Muchtar Al Ghusain ist neuer Beigeordneter der Stadt Essen

Muchtar Al Ghusain ist neuer Beigeordneter der Stadt Essen für die Bereiche Jugend, Bildung und Kultur. Das hat der Rat der Stadt in seiner heutigen Sitzung (13.12.) mehrheitlich entschieden. Al Ghusain tritt damit die Nachfolge von Andreas Bomheuer an, der zum 31. Dezember in den Ruhestand tritt.

Al Ghusain studierte in Würzburg und Hamburg Musik und Kulturmanagement und war anschließend sowohl als Kulturamtsleiter in Schwäbisch Gmünd als auch als Referent im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur tätig. Zuletzt war der Kulturpolitiker seit 2006 Kultur-, Schul- und Sportreferent der Stadt Würzburg. Seinen Dienst bei der Stadt Essen wird er zum 1. März 2018 antreten. In das Amt als Beigeordneter der Stadt Essen wurde Muchtar Al Ghusain für acht Jahre gewählt.

Titel on Tour“ auf der KulturLinie 107

„Titel on Tour“ bewegt Literaturfreunde mit Sinn für das Ungewöhnliche: Gelesen wird in der Straßenbahn, während der Fahrt. Am Mittwoch, 23. November, nehmen die beiden hochkarätigen Autorinnen Sarah Meyer-Dietrich und Sandra da Vina alle Interessierten mit auf ihre literarische Reise.

Diese abendliche Tour durch Essen verspricht Abwechslung, Spannung und jede Menge Unterhaltung.
Mit „Titel on Tour“ (2005 vom NRW Kultursekretariat initiiert) geht das Kulturbüro Essen seit 2006 einen Sonderweg in Sachen Literaturförderung: Renommierte Autorinnen und Autoren sind in der Straßenbahn unterwegs – und lesen während der abendlichen Stadtfahrt aus ihren höchst aktuellen Werken. Seit 2016 veranstaltet das Kulturbüro in eigener Regie in Kooperation mit der Heinrich Heine Buchhandlung, dem Fachbereich Germanistik der Universität Duisburg-Essen und der Unterstützung der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft der EVAG diese ungewöhnliche Lesereise.

Sarah Meyer-Dietrich liest aus ihrem aktuellen Roman „Immer muss man mit Stellwerksbränden, Streiks und Tagebrüchen rechnen“
Es geht um die Reise einer Frau durch das Ruhrgebiet. Ihr Treffen auf verschiedenste Charaktere endet mit der Vermischung der eigenen Geschichte mit denen der anderen. Die Autorin schafft es, wunderbare Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Manchmal ganz schön traurig und an einigen Stellen zum Lachen.

Sandra Da Vina liest aus ihrem Buch „Sag es in Leuchtbuchstaben“
Sandra Da Vina spielt mit dem Lichtschalter und beleuchtet das Leben in seiner skurrilsten Gestalt. Dabei liegen Tragik und Komik immer dicht beieinander. Es sind nicht nur die Worte, die leuchten, sondern auch ihre Protagonisten. Ein Buch, das man dringend im Dunkeln lesen sollte. Hier stehen die Helden im grellen Scheinwerferlicht, dort kuscheln sie bei sanftem Kerzenschein – dabei kommen die Geschichten mal wunderlich und laut, mal nachdenklich und leise daher. Aber immer mit Leuchtbuchstaben.

Einsteigen und zuhören:
Am Mittwoch, 23. November, um 19 Uhr startet die KulturLinie 107 in Essen-Bredeney. Zwischen den beiden Lesungen gibt es eine Pause, in der Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Autorinnen ist, für ein Getränk oder zum Bücherkauf.

Tickets für die Veranstaltung sind in der Touristikzentrale Essen im Handelshof, Telefon: 88 72048, zum Preis von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro erhältlich.

Titelfoto: Titel on Tour (Foto: Jochen Renz)

(ü. Pm.)

250.000 Euro Spende für Restaurierung des Deilbachhammers

Die Sanierung des Hammergebäudes auf dem Gelände des Deilbachhammers wird von der NRW-Stiftung mit 250.000 Euro unterstützt. Darüber hinaus hat der Vorstand der NRW-Stiftung bekannt gegeben, dass sie alle bisher eingegangenen Spenden bis maximal 20.000 Euro verdoppeln wird. Der Zuschuss der NRW-Stiftung wird eingesetzt, um das Hammergebäude, welches sich in städtischem Besitz befindet, denkmalgerecht instand zu setzen und das Inventar zu restaurieren. Langfristig soll der Schaubetrieb wieder aufgenommen werden, der zurzeit aus Sicherheitsgründen eingestellt ist.

