Angebotes bis 2020 gewährleistet.

„Auch wenn die von uns zu erbringenden Mittel nicht unerheblich sind, ist dies ein gutes Signal, speziell im Grüne Hauptstadt-Jahr“, betont TUP-Geschäftsführer Berger Bergmann. Und EVAG-Vorstand Michael Feller ergänzt: „Ich freue mich aufrichtig – auch im Namen aller Kulturfreunde –, dass wir die TUP weiterhin in der Kombiticketfamilie haben.“

Theater- und Konzertbegeisterte, die sich bereits Eintrittskarten ohne Aufdruck „Freie Hin- und Rückfahrt mit den VRR-Verkehrsmitteln (2. Klasse) im VRR-Raum.“ für TUP-Veranstaltungen in der nächsten Spielzeit gekauft haben, können diese dennoch am jeweiligen Vorstellungstag als Fahrscheine nutzen. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, diese Karten kostenfrei an den TUP-Vorverkaufsstellen gegen Tickets mit ÖPNV-Aufdruck umzutauschen.

Große Aalto-Show mit Höhepunkten aus Oper und Konzert

Zum Ende der Spielzeit fahren das Aalto-Theater und die Essener Philharmoniker noch einmal richtig groß auf: In der verrückt-unterhaltsamen Bühnenshow „Fantasia-Aalto“ darf man sich auf viele Höhepunkte aus der fantasievollen Welt von Oper und Konzert freuen.

Junge und erwachsene Besucher können sich am Sonntag, 25. Juni 2017, um 18 Uhr im Aalto-Theater von der berühmten Wolfsschluchtszene aus Carl Maria von Weber Oper „Der Freischütz“ mitreißen lassen, in Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ hineinhören oder die zauberhaften Klänge des Schneeflockenwalzers aus Pjotr Tschaikowskis „Nussknacker“ genießen. In Szene gesetzt von Licht- und Bühneneffekten, stehen das wunderschöne „Lied an den Mond“ aus Antonín Dvořáks „Rusalka“ ebenso auf dem Programm wie Auszüge aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ und Edvard Griegs Orchesterstück „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Peer-Gynt-Suite. Das alles wird präsentiert von den hervorragenden Sängerinnen und Sängern des Aalto-Musiktheaters: Christina Clark, Elbenita Kajtazi, Rainer Maria Röhr, Marion Thienel, Michael Haag, Francisca Devos und Marie-Helen-Joël, die auch als Moderatorin durch den rund einstündigen Abend führen wird. Außerdem wirkt der Aalto Kinderchor mit. Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung von Robert Jindra. Beste musikalische Unterhaltung also für die ganze Familie!

Karten (Preis: € 10,00 – 15,00; ermäßigt € 7,00 – 10,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

Fotos:

  • Elbenita Kajtazi (Sopran) (Foto: Saad Hamza)
  • Marie-Helen Joël, Mezzosopranistin und Moderatorin (Foto: Saad Hamza)

 

 

Workshop-Tag „JOTA Spezial“ am Aalto-Theater

Freie Plätze gibt es noch für den Workshop-Tag „JOTA Spezial“ am kommenden Sonntag, 25. Juni 2017, um 12 Uhr im Aalto-Theater. Jugendliche ab 10 Jahren haben hier die Möglichkeit, einen Blick in den spannenden Theaterbetrieb zu werfen.

Von der Rüstmeisterei bis zur Kostümabteilung, vom Gesang bis zum Tanz – hier darf nicht nur zugeschaut, sondern selbst kreativ gearbeitet werden. Das vielfältige Angebot steht diesmal unter dem Motto „Fantasy-Figuren der Opernwelt“. Damit nimmt JOTA (Junger Opern Treff Aalto) das Thema des um 18 Uhr beginnenden Familienkonzertes „Fantasia-Aalto“ auf, das von den Teilnehmern anschließend besucht werden kann (Karten für dieses Konzert sind auch separat erhältlich).

Für folgende Workshops kann man sich noch anmelden: Mystische Gesänge (Gesang), Hexentanz (Tanz), Gemalte Hirngespinste (Malerei), Skurriler Kopfschutz (Rüstmeisterei), Bis(s) zum Ende des Akts (Dramaturgie), Luftschlösser verkaufen (Regie), Fantasia-Reportage (Presse).

 Tickets und Anmeldung für die Workshops unter T 02 01 81 22-200.

Preise: Workshop-Teilnahme € 6,60.

Kombiticket für Workshops und Konzertbesuch „Fantasia-Aalto“ € 16,60.

Foto: Saad Hamza

(ü. Pm.)

KlassikLounge der Essener Philharmoniker erstmals im Aalto-Theater

Ein Novum erlebt die KlassikLounge der Essener Philharmoniker im letzten Konzert der Reihe in dieser Spielzeit: Am Montag, 12. Juni 2017, um 19:30 Uhr geht es erstmals ins Aalto-Theater.

Im Foyer sorgen Ava Polheim, Violinistin des Orchesters, sowie Kontrabassist Santiago Cavanagh für ein sommerliches Finale der KlassikLounge-Konzerte 2016/2017. Und DJ Haptik (alias Pablo Giuggioloni vom Grillo-Theater) garniert den Auftritt der beiden Musiker mit faszinierenden elektronischen Klängen. Am Ende besteht wie immer die Möglichkeit zum lockeren Austausch mit den Musikern.

Die Reihe „KlassikLounge“ startete im Sommer 2015 und kam von Anfang an beim Publikum hervorragend an. Klassische Musik mal anders genießen, in entspannter, lockerer Atmosphäre außerhalb des Konzertsaals – unter dieser Prämisse steht das ungewöhnliche Format. Dabei hat jeder Abend ein eigenes Motto. Die KlassikLounge findet viermal pro Spielzeit statt.

Die Termine der kommenden Spielzeit: 9.10., 4.12.2017; 12.3., 11.6. 2018, jeweils im Grillo-Theater.

Der Eintritt ist frei. Zählkarten an der Abendkasse.

Titelfoto: die Violinistin Ava Polheim (Foto: Saad Hamza).

(ü. Pm.)