Land gründet mit vier Opernhäusern im Ruhrgebiet das Opernstudio NRW zur Förderung junger Talente Essen

 (idr). Die Opernhäuser in Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Wuppertal arbeiten im neuen Opernstudio NRW zusammen, um junge Gesangstalente in NRW zu fördern.

Heute (12. November) wurde die Kooperation in Essen vorgestellt. Gegründet und gefördert wird das Opernstudio NRW vom Land Nordrhein-Westfalen. Partner sind die Hochschule für Musik und Tanz Köln und die Folkwang Universität der Künste Essen.  Gemeinsam wollen die Häuser bis zu sieben Sängerinnen und Sänger sowie eine Korrepetitorin oder einein Korrepetitor beim Übergang vom Studium in den Beruf unterstützen. Dafür werden die Bewerber für maximal zwei Jahre engagiert. Sie wirken bei professionellen Produktionen mit und arbeiten mit Regisseuren, Coaches, Dirigenten und Orchestern zusammen. Außerden bietet das Opernstudio NRW ihnen Bewegungstraining, Sprachkurse und Schauspielunterricht sowie eine Reihe von Meisterkursen renommierter Gastdozenten. Darüber hinaus wird es in jeder Spielzeit eine eigene Produktion des Opernstudios geben. Interessenten mit abgeschlossenem Hochschulstudium, die maximal 30 Jahre alt sind, können sich bis zum 30. November bewerben.

PCB-Belastung in Kray – Umweltamt, LANUV und Bezirksregierung Düsseldorf informieren

Ende Juli veröffentlichte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) die Ergebnisse der Grünkohluntersuchungen aus dem Jahr 2016 im Umfeld der ehemaligen Firma Richter. In einer Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger, die bewusst außerhalb der Sommerferien in NRW stattfindet, möchte die Stadt Essen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des LANUV NRW sowie der Bezirksregierung Düsseldorf nun alle betroffenen Essenerinnen und Essener zur PCB-Belastung in Kray informieren.

Am Mittwoch, 6. September, um 18 Uhr, werden im Rathaus Kray, Kamblickweg 27, die Ergebnisse der Grünkohluntersuchungen an den Messstellen in Kray aus dem Jahr 2016 vorgestellt und erläutert. Darüber hinaus stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf und des Umweltamtes den derzeitigen Sachstand für die Betriebsgelände an der Joachimstraße und Rotthauser Straße nach Insolvenz der ehemaligen Firma Richter dar und zeigen Zukunftsperspektiven für beide Gelände auf. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Expertinnen und Experten der teilnehmenden Institutionen zu weiteren Aspekten des Themenkomplexes zu befragen.

NRW: Ausländerzahl auf Rekordhöhe gestiegen

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2016 lebten nach Angaben des Ausländerzentralregisters in Nordrhein-Westfalen 2 512 900 Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 10,7 Prozent mehr als Ende 2015. Dies ist die höchste jemals ermittelte Zahl von ausländischen Mitbürgern in NRW.

Die größte ausländische Nationalitätengruppe in Nordrhein-Westfalen stellten Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (501 000), gefolgt von Personen mit polnischer (210 500) und italienischer Staatsangehörigkeit (139 200) dar. Die höchsten Anteile bei den außereuropäischen Staatsangehörigkeiten hatten Ende 2016 Menschen mit syrischem (174 000), irakischem (72 600) und marokkanischem (38 600) Pass. Differenziert nach Kontinenten besaßen 1 790 200 Ausländer eine europäische, 516 100 eine asiatische, 143 900 eine afrikanische und 39 800 eine amerikanische Staatsangehörigkeit; der geringste Teil der ausländischen Einwohner (2 700) kam aus Australien und Ozeanien. Von den fast 1,8 Millionen Ausländern mit europäischer Staatsangehörigkeit besaßen 964 400 einen Pass der EU-Staaten.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, lebte 2016 mehr als jeder zweite Ausländer (1,4 Millionen; 56,0 Prozent) bereits seit mindestens acht Jahren in Nordrhein-Westfalen und könnte somit einen Anspruch auf Einbürgerung geltend machen. Darunter befanden sich 934 400 Personen, die seit mindestens 20 Jahren an Rhein und Ruhr ansässig sind.