Kulturdezernent Andreas Bomheuer bedankte sich für die großzügige Spende: „Ich freue mich sehr über diese Unterstützung. Dies ist nun bereits der zweite Zuschuss für das Deilbachtalensemble in kürzester Zeit. Mit den vom Rat der Stadt Essen bereitgestellten Mitteln sind wir nun in der Lage, mit den Restaurierungsarbeiten der Arbeiterhäuser und des Eisenhammers zu beginnen. Der Zuschuss bestätigt den Wert des Denkmals und den eingeschlagenen Weg, gemeinsam mit dem Konsortium und der Stadt Essen zum Erfolg zu kommen. Ich danke besondere dem Konsortium, das durch seine ehrenamtliche Arbeit maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat.“

Zum Hintergrund:

Das Konsortium Deilbachtal, bestehend aus dem Verein IDEE e.V., dem Ruhr Museum, dem Historische Verein für Stadt und Stift Essen und der Bürgerschaft Kettwig, hat sich um die Fördermittel bemüht, um die Instandsetzung des Deilbachhammers voranzubringen. Stellvertretend erhält der Verein IDEE e.V. nun die Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro.

(ü. Pm.)

Kulturempfang der Stadt Essen, Nachhut einer Kulturhauptstadt?

Gut 120 Gäste folgten am Montagabend (29.2.) der Einladung der Stadt Essen zum Kulturempfang im Forum Kunst & Architektur am Kopstadtplatz. Oberbürgermeister Thomas Kufen und Kulturdezernent Andreas Bomheuer nutzten die Möglichkeit, sich mit Kulturschaffenden aus dem gesamten Stadtgebiet über das kulturelle Potential in Essen auszutauschen.

Wie groß und vielfältig das Essener Kulturangebot mittlerweile ist, betonte Oberbürgermeister Thomas Kufen in seiner Rede: Neben den großen, seit Jahren und Jahrzehnten etablierten Kultureinrichtungen, wie dem Museum Folkwang oder Theater und Philharmonie Essen und dem UNESCO-Welterbe Zollverein, sei es ebenso die Freie Szene mit ihren Fixpunkten Zeche Carl, Kunsthaus Essen oder das Kulturzentrum Grend, die die Essener Kulturlandschaft maßgeblich präge. „Mein Wunsch ist insbesondere, die Zusammenarbeit zwischen den Etablierten und der Freien Szene zu fördern und der Essener Kulturlandschaft insgesamt einen Raum zum ungezwungenen Austausch zu geben“, so Kufen.

Schließlich hat Essen – lange Zeit vor allem als Zentrum für Kohle und Stahl wahrgenommen – spätestens 2010 als „Kulturhauptstadt Europas“ über nationale Grenzen hinaus das kulturelle Potential der Stadt offenbart. Seitdem ist Essens Kulturszene weiter gewachsen. Ganze kreative Quartiere haben sich in den letzten Jahren in Essen entwickelt. Beispielhaft sei hier etwa das „Kreativquartier City Nord.Essen“, in dem laut Kufen „die Verbindung zwischen Kunst und Leben deutlich zu spüren ist. Das Quartier ist ein Platz der Kultur – und Kultur wiederum schafft einen lebenswerten Stadtraum.“ Die gezielte Förderung von Kulturprojekten sei ein großes Anliegen der Stadt Essen und werde durch die nun vom Stadtrat angepassten Richtlinien erleichtert. Damit könne eine noch größere kulturelle Vielfalt entstehen.

Mit dem Kulturempfang, der fortan jährlich stattfinden soll, wurde eine gemeinsame Plattform für Austausch und Inspiration für städtische Kulturschaffende, die freie Kunst- und Kulturszene sowie die etablierten Kultureinrichtungen geschaffen.

(ü. Pm.)

Nominierungen zum „Kurt-Jooss-Preis 2016“ stehen fest

Um den gemeinsam mit der Stadt Essen ausgeschriebenen Preis haben sich in diesem Jahr 70 Choreographen aus 26 Staaten beworben.

Im Februar 2016 hat die gemeinsame Jury, bestehend aus den Mitgliedern Martin Schläpfer, Balletdirektor und Chefchoregraph am Ballet am Rhein Düsseldorf/ Duisburg, Reinhild Hoffmann, Choreographin, Nils Christe, Choreograph, Dr. Patricia Stöckemann, Tanzdramaturgin am Theater Osnabrück, und Andreas Bomheuer, Geschäftsbereichsvorstand Kultur, Integration und Sport, die Nominierungen bekanntgegeben.

Für den „Kurt-Jooss-Preis 2016“ sind nominiert:

  • Oscar Buthelezi aus Südafrika,
  • Eyal Dadon aus Israel,
  • Alexandra Waierstall aus Deutschland.

Der „Kurt-Jooss-Preis 2016“ wird am Samstag, 14. Mai, um 20 Uhr, bei PACT Zollverein/ Choreographisches Zentrum NRW mit einer Vorstellung der Nominierten und der anschließenden Preisverleihung vergeben.

Auch das Publikum wird in diesem Jahr zum zweiten Mal aktiv mit eingebunden. Im Rahmen einer Publikumspreisverleihung können die Zuschauerinnen und Zuschauer ihre favorisierte Tanzperformance wählen.

Zum Hintergrund:
Im Jahre 2001 wurde anlässlich des 100. Geburtstages von Kurt Jooss ein Förderpreis für junge Choreographen ins Leben gerufen. Kurt Jooss ist der Schöpfer des 1932 entstandenen Antikriegs-Tanzdramas „Der Grüne Tisch“, Mitbegründer der Folkwang Universität der Künste und Gründer des Folkwang Tanzstudios.

Der „Kurt-Jooss-Preis“ wird in diesem Jahr zum sechsten Mal von der Stiftung Anna und Hermann Markard, Amsterdam, gemeinsam mit der Stadt Essen ausgeschrieben und ist mit 12.000 Euro dotiert. Er wird alle drei Jahre verliehen.

(ü. Pm.)

Musikalische Weltreise, Klatschkultur und Handmusik – Mitmachaktion für Kinder und Arbeitskreis für Erwachsene im Labor für Weltmusik

Am Freitag, 29. Januar, ist Michael Bradke vom Mobilen Musik Museum Düsseldorf zu Gast im Labor für Weltmusik, Aula der Folkwang Musikschule, Thea-Leymann-Straße 23. Das Museum sammelt und entwickelt Klangskulpturen, Musikinstrumente, Geräuschwerkzeuge, klingende Fundstücke, musikalische Spielregeln und Körpermusik rund um die Welt. Die Ausstellungsstücke sowie Aktionen für Kinder, Familien und Pädagoginnen und Pädagogen werden beispielsweise in kulturpädagogischen Einrichtungen, Schulen, Kindertheatern und bei Großveranstaltungen präsentiert.

Um 16 Uhr sind Kinder ab fünf Jahren und ihre Eltern zu einer Klangreise rund um die Welt eingeladen. Als erfahrener Reiseleiter hat Michael Bradke nicht nur die Gitarre und eine orientalische Trommel namens Darbouka im Gepäck, sondern zeigt, wie in aller Welt mit Händen, Fingern, Wangen, Kopf und Mund Musik gemacht wird. Die Reise geht nach Spanien, Indien, Afrika, Amerika, zum Nordpol und in die Südsee. Auf dem Weg, der auf einem großen Globus verfolgt wird, erleben und erlernen die Reisenden musikalische Spiele, Musik, Tänze und „Klatschgeschichten“. Der Eintritt ist frei.

Mit viel Applaus um die Welt geht es dann um 20 Uhr beim Klatschkultur- und Handmusik-Workshop für Musiklehrkräfte und interessierte Erwachsene. Mit seiner weltweit einmaligen Sammlung von musikalischen Handklängen vermittelt Michael Bradke humorvoll Grundlagenwissen zu Klangfarbe, Metrum, Takt und Tempo sowie musikhistorische Hintergründe. Backenschmack, Kopftrommel und indische Tala-Zyklen, die Flamenco-Klatsch-Falle, der balinesische Schnell- und der marokkanische Langsam-Klatscher sowie die Handbewegungen des polynesischen Tanzes animieren zum Mitmachen. Auch hier ist der Eintritt frei.