Bei der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass Ende 2016 fast jeder elfte Ausländer (229 700; 9,1 Prozent) in Nordrhein-Westfalen seinen Wohnsitz in Köln hatte. In Düsseldorf wohnten insgesamt 155 700 Menschen mit ausländischem Pass; hier hatten sich mit 6 300 auch mehr als die Hälfte aller in Nordrhein-Westfalen lebenden Personen mit japanischer Staatsbürgerschaft niedergelassen.

Hier zu der Auflistung nach Städten

Die Daten beruhen auf Angaben des Ausländerzentralregisters, das beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt wird. (IT.NRW)

 

 

Zuerst virtuell bauen, dann real – Bahnhöfe in NRW werden jetzt in fünf Dimensionen geplant

Die Zeiten, in denen Ingenieure und Projektplaner stundenlang über Papier-Bauplänen grübelten, sind vorbei. Die Deutsche Bahn (DB) plant ihre Bahnhofsprojekte jetzt digital. Alle kleinen und mittleren Verkehrsstationen werden nun mit der Methode „Building Information Modeling“ (BIM) geplant und gebaut – und das mit 360-Grad-Ansicht.

• BIM-Pilotprojekt startet in Hösel (anklicken!)

Klassische Baupläne, die an die Wand geheftet werden, gehören somit der Vergangenheit an. Dank BIM erhalten alle Projektbeteiligten eine interaktive Visualisierung des geplanten Bauwerks in 3D. Der Vorteil: Alle Beteiligten, egal ob Bauherr, Projektleiter oder die verschiedenen Fachplaner, arbeiten am gleichen Modell. So werden Bauabläufe gemeinsam verlässlicher geplant, komplexe Vorhaben anschaulich visualisiert und Risiken frühzeitig erkannt. Durch die Optimierung der Planung können Kosten und Termine besser beherrscht werden. Die DB ist das erste Infrastrukturunternehmen in Nordrhein-Westfalen, das BIM einsetzt.

Seit Januar 2017 werden grundsätzlich alle neuen Bahnhofsprojekte nach der BIM-Methodik geplant und gebaut. Der Bahnhof Hösel in Ratingen ist der erste Bahnhof in NRW, der mithilfe von BIM realisiert wird, bis Ende 2017 wird die Planung mit BIM bei 53 Bahnhöfen in NRW begonnen haben: Erst virtuell gebaut – dann real! Für Stephan Boleslawsky, Bahnhofschef in NRW, hat dieses neue Vorgehen nur Vorteile: „Mit BIM haben wir eine deutlich höhere Planungsqualität für Hösel“, so Boleslawsky. „Das Projekt steht im Mittelpunkt und wir können Planungsänderungen oder Planungskonflikte noch viel früher erkennen und lösen.“

Bundesweit werden rund 80 Projekte nach dieser neuen Methodik bearbeitet, bis Ende des Jahres 2017 sollen es bereits rund 160 Projekte sein. Die Erfahrungen aus anderen Pilotprojekten zeigt, dass das digitale Tool zu einem flüssigeren Projektablauf führt und damit zu Vorteilen bei allen Projektbeteiligten.

Der Bund unterstützt die Einführung von BIM bei der Deutschen Bahn. Im Dezember 2015 hatte der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Stufenplan Digitales Planen und Bauen veröffentlicht, mit dem BIM im Verkehrsinfrastrukturbereich bis 2020 zum Standard werden wird. Im Oktober 2016 stellte der Bund der Deutschen Bahn 20 Millionen Euro für die Einführung der BIM-Methode in komplexen Großprojekten zur Verfügung. Weitere rund neun Millionen Euro bringt die DB auf.

Doch Planen und Bauen sind nicht die einzigen Aspekte der Einführung moderner Technologien und Prozesse. Die Deutsche Bahn investiert bis 2018 rund eine Milliarde Euro allein in Digitalisierungsprojekte. Im Rahmen des Qualitätsprogramms „Zukunft Bahn“ spielen digitale Technologien auch bei der Modernisierung der Infrastruktur eine Schlüsselrolle, um das Verkehrsmittel Bahn noch attraktiver zu machen.

(ü.Pm.)