(ü. Pm.)

European Tolerance Award 2015/16 wird in Essen verliehen

Der Choreograph und Tänzer William Sánchez H. wird am kommenden Freitag, 22. Januar, im Maschinenhaus Essen mit dem European Tolerance Award 2015/16 geehrt.

Im Vorfeld ist seine Choreographie „The Silence of Animals“ zu sehen. Verliehen wird die Auszeichnung für den Einsatz für ethnische, soziale und sexuelle Minderheiten im europäischen und europäisch-internationalen Verhältnis vom Verein KulturForum Europa. William Sánchez H. stammt aus Bogotá, Kolumbien, und studierte Tanz und Choreographie u.a. an der Superior Academy of Arts Bogotá und der Folkwang Universität der Künste in Essen. Das KulturForum Europa e.V. wurde 1992 auf Initiative von Hans-Dietrich Genscher zur Förderung des gemeinschaftlichen europäischen Gedankens auf allen Gebieten der Kultur gegründet. Der Verein hat seinen Sitz in Vettweiss bei Köln.

Infos unter www.kfe.de und www.maschinenhaus-essen.de

(ü. Pm.)

 

RVR stärkt seine regionale Kulturförderung: 70.000 Euro pro Jahr vor allem für freie Kulturträger

Der Regionalverband Ruhr (RVR) öffnet ab diesem Jahr einen zusätzlichen Fördertopf, um die Fortentwicklung der kommunalen und regionalen Kulturarbeit zu unterstützen. Jährlich 70.000 Euro werden insbesondere für freie Kulturträger zur Verfügung gestellt. Über Förderanträge, die beim Referat Kultur und Sport gestellt werden können, entscheidet jeweils im Februar und September eines Jahres der Kultur- und Sportausschuss. Die Förderung kann für alle Sparten und Bereiche der regionalen Kultur gewährt werden. Der Förderschwerpunkt soll bei Gemeinschaftsprojekten in der Off-Kultur sowie bei Kooperationsprojekten freier Träger mit öffentlich-rechtlich getragenen Kultureinrichtungen liegen. Ziel ist es, den Ausbau interdisziplinärer und kooperativer Arbeiten und Produktionen nachhaltig zu stärken. Die erste Antragsfrist endet am 1. Februar, eine weitere am 1. September. Infos und Anträge: www.kulturförderung.rvr.ruhr

(ü. Pm. idr)

Mehr als 75.000 Euro Fördermittel für „Transfer International“ – Ausschreibung für Künstler und Institutionen

Ausschreibung

2016 startet der „Transfer International“, als Nachfolgeprojekt des bisherigen dreijährigen, damals allein auf die Bildenden Künste und auf Museen bzw. Kunsthallen bezogenen „Transfers“.

Das neue, jetzt interdisziplinäre Kooperationsprogramm „Transfer International“ wird ebenfalls bis zu drei Jahre, mindestens aber 2016 und 2017 umfassen. Ein Beirat aus Expert*innen sowie Vertretern des Kulturministeriums NRW, des Goethe Instituts und natürlich des NRW KULTURse­kretariats (NRWKS) hat Belgien und die Niederlande als Partnerländer vorgeschlagen. Dem ist die Vollversammlung des NRWKS gefolgt, inklusive der Einbeziehung Luxemburgs.

Gemeinsam wurden zwei Schwerpunkte festgelegt, auf die sich die Kooperationen und also auch die Bewerbungen wesentlich beziehen müssen: Digitale Kultur und Interkultur/ Einwanderungskulturen. Dies entspricht den beiden Schwerpunkten der Kultursekretariats-Arbeit für die kommenden Jahre, so wie sie 2014 beschlossen worden sind.

Mit einer ersten Ausschreibung wenden wir uns an Künstler*innen Kulturschaffende und Kulturinstitu­tionen in unseren Mitgliedsstädten.

Sie werden gebeten, sich mit Kooperationsprojekten zu bewerben, die ab 2016 in Verbindung mit Institutionen in den Mitgliedsstädten des NRWKS einerseits und andererseits mit Künstler*innen, Kulturschaffenden und Institutionen in den Partnerländern stattfinden sollen.

Bewerbungen mit den Schwerpunkten Digitale Kultur oder Einwanderungskulturen/Interkultur können sowohl von Künstler*innen als auch von Kulturinstitutionen ausgehen, die eine Kooperation mit Kulturschaffenden und/oder Institutionen in den Partnerländern planen. Bewerbungen müssen den Nachweis der finanziellen Beteiligung einer Kulturinstitution (Theater, Museum, Kunstverein, Produktionshaus, Soziokulturelles Zentrum u.a.m.) und/oder eines öffentlichen Förderers (Stiftung, Kulturamt/-büro etc.) in NRW enthalten.

Neben einer ausführlichen Projektbeschreibung und einem vorläufigen Kosten- und Finanzie­rungsplan sollen die Bewerbungen auch weiterführende Angaben zu den beteiligten Künstler*innen bzw. Kulturschaffenden enthalten. Eigenanteile sind grundsätzlich erforderlich.

Über die Bewerbungen wird eine Jury entscheiden, der wieder Expert*innen sowie die Vertreter des Kulturministeriums NRW, des Goethe-Instituts und des NRWKS angehören. Die Entschei­dungen werden voraussichtlich spätestens Ende Mai 2016 bekanntgegeben.

Es handelt sich um die erste Ausschreibung mit Frist 29. Februar 2016. Voraussichtlich wird noch 2016 eine weitere Ausschreibung folgen.

Die Fördermittel betragen für 2016 zunächst 75.000 Euro, weitere Mittel werden eingeworben.

Bewerbungen werden bis zum 29.02.2016 per Mail bitte an transfer@nrw-kultur.de gerichtet.

Wuppertal, im Dezember 2015

(ü. Pm.)

Braucht das Folkwangmuseum mehr Handlungsfreiheit?

Das Folkwangmuseum Essen zieht Besucher nach Essen. Doch nicht nur die periodischen Großausstellungen prägen das Haus, die Öffnung in den kommunalen Raum waren seit Amtsantritt für Dr. Tobia Bezzola, Leiter des Hauses, ein Anliegen. Wir sprachen mit ihm über das derzeitige Programm und die weitere Entwicklung des Museums.

Tobia Bezzola_Lise_2015_300dpi Dr. Tobia Bezzola, © Museum Folkwang, Jens Nober

Ein Interview mit Dr. Tobia Bezzola:

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Katharina Fritsch,  Gartenskulptur (Vase), 2005, Foto: Ivo Faber

 

MF_Fritsch_3. Postkarte (Essen)150dpi

Mehr Informationen, zu aktuellen Ausstellungen und Angeboten klicken sie bitte hier….

 

 

Postkartenfotos: Katharina Fritsch, (Essen), 2005 Fotos: Ivo Faber, Ó VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen
T +49 201 8845 160
FREIER EINTRITT | ADMISSION FREE

Der Eintritt in die ständige Sammlung ist frei. E

AKTUELLE AUSSTELLUNGEN | CURRENT EXHIBITIONS

Der Schatten der Avantgarde. Rousseau und die vergessenen Meister | bis 10. Januar 2016

Jim Dine. About the Love of Printing. Grafik von 1960 – 2015 | bis 31. Januar 2016

SAMMLUNG | COLLECTION

Otto Steinert. Absolute Gestaltung | bis 28. Februar 2016

Sammlung Goetz. 12 Monate / 12 Filme – Erkundungen im Raum | bis 1. Mai 2016
Los Carpinteros. Helm/Helmet/Yelmo | seit 15. November 2014

(stk.)

Bandcontest „Mukkefukk“: Finale am Samstag

Am Samstag, 28. November, findet das Finale von Essens neuem Bandcontest in der Weststadt Halle, Thea-Leymannstraße 23, statt.

36 Bands haben sich Anfang des Jahres beworben. Davon kamen 15 in die Vorausscheidungen. Diese Vorentscheidungen, die an den alten Rocktageorten Apostel Jugendhaus, Coffee Corner, Julius-Leber-Haus, JuBB Werden und Falkenzentrum Süd stattfanden, wurden von immerhin von rund 500 zahlenden Musikbegeisterten besucht.

Ins Finale schafften es schließlich:
The Pariah (www.facebook.com/thepariahhc),
Scargot (www.facebook.com/scargotofficial),
Artcon (www.facebook.com/Artcon-180410605327543),
Pinke Pank (www.facebook.com/pinkepankmusic),
VII ARC (www.facebook.com/VIIARC).

Diese fünf sind eigentlich alle schon Sieger, spielen am Samstag aber natürlich noch um die Rangfolgen eins bis fünf, für die ansehnliche Preise wie ein professioneller Videodreh, eine Studiowoche, ein Merchpaket und Gutscheine winken. Dazu gibt es attraktive Auftrittsmöglichkeiten.

Dies alles wird von kompetenter Jury entschieden, die sich aus Carol Kavanagh (cargo rec.) Marcus Kalbitzer (Zeche Carl/ Kulturzentrale) Christian Biehl (redfield rec./ Team Stereo) Marco Forst (Cafe Nord/ Nord Open Air) und Kay Shanghai (Hotel Shanghai) zusammensetzt.

Ein zusätzliches Entscheidungsmoment ist auch dem Publikum vorbehalten. Ihr Votum spielt ebenfalls eine kleine Rolle bei der Entscheidungsfindung. Die Veranstalter hoffen und gehen davon aus, dass dieses Finale, wie schon die Vorentscheidungen – trotz Wettbewerbscharakter – harmonisch ablaufen und darüber hinaus sogar Treffpunktcharakter bekommt für die Essener Musikszene.

Auf jeden Fall wird man wieder sehen, welche Qualität auch jüngere Bands haben, wie es auch schon des öfteren auf der von den gleichen Veranstaltern durchgeführten young stage bei Essen Original deutlich wurde.

Einlass: 19 Uhr/ Eintritt: 6 Euro
Noch mal zur Erinnerung an die Besucherinnen und Besucher der Vorentscheidungen: pro belegten Besuch einer Vorentscheidung (abgestempelte Flyer) gibt’s 1 Euro Bonus beim Finale. Also dran denken, diese Belege zu nutzen.

(ü. Pm. Stadt E.)

RVR und Land NRW wollen Förderfonds für kulturelle Projekte mit Flüchtlingen auflegen

Mit einem Förderfonds, aus dem gemeinsame Kulturprojekte mit Flüchtlingen unterstützt werden können, wollen das Land NRW und der Regionalverband Ruhr (RVR) die Willkommenskultur im Ruhrgebiet stärken. Diesem Vorhaben hat der Kultur- und Sportausschuss des RVR in seiner heutigen Sitzung (18.11.) zugestimmt. Neben den akuten Fragen von Unterbringung und Versorgung will die Initiative gerade jetzt das Klima interkultureller Offenheit im Ruhrgebiet fördern. Ein wichtiger Baustein dafür sind konkrete kulturelle Beiträge. Der Förderfonds ist Teil des neuen Projektes „Interkultur Ruhr“ und startet Anfang 2016.

In der ersten Phase soll ein zunächst mit 200.000 Euro ausgestatteter Förderfonds vielfältige Interventionen zur Stärkung der Willkommenskultur in den Kommunen und Kreisen des Ruhrgebiets ermöglichen. Unterstützung erhalten kulturelle Institutionen, Vereine, Initiativen und freie Akteure, die sich vor Ort in kulturellen bzw. künstlerischen Projekten mit der aktuellen Zuwanderung auseinandersetzen.  Das können Projekte sein, die dabei helfen, die gesellschaftliche Isolation der Flüchtlinge aufzubrechen, der Sprachlosigkeit zu begegnen und Teilhabe zu schaffen. Förderfähig sind auch Kooperationen und Projektpartnerschaften, die Begegnungsräume mit Flüchtlingen schaffen und kulturelle Interessen der Zugewanderten selbst zum Thema machen. Für das Projekt „Interkultur Ruhr“, das der RVR gemeinsam mit dem NRW-Kulturministerium im Rahmen der Nachhaltigkeit von RUHR.2010 auf den Weg bringt, stehen in den kommenden beiden Jahren weitere 400.000 Euro für längerfristig angelegte und kuratierte Projekte und Kooperationen im Ruhrgebiet bereit. Das Projekt soll am 1. Januar 2016 starten. Zeitgleich soll auch der Förderfonds „Interkultur“ aufgelegt werden. Förderanträge können dann beim RVR-Kulturreferat gestellt werden. Am 18. November werden die Pläne für das Projekt „Interkultur Ruhr“ und der dazugehörende Förderfonds im Kultur- und Sportausschuss des RVR vorgestellt und beraten. Die entsprechende Ausschussvorlage ist unter www.ruhrparlament.de öffentlich zugänglich.

(ü. Pm. idr